Echtes Endspiel

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig bei Hertha BSC (12.05.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Letzter Spieltag in der Bundesliga. Auf RB Leipzig wartet ein echtes Endspiel zum Abschluss. Abgesehen vom Relegationsrückspiel einst in Lotte die erste Saison von RB, in der es am letzten Spieltag noch um richtig was geht. Champions League, Europa League, Teilnahme an den Qualifikationsrunden zur Europa League, gar kein europäischer Wettbewerb. Das ist die Auswahl an Optionen.

Zwischen Platz 4 und Platz 9 ist also alles möglich. Klar darf man in der kommenden Woche die Analyse der Saison nicht komplett davon abhängig machen, was am letzten Spieltag passiert. Aber der abschließende Tabellenplatz wird ganz automatisch einen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie man den Saisonverlauf mit seinen Höhen und Tiefen interpretiert. Wird es Platz 4 hat RB im zweiten Jahr Bundesliga ein herausragendes Ergebnis erreicht. Wird es Platz 5 oder 6 ist es der erwartbare Rahmen, den das Budget vorgibt und ein gutes Ergebnis. Wird es Platz 8 bis 9, dann wäre das durchaus (gerade angesichts dessen, was möglich gewesen wäre, wenn man in den Heimspielen gegen Mainz, Köln und Hamburg nicht so viele Punkte liegengelassen hätte) eine Enttäuschung.

Das Gute an diesem letzten Spiel ist, dass man keine großen Rechnungen aufstellen muss. RB Leipzig braucht ohne Wenn und Aber einen Sieg. Und dann kann man nach 90 Minuten gucken, ob das für Platz 6, 5 oder 4 reicht. Während die RasenBallsportler sich auf dem Rasen nur ums Kicken kümmern sollen, wird auf den Rängen aber wohl der Internetverbindung und vielleicht ja sogar dem Transistorradio eine nicht unwesentliche Bedeutung zukommen.

Zumindest im Gästeblock. Denn für die Hertha-Anhänger sind die Ergebnisse auf den anderen Plätzen relativ irrelevant. Für ihren Verein geht es in diesem Spiel um nichts mehr. Zumindest tabellarisch nicht. Denn ein bisschen spielt man in Berlin auch für die gute Laune. Die Saison pendelte in der Hauptstadt stimmungsmäßig irgendwie immer ein wenig hin und her zwischen Zufriedenheit, nie wirklich in die Abstiegszone zu rutschen und immer zu wichtigen Zeitpunkten entscheidende Siege einzufahren und der Unzufriedenheit, dass einige Spiele arg zäh waren und entsprechend auch nach oben nie der entscheidende Durchbruch gelang.

Entsprechend kann man sich am Ende dieser Saison streiten, wo Hertha in der eigenen Entwicklung eigentlich steht. Trainer Pal Dardai wehrt sich gegen das Image der grauen Maus und betont nachvollziehbarerweise die Stabilität des Vereins. Tatsächlich ist Hertha unter Dardai zu einem Team geworden, das zuverlässig in der Bundesliga mitspielt und eher zu den Europapokal-Kandidaten gehört als zu den Teams, die sich um den Klassenerhalt sorgen müssen. Auf der anderen Seite ist die Spielweise der letzten Wochen und Monate auch ohne Doppelbelastung überwiegend nicht so richtig sexy, schon gar nicht so sexy wie es die superhippe Kommunikationsabteilung vermutlich gern hätte. Aber Berlin ist ja auch die Zukunft und nicht die Gegenwart. Oder so..

In der Gegenwart ist Hertha weiterhin und wie in den Vorjahren statistisch gesehen ein erstaunliches Team. Nur vier Mannschaften haben mehr Chancen zugelassen als Hertha BSC. Und trotzdem ist man der Zahl der Gegentore nach das viertbeste Defensivteam der Liga. Nur zwei Mannschaften haben sich weniger Chancen erarbeitet als Hertha BSC. Und trotzdem ist man den Toren nach offensiv ein durchschnittliches Bundesligateam. Man hat ein deutlich negatives Verhältnis von eigenen und zugelassenen Chancen und trotzdem ein Torverhältnis von +1. Wie man das unter Dardai immer wieder hinkriegt, den statistischen Erwartungswerten ein Schnippchen zu schlagen, ist durchaus bemerkenswert.

