Schlagwort-Archive: Bundesliga 2016/2017

Mit Abgeklärtheit in die Bundesliga-Spitze

Inzwischen weiß man bei RB Leipzig, dass man in dieser Liga mit praktisch allen Teams mithalten kann, wenn man einen guten Tag mit einem guten Plan erwischt. Man darf durchaus gespannt sein, mit welchen Anpassungen die (auch nicht auf den Kopf gefallene) Bundesliga-Konkurrenz auf den Saisonstart von RB Leipzig reagieren wird. Und man darf gespannt sein, wie die RasenBallsportler auf Misserfolg reagieren werden. Dieses Experiment darf ruhig noch ein bisschen warten, aber es wird ziemlich sicher über kurz oder lang kommen. (Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig)

Und erstens kommt es anders und zweitens sowieso. Von wegen Anpassungen der Bundesliga-Konkurrenz. Beziehungsweise zumindest keine Anpassungen, die den Lauf von RB Leipzig tatsächlich einbremsen konnten. Denn vier Siege aus vier Spielen und 9:2 Tore stehen seit der letzten Länderspielpause, nach der die oben stehenden Sätze formuliert wurden, auf dem RB-Konto. Vier völlig verdiente Siege wohlgemerkt. Und vier Siege, die teilweise mit einer erstaunlichen Abgeklärtheit und Souveränität auch gegen Teams errungen wurden, die sich in Defensivarbeit versuchten.

Den ersten Saisonabschnitt bis zum sechsten Spieltag konnte man sich vielleicht noch mit Euphorie eines Aufsteigers, mit Intensität und einem Lauf nach dem späten 1:0 gegen Dortmund erklären. Die folgenden vier Spiele seit der letzten Länderspielpause haben RB Leipzig dagegen als ein sehr stabiles und sehr abgeklärtes Team ausgewiesen. Das soll nicht heißen, dass man nicht mehr mit Intensität, Geschwindigkeit und Athletik spielt. Das soll nur heißen, dass Spiele gemeistert wurden, in die man nicht als Underdog hineinging und in denen man entsprechend Geduld haben und einen Gegner auch mal bespielen musste.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FSV Mainz 05 3:1

Zehnter Spieltag der Bundesliga. Leipzig empfängt erstmals Mainz. Nach der 1:6-Klatsche der Mainzer in Anderlecht war in Leipzig die Angst verbreitet, dass Mainz nun mit geschärften Sinnen Revanche für die vielen Gegentore nehmen und besonders stark auftreten würde. Zumindest defensiv traf das 70 Minuten lang nicht zu, sodass man mit drei Gegentoren bis dahin noch ganz gut bedient war und am Ende deswegen der manchmal etwas arg wild erspielte 3:1-Erfolg von RB Leipzig auch völlig in Ordnung ging.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig im Vergleich zum Spiel in Darmstadt mit einer Änderung. Marcel Sabitzer kehrte in die Startformation zurück. Stefan Ilsanker (und nicht Schmitz) rückte von der Sechs auf die Position des Rechtsverteidigers, wo Bernardo verletzt ausfällt. Keita wiederum nahm statt der Zehnerposition, auf der dann Sabitzer agierte, die Sechserposition von Ilsanker ein.

Mainz veränderte sein Team im Vergleich zum letzten Bundesliga-Spiel auf drei Positionen. Der etwas überspielte Yunus Malli blieb genauso draußen wie Torgarant Pablo de Blasis und Innenverteidiger Stefan Bell. Leon Balogun, Gaetan Bussmann und Karim Onisiwo kamen dafür in die Partie. Gegenüber dem Europa-League-Spiel in Anderlecht waren es sogar fünf Änderungen. Da Mainz aber schon die ganze Saison recht vielen Spielern Spielzeit gönnt, waren die Änderungen auch nicht so richtig dramatisch. Lediglich die Bankrolle von Malli überraschte etwas. Allerdings dauerte sie wegen der Verletzung von Ersatzmann Serdar auch nur eine halbe Stunde.

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Offensiver Flieger unterm Radar

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FSV Mainz 05 (06.11.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Peter Gulacsi.]

