Speck anfuttern

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FC Augsburg (09.03.2019, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick. Ab 13.30 Uhr.]

Die Saison schreitet immer weiter voran. Maximal 13 Spiele sind es noch, davon in jedem Fall zehn in der Bundesliga. In jedem Fall spielt RB Leipzig dabei noch zweimal gegen den FC Augsburg, einmal in der Liga und einmal im Pokal. Während man nun am 25. Spieltag der Bundesliga in Leipzig aufeinandertrifft, wartet Anfang April die Auswärtsaufgabe im Pokal in Augsburg.

Bis dahin, so der Plan, sollte sich RB in der Bundesliga eine gute Ausgangsposition Richtung Champions-League-Platz erspielt aka ein kleines Punktepolster angefuttert haben, um dann in der letzten Saisonphase dem Pokal einen besonderen Stellenwert einzuräumen, ohne in der Liga in Gefahr zu laufen, noch aus den Top 4 herauszurutschen. Mit den Spielen gegen Augsburg und in Gelsenkirchen hat Leipzig zwei Partien gegen Mannschaften aus der Abstiegsregion vor sich, bevor dann im letzten Saisonviertel noch mal einige direkte Duelle gegen Europapokal-Aspiranten anstehen.

Bisher hat RB Leipzig seit der Winterpause genauso viele Punkte geholt wie in denselben Spielen in der Hinrunde. Vor allem auf die Spiele gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte konnte man sich dabei verlassen. Die fanden, so wollte es der Spielplan, alle auswärts statt und endeten alle mit einem RB-Sieg. Zu Hause konnte RB in der Bundesliga im Jahr 2019 allerdings noch gar nicht gewinnen und hat erst ein Tor geschossen.

Das soll sich gegen den FC Augsburg sicherlich ändern. Die Schwaben sind ein weiteres Team aus dem engen Kreis der Klubs, die gegen den Abstieg spielen. Auswärts konnte Leipzig diese Spiele gegen Mannschaften, die man als Topteam gewinnen sollte, zuletzt alle siegreich gestalten. Nun soll das auch in einem Heimspiel gelingen.

Dass Augsburg in ganz ernste Abstiegsschwierigkeiten geraten wird, hätte man vor 17 Spielen, als RB beim FCA antrat, noch nicht wirklich ahnen können. Die Augsburger damals ein sehr intensiv spielendes, schnelles Team, das es sich im Tabellenmittelfeld gemütlich gemacht hatte und leistungstechnisch eher an den Europa-League-Plätzen anzuklopfen schien.

Doch irgendwie passten schon früh die Ergebnisse nicht zu den Leistungen. Viele knappe Niederlagen, die man auch als unglücklich bezeichnen könnte. Neun knappe Niederlagen (also Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied) hat der FCA schon auf seinem Konto, vier mehr als die Mannschaft mit den zweitmeisten knappen Niederlagen. Vier Niederlagen mit mehr als einem Tor musste man dagegen lediglich hinnehmen. Nur sechs Mannschaften verloren seltener in dieser Höhe. Selbst die Bayern verloren dreimal mit mehr als einem Tor Differenz.

Von den Leistungen her war Augsburg nie ein Abstiegskandidat im engeren Sinne. Doch irgendwann passten sich die Leistungen den Ergebnissen ein wenig an und wurde aus dem ‚eigentlich spielen wir doch ganz gut‘ ein ‚ups, langsam wird es aber mal richtig ernst‘. Hätte Augsburg letzte Woche nicht überraschend gegen Dortmund gewonnen, stünde das Team von Manuel Baum schon auf dem Relegationsrang. Sieben Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsrang sind angesichts dessen, dass dort Hannover steht, aber trotzdem noch recht beruhigend.

Dass die Augsburger Saison ein wenig unglücklich verläuft, zeigt sich auch im Expected-Points-Wert, der ausweist, wie viele Punkte eine Mannschaft aufgrund der Chancenverhältnisse in den einzelnen Spielen eigentlich hätte eringen sollen. Neun mehr als die, die man hat, stehen dort zu Buche. Damit läge man auf einem lockeren Rang 12 mit ausreichend Vorsprung auf Rang 16.

