Schwerer Übergang

Der Wechsel von Kilian Ludewig zu Red Bull Salzburg wirft ja mal wieder die Frage nach der Durchlässigkeit für Nachwuchsspieler bei RB Leipzig auf. Dass nun schon Spieler den Verein verlassen, die eigentlich noch ein Jahr im U19-Bereich spielen könnten, ist kein gutes Zeichen. Zumal wenn es Spieler wie Ludewig (oder auch Abouchabaka, bei dem es ebenfalls Wechselgerüchte gibt) betrifft, die zu den talentierteren Spielern ihres Jahrgangs gehören und vor der abgelaufenen Saison als jene Akteure galten, die man an den Männerbereich heranführen will.

Eine engere Verzahnung von U19 und Profibereich hatte man sich als Ziel gesetzt, nachdem man die U23 vom Spielbetrieb abgemeldet hatte. Drei, vier Talente aus der U19 sollten mehr oder minder regelmäßig mit den Profis trainieren und so den Anschluss schaffen. In der Praxis gab man das Modell relativ schnell wieder auf, weil in den vielen englischen Wochen kaum einmal richtige Trainingseinheiten möglich waren und die U19-Spieler entsprechend für ein nachhaltiges Training wieder zu ihrem Nachwuchsteam zurückgeschickt wurden.

Am Ende der Saison steht nun der weiterhin depremierende Fakt, dass erneut kein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bei den Profis auch nur halbwegs ankommen konnte. Lediglich Niclas Stierlin durfte am Ende der Saison immerhin mal bei den Profis auf der Bank sitzen. Zu mehr reichte es für niemanden. Was deswegen erstaunlich ist, weil RB Leipzig es in der Vergangenheit bspw. bei Upamecano oder Konaté, aber auch bei Klostermann sehr wohl geschafft hat, Spieler im U19-Alter bei den Profis zu integrieren. Nur dass die halt direkt den Sprung von außen zu den Profis schafften und nicht erst noch im RB-Nachwuchs verschwanden.

Letztlich bleibt halt die Frage, wie man den Übergang aus dem eigenen Nachwuchs aka Schwarzes Loch von Leipzig zu den Profis gestalten kann. Die Idee ist, dass die Talente so groß sein sollen, dass sie bereits aus der U19 heraus den Anschluss bei den Profis schaffen. Sprich, die Talente müssen noch im U19-Alter oder zumindest im ersten Jahr ihres Herauswachsens aus dem U19-Bereich auf gehobenem Niveau in der Bundesliga landen. Das klingt durchaus nach einer ganz schön hohen Hürde.

Für die abgelaufene Spielzeit wären das Spieler der Geburtsjahrgänge 1999 und 2000 (die beiden U19-Jahrgänge) und des Jahrgangs 1998 (erstes Jahr oberhalb der U19) gewesen, die Einsatzzeiten in der Bundesliga hätten kriegen müssen. Schon letztes Jahr gab es hier im Blog eine Übersicht zu den entsprechenden Spielern mit bis zu 20 Jahren, die mindestens fünf Einsätze (und seien es Kurzeinsätze) bei ihren Teams verbuchen konnten, also nicht nur Garbage-Time-Minuten am Ende der Saison kriegten (wie bei den Bayern der eine oder andere), sondern tatsächlich Optionen in ihren jeweiligen Mannschaften waren.

Wenn man über alle drei Top-Ligen in Deutschland hinweg schaut, dann ist die Zahl der Spieler, die zu den zwei U19-Jahrgängen und zum ersten Nicht-mehr-U19-Jahrgang gehörten und in der jeweiligen Liga mindestens fünf Einsätze bekamen, ungefähr konstant geblieben. In der zweiten Liga ist die Zahl eher stark zurückgegangen, in der dritten Liga (wenn man die U23-Teams rausrechnet) eher deutlich angestiegen. Im Schnitt bleibt es bei etwas mehr als 20 Spielern pro Liga in diesem Alter, also etwas mehr als einem Spieler pro Team.