Hängt natürlich auch mit ihrer Spielweise zusammen, dass die Werte so sind wie sie sind. Denn weiterhin ist Hertha eine Mannschaft bei der es vor allem darum geht, dass man hinter dem Ball eine gute Ordnung hat und dort immer kompakt und gut steht. Quasi als eine Art Darmstadt, nur mit mehr Hang zum geordneten Spielaufbau und zu Spielkultur. Auch wenn der lange Ball durchaus Teil des Arsenals ist.

Entsprechend wird Hertha dadurch zu einem guten Defensivteam, dass man selten in Konter läuft und vergleichsweise wenige Tore aus dem normalen Spiel heraus kassiert. Torabschlüsse so ganz ohne Druck von Hertha-Spielern gibt es nur selten, sodass die Gegner zwar oft zum Abschluss kommen, aber eben auch oft zu Abschlüssen kommen, bei denen man gestört wird und entsprechend auch mal nicht trifft. Nur bei zwei Mannschaften der Bundesliga ist die Chancenverwertung der Gegner noch schlechter, als wenn es gegen Hertha geht. Das ist dann inzwischen doch kein Zufall mehr, sondern Hertha-System. Wobei davon zuletzt in Hannover nicht so richtig viel zu sehen war, als man dann doch in einigen Situationen zu weit von den Gegnern weg war und in der Rückwärtsbewegung die Wege nicht in der nötigen Geschwindigkeit und Konsequenz gegangen ist.

Hertha ist insgesamt ein eher geruhsames Team. Das manifestiert sich sowohl in einer unterdurchschnittlichen Laufleistung (irgendwo auf Augenhöhe mit RB), aber auch darin, dass es kein Team der Liga gibt, bei dem es weniger Action im Offensivdrittel gibt. Wie man es unter Dardai schon gewohnt ist, geht es mit dem Ball auch immer wieder hinten rum, bis sich vielleicht die Möglichkeit ergibt, nach vorn zu spielen oder die Flügel einzusetzen. Safety first sozusagen. Die Mittelfeldzentrale ist nach dem Ausfall von Arne Maier auch nicht mehr mit allzu viel Offenispower ausgestattet. Entsprechend kommt den Flügelakteuren mehr Bedeutung zu.

Auch der lange Ball auf Selke gehört zum festen Bestandteil des Hertha-Spiels. Wobei der Stürmer tatsächlich inzwischen überraschend kopfballstark ist. Das fehlte ihm in Leipzig ja immer ein wenig, gerade im Vergleich mit einem Poulsen, der als Wandspieler in Kopfballduellen wesentlich stärker war. Generell tut es Selke gut, nach Berlin gegangen zu sein. In den letzten vier Spielen erzielte er fünf Treffer und präsentierte sich als sehr schlauer und unangenehmer Stürmer. Er hat gute Bewegungen gegen die Innenverteidigung des Gegners und findet selbst bei Halbfeldflanken immer noch einen Weg, sich in eine Abschlussposition zu bringen. Dazu beherrscht er das versteckte Ziehen und Schieben und Arbeiten ziemlich gut. Unangenehm zu verteidigen und dass er einen guten Torabschluss hat, wusste man ja eigentlich schon immer.

Unterstützt wird Selke in der Offensive von Kalou, Lazaro (fällt vielleicht aus, hat sich aber bereits zu einer festen Größe entwickelt), Leckie, Ibisevic oder neuerdings auch Trainersohn Palko Dardai. Gegen RB will man in einem 4-4-2 mit Ibisevic und Selke auflaufen. Beide Stürmer können sich gut ergänzen, weil Ibisevic sich auch mal fallen lassen und Bälle eher im Zehnerraum verarbeiten kann. Beide Stürmer haben aber auch manchmal zu ähnliche Laufwege, sodass die Tendenz eher dahin geht, dass beide gleichzeitig nicht unbedingt die optimale Besetzung sind.