Eines der Probleme ist dabei, dass offensiv die Lebensversicherung Alfred Finnbogason zu oft ausfiel. Zwar stehen beim Isländer schon wieder zehn Tore auf dem Konto. Allerdings schoss er die in lediglich 14 Spielen. In zehn anderen Spielen fehlte er seiner Mannschaft. Sergio Cordoba ist ein unangenehmer Stürmer aber von seiner Effizienz her kein adäquater Ersatz. Michael Gregoritsch fehlt bisher in dieser Saison in der Bundesliga ein wenig das Glück, das er letzte Saison noch hatte. Statt sieben bis acht Tore, die er aufgrund seiner Chancen hätte erzielen können, stehen da erst drei. Dong-won Ji hatte zuletzt gegen Dortmund mit zwei blitzsauberen Toren eine Sternstunde, spielte aber im Saisonverlauf nicht allzu oft eine zentrale Rolle.

Und auch defensiv hatte Augsburg in dieser Saison so seine Probleme. Der starke Jeffrey Gouweleeuw hat 2019 noch kein einziges Spiel in der Innenverteidigung bestritten. 17 Gegentore kassierte seine Mannschaft in diesen sieben Bundesligaspielen (2,4 im Schnitt). Nach ’nur‘ 29 in der Hinrunde (1,7 im Schnitt). Die langwierige Kreuzbandverletzung von Raphael Framberger und ein Kevin Danso, der in dieser Saison lange keine Option war, kommen dazu.

Im Winter eskalierte die Situation weiter und trennte sich der FC Augsburg von Martin Hinteregger und Caiuby. Zwei absolute Leistungsträger des Klubs. Der eine ließ seinen Trainer in der Öffentlichkeit auflaufen und wollte davon auch im internen Gespräch nicht abrücken (was allgemein wohl als authentisch angesehen wird, zumindest aber als zu Hinteregger passend durchgeht). Der andere überdrehte das Rad mit Disziplinlosigkeiten und einem verlängerten Urlaub. Beide wurden deswegen mal eben verliehen.

Das ist schon eine heftige Nummer für einen Klub wie den FC Augsburg, wenn aus unterschiedlichen Gründen mit Caiuby, Hinteregger, Finnbogason und Gouweleeuw vier absolute Stammspieler und Leistungsträger vom einen auf den anderen Tag fehlen. Dazu kam zuletzt noch eine mit drei Spielen Sperre belegte Tätlichkeit von Neuzugang und Defensivhoffnung Reece Oxford. Und als Krönung die Verpflichtung von Jens Lehmann als Co-Trainer. Was gemeinhin als erster Schritt zur Enteierung von Trainer Manuel Baum gesehen wurde.

Man hat in Augsburg eigentlich alle Ingredenzien zusammen, die dazu führen würden, dass man am Saisonende einen ‚deswegen ist der Klub abgestiegen‘-Artikel schreiben zu können. Viele Bestandteile, die eigentlich auch besser besetzte Klubs in große Nöte bringen könnten.

Dass man besser jetzt als später mit dem Schreiben des Abgesangs anfängt, dachte man sich nach der ersten Halbzeit in Freiburg vor zwei Wochen. Eine Hälfte, die auf Hannover-Niveau schlecht war. Individuelle Aussetzer kombiniert mit einer untauglichen Herangehensweise, mit der man immer und immer wieder in das hohe Anlaufen der Freiburger hineinspielt,e kombiniert mit einer Mannschaft, die komplett auseinanderzubrechen schien. Wer nach dieser Halbzeit keine Angst hatte um den FC Augsburg, der muss sehr gute Nerven haben.

Dass es allerdings um die internen Selbstheilungskräfte des Klubs gut bestellt ist und Strukturen und Hierarchien passen und auch das Team noch lange nicht zerfallen ist, zeigte man schon in der zweiten Halbzeit, in der man auch taktische Konsequenzen aus der ersten Hälfte zog und mit einem mutigen Auftritt sogar daran schnupperte, nach dem 0:3 zur Pause und einer desolaten Vorstellung noch einen Punkt mitzunehmen.

Das was man in Freiburg in der zweiten Halbzeit angefangen hatte, setztet man dann gegen den BVB fort, um den Tabellenführer schließlich etwas glücklich aber beileibe auch nicht unverdient mit 2:1 zu schlagen. Es war wieder das gallige, unangenehme Augsburg, das sehr gut eingestellt ist und offensiv das Glück hatte, das man braucht, um einen solchen Sieg einzufahren. An guten Tagen ist der FCA nicht nur ein taktisch sehr gut eingestelltes Team, sondern eines der besten Teams der Liga, wenn es darum geht, wie schlau die Spieler in der vorgegebenen Taktik agieren und wie gut sie ihre Rolle kennen und ausführen.

