Auf der Suche nach dem Flow

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FSV Mainz 05 (29.04.2018, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl. Ab 13.30 Uhr.]

Drei Spiele noch in der Bundesliga. In der Hinrunde waren das für RB die enttäuschenden Spiele, die aus einer sehr guten Runde eine nur noch gute machten und mit denen man eine sehr gute Ausgangsposition verspielte. Zwei Punkte holte RB Leipzig damals gegen Mainz, Wolfsburg und Hertha.

Zwei Punkte wären im Endspurt der Saison für RB Leipzig nun deutlich zu wenig. Man will in jedem Fall noch einen europäischen Wettbewerb erreichen. Die Champions League ist im Normalfall weg. Um sich sicher für die Gruppenpase der Europa League zu qualifizieren und nicht noch über die Quali-Runden nachdenken zu müssen, müsste man aber auch noch Hoffenheim oder Leverkusen überholen oder hoffen, dass Frankfurt im Pokalfinale gegen Bayern verliert.

Um allen Rechenspielen aus dem Weg zu gehen, braucht es aus den letzten Spielen Punkte, möglichst viele Punkte bis hin zur maximal möglichen Anzahl. Auch weil von hinten ja noch die Gefahr besteht, dass mit Mönchengladbach oder Hertha zwei Teams zumindest in den Kampf um Platz 6 eingreifen und Europa als Saisonergebnis komplett aus den RB-Händen rutscht.

Bei zwölf Gegentoren in den letzten vier Bundesligaspielen ist klar, wo das aktuelle Problemfeld für RB Leipzig liegt und wo man sich verbessern muss. Wobei die Probleme recht mannigfaltig sind von individuellen Fehlern, die zuletzt sogar Gulacsi erfassten, bis hin zum Verhalten als Gruppe. Das defensive Umschaltverhalten war in den letzten Spielen in Bezug auf Gegenpressing und Rücklaufarbeit teilweise einigermaßen ausbaufähig. Wenn das mit individuellen Problemen und den klassischen Standardgeschichten zusammenfällt, wird es dann mal gleich ganz bitter, ohne dass man sich so richtig erklären könnte, warum es diesen Zusammenbruch in der massiven Form binnen kürzester Zeit gibt.

Mainz 05 wäre es vermutlich sehr recht, wenn RB Leipzig die defensiven Probleme mit in die Partie des 32. Spieltags bringen würde. Zuletzt in Augsburg präsentierte man sich in der Offensive extrem schwach, da könnte ein bisschen Unterstützung vom Gegner und könnten ein paar ungewohnte Räume durchaus gut tun.

Vor einem Jahr trafen beide Klubs schon mal in ähnlicher Konstellation aufeinander. Für Mainz ging es damals gegen den Abstieg. Für RB ging es um Europa. Heraus kam ein grandioses Hauen und Stechen, vielleicht der intensivste Fight der Saison. Allein das Duell Cordoba-Upamecano war bezeichnend für eine Partie, in der die Gastgeber sich mit hoher Intensität, leicht überdreht und phasenweise großartig unterstützt von einem leicht entflammbaren Publikum in die Zweikämpfe warfen. Und am Ende trotzdem mit RB das coolere, effizientere Team gewann.

Ein ähnlich intensives Spiel darf man auch diesmal erwarten, auch wenn sich der Spielstil beim Wechsel von Martin Schmidt zu Sandro Schwarz durchaus verändert hat. Für Mainz ist es das erste Abstiegsendspiel. Das Restprogramm ist mit weiteren Spielen in Dortmund und gegen Bremen eher übel, weswegen man bereits gegen RB dringend punkten muss, um im Kampf mit Wolfsburg und Freiburg nicht am Ende den Relegationsplatz zu ziehen oder eventuell sogar noch in die Gefahr zu kommen, einen direkten Abstiegsplatz zu belegen, falls der HSV noch mal durchstartet.