Zehnter Spieltag für RB Leipzig. Der letzte vor der Länderspielpause. Während die letzte Pause die längstmögliche war, wartet diesmal die kürzestmögliche, da zwischen Sonntagsspiel und Freitagsspiel nur zwölf Tage liegen. Das klingt für jene, die mit Länderspielen nicht so viel am Hut haben, doch gleich ganz angenehm. Wird dann allerdings in zwei Wochen zum Problem für die Nationalspieler im Team.

Zu Gast in Leipzig ist erstmals der 1.FSV Mainz 05. Ein Team, das in der Bundesliga ein wenig unter dem Radar fliegt. Was ein bisschen verwundert, denn das, was der Verein in dieser Saison leistet, ist durchaus bemerkenswert. Denn bisher war man in drei Wettbewerben unterwegs. Man hat es trotz dieser Mehrfachbelastung und diverser englischen Wochen geschafft, sich in der Bundesliga ganz weit von den Abstiegsplätzen zu entfernen und Platz 9 einzunehmen. Und in der Europa League hat man nach vier Spielen trotz gestriger 1:6-Klatsche in Anderlecht noch Chancen, in die nächste Runde einzuziehen. Nur im DFB-Pokal musste man zuletzt in Fürth die Segel streichen.

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Kein körperlicher Stresstest

21 Punkte aus neun Spielen. Kein Punkt davon kam glücklich zustande. Immer noch ungeschlagen. Platz 2 in der Bundesliga. Die fußballinteressierte, mediale Öffentlichkeit überschlägt sich entsprechend gerade hinsichtlich der Leistungen und Perspektiven von RB Leipzig. Die große Frage ist, ob da schon kurzfristig ein Bayern-Jäger heranwächst. Eine weiterhin eher unspannende Frage, weil diese Momentaufnahme wenig über einen nachhaltigen Stand der Dinge oder längerfristige Perspektiven aussagt.

Die Zeit hatte letzte Woche in Bezug auf die längerfristigen Perspektiven gefragt, inwieweit RB Leipzig mit Rangnick-Fußball tatsächlich in der Lage ist, oben mitzumischen. Die dortige (auch hier im Blog ja schon immer mal wieder verhandelte) Frage lautete vor allem, ob man mit dem Fokus auf Balleroberung und Umkehrspiel nicht eigentlich Underdog-Fußball spielt, mit dem man als Aufsteiger gut fährt, aber langfristig eher nicht konstant oben mitspielt.

Genährt wurde die Frage mit dem Verweis darauf, dass Ralf Rangnick (und im Kern spielt RB Leipzig nun mal Fußball nach den grundsätzlichen Maßgaben des Sportdirektors) in seiner Karriere noch keine wichtigen Titel vorweisen kann (bzw. der DFB-Pokalsieg mit Schalke lediglich abgestaubt war).

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Bundesliga: SV Darmstadt 98 vs. RB Leipzig 0:2

Neunter Spieltag der Bundesliga. Nicht einfach irgendein Spieltag. Sondern das  Aufeinandertreffen zwischen dem SV Darmstadt 98 und RB Leipzig. Frei nach dem Motto ‚Gute Freunde soll man nicht trennen‘. Oder in anderen, den Darmstädter Worten: Traditionsspieltag.

So richtig traditionell ging es auf dem grünen Rasen dann nicht zu, denn im Gegensatz zu den bisherigen Partien war RB Leipzig das deutlich bessere Team, das völlig verdient drei Punkte holte. Im fünften Aufeinandertreffen war es das erste Mal, dass ein Spiel mit mehr als einem Tor Differenz ausging.

Im Vergleich zum Sieg gegen Wolfsburg in der Vorwoche war der SV Darmstadt 98 ohne Veränderungen in die Partie gegangen. Marcel Heller, die wichtigste Waffe einst in der Schuster-Offensive saß entsprechend erneut auf der Bank und musste Ben-Hatira beim Kicken zugucken. Schipplock begann zudem für Colak im Sturm.

