Fürs gute Gefühl

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig gegen Werder Bremen (22.12.2018, 15.30 Uhr) findet sich die der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Es geht in die letzte Runde des Jahres 2018. Ein Jahr gefüllt mit viel Bundesliga und viel Europa League und einem Trainerwechsel im Sommer. Nach der Übernahme durch Ralf Rangnick wollte man die Mannschaft wieder auf Vordermann bringen und auf die RB-DNA einschwören und damit erfolgreich sein. Letztlich hat Rangnick die Aspekte, die er in den Mittelpunkt stellte (Mentalität, Spiel gegen den Ball, besseres Arbeiten bei Standards), alle bearbeitet. Durchaus erfolgreich. Die Mannschaft hat wieder klarere Hierarchien, kassiert kaum Standardgegentore und hat sich im Spiel gegen den Ball wieder deutlich verbessert.

Das Ergebnis dessen sind 28 Punkte in der Bundesliga nach 16 Spielen und Platz 4. Vor einem Jahr stand man mit 28 Punkten auf nach 16 Spielen auf Platz 3 und war auch bereits aus der Champions League ausgeschieden (dufte als Dritter aber nach der Winterpause in der Europa League weiterspielen). Der Unterschied ist aktuell der, dass RB noch im DFB-Pokal ist. Da das Hasenhüttl-Team letzte Saison in der zweiten Runde die Bayern als Gegner hatte, ist das schwer zu vergleichen.

Fakt ist, dass die Situation jetzt mit einer leicht breiter aufgestellten, aber in der Spitze (Keita, Forsberg-Verletzung) etwas schwächer besetzten Mannschaft eine ähnliche ist wie vor einem Jahr. Damals war man mit der Hinrunde soweit zufrieden vor dem 17. Spieltag. Die Niederlage zum Abschluss des Jahres 2017 gegen Hertha war dann aber doch ein kleiner Tiefschlag, der die kommenden Monate ein wenig vorprägte (verkürzt gesagt, da gab es natürlich noch einige andere Geschichten).

Auch dieses Jahr hängt das finale Wohlbefinden beim Gang unter den Tannenbaum ein wenig davon ab, wie die RasenBallsportler am letzten Spieltag der Hinrunde abschneiden. Holt RB gegen Bremen noch drei Punkte steht man mit 31 Punkten besser als im Vorjahr und sehr gut da. Verliert man gegen Werder bleibt halt das Gefühl, dass sich Geschichte wiederholt und ein schwacher Dezember eine bessere Ausgangsposition im Kampf um einen Champions-League-Platz kostet.

Mit Werder Bremen kommt ein Verein, der vor der Saison das ambitionierte Ziel Europa ausgerufen hatte. Mit Neu-Coach Florian Kohfeldt war in der letzten Saison einiges an Euphorie an der Weser entstanden, die man diese Saison in entsprechenden sportlichen Output umwandeln will. Allerdings verspielte sich Werder die sehr gute Ausgangsposition in den letzten Wochen durch nur sechs Punkte aus den letzten acht Spielen. In der Tabelle dieser acht Spiele steht Werder punktgleich mit Hannover auf Rang 16. Allerdings bespielte man in dieser Zeit mit Dortmund, Bayern, Mönchengladbach und Hoffenheim auch einige Topteams. Dass man in diesen vier Spielen nur einen Punkt holte, könnte aber auch ein deutliches Zeichen sein, dass das Ziel Europa für den Klub etwas sehr ambitioniert ist.

Kadertechnisch investierte man im Sommer durchaus in den Kader. Mit Delaney und (mit deutlichen Abstrichen) Belfodil verließen nur zwei wichtige Spieler den Klub. Der Delaney-Abgang tat weh, brachte aber auch 20 Millionen Euro ein, mit denen man in den Kader investieren konnte.  Mit Davy Klaassen holte man einen Mittelfeldmann mit feinem Füßchen und guter Aggressivität/ passabler Balleroberung (aber auch dem einen oder anderen fiesen Foul), der vielleicht noch nicht ganz die Erwartungen erfüllt hat, die mit über zehn Millionen Euro Ablöse verbunden gewesen sein dürften. Osako, Harnik, Sahin, Möhwald und Pizarro sorgten für eine deutliche Verbreiterung der Optionen für Trainer Kohfeldt. Wobei da auch kein Spieler dabei ist, der Werder auf ein neues Niveau heben könnte. Bei allem Respekt vor einem Spieler wie Pizarro hält sich der nachhaltige Gewinn des Einbaus eines Vierzigjährigen mal jenseits des Wohlfühltransferfaktors einigermaßen in Grenzen.

