Zahnfleisch-Derby

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen Hertha BSC (17.12.2017, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Hinrundenfinale. Schon letzte Saison empfing RB Leipzig zum letzten Heimspiel vor der Winterpause (damals der 15. Spieltag) Hertha BSC in der Red Bull Arena. Auch diesmal kommen die Hauptstädter zur gemeinsamen Weihnachtsfeier vorbei. Wobei Hertha letzte Saison in Leipzig nicht viel zu feiern hatte, sondern das Spiel recht sang- und klanglos verlor.

Beide Teams schlagen sich scheinbar in dieser Saison mit sehr ähnlichen Problemen herum. Jedenfalls legt das das häufige Reden über die Mehrfachbelastung nahe. Von Zahnfleisch ist da immer wieder die Rede und von müden Beinen und in der Hauptstadt vor allem auch von müden Köpfen. Für beide Vereine ist es nicht normal, dass man zusätzlich zu Liga und Pokal auch noch europäisch unterwegs ist. Beide Vereine versuchten es mit verstärkter Rotation. Bei beiden Vereinen ändert das nichts daran, dass die Belastung auch immer mal ein paar Prozent an Konzentration und Vorbereitung kostet.

Insgesamt spielt Hertha eine etwas durchwachsene Saison unter den neuen Herausforderungen der Dreifachbelastung. In der Europa League recht sang- und klanglos gegen nicht allergrößte Konkurrenz ausgeschieden. Im DFB-Pokal zu Hause an Köln gescheitert. Und in der Bundesliga im hinteren Tabellenfeld verschwunden. Der Sieg gegen Hannover am letzten Wochen war durchaus wichtig, damit man das Weihnachtsfest nicht in allzu großer Sorge versinkt. Mit 21 Punkten ist Hertha für die Rückrunde gut gerüstet. Und wenn jetzt aus dem Leipzig-Spiel noch ein paar Bonus-Punkte dazukommen, wäre man recht gut im Soll in der Bundesliga.

So richtig weiß man allerdings bei Hertha nicht, wohin die Reise in den nächsten Monaten gehen wird. Aber das Gefühl hatte man in der jüngeren Vergangenheit bei dem Verein unter Dardai öfter und bisher hat der Coach die Dinge inklusive kleiner Durststrecken immer ganz gut gelöst und den Klub sportlich weiterentwickelt.

Zur Entwicklung von Hertha gehört auch dazu, dass man den Kader weiter hin zu einem zukunftsfähigen umbaut und dabei auf junge Spieler setzt, die sich mit dem Verein entwickeln können und vielleicht irgendwann auch noch mal ein bisschen Geld abwerfen. Mit Davie Selke, Valentino Lazaro (der zuletzt erklärte, dass er mal raus musste aus der Red-Bull-Welt und deswegen nicht von Salzburg nach Leipzig wollte) und Karim Rekik kamen drei Spieler Anfang 20, die sehr viel Potenzial haben, aber schon jetzt mehr oder minder vollwertige Mitglieder der Mannschaft sind.

Vor allem (der gegen Leipzig verletzt ausfallende) Rekik ist eine wichtige Verstärkung, nachdem man Brooks im Sommer für viel Geld nach Wolfsburg ziehen ließ. Aber auch Selke, der schon bei sechs Toren und drei Vorlagen in 13 Spielen steht und Valentino Lazaro haben nach Verletzungen inzwischen ihren Platz in der Mannschaft gefunden.

Wenn man noch Weiser, Stark, Mittelstädt, den erst 18-jährigen Maier oder Torunarigha nimmt, dann ist die Anzahl an Spielern um die 20 oder Anfang 20, die mehr oder minder regelmäßig in Pflichtspielen aufläuft, sehr hoch. Und auch wenn die Mannschaft noch sehr von erfahrenen Ü30-Akteuren wie Jarstein, Skjelbred, Ibisevic, Kalou oder Pekarik geprägt wird und entsprechend ein hohes Durchschnittsalter hat, steckt man doch mitten in einem Umbruch hin zu einem Team mit wirtschaftlichem und sportlichem Potenzial. Zumal da aus dem eigenen Nachwuchs auch noch zwei, drei Akteure mehr gut an den Profikader herangeführt werden.