Um dem Ziel Klassenerhalt näher zu kommen, versucht man sich in einer eher unruhigen Saison in Mainz derzeit im Zusammenhalt. Auch dank verteilter T-Shirts will man auf den Rängen gegen RB zu einer roten Wand werden, die zu einem Sieg ihres Teams beiträgt. Zuletzt beim Montagsspiel gegen Freiburg war die Einigkeit im Stadion aufgrund von Protesten gegen den Spieltermin eher gering ausgeprägt. Aber das spielt nun gegen RB keine Rolle mehr.

Schon eher spielt eine Rolle, dass Mainz eine Saison spielt, in der man nie so richtig im Flow war. Wobei es auch erstaunlich ist, dass da so negativ draufgeschaut wird. Klar, die beiden Auswärtsspiele in Frankfurt in der Rückrunde in Pokal und Liga waren grausam. Auch das Spiel in Augsburg war eher übel. Dass man nach dem HSV die meisten Niederlagen aller Bundesligisten mit mehr als einem Tor Differenz aufweist, sagt zusätzlich etwas aus. Aber man hat in der Rückrunde auch in einigen wichtigen Spielen gepunktet und gegenüber Wolfsburg und Freiburg Boden gutgemacht.

Man könnte behaupten, dass Mainz eine Saison im Rahmen dessen spielt, was angesichts des Potenzials des Teams möglich ist. Denn man verfügt schon kadertechnisch ’nur‘ über ein solides Team, das in guten Jahren vielleicht auch wie der FC Augsburg am 30. Spieltag gesichert ist oder an einem Europapokal-Platz schnuppert, aber in schlechten Jahren eben auch mal gegen den Abstieg spielt oder sogar absteigen kann. Die Luft für Teams wie Mainz wird in der Bundesliga dünner. Weil sich neben Leipzig oder Hoffenheim in der Breite der Liga auch die Herthas, Stuttgarts oder Hannovers finanzkräftiger aufstellen. Je nachdem, welche Teams aus der zweiten Liga dann in der entsprechenden Saison aufsteigen, kann es dann eben auch mal richtig schwierig werden, die Klasse zu halten.

Zumal wenn man selbst kadertechnisch nicht so richtig zulegen konnte. Mit Cordoba hat man letzten Sommer viel Geld eingenommen, aber auch einen extrem physischen und fleißigen Anläufer in der vordersten Linie verloren. Im Winter dünnte man den Kader mit Abgängen von Bussmann, Frei, Jairo und Co noch mal zusätzlich aus. Verbessert wurde der Kader in den letzten zwei Transferperioden abgesehen von Diallo, der ein starker Defensivspieler ist, vor allem in der Breite. Selbst wenn da mit Adler, Ujah, de Jong oder auch Maxim ein paar größere Namen dabei waren. Abgesehen von Diallo waren die elf meisteingesetzten Spieler aber schon letzte Saison im Verein. Und damals sprang man dem Abstieg schon eher knapp von der Schippe und vermied die Relegation nur wegen des gegenüber Wolfsburg besseren Torverhältnisses.

Hoffnungen setzte man vor der Saison auf Sandro Schwarz. Es sollte mal wieder so eine Art Tuchel-Geschichte eines Trainers werden, der aus dem eigenen Verein kommt und dann in der Bundesliga für Furore sorgt. Bei Martin Schmidt funktionierte das eineinhalb Jahr gut. Bei Sandro Schwarz funktioniert es von den Ergebnissen her nicht ganz so gut.

Nicht ganz überraschend für einen Abstiegskandidaten hat Mainz sowohl Schwächen beim Herausspielen als auch beim Verhindern von Chancen. Defensiv ist man auf dem Niveau von Freiburg und Köln anfällig für gegnerische Chancen. Offensiv ist man eigentlich etwas solider aufgestellt, kämpft aber mit einer schlechten Chancenverwertung. Yoshinori Muto ist mit sieben Toren in 24 Bundesliga-Spielen die offensive Lebensversicherung, wenn er denn gesund ist. Dass Emil Berggreen, der ein guter Bundesligastürmer sein könnte, auch diese Saison erst 14 Spiele bestritt, kommt zu den offensiven Problemen erschwerend hinzu.