Hamburg, Dortmund und Stuttgart stellten jeweils gleich vier solcher Spieler mit mindestens fünf Einsätzen. Der Hamburger Jann-Fiete Arp und der Dortmunder Jadon Sancho waren dabei die einzigen Spieler aus dem 2000er-Jahrgang, also dem in der abgelaufenen Saison jüngeren U19-Jahrgang. Spieler also, die kommende Saison noch in der U19 Spielen könnten. In allen drei Ligen gab es gerade mal drei Spieler aus diesem Jahrgang mit so etwas wie halbwegs regelmäßiger Spielzeit (was immerhin schon zwei mehr sind als letzte Saison, als es da nur Kai Havertz gab). Der dritte ist Roberto Massimo aus Bielefeld aus der zweiten Liga und wurde gerade vom VfB Stuttgart geholt und für zwei Jahre zurückverliehen. Auch das natürlich eine Möglichkeit, wenn es um die Entwicklung von Konzepten geht, die den Übergang in den Männerbereich gestalten sollen, dass man Talente zwar verpflichtet, sie aber für die Entwicklung noch bei ihren ursprünglichen Vereinen lässt.

Generell erstaunlich aber, dass die zweite und dritte Liga auch weiterhin nicht oder kaum als Ausbildungsligen genutzt werden. In beiden Ligen waren es gerade mal sieben Leihspieler jüngeren Alters, die Einsätze bekamen (dazu kamen zwei Bundesliga-interne Wechsel von Bayern nach Bremen und von Dortmund nach Stuttgart). Darunter waren zwei Leihen (Düsseldorf aus Zagreb, Osnabrück aus Kiel), die mit der Bundesliga nichts zu tun hatten und eine Leihe (Janelt von RB Leipzig nach Bochum), die nur formeller Natur war, weil eigentlich aufgrund des zerschnittenen Tischtuchs zwischen Klub und Spieler niemand mit einer Rückkehr gerechnet hat (und Janelt entsprechend nun fix nach Bochum wechselt).

Bleiben vier Leihen von jungen Spielern auf dem Sprung in den Profibereich aus der Bundesliga in die zweite oder dritte Liga. Schalke war mit zwei solcher Spieler ganz weit vorn (Wright, Hemmerich – beide zweite Liga). Dortmund und Leipzig hatten mit Sarra und Diawusie jeweils einen Spieler verliehen. Diawusie war dabei der einzige Akteur, der in der dritten Liga unterkam. Mit 40 Spielen für Wehen Wiesbaden kann man guten Gewissens behaupten, dass diese Leihe voll aufging. Ob RB Leipzig davon profitieren wird, ist noch unklar und wird davon abhängen, ob der avisierte nächste Schritt zu einem Zweitligisten erneut leihweise oder dauerhaft sein wird. [Update: Und zack, drei Stunden nach dem Veröffentlichen des Beitrags ist Diawusie weg und geht nach Ingolstadt..]

Dass so wenige junge Spieler zumindest leihweise in den unteren Ligen zu Spielzeit kommen, ist ein erstaunliches Phänomen. Weil natürlich gerade nach der Abmeldung von U23-Teams bei manchem Klub dieser Leihweg ein gangbarer und naheliegender Weg bei der Entwicklung von Nachwuchsspielern wäre. Die Sache hat halt zwei Haken. Einerseits ist man dann davon abhängig, was der Leihverein so an sportlichen Konzepten hat. Unter Umständen hat das wenig damit zu tun, wie man den Spieler selbst gern ausgebildet haben würde. Andererseits stehen gerade Zweit- und Drittligisten auch permanent unter extremem Ergebnis- und Existenzdruck (wenn man nur an die extrem enge zweite Liga diese Saison denkt, in der 15 von 18 Teams irgendwann in der Spielzeit mal Abstiegskandidaten waren), bei dem kein Trainer der Welt mal eben große Extra-Energie darauf verwenden wird, ein 18-, 19-jähriges Talent, das nur von einem Bundesligisten geliehen wurde, aufzubauen. Entweder es funktioniert oder eben nicht. Das kann für den Spieler auch eine gute Schule sein, aber es ist halt auch kein Umfeld, in dem man viele Fehler machen und daraus lernen darf.