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Wiedersehen mit altem Wegbegleiter

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim SV Darmstadt 98 (29.10.2016, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Nun dann endlich das richtige Darmstadt. Hatte man vor ein paar Wochen vor dem Augsburg-Spiel schon ein bisschen das Gefühl, RB Leipzig würde ein Darmstadt-Ersatzduell austragen, geht es nun gegen das Original. Gegen das in zwei Spielzeiten in dritter und zweiter Liga liebgewonnene Original.

Wobei so ein bisschen die Frage ist, was denn an Darmstadt (sportlich) noch Darmstadt ist. Denn so richtig viel übrig von dem Team, mit dem sich RB Leipzig einst packende Duelle lieferte, ist in Darmstadt inzwischen nicht mehr. Nicht nur weil Dirk Schuster als prägende Figur weg ist, sondern weil auch die meisten der Spieler inzwischen woanders spielen oder in Darmstadt nur noch Bankrollen haben.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. Werder Bremen 3:1

Achter Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfängt Werder Bremen. Das Nouri-Bremen, das in den letzten Wochen zeigen konnte, das im Team mehr drinsteckt, als man unter Skripnik noch auf den Platz brachte. Werder präsentierte sich als unangenehmer Gegner mit einigen Qualitäten in der Mannschaftsorganisation und am Ball. Trotzdem verlor man über 90 Minuten gesehen verdient mit 1:3.

Ins Spiel gegangen war Werder Bremen mit einer unveränderten Formation im Vergleich zum Sieg gegen Leverkusen eine Woche zuvor. Dafür veranwortlich war vor allem, dass sich die Ausfälle von Gnabry und Sané unter der Woche zum Wochenende hin dann doch nicht als so schwerwiegend herausstellten.

Auf Seiten von RB Leipzig kam wie erwartet Naby Keita ins Spiel. Einer, der vor allem mit dem Ball sehr viel Qualität einbringt. Dafür bekam Stefan Ilsanker eine Auszeit. Dominik Kaiser ersetzte zudem den verletzten Marcel Sabitzer. Auch das durfte man so erwarten. Bremens 4-1-4-1 setzte Ralph Hasenhüttl entsprechend das gewohnte 4-2-2-2 entgegen. Nur halt mit Personal besetzt, das mehr spielerische Lösungen für eine Situation finden sollte, in der man in der Tiefe und hinter der Bremen-Abwehr nicht so viel Räume findet, die man mit Geschwindigkeit bespielen kann.

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Zur Abwechslung mal kein Testspiel gegen Werder

[Vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig gegen Werder Bremen (23.10.2016, 15.30 Uhr) aus Gründen diesmal kein Pressekonferenz-Ticker von mir. Alternativ sei der Livestream auf der RB-Homepage oder der Liveticker bei RBLive empfohlen. 13.30 Uhr geht es los. Mit Ralph Hasenhüttl und Diego Demme.]

Das dritte ausverkaufte Heimspiel der Saison steht vor der Tür. RB Leipzig empfängt Werder Bremen. Nicht zum ersten Mal, dass sich beide Teams gegenüberstehen. Ungewöhnlich für einen deutschen Profifußballklub stand Bremen schon dreimal als Testspielpartner für RB Leipzig zur Verfügung. Einmal mit dem U23-Team, zweimal mit den Profis. Wobei die letzte Partie ein Benefizkick war.

Festhalten kann man trotzdem, dass es in der Vergangenheit erstaunlich wenig Berührungsängste zwischen beiden Vereinen, geschweige denn öffentlichkeitswirksame Absageforderungen von Fans gab. Auch im Vorfeld des Bundesliga-Spiels bleibt es im Bremer Umfeld ziemlich ruhig. Abgesehen von einem ‚alle Vereine sind Teil des kapitalistischen Systems‘-Schreiben, mit dem Ultra-Gruppen einen Boykott als Quatsch abtun.

