Bundesliga: SC Freiburg vs. RB Leipzig 3:0

Auswärtsspiel in Freiburg. Wie zumeist war keine gemütliche Kaffeefahrt zu erwarten. Dass die Gastgeber am Ende mit 3:0 gewinnen würden, war aber auch nicht zu erwarten. Aus Gästesicht ein unerfreulicher Ausflug mit einer verdienten, aber etwas zu hohen Niederlage.

Ralf Rangnick spielte nicht unerwartet mit fast derselben Mannschaft wie gegen Gladbach. Lediglich auf Bruma musste er wegen muskulären Problemen verzichten. Dafür kam Matheus Cunha zu einem Startelfeinsatz. RB Leipzig versuchte es wieder mit dem 4-3-3 aka 4-1-2-1-2 mit Cunha hinter den beiden Spitzen.

Auch Christian Streich wechselte auf der Gastgeberseite nur einmal. Stenzel musste raus. Kübler spielte dafür Rechtsverteidiger. Ein wenig überraschend vielleicht, dass Freiburg auf eine Dreierkette aka Fünferkette verzichtete und mit einem 4-4-2 antrat. Was ein bisschen signalisierte, dass man nicht nur vorhatte, den eigenen Strafraum zu verteidigen.

Beinhaltet halt das Risiko, in der Mitte nur mit zwei Akteuren zu verteidigen, aber Gulde und Heintz lösten die Dinge dort vor allem gegen Poulsen so gut, dass das nicht auffiel. Und für den Spielaufbau brauchte man keinen weiteren Akteur zwischen den Innenverteidigern, weil es gegen RB sowieso nicht darum ging, den Ball von hinten flach rauszuspielen.

Wenn du etwas gegen kompakt verteidigende und in Ballnähe immer sehr aufmerksam verschiebende Freiburger nicht willst, dann ist es in Rückstand zu geraten. Die vernünftige Ausgangsposition eines 0:0 hielt dummerweise nur zwölf Minuten. Da schaffte es RB in der gegnerischen Hälfte nicht durch Gegenpressing den Gegenstoß zu verhindern. Günter machte das, was er so perfekt kann, nämlich die linke Seite mit dem Ball runterzupflügen. Seinen Abschluss aus spitzem Winkel kann Gulacsi nur in die Mitte abklatschen lassen (unglücklich, ohne das gleich als Fehler bezeichnen zu wollen). Wo Petersen mit Glück die Kugel noch im hohen Bogen ins Tor abprallen lassen kann. Das war in vorderster Reihe nicht konsequent gegen den Ball gearbeitet, um dann in eine eigentlich bekannte Freiburg-Stärke (nämlich Günter) hineinzulaufen.

Mitentscheidend, dass die Partie lief, wie sie lief, dass Timo Werner nach 19 Minuten nicht postwendend den Ausgleich erzielte, als er halbrechts frei durch war, aber mit seinem etwas zu unplatzierten Abschluss an Schwolow scheiterte. Eine der vielen Szenen, die an diesem Tag nicht für RB Leipzig liefen.

Yussuf 'Kämpferherz' Poulsen war mal wieder einer der wenigen Lichblicke bei RB Leipzig. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Dass RB diese Partie schließlich verlor, erklärte sich auch durch so etwas wie Matchglück bzw. Matchpech in entscheidenden Situationen. Aber bei weitem nicht nur. Vielmehr war es noch dazu eine in vielerlei Hinsicht schwache Leistung der RasenBallsportler. Besonders auffällig, wie schlecht man zweite Bälle erobern konnte. Wie oft ein Petersen gleich gegen zwei Innenverteidiger lange, hohe Bälle sichern konnte, war nicht zu erwarten. Vielleicht hätte ein Orban in einem Spiel, in dem es nicht unbedingt auf Geschwindigkeit in der Tiefe, sondern auf gutes Stellungs- und Kopfballspiel ankommt, gut getan, diese Szenen besser zu verteidigen. Das tat halt weh, dass Freiburg unter anderem durch Petersen viele zweite Bälle festmachen konnte, weil man so immer wieder das Spiel vom eigenen Tor wegschieben und RB in eine Position bringen konnte, in der sie den Ball in der eigenen Hälfte neu erkämpfen und von hinten aufbauen mussten.

