Presse 20.08.2015

Zwei Tage noch bis zum Spiel von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli. Angesichts eines Vorverkaufs, der inzwischen schon bei über 34.000 verkauften Tickets angekommen ist, kann man auf irgendwas um die 40.000 Besucher rechnen. Aus irgendeinem Grund ziehen die Duelle mit den Norddeutschen besonders. Schon letzte Saison konnte man zum Heimspiel fast 40.000 Zuschauern begrüßen, was deutlich über dem normalen Saisonschnitt lag.

Sportlich gesehen wird der FC St. Pauli am Sonntag trotz mit RB Leipzig identischer Punktzahl eher Außenseiter sein. Allerdings hat man aus den letzten Partien so viel Selbstvertrauen mitgenommen, dass man auch in Leipzig punkten will und nicht wie in der letzten Saison nach einer 1:4-Niederlage noch halbwegs zufrieden wieder nach Hause fährt.

Das Hamburger Abendblatt vermeldet, dass es mit einer Rückkehr von St.-Pauli-Innenverteidiger Lasse Sobiech zum Spiel bei RB Leipzig eng werde. Eine entsprechende Entscheidung werde erst kurzfristig getroffen. Von zu den Langzeitverletzten Gipson, Boyd, Compper und Nukan bei RB Leipzig hinzukommenden Problemfällen ist nichts bekannt.

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Throwback KW 29 bis 34

Fünf Jahre ist es her, dass RB Leipzig nach dem ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte Kontakt mit der Regionalliga aufnahm. Dass man dort drei Jahre verbringen und am Ende eher mühevoll über einen Relegationssieg gegen die Sportfreunde Lotte aufsteigen würde, war zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht vorhersehbar. Zumal man zum Start der Saison 2010/2011, wie eigentlich in jeder Saison seit sechs Jahren, zu den absoluten Topfavoriten auf den Staffelsieg zählen musste und der Aufstieg Kernziel der Spielzeit war.

Mit Tomas Oral hatte man einen neuen Trainer geholt, der beim FSV Frankfurt für Erfolge im Aufstiegskampf aus unteren Spielklassen in den Profifußball gestanden hatte. Mit Carsten Kammlott, Daniel Frahn, Tim Sebastian, Fabian Franke, Tom Geißler und vielen anderen hatte man neue Gesichter für den Verein geholt und einen Umbruch weg von altgedienten Bundesligaprofis auf ihrer letzten Karrierestation hin zu mehr Zukunft im Team gewagt. Ein Umbruch, der sich am Ende der Saison als zentraler Baustein für den Misserfolg herausstellen sollte, weil man es nicht schaffte, den Zerfall des Teams in altersbezogene Gruppen nachhaltig zu moderieren.

In der Vorbereitung hatte man noch einige Glanzlichter gesetzt. Gegen Erstligist Schalke 04 unter Felix Magath verlor man bei der Saisoneröffnung im nun Red Bull Arena heißenden Zentralstadion nur knapp mit 1:2. Gegen Zweitligist Hertha BSC gewann man mit einem starken Carsten Kammlott sogar 2:1. Alles schien vor dem Pflichtspielauftakt, zu dem für damalige Verhältnisse erstaunliche 4.000 Zuschauern kamen, gerichtet für eine erfolgreiche Saison, auch wenn man beispielsweise mit dem auf die linke Seite abgeschobenen Daniel Frahn eine erste, selbstkreierte Baustelle hatte.

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Presse 19.08.2015

Die LVZ hat heute den geburtstagenden RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff im Angebot (wird 40), der demnächst mit Stadionbesitzer Michael Kölmel über die Zukunft von RB Leipzig in der Red Bull Arena und einen Ausbau reden will. Eine Machbarkeitsstudie stehe auch noch vor einer Entscheidung.

Zudem wolle Mintzlaff Perry Bräutigam “langfristig an den Verein binden”. Offenbar vor allem als eine Art Repräsentanten und Aushängeschild des Vereins. Klingt eher nach weggelobt für Bräutigam, der bis letzte Saison noch Torwarttrainer war und den aktuellen Plänen nach im sportlichen Bereich direkt fast gar keine Rolle mehr spielen würde.

