Was von Spieltag 13 bleibt

Spieltag 13. Wieder mal einer, der als Endpunkt für einen Trainer in die Ligageschichte eingehen wird. Erwischt hat es erwartungsgemäß Gino Lettieri, der sein Endspiel mit dem MSV Duisburg in München mit 0:1 verlor. Unglücklich, weil der entscheidende Treffer erst in der Nachspielzeit fiel. Aber irgendwie typisch, weil der MSV auch in diesem Endspiel für den Trainer gerade mal sechs Torschüsse abgab und nur zweimal auf das Tor schoss.

Gino Lettieri bemühte vor dem Spiel in München als Erklärung für die Tabellensituation wieder mal das Pech und Probleme in der offensiven Effektivität. Faktisch ist der MSV nach 13 Spielen in so ziemlich allen Belangen das schlechteste Team der Liga. Die wenigsten Tore, die meisten Gegentore. Die wenigsten Schüsse aufs Tor, die meisten Schüsse auf das eigene Tor. Die schlechtesten Laufleistungen aller Zweitligisten. Vergleichsweise schwache Pass- und Zweikampfquoten.

Mag sein, dass der Kader des MSV im Vergleich mit dem Rest der Liga nicht herausragend ist (er ist allerdings auch nicht so schlecht, wie er gern gemacht wird), aber auch aus einem nicht ganz so guten Kader sollte man mehr Konkurrenzfähigkeit herausholen können. Sechs Punkte nach 13 Spielen haben jedenfalls wenig mit Pech und Glück zu tun, sondern sind Abbild des sportlichen Auftretens des MSV. Wenig bis nichts gab zudem Anlass zur Hoffnung, dass beim MSV demnächst die Wende einsetzt. Und bei schon jetzt sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz 16 gibt es gar keine Zeit mehr zu verschenken. Zumal bis auf Kaiserslautern alle Teams der unteren Tabellenhälfte punkteten und mit 1860, Düsseldorf und Union drei Sorgenkinder gleich dreifach erfolgreich waren.

Was von Spieltag 13 bleibt weiterlesen

Presse 03.11.2015

Heute noch ein paar Nachzügler zum Spiel von RB Leipzig in Sandhausen.

Ralf Rangnick freut sich in der Mitteldeutschen Zeitung, „dass wir nicht nur in der Lage sind, Spiele mit spielerischen Mitteln zu gewinnen, sondern auch mal einen richtigen Fight abliefern zu können“ und ruft nun die Zeit des „Finetuning“ aus.

Die Verletzung von Lukas Klostermann aus dem Sandhausen-Spiel hat sich als kleiner Muskelfaserriss herausgestellt. Für das Spiel gegen Kaiserslautern am Sonntag wird es entsprechend wohl nichts mit einem Einsatz. Dem 1.FC Kaiserslautern auf der anderen Seite wird auf jeden Fall Innenverteidiger Tim Heubach fehlen, der nach einer Notbremse für ein Spiel gesperrt wurde.

Presse 03.11.2015 weiterlesen

2.Bundesliga: SV Sandhausen vs. RB Leipzig 1:2

RB Leipzig nach der Niederlage in Unterhaching mit der schweren Aufgabe beim SV Sandhausen. Vom Grundgedanken her sicherlich ein ähnliches Spiel mit einem auf Konter lauernden Gegner. Es wurde die erwartet schwere Aufgabe gegen einen verbissen verteididgenden Kontrahenten mit besserem und auch verdientem Ende für die Leipziger.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzgi nach den Ausfällen von Ilsanker und Forsberg mit Khedira und Bruno. Also relativ klaren Eins-zu-Eins-Wechseln statt Kaiser auf die Sechs zu ziehen und die Offenisvkette zu verändern.

Die Gastgeber mussten derweil eine im Vergleich zu den letzten Ligaspielen stark veränderte Viererkette in der Abwehr aufbieten, weil Paqarada und Kistner ausgefallen waren. Zudem saß Wooten angeschlagen nur auf der Bank und stand Kosecki verletzungsbedingt nicht mal im Kader. Für einen Verein wie den SV Sandhausen fast schon exorbitante Ausfälle.

2.Bundesliga: SV Sandhausen vs. RB Leipzig 1:2 weiterlesen

Presse 02.11.2015

Gestern der hart erkämpfte 2:1-Auswärtssieg von RB Leipzig beim ersatzgeschwächten SV Sandhausen. Es war der vierte Sieg in Folge und das siebte Auswärtsspiel ohne Niederlage. Dank Freiburger Punktverlust brachte dies den Leipzigern erstmals seit dem dritten Spieltag der letzten Saison wieder den Spitzenplatz in der Tabelle ein.