Die Verpflichtung von Pizarro zeigt aber auch ein bisschen, wo bei Werder der Schuh personell ein bisschen drückte, nämlich darin, dass es im zentralen Sturmbereich eher mau aussah. Johansson steht auf dem Abstellgleis und ist sowieso verletzt. Belfodil war nach Hoffenheim gegangen. Wenn man nicht will, dass weiter alles in der Offensive an Max Kruse hängt, musste man dort tätig werden. Mit Osako, Harnik und Pizarro hat man in die Breite investiert. Komplett erfolgreich war man bei bisher zusammen sieben Toren der drei Spieler mit den Maßnahmen nicht.

Letztlich ist das vielleicht entscheidende Moment, dass dem Angriff ein wenig die Geschwindigkeit fehlt. Einzig Milot Rashica bleibt hier auszunehmen, aber dem fehlt vor dem Tor noch Abgeklärtheit und Treffsicherheit. Gegen Hoffenheim vergab er zuletzt kurz vor Schluss gleich zweimal die Chance auf den Sieg. Dass sich Werder trotz spielerisch recht großer Qualität im Ligavergleich unterdurchschnittlich viele Großchancen erspielt, könnte auch mit der Besetzung der Offensive zu tun haben.

Dort hängt weiter fast alles an Max Kruse. An 119 Torschüssen war Kruse bisher beteiligt. Das sind mehr als bei jedem anderen Bundesligaspieler. Die Leichtigkeit mit der er immer wieder Räume bespielt und in Räume läuft und so wie in Dortmund den Ball mal eben locker von der Strafraumkante im Eck versenkt, ist hübsch anzusehen. Dass er trotz der enormen Zahl nur an acht Toren beteiligt war, verweist aber auch darauf, dass das Spiel über Kruse nicht immer die gewünschte Effizienz mit sich bringt. Wobei er da halt eben auch davon abhängig ist, dass ein Rashica beispielsweise die Anspiele auch im Tor unterbringt.

In der ersten Elf hat Werder Bremen durchaus (bei kleinen Fragezeichen) ein gutes Team zusammen. Pavlenka ist ein sehr guter Torhüter. Das Innenverteidiger-Duo Moisander/Veljkovic (zuletzt verletzt) ist meist stabil. Maximilian Eggestein ist ein sehr interessanter Dauerläufer im zentralen Mittelfeld, der von ganz defensiv bis offensiv so ziemlich alles spielen kann. Die Klasse von Klaassen und Kruse steht genauso außer Frage wie die Qualität von Gebre Selassie und Augustinsson auf den Außenbahnen. Dazu war Bargfrede ein ganz wichtiger Stabilitätsfaktor (zuletzt aber auch länger verletzt). Doch dahinter wird es in Sachen Konstanz schon dünn. Rashica und Johannes Eggestein sind Offensivtalente, die mal helfen können und mal nicht.

Hauptproblem in dieser Saison und vor allem in der jüngeren Vergangenheit ist aber die Defensive. Keine andere Mannschaft der Liga lässt mehr Großchancen zu als Werder (nur Hannover hat eine genauso schlechte Balance zwischen in der Offensive selbst erspielten und in der Defensive zugelassenen Großchancen; bei -24 steht die Bilanz). Teilweise resultierten die Tore da auch aus individuellen Fehlern, teilweise ließ man sich (wie gegen Leverkusen) bei Rückstand einfach auskontern. Das vielleicht eine Folge des stärker auf Ballbesitz setzenden Systems, dem da offenbar immer mal auch die Stabilität im defensiven Umschalten fehlt.

Nur drei Teams der Liga haben mehr Ballbesitz als Werder. Das Team gehört zu jenen Mannschaften, die für den zuschauerfreundlichen Trend in der Liga stehen, mehr über Fußball statt über Spiel gegen den Ball lösen zu wollen. Aber gerade so etwas wie Gegenpressingaktivitäten sind dabei nicht so ausgeprägt wie bei anderen Vereinen und führen (wenn man über entsprechende spielerische Fähigkeiten verfügt) dazu, dass man auch mal in einen Konter läuft.

Und da hat Werder schon Glück, denn statistisch gesehen kassierte man bisher mit 26 weniger Treffer als man eigentlich müsste. Sprich, man überperformt trotz Durststrecke in den letzten acht Wochen über die Saison gesehen sogar noch. Auch das ein Hinweis darauf, dass der Traum Europapokal vielleicht etwas hochgegriffen war.