Gestern schon in der LVZ die Nachricht, dass Christina Happel aus dem Medienbereich von RB Leipzig ausscheidet, in den sie erst vor einem Jahr eingetreten war. Dem Klang nach keine ganz harmonische Trennung.

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Was von Spieltag 3 bleibt

Christian Streich ist ja inzwischen auch einigermaßen bekannt, was seinen Umgang mit Schiedsrichtern und deren Entscheidungen angeht. Kaum ein Spieltag, an dem der Freiburger Coach nicht irgendwas und irgendwen anprangert. So erstaunte es auch nicht, dass Streich nach der Niederlage gegen Bochum direkt den Schiedsrichter unter anderem für seine (von allen Beteiligten als spielentscheidende angesehene) gelb-rote Karte gegen Außenverteidiger Mensur Mujdza geißelte.

So weit, so normal. Dass er sich nur einen Tag später beim Kicker meldet und eigeninitiativ (so zumindest die Behauptung des Blattes) für seine Äußerungen entschuldigte, weil er beim Betrachten der umstrittenen Szenen gemerkt habe, dass er und nicht der Schiedsrichter falsch liege, ist dagegen eine deutliche Abkehr vom üblichen Muster. Eine Abkehr, für die man durchaus Respekt haben kann. Eine Abkehr, die aber auch nur Sinn macht, wenn daraus auch Konsequenzen für zukünftiges Verhalten resultiert.

Es darf für Streichs Verhalten an der Seitenauslinie nämlich letztlich keine große Rolle spielen, ob er meint, dass eine Entscheidung falsch oder richtig war. Mal abgesehen davon, dass in Streichs Aufregung immer auch ein ‘die haben was gegen unseren schönen Underdog-Verein’ drinsteckt (bzw. zumindest in der Bundesliga drinsteckte), machen Schiedsrichter im Spielverlauf schlicht Fehler und das Coaching kann sich nicht darauf beziehen, die Schiedsricherfehler zu zählen, sondern die eigenen Mannschaft hinsichtlich der Bedingungen des Spiels einzustellen und im Spielverlauf auch mal zu verändern. Und da lag Streich nach dem Platzverweis gegen Bochum offenbar ziemlich daneben, denn ansonsten hätten die Gäste nicht binnen zehn Minuten drei Tore erzielen können.

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Presse 18.08.2015

Noch ein bisschen Nachhall zum Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig. Unter anderem mit einer merkwürdigen Distanzierung auf der Eintracht-Website von einer Fan-Zaunfahne. Auf der stand geschrieben, dass alle in Braunschweig wissen, dass “alle Bullen sch…” sind. Auf der Eintracht-Website behauptet nun der “Geschäftsführer der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA” Soeren Oliver Voigt, dass diese Zaunfahne “nicht angemeldet und inhaltlich nicht mit uns abgestimmt” gewesen sei und man mit “derartigen Verunglimpfungen gegenüber unseren Gegnern” nichts zu tun haben möchte.

Eine Stellungnahme, die eigentlich mehr Fragezeichen aufwirft, als dass sie Anworten liefern würde. Da hängt eine Riesenzaunfahne, die die komplette Eintracht-Fankurve umspannt, also mal eben locker irgendwas oberhalb von 50 Metern lang und vielleicht irgendwas unter fünf Metern hoch ist. Und diese Zaunfahne, die nicht mal eben irgendwo in der Hosentasche durch den normalen Eingang kommt, kann aufgehängt (und von Fans aus dem Stadioninnenbereich heraus gerichtet und hinterher zerschnippelt und in der zweiten Halbzeit noch mal als Blockfahne genutzt) werden, ohne dass jemand Kenntnis davon hat, was da drauf steht? Bei einem Spiel gegen RB Leipzig, bei dem man im Vorfeld aufgrund einiger Geschichten in der Vergangenheit bei verschiedensten Spielen besonders sensibilisiert ist?