Problematisch auch, dass ein Levan Öztunali in dieser Saison noch nicht so erfolgreich agiert, wie man sich das von ihm vermutlich erhofft hatte. Zwar stehen auch schon wieder vier Vorlagen in der Bilanz, aber ein Torerfolg war ihm noch nicht vergönnt. In einem System, das sehr stark von den Außenbahnspielern und ihrem Agieren abhängt, ist es schwierig negative Entwicklungen der wichtigen Spieler aufzufangen. Vielleicht nicht ganz zufällig, dass Mainz vornehmlich über links und die Mitte angreift und nicht über Öztunalis rechte Seite.

Mit dem Wechsel zu Sandro Schwarz ist auch eine leichte Verschiebung in der Spielanlage verbunden. Unter Schmidt ging es zuletzt vornehmlich über lange Bälle auf Cordoba und die Jagd nach dem zweiten Ball. Unter Schwarz versucht man sich auch in fußballerischen Lösungen, auch wenn der lange Ball und der schnelle Weg nach vorn weiterhin wichtiger Teil der Spielidee ist. Aber es wird nicht mehr so exzessiv betrieben.

Interessant in dem Zusammenhang, dass sich nur sechs Bundesligateams (Bayern, Dortmund, Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig und Mönchengladbach) mehr Schüsse aus dem normalen Spiel heraus erarbeiten als Mainz. Nicht unbedingt der Normalfall bei einem Abstiegskandidaten, der ja sonst oft auch gern von Kontern und Standards lebt. Spricht aber eben auch dafür, wo Schwarz hin will und dass ihm dabei aber auch in der Offensive Akteure fehlen, die das veredeln.

Dass man über die Fähigkeiten verfügt, Dinge auch fußballerisch zu lösen, zeigt sich auch darin, dass man schon zwölf Punkte nach Rückstand holte. Das wäre ohne entsprechende Fähigkeiten am Ball schwerlich möglich. In dieser Kategorie liegt man deutlich vor Köln, dem HSV oder Wolfsburg. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass Mainz in überhaupt nur zehn Spielen in Führung lag. Nur Hamburg war diese Saison in weniger Partien mal vorn.

Ansonsten ist Mainz in vielerlei Hinsicht ein recht normales Team. Man ist bei durchschnittlichem Alter bis hin zur Nummer 16, 17 solide besetzt. Man hat eine auch defensiv ordentliche Organisation mit einigen Fixpunkten wie Diallo oder Gbamin (aber auch Spielern, für die leistungstechnisch nach oben nicht mehr viel geht), die durch eine gewisse Standardschwäche torpediert wird (schon 17 Gegentore nach ruhenden Bällen). Es gibt im Team keine Position, die schwach besetzt ist, aber auch keine, die man als herausragende Stütze empfinden würde.

Es ist ein Team, dem vielleicht der letzte Kick oder der entscheidende Zündfunke für den Durchbruch fehlt. Die Saison hatte kaum Herausreißer nach oben, sodass rund um den Verein eher Stillstand bzw. Unruhe einzuziehen scheint (wofür es aber auch Gründe jenseits des Sports im Verhältnis von Fans zum Verein gibt). Dass man zuletzt eine Runde mit Trainer, Verein und Fans organisierte, um den Schulterschluss wiederherzustellen, verweist darauf, dass der Saison der eingangs schon angemerkte Flow und die Selbstverständlichkeit fehlte.

