Surviving Tobias Willers

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Viktoria Köln (19.08.2018, 15.30 Uhr) befindet sich ein Ticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick.]

Sind wir also schon wieder mittendrin im Modus der englischen Wochen. Fünf Spiele stehen in den kommenden zwei Wochen auf dem Programm. Zweimal Europa-League-Playoffs, Bundesliga-Start in Dortmund und Heimauftakt gegen Düsseldorf. Und natürlich am Anfang das Spiel der ersten Runde des DFB-Pokal bei Viktoria Köln.

Schon mal gewöhnen kann man sich dabei an den etwas unschönen Donnerstag-Sonntag-Rhythmus, der RB Leipzig in den nächsten Wochen und Monaten begleiten könnte, wenn man Luhansk besiegen kann. Dann warten ja nochmal sechs Gruppenspiele in der Europa League, nach denen man nicht am Samstag (oder am Freitag) spielen kann. Gibt rein von den Spielterminen her schöneres.

Egal wie, das erste Wochenendspflichtspiel in dieser Saison führt RB Leipzig nach Köln. Nach dem Rückzug des Effzeh in die zweite Liga also trotzdem eine Fahrt dorthin. Halt nur auf die andere Seite des Rheins. Eine Fahrt, die sportlich recht unangenehm sein dürfte. Der Regionalligist versucht nun schon seit Jahren finanziell ganz gut abgesichert in die dritte Liga aufzusteigen. Trotz einiger namhafter Trainer blieb man dabei bisher erfolglos, will aber auch diese Saison wieder hoch. Diesmal allerdings mit einem weniger namhaften Trainer, nachdem Olaf Janßen sich im Sommer für den Co-Trainerposten in Wolfsburg entschied und der bisherige Viktoria-Co-Trainer Patrick Glöckner einfach übernahm.

Verbindungen gibt es zwischen Viktoria, die in Köln in der Breite nicht gerade geliebt werden, und (RB) Leipzig durchaus einige. Vor allem wegen des Finanziers Franz-Josef Wernze, der den Verein auch mittels Geld in den bundesweiten Fußball bringen will. Allerdings mit Geld auf wesentlich niedrigerem Niveau als in Leipzig. Und auch das sportliche Know How scheint nicht ganz so ausgeprägt.

Über Wernze besteht dann auch die Verbindung zu Lok Leipzig, die von Wernzes Steuerberaterfirma ETL zu nicht unwesentlichen Teilen gepimpt werden. Für den Viktoria-Finanzier ist das Spiel gegen RB deswegen eine Art Derby, zu dem auch auch ein paar Lok-Fans und Vereinsverantwortliche erwartet werden. Fährst du nach Köln und kriegst ein Stück Leipziger Stadtduell.. Aber der Aspekt wird am Spieltag genauso wenig eine große Rolle spielen, wie Wernzes euphorischer Vorschlag, man solle doch in Leipzig für Mateschitz ein Denkmal bauen. Auch hier wieder: ein Viktoria-Finanzier, ohne den Lok nicht den Schritt zur nachhaltigen Professionalisierung gehen könnte im Schulterschluss mit RB und Mateschitz. Vereinskooperationen zwischen Lok, RB und Viktoria incoming..

Wenn man über Viktoria Köln redet, muss man auch über ehemalige RBLer reden. Patrick Koronkiewicz kam hierzlande in der Regionalliga kaum zum Zuge und war dann schnell wieder weg. Vermutlich können 90% der heutigen RB-Besucher mit dem Namen nichts mehr anfangen. Ist ja auch schon fünf, sechs Jahre her. Bei Viktoria Köln ist der inzwischen 27-Jährige aber als Rechtsverteidiger zur wichtigen Stütze geworden.

Anders sieht es in Sachen Bekanntheitsgrad schon mit Tobias Willers aus. Der spielte 2013/2014 in der dritten Liga eine Saison in Leipzig. Bekannter ist Willers aber vermutlich wegen Spielen, die er in den Trikots anderer Mannschaften gegen RB gemacht hat. Wie den Relegationsspielen mit Lotte gegen RB, in denen Willers der alles überragende Mann des Gegners war (weswegen man ihn kurz nach der Relegation auch nach Leipzig holte).