Und in diesem Offensivspiel von hinten heraus haperte es bei RB wie schon in den letzten Auswärtsspielen in Wolfsburg oder Salzburg. Spielstrukturen waren nicht wirklich zu erkennen. Wann man in welche Zonen spielt, sah eher zufällig aus. Sich mal Platz zu verschaffen, hatte meist was mit individuellen Qualitäten zu tun und fand oft auch nur in Zonen statt, wo es Freiburg zuließ, weil es an der Außenlinie im Halbfeld war. Bis auf den Werner-Schuss kam RB kaum mal durch, hatte man kaum mal eine überraschende Passage mit Geschwindigkeit im Angebot. Und die vielen Ecken, die aus dem Spiel am (aber nicht im) gegnerischen Strafraum resultierten, verstrichen meist ohne Gefahr.

Letztlich lief das Offensivspiel von RB Leipzig irgendwann darauf hinaus, den Ball lang auf Poulsen zu spielen, der dann versuchte, irgendwie mit dem Kopf an die Kugel zu kommen und ihn zu verlängern oder für die Mitspieler zu sichern. Aber die Freiburger Innenverteidigung war da bei allem Einsatz von Poulsen sehr gut drauf vorbereitet. Vor allem auch waren die Linien der Gastgeber so dicht, dass selbst wenn Poulsen da an den Ball kam, im folgenden Zweikampfgewimmel meist die Gastgeber den Ball sicherten. Weil Poulsens Mitspieler nicht schnell genug nachrückten oder in Ballnähe teils deutlich in der Unterzahl waren.

Die Offensivbemühungen der RasenBallsportler waren schwer mit anzusehen und machten es konzentrierten und gut eingestellten Gastgebern relativ einfach, die Angriffe der Gäste zu verteidigen. Peter Gulacsi nannte es nach der Partie gleichermaßen treffend wie deprimierend „Zufallsfußball“..

Passend zu diesem Tag, dass kurz vor der Pause auch noch der Videobeweis gegen RB Leipzig ausfiel. Nachdem Frantz nach einem Standard in der Mitte gefallen war, hatte Welz zuerst auf Weiterspielen entschieden, nach einer Konsultation des Monitors am Rand allerdings dann doch einen Foulelfmeter und eine gelbe Karte für Upamecano gesehen. Waldschmidt ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum 2:0.

2:0 zur Pause hinten in Freiburg. Dazu ein 4-3-3, mit dem man gegen Freiburg kaum mal gute Ball- und Passstrukturen aufbauen konnte (und im Mittelfeld oft seltsam unterlegen blieb). Das klang nicht gerade nach einer vielversprechenden Ausgangsposition. Doch merkte man den RasenBallsportlern nach Wiederanpfiff an, dass sie sich noch nicht geschlagen geben wollten. Und zack, da hatten sie schon den nächsten Nackenschlag zu verkraften. Flanke aus dem Halbfeld, gefühlte zehn Sekunden in der Luft. Und trotzdem kommt Frantz am langen Pfosten frei zum Kopfball und erwischt Gulacsi auf dem falschen Fuß (da sieht der Keeper wieder unglücklich aus, ohne dass man das einen Fehler nennen könnte).

3:0 nach 52 Minuten. Durch einen glücklich versenkten Abpraller, einen Videobeweis-Treffer und ein Tor nach Flanke aus dem Halbfeld. Fehlte nur noch, dass jemand den Schiedsrichter anschießt und der Ball ins Tor geht. Will sagen, da lief (mit Unterstützung durch die RasenBallsportler) schon sehr viel für die Freiburger, was so auch nicht jedes Spiel ausschließlich in eine Richtung läuft.