Interessant vielleicht, dass in der zweiten und dritten Liga die Talente der Jahrgänge 1998 bis 2000 fast ausschließlich aus Deutschland kommen bzw. die deutsche Staatsbürgerschaft haben, dort also tatsächlich die Kader dann aus dem eigenen Nachwuchs aufgefüllt werden, während in der Bundesliga gerade mal acht von 27 Spielern aus Deutschland kommen (was aber immer noch die größte Nationalitäten-Fraktion ist). In der Bundesliga gibt es entsprechend einen extremen Talent-Export mit Spielern, die die entsprechenden Nachwuchsabteilungen der deutschen Klubs teilweise gar nicht wirklich kennenlernen.

Vor allem Frankreich hat sich da als Land etabliert, in dem die Bundesliga im Nachwuchsbereich Ausschau hält. Cuisance, Konaté, Zagadou (allesamt gerade mal Jahrgang 1999, also letzte Saison noch für die U19 spielberechtigt) und Upamecano haben dabei in ihren Mannschaften jeweils bemerkenswert viel Spielzeit bekommen. Upamecano ist im 1998er-Jahrgang hinter Christian Pulisic sogar der meisteingesetzte Spieler der Bundesliga gewesen. Was auch noch mal die Dimension der Upamecano-Saison verdeutlicht. Konaté war dazu hinter Havertz, Cuisance und Maier der viertmeist eingesetzte Spieler des Jahrgangs 1999. Es bleibt sehr erstaunlich, dass diese RB-Innenverteidigung in dem Alter schon funktioniert und oft zusammen auch gut aussah (zumal wenn man bedenkt, dass Innenverteidiger eigentlich erst später ihre Leistungsgrenzen erreichen, weil man für die Position Erfahrung im Zweikampf und viel Physis braucht, was normalerweise erst später zusammenkommt).

13 von 18 Bundesligisten haben in der letzten Spielzeit Spieler der Jahrgänge 1998 bis 2000 mindestens fünfmal eingesetzt. Mit Bayern, Hannover, Mainz, Freiburg und Köln gibt es fünf Vereine, die keinen einzigen dieser Spieler hatten. Bei den Bayern weist das auf das Niveau hin, gegen das sich ein junger Spieler durchsetzen müsste, was genaugenommen kaum möglich ist. Bei den anderen Vereinen zeigt es sich, dass da die Nöte des Alltags zu groß sind oder es für sie einfach auch finanziell nicht möglich ist, in dem extrem teuer gewordenen Segment gerade volljährig gewordener  oder noch nicht ganz volljähriger Supertalente mitzuschwimmen. Wenn RB Leipzig für einen 16-jährigen Umaro Embalo bis zu 20 Millionen Euro auf den Tisch legen will, dann kichern sie an ungefähr 12 anderen Standorten der Bundesliga verrückt vor sich hin und finanzieren damit irgendwas um die Hälfte des Gehaltsbudgets ihrer Profis.

Insgesamt bekommt man beim Drüberblicken über die Daten wieder mal einen Eindruck, wie schwierig bis unmöglich es ist, Talenten beim Übergang vom Jugendbereich zu den Männern nachhaltig Spielzeit zu geben. Besonders bitter wird es da für Torhüter, die für ihre Entwicklung im Normalfall am längsten brauchen und für die es in jedem Verein nur einen Platz gibt. Und diesen einen Platz vergibt man im Normalfall nicht an Talente, die auch mal Fehler machen, wenn man die bessere und konstantere Konkurrenz im Kader hat. Im Profibereich kam so lediglich Markus Schubert von Dynamo Dresden zu zehn, also einer zumindest ordentlichen Anzahl an Einsätzen. Und der war auch schon Jahrgang 1998, also nicht mehr für die U19 spielberechtigt.

Genaugenommen macht es für einen Torwart des Jahrgangs 1998 auch den Daten nach keinen Sinn, zu einem Verein zu wechseln, der keine U23 hat. Weil man im Profiteam keine realistische Chance auf Einsätze hat und weil man aufgrund des Alters nicht mehr für die U19 spielberechtigt ist. Wenn die Torwartausbildung im entsprechenden Verein nicht auch ohne Spielpraxis unfassbar überragend und überzeugend ist, dann kann man davon eigentlich nur die Finger lassen. Das hätte ein Philipp Köhn beispielsweise auch vor der Saison wissen können, zumal mit Blick auf die bisherige Historie von RB-Torwarttalenten mit Bankplätzen und frühen Abgängen. Vielleicht lernen ja aber künftige Berater von Torhütern daraus..

