Schlagwort-Archive: 1. FC Nürnberg

Was von Spieltag 31 bleibt

Da waren es nur noch drei. Spieltage nämlich in der zweiten Liga. Zwei Teams werden noch einen Relegationsnachschlag kriegen, für 16 andere ist in knapp drei Wochen Schluss mit der Saison.

Für neun Teams geht es schon jetzt auch rechnerisch um nichts mehr. Wenn man St. Pauli mitzählen will, dann sogar für zehn. Die Hamburger haben allerdings zumindest theoretisch noch Chancen auf die Aufstiegsrelegation.

Dass die Hälfte der Liga nur noch um die normale sportliche Ehre und ein paar Euro mehr oder weniger Fernsehgelder spielt (was erfahrungsgemäß für die Spieler nicht der allergrößte Motivationsgewinn ist), kann man inzwischen auch ein wenig an den Ergebnissen ablesen.

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Montäglicher Reisemeister

Zweimal wird in dieser Saison noch eines dieser Montagspiele ausgetragen. Spiele, die die einen furchtbar schlimm finden, weil es ihnen dann nicht möglich ist, mit ihrem Team zu reisen und die die anderen gar nicht so schlimm finden, weil sie eh nur vom Fernseher aus zuschauen oder sich darüber freuen, dass ihr Verein mal eine mediale Sonderbehandlung bekommt, die man sonst als Zweitligist im frei empfangbaren Fernsehen nie bekommt.

Man kann über die Montagsspiele sicherlich mit verschiedenen Argumenten streiten. Wobei der Streit auch etwas albern ist, wenn man bedenkt, dass inzwischen quasi an jedem Wochentag von irgendjemandem ein Fußballspiel bestritten (und vor allem via TV geschaut) wird. Das nun ausgerechnet an Montagsspielen festzumachen, wird dann schon reichlich schwierig. Wobei natürlich Zweitligisten im Normalfall eher seltener Wochentermine abbekommen.

Lässt man mal die Montagsspiele, die in englischen Wochen an Donnerstagen stattfanden, außer acht (weil diese Spiele nicht so besonders sind, weil auch die anderen Spiele des jeweiligen Spieltags in der englischen Woche unter der Woche stattfinden und somit für Gästefans eher schwer erreichbar sind), dann wird die zweite Liga diese Saison am Ende 27 Montagsspiele bestritten haben.

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Was von Spieltag 30 bleibt

Gerade noch war das Rennen um einen Platz in der Bundesliga eine wilde Hatz und schon ist es ein Schneckenrennen. Drei Aufstiegskandidaten mit jeweils deutlich über zwei Punkten im Schnitt in zwölf Rückrundenspielen holen alle zusammen am 30.Spieltag genau einen Punkt. Und der ist angesichts des Freiburger Treffers in der Nachspielzeit des Montagsspiels in Braunschweig eher glücklich. Klingt danach, als würden die Füßchen langsam ein wenig anfangen zu zittern.

Kann aber natürlich nur Zufall sein, dass es alle drei Topteams auf einmal erwischt. Schließlich war es schon das dritte Mal in dieser Saison und das zweite Mal im Jahr 2016, dass an einem Spieltag Leipzig, Nürnberg und Freiburg gleichzeitig nicht gewinnen konnten. Einen Spieltag, an dem alle drei Teams gleichzeitig verlieren, gab es dagegen noch nie.

Dass dies so blieb, wurde auch ein wenig Schiedsrichter Patrick Ittrich zugeschrieben, der trotz abgelaufener Nachspielzeit noch eine Ecke ausführen ließ. Ist aber auch eine Lose-Lose-Situation für einen Schiedsrichter. Lässt er die Ecke nicht noch ausführen, beklagt sich die zurückliegende Mannschaft bitterlich. Lässt er sie ausführen und die Ecke führt zum Tor, ist der Ärger beim Team, das den Sieg verliert, riesig. Im Optimalfall lässt man die Ecke ausführen und es fällt kein Tor. Nicht jeder Tag ist allerdings ein optimaler Schiedsrichtertag.

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Was von Spieltag 29 bleibt

Der 29.Spieltag. Sicherlich keiner der Vorentscheidungen. Eher einer der leichten Verschiebungen. An der Tabellenspitze hat das Spitzenduo nun wieder sechs Punkte Vorsprung auf Platz 3 und damit nun Nürnberg den Druck, gewinnen zu müssen, wenn man direkt aufsteigen will.