Gegen Dortmund verteidigte man so lange sehr gut, selbst wenn Rani Khedira wegen der vielen Defensiv-Ausfälle als reiner Innenverteidiger gefragt ist und nicht in seiner Paradarolle als flexibler Akteur zwischen Mittelmann in einer Fünferkette und zentraler Anläufer in vorderster Reihe agieren darf. Dazu hatte man mit Gregor Kobel im Kasten  einen leihweisen Neuzugang aus Hoffenheim stehen, der seine Sache mehr als gut machte. In den Wochen zuvor muss sich  der Schweizer wegen der vielen Gegentreffer schon gefragt haben, ob er mit seiner Leihe richtig lag. Das Spiel gegen Dortmund gab dann die erste positive Antwort. Kobel geht sicherlich im Vergleich zum soliden Luthe und zum zu fehlerbehafteten Giefer als Upgrade durch, das im Abstiegskampf wichtig werden könnte.

Wenn man die letzten drei Halbzeiten des FCA gesehen hat, dann bekommt man eine ungefähre Idee davon, dass  auf RB Leipzig ein sehr unbequemer Gegner wartet, der schon beim 0:0 im Hinspiel recht genau wusste, wie man den RasenBallsportlern die Lust am Fußball nehmen kann. Die Personalsituation beim FCA ist zwar derzeit so angespannt, dass zuletzt selbst Ex-RBLer Georg Teigl zu seinem zweiten Saisoneinsatz kam, aber Manuel Baum, der Trainer mit dem vielleicht intensivsten Seitenliniencoaching der Liga dürfte trotzdem eine Elf zusammenstellen, die in Leipzig zeigen wollen wird, dass der Sieg gegen Dortmund kein Zufall war.

Auf RB Leipzig wartet also ein Spiel mit viel Intensität. Die Frage wird sein, wer von den zuletzt angeschlagenen oder kranken oder noch nicht ganz topfitten Spielern eine Startelfoption ist. Timo Werner, Diego Demme oder Emil Forsberg sind da die Kandidaten. Vor allem Laimer, Kampl oder Adams nimmt Ralf Rangnick aber wahrscheinlich auch nicht gern aus dem Team, um Platz für andere zu schaffen. Wäre halt auch die Frage, ob Ralf Rangnick mehr spielerisches Potenzial im Team will (also Forsberg) oder der Fokus bei der Besetzung weiter auf dem Spiel gegen den Ball liegt.

[Update: Diego Demme fällt weiter wegen Grippe aus. Yussuf Poulsen ist wegen Wadenproblemen fraglich. Timo Werner steht wieder im Kader. Ob er auch in der Startelf steht, ist noch fraglich.]

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Orban, Halstenberg – Adams, Kampl – Sabitzer, Laimer – Poulsen (Cunha), Werner (Augustin)
  • FC Augsburg: Kobel – Schmid, Khedira, Danso, Max – Koo, Baier – Ji, Gregoritsch, Teigl – Cordova

Fazit: Ein FC Augsburg in der Form der ersten Hälfte in Freiburg wäre ein gefundenes Fressen für RB Leipzig. Ein FC Augsburg mit der bekannt intensiven, taktisch gut organisierten Spielweise wird dagegen eine harte Aufgabe, auch wenn der personelle Aderlass, den das Team hinnehmen musste und muss, nicht unbedingt für eine Überraschung spricht. Aber das dachte man für das Spiel gegen den BVB auch schon. Drei Punkte müssen für RB Leipzig zur Konsolidierung von Platz 3 in der Bundesliga trotzdem das Ziel sein.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den FC Augsburg nicht vor Ort verfolgen kann und am 09.03.2019, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. FC Augsburg

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Ralf Rangnick. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den FC Augsburg. Mit Ralf Rangnick.

13.16

25. Spieltag schon wieder. Das Spiel gegen den FC Augsburg steht an. Zu Hause bisher in der Bundesliga aus RB-Sicht eine Erfolgsgeschichte bei zwei Siegen. Nun soll der dritte Sieg im dritten Spiel her. Von den Tabellenplätzen her liegt das natürlich absolut drin. Zumal der FCA personell nicht gerade auf Rosen gebettet ist. Kommt halt drauf an, ob man eher ein Augsburg in der Form vom Sieg gegen Dortmund oder ein Augsburg in der Form der Niederlagen in Freiburg und Bremen kriegt.