Willers ist so eine Art Kutschke, über den man sich freut, wenn er im eigenen Team steht und ärgert, wenn er im gegnerischen steckt. Die Duelle zwischen Willers und Kutschke gehören immer noch zu den legendärsten der RB-Vergangenheit. Wie sich die beiden zwei Relegationsspiele lang mit allen Mitteln beharkten und bekämpften und Willers mitten in der Verlängerung des Rückspiels, als die Partie entschieden war, zu Kutschke ging und ihm die Hand reichte, war großes Kino und zeigte auch, wie Willers gestrickt ist. Im Spiel geht es bis über die Grenzen des Erlaubten hinaus um den Sieg. Wenn das aber ausgefochten ist, bleibt trotzdem der Respekt vor und die sportliche Fairness gegenüber dem konkreten Gegenüber.

Das kann dann in den 90 Minuten auf dem Platz emotional auch schon mal mehr als grenzwertig sein, wie bei Willers Jubel nach dem 1:0 für Lotte im Rückspiel vor dem RB-Block, für den er einige Bierbecher erntete. Oder beim Spiel im DFB-Pokal zwischen Osnabrück und RB im Jahr 2015, als Willers auch emotionaler Anführer war und inklusive Schauspieleinlage bei einer Rudelbildung alles mitnahm, um Publikum und eigenes Team aufzupeitschen. Auch im neuerlichen Duell darf man erwarten, dass Willers (bei allem positiven Rückblick auf seine Zeit bei RB) wieder echt zeckig, eklig und hochgradig emotional spielen wird. Halt so, wie man das von einem Spieler erwartet, der einem im fremden Trikot auf den Sack geht und im eigenen Trikot gefällt.

Dazu kommt auch noch, dass Willers als Innenverteidiger über eine Qualität verfügt, die auch gegen RB Leipzig gefragt sein wird. Nämlich von hinten heraus schnelle und präzise Diagonaleröffnungen zu spielen und darüber jene Nadelstiche zu setzen, mit denen man dem Favoriten wehtun kann. Aus Köln war schon zu hören, dass man gegen den Ball giftig sein und das Spielfeld verkleinern will. Das ist tatsächlich die einzige Chance für den Regionalligisten. Den Bundesligisten auf engem Raum in viele Zweikämpfe verwickeln, in denen er sein Tempo nicht ausspielen kann, sondern sich an den robusten Viertligaspielern aufreibt und sich vielleicht sogar (da sind wir wieder bei Willers) von seinen Gegenspielern nerven lässt.

Gewöhnlicherweise ist Viktoria durchaus ein Verein, der versucht, von hinten heraus Fußball zu spielen. Gegen RB, das war schon aus den Statements herauszuhören, wird man das wohl eher nicht so exzessiv betreiben, sondern eher auf die Arbeit gegen den Ball, das Überspielen von Pressinglinien und auf schnelles Umschalten setzen. Die Frage wird halt sein, wie gut man RB in ein Spiel auf engem Raum zwingen und dann Umschaltmomente nutzen kann.

Zumal Viktoria auch mit Verletzungen zu kämpfen hat. Mit Kapitän Mike Wunderlich, Sascha Eichmeier, Nicolas Hebisch und Simon Handle fallen gleich vier Stammspieler langfristig aus. Zudem steht der zweitligaerfahrene Manuel Junglas auf dem Abstellgleis. Mit Fabian Baumgärtel hat man sich als Reaktion auf die Ausfälle noch mal viel Drittligaerfahrung aus Halle geholt.

Dass Kapitän Mike Wunderlich ausfällt, dürfte den Kölnern am meisten weh tun. Der 32-Jährige ist so etwa wie das Gesicht der Viktoria und spielt schon seit 2011 im Verein. Von seinen fußballerischen Anlagen her hätte Wunderlich auch gut mindestens dritte Liga spielen können. Gegen Aachen machte er mit dem 2:0 in der Nachspielzeit der Verlängerung letzte Saison im Mittelrheinpokal den Sieg und den Einzug in den DFB-Pokal perfekt. 146 Tore hat er in 227 Pflichtspielen für Köln als Mittelfeldmann geschossen. Im DFB-Pokal lief er eigentlich regelmäßig (in den wenigen Spielen, die er dort mit Viktoria spielte) zu Höchstform auf.

Ein unangenehmer Gegner war Viktoria Köln entsprechend in den letzten Jahren für höherklassige Mannschaften. Zweitligist Nürnberg setzte sich dort letzte Saison nur im Elfmeterschießen durch. Ein Jahr zuvor hatte Viktoria Köln Union Berlin mit 2:1 ausschalten können, bevor man gegen Leverkusen eine Klatsche kassierte. Noch ein Jahr zuvor hatte man gegen Hertha nach 0:3 noch auf 2:3 verkürzt und schnupperte an der Sensation, bevor man noch das 2:4 kassierte. Bei allen knappen Spielen gegen höherklassige Gegner spielte Wunderlich eine entscheidende Rolle.

