Düsseldorf-Wiedergänger mit höherer individueller Qualität

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Hannover 96 (15.09.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick. ]

Geht es langsam in den Herbst hinein, dann kann auch die Saison in der Bundesliga so richtig losgehen. Der dritte Spieltag steht an. Und für RB Leipzig bereits ein sehr wichtiges Spiel. Zwar hat man von den ersten neun Pflichtspielen nur eins verloren, aber es steht nach zwei Spielen in der Bundesliga eben auch erst ein Punkt auf der Haben-Seite.

Dazu kommen ein paar Auftritte, die hinsichtlich der Offensivbemühungen und hinsichtlich der Effizienz und Balance nicht allzu vielversprechend waren. Und so ist das Spiel gegen Hannover schon eins, das so ein bisschen Aufschluss geben kann, inwieweit man bei den Lösungen von Problemen vorangekommen ist bzw. inwieweit man die Mittel der Wahl (Balleroberung, Umschalten und Standards) verbessert hat. Drei Punkte wären in dieser Partie aus RB-Sicht durchaus wichtig, wenn man vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt nicht schon richtig unter Druck stehen will.

Mit Hannover kommt vermutlich ein kleiner Wiedergänger der Fortuna aus Düsseldorf nach Leipzig. Ähnlich wie der Gegner von vor der Länderspielpause darf man die 96er mit einer Formation erwarten, die auf Kompaktheit in der Mitte, Breite in der letzten Linie und Fokus auf Umschaltsituationen legt.

Spricht, hinten verteidigt eine Fünferkette, in der die Außenspieler im Idealfall auch sehr offensive Rollen spielen können. Der erst 19-jährige Linton Maina ist da auf der rechten Seite ein sehr interessanter Spieler. Allerdings gäbe es da auch defensivere Varianten.

In der Mitte hat Hannover mit Wimmer, dem extrem talentierten Kapitän Anton, Sorg oder auch Elez eine ganze Reihe von mindestens soliden Bundesliga-Defensivspielern, vor denen dann der Raum vor allem in der Mitte vor dem Strafraum eng gemacht werden soll. Walace spielt hier neben Fossum oder Bakalorz keine unwesentliche Rolle mit seiner Positionierung und mit seinem sauberen Passspiel. Manchmal wirkt der Brasilianer, der vom HSV kam, etwas behäbig, aber als tiefer Sechser mit viel Ruhe am Ball kann er für Hannover in dieser Saison durchaus sehr wichtig werden.

Wenn man es ganz kompakt haben will, dann spielt man es vor den beiden Sechsern mit zwei zentralen Zehnern ganz eng. Wenn man es etwas offensiver will, dann spielt man nur mit einem Zehner und mit zwei Stürmern, das erleichtert auch das Anlaufen der gegnerischen Innenverteidigung. Letztlich von der zu erwartenden Formation her alles eine Spielart des 5-3-2 (oder 3-5-2 oder 3-3-2-2), das Düsseldorf letzte Woche gespielt hat. Mit vielleicht dank eines zusätzlichen Offensivspielers etwas offensivstärkerer Ausrichtung im Umkehrspiel.

Aber das Grundprinzip bleibt. Die Mitte zumachen, ohne die Flügel komplett zu öffnen. Durch die Formation versucht man so die Angriffe von RB in die Halbräume auf die Flügel abzulenken, wo dann aber in der Breite ein Außenverteidiger steht, der den Weg zur Grundlinie zumacht, sodass als freier Raum eigentlich nur der Halbraum bleibt, aus dem Leipzig letzte Woche Unmengen an Flanken schlug, die die Düsseldorfer Defensive dank statischer Situation alle locker wegfing. Das darf man den Hannoveranern durchaus in gleichem Maße zutrauen.

Offensiv ist dem kommenden Gast sogar noch mehr zuzutrauen als Düsseldorf. Breitenreiter-Teams sind bekannt für ihre klaren Strukturen im Umschalten. Mit Bebou haben sie einen sehr guten Offensivspieler, der vor allem mit seiner Geschwindigkeit der RB-Hintermannschaft gut weh tun kann. Mit Füllkrug, Wood oder auch Asano hat Breitenreiter zudem unterschiedliche Stürmer in der vordersten Reihe, die Umschaltangriffe auch gut veredeln bzw. zumindest viel Laufarbeit leisten und Lücken reißen können. Gute Balleroberungen, präzise lange Bälle, gute Außenbahnbesetzung, gute Geschwindigkeit. Hannover hat viel zusammen, um ein Umschaltspiel gut aufzuziehen.