13.18

Erstaunlich, dass diese Partie im Heimbereich am Ende fast ausverkauft oder sogar ausverkauft sein wird. Manchmal versteht man das auch nicht so richtig, wie sowas zustande kommt, zumal nach vielen enttäuschenden Kulissen in den letzten Monaten. Ja, es gab zwischendurch ein beschränktes Zehn-Euro-Kontingent für das Augsburg-Spiel, aber das erklärt die knapp 40.000 Zuschauer, die es am Ende werden dürften, auch nur zu Teilen. Vielleicht auch eine Auswirkung dessen, dass die englischen Wochen weggefallen sind und die einzelnen Bundesligaspiele exklusivere und damit interessantere Termine sind.

13.22

Für RB geht es auch darum, endlich den ersten Bundesliga-Heimsieg im Jahr 2019 einzufahren. Bisher war man da erstaunlich unerfolgreich bei nur zwei Punkten aus drei Spielen mit nur einem geschossenen Tor. Dazu kommt dann noch das Tor vom 1:0 gegen Wolfsburg. Auswärts hat man dagegen 2019 in vier Spielen elf Tore geschossen. Hat natürlich auch damit zu tun, dass RB auswärts bisher nur Teams aus der unteren Tabellenhälfte hatte, während man zu Hause Teams aus der oberen Tabellenhälfte begrüßte.

13.30

Vielleicht hat man es den Zeilen hier im Vorbericht über dem PK-Ticker angemerkt, dass ich durchaus einigen Respekt vor den Augsburgern habe. Da ist in den letzten Wochen einiges passiert, was nicht jede Mannschaft wegsteckt und trotzdem scheint die Mannschaft zu funktionieren. In der guten Phase in der Hinrunde hat man aber zu wenig Punkte gesammelt, sodass es in dieser Saison in Sachen Abstiegskampf trotzdem eng werden könnte bzw. der Relegationsrang ein realistisches Szenario ist. Mit dem aktuellen Kader und vielen Verletzungsproblemen wäre das aber dann auch keine ganz große Negativ-Sensation.

13.36

Ralf Rangnick: Diego Demme ist weiter krank (fällt aus). Werner ist im Kader. Poulsen ist fraglich, weil gestern die Wade zugemacht hat und er auch heute nicht mittrainieren konnte. Haidara spielt noch keine Rolle. Wahrscheinlich erst nach der Länderspielpause eine Option. Upamecano weiter raus. Bei Smith Rowe weiter Adduktorenprobleme. Wird besser, aber auch bestenfalls nach der Länderspielpause eine Option.

13.37

Rangnick zu Augsburg: „Haben das Augsburg-Spiel gegen Dortmund gesehen und wie schwer sie sich getan haben. Augsburg wird sich wohl an diesem Spiel orientieren und auch gegen uns nicht volle Kanne offensiv spielen. Wir brauchen Lösungen für den Erfolg. Uns reicht auch ein 1:0, wir wollen das Spiel gewinnen. Wird darauf ankommen, das eine oder andere dickere Brett zu bohren.“

13.38

Rangnick zu Augustin: „Müssen abwarten, was mit Poulsen ist. Wenn er nicht spielen kann, rutscht automatisch jemand anderes herein. Spiele sind nicht dazu da, Chancen zu vergeben. Die Chance muss sich jeder selbst erarbeiten.“ Im Training anbieten. „Augustin ist auf einem besseren Weg. Ob er von Anfang an eine Option ist, muss man sehen. Hängt auch von Poulsen ab.“

13.41

Rangnick: Schreibt sich ab und zu mit Rani Khedira. „Klar, dass Augsburg versuchen wird, Punkte mitzunehmen. Wir haben in drei Heimspielen nicht gewonnen gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte. Wird auch gegen Augsburg nicht einfach, aber wir haben den Anspruch zu gewinnen.“

„Wenn Augustin da wäre, wo er schon mal war, hätte er wohl schon in Nürnberg gespielt.“ Da hätten aber die aktuell zwei besten Stürmer auf dem Platz gestanden.

13.44

Rangnick zu Haidara: „Sehr erfreulich, mit welcher Spielfreude er im Training dabei war. War vier Monate weg. Anfangs war sogar eine Operation nicht ausgeschlossen. Haben auch Ärzte empfohlen, dass eine Operation besser ist, deswegen war die Entscheidung nicht einfach. Sind froh, das es offensichtlich richtig war, die operative Behandlung zu wählen. Wenn sein Knie hält“, dann kann man demnächst mit vollem Mannschaftstraining anfangen. Man überstürzt aber nichts. Plan ist, ihn in der Länderspielpause heranzuführen, sodass er möglicherweise zum Hertha-Spiel Ende März eine Option wird.