Gespielt wurde zuletzt in Bremen verstärkt das 4-3-3 aka 4-1-2-1-2, das man als Raute interpretieren kann und das man auch aus Salzburg, Mainz oder Leipzig kennt. Klaassen, Möhwald (ersetzte den verletzten Sahin), Eggestein besetzten dabei die zentralen Mittelfeldpositionen. Offensiv spielt man flexibel mit Kruse auf der Zehn oder als Stürmer und mit wechselnden Besetzungen. Vom System her kommt man da auch schnell zu einem reinen 4-3-3, in dem schnelle Stürmer wie Kainz oder Rashica die Außenstürmer spielen können.

Interessant auch die Rolle von Eggestein zuletzt, der wie Khedira in Augsburg in der Defensive immer wieder zwischen den Innenverteidiger rückte und dann eine Dreier- aka Fünferkette in der Abwehr gebildet wurde. Von seiner Dynamik her ist Eggestein eine gute Besetzung für diese Crossover-Rolle zwischen mittlerem Innenverteidiger und immer wieder auch rausrückendem und sehr weit vorn anlaufendem Spieler. Bis ins letzte Detail verinnerlicht wirkte die Sache aber noch nicht.

Bremen stellt bisher das zweitälteste Team der Liga. Wobei das als Durchschnittswert auch eine sinnlose Zahl ist, wenn du immer mal einen 40-Jährigen mitspielen lässt. Von den zehn meisteingesetzten Spielern sind aber immerhin sechs mindestens 28 und vier mindestens 30.

Von der Herangehensweise setzt man in Bremen auf ein gepflegtes Flachpassspiel. Mit Klaassen hat man da jemanden mit den entsprechenden Fähigkeiten in der Verbindung von Defensive und Offensive. Und Kruse kann das vorn sowieso gut. Besser sowieso als sich in den Kampf um lange Bälle zu werfen. Das führt dazu, dass man hinter Hoffenheim und Bayern das Team ist, dass die meisten Torschüsse aus dem normalen Spiel heraus generiert. Gut ansehbar halt.

Trotz des Alters investiert Bremen läuferisch sehr viel in die Spiele (Platz 3 in der Bundesliga in Sachen Laufstrecke). Die Partie gegen Hoffenheim zuletzt war diesbezüglich ein unglaubliches Gemetzel, nach dem fast alle Spieler direkt mit dem Schlusspfiff erstmal auf den Rasen fielen und durchpumpen mussten. Für Werder sicherlich auch nicht ganz einfach,diese Belastungen binnen drei Tagen aus den Knochen schütteln zu müssen. Könnte durchaus ein nicht unwesentlicher Vorteil für RB Leipzig sein.

Die hatten zwar mit dem Spiel in München auch eine intensive Aufgabe zu bewältigen, die aber bei weitem nicht mit demselben Aufwand verknüpft war wie das Werder-Spiel. Fraglich bleibt trotzdem, wer im letzten Spiel des Jahres für RB Leipzig auflaufen wird. Sabitzer wird in die Mannschaft zurückkehren, da darf man sicher sein. Ein Orban könnte in das Team rücken, weil Bremen keine Mannschaft ist, die primär über Geschwindigkeit kommt. Und ansonsten wird es wohl wenige Wechsel geben, wenn denn nicht beim einen oder anderen die Wehwehchen so groß werden oder die Frische so abgenommen hat, dass er draußen bleiben muss.

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Upamecano (Orban), Konaté, Halstenberg – Sabitzer, Demme, Kampl – Poulsen, Bruma (Laimer), Werner
  • Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp (Veljkovic), Moisander, Augustinsson – Möhwald (Sahin), Eggestein, Klaassen – Rashica, Osako (Harnik), Kruse

Fazit: Letzter Spieltag des Jahres 2018. Es geht darum, ein gutes Gefühl mit in die Winterpause zu nehmen. Und das hätte man vor allem dann, wenn man mehr Punkte als in der letzten Saison nach der Hinrunde hatte. Mit Bremen kommt ein spielstarker Gegner, der mit seinen Qualitäten (wie zuletzt in Dortmund gezeigt) jeder Mannschaft Probleme bereiten kann. Auf der anderen Seite kommt der spielerische Ansatz Werders dem Umschaltfokus bei RB eventuell durchaus genauso entgegen wie die offiziell über 127 Kilometer, die Werder unter der Woche gegen Hoffenheim für ein 1:1 investieren musste.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Werder Bremen nicht vor Ort verfolgen kann und am 22.12.2018, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Werder Bremen

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Ralf Rangnick. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Werder Bremen. Mit Ralf Rangnick.