Besetzungstechnisch läuft Hertha im Saisonverlauf auch immer wieder mit einem sehr erfahrenen Team auf. Auf der anderen Seite hat man viele Einzelteile, die vielversprechend für die Zukunft sind. Leute wie Stark, Selke oder Lazaro hat man von außen geholt. Andere wie Dardai, Mittelstädt, Torunarigha oder Maier kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Dieser Umbruch wird weitergehen und ging es im Winter mit den Abgängen von Stocker, Langkamp und Haraguchi auch schon. Mit Klünter hat man für die kommende Saison schon den nächsten jungen Mann geholt. Ganz reibungslos verläuft die Sache mit den Talenten und jungen Spielern aber nicht, wenn man an Dissonanzen bei den Personalien Weiser (wechselt nach Leverkusen) oder Torunarigha (glaubt, dass er zu wenig Spielzeit kriegt) denkt. Das Konzept mit den jungen Spielern weckt halt immer auch Begehrlichkeiten, sowohl bei den Spielern als auch bei anderen Vereinen. Dass man mit Maier verlängern konnte, ist aber wiederum auch ein gutes Signal.

Dass es in der Mannschaft durchaus stimmt, zeigt sich auch darin, dass man fast die Hälfte aller Rückstände noch in Unentschieden oder Siege gedreht hat. Das ist hinter den Bayern der beste Wert aller Bundesligisten. Stark ist Hertha auch bei Standards. Auch wenn man relativ wenige Abschlüsse nach Standards hat, schießt man dabei überdurchschnittlich viele Tore. Die Stärke bei ruhenden Bällen liegt also in der Effizienz des Teams.

Für RB Leipzig wird es darum gehen, im letzten Spiel den Willen des Gegners, sich ohne Druck noch mal mit einem guten Spiel aus der Saison zu verabschieden, zu brechen. Dafür wird man wohl mindestens denselben Aufwand brauchen, wie in jedem anderen Bundesligaspiel auch. Vielleicht fehlen dann bei einem Team, für das es um nichts mehr geht, im Fall der Fälle eines Rückstands die drei, vier Prozent letzter Wille, um es noch mal zurückzubiegen. Aber auch darauf sollte man sich eher nicht verlassen in einem Olympiastadion, das zum Saisonabschluss noch mal so voll werden wird wie selten zuvor in dieser Saison, in der Hertha mit einem recht großen Zuschauereinbruch zu kämpfen hat.

Auf RB-Seite können Keita und Orban wieder in die Mannschaft zurückkehren. Zu erwarten ist, dass man auch die anderen angeschlagenen Spieler bis zum Spiel hinkriegt und man da wenig Rücksicht auf Blessuren nimmt. Fraglich wäre, inwiefern die erfolgreiche Formation von letzte Woche gerade in der Innenverteidigung (Orban), aber auch in der Mittelfeldzentrale (Keita) geändert wird. Aber einen Keita in seinem letzten Pflichtspiel für RB draußen zu lassen, wäre wohl auch eher komisch. Zu puzzeln wird Hasenhüttl aber trotzdem auf einigen Positionen haben.

Wird halt auch die interessante Frage, wie man so ein entscheidendes Spiel angeht. Hertha ist durchaus aufgrund der Spielweise ein Team, das man mit kompaktem Verteidigen und Mittelfeldpressing und Umschalten auch mal erwischen kann. Ob man bei RB ausgerechnet in dem Spiel einen eher reaktiven Ansatz wählt, wäre aber die Frage. Je nachdem kann dann die Formation eher auf Balleroberung oder eher auf Aktivität ausgelegt sein.

Mögliche Aufstellungen:

  • Hertha BSC: Jarstein – Pekarik, Stark, Rekik, Plattenhart – Leckie, (Dardai), Darida, Skjelbred (Lustenberger), Kalou – Ibisevic, Selke
  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (Laimer), Orban (Konaté), Upamecano, Bernardo (Klostermann) – Keita (Demme), Demme (Kampl) – Kampl (Kaiser), Lookman – Augustin, Werner

Fazit: Ein echtes Endspiel am Samstagnachmittag vor vermutlich irgendwas über 60.000 Zuschauern. 90 Minuten Zeit, um drei Punkte zu holen. Rein vom Spannungsgehalt kann man sich gar kein besserer Szenario malen (außer es ginge noch um einen Titel). Wird ein aufregendes Spiel, weil auch Hertha nach zwei enttäuschenden Spielen noch mal zeigen wird wollen, was man drauf hat.