Positiv anzumerken, dass RB Leipzig auch nach dem 0:3 nicht aufsteckte und eigentlich permanent vermittelte, dass man wieder in die Partie zurückwill. Phasenhweise spielte man nun auch ein bisschen Fußball, auch wenn das überwiegend doch Stückwerk blieb. Und auch wenn man weiterhin beim Kampf um zweite Bälle oder bei Mittelfeldauseinandersetzungen den kürzeren zog und in den einen oder anderen Konter lief, der das Ergebnis auch noch höher hätte schrauben können.

Auf der anderen Seite blieb aber zumindest bis zur 80. Minute das Gefühl, dass es nur eines Treffers aus irgendeines Gestochers braucht, damit RB noch mal zurück in die Partie kommt. Weil Freiburg bei aller sehr guten Arbeit und sehr guten Eingestelltheit die Partie auch nicht dominierte. Die größte Chance zu einem eigentlich guten Zeitpunkt hatte dabei Dayot Upamecano, der einen Kopfball nach Ecke nur knapp am Schwolow-Tor vorbeisetzte. Nach 66 gespielten Minuten wäre da vielleicht noch mal Spannung in die Partie gekommen.

Doch der Treffer fiel nicht und so lief RB bis zum Schlusspfiff mal mehr, mal weniger ansehnlich an. Viele Standards ohne ganz große Gefahr, ein Werner-Schuss aus sehr spitzem Winkel (aber auch schon viel zu spät in der Partie). Viel mehr kam bei den Bemühungen der RasenBallsportler nicht heraus. Sodass man  am Ende verdient als Verlierer den Platz verließ.

Fazit: Es war eher ein 2:1 als ein 3:0, aber es war ein völlig verdienter Sieg für mannschaftlich starke Freiburger, die ihren Plan gegen RB Leipzig perfekt umsetzten, gut verteidigten und konterten und vor allem im Kampf um die zweiten Bälle eine deutliche Hoheit hatten. Den RasenBallsportlern konnte man den Willen auf der anderen Seite nicht absprechen, aber ihre spielerischen Mittel und Ideen waren zu limitiert, um über längere Strecken der Partie Druck auf die Gastgeber auszuüben. Und dazu hatte man in den entscheidenden Szenen, in denen die Partie vielleicht auch noch kippen kann (oder sich der Spielstand nicht so klar gestalten muss) auch noch Pech (bzw. schlechtes Individualverhalten in der Defensive). Aus RB-Sicht eine absolute Enttäuschung diese Partie, vor allem angesichts der Tatsache, dass man weder fußballerische, noch mannschaftstaktische Lösungen hatte und den Gastgebern beim Kampf um den Ball in den entscheidenden Zonen nicht entscheidend Paroli bieten konnte.
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Randbemerkung 1: Nach 14 Spielen RB Leipzig weiter mit einem Punkt weniger als in der Vorsaison zum selben Zeitpunkt. Gegen dieselben Gegner wie im Vorjahr holte man bisher sieben Punkte mehr (wenn man den HSV durch Düsseldorf und Köln durch Nürnberg ersetzt). In den letzten Wochen vor der Winterpause hat RB Leipzig letzte Saison aus vier Spielen nur zwei Punkte geholt. Die Frage war, ob man diese Saison besser in die Winterpause kommt. Der erste von vier Teilen ging schon mal schief. Auf ähnlichem Niveau schief wie das 0:4 in Hoffenheim am 14. Spieltag des Vorjahrs.. Da Frankfurt verlor und Hoffenheim Unentschieden spielte, ist tabellarisch noch nicht viel passiert und RB als Vierter immer noch auf einem Champions-League-Platz. Vom avisierten Zwei-Punkte-Schnitt ist man nun aber erstmal ein Stück entfernt (drei Siege am Stück bräuchte man, um wieder hinzukommen).

Randbemerkung 2: Rund 800 RB-Fans mit in Freiburg. Rund 200 mehr als in der Vorsaison. Insgesamt fuhren in dieser Saison bisher rund 11.000 Fans mit zu den sieben Auswärtsspielen, rund 5.500 weniger als noch in der Vorsaison zu den selben Auswärtsspielen. 5.000 fehlten dabei allein bei der Auswärtsfahrt nach Berlin.