Das Gefühl hat man rund um RB Leipzig auch bereits seit einer Weile. Allerdings hatte man hier immer mal wieder die Highlights in Form von überstandenden Runden in Europa oder dem Sieg gegen die Bayern. Aktuell steht die Saison und die Interpretation ihres Ergebnisses aber ordentlich auf der Kippe. 19 Rückrundenpunkte sind eben nur noch Bundesliga-Mittelmaß. 22 Gegentore sind die drittmeisten aller Bundesligisten in diesem Zeitraum (allerdings zusammen mit Hoffenheim und Frankfurt).

Vor dem Spiel in Mainz hat sich die Ausfallproblematik bei einem sowieso schon kleinen Feldspielerkader, für den sich aus dem Nachwuchs niemand aufzudrängen scheint, nicht verkleinert. Sabitzer und Halstenberg fehlen sowieso verletzt bis zum Saisonende. Forsberg wurde mit seiner Sperre von drei Spielen auch bis zum Saisonende rausgenommen. Für Laimer dürfte die Partie in Mainz wohl noch zu früh kommen. Gerade auf der Zehner-Position wären weitere Ausfälle eigentlich nicht zu gebrauchen. Dass Bruma am Anfang der Woche kürzer treten musste, war diesbezüglich keine gute Nachricht.

Letztlich hat RB Leipzig aber auch weiterhin zumindest auf den ersten 14 Positionen einen sehr guten Kader. Von daher ist die weitere Dezimierung der Kaderbreite auch nicht die ganz große Sache. Angesichts des Forsberg-Ausfalls könnte man auch über ein 4-3-3 nachdenken, das man auf den Außenbahnen mit Lookman und Bruma mit einiger Dribbelqualität und Schnelligkeit versehen könnte. Lookman dürfte nach zwei guten Auftritten eigentlich gesetzt sein. Bei Ilsanker könnte man überlegen, ob er nicht an seinen guten Bremen-Auftritt als Rechtsverteidiger anknüpfen darf und beispielsweise ein Bernardo mal eine Pause kriegt.

Mögliche Aufstellungen

  • Mainz 05: Adler – Donati, Bell, Diallo, Brosinski – Latza, Gbamin, Serdar (Maxim) – Öztunali, Muto (Quaison), de Blasis (Holtmann)
  • RB Leipzig: Gulacsi – Ilsanker, Orban (Upamecano), Upamecano (Konaté), Klostermann – Kampl, Demme, Keita – Lookman, Werner, Bruma

Fazit: Für beide Mannschaften ein enorm wichtiges Spiel im Kampf um die jeweiligen Saisonziele. Mainz wird versuchen, die Intensität gegenüber dem Spiel in Augsburg noch mal deutlich zu erhöhen und die offensiven Räume besser zu bespielen. RB Leipzig muss defensiv bessere Lösungen finden als zuletzt und mit kühlem Kopf die eigenen Chancen nutzen. Interessant wird dabei sein, ob die 17 Gegentreffer in den wettbewerbsübergreifend letzten sechs Pflichtspielen ein Wirkungstreffer waren und einen Knacks hinterlassen oder ob die RasenBallsportler nach einer langen Trainingswoche wieder stabiler, konzentrierter und besser organisiert auftreten können.

[Wer das Spiel von RB Leipzig beim 1.FSV Mainz 05 nicht vor Ort verfolgen kann und am 29.04.2018, ab 15.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. 1.FSV Mainz 05

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Ralph Hasenhüttl möchte auch in Mainz wieder was zu lachen haben. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim 1.FSV Mainz 05. Mit Ralph Hasenhüttl. Ab 13.30 Uhr

13.18

So. Drittletzter Spieltag. Es geht nach Mainz. Rechnen braucht man aktuell nicht so richtig. Gewinnen muss man einfach mal wieder, damit man dann in ein, zwei Wochen wieder mit rechnen anfangen kann. Zu punkten wird aber nicht so richtig einfach. In Mainz hat man den Abstiegsendkampf ausgerufen und bietet in Sachen Motivation alles auf, was sich aufbieten lässt. Das dürfte ein richtiger Fight am Sonntag werden.