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Hertha BSC nicht vor Ort verfolgen kann und am 12.05.2018, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hertha BSC

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Ralph Hasenhüttl will endlich die direkte Qualifikation für die Champions League feiern. | GEPA Pictures - Sven Sonntag
GEPA Pictures – Sven Sonntag

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Hertha BSC. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.18

So, letzter Spieltag der Bundesliga. Das Ende einer in dieser Saison sehr langen Reise mit sehr unterschiedlich schönen Haltepunkten. Und ob der Zielbahnhof ein hübscher sein wird, ist im Moment noch völlig unklar. Endspiel in Berlin. Letzte Saison funktionierte das in Berlin sehr gut. Gegen eine Wiederholung hätte beim RB-Anhang wohl niemand was. Ob das dann auch so sein wird? Schauen wir mal. Zur Saison würde es (Stichwort vergebene Chancen) auch gut passen, wenn man wegen eines Unentschiedens oder einer Niederlage noch ganz aus den europäischen Plätzen rutscht.

13.19

Irgendwas über 60.000 Zuschauer dürften am Samstag im Stadion sein. Bis zu 8.000 könnten es aus Leipzig werden. Der Rahmen dürfte für das Saisonfinale stimmen.

13.20

Es ist auch das zweite Wiedersehen mit Davie Selke. Das erste war so semilustig. Zuletzt war der Stürmer extrem hot. Wird für die RB-Innenverteidigung auch noch mal eine gute Herausforderung, den sicher erneut sehr motivierten Selke aus dem Spiel zu nehmen.

13.22

Egal wie und was man sich über das Spiel in taktischen Analysen und Co ausdenken will, ein Sieg muss her. Es ist quasi eine Art K.o.-Spiel, nur dass es zusätzlich von den anderen Plätzen abhängt, was man im Falle eines Siege dafür bekommt.

13.27

Es geht in diesem Spiel auch darum, ob das erste Pflichtspiel schon Ende Juli oder irgendwann tief im August sein wird. Im Sinne der allgemeinen Sommerplanung wäre es ja schon ganz hübsch, wenn man sich die Europa-League-Qualifikationsrunden sparen könnte. Über drei Monate ohne Pflichtspiel, das klingt jedenfalls ganz verlockend..

13.32

Ralph Hasenhüttl: Personell sieht es ganz gut aus. Orban und Keita kommen zurück. Laimer ist auch voll im Training. Kleinere Blessuren. Poulsen im Training ein bisschen weggeknickt. Noch unklar, wie schlimm. Lookman mit kleineren Sprunggelenk-Problemen. Kaiser auch mit kleinen Fußproblemen. „Gute Trainingswoche bisher.“

13.33

Hasenhüttl: „Interessante Konstellation in der Bundesliga. Platz 4 bis 9 möglich. Zeigt wie eng die Liga ist. Wir sind bereit. Fällt auf, dass wir Woche für Woche frischer werden und mehr Spielfreude haben. Habe nicht das Gefühl, dass alle froh sind, dass es zu Ende ist, sondern dass alle wieder Lust haben zu trainieren. Hoffe, das tut unserem Spiel gut. Werden in Berlin vor unseren zahlreichen Fans leidenschaftlich auftreten.“

„Hertha hat in der Hinrunde gegen uns gewonnen. Wir haben etwas gutzumachen. Müssen aus den Fehlern aus dem Hinspiel lernen.“ Mit aller Macht auf Sieg gehen.

13.35

Hasenhüttl: „Hatten wichtige Spiele diese Saison. Können mit dem Endspiel umgehen. Schon brisante Situationen diese Saison überstanden. Zum Beispiel K.o.-Spiele. Wichtigen Schritt in der Entwicklung gemacht. Wollen unsere Chance in Berlin ergreifen.“

Zu Bruma: Verletzungsprobleme führen zu nicht ganz so guten Leistungen. „Hat ihn gehindert. Ist der letzte Prozent, der ihm fehlt. Hat aber wieder besser trainiert. Ist eine wichtige Option für Berlin.“

13.38

Hasenhüttl: Erinnerungen an die Emotionen vom letzten Jahr nach dem Spiel in Berlin. „Ort, der uns schönen Moment geliefert hat. Zweites wichtiges Spiel dort für uns in unserer jungen Geschichte.“