Seit dem Europa-League-Ausscheiden klar, dass es Spieler geben wird, die nicht mehr regelmäßig zum Einsatz kommen, weil Rotationsgrund wegfällt. „Die Spieler müssen sich im Training anbieten und wenn die Chance kommt, müssen sie die nutzen.“ Gibt Spieler, die es genauso gemacht haben. Yussuf Poulsen zum Beispiel. Unzufriedenheit wird auch mit Einzelgesprächen begegnet. „Gibt nicht so viel Grund, viel zu verändern.“

13.48

Rangnick zu Bruma: Problem, dass es Spieler wie Laimer oder Adams so gut machen. Zur falschen Zeit krank gewesen. „Spieler wissen genau, dass es wichtig ist, nicht krank zu sein oder Einheiten zu verpassen. Bruma ist ein Kandidat“ für das Team. Forsberg genauso. „Haben die Qual der Wahl.“

Zu Forsberg: „Wir sehen die Jungs in jedem Training und sehen, was ein Spieler leisten kann. Forsberg braucht Spiele, aber wir haben keine Spiele, in denen wir ihn einfach spielen lassen können, solange es Spieler gibt, die es sehr gut machen.“ In Nürnberg war das Spiel lange auf Messers Schneide, da war es nicht die Situation für Forsberg. „Fehlt noch ein bisschen was bei ihm im Durchsetzungsvermögen.“ Sowohl mit dem Ball als auch ohne Ball. Nimmt es klaglos hin, aber Rangnick meint, er sieht, dass es in ihm rumort.

13.51

Rangnick zur Nationalelf: „Steht mir nicht zu, dazu was zu sagen. Betrifft uns nicht und ich bin nicht in der Rolle des Bundestrainers. Löw kann man zutrauen, dass er tut, was er für richtig hält.“ Nicht sinnig, wenn sich da jetzt alle in der Bundesliga zu äußern. Dass die Spieler unzufrieden sind, ist nachvollziehbar.

Zu Sabitzer: „Gefällt mir nicht, wenn Spieler Karten kassieren, die nicht mit Foulspielen zu tun haben. Die eine oder andere Karte war überflüssig. Bin gespannt, ob er noch auf zehn gelbe Karten kommt. Wenn das passiert, gibt es einige Alternativen. Damit beschäftigen wir uns, wenn es soweit ist.“

13.54

Rangnick zu Smith Rowe: „Gehe davon aus, dass er gern noch ein paar Spiele machen würde. Wir würden das auch gern sehen, weil wir denken, dass er uns besser machen würde.“ Man wolle auch sehen, wie er ins Spielsystem passt. Man sieht die Leihe als „mittelfristige Geschichte. Schließe nicht aus, dass wir uns im April oder Mai noch mal mit Arsenal zusammensetzen, ob wir die Leihe noch mal verlängern. Fühlt sich wohl in der Kabine.“ Hat auch privat Kontakt mit RB-Spielern. „Das ist schon mal ein gutes Zeichen.“

„Haben ihn ein Jahr lang beobachtet und seine Entwicklung verfolgt. Bei Verpflichtung wussten wir noch nicht, wie es mit Forsberg weitergeht. Deshalb haben wir beschlossen das Risiko einzugehen. Finanzielles Risiko ist bei Smith Rowe überschaubar. Spricht einiges für das Szenario einer weiteren Leihe. Aber darüber müssen wir erst im April/ Mai befinden.“

13.55

Rangnick: Testspiel gegen Aue unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Länderspielpause am Donnerstag, um Spielzeit für alle zu haben. Kann auch ein 3×25-Minuten-Spiel werden statt zweimal 45 Minuten. Längeres Wochenende danach.

13.58

Das war es von hier. Wenig spektakuläres auf der Pressekonferenz. Am spektakulärsten vielleicht noch, dass man erneut gegen einen ostdeutschen Zweitligisten testen will/ wird. Nach Magdeburg ist es nun Aue. Demnächst wird dann auch Union angefragt.^^ Daneben Ralf Rangnick noch mit dem erneuten Hinweis, dass man Smith Rowe wohl noch ein Jahr länger leihen will, die aktuell seltsame Leihe also eine „mittelfristige“ Investition ist. Und gegen Augsburg will man natürlich gewinnen. Ohne Demme und vielleicht auch ohne Poulsen. Das schauen wir uns am Samstag dann an. In diesem Sinne, viel Spaß damit allerseits.

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