13.23

Passend zu den unruhigen Zeiten rund um RB ploppt heute noch das Gerücht von einem Treffen von Fredi Bobic mit Ralph Hasenhüttl auf. Ein bisschen seltsames Gerücht, weil unklar, was für Perspektiven Hasenhüttl in Frankfurt hätte und sehen würde und weil es bedeuten würde, dass es um RB und Hasenhüttl und eine mögliche Vertragsverlängerung deutlich schlechter steht als angenommen. Dass die Trainingseinheit kurz nach Bekanntwerden des Gerüchts von draußen nach drinnen verlegt wurde und Hasenhüttl gar nicht auf dem Rasen erschien, kann man auch schön zum Anheizen der Gerüchteküche nutzen. Mal sehen, was Hasenhüttl hier gleich auf dem Podium dazu zu sagen hat. Wenn er was zu sagen hat. Bei allem darf man nicht vergessen, dass es erstmal nur ein Sport1-Gerücht ist. Auch wenn der Bericht mit einem Treffen am Leipziger Flughafen nach dem Marseille-Rückspiel durchaus sehr konkret ist.

13.30

Spannender aber eigentlich, wie RB Leipzig sich Richtung Spiel in Mainz sportlich aufstellt. Man hatte eine recht lange Trainingswoche, um sich auf das Spiel vorzubereiten. Man hat aber auch ein paar Personalprobleme. Mal sehen, was Hasenhüttl am Sonntag so in Offensive und Defensive so auf den Platz wirft. Vermutlich läuft es erstmal auf defensive Stabilität und eine Aufstellung hinaus, die entsprechend gut gegen den Ball arbeiten kann.

13.32

Ralph Hasenhüttl: Langzeitverletzte fehlen weiter (neben Halstenberg und Sabitzer wohl auch Laimer). Reha. Forsberg gesperrt. Naby Keita mit Schlag auf den Oberschenkel. Fraglich für Sonntag. Ansonsten alle fit.

13.35

Hasenhüttl: „Hoffenheim-Niederlage aufgearbeitet. Viele Dinge nicht funktioniert. Tore resultierten aber aus individuellen Fehlern. Fokus nach vorn ausgerichtet. Unter der Woche an Basics gearbeitet. Auch Zweikampfschulung. Hat den Spielern gut getan. Hat uns im letzten Spiel gefehlt.“

Hasenhüttl: Kein Wahrheitsgehalt bezüglich des Gerüchts vom Treffen mit Bobic. Hätte vom Ablauf her gar nicht gepasst, weil gar keine Zeit nach der Rückreise am Flughafen. Will zu den Gerüchten gar nichts mehr sagen. Findet es „unmöglich, dass man einfach irgendwas rauswerfen kann. Man darf sich nicht wundern, wenn man Journalisten nicht mehr glauben kann. So einfach darf es nicht gemacht werden, etwas rauszuhauen, ohne dass es recherchiert wurde.“

13.40

Hasenhüttl: Gerüchte stören die Trainingsarbeit nicht, weil sie intern kein Thema sind. Man trainiert und will „Sonntag eine Reaktion zeigen“.

Irgendwas mit ‚Mainz kann auch in der Bundesliga bleiben‘. Lob für die Arbeit vor Ort. „Wir brauchen am Sonntag aber die Punkte selbst. Wird wohl ein ähnlich hitziges Spiel wie letzte Saison.“

Zum 100. Bundesligaspiel: „Kann mich noch genau an das erste Mal erinnern (auch in Mainz). Hat sich nicht schlecht angefühlt. Dass es schon drei Jahre her ist, kann man gar nicht glauben. Viel erlebt, sehr intensive Zeit gehabt. Fühlt sich gut an, jetzt das 100. Spiel zu haben.“