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Defensives Duo ohne Bedarf für den Panikbutton

Kann sein, dass man in einem Jahr über die Fragezeichen hinter der Besetzung der Verteidigungskette müde lächelt, weil Spieler einen Entwicklungssprung gemacht haben und sich als passable Lösungen erwiesen haben, von denen man das derzeit noch nicht unbedingt erwartet. Stand heute überwiegen allerdings die Bedenken. Mal sehen, was ein möglicher Transfer oder mögliche Transfers daran noch ändern. (Pushing the defensive Panikbutton)

Hach, das war mal lustig. So Mitte August. Als Anthony Jung weg war. Lukas Klostermann zu Olympia fuhr. Die Innenverteidigung noch Atinc Nukan als Nummer 3 hatte. Halstenberg und Compper immer mal angeschlagen waren. Und kein Bernardo und kein Papadopoulos am Transferhorizont standen. Es konnte einem um die Besetzung der Defensive Angst und Bange werden.

Und jetzt? Nach sieben Spieltagen? Ist RB Leipzig bestes Defenisvteam der Liga. Zwar ein Tor mehr kassiert als Köln und die Bayern. Dafür ist man in allen Torschusskategorien teils das mit Abstand beste Team der Liga. Also bei Schüssen auf das Tor, bei Schüssen innerhalb des Strafraums und bei (Groß-)Chancen. Kein Team der Liga lässt weniger gefährliche Schüsse zu. Kein Torwart bekommt weniger zu tun als Peter Gulacsi.

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Bundesliga: VfL Wolfsburg vs. RB Leipzig 0:1

Siebter Spieltag schon. Nach einer ewig langen Länderspielpause war im Vorfeld des Auftritts von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg ein wenig Stochern im Nebel angesagt, was die aktuellen Leistungsstärken der Teams angeht. Nach 90 Minuten wusste man, dass sich über die Länderspielpause nicht allzuviel verändert hat und der VfL Wolfsburg vor allem im Offensivspiel nicht gut genug ist, um Siege einzufahren.

RB Leipzig ging in die Partie mit nur einer Änderung im Vergleich zum Heimsieg gegen den FC Augsburg. Der vor zwei Wochen starke Keita blieb draußen und machte Platz für den bisher in der Saison ebenfalls starken Ilsanker. Luxusprobleme, wenn der Trainer aus dem Trio Demme, Ilsanker, Keita einen draußen lassen muss. Diesmal entschied er sich für mehr Qualität im Spiel gegen den Ball, das nächste Mal kann es dann schon wieder die Entscheidung für mehr Spiel mit dem Ball, also für Keita sein.

Auf Wolfsburger Seite fiel Blaszczykowski kurzfristig aus. Deswegen bildeten Träsch und Vieirinha das Duo auf der rechten Außenbahn. Zudem kehrte Luiz Gustavo nach Verletzung ins zentrale Mittelfeld zurück, was in einer Kettenreaktion (Arnold auf die Zehn, Draxler auf die linke Seite) Caligiuri (vor eineinhalb Jahren noch Matchwinner beim DFB-Pokalspiel in Leipzig) auf die Bank versetzte.

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Potenzial vs. Euphorie

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg (16.10.2016, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

16 Tage ohne Pflichtspiel. Vom Gefühl her eine Zeitspanne wie eine kleine Winterpause. Bzw. in diesem Fall Herbstpause. Aber es war nur die klassische Länderspielunterbrechung. Langweilig ist es rund um RB Leipzig angesichts von Fanverbands-, Stadion- und Bannerthemen nicht geworden. Aber irgendwas ist rund um den einzig wahren RasenBallsport halt immer. Soll hier aber auch nicht das Thema sein. Sondern der Auftritt des besten Bundesliganeulings aller Zeiten (abgesehen von der ersten Bundesligasaison, wo ja alle Neulinge waren) beim VfL Wolfsburg.

Erstaunlicherweise ist der VfL Wolfsburg für RB Leipzig ein alter Bekannter als Gegner (hat man diese Saison ja nicht so oft), denn sowohl mit der U23, als auch mit den Profis kreuzte man im Guten wie im Schlechten schon die Stollen. Das Schlechte haben sicherlich mit dem aufstiegstraumzerstörenden 2:2 unter Pacult gegen die U23 des VfL im Jahr 2012 noch genauso einige im Kopf wie das spektakuläre 3:2 gegen die Profis zu Beginn der selben Regionalliga-Saison im DFB-Pokal.