Insgesamt immer eine ganz hübsche Übersicht über eine Gruppe von Spielern, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie in einer Topliga eine gute Karriere machen relativ hoch ist, auch wenn da immer wieder Talente abstürzen, wie diese Saison ein Felix Passlack beispielsweise, der als 1998er-Jahrgang in Hoffenheim kein Bein auf den Boden bekam, nachdem er letzte Saison in Dortmund (damals noch als U19-Jahrgang) als großes Talent gelten durfte. Es gibt keine Gewissheiten, außer der, dass es unheimlich schwer ist, den Übergang direkt von der U19 in den Männerbereich zu gestalten, geschweige denn solchen Spielern in diesem Übergangsalter relevante Spielzeit in einer Profiliga zu geben (was für alle drei oberen Ligen in Deutschland gilt).

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Spieler der Jahrgänge 1998 bis 2000 in der Bundesliga, die diese Saison mindestens fünfmal eingesetzt wurden. (1999 und 2000 sind U19-Jahrgänge, also Spieler, die auch noch in der U19 hätten eingesetzt werden können; 1998 ist der erste Jahrgang, der in der abgelaufenen Saison nicht mehr für die U19 spielberechtigt war)

  • Jann-Fiete Arp – 2000 – Hamburger SV – Deutschland – 18
  • Jadon Sancho – 2000 – Borussia Dortmund – England – 12
  • Kai Havertz – 1999 – Bayer Leverkusen – Deutschland – 35
  • Michaël Cuisance – 1999 – Borussia Mönchengladbach – Frankreich – 26
  • Arne Maier – 1999 – Hertha BSC – Deutschland – 21
  • Ibrahima Konaté – 1999 – RB Leipzig – Frankreich – 20
  • Dan-Axel Zagadou – 1999 – Borussia Dortmund – Frankreich – 16
  • Alexander Isak – 1999 – Borussia Dortmund – Schweden – 12
  • Christian Pulisic – 1998 – Borussia Dortmund – USA – 42
  • Dayot Upamecano – 1998 – RB Leipzig – Frankreich – 41
  • Josip Brekalo – 1998 – Stuttgart/ Wolfsburg – Kroatien – 32
  • Panagiotis Retsos – 1998 – Bayer Leverkusen – Griechenland – 28
  • Dennis Geiger – 1998 – TSG Hoffenheim – Deutschland – 27
  • Weston McKennie – 1998 – Schalke 04 – USA – 25
  • Orel Mangala – 1998 – VfB Stuttgart – Belgien – 21
  • Berkay Öczan – 1998 – VfB Stuttgart – Türkei – 20
  • Rick van Drongelen – Hamburger SV – Niederlande – 18
  • Kevin Danso – 1998 – FC Augsburg – Österreich – 16
  • Victor Oshimen – 1998 – VfL Wolfsburg – Nigeria – 13
  • Bakery Jatta – 1998 – Hamburger SV – Gambia – 10
  • Aymen Barkok – 1998 – Eintracht Frankfurt – Deutschland – 10
  • Marco Friedl – 1998 – Werder Bremen – Österreich – 9 – Leihe Bayern
  • Dzenis Burnic – 1998 – VfB Stuttgart – Deutschland – 8 – Leihe Dortmund
  • Johannes Eggestein – 1998 – Werder Bremen – Deutschland – 8
  • Reece Oxford – 1998 – Borussia Mönchengladbach – England – 8 – Leihe West Ham
  • Vasilije Janjicic – 1998 – Hamburger SV – Schweiz – 7
  • Robin Hack – 1998 – TSG Hoffenheim – Deutschland – 5

Anzahl der Spieler der Jahrgänge 1998 bis 2000 in der Bundesliga nach Verein

  • Hamburger SV, Dortmund, Stuttgart – je 4
  • Leverkusen, Mönchengladbach, Leipzig, Wolfsburg, Hoffenheim, Bremen – je 2
  • Hertha, Schalke, Augsburg, Frankfurt – 1

Anzahl der Spieler der Jahrgänge 1998 bis 2000 in der Bundesliga nach Herkunft

  • Deutschland – 8
  • Frankreich – 4
  • England, USA, Österreich – je 2
  • Schweden, Kroatien, Griechenland, Belgien, Türkei, Niederlande, Schweiz, Nigeria, Gambia – 1