Sportlich gesehen ist die bisherige Saison ein bisschen eine, der man den Umbruch auch anmerkt. Es ist keine Selbstläufer-Saison. Für spektakulären Hochgeschwindigkeitsfußball war das Dardai-Team ja sowieso noch nie bekannt. Und so ist es auch dieses Jahr so, dass viel über Geduld und klare Spielstrukturen geht. Aber man hat mit Leckie, Weiser, Lazaro und Co auf den Außenbahnen und in der Offensive auch einige Optionen mit Geschwindigkeit und Dynamik, die das Optionsspektrum des Vereins durchaus erweitern und verändern.

Gespielt wird bei Hertha aber weiter vor allem mit Fokus auf Sicherheit. Hinten heraus geht es darum, in Ruhe zu warten bis sich eine Lücke findet. Dann geht es primär auf die Außenbahnen, wo man Duos wie Weiser/ Leckie (wenn Weiser nicht gerade verletzt ausfallen würde) oder Plattenhardt/ Mittelstädt (Kalou) bilden kann. Was durchaus Duos mit guter Qualtität im Spiel nach vorn sind.

Aber auch der lange Ball gehört alternativ zum Programm. Gerade wenn man mit Doppelspitze Ibisevic/ Selke spielt, ist das eine Option. Zumal gerade Ibisevic einer ist, der in etwas tieferer Position lange Bälle auch gut verarbeiten und sichern kann.

Dabei ist Hertha auch weiterhin kein Team für das Umschalten. Ein Kontertor haben sie diese Saison noch nicht geschossen. Schon letzte Saison war man in dieser Statistik das schlechteste Team der Liga. Auf der anderen Seite führt die Stabilität im Team auch dazu, dass man keine Kontertore kassiert.

Aus dem normalen Spiel heraus ist Hertha derweil nicht so unanfällig, wie man das vielleicht erwarten würde. Wenn die Berliner die Defensivarbeit nicht sehr aktiv und schon weit vorn spielen (was man als unterdurchschnittlich laufstarkes Team offenbar nicht über längere Zeit durchhält, wenn man auch sieht, dass Hertha zuletzt stark in die Spiele startete und dann mit laufender Spielzeit abbaute), dann steht man schon auch ab und zu in einer Art Haufenform mit neun Spielern am eigenen Strafraum und kriegt die Bälle um die Ohren gehauen. Nur fünf Teams haben mehr Chancen zugelassen als Hertha. Wobei RB Leipzig in dieser Disziplin auf Augenhöhe mit den Hauptstädtern agiert.

Schwierig sind bisher vor allem die Offensivabläufe. Gerade mal neun Torschüsse pro Spiel sind mit Abstand der schlechteste Wert der ganzen Bundesliga. Mit etwas mehr als vier Torchancen pro Spiel liegt Hertha immerhin auf dem drittletzten Platz. Was auch bedeutet, dass man offensiv sehr effektiv spielt, wenn von den ganz wenigen Schüssen vergleichsweise viele Torchancen abfallen. Darauf deutet auch hin, dass fast zehn Prozent aller Torabschlüsse von innerhalb des Fünfmeterraums abgegeben werden (Höchstwert in der Liga), also von einer Stelle, von der aus der Torerfolg dann doch sehr wahrscheinlich ist.

Problematisch am Hertha-Spiel vor allem, dass offensiv in der Spielfeldmitte ein wenig die Ideen fehlen. Mit Lazaro oder Weiser hat man aber auch Spieler im Offensivbereich, die den Fokus weg von der Seitenlinie auch zur Mitte verschieben können und dort flexibel einsetzbar sind. Von daher wäre das wohl einer der nächsten Entwicklungsschritte des Teams.

In Sachen Offensivgefahr ist vor allem die Standardstärke sehr hilfreich. Fast die Hälfte aller Tore hat Hertha nach Standardsituationen erzielt. Elf Tore bedeuten drei mehr als die Teams mit den zweitmeisten Toren nach Standards. Um auf diese Anzahl von Toren zu kommen, brauchen sie allerdings nur 3,1 Torabschlüsse nach Standards pro Spiel, der zweitniedrigste Wert der Liga. Auch hier ist Effektivität ein wichtiges Thema. Wenn man bedenkt, dass RB in Sachen Standards in den letzten Wochen eher einige Probleme hatte, sind Stärke und Effektivität bei Standards für Hertha natürlich für das Spiel in Leipzig besonderes interessant.