„Wechselhafte Wochen zuletzt. Die anstrengendsten würde ich nicht sagen. Europa League war faszinierend schön. Tolle Zeit. Jetzt wichtig, die Saison positiv zu beenden. Brauchen die Körpersprache, die uns auszeichnet. Haben in vielen Phasen gut agiert, aber in manchen lief auch nicht viel zusammen. Gute Entwicklung, aber wichtig die Saison gut zu beenden.“

13.43

Hasenhüttl: „Schade, dass Emil Forsberg gesperrt wurde. Ihn zu ersetzen nicht einfach, auch weil Keita vielleicht ausfällt. Gebeutelt auf der Zehner-Position.“ Auch Bruma immer wieder mit Knieschmerzen. „Gehe davon aus, dass es nicht Emils letztes Spiel war und er auch nächste Saison hier spielt. So kann man ja auch nicht abtreten.“

„Kevin Kampl kann auch auf der Zehn spielen.“ Auch Lookman, auch wenn er die defensiven Abläufe im 4-2-2-2 nicht so gut kennt. „Bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden.“ Auch Kaiser eine Option für die Zehn. „Werden eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen.“

Wird in Mainz nicht nur um Zweikämpfe gehen, sondern auch um Verteidigung der Standards und um gutes Verteidigen in der Tiefe. Offensiv Umschaltsituationen ausspielen und besser nutzen. „Fehlen im Moment ein paar Prozent, um uns für Ballgewinne zu belohnen. Brauchen Kaltschnäuzigkeit und müssen den Kampf annehmen.“

13.48

Hasenhüttl: „Hatten schon mal mehr Selbstvertrauen. Aber wir können an Dingen arbeiten, um den Jungs wieder Selbstvertrauen zu verschaffen. Training macht uns immer besser. Wir brauchen Automatismen. Dass uns da etwas abhanden gekommen ist, hat wohl auch der letzte gesehen. Saison mit viel Auf und Ab ist für die Jungs mal was neues. Nicht einfach die Saison, aber wichtig für die Entwicklung. Ist uns letztes Jahr viel öfter gelungen, enge Spiele auf unsere Seite zu ziehen.“ Irgendeine Metapher mit Scheiten, Feuer und so.

Trotz Doppelbelastung nicht so weit weg von der Spitze. „Lange gut damit gearbeitet, um in Tuchfühlung zu bleiben. Die letzten zwei Wochen sind uns etwas die Körner ausgegangen. Wussten um die Situation. Ich bleibe dabei, dass wir ein wichtiges Jahr hinter uns haben, aber noch einen wichtigen Schritt gehen müssen. Wäre schade, wenn die Mannschaft das Gelernte nicht nächste Saison wieder international zeigen könnte.“

13.52

Hasenhüttl: Upamecano wird wohl in Mainz spielen.

Gemeinsam mit der Vereinsführung abgestimmt, dass man erst nach der Saison zusammensitzt. „Spüre absolutes Vertrauen. Defniere mich über die letzten zwei Jahre, nicht nur über die letzten Wochen.“ In der Sommerpause die richtigen Schlüsse aus der Saison ziehen. Viel Fachkompetenz im Verein. „Trage die Richtung des Vereins voll und ganz mit.“

„Druck in positive Energie ummünzen. Haben im Training jeden Stein umgedreht. Wollen alle zeigen, die nächste schwere Saisonphase auch zu bewältigen. Immer wieder mal schlecht gespielt, dann wieder gut. Auf und nieder der Saison richtig einordnen. Wollen in den letzten drei Spielen aus einer guten eine sehr gute Saison machen.“

13.55

So, das war es von hier. Hasenhüttl versucht Aufbruchstimmung zu vermittelt und zerschmettert nebenbei das Gerücht eines Treffens mit Bobic. So viel mal wieder zu Sport1..