Das wird er diesmal aber nicht tun können. Zudem spricht für den höherklassigen Gast, dass der Bundesligist bereits vier Pflichtspiele hinter sich hat und entsprechend mit einem anderen Vorbereitungsstand in die Partie geht als ein Bundesligist, der gerade erst in die Saison startet. Wobei das wiederum dadurch relativiert werden könnte, dass RB eine recht große Rotation plant. Die frischesten Spieler werden in den kommenden Wochen jeweils spielen, wiederholte Ralf Rangnick mantrahaft in den letzten zwei Wochen. Entsprechend werden nach der Reise nach Craiova einige neue Spieler in die Mannschaft kommen. Bei Upamecano, Laimer und Gulacsi ist das schon klar. Bei Werner auch, wenn der Oberschenkel hält. Auch jenseits davon wird es noch Veränderungen geben.

Letztlich gilt aber für das Spiel in Köln dasselbe wie für die Spiele in Göteborg oder in Craiova. Egal welche Formation da letztlich auf dem Feld steht, wenn die RasenBallsportler die Partie mit dem gebotenen Ernst absolvieren, dann müssten sie auch als Sieger vom Platz gehen. Zumal sich die 17 Feldspieler, die zur Verfügung stehen untereinander (qualitativ) nicht so viel nehmen. Ist halt nur die Frage, wie gut Spieler wie die zuletzt verletzten Upamecano und Laimer so drauf sind und wo Werner derzeit steht, der bisher noch gar nicht in einem Pflichtspiel zum Einsatz kam.

Mögliche Formationen

  • Viktoria Köln: Patzler – Koronkiewicz, Reiche, Willers, Lang (Baumgärtel) – Backszat, Saghiri – Popovits (Lang), Holzweiler – Kreyer, Golley
  • RB Leipzig: Gulacsi – Laimer, Upamecano, Orban (Konaté), Klostermann – Ilsanker, Demme (Kampl) – Bruma, Kampl (Sabitzer) – Werner, Augustin

Fazit: Eine durchaus unangenehme Aufgabe für RB Leipzig in der ersten Runde des DFB-Pokal. Weil Viktoria Köln ein guter und ambitionierter Regionalligist ist, der RB Leipzig wohl physisch in nichts nachstehen wird. Und weil ein Tobias Willers auf dem Platz steht, von dem man erwarten darf, dass er den guten taktischen Vorgaben seines Trainerteams auf dem Platz mit viel Emotionalität Leben einhauchen wird. Bisher ging es in Spielen gegen Willers-Teams für RB immer eng zu (die hatten aber auch immer Maik Walpurgis als Trainer). Muss ja eigentlich nicht sein, dass das diesmal auch so wird.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Viktoria Köln nicht vor Ort verfolgen kann und am 19.08.2018, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze den Liveticker. Vereinsradio gibt es keins. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

———————————————————————————–

Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Viktoria Köln

———————————————————————————–

Ralf Rangnick darf mit guter Laune in eine neue Saison gehen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

———————————————————————————–

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Viktoria Köln. Mit Ralf Rangnick.

13.39

Seltsam ist sie diese Saison, weil sie keinen richtigen Startpunkt hat. Man hat schon vier Pflichtspiele bestritten, aber das Spiel bei Viktoria Köln fühlt sich trotzdem wie ein kleiner Saisonstart an, zumal die bisherigen EL-Spiele ja als internationale Testspiele verkauft und in die Vorbereitung eingebettet wurden. Nächste Woche in Dortmund hat man dann wohl so etwas wie den richtigen Saisonstart. Beim dann schon siebten Pflichtspiel der Saison wird sich aber auch das nicht wirklich so anfühlen..

13.41

DFB-Pokal also erstmal. Nicht unbedingt der Wettbewerb, in dem RB Leipzig in der Vergangenheit glänzen konnte. Trotz des famosen 3:2 einst gegen Wolfsburg. Da stehen dann auch so Erlebnisse wie in Unterhaching oder in Dresden (oder auch in Osnabrück, wo man nur am grünen Tisch gewann) in der Bilanz. So eine richtig lange Pokalsaison wäre ja auch mal was. Wobei das schon eher unwahrscheinlich ist, falls RB in die Gruppenphase der Europa League einzieht. Hängt aber auch immer ein wenig am Losglück. Wenn man in der zweiten Runde gleich die Bayern zieht, kann es auch mal schneller vorbei sein mit dem Pokal..