Aziz Bouhaddouz hatte den Gastgeber mit einem schönen Tor nach einer knappen halben Stunde in Führung gebracht, als die RB-Abwehr wegen eines Fehlers von Marvin Compper und einer Verletzung von Lukas Klostermann bei einem Gegenstoß indisponiert war. Dominik Kaiser per Handelfmeter kurz danach und Marcel Halstenberg per Abstauber nach Ecke eine Viertelstunde vor Ende der Begegnung drehten das Spiel.

Diskutiert wurde natürlich das Handspiel, das zum Elfmeter führte. Der Sandhäuser Unglücksrabe Denis Linsmayer war auf verschiedenen Kanälen von Kicker über Rhein-Neckar-Zeitung bis hin zur BILD sauer und der Meinung, dass man „das nicht pfeifen muss“, weil seine Entfernung zum Ball zu kurz gewesen sei und er nur instinktiv sein Gesicht schützen wollte. Aus seiner subjektiven Sicht mag ihm dies richtig erscheinen. Zu sehen war allerdings ein Spieler Linsmayer, der im Strafraum seitlich in einen Schuss vom vielleicht drei Meter entfernten Marcel Sabitzer hineinspringt und dabei mit den leicht angewinkelten, aber eben doch deutlich vom Körper weg die Abwehrfläche vergrößernden Armen an den Ball kommt. Dass der Ball nur leicht abgebremst wird, spielt für die Entscheidung, dass hier nach aktueller Regelauslegung deutlich ein strafwürdiges Handspiel vorliegt, keine Rolle.

Presse 02.11.2015 weiterlesen

Revanchegelüste

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SV Sandhausen (01.11.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Fabio Coltorti.]

Was gibt es besseres im Fußball, als nach einer desaströsen Niederlage gleich weitermachen zu können. Keine Chance, den ganz großen Gedankenfasching zu starten und in der Liga gleich dort wieder ansetzen können, wo man vor einer Woche mit einem Heimsieg gegen Düsseldorf erst aufgehört hatte. Denn trotz Pokalschlag in die Magengrube kommt RB Leipzig eigentlich ja aus guten Wochen mit meist überzeugenden Leistungen und Ergebnissen.

Überzeugend spielte in den letzten Monaten auch Gegenüber Sandhausen, wie nicht zuletzt die RasenBallsportler beim 0:4 Anfang Mai schmerzlich erfahren durften. Denn mit Leipzig und Sandhausen treffen die beiden Zweitligateams aufeinander, die im Jahr 2015 die meisten Punkte sammelten. Nimmt man die rein sportlichen Daten der aktuellen Saison und lässt den Punktabzug wegen Verstößen im Lizenzierungsverfahren beiseite, dann treffen die Nummer 3 und 2 dieser Spielzeit aufeinander. Ein echtes sportliches Spitzenspiel also.

Revanchegelüste weiterlesen

Presse 30.10.2015

Noch zwei Tage bis es in der Liga schon wieder weitergeht. Für RB Leipzig steht das Spiel beim SV Sandhausen an, mit denen man nach dem 0:4 vor fast einem halben Jahr in der heimischen Red Bull Arena noch eine Rechnung offen hat. Es ist das Aufeinandertreffen der punktemäßig beiden besten Zweitligateams des Jahres 2015 und das Spiel 7. gegen 2. bzw. wenn man die Punktabzüge des DFB für Sandhausen außer Acht lässt sogar das Spiel 3. gegen 2. Topspiel in Sandhausen also.

RB Leipzig wird zu diesem Spiel im wesentlichen mit der Mannschaft auftreten, die zuletzt Düsseldorf 2:1 geschlagen hat, da sich das B-Team unter der Woche in Unterhaching nicht gerade für höhere Aufgaben empfohlen hat. Ersetzt werden muss allerdings Stefan Ilsanker im zentralen Mittelfeld, der wegen einer Gelbsperre ausfällt. Zudem fällt kurzfristig Emil Forsberg wegen einer Angina aus und ist sogar für das kommende Spiel gegen Kaiserslautern fraglich.

Auf Sandhäuser Seite steht ein ordentliches Personalpuzzle an. Linksverteidiger Leart Paqarada muss gelbgesperrt ersetzt werden. Spieler wie Kevin Kratz, Manuel Stiefler, Erik Zenga und José Pierre Vunguidica fehlen langzeitverletzt. Dazu sind aktuell die Stammspieler Tim Kister (Innenverteidiger), Andrew Wooten (offensiver Flügelspieler), Jakub Kosecki (offensiver Flügelspieler), Denis Linsmayer (Sechser) und Ranisav Jovanovic (Stürmer) angeschlagen und somit fraglich. Sandhausen wird elf Spieler auf den Platz bringen. Welches Gesicht die Mannschaft genau haben wird, wird man aber wohl erst am Sonntag wissen.

Presse 30.10.2015 weiterlesen

13.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Wenn man sich die Ballbesitzdaten der zweiten Liga nach dem 12.Spieltag anschaut, dann spiegelt sich darin in vielerlei Hinsicht die Gesamttabelle wieder. Auch im Ballbesitz dominant auftretende Teams wie Freiburg, Bochum und Leipzig belegen beispielsweise aktuell die Plätze 1, 2 und 4.