Insgesamt ist Hertha ein gegenüber dem Vorjahr verändertes Team, aber auch wiederum nicht. Denn weiterhin macht man aus relativ wenigem an Torgefahr vergleichsweise viele Punkte. Man hält das Spiel einfach und versucht immer mit ausreichend vielen Spielern hinter dem Ball zu sein. Den großen Sturmlauf kriegt man von Hertha eher selten, dafür aber grundsoliden, effektiven und gut abgesicherten Fußball, den man neuerdings durch ein paar junge, entwicklungsfähige Charaktere und ein bisschen mehr an Dynamik ergänzt hat. Eine Mannschaft, bei der man durchaus gespannt sein darf, wie sie nach der Winterpause auftritt, wenn die Belastung aus der Europa League wegfällt und welche Entwicklungsschritte Dardai für sie vorgesehen hat und umsetzen kann.

Für RB Leipzig wird es im großen Zahnfleisch-Duell darum gehen, die Herthaner vor allem mit Geschwindigkeit zu zerspielen. Wenn die Berliner etwas nicht so richtig abkönnen bei der Defensivarbeit, dann ist es schnelles Spiel am Strafraum. Da kann die Ordnung dann doch schnell auch mal verloren gehen. Zumal mit Rekik ein Stützfeiler der Defensive fehlen wird.

Interessant aus RB-Sicht wird auch das mögliche Duell mit Davie Selke. Dass er sich nicht einem Upamecano ausgesetzt sieht, wird er wohl schon mal ganz nice finden. Falls Selke ein Tor schießt, darf man auf seine Reaktion ‚gespannt‘ sein. Dass er aus Respekt vor seinem alten Verein nicht jubelt, darf man nicht annehmen. Dass er den Papadopoulos macht und bei Hasenhüttl zum Zeigen der Muskeln vorbeisprintet, kann man sich aber auch nicht so richtig vorstellen, auch wenn das Verhältnis zwischen den beiden am Ende offenbar nicht so richtig zufriedenstellend war, wenn man Selkes Einlassungen zu dem Thema in den letzten Wochen richtig verstanden hat. Aber großes Interesse besteht in Leipzig natürlich nicht, herauszufinden, wie Selkes Reaktion auf einen Torerfolg gegen RB ist.

Fehlen werden bei den RasenBallsportlern gegen Hertha auf jeden Fall Sabitzer und der gesperrte Upamecano. Fraglich ist noch Forsberg, der aber tendenziell wieder auflaufen soll (näheres dazu in der Pressekonferenz unten). Zurückkehren sollen die erkrankten Bernardo und Augustin. Belastungssteuerung wird gegen Hertha wohl nur ein peripheres Thema sein, angesichts der freien Tage danach. Trotzdem wird Hasenhüttl auch darauf gucken, dass frische Spieler auf dem Platz stehen.

[Update aus den Pressekonferenzen: Auch Emil Forsberg fällt definitiv aus. Auf Hertha-Seite erklärte Dardai, dass Leckie aufgrund von Erschöpfung nicht spielen wird.]

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Bernardo (Klostermann), Orban, Ilsanker (Konaté), Halstenberg – Demme (Ilsanker), Keita – Kampl, Bruma – Poulsen (Augustin), Werner (Augustin)
  • Hertha BSC: Jarstein – Pekarik, Stark, Torunarigha (Langkamp), Plattenhardt – Esswein (Lazaro), Skjelbred, Maier (Langkamp), Kalou (Mittelstädt) – Ibisevic, Selke

Fazit: Keine uninteressante Partie gegen einen soliden Gegner mit alten, aber auch neuen Qualitäten. Für RB Leipzig geht es darum, die Strecke von vier Pflichtspielen ohne Sieg zu beenden und mit einem guten Gefühl (und mindestens Platz 3) in die Winterpause zu gehen. Auf Hertha-Seite könnte man die noch vor drei Tagen aufkommenden negativen Gedanken an den Abstiegskampf mit einem weiteren Sieg komplett zertrümmern. Mal sehen, wessen Zahnfleisch sich so kurz vor der Winterpause als widerstandsfähiger erweist..