Randbemerkung 3: 15:12 Torschüsse für RB Leipzig in Freiburg, 8:7 von innerhalb des Strafraums. Aber 9:4 für Freiburg, wenn es um Torschüsse geht, die auch auf das Tor gingen. Letztlich der entscheidende Unterschied, dass Freiburg im Torabschluss genauer war und auch aus offeneren Positionen abschließen konnte, während die RB-Abschlüsse meist nur unter größerem Druck zustande kamen.

Randbemerkung 4: Neun Schüsse auf das Gulacsi-Tor in 90 Minuten. Bisher lag der Saisonschnitt bei 3,5 pro Partie. Auch das bemerkenswert. Sowieso, nach den ganzen Defensivlobhudeleien der letzten Wochen war es bemerkenswert, wie offen sich RB gerade im Rückstand dann präsentierte. Sechs Gegentore waren es seit dem 2:3 gegen Salzburg in 15 Pflichtspielen (davon vier in der Europa League). Nun gleich drei in Freiburg. Naja, lieber einmal 0:3 als dreimal 0:1. So sagt man doch, oder?

Randbemerkung 5: Vier Pflichtauswärtsspiele am Stück hat RB Leipzig nun verloren. Bei 1:7 Toren und in allen Partien ziemlich ähnlichen Problemen im Spiel mit dem Ball gerade nach Rückstand. Das geht dann durchaus als Trend durch..

Randbemerkung 6: Schon bei den letzten Spielen immer mal auf die Laufstrecke geguckt, um eine Idee zu bekommen, wie es physisch bei RB Leipzig nach den vielen, vielen Pflichtspielen in dieser letzten Phase vor der Winterpause aussieht. Zuletzt gegen Gladbach lief man extrem viel, diesmal in Freiburg sehr wenig, gerade im Vergleich mit den Gastgebern. Wobei das halt auch eine Folge der unterschiedlichen Spielanlagen war. Sprich, das permanente Verschieben der Freiburger ist per se laufintensiver als der Ballvortrag von RB. Dass Leipzig aber auch in Sachen Sprints keinen sehr großen Vorteil hatte, verweist darauf, dass die Gastgeber es gut verstanden haben, dem Gegner die Geschwindigkeit zu nehmen, sodass  das RB-Spiel zwangsläufig statisch wirkte. Bleibt halt die Frage, ob in den gerade mal 112 km Gesamtlaufstrecke bereits eine körperliche Komponente aka Müdigkeit steckte oder ob es tatsächlich ’nur‘ der Spiellogik geschuldet war.

Randbemerkung 7: Es war die erste Woche, in der Ralf Rangnick diese Saison die Mannschaft komplett und ohne Wochentagsspiel zusammenhatte. Dafür, dass man sich eine Woche lang auf das Auswärtsspiel in Freiburg vorbereiten konnte, sah man davon erstaunlich wenig. Parallelität der Ereignisse: Letzte Saison war das im Auswärtsspiel in Hoffenheim am 14. Spieltag schon ähnlich gewesen. Vielleicht doch besser, permanent englische Wochen zu spielen..

Randbemerkung 8: Timo Werner mit einer bemühten, aber wenig glücklichen Partie. Sowohl bei seiner sehr guten Chance in der ersten Halbzeit, als auch in einigen anderen guten Situationen. Zehn Tore hat Werner bisher in dieser Saison erzielt. Dabei erzielte er alle Tore per Doppelpack, traf also entsprechend auch nur in fünf von 18 Pflichtspielen. Alle diese Spiele gewann RB Leipzig. Insgesamt steht Werner diese Saison in der Bundesliga schon bei 56 Torschüssen, aus denen acht Tore resultierten (14% Erfolgsquote). Poulsen machte aus 31 Schüssen sechs Tore (19%). Augustin brauchte für drei Tore nur 13 Schüsse (23%). Cunha brauchte für ein Tor 13 Schüsse (8%) (bei nur einem Tor ist die Statistik aber noch nicht so recht aussagekräftig). In Eins-gegen-Eins-Situationen steht Werner bei sieben gewonnenen Dribblings in 37(!) Versuchen (19% Erfolgsquote). Poulsen steht bei zwölf von 25 (48%), Augustin bei sieben von 17 (41%) und Cunha bei vier von neun (44%).