Insgesamt dürfte 96 in dieser Saison nicht schwächer sein als in der Vorsaison. Eher darf man sie sogar noch ein bisschen stärker einschätzen. Im Tor sind sie wohl nicht überdurchschnittlich gut besetzt. Aber mit Anton, Maina, Walace oder Bebou hat man auf unterschiedlichen Positionen sehr vielversprechende Spieler in jungem oder vergleichsweise jungen Alter. Dazu kommen dann mit Schwegler, Sorg, Bakalorz oder Ostrzolek Spieler im besten Fußballalter, die zu einer guten Kadermischung beitragen.

Die Startelf vom Dortmund-Spiel war eine der jüngsten der bisherigen Bundesligasaison (was aber auch am verletzungsbedingten Schwegler-Ausfall lag). Nur RB Leipzig, Mainz 05 und Leverkusen stellten bisher noch jüngere Teams. Für eine Mannschaft, die letzte Saison oft noch zu den ältesten der Liga gehörte, ein erstaunlicher Zwischenstand. Das spricht dafür, dass man in diesem Sommer auch ein Stückweit den Umbruch hin zu einem mehr auf Zukunft ausgelegten Team gewagt hat. Letzte Saison ging es ausschließlich um den Klassenerhalt, den man mit erfahrenen Spielern erringen konnte. Diese Saison soll der Weg Richtung Zukunft offenbar mitgedacht werden.

Im Sommer hat Hannover jedenfalls mit Sané, Harnik, Hübner, Jonathas, Benschop, Schmiedebach oder Klaus eine halbe Mannschaft der Kategorie Ü25 abgegeben. Teils weil sie wie Sané den nächsten Schritt machen wollten. Teils aber auch, weil es Spieler waren, die in Hannover kaum noch eine Rolle spielten. Geholt hat man dafür vornehmlich Spieler der Kategorie U25 (wenn man von Haraguchi absieht), die perspektivisch neben einer sportlichen eventuell auch eine wirtschaftliche Rendite versprechen.

Vielleicht die Feel-Good-Story der bisherigen Spielzeit ist jene um Stürmer Hendrik Weydandt. Einer der wenigen Fälle, in der Spieler komplett ohne Nachwuchsleistungszentrum im Profifußball ankommen. Erst mit 19 ging Weydandt den Schritt von der Kreisliga in die Oberliga(!), um von dort mit Germania Egestorf/Langreder in die Regionalliga aufzusteigen. Nach 15 Toren in 31 Spielen in der Vorsaison wechselte er im Sommer nach Hannover, wo er eigentlich eher für die U23 vorgesehen war. Drei Tore in zwei Spielen in DFB-Pokal und Bundesliga jeweils nach Einwechslungen später hat er nun einen Profivertrag in der Tasche. Wenn das keine Story ist, die das Herz erwärmt, dann gibt es auf der Welt nicht viele. Fakt ist, dass Weydandt eine sehr hohe Abschlussqualität hat, wenn er den Ball im Strafraum auf den Fuß kriegt. Inwieweit er mit dem Tempo der Bundesliga nachhaltig mithalten kann, werden die nächsten Monate zeigen.

Die nächsten Monate werden auch zeigen, wo es für Hannover hingeht. Man hat eigentlich viele Puzzlestücke zusammen, um eine gute Saison in der Bundesliga zu spielen (und eine gute Saison heißt wie für so viele Vereine, dass man nicht auf Platz 16 schielen muss, sondern im Mittelfeld mitschwimmt, was automatisch auch die Möglichkeit von Platz 6 bis 7 beinhaltet). Die Mannschaft ist gut zusammengestellt, sie verfolgt dank Breitenreiter einen klaren taktischen Plan, der auf Stabilität und Kompaktheit setzt, aber auch Fußballspielen beinhaltet und sie ist individuell zumindest auf ordentlichem Bundesliga-Niveau und vor allem recht ausgeglichen besetzt. Damit kann man eine gute Saison spielen. Damit kann man aber auch, wenn man mal in einen negativen Flow kommt oder Verletzungen beklagen muss, auch mal eine schlechte Saison spielen.

Nach den ersten beiden Spielen ist man jedenfalls noch nicht wirklich schlau. Zwei Punkte aus zwei Spielen in Bremen und gegen Dortmund, in denen Hannover jeweils sicher nicht der Favorit war, sind durchaus sehr gut, aber eben auch nur zwei Punkte, mit denen man dann auch mal früh in der Saison unten reinrutschen kann, wenn nicht auch mal ein Dreier dazukommt.