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Spieler der Jahrgänge 1998 bis 2000 in der zweiten Liga, die diese Saison mindestens fünfmal eingesetzt wurden. (1999 und 2000 sind U19-Jahrgänge, also Spieler, die auch noch in der U19 hätten eingesetzt werden können; 1998 ist der erste Jahrgang, der in der abgelaufenen Saison nicht mehr für die U19 spielberechtigt war)

  • Roberto Massimo – 2000 – Arminia Bielefeld – Deutschland – 7
  • Torben Müsel – 1999 – 1. FC Kaiserslautern – Deutschland – 9
  • David Raum – 1998 – SpVgg Greuther Fürth – Deutschland – 22
  • Davor Lovren – 1998 – Fortuna Düsseldorf – Kroatien – 15 – Leihe Dinamo Zagreb
  • Haji Wright – 1998 – SV Sandhausen – USA – 15 – Leihe Schalke
  • Patrick Sontheimer – 1998 – SpVgg Greuther Fürth – Deutschland – 15
  • Kevin Lankford – 1998 – 1. FC Heidenheim – Deutschland – 15
  • Vitaly Janelt – 1998 – VfL Bochum – Deutschland – 13 – Leihe Leipzig
  • Joel Abu Hanna – 1998 – 1. FC Kaiserslautern – Deutschland – 12
  • Janni Sarra – 1998 – VfL Bochum – Deutschland – 12 – Leihe Dortmund
  • Maxim Leitsch – 1998 – VfL Bochum – Deutschland – 11
  • Markus Schubert – 1998 – Dynamo Dresden – Deutschland – 10
  • Henri Weigelt – 1998 – Arminia Bielefeld – Deutschland – 9
  • Nicklas Shipnoski – 1998 – 1. FC Kaiserslautern – Deutschland – 9
  • Lukas Daschner – 1998 – MSV Duisburg – Deutschland – 8
  • Luke Hemmerich – 1998 – VfL Bochum – Deutschland – 8 – Leihe Schalke
  • Görkem Saglam – 1998 – VfL Bochum – Deutschland – 5

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Spieler der Jahrgänge 1998 bis 2000 in der dritten Liga, die diese Saison mindestens fünfmal eingesetzt wurden. (1999 und 2000 sind U19-Jahrgänge, also Spieler, die auch noch in der U19 hätten eingesetzt werden können; 1998 ist der erste Jahrgang, der in der abgelaufenen Saison nicht mehr für die U19 spielberechtigt war)

  • Tobias Kraulich – 1999 – Rot-Weiß Erfurt – Deutschland – 9
  • Johann Berger – 1999 – Hansa Rostock – Deutschland – 7
  • Valentino Vujinovic – 1999 – Karlsruher SC – Deutschland – 5
  • Florent Muslija – 1998 – Karlsruher SC – Deutschland – 44
  • Agyemang Diawusie – 1998 – SV Wehen Wiesbaden – Deutschland – 40 – Leihe Leipzig
  • Idrissa Touré – 1998 – Werder Bremen II – Deutschland – 35
  • Orestis Kiomourtzoglou – 1998 – SpVgg Unterhaching – Deutschland – 32
  • Makana Baku – 1998 – Sonnenhof Großaspach – Deutschland – 31
  • Florian Dietz – 1998 – Carl Zeiss Jena – Deutschland – 30
  • Niklas Schmidt – 1998 – Werder Bremen II – Deutschland – 30
  • Steffen Tigges – 1998 – VfL Osnabrück – Deutschland – 29
  • Isaiah Young – 1998 – Werder Bremen II – USA – 28
  • Lion Lauterbach – 1998 – Rot-Weiß Erfurt – Deutschland – 25
  • Jannes Vollert – 1998 – Werder Bremen II – Deutschland – 24
  • Lars Bünning – 1998 – Werder Bremen II – Deutschland – 18
  • Martin Ludwig – 1998 – Hallescher FC – Deutschland – 18
  • Sebastian Klaas – 1998 – VfL Osnabrück – Deutschland – 17
  • Johannes Eggestein – 1998 – Werder Bremen II – 16
  • Ali Ceyhan – 1998 – Fortuna Köln – Deutschland – 12
  • Tobias Warschewski – 1998 – Preußen Münster – Deutschland – 12
  • Utku Sen – 1998 – VfL Osnabrück – Deutschland – 10 – Leihe Kiel
  • Matthias Stingl – 1998 – SC Paderborn – Deutschland – 9
  • Justin Schau – 1998 – Carl Zeiss Jena – Deutschland – 8
  • Noah Feil – 1998 – VfR Aalen – Deutschland – 8
  • Furkan Zorba – 1998 – VfL Osnabrück – Türkei – 7
  • Tim Schels – 1998 – SpVgg Unterhaching – Deutschland – 5
  • Ron Schallenberg – 1998 – SC Paderborn – Deutschland – 5
  • Melvin Krol – 1998 – Werder Bremen II – Deutschland – 5