Zwei Punkte trennen die drei Spitzenteams der zweiten Liga in den bisher zwölf Rückrundenspielen, in denen Nürnberg zwei Punkte vor Freiburg und Leipzig liegt. Sehr gute Bilanz der Franken, aber der ganz große Punktedurchmarsch manifestiert sich darin auch nicht unbedingt.

Im Kampf gegen den Abstieg können sich Kaiserslautern, Bielefeld und Sandhausen fast schon zur Gruppe der sieben Teams hinter Platz 3, für die es diese Saison um gar nichts mehr geht, gesellen. Irgendwas zwischen zwei und vier Punkten fehlen den Mannschaften noch.

Am ehesten traut man Sandhausen zu, dass sie an dieser Aufgabe noch scheitern. Sieben Punkte in zwölf Rückrundenspielen sammelten sie bisher. Die schlechteste Bilanz der Liga neben dem FSV Frankfurt. Rechnet man das weiter hoch, kommt man auf noch drei weitere Punkte, die man bis zum Saisonende holt. Das würde vermutlich für den Klassenerhalt reichen, ist nach der überragenden Vorrunde aber auch ein extremer Absturz.

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Was von Spieltag 28 bleibt

Vielleicht ein wenig typisch für diese Saison, dass die obersten drei Teams alle gewannen und die untersten drei alle verloren. Die Ausgeglichenheit der letzten Saison erreicht man dies Jahr in der zweiten Liga nicht mehr. Was vor allem am Spitzentrio liegt, das weiter durch die Liga pflügt. 56 Punkte hatte ein Drittplatzierter in der zweiten Liga nach 28 Spieltagen noch nie (seit Einführung der Dreipunktregel).

Allen voran geht in der Rückrunde der 1.FC Nürnberg, die nach elf Spielen schon zwei Punkte mehr eingefahren haben als in 17 Hinrundenspielen. 2,64 Punkte holen die Franken in der Rückrunde im Schnitt pro Spiel (neun Siege, zwei Unentschieden), schossen die meisten Tore und kassierten die wenigsten Gegentore. Das ist tatsächlich nur noch schwerlich in Worte zu fassen.

Und reicht doch nur für Platz 3 sechs Spiele vor dem Ende. Weil Freiburg und Leipzig auch eine sehr konstante Saison spielen. Jeweils 24 Punkte in elf Rückrundenspielen und jeweils 2,11 Punkte im Schnitt über die gesamte Saison gesehen, würden in den meisten Spielzeiten für den Direktaufstieg reichen. Diese Saison reicht es zumindest dazu, nicht schon von starken Nürnbergern eingefangen und überholt worden zu sein.

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Erntezeit im Aufstiegsrennen

Sieben Spieltage noch. 21 Punkte zu vergeben. Ab jetzt sind die gesammelten Rechenspielchen der letzten Woche in Bezug auf Aufstiegswahrscheinlichkeiten nur noch Makulatur. Bei drei Punkten Differenz zwischen Platz 1 und Platz 3 kann sich das Bild von Woche zu Woche verändern, spielen Kleinigkeiten und auch das Nervenkostüm eine zunehmend größere Rolle.

In Sachen Psychospielchen geht es wohl auch verstärkt darum, dass man sich in eine Rolle versetzt, in der man nichts zu verlieren, sondern vornehmlich etwas zu gewinnen hat. Im Normalfall agiert es sich aus dieser Position heraus etwas leichter und unbeschwerter.

Wobei RB Leipzig skurrilerweise im Jahr 2016 gleich drei Auswärtsspiele (St. Pauli, Freiburg, Nürnberg) verloren hat, in denen man eigentlich weniger Druck hatte als der jeweilige Gegner und nur hätte gewinnen können. Wobei es wiederum bei Spielen gegen RB Leipzig noch jedes Team hinkriegt, den Druck auf der anderen Seite zu sehen, wohl selbst dann noch, wenn man im letzten Spiel drei Punkte bräuchte, um noch den Abstieg zu verhindern.

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Zwischen guter Balance und geringer Effizienz

Nehmen wird der Einfachheit halber und alle Eventualitäten einrechnend mal an, dass die ersten fünf Teams der zweiten Liga noch Aufstiegschancen haben. Zumindest aber sind Freiburg, Leipzig, Nürnberg, St. Pauli und Bochum die Teams, die ein Stück über dem Rest der Liga agieren.