Randbemerkung 9: Aktueller Stand bei RB Leipzig in Sachen Standards nach 14 Bundesligaspielen: 51:32 Torabschlüsse nach ruhenden Bällen. Statistikoffiziell sind daraus 3:1 Tore gefallen. Wieder unheimlich viele Freistöße und Ecken, die RB in Freiburg hatte und aus denen viel zu wenig Ertrag resultierte. Auch wenn da am Ende sieben Torabschlüsse nach ruhenden Bällen in der Bilanz stehen, war das (abgesehen vom Upamecano-Kopfball) teilweise extrem harmlos (das ist im Vergleich zu den Bezeichnungen im Stadion die noch sehr zurückhaltende Beschreibung), was da so passierte. Wie immer gilt, dass gerade gegen so gut verteidigende Mannschaften ein Standardtor immer mal ganz hilfreich wäre..

Randbemerkung 10: „Wer nicht hüpft, der ist ein Club-Schwein.“ „Club-Schweine raus.“ Seriously, lieber Gästeblock?

Randbemerkung 11: Apropos Gästeblock. Wann wird noch mal das neue Stadion in Freiburg gebaut?^^

Randbemerkung 12: (Wohl wieder einige Freiburg-Fans, teils sogar mit sichtbarem SCF-Enblem, im Gästeblock. Nicht ungewöhnlich, wenn der Heimbereich ausverkauft ist. Wenigstens jubelte diesmal (in meinem Wahrnehmungsbereich zumindest) niemand bei den Freiburg-Toren. Gab es ja auch schon im Gästeblock in Freiburg. Kam einst nicht bei allen Umstehenden gut an.^^)

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Lichtblicke:

  • Yussuf Poulsen: Konnte einem ein bisschen leid tun, bei dem was er da so an ungenauen Bällen vorn festmachen sollte, teilweise ohne dass Mitspieler so schnell nachrückten. Warf sich wie immer voll in seine Aufgabe. Viele Zweikämpfe, auch viele gewonnene Zweikämpfe. Viel gearbeitet, ohne dass das einen zählbaren Effekt hatte.
  • Matheus Cunha: Allein dafür, dass Mr. Europapokal mal wieder in der Bundesliga von Beginn an ran durfte (zum zweiten Mal diese Saison). Machte seine Sache nicht schlecht, aber auch nicht auffällig gut.
  • Das Wetter: Es war windig, es regnete immer mal leicht, es war eher kühl. Aber das war überraschenderweise am Ende noch ein Lichblick an diesem Tag. Hätte ja schließlich auch aus Kübeln schütten können bei zwei Grad und anschließendem Blitzeis.^^

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Tore: 1:0 Petersen (12.), 2:0 Waldschmidt (45.+1/ FE), 3:0 Frantz (52.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Halstenberg – Demme, Sabitzer (84. Saracchi), Kampl (64. Laimer) – Poulsen, Cunha (73. Augustin), Werner; Bank: Müller, Mukiele, Orban, Ilsanker; Nicht im Kader: Forsberg, Bruma (beide angeschlagen/ verletzt), Mvogo

Aufstellung SC Freiburg: Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – Haberer, Koch – Gondorf (90.+1 Ravet), Frantz (73. Terrazzino) – Waldschmidt (89. Höler), Petersen