Leipzig ist mit seinem einen Punkt in einer ähnlichen Situation. Eigentlich braucht man mal einen Dreier, vor den folgenden drei englischen Wochen bis zur nächsten Länderspielpause, um nicht früh in der Saison den Anschluss zu verlieren und sich dann dort mühsam rauskämpfen zu müssen. Zumal die vielen englischen Wochen bis Weihnachten und der kleine Kader ja auch nicht dafür sprechen, dass man im Verlauf der Hinrunde plötzlich ganz automatisch in einen Flow kommt.

Wer bei RB Leipzig am Wochenende spielen wird, ist angesichts der praktizierten Rotation noch unklar. Vorteile dürften die haben, die nicht ganz so lange mit ihren Nationalteams unterwegs waren oder ganz zu Hause geblieben sind. Für Marcel Halstenberg dürfte die Partie dagegen wohl noch zu früh kommen, zumal ein Marcelo Saracchi nach der Länderspielpause frisch und munter sowieso die naheliegende Option ist.

Fraglich wäre noch, inwieweit die Dreierkette, die man in der Länderspielpause im Test gegen Lubin erstmals probierte, auch in der Bundesliga zur Option wird. Brächte natürlich eine bessere Absicherung mit sich, wäre aber eventuell auch in einem Spiel gegen einen kompakt verteidigenden Gegner etwas zu viel des Guten.

Mögliche Aufstellungen

  • RB Leipzig: Gulacsi – Mukiele, Orban, Konaté – Klostermann, Demme, Saracchi – Kampl, Forsberg – Augustin, Werner (Poulsen)
  • Hannover 96: Esser – Wimmer, Anton, Sorg (Elez) – Maina (Sorg), Fossum (Bakalorz), Walace, Albornoz (Ostrzolek) – Bebou – Wood (Asano), Füllkrug

Fazit: Wichtiges Spiel für RB Leipzig zu Beginn der englischen Wochen. Verlieren ist quasi schon verboten, wenn nicht schon ganz früh in der Saison ein wenig der Baum brennen soll. Mit Hannover kommt ein Düsseldorf-Wiedergängen mit höherer individueller Qualität nach Leipzig. Das sollte schon gut verdeutlichen, welch unangenehme Aufgabe die RasenBallsportler erwartet.

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Hannover 96 nicht vor Ort verfolgen kann und am 15.09.2018, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hannover 96

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Ralf Rangnick. | GEPA Pictures - Andreas Pranter
GEPA Pictures – Andreas Pranter

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Hannover 96. Mit Ralf Rangnick.

13.13

So, der nächste Block an englischen Wochen steht an. Sieben Spiele in 23 Tagen. Fünfmal Bundesliga (Hannover, Frankfurt, Stuttgart, Hoffenheim, Nürnberg) und zweimal Europa League (Salzburg, Trondheim). Werden interessante drei Wochen, nach denen man schon mehr eine Idee haben wird, in welche Richtung sich die Saison entwickelt.

13.14

Zu Beginn der englischen Wochen steht das Heimspiel gegen Hannover auf dem Programm. Auch schon ein bisschen richtungsweisend nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen. Gerade angesichts des dichten Terminkalenders in den nächsten Wochen wäre so ein Dreier im Heimspiel gegen Hannover ziemlich wertvoll.

13.17

Leicht wird es nicht gegen Hannover. 96 ist gut organsiert, in der Herangehensweise sicher ein wenig wie Düsseldorf, gute Waffen in der Offensive. RB Leipzig will weiter vor allem über Balleroberungen gefährlich sein. Sprich, man wird weiter hoch verteidigen und muss entsprechend sehr genau und konzentriert arbeiten, um hinten nicht in den einen oder anderen Konter zu laufen. Bisher sah das mit Effizienz und Balance im Spiel noch nicht so richtig gut aus. Mal sehen, was die Länderspielpause gebracht hat. Ein paar Spieler sind ja dann doch zu Hause gewesen und konnten ein paar Trainingseinheiten einstreuen, um unter anderem an einer Dreierkette in der Abwehr zu arbeiten. Ob die nun zwangsläufig bereits gegen Hannover ausgepackt wird, muss man abwarten.