Zu Keita: „Sehr erpicht darauf, sich positiv zu verabschieden. Tat ihm weh, das letzte Heimspiel nicht machen zu können. Wird sehr motiviert sein. War in den letzten zwei Jahren oft der Unterschiedsspieler. Muss in Berlin für die Mannschaft arbeiten. Wenn er das tut, ist er für jedes Team in Europa eine Verstärkung. Hat gut trainiert und ist nach Sperre sehr motiviert.“

Zu Kaiser: Kaiser-Auswechslung war beeindruckend. Wegen des Umgangs der Spieler mit Kaiser, die noch nicht so lange mit ihm zu tun haben. „Hab ihn als Mensch immer sehr geschätzt, auch wenn sich das nicht immer in Einsatzzeiten gezeigt hat.“

13.42

Hasenhüttl: „Hertha mit sehr guter Defensive. Schwankende Ergebnisse. Leben von ihren Automatismen und wollen sich positiv von ihren Zuschauern verabschieden. Haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine gute Saison gespielt.“

Spieler ab Sonntag im Urlaub. „Ich bleibe noch etwas länger.“ Urlaub und Vertragsverlängerung stehen in keinem Zusammenhang.

„Was nächste Woche ist, ist für mich noch ganz weit weg. Könnt ihr mich nächste Woche zu fragen. Jetzt voller Fokus auf Hertha.“

Quali für Europa wäre sehr wichtig. „Besondere Auszeichnung, wenn man europäisch spielt. Dass wir im April noch international dabei waren, hat Anhänger und Spieler stolz gemacht. Da würden einige Vereine viel für geben. Ist für uns auch sehr wichtig. Dass wir die Chance hatten, das Team international weiterzuentwickeln, war sehr gut. Wichtig, wieder dabei zu sein. Ist eine Auszeichnung für unseren Verein.“

13.44

Hasenhüttl: Manchmal Gedanke zurück, wie er 2016 in Leipozig angetreten ist und welche Ziele man hat. „Hätten sie mir damals gesagt, dass es so läuft wie es gelaufen ist, hätte ich sie vielleicht für verrückt erklärt. Hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorgestellt.“ Unheimlich viel Spaß, bei RB zu arbeiten. „Volle Rückendeckung durch Ralf Rangnick. Schätze auch das offene Wort von ihm. Bin sehr dankbar für die zwei Jahre hier.“

13.47

Hasenhüttl: Will nicht über Kaiser-Abschiedsspiel reden, weil Fokus auf Hertha und so..

„Wäre gut, auf Selke etwas besser aufzupassen nach dem Hinspiel. Gute Saison gespielt. Gute Torquote. Phasen, die nicht so gut liefen. Phasen, die sehr gut liefen.“

„Bauchen nicht auf andere Vereine gucken. Wenn wir gewinnen, dann sind wir international dabei. Champions League ist weit weg. Aber im Fußball ist schon viel vorgekommen. Würde aber keinen Sinn machen, sich daran zu orientieren. Wir müssen gewinnen und das ist für uns eine einfache Ausgangssituation.“

13.48

Hasenhüttl: „Die letzten zwei Wochen waren sehr angenehm, weil die Häufigkeit der Spiele abgenommen hat. Gehobene Lebensqualität und mehr Zeit zum trainieren und Sachen sacken zu lassen.“ Wird jetzt auch mal gut tun, eine Auszeit zu haben, wenn die Saison vorbei ist.

13.51

Das war es von Ralph Hasenhüttl in der letzten PK vor dem Spiel in dieser Saison. Sichtlich zufrieden damit, dass man nicht mehr dauernd unter der Woche spielt, sondern auch viel Zeit zum trainieren hat und sich auch mal Auszeiten nehmen kann. Er selbst sieht offenbar sein Team extrem motiviert, in Berlin einen Sieg mitnehmen zu wollen. Auch beim Trainer selbst war da ein bisschen mehr Leuchten in den Augen als beim einen oder anderen Spiel in der Vergangenheit. Mal schauen, wie das dann am Samstag aussieht. In diesem Sinne viel Spaß mit dem Ausflug nach Berlin und das Kaiser-Abschiedsspiel aka Saisonabschluss am Sonnntag Nachmittag nicht vergessen.