[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC nicht vor Ort verfolgen kann und am 17.12.2017, ab 18.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live natürlich bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Hertha BSC

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Ralph Hasenhüttl will endlich die direkte Qualifikation für die Champions League feiern. | GEPA Pictures - Sven Sonntag
GEPA Pictures – Sven Sonntag

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Hertha BSC. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.17

So, letzter Schritt in diesem Jahr. Ein aufregendes Jahr mit Vizemeisterschaft und Champions League. Alle sind ein bisschen fertig, ich auch. Alle wollen noch mal drei Punkte und mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Ich auch.

13.19

Mit Hertha wartet noch mal ein Gegner der Marke unangenehm. Auch ziemlich fertig nach der ungewohnten Europapokal-Belastung. Wie RB auch mit ein paar Ausfällen bei diesem letzten Spiel des Jahres. Trotzdem will man natürlich was mitnehmen aus Leipzig.

13.23

Davie Selke kehrt zurück nach Leipzig. Voll wird das Stadion wohl nicht. Kalt wird es vermutlich in halbwegs annehmbaren Rahmen. Muss man noch was wissen? Wird uns wohl Hasenhüttl gleich sagen.

13.32

Ralph Hasenhüttl: Emil Forsberg fällt aus. Kann noch nicht schießen. „Schade. Versuchen, ihn für die Rückrunde hinzukriegen.“ Sabitzer kein Thema. Upamecano gesperrt. Bernardo und Augustin haben wieder mittrainiert.

13.34

Hasenhüttl hofft auf ein gutes Spiel. Respekt wie vor jedem Gegner. Keine Angst vor Standards. Bei Elfmetersituationen besser agieren und keine Foulspiele riskieren. „Lassen aus dem Spiel heraus eigentlich nicht viel zu.“

„Hertha zu Hause eine Macht. Haben zweimal sehr gut gegen Berlin gespielt. Keine Garantie, dass das immer so läuft.“ Spiel durchziehen, sich belohnen. Hertha mit ähnlicher Belastung wie RB und mit Verletzungen. „Wird darauf ankommen, effektiv zu sein“ und nicht Kraft für das Aufholen von Rückständen aufwenden zu müssen.

13.36

Hasenhüttl zur Entwicklung von Selke. „Einige Tore von ihm gesehen.“ Nicht explizit verfolgt bei Hertha. „Nicht so schlecht gelaufen für ihn. Hat gezeigt, dass er eine Verstärkung für Hertha ist.“

Tabelle ist nicht so wichtig. „Interessiert mich null, ob ich nach der Hinrunde Dritter oder Fünfter bin.“ Enge Abstände und viele Teams, die um CL-Plätze kämpfen. Gut, dass man mal sieht, dass es nicht selbstverständlich, auf Platz 2 zu stehen.

13.40

Hasenhüttl: „Wir haben schon ein paar Jungs, die schießen können.“ „Wir müssen die Situationen in der Box von außen besser ausspielen. Dann braucht man nicht unbedingt Schussstärke.“ In Wolfsburg acht bis zehn sehr gute Situationen am und im Strafraum gehabt, bei denen der letzte Pass nicht gestimmt hat. Liegt nicht nur an den Eingaben, sondern auch an den Laufwegen. Daran hat man noch mal gearbeitet.

Zu Kaiser: „Ganz wichtiger Spieler für uns. Hat auch gegen Mainz von Anfang an gespielt. Gute Standards. Für übermorgen eine Option. Aber wir haben auch Bruma und Kampl, die haben auch Qualität. Irgendjemand muss draußen bleiben. Das ist das Problem von einigen Spielern, dass andere auch sehr gut sind und die Nase vorn haben.“

13.43

Hasenhüttl: Orban könnte hinten spielen. Auch Ilsanker. „Klostermann hat viel gespielt und war in Wolfsburg lange gut im Spiel, auch wenn er sich nicht mit einem Assist belohnen konnte.“

Sieht die Bundesliga im internationalen Vergleich besser als sie gesehen wird. Aber kein zufriedenstellendes Abschneiden diese Saison in Europa. „England ist das Maß aller Dinge, nicht nur für deutsche Klubs.“ Man muss mit den eigenen Mitteln in Deutschland daran arbeiten, den Anschluss wieder herzustellen.