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Gesicherter Klassenerhalt

12 Punkte aus den ersten sechs Spielen. Dass die Auftaktbilanz von RB Leipzig mehr als ordentlich ist, zeigt sich auch darin, dass seit Einführung der Dreipunktregel zu diesem Zeitpunkt der Saison erst zwei Aufsteiger besser waren als RB Leipzig. Zum einen der 1.FC Kaiserslautern 1997/1998 und zum anderen – noch gar nicht so lange her – Eintracht Frankfurt 2012/2013. Beide starteten mit 16 Punkten, also fünf Siegen und einem Unentschieden in die Saison. Kaiserslautern wurde am Ende Meister. Frankfurt wurde Sechster und zog in den Europapokal ein.

Insgesamt 59 Mannschaften hatten in den letzten 21 Spielzeiten seit Einführung der Dreipunkteregel nach sechs Spieltage zwölf Punkte oder mehr auf ihrem Konto. Das sind pro Saison nicht einmal drei. In den letzten zehn Spielzeiten waren es sogar insgesamt nur 25 Teams, das sind gerade mal 2,5 pro Saison.

Aktuell sind es zusammen mit RB Leipzig fünf Teams mit zwölf Punkten nach sechs Spielen. Seit 1995 kam es lediglich einmal vor, dass so viele Teams nach sechs Spielen schon mindestens zwölf Punkte auf dem Konto hatten. Und das war 1996/1997. Wenn das mal nicht für die neue Breite in der Spitze der Bundesliga spricht. Oder eben für irgendwas ganz anderes.

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Überraschendes Spitzentrio

Sechs gespielte Spieltage. Eigentlich noch nicht wirklich die Zeit, um schon Schlussfolgerungen aus dem Tun der Bundesligisten zu ziehen. Zu unterschiedlich sind die Spielpläne und zu gering ist die Spielanzahl, als dass sich schon alle Qualitäten und Nicht-Qualitäten in den Zahlen durchsetzen würden.

Kleine Hinweise liefern die Daten allerdings schon jetzt, wenn man im Hinterkopf behält, dass sie vielleicht nicht final belastbar sind oder gar Aussagen mit prognostischem Charakter hergeben. Vor allem Torschussstatistiken vermitteln durchaus ein ganz gutes Bild über Stärken und Schwächen von Teams.

Torschüsse bzw. Chancen als Datengrundlage heranzuziehen, macht deswegen Sinn, weil sich darin eigentlich ausdrücken sollte, inwiefern man es mit seiner Spielidee schafft, mehr Torgelegenheiten als sein Gegner herauszuspielen. Was im Normalfall auch die Siegwahrscheinlichkeiten erhöhen sollte. Es leuchtet vielleicht ein, dass ein Team, dass sich wesentlich mehr Chancen herausspielt als zulässt, am Ende besser dastehen sollte als ein Team, das viele Chancen zulässt und nur wenige herausspielt.

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Erstaunlich gut und erstaunlich vielseitig

Sechs Spieltage hat RB Leipzig bisher absolviert. Eine Länderspielpause unterbricht die Saison zum zweiten Mal. Bei RB Leipzig kann man ganz entspannt in die Pause gehen, denn mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist man besser gestartet als man vor der Saison vermutet hätte. Ist zwar noch vier Spieltage, also bis zur nächsten Länderspielpause Zeit, bis ein Blick auf die Tabelle größere Relevanz hat, aber auch jenseits der Tabelle entwickeln sich die Dinge aus RB-Sicht ziemlich positiv.

Denn die bisher zwölf Punkte aus sechs Spielen sind nicht die Folge von ganz viel Glück oder nicht wiederholbaren Energieleistungen eines übereuphorisierten Aufsteigers, sondern Konsequenz einer guten Mannschaftsorganisation gespickt mit der notwendigen individuellen Klasse, um die Organisiertheit zu veredeln. Sprich, RB Leipzig ist (bei allen Differenzen im Detail) eine Art Ingolstadt reloaded, nur mit mehr Qualität im Offensivdrittel.