13.28

Das Pokalspiel zwischen Leipzig und Hoffenheim wird übrigens am 31.10. live in der ARD übertragen. Kam gerade als Meldung. Sportlich auch absolut nachvollziehbar, dass man das gewählt hat (zumal angesichts der Rangnick-Nagelsmann-Konstellation). Dass man am Vorabend aber Bayern in Rödinghausen zeigt und nicht bspw. Gladbach gegen Leverkusen oder Köln gegen Schalke ist dann aber doch einigermaßen seltsam..

13.30

Dass das Stadion im Heimspiel gegen Hannover ausverkauft sein wird, ist aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich (zumindest im Heimbereich). Sind schon noch ein paar Tickets im Oberrang verfügbar, aber auch nicht so viel wie zum Auftakt gegen Düsseldorf.

13.32

Rangnick: keine Verletzten. Alle zur Verfügung. „Für Marcel Halstenberg kommt das Spiel aber noch zu früh. Werden ihn nicht berücksichtigen für den Kader.“

13.35

Rangnick: „In der Länderspielpause an der defensiven und offensiven Vorgehensweise gearbeitet.“ Tiefgang und vertikales Spiel, „um mehr Spieler inn die Box zu bekommen“. Heute erstmals alle wieder im Training. Balance gegen Hannover wichtig.

„Hannover wird versuchen, defensiv die Räume zuzustellen, aber auch versuchen nach vorn zu spielen. Vielleicht auch mal ein längerer Ball auf Füllkrug. Gegen Dortmund sehr gegnerorientiert mit Dreierkette. Wir müssen aber vor allem wissen, welches Spiel wir auf den Platz bringen wollen.“

13.38

Rangnick: „Mukiele kann drei Positionen spielen (Sechs, RV, IV). Laimer kann auch auf der Sechs spielen. Klostermann kann rechts und links spielen.“ „Haben genug Spiele, da kriegt jeder Einsatzzeit. Aber erstmal bestmögliche Mannschaft für Hannover finden.“ Auch bestmögliche Grundordnung.

Zu Kampl: „Wird spielen. Hat heute ohne Probleme trainiert. Gestern und vorgestern auf Nummer sicher gegangen, dass die Wunde nicht noch mal aufplatzt. Letzten Freitag schon „durchgecheckt“ und festgestellt, dass es keine Knöchelverletzung ist, sondern nur eine Wunde. „Gut verheilt und wird nicht neu aufplatzen. Einem Einsatz steht nichts im Wege.“

13.41

Rangnick zu Werner: Nicht mit Löw gesprochen, dass der Stürmer zweimal spielt. Aber sonst enger Kontakt zum Nationalteam und zu anderen Verbänden, um über den Fitnessstand der Spieler zu informieren. „Werner hat einen Schritt nach vorn gemacht durch die Länderspiele. Wird am Samstag defintiv auflaufen.“

Zu Augustin: Wenn wir Spieler abstellen müssen, dann stellen wir sie ab. Hätten ihn abgestellt, aber Augustin hat selber abgesagt aufgrund der vielen Belastungen. „Hat gesagt, er klärt das selber“ mit dem U21-Trainer. Bestand laut DFL keine Abstellungspflicht. „Wir gehen davon aus, dass er künftig eingeladen wird. Und wir werden ihn weiterhin abstellen und freigeben für Spiele.“

Mit dem österreichischen Verband gab es in Bezug auf Laimer keine Probleme. Laimer hat mit seinem U21-Trainer Österreichs geredet und alle waren sich einig, dass er zu Hause bleibt. „Keine Dissonanzen.“ Wenn er für das A-Team nachnominiert worden wäre, wäre er gefahren.

13.46

Rangnick: Wissen nicht, was der französische Verband der FIFA geschrieben hat. „Wir haben klar gesagt, dass wir die Spieler abstellen, aber der Spieler hat gesagt, es ist besser hierzubleiben. Wir haben keine Initiative ergriffen. Es ist ein Unterschied, ob er bei uns 45 Minuten im Testspiel spielt und dann drei Tage frei hat oder zwei Pflichtspiele bei der U21 mitmacht.“

„Timo Werner hat die Reise gut getan. Macht jede Woche Fortschritte. Hat das gut gemacht für Deutschland. Hoffen, dass er den Formanstieg bei uns bestätigt. Hoffen, dass er mit Augustin eine sehr gute Doppelspitze bildet in den nächsten Wochen.“

Willi Orban hat bei der Kapitänswahl die meisten Stimmen bekommen. Diego Demme und Kevin Kampl folgten. Peter Gulacsi kam danach. Die vier Spieler werden sich die Binde teilen, je nachdem wer aufläuft. Die Reihenfolge der Wahl bestimmt, wer dann auf dem Platz die Binde trägt. Da Demme und Kampl gleich viele Stimmen haben, wird bis morgen entschieden, wer von den beiden Kapitän ist, wenn Orban nicht auf dem Platz steht.