Viele Interpretationsvarianten bleiben da nicht. Entweder schwindelt der Eintracht-Geschäftsführer einfach, um sich und seinen Verein der Verantwortung entziehen. Oder aber die Abläufe bei der Spieltagsvorbereitung stimmen nicht, weil man am Verein vorbei ein Viertel des Stadionzauns behängen kann. Was trotzdem in der Verantwortung des Vereins läge. Oder aber die Vereinsführung wurde von den Fans schlicht gelinkt (Zaunfahne angekündigt, anderen Inhalt dem Verein mitgeteilt). Wobei auch hier der Verein weiterhin die Mitverantwortung trüge. Egal welche Version stimmt, der Verein hat in seinen Entscheidungsstrukturen offenbar ein Problem. Wenn die Zaunfahne am Verein vorbei dort aufgehangen wurde genauso, wie wenn die Zaunfahne dort mit Wissen des Vereins aufgehangen wurde.

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Presse 17.08.2015

Vorgestern bereits der 2:0-Auswärtssieg von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig. Allerlei Berichte heute zu einem insbesondere in der zweiten Halbzeit souveränen Auftritt der Leipziger. In der ersten Halbzeit war das Spiel nach starken 15 RB-Anfangsminuten noch ausgeglichen.

Die Tore für RB Leipzig vor reichlich 21.000 Zuschauern (darunter 1.000 Leipziger) schossen Davie Selke und Emil Forsberg in der zweiten Halbzeit. Für beide ist es bereits der zweite Saisontreffer.

Durch den Sieg setzte sich RB Leipzig nach dem dritten Spieltag in der Spitzengruppe fest. Nur Bochum steht mit der weißen Weste von neun Punkten noch vor RB an der Tabellenspitze. Braunschweig muss sich mit nur einem Punkt aus drei Spielen erst mal Richtung Tabellenkeller orientieren.

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2.Bundesliga: Eintracht Braunschweig vs. RB Leipzig 0:2

Nach drei eher durchwachsenen Spielen zum Start in die Saison war man im Umfeld von RB Leipzig etwas unsicher, wo man aktuell steht und wohin die Reise geht. Das verdiente 2:0 bei Eintracht Braunschweig mit 15 bis 20 mindestens guten Minuten in Hälfte 1 und einer starken zweiten Halbzeit schickte ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz und zeigte, dass sich die individuelle Klasse auch langsam zu einem Team zusammenfügt.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit Tim Sebastian als Innenverteidiger und Georg Teigl als Rechtsverteidiger für den verletzten Nukan und den unter der Woche angeschlagenen Hierländer. Georg Teigl zeigte dabei einige, so in der jüngeren Vergangenheit gar nicht mehr gekannten Probleme in der Zweikampfführung und musste entsprechend relativ früh in der zweiten Halbzeit vom Platz. Tim Sebastian war die gewohnte Verlässlichkeit in Person. Selbst wenn er wie in diesem Fall quasi direkt von der Tribüne in die Startformation rutschte.

In der Formation ergab das bei RB Leipzig eine Art 4-2-3-1. Wobei die offensive Dreierkette relativ flexibel war. Sprich Sabitzer und Forsberg auf den Außenpositionen schon auch mal Richtung Außenstürmerpositionen verschoben, während Bruno alternativ etwas tiefer und eher als Achter agierte, um Bindung zwischen den Sechsern und den anderen Offensivkräften herzustellen. Was insgesamt in vielen Situationen schon ganz gut gelang, manchmal aber auch an zu großer Verspieltheit des Technikers scheiterte.

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Neue Runde, neues (feuerzeugloses) Glück – DFB-Pokal in Unterhaching

Wie schon in der ersten Runde des DFB-Pokals geht es für RB Leipzig auch in der zweiten Runde zu einem unterklassigen Verein. Die Auslosung ergab, dass man am 27. oder 28.10.2015 in den Süden der Republik zur SpVgg Unterhaching fahren muss. Damit spielt man im DFB-Pokal erstmals gegen einen Regionalligisten.