Dass sich hinter den zwölf Punkten nicht nur Anfängerglück verbirgt, sondern Qualität, zeigt sich auch darin, dass RB Leipzig hinter den Bayern in Sachen Torschüssen das beste Team der Liga ist. Man hat die wenigsten Schüsse aller Bundesligisten auf das eigene Tor zugelassen. Und man hat die drittmeisten Schüsse aller Bundesligisten auf den gegnerischen Kasten abgegeben. Im Verhältnis von abgegebenen und zugelassenen Schüssen auf das Tor ist man entsprechend Zweiter hinter den Bayern.

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Bundesliga: RB Leipzig vs. FC Augsburg 2:1

Sechster Spieltag in der Bundesliga schon. Zum ersten Mal musste oder durfte dank gutem Saisonstart RB Leipzig als Favorit in ein Spiel im Oberhaus gehen.

Ralph Hasenhüttl dachte sich für dieses Spiel gleich fünf Änderungen im Vergleich zur Startelf in Köln aus. Bernardo durfte wieder von Anfang an ran. Diego Demme ersetzte auf der Doppelsechs Ilsanker. Forsberg kam nach leichter Gehirnerschütterung für Kaiser ins Spiel. Yussuf Poulsen rückte zurück in die Startelf, wo ihn in Köln Selke vertreten hatte. Und auch Timo Werner war wieder zurück und verdrängte Oliver Burke auf die Bank.

Insgesamt eine Formation, die vor allem der vermuteten Aufgabe gerecht werden sollte, im Spiel mit dem Ball Lösungen zu finden und so einen defensiv orientierten Gegner zu schlagen. Gerade die Hereinnahmen von Demme und Forsberg folgten diesem Ziel deutlich. Die Doppelsechs Keita und Demme ist vielleicht das spielstärkste, was man dort aktuell bei RB Leipzig aufbieten kann.

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Erstmalige Favoritenrolle

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen den FC Augsburg (30.09.2016, 20.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl und Yussuf Poulsen.]

Letzter Spieltag vor der Länderspielpause. 16 lange Tage werden zwischen dem 6. und dem 7. Spieltag liegen. Zuvor steht aber das Spiel gegen Augsburg auf dem Programm und die Chance für RB Leipzig, aus einem sehr guten einen überragenden Saisonstart zu machen.

Dabei wird RB Leipzig erstmals in der Bundesliga als Favorit in eine Partie gehen. Auch wenn man es vielleicht gern anders hätte und man immer noch Aufsteiger ist, kommt man nach dem überraschend guten Saisonstart an dieser Rolle nicht vorbei.

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Bundesliga: 1.FC Köln vs. RB Leipzig 1:1

Zum Abschluss des fünften Spieltags in der Bundesliga ein interessantes Duell zwischen zwei gut in die Saison gestarteten Teams aus Köln und Leipzig. Ein spannendes Duell zwischen einem tief verteidigenden und offensive pressenden Team. Nur dass die einen diesmal meist gar nicht tief verteidigten und die anderen lange nicht hoch pressten. Das Endergebnis entsprach trotzdem dem, was man vor der Partie beim Blick in die sportliche Glaskugel ungefähr als Erwartungshaltung haben durfte.

Ralph Hasenhüttl nutzte die Partie in Köln zu einem intensiven Personaltausch. Gleich vier Veränderungen nahm er im Vergleich zur Partie unter der Woche vor. Benno Schmitz ersetzte dabei rechts hinten Bernardo. Naby Keita kam für Diego Demme in die Partie. Oliver Burke ersetzte Timo Werner. Und Davie Selke spielte für den zuletzt arg zweikampfstrapazierten Yussuf Poulsen.

Die Formation strahlte so ein bisschen aus, dass es in erster Linie nicht um perfektes Anlaufen, Pressing und Spiel in die Tiefe geht, sondern gegen darum, gegen gut und (zumindest der Erwartung nach) tief verteidigende Kölner gute Aktionen im Spiel mit dem Ball zu haben. Keita als Gestalter im Mittelfeld. Burke als Waffe im Eins gegen Eins. Davie Selke mehr noch als Poulsen als Verwerter im Strafraum.

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