Zu Sabitzer „Spieler muss man immer für ein, zwei Spieler ersetzen können. Problematisch wird es, wenn ein sehr guter Spieler länger fehlt. Tut uns weh, dass Sabitzer fehlt, auch weil er ein Mentalitätsspieler ist.“

13.45

Hasenhüttl zu Verstärkungen im Winter: „Habe meine Vorstellungen, aber die werde ich nicht ausbreiten, sondern mit Rangnick besprechen. Kann ja auch sein, dass uns jemand verlässt und wir die Position ergänzen müssen.“ Nach dem letzten Spiel wird man sich im Verein dazu zusammensetzen.

„Hab auch gern elf Mentalitätsspieler auf dem Platz.“ Man brauche neben Häuptlingen aber auch Indianer. Man könne Mentalitätsspieler auch selbst entwickeln und muss sie nicht zwangsläufig holen.

13.49

Hasenhüttl: Glaubt, dass Klostermann schon auf seinem derzeitigen Topniveau ist. „Ist sein erstes Jahr Bundesliga, er ist noch am lernen.“ Man dürfe nicht vergessen, dass er quasi aus der zweiten Liga kommt. Mit der Verletzung im Hintergrund leistet er mehr, als man ihm zugetraut hätte.

Dank DFB-Pokal-Aus ein paar Tage mehr frei. „Hat sich die Mannschaft verdient.“ Sonntag von den Fans verabschieden. Montag noch mal Treffen im Trainingszentrum und Durchchecken. Mit nicht zu umfangreichen Trainingsplänen in den Urlaub. Mischung aus Ruhe und ein bisschen Training. Am 02.01. geht es weiter.

13.51

Hasenhüttl: Noch nicht so richtig mit Hertha beschäftigt. Macht man am Nachmittag. Hebt ein paar Spieler wie Selke, Ibisevic und Leckie oder Kalou heraus. „Gestandene Bundesliga-Mannschaft. Guter Gegner, der uns nichts schenken wird.“

Kein Wintertrainingslager?: „Verzichte nicht auf das Trainingslager, weil ich eure Reise in den Süden verhindern will. Mir würden zwei fehlende Trainingstage einfach richtig weh tun.“ Ist von der Abwechslung her nicht nötig wegzufliegen. Man hat auch zu Hause perfekte Bedingungen. „Da fehlt es an nichts, egal wie das Wetter ist.“ „Hat für die kurze Pause keinen Sinn gemacht, ins Trainingslager zu fahren.“

Mit den Trainingsplänen sollte es unproblematisch sein, nach zwei Wochen Pause gleich wieder voll ins Training einzusteigen.

13.53

Hasenhüttl: Hatte noch nicht die Zeit, die Saison zu reflektieren oder zu resümieren. Vielleicht in der Winterpause Zeit dafür. „War intensive Zeit mit vielen Spielen. Haben es gut gemacht.“ Den Rest resümiert er vielleicht nach der Winterpause.

Heimsieg gegen Freiburg war wichtig für die Saison, zumal man zur Pause zurücklag. Pokalspiel gegen Bayern als „einschneidendes Erlebnis“ und „Highlight“. CL auch etwas besonderes, insbesondere das Auswärtsspiel in Monaco. „Das schönste sicherlich, dass wir international überwintern.“

13.56

Das war es von hier. So ein bisschen scheint bei Hasenhüttl energietechnisch auch ein wenig der Stecker gezogen. Aber ist ja nur noch ein Spiel und dann hetzen einen zumindest für vier Wochen keine Spieltermine. In diesem Sinne hoffe ich, dass euch schon ein bisschen weihnachtlich ist und wünsche euch viel Spaß mit dem Spiel am Sonntag.

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Ein Gedanke zu „Zahnfleisch-Derby“

  1. Ist schon irre, wie viel Rasenball es seit Anfang August gab – insbesondere im Vorjahresvergleich:
    17 statt 16 Hinrunden Spiele
    2 statt 1 Pokalspiel
    6 statt 0 CL-Spiele

    – macht ein sattes Plus von 8 Spielen. Oder Wahlweise ein Plus von 47% – das macht sich ja bereits bei der Kartennachfrage bemerkbar (mal abgesehen davon, das die erste Neugier befriedigt ist). Auch als Fan kann man da zwischendurch mal die Backen aufpusten und ein „endlich Pause“ einmal quer durch die Synapsen schicken und das von Dir erwähnte Zahnfleisch bemühen (gleichwohl es natürlich einen gewaltigen Unterschied macht, ob man sich nun auf dem Platz, neben dem Platz oder sonstwo befindet).

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