Schlagwort-Archive: Ralph Hasenhüttl

Ralphimization

Transfertechnisch ist die bisherige Sommerpause jenseits der fast täglichen mal mehr mal weniger sinnigen Gerüchte ziemlich ruhig. Manche würden auch sagen zu ruhig. Aber immerhin gibt es ja einen neuen Trainer. Und das ist mit Ralph Hasenhüttl einer, dem man nachsagt, die Teams, die er bisher trainiert hat, besser zu machen, als sie dies vorher waren.

Was man auf den ersten Blick erkennen kann, ist die Tatsache, dass sowohl Aalen als auch Unterhaching, Hasenhüttls frühere Trainerstationen, in der Abschlusstabelle nie wieder so gut standen wie in Hasenhüttls letzter vollständiger Saison bei den Clubs. Sprich, für Aalen ging es nie mehr höher als Platz 9 in der zweiten Liga, vielmehr spielt man jetzt in der unteren Hälfte der dritten Liga. Und für Regionalligist Unterhaching ist Platz 4 in der dritten Liga wie eine Nachricht aus einer ganz fremden Welt. Zudem steht auch Ingolstadt aktuell so hoch wie noch nie und die Vermutung, dass es schwer wird, sich auf dem Niveau zu konsolidieren, liegt nahe.

Wirft man einen Blick auf die Ex-Stammspieler von Ralph Hasenhüttl (mal abgesehen von denen, die in Aalen oder Unterhaching blieben und dort ihre Karriere beendeten oder ganz vereinzelt immer noch dort sind), dann fällt auf, dass es nur wenige Spieler gibt, die nach ihrem Höhenflug unter Hasenhüttl daran auch im Anschluss anknüpfen und ihre Karriere weiter verbessern konnten.

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Wir sind Hymne

Da war die Zweitligaspielzeit zu Ende. Was für eine Gelegenheit, sich zu einem Podcast zusammenzufinden und über die Dinge rund um RB Leipzig zu reden. Wobei sich aus aktuellem Anlass vor allem erst mal Aufstiegsfeier und Hymne als Themen aufdrängten, bevor auch sportliche Themen ihren Weg ins Mikrofon fanden.

In Sommerpausenformat von nicht mal drei Stunden besprachen Co-Gastgeber Dirk, Kai und meine Wenigkeit nicht nur viele Themen, sondern schritten in einem wagemutigen Selbstversuch auch voran und versuchten sich im Singen der neuen Hymne von RB Leipzig.

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Zurück in die Zukunft mit Ralph Hasenhüttl?

Viel Wirbel hatte das Trainerthema in den letzten Wochen verursacht. Die öffentliche Verhandlung darüber, wer in Bezug auf Markus Weinzierl wem abgesagt oder überhaupt Interesse hatte, war in vielerlei Hinsicht seltsam. Das ewige Spiel medialerseits immer neue Trainernamen auf das Karussell zu werden, war dagegen ebenso erwartbar wie wenig unterhaltend.

Am Ende wurde Ralph Hasenhüttl als neuer Coach und natürlich als „absolute 1A-Lösung“ präsentiert. Eine Wahl, an der so ziemlich alle Facetten passen. Außer dass auch diese Personalie nach der Veröffentlichung eines Treffens von Rangnick und Hasenhüttl zu Ostern bereits breit ausgeschlachtet und vom FC Ingolstadt gar zu einem Statement im scharfen Ton [broken Link] gegen das RB-Vorgehen genutzt wurde. Drei Wochen vergingen von da an noch bis zum Wechsel.

Sei doch alles gar nicht so schlimm gewesen, hieß es zum FCI-Statement von Seiten RBs. Man habe sich doch nur mal so in Österreich getroffen, weil man schon länger in Kontakt steht und sich über dies und das austauscht. Wenn man was von Hasenhüttl wolle, werde man sich schon in Ingolstadt melden und überhaupt werde man doch nicht in Ingolstadt fragen, wenn man sich nur mal so am freien Wochenende mit Hasenhüttl zum Essen treffen will.

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Viel Wirbel um wenig Erkenntnisgewinn

Irgendwie war es ja klar, dass im Verlauf der Rückrunde das Thema der Besetzung der Trainerposition bei RB Leipzig in der kommenden Saison immer wieder aufploppen würde. Nimmt man das als Hintergrund war es in den letzten Wochen eigentlich vergleichsweise ruhig. Es wurden zwar immer mal wieder Namen auf das Karussell geworfen, aber so richtig großen Wirbel entfachte das nicht. Meist verblieb es ein Nerd-Thema.

Vermutlich wäre das auch noch eine Weile so weitergegangen, wäre Sport1 am Samstag nicht mit der Story nach vorn geprescht, Markus Weinzierl habe ein Angebot von RB Leipzig abgelehnt, weil er nicht unter Ralf Rangnick arbeiten wolle. Eine Story, die man in Leipzig nicht auf sich sitzen lassen wollte und mit einer je nach Sichtweise „Klarstellung“ oder „Retourkutsche“ bearbeitete.

Vorstandschef Oliver Mintzlaff reagierte [broken Link] noch in der Mixed Zone nach dem Spiel gegen Bochum und verkündete, dass man vielmehr selber das Weinzierl-Buch zugeschlagen habe, weil man nach den „geführten Gesprächen“ beschlossen habe, „einen anderen Weg einzuschlagen“. Interessanterweise verweigerte sich Ralf Rangnick dieser Kommunikationslinie in der Pressekonferenz kurz darauf und wollte Gespräche mit Weinzierl nicht bestätigen, weil man dann ja (runtergebrochen formuliert) zugeben würde, dass man mit einem Trainer mit Vertrag verhandelt hätte. Nicht unbedingt Kommunikation auf einer Linie zwischen Sportdirektor und Vereinschef.

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