Schiedsrichter: Tobias Welz (Hatte nicht viel zu tun. Petersen nicht zu verwarnen, obwohl Welz ihm anzeigt, dass ein Ellenbogen nichts im Gesicht des Gegners zu suchen hat, war eine sehr freie Interpretation der Regeln. Ansonsten blieb mir vom Schiedsrichter wenig im Kopf, worüber ich mich aufgeregt hätte (was vielleicht auch damit zusammenhing, dass es so viele andere Sachen zum aufregen gab). Zum Videobeweis kann ich nichts sagen, weil ich es mir im Fernsehen nicht noch mal angeschaut habe. Upamecano war jedenfalls direkt nach der Szene sehr aufgebracht, dass Frantz da zu Boden geht. Und Welz sah beim Zurückkehren vom Monitor auch nicht sofort zu 100% überzeugt aus, dass Elfmeter jetzt die zwingende und unausweichliche Entscheidung ist. Aber da kann auch viel reininterpretiert sein. Sagen wir so, ich habe diese Saison schon Szenen mit Körperkontakt abseits des Balles gesehen, bei denen ich komplett überzeugt war, dass der Videoassistent eingreifen würde und er es nicht tat. Welz hat einen Körperkontakt gesehen, der ihn zur Entscheidung Elfmeter kommen ließ. Dann muss man das wohl so hinnehmen.)

Gelbe Karten: Waldschmidt | Upamecano (3.), Klostermann (1.)

Zuschauer: 23.800 (davon 800 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, SCF-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 12 : 15
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 7 : 8
  • Schüsse auf das Tor: 9 : 4
  • gewonnene Zweikämpfe: 50,9% : 49,1%
  • Ballbesitz: 44,3% : 55,7%
  • Passquote: 72,1% : 77,6%
  • Laufstrecke: 118,7 km : 112,5 km
  • Sprints: 168 : 194
  • Intensive Läufe: 610 : 572
  • Fouls: 9 : 16
  • Ecken: 3 : 12
  • Abseits: 3 : 2
  • Meiste Torschüsse: Waldschmidt: 4 – Upamecano, Poulsen, Werner: je 3
  • Meiste Torschussvorlagen: mehrere mit je 1 – Halstenberg, Kampl, Demme: je 2
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Kübler: 84,6% – Upamecano: 75,0%
  • Meiste Ballkontakte: Haberer: 64 – Demme: 94
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Waldschmidt: 84,6% – Werner: 86,4%
  • Größte Laufstrecke: Petersen: 12,0 km – Demme: 11,6 km
  • Meiste Sprints: Gondorf: 25 – Poulsen: 28

Statistiken von bundesliga.de, whoscored.com

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Saisontorschützen: Werner – 8; Poulsen – 6; Augustin – 3; Sabitzer – 2; Forsberg, Orban, Kampl, Cunha, Klostermann – je 1

Saisonvorlagengeber: Werner – 4; Sabitzer, Poulsen, Kampl, Forsberg – je 3; Halstenberg, Demme – je 2; Laimer, Orban, Klostermann, Bruma – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Kampl, Sabitzer – je 6; Poulsen – 5; Forsberg, Halstenberg, Upamecano – je 4; Saracchi, Mukiele, Konaté – je 3; Demme, Ilsanker, Gulacsi – je 2; Werner, Laimer, Klostermann, Cunha, Bruma – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

3 Gedanken zu „Bundesliga: SC Freiburg vs. RB Leipzig 3:0“

  1. Abgehakt, es gibt ein neues Spiel. Darauf muss man sich jetzt konzentrieren. Unser RBL hat eben mal nicht so funktioniert. Dad ist alles menschlich und gehört dazu. Nur aus Fehlern lernt man. Das ist umso wichtiger, stehen wir doch kurz vor dem Spiel gegen FC Bayern. Aus Fehlern lernen, heißt siegen lernen.

  2. Ich hoffe baldmöglichst auf Nagelsmann damit den Jungs zumindest Grundfertigkeiten im Spiel mit dem Ball nach vorne beigebracht werden. Unter Ralf „Ich kann halt nur auf eine Art fußballspielen lassen“ Rangnick wird es dahingehend keine Verbesserung geben.

  3. Schließe mich dem Bericht zu 100% an. Verdiente, aber etwas zu hohe Niederlage. Schade, dass wir gegen vermeintlich schlechtere Teams so viele Punkte liegen lassen.

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