Für Mainz hat man Zweikämpfe trainiert und will den Kampf natürlich annehmen und drei Punkte holen und so. Ein bisschen ist man schon im Reflexionsmodus auf die Saison (auch journalistenseits), aber noch sind es drei Spiele und tatsächlich wird bei der Bewertung der Spielzeit relativ viel von den drei Spielen abhängen. Je nach Erfolg wird dann auch aus der Zeit davor eher das Positive oder das Negative hervorgekramt.

13.58

Schauen wir mal, was in Mainz dann am Ende an der Anzeigetafel steht und wie es zustande gekommen ist. Vielleicht ist ja nach der Wellenbewegung der Saison diesmal wieder ein Auf dran und kein Ab. In diesem Sinne viel Spaß mit dem bereits drittletzten Spiel der Saison. Soll ja warm werden. Tickets dürfte es an der Tageskasse auch noch reichlich geben (zumindest für den Gästeblock).

5 Gedanken zu „Auf der Suche nach dem Flow“

  1. Hallo Rote Bullen,
    hier im Berliner Norden drücken wir euch für die letzten 3 Spiele der Saison ganz fest die Daumen!!! Toi,toi,toi zunächst in Mainz.
    Wir hoffen natürlich, dass ihr in der nächsten Saison wieder international
    spielen werdet, mit Herrn Hasenhüttl als Trainer, den ihr hoffentlich sein
    100. Bundesligaspiel mit einem Sieg beschenkt.
    Von der Geschäftsleitung erhoffe ich mir eine clevere Spielerverstärung,
    damit so ein Verlust wie der Weggang von Keita verkraftet wird.
    Nochmals Daumendrücken von uns für euch!

  2. Ich wünsche RB Leipzig in Mainz einen tollen Sieg. Und kommt mit drei Punkten zurück. Ihr seit alle tolle Spieler und habt einen Supertrainer. Also, Leipziger Jungs, auf geht’s.

  3. Nun in Mainz verloren. Traurig, aber es wurden Chancen einfach nicht genutzt. Und die kuriose Elfmeterentscheidung hätte des VAR bedurft. Das habe selbst habe sogar ich sehen können, dass dort gar keine Berührung war. Vielleicht nochmal prüfen lassen. Aber Kopf hoch, kriegt euch mal wieder ein und in Wolfsburg besinnt ihr euch, dass ihr Spieler von RB Leipzig seit. Denn ihr seit gut. Manchmal ist eben auch der Wurm drin. Auf geht’s wieder. Ihr seit gut.

    1. Also ne Berührung gab‘s zwar – die war aber vor dem 16 Meter Raum – aber eigentlich auch wurscht- wer wieder mal beste Chancen im Minutentakt liegen lässt und es dann nicht schafft sich mal gegen harmlose Mainzer durchzusetzen der bekommt dann auch noch zwei eingeschenkt und darf auch noch auf Willi und Nabi verzichten…oh man Wurm drinn ist gut…vorne alles richtig gemacht nur wie so oft wegen mangelnder Genauigkeit kein Tor geschossen wie zuletzt des Öfteren …ich weiß auch nicht mehr was mit den Kollegen los ist…wir sind zZ der Aufbaugegner für jeden der da kommt….frei nach dem Motto: wer will noch mal – wer hat noch nicht

  4. Nun kann man auch noch gegen wolfsburg verlieren. Der HSV muss runter und es wäre ja gemein, wenn man nur Mainz geholfen hätte. Leipzig hat die einmalige Chance einen großen Dienst an der Bundesliga zu erfüllen und die Hamburger Plage zu entfernen.
    Ne mal im Ernst ich glaub nichtmehr das die letzten Spiele noch viel kommt. Da passiert einiges auf dem Transfermarkt im Sommer. Sicherlich nicht nur Spielertechnisch…
    Man macht ja, was die Abwehr angeht, dem BVB unter Bosz große Konkurrenz. Vorne sind die Jungs auch nicht all zu motiviert.

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