Nimmt man mal nur die Spiele, die diese fünf Mannschaften gegeneinander absolviert haben, dann sind 16 von 20 Begegnungen bereits absolviert. Leipzig gegen Bochum, Nürnberg gegen St. Pauli, Freiburg gegen St. Pauli und St. Pauli gegen Bochum fehlen noch in der Reihe. Vor allem St. Pauli hat also noch einige Spiele gegen Konkurrenten an der Tabellenspitze zu absolvieren.

Nimmt man die bisherige Bilanz als Basis, dann bedeutet das für St. Pauli nur gutes, denn in bisher fünf Spielen gegen Topteams holte man im Schnitt zwei Punkte, was mehr ist als jedes andere Topteam in den direkten Duellen holte. Bochum hat auch bereits überdurchschnittliche 11 Punkte aus sechs Spielen geholt, während Freiburg und Leipzig überraschend mit lediglich sieben Punkten aus sieben Spielen bisher die Schlusslichter in den internen Duellen sind.

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Elf Schmuddelkinder müsst ihr sein

Länderspielpause. Wieder mal Zeit zum Podcasten und zum Aufarbeiten all der Dinge, die RB Leipzig zwischen St. Pauli und Nürnberg so passiert sind. Dazu wird die Wintersportsaison langsam in den verdienten Ruhestand verabschiedet, werden diverse gesundheitserhaltende oder -fördernde Hausmittelchen vorgestellt und geben sich ein paar Trainerkandidaten die virtuelle Klinke in die Hand.

In (von der Zeit her) geschmeidiger Europapokalversion mit Hin- und Rückspiel besprachen Co-Gastgeber Dirk Hofmeister, Buchautor Ullrich Kroemer von der Mitteldeutschen Zeitung und meine Wenigkeit alle wichtigen Themen zwischen Grippe und Sport, zwischen Buch und TV und zwischen Wasser und Aquavit.

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Was von Spieltag 27 bleibt

Spieltag 27. Nach dem 3:1 von Nürnberg gegen Leipzig und nur noch drei Punkten zwischen Platz 1 und 3 der Spieltag, der als endgültiger Beginn eines Dreikampfs um die Aufstiegsplätze in Erinnerung bleiben wird. Acht Punkte Differenz zwischen Platz 3 und 4 sollten sieben Spieltage vor Schluss reichen für das Spitzentrio, um die Sache quasi intern auszuspielen.

Zumal angesichts der Form der drei Teams. Nur einmal, in der Saison 2011/2012, hatten die drei Topteams der zweiten Liga nach 27 Spieltagen zusammen noch mehr Punkte als in dieser Saison.

Am Ende der Saison liegt der Punkterekord für Platz 2 bzw. 3 seit Einführung der Dreipunktregel bei 68 bzw. 65 Punkten. Angesichts schon jetzt 56 bzw. 53 Punkten auf den Plätzen 2 bzw. 3 könnten diese Punktzahlen diese Saison fallen. Nur zur Erinnerung: letzte Saison reichten 59 Punkte um als Zweiter direkt aufzusteigen..

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2.Bundesliga: 1.FC Nürnberg vs. RB Leipzig 3:1

Topspiel zwischen Nürnberg und Leipzig. Die Chance für RB, den Abstand auf Rang 3 auf neun Punkte auszubauen. Eine Chance, die man trotz Führung verpasste, weil man ab der 60. Minute oft zu passiv agierte und im intensiven Kampf gegen physisch starke Gastgeber immer größere Probleme bekam.

Auf beiden Seiten waren vor der Partie Ausfälle zu beklagen. Nürnberg musste in der Abwehr den gesperrten Bulthuis durch Hovland und Erras im Mittelfeld durch Petrak ersetzen, blieb sich mit dem 4-4-2 aber treu.

Leipzig musste auf Demme und Kaiser verzichten, was deutlich weniger Ausfälle als befürchtet waren. Poulsen und Selke bildeten erstmals seit dem 20. Spieltag in der Startelf die Doppelspitze. Sabitzer, Halstenberg und Ilsanker kehrten nach Erkrankungen ins Team zurück. Was ein im Vergleich zum Club von der Grundformation her ziemlich ähnliches 4-4-2 bzw. 4-2-2-2 ergab.

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