Wobei das im Fall der Randmünchener ein wenig in die Irre führt, denn in den letzten sieben Jahren spielte Unterhaching durchgängig in der dritten Liga, war dort Gründungsmitglied und stieg erst am Ende der vergangenen Saison in die Regionalliga ab. Wo sie allerdings ziemliche Anpassungsschwierigkeiten haben. Was nicht verwundern kann, denn die SpVgg wird schon seit einiger Zeit von einige finanziellen Sorgen geplagt und setzt entsprechend auf eine Art schlecht bezahltes U23-Team. Dass man mit diesem Konzept keine großen Sprünge mehr macht, auch nicht in der Regionalliga, dürfte auf der Hand liegen.

Für RB Leipzig ist das Los sportlich durchaus ein angenehmes. Bei allem Respekt war Unterhaching eine der einfachsten Aufgaben, die im Lostopf lagen. Wenn man entsprechend Ende Oktober mit viel Pokallust nach Bayern reist, sollten die Chancen, das Achtelfinale zu erreichen bereits sehr gut sein. Selbst wenn die SpVgg in der ersten Runde mit Ingolstadt einen Bundesligisten ausschaltete.

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3.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Eine Spitzenmannschaft sollte weniger als ein Tor pro Spiel kassieren. (Fabio Coltorti, 30.10.2013)

Drei Gegentore hat RB Leipzig in den ersten drei Pflichtspielen (naja, knapp drei Pflichtspielen) kassiert. Und ist dabei ziemlich gut weggekommen, wenn man sieht, dass die Kontrahenten und insbesondere Fürth doch einige Chancen liegengelassen haben. Wenn man Fabio Coltortis obige Klassifizierung heranzieht (die zugegebenermaßen noch aus der dritten Liga stammt), ist man also von einer Spitzenmannschaft noch ein Stück entfernt.

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Presse 14.08.2015

Was für ne Woche. Zuerst der Spielabbruch, dann Rangnick-Äußerungen zur Möglichkeit, sich als künftiger Bundesligist mal mit Mario Götze und Jürgen Klopp beschäftigen zu können (die Rangnick gestern als Äußerungen mit Augenzwinkern bezeichnete) und dann gestern auch noch ein Chlorgas-Unfall im Trainingszentrum am Cottaweg, wegen dem die anliegende Straße und das Gelände komplett gesperrt wurde. Das Chlorgas sei beim Befüllen der Poolanlage im neuen Trainingszentrumsgebäude entwichen und habe zwei Personen verletzt. Reicht ja jetzt auch langsam mal mit Überraschungen und Schlagzeilen abseits des Sports..

Heute dann schon das Urteil in der Frage der Spielwertung des DFB-Pokalspiels zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig. Nicht unerwartet geht das Spiel mit 2:0 nach Leipzig. Man kann diese in den Regularien festgesetzte Logik, Vereine für das Verhalten ihnen zurechenbarer Fans zu bestrafen, merwürdig finden, weil man damit im Sportrecht davon abgeht, den Verursacher direkt zu bestrafen. Ausgerechnet nach diesem Spiel, in dem es im Gegensatz zu anderen, früheren Spielabbrüchen nicht um einen Einzeltäter, sondern um einen recht breiten Einsatz von Wurfgegenständen als Ausdruck einer bestimmten Atmosphäre auf Seiten der Fans des Heimvereins ging, mit dieser Logik zu brechen, wäre allerdings noch merkwürdiger gewesen.

Der Schutz von Unparteiischen und Spielern steht im Vordergrund und wenn die allgemeine Atmosphäre in einem Stadion zur Folge hat, dass die Beteiligten auf dem grünen Rasen gefährdet oder gar verletzt werden, dann ist erstens ein Abbruch die logische Folge und zweitens der Zusammenhang mit dem entsprechenden Verein eben doch sehr viel naheliegender als bei einem einzelnen Bierbecherwurf aus der ersten Reihe der Haupttribüne. Weswegen die Spielwertung (auch jenseits juristischer Scharmützel) naheliegender ist als bei einem einzelnen Becherwerfer, der das Pech hatte, den Linienrichter zu treffen.

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