13.45

Diesmal also Start bei Viktoria Köln. Ein ambitionierter Viertligist, der derzeit einige Verletzungssorgen hat, aber trotzdem nach vielen Anläufen nun endlich in die dritte Liga will. Timo Röttger spielte mal dort. Patrick Koronkiewicz ist dort immer noch Rechtsverteidiger. Und natürlich kickt auch Tobias Willers dort. Ein Stefan Kutschke auf der Innenverteidigerposition. Einer, den du gern hast, wenn er im eigenen Trikot spielst, aber der dir auch so richtig auf den Sack gehen kann, wenn er in der gegnerischen Mannschaft spielt. Willers war einst im Trikot der Sportfreunde Lotte in den Relegationsspielen gegen RB der absolute emotionale Leader (und dank entscheidenden Eigentors auch absoluter Pechvogel) eines sowieso schon völlig überdrehten Teams. Und als man sich zuletzt in Osnabrück wieder traf, da war er auch ordentlich auf einem Emo-Film und sehr motiviert. Zwischendurch spielte er in Leipzig Drittligafußball und war hier durchaus beliebt und bei allem Einsatz in seinen Spielen gegen Leipzig, ist er doch RB sehr gewogen geblieben.

13.47

Irgendwie muss RB Leipzig also am Sonntag in Köln auch an Tobias Willers vorbei. Bis zu 5.000 Zuschauer werden sicherlich für einen hübschen, aber auch nicht angsteinflößenden Rahmen sorgen. 500 Tickets sollen im Vorverkauf nach Leipzig gegangen sein. Die Tageskasse hat auch noch Tickets im Angebot.

13.50

Ticker von der PK heute erneut nicht von vor Ort, sondern aus dem Home Office. Aufgrund der recht kurzfristigen Ansetzung des Termins standen dem Ausflug zum Cottaweg väterliche Pflichten im Weg..

13.55

Durch das Weiterkommen in der Europa-League-Quali gestern hat sich RB auch noch mal eine hübsche Herausforderung gebastelt. Vier Auswärtsspiele in elf Tagen mit den Spielen in Craiova, nun Köln, dann Luhansk (bzw. Saporischschja) und dann Dortmund. Gerade zwischen dem späten Anpfiff in der Ukraine und dem Spiel in Dortmund ist sehr wenig Zeit.

14.04

Ralf Rangnick: Timo Werner wahrscheinlich am Sonntag dabei. Heute noch mal individuelle Belastung, dann morgen wohl im Mannschaftstraining dabei. Bis auf Halstenberg müssten alle fit sein für Köln. Wer aufläuft, entscheidet sich morgen. Wird entsprechend der Frische und Fitness entschieden.

14.07

Rangnick: „Bisher war Europa League eine Mischung aus Testspielen und weiterkommen wollen. Jetzt wird es diffizieler. Auch weil Liga und Pokal jetzt losgehen.“ Englische Wochen und so. „Aber erstmal steht der DFB-Pokal auf dem Programm. Darauf liegt der Fokus. Wir wollen weiterkommen.“

Wenn EL-Quali nicht gewesen wäre, hätte man gegen andere Mannschaften getestet. Kein Problem für die Saisonvorbereitung. Luhansk ist „unangenehm“ und ist gegen Braga überraschend weitergekommen. Rasen in der Ukraine ist aber im Gegensatz zu Craiova gut.

14.10

Rangnick zu sportlichen Zielen: Erstmal im DFB-Pokal weiterkommen, dann in die Gruppenphase der Europa League einziehen und dort möglichst in die K.o.-Runde kommen. Bundesliga so gut wie möglich abschneiden. Schweres Auftaktspiel in Dortmund, zumal man drei Tage vorher um 21.30 Uhr [Ortszeit, 20.30 Uhr deutscher Zeit/ Anmerkung rotebrauseblogger] noch in der Ukraine spielt.“

„In den letzten Jahren haben wir uns als nicht sehr DFB-Pokal-tauglich erwiesen. Mit mir auch schon in Unterhaching ausgeschieden.“ Nur aufs nächste Spiel gucken, nicht schon auf einen möglichen Titel. Runde für Runde. Viktoria ein starker Gegner und so.

