Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2016/2017 – Teil II

Weiter geht es mit der Saisonaufarbeitung. Diesmal mit Teil II der Betrachtungen zu den einzelnen Spielern des RB-Kaders. Nach den Torhütern und Verteidigern sind heute die Mittelfeldspieler und die Stürmer dran. Geordnet ist die Übersicht nach Positionen (Mittelfeld, Sturm) und innerhalb der Positionen nach Einsatzzeit. Wobei die Zuordnung zu den Positionen eher nach Spielertypen erfolgt. Marcel Sabitzer hat genaugenommen von der Position her dasselbe gespielt wie Emil Forsberg, ist aber trotzdem vom Typ her eher Stürmer. Gilt ähnlich für Burke.

Mittelfeld

Diego Demme (25 Jahre, 16 Spiele, 1469 Minuten): Man hat sich schon dran gewöhnt, dass Diego Demme jede Saison leicht in Frage gestellt wird, um sich dann doch einen Stammplatz zu sichern und unverzichtbar zu werden. Dass er das nun auch in der Bundesliga wieder auf unnachamliche  Art durchziehen würde, war dann aber doch irgendwie wieder mal überraschend. Von Anfang an gesetzt in einer Rolle als Ballverteiler und Balljäger. Hat die meisten