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Kilian Ludewig ist der nächste Nachwuchsspieler, der sich bei RB Leipzig nicht entscheidend durchsetzen konnte. Zugegeben ist das für U19-Spieler generell schwer. | GEPA Pictures - Sven Sonntag
GEPA Pictures – Sven Sonntag

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5 Gedanken zu „Schwerer Übergang“

  1. Mir scheint das Ganze als „Großer Plan“ ohne großen Plan zu sein. Jugend ja aber scheinbar nur von außerhalb. Und die Streichung der U23 ist m.M.n. ein ganz großer Fehler im Club. Toi toi toi dass man da irgendwann einen gesunden Weg findet.

  2. „aka das schwarze Loch von Leipzig“ ???

    Na ja, ganz so schwarz sehe ich das nicht. Die Abmeldung der U23 ist zwar bitter gewesen, aber nun muss man das Beste daraus machen.
    Bei meinen Besuchen am Cottaweg konnte ich mich des öfteren mit den U17/19 Experten schlechthin aka @Crank unterhalten.
    Ganz so schlecht sieht es nicht aus.

    Es ist eben verdammt schwer für die Buli-Vereine Jugendspieler unterzubringen. Ein Arp und Sancho kamen ja auch nur zum Einsatz, weil die Vereine Verletzungsproblem hatten. Darum war ja auch Stierlin am Ende der Saison auf der Bank.

    Was ich mir persönlich wünsche würde, warum gibt es keine U21 Bundesliga? Das wäre doch mMn die Lösung für Jugendspieler. Die Jungs hätten noch eine Weile Planungssicherheit, können sich auf höheren Niveau behaupten und jeder Verein hat so eine kleine Reserve in der Hinterhand.

    Bei uns haben wir aber einen kleinen Vorteil in der Hand. Bei RBL kann man als junger Spieler in der Bundesliga auflaufen, wenn man eben das spielerische Niveau mit bringt. RBL stellt nicht umsonst oft die jüngste Startelf und Hasenhüttl hat das mMn sehr gut gemacht, die jungen Profis in das kalte Wasser zu werfen. Aber wenn eben kein U19 Spieler vom Cottaweg die Spielanlage mitbringt, dann holt man eben die Spieler (noch) extern.
    Fluch und Segen zugleich.

    1. Ja, vielleicht übertrieben das mit dem schwarzen Loch. Aber was man in den letzten Jahren so an hochgelobten Talenten für die U17 eingesammelt und dann in der U19 wieder aussortiert hat, ist schon beeindruckend (drückte sich auch immer gut darin aus, dass man viele U17-Nationalspieler hatte, die dann später aus diesen Teams rausfielen; vielleicht aber auch nur ein Gefühl).. Hatte das ja glaube letzte Saison oder Anfang des Jahres mal als Thema, das genau an dieser Schnittstelle schon extrem viel verloren geht und die Frage ist, ob das nicht auch mit Ausbildungs- und Spielphilosophie zu tun hat (die ja auch immer mal von anderen Trainern auch beim DFB kritisch gesehen wurde).

  3. Istr doch eher ein Talente-Import den die Bundesligateams betreiben mit den französischen und englischen Talenten statt eines Exports deutscher Talente wie noch vor 10-15 Jahren als die englischen Vereinen die deutschen Talenten reihenweise verpflichteten (Volz etc.).

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