14.12

Rangnick: „Haben Viktoria ausführlich beobachtet. Viel Offensivqualität. Viel Erfahrung in der Defensive. Willers und Koronkiewicz waren mal bei uns. Wollen das Spiel seriös angehen und dann trauen wir uns zu weiterzukommen.“

Noch keinen Plan, ob Werner 90 Minuten spielen kann. „Wenn es geht, dann gerne. Wenn nicht, dann gehen wir kein Risiko ein. Wir haben vier Stürmer und dort keine personellen Sorgen. Nächste Woche wird man dann sehen.“ Unwahrscheinlich, dass er nächste Woche zweimal 90 Minuten spielt (gegen Luhansk und Dortmund).

14.16

Rangnick: Kein Problem, Aufgaben des Trainer und des Sportdirektors zu priorisieren. Man weiß, was man auf dem Transfermarkt will. Entsprechend bleiben nur immer mal Telefonate zwischendurch und keine zeitaufwändige Suche mehr. Außerdem gute Vertraute und Mitarbeiter, die sich um die Geschäfte kümmern.

„Man hat in den Heimspielen bisher gesehen, dass wir den Spielen den Stempel aufdrücken können. Bei den Auswärtsspielen in Göteborg und Craiova muss man die Vorsprünge aus den Hinspielen mitrechnen und die Platzbedingungen. Wir mussten in den Rückspielen nicht mehr machen. Bei beiden Spielen war das Weiterkommen nicht in Gefahr. Und darum ging es.“ Spiel gegen den Ball schon gut. Umschaltspiel und Spiel nach vorn geht besser. „Sehe aber kein großes Problem und habe keine Sorgen, dass wir nicht genug Tore schießen. Entscheidend ist das Spiel gegen den Ball.“ „Am Sonntag müssen wir einen Ticken besser spielen und dann vor allem, wenn die Bundesliga losgeht.“

14.19

Rangnick zu Mukiele: „Spielte rechts hinten, weil Laimer noch nicht eingesetzt werden sollte und Klostermann ein paar muskuläre Probleme hat (hätte aber eine halbe Stunde spielen können). Haben Mukiele als zentralen Verteidiger geholt. Erste Stunde gegen Craiova ein gutes Spiel rechts hinten gemacht. Geht darum, dass er gesund bleibt und körperlich in gute Verfassung kommt.“

Verfolgt Transfergeschehen in Europa nicht so richtig, weil zu viel unterwegs. „Wir wollen auf zwei Positionen noch was machen, das ist klar.“

Redet über das englische Gehaltsniveau und dass das viel höher ist als in Deutschland und sogar als bei den Bayern.

14.24

Rangnick: Halstenberg soll Mitte September wieder Kandidat für die Mannschaft sein. Klostermann bis dahin ein möglicher Ersatz für Saracchi (wohl auch für Köln, wenn gleichzeitig Laimer und Klostermann auf dem Platz stehen sollen), der mit seinem intensiven Spiel auch Pausen braucht.

In den englischen Wochen die richtigen Entscheidungen treffen, was Einsätze und Belastungssteuerung angeht. „Müssen wir gut verteilen.“

Schaut, dass der Trainerstab genug Freizeit hat. Letzte Saison war es vielleicht „too much“, was der Trainerstab gemacht hat. „Da wurde unheimliches geleistet und der Stuff hat sich aufgeopfert. Aber auch Erholungsphasen sind wichtig, damit man am nächsten Tag wieder voll im Saft steht.“ Schlaf und Erholung und Familie und so.

14.27

Das war es von hier. Rangnick propagiert eine bessere Work-Life-Balance. In den nächsten zwei englischen Wochen vermutlich eher schwer umzusetzen. Wenn da nicht ein Nickerchen im Flugzeug und das Träumen von einer Hängematte im Schatten in Sachen Balance zur Life-Seite gezählt wird. Ansonsten steht mit dem Spiel in Köln die nächste Aufgabe an, die man „seriös“ angehen will. Mal sehen, wie das dann mit einer wohl ziemlich umfangreichen Rotation am Sonntag aussieht und wie viel Verluste die Umstellungen im spielerischen Bereich mit sich bringen werden. Man darf gespannt sein. Erstes nationales Auswärtsspiel der Saison. Erstes Pflichtspiel an einem Wochenende. So langsam geht die Saison dann auch richtig los. Viel Spaß allen damit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.