13.49

Rangnick: Viele Nationalspieler mit Selbstvertauen zurückgekommen. Klostermann, Bruma, Cunha, Ilsanker mit Erfolgserlebnissen.

„Sabitzer braucht noch ein paar Einsätze, um richtig in Schwung zu kommen.“

„Am Samstag wollen wir hoffentlich den ersten Bundesliga-Sieg einfahren, um mehr Selbstvertrauen für die kommenden Wochen zu haben.“

Noch nicht gesprochen, ob die Kapitänsbinde auch eine andere Farbe haben wird (Regenbogen-Farbe zum Beispiel). Gibt andere Dinge über die man sich Gedanken macht derzeit. „Grundsätzlich nicht vor jeden Karren spannen lassen. Wir werden immer wieder klar Position beziehen. Die Mannschaft tut das auch mit sozialem Engagement.“ Bei DFL-Aktionen und Co würde man sicherlich mitmachen.

13.52

Rangnick und das Strafenglücksrad: Idee von Jesse Marsch. Mit der Mannschaft abgesprochen. „Fand die Idee gut, weil es vom reinen Sanktionieren weggeht. Mannschaft fand das auch gut.“ Strafen mit der Mannschaft abgesprochen. „Wurde schon ein paar mal eingeweiht. Ich musste auch schon drehen, weil ich ein Handy im Essensraum dabei hatte. Hoffen, dass es möglichst wenig benutzt wird. Regelmäßige Teilnahmen am Deutsch-Unterricht bisher. Pünktliches Erscheinen zum Training und zu Besprechungen.“ Kein Wort zu der Prinzessinnen-Strafe auf dem Glücksrad (trotz Frage dazu)..

13.56

Rangnick: Nations League statt Testspielen „halte ich für einen Fortschritt“, weil es zumindest leichten Wettbewerbscharakter hat. Bei zusätzlichen Europapokal-Wettbewerben oder mehr Teilnehmern an WM oder EM ist Rangnick aber skeptisch wegen Überlastung. „Mir ist wichtig, dass die Zahl der Spiele nicht zunimmt, sonst wird es kritisch.“

„Wollen nicht nur die Zahl der Gegentore verringern. Vor allem geht es darum, dem Gegner nicht so viele Chancen zu geben. Da müssen wir als Mannschaft besser verteidigen. Geht bei den Stürmern los und geht über das Mittelfeld weiter. Aber die Verteidigung der eigenen Box gehört eben auch dazu. Da müssen dann auch die Innenverteidiger manndecken. Da lag auch ein Schwerpunkt in den letzten Tagen. Umgekehrt ging es im Training aber auch darum, uns mehr gute Chancen zu erarbeiten.“

14.00

Rangnick: „Gesellschaftliches Problem, dass Dinge sehr schnell und schwarz-weiß bewertet werden.“ (Ausgangsfrage war, ob Trainer zu schnell kritisiert werden.) „Sind in Deutschland schnell dabei, schwarz oder weiß zu bewerten.“

„Fußball kann sehr viel zusammenbringen und Themen einen, die sonst nicht vereinbar sind. Dazu muss er sich aber aus Politik heraushalten. Unpolitische Rolle einnehmen. Dann kann er dazu beitragen, dass sich Fronten wieder schließen.“

„Mannschaft unterhält sich auch über Themen aus der alltäglichen Welt. Davon gehe ich aus. In erster Linie unterhält sie sich aber über Themen, die junge Menschen interessieren.“

14.01

Rangnick zu Augustin: „Weiter vermitteln, dass Athletik und Dynamik auch gegen den Ball eine Waffe ist. Ist ein Mannschaftssport und Werner und Augustin müssen lernen, dass sie zusammen noch mehr erreichen können.“ Abstände zwischen den beiden dürfen nicht zu groß werden. „Geht jetzt um Abstimmung der Spieler untereinander. Werners Formkuve geht auch nach oben. Er wird auch wieder seine Tore machen.“

14.02

Das war es von hier. Vergleichsweise lange PK, in der es kaum um Hannover, aber dafür viel um Kapiäne, Augustin, Nationalspieler und Politik ging. Könnt ihr hier ja alles nachlesen. Ich muss mich mal schnell verabschieden. Viel Spaß mit dem Spiel am Samstag.

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