16.45

So, letzte Etappe im Jahr 2018. 54. Pflichtspiel (31. in dieser Saison). War schon viel los in diesem Jahr. Irgendwie fühle ich mich heute hier an einem Freitag um 17 Uhr kurz vor Weihnachten auch so, als hätte ich diese 54 Pflichtspiele alle persönlich in den Knochen. Gut, dass Weihnachten und ein paar freie Tage kommen. Vielleicht auch mal eine ganz angenehme Abwechslung, dass in der kommenden Rückrunde die Fußballtermine nicht so dicht gedrängt folgen wie in den letzten elf Monaten.

16.47

Mit Bremen kommt noch mal ein Gegner, der viel Fußball mitbringt. Frage bei der derzeitigen Spielausrichtung von RB wird sein, ob sie damit durchkommen oder ob RB gut genug verteidigt und die dann zwangsläufig entstehenden Umschaltchancen besser nutzt als in München, wo man viel zu wenig aus guten Feldpositionen gemacht hat (auch weil bspw. ein Süle einen richtig guten Tag erwischt hatte).

16.51

Als Ziel hat Rangnick 31 Punkte ausgegeben. Das bedeutet, dass ein Sieg gegen Bremen her muss. Wäre schon gut, um mit einem zufriedenen Gefühl in die Winterpause zu gehen und eine sehr gute Ausgangsposition zu haben. Wenn nicht, dann ginge die Welt nicht unter, klar. Aber gut wäre es schon, auf einem Champions-League-Platz zu überwintern.

16.52

Voll wird es noch mal in der Red Bull Arena. Irgendwas über 40.000 dürften es werden. So wie letzte Saison. Noch mal eine schöne Kulisse zum Jahresabschluss.

17.04

Ralf Rangnick: Stand jetzt stehen alle zur Verfügung bis auf Forsberg und Ilsanker. Erst morgen aber definitiv zu sagen. „Unsere Jungs wollen noch mal alles raushauen, was drinsteckt. In München gesehen, dass das eine Menge ist. Bin guter Dinge, dass wir auch für morgen noch mal genug Sprit im Tank haben.“

„Wir müssen uns optimal vorbereiten. Egal ob sie mit Vierer- oder Dreierkette spielen. Bremen will Fußball spielen. Darauf sind wir vorbereitet. Alles andere wird das Spiel zeigen. Die Mannschaft wird gewinnen, die den Sieg mehr will.“

17.06

Rangnick zu Drohnen: „Wir haben heute im Dunkeln trainiert.“ (Lacht.)

„Wir sind schon lange nicht mehr an Trainingsbeobachtungen interessiert. Ist für unsere Vorbereitung nicht wichtig. Schauen uns Spiele an und vor allem Spiele gegen Gegner, die ähnlich spielen wie wir. Wie die Teams trainieren, ist mir unwichtig.“ [Anmerkung: Gab es nicht letzte Saison noch den Fall, dass ein RB-Scout irgendwo aus dem Gebüsch gezogen wurde oder ist das schon wieder zwei Spielzeiten her?]

„31 Pflichtspiele diese Saison sind eine Menge Holz. Hat aber viel Spaß gemacht mit den Jungs. Auch wegen der Entwicklung der Mannschaft. Gutes Gefühl, dass wir auf die richtigen Dinge geachtet haben.“

17.09

Rangnick: Seine persönliche Assistentin geht. RB hat den Job neu ausgeschrieben. Freut sich für seine bisherige Assistentin, die sich selbstständig macht. (Frage war, ob die Stelle neu geschaffen wurde.)

Rangnick zum Werner-Thema: „Genug dazu gesagt in den letzten Wochen. Wichtiger Spieler, aber es gibt auch noch andere. Macht keinen Sinn, immer wieder Wasserstandsmeldungen abzugeben. Er ist am Zug. Wie lange er sich für den Zug nimmt, wird man sehen.“ Werner und sein Berater wissen, was der Standpunkt von RB im nächsten Sommer ist (sagt aber nicht, was das für ein Standpunkt ist). „Wir erteilen keine Freigaben, wir sind kein Ausbildungsverein.“ Sinngemäß: ‚Will dazu nichts mehr sagen. Sie können ja Timo fragen, wenn sie wollen.‘ [Ich interpretiere das mal als kleine, lustige Spitze in Richtung der Plauderigkeit von Timo Werner. Aber das ist nur meine Interpretation.]

17.14

Rangnick zu Konaté und Upamecano: „Konaté ablösefrei aus der zweiten französischen Liga geholt. Zum Stammspieler gereift. Muss man mit 19 Jahren erst mal machen, die Dinge so runterzuspielen. Sehr beliebt. Sehr intelligent. Besonderer Spieler. Upa kenne ich ja schon länger. Körperllich außergewöhnliche Spieler. Froh, dass wir die bei uns haben.“

Zu den Neuzugängen dieser Saison: Schickt voraus, dass die alteingesessenen Spieler es sehr gut machen. (Frage war, warum es bei den neuen Spielern noch ein bisschen hapert.) „War klar, dass sie es nicht so leicht haben. Müssen Sprache, Kultur und Spielidee erst noch kennenlernen. Einsatzzeiten in der Europa League taten ihnen gut. Entscheidend wird sein, wie die drei im neuen Jahr auf den Konkurrenzkampf reagieren. Müssen zeigen, wie sehr sie in die Mannschaft wollen. Von der Integration her ist Cunha am weitesten. Auch mit dem Deutsch lernen. Sehr beliebt in der Mannschaft. Die Jungs bekommen Zeit, aber jeder ist selbst verantwortlich, wie er den Konkurrenzkampf annimmt.“

17.17

Rangnick: „Geht erst mal morgen, darum drei Punkte zu holen. Dann wären es drei mehr als letztes Jahr und wir würden auf einem Champions-League-Platz bleiben. In zwei Wochen Vorbereitung geht es um die Integration neuer Spieler. Dann geht es direkt gegen Dortmund.“ Hinspiel gegen BVB war zu früh. „In der Rückrunde mal wieder Wochen, in denen wir normal trainieren können. Vorteil müssen wir entsprechend nutzen. Schauen, dass die Mannschaft sich entsprechend weiterentwickelt. Junge Mannschaft, die hat eine Menge Entwicklungspotenzial.“

17.20

Rangnick: Marseille-Spiel auswärts als große Enttäuschung 2018. Auch Niederlage in Mainz nennt er und das Unentschieden gegen Trondheim. „Trotzdem haben wir uns immer wieder aufgerappelt und große Mentalität gezeigt. Deswegen stehen wir da, wo wir jetzt stehen. Deswegen bin ich auch zuversichtlich für die Rückrunde und dass wir am Ende auf einem der ersten vier Plätze stehen.“

„Richtig wacklig ist für morgen keiner“, aber man muss erst mal gucken, wer morgen frisch genug ist.

„Ab Sommer möglichst nicht mehr mit Dolmetscher arbeiten.“ Schon jetzt den Einsatz der Dolmetscher weiter zurückfahren.

17.24

Rangnick: „Saison der U19 war unterschiedllich bisher. Richtig gute Spiele wie beim FC St. Pauli im Pokal zuletzt.“ Geht aber um Entwicklung für die Profis. Die, die sich anbieten, sind immer mal dabei. Zum Beispiel Majetschak. Redet aber wieder davon, dass der Sprung zu den Profis sehr groß ist und die Nachwuchsarbeit noch nicht sehr alt ist. Dauert fünf Jahre ab Aufstieg der Profis in die Bundesliga. Sind aber erst zweieinhalb rum.. [Naja..]

„Weihnachten zu Hause in Backnang. Dann zwei, drei Tage in den Urlaub.“ Dann ab 03. schon wieder in Leipzig und dann geht das Training ja schon wieder los.

Zu Bruma: „Haben sein Potenzial bei Galatasaray gesehen. Letzte Saison schon gute Spiele gemacht. Diese Saison zu Beginn Probleme. Auch keine guten Trainingsleistungen. Seit zwei Monaten präsentiert er sich anders. Habe das Gefühl, er ist jetzt richtig angekommen. Versteht schon viel deutsch. Genießt hohes Ansehen in der Mannschaft. Ist ein Beispiel, was mit Spielern passieren kann und dass man Geduld mit der Entwicklung haben muss.“ Diese Entwicklung führt dann auch zu mehr Einsatzzeiten.

17.27

Das war es von hier. Sehen wir mal über die üblichen Anmerkungen zum Nachwuchs hinweg. Rangnick ein bisschen in Plauderlaune zum Schluss. Ist zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft und des Vereins. Kann man so sehen, aber dazu bleibt sicherlich dann in der Winterpause in der Analyse noch Zeit. Erstmal geht es gegen Bremen. Drei Punkte sollen her. Schauen wir es uns an. Habt Spaß damit.

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