Extreme Gegenbeispiele sind Fortuna Düsseldorf und der SV Sandhausen. Die einen, nämlich die Fortuna haben zwar oft und gern den Ball, können aber damit effektiv nichts anfangen. Die anderen haben den Ball gar nicht gern oder sehen in ihm hauptsächlich das Ding, das es zu verteidigen und vom eigenen Tor fernzuhalten gilt und sind mit extrem wenig Ballbesitz so effektiv, dass es für Platz 7 reicht. Und sogar für Platz 3 reichen würde, wenn man noch die drei Punkte drauflegt, die dem Team zu Saisonbeginn vom DFB abgezogen wurden. 13.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016 weiterlesen

Presse 29.10.2015

Aufarbeitungen noch zur RB-Niederlage in Unterhaching von vorgestern, geprägt vor allem von der Freude des Außenseiters über den Erfolg. Ralf Rangnick verteidigt in BILD zudem seine Rotation. Man habe sich für „hungrige“ Spieler entschieden. Man habe „nicht umsonst so einen ausgeglichenen Kader“. Man werde die Spieler jetzt aufbauen und sehen, dass man die Niederlage aus den Köpfen kriegt, um gleich wieder an die letzten Auftritte in der Liga anknüpfen zu können.

Die RB-Fans mit Teil 1 eines Interviews mit U23-Coach Tino Vogel. Es geht um den schwachen Start in der Regionalliga, nach dem Vogel einen Platz unter den ersten Sechs trotzdem noch für möglich hält. Es geht auch um Abstellungen, Talententwicklung, Kaderplanung, Spielsystem und das Fernziel dritte Liga.

Die deutsche U17-Nationalmannschaft heute bei der WM in Chile mit ihrem Achtelfinale gegen Kroatien. Vitaly Janelt und Dominik Franke aus dem RB-Nachwuchs hoffen auch auf ihre Einsatzchance. Eurosport überträgt ab 21 Uhr live.

Presse 29.10.2015 weiterlesen

DFB-Pokal: SpVgg Unterhaching vs. RB Leipzig 3:0

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte fuhr RB Leipzig im DFB-Pokal zu einem gleich zwei Klassen tiefer stehenden Gegner. Als Favorit peilte man den Einzug ins Achtelfinale an. Am Ende stand eine peinliche 0:3-Schlappe, bei der für die RasenBallsportler alles schief ging, was schief gehen konnte.

Ralf Rangnick hatte noch kurz nach dem Spiel gegen Düsseldorf angekündigt, dass man in Unterhaching nicht so stark rotieren wolle, weil man ja schließlich ein Weiterkommen anpeile. Am Spieltag dann standen in der Startformation doch gleich neun neue Spieler. Lediglich Stefan Ilsanker und Davie Selke  waren vom letzten Ligaspiel übrig geblieben.

Während Orban, Demme und der weisheitszahngeplagte Forsberg gleich ganz zu Hause geblieben waren, saßen die restlichen Stammkräfte immerhin auf der Bank. Nukan feierte sein Comeback nach Verletzung. Gulacsi stand erstmals in einem Pflichtspiel im Team und Quaschner erstmals von Beginn an.

DFB-Pokal: SpVgg Unterhaching vs. RB Leipzig 3:0 weiterlesen

Presse 28.10.2015

Auch wenn es schmerzt, kommen heute die gesammelten Aufarbeitungen zur 0:3-Niederlage von RB Leipzig in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei der SpVgg Unterhaching. Die Niederlage war vielleicht ein Tor zu hoch, ging aber an sich komplett in Ordnung. Markus Einsiedler, Marco Rosenzweig und Thomas Steinherr schossen jeweils unter gütiger Mithilfe der RB-Hintermannschaft den Sieg heraus.

In der Ursachenforschung steht Ralf Rangnick im Mittelpunkt, der die Mannschaft gegenüber dem letzten Spiel gegen Düsseldorf auf gleich neun Positionen verändert hatte und dafür Kritik einstecken muss. Allerdings war die Rotation und die damit verbundenen Abstimmungsschwierigkeiten nur ein Problem neben individuellen Schnitzern, teilweise pomadigem Spiel mit dem Ball und schlechter Chancenverwertung.

Auf Seiten von RB Leipzig stand erstmals Peter Gulacsi in einem Pflichtspiel der Profis im Tor und machte seine Sache ordentlich. Atinc Nukan feierte sein Comeback nach Verletzung, musste unter Beobachtung des türkischen Nationaltrainers Fatih Terim aber bereits zur Halbzeit raus. Nils Quaschner stand erstmals in seiner Leipziger Zeit in der Startformation.

Presse 28.10.2015 weiterlesen

rotebrauseblogger unterstützen