6 Gedanken zu „Echtes Endspiel“

  1. Ich wünsche mir, dass es ein voller Erfolg wird in Berlin und dass Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig bleibt. Die BILD-Zeitung kocht ja wieder alles hoch.

  2. Deine Berlineinschätzung ist ganz gut, nur müsste man in der Aufstellung irgendwie Julian Schieber einbauen, denn Dardai hat es ja angekündigt, das er spielen wird. Aber gut, vielleicht erfolgt die Verabschiedung auf andere Art und Weise.

    1. War für mich so zu verstehen, dass er irgendwann eingewechselt wird, aber nicht dass er von Anfang an spielt. Wenn dann spielt er eben für Ibisevic oder Selke. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es ein Startelfeinsatz wird.

  3. Natürlich sollte sich jedermann selbst die Frage beantworten, wer von den beiden Verantwortlichen (Hasenhüttl oder Rangnick) die besten schauspielerischen Fähigkeiten wirklich haben könnte. Im Normalfall müssten die ersten Vertragsgespräche auch erst nach dem letzten Punktspiel begonnen werden, weil bis allgemein bis zur Vorbereitung der nächsten Saison, zwecks Interesse für neue Spieler noch genügend Zeit. Im Fall Hasenhüttl spielt das überhaupt keine Rolle, weil sein laufender Vertrag sowieso noch bis 2019 noch Gültigkeit hat. Was aber trotzdem in dieser Angelegenheit bisher passierte, kann davon jeder Beobachter selbst eine eigene Meinung bilden…..

    Als u.a. gewünschter Nachfolger von Heinckes bei den Bayern dauerten die Überlegungen von Hasenhüttl scheinbar zu lange, dass er vermutlich die Geschichte schon längst bereut haben dürfte. Zwischenzeitlich meinte auch Rangnick ernstlich zu werden, indem er die Vertragsverlängerungsgespräche, die gar nicht zu diesem Zeitpunkt notwendig waren, einfach auf Eis legte! Eigentlich ein Spiel, wie in der kinderlichen Sandgrube…….

    Nun schielt auch unbewusst der aus Leipzig stammende Salzburger Rose, der erstmals international mit Rangnicks Ex-Verein erfolgreich war, aber kurz nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft gegen den gleichen Gegner, im Pokalfinale gegen Sturm Graz mit dem rothaarigen deutschen Trainer Heiko Vogel und 0:1 allerdings gleich wieder den Kürzeren zog, auf den Leipziger Trainerposten .

    Was mir in der Vorbereitung auf das Hertha-Spiel fehlte, war nochmals der Hinweis, dass es bei einer entsprechenden Platzierung der „RaBa“- Jungs besonders um die evtl. „Keita-Millionen“ geht!

    Gespannt bin ich auch, wie das Tauziehen um den Schweden, Emil Forsberg, ausgehen wird. Vielleicht hat sich da R. Rangnick ein wenig verschätzt…….

  4. Sollte bei Forsberg berechtigte und durch entsprechend hohe Angebote,unterlegte Wechselgedanken bestehenden,was ich mir nach der Saison nicht vorstellen kann,sollte man ihn ziehen lassen und nicht wie bei Keita so eine lustlose Saison hinzunehmen.
    Denn Keita war diese Saison ehr ein Beispiel der negativen Art mit manchen Auftritten der Mannschaft mehr geschadet als genützt hat.

  5. Buba, deine Einschätzung in Ehren, aber auch leider etwas deplatziert…. Du vergleichst die Leistung mit der letzten Saison… das darfst du nicht tun…. unsere 1. BundesLigajahr wahr etwas außergewöhnliches, etwas einmaliges und besonderes!!!
    Für Spieler, für den staff, für die Fans… für alle…. die Euphorie war sehr hoch!!!
    Dieses Jahr haben keita und auch alle anderen eine gute Saison gespielt!!!
    Wäre die Leistung dieser Saison letzte Saison geschehen, würde keiner maulen und alle wären mehr als zufrieden!!!

    Legt endlich den erwartungsdruck ab und freut euch darüber was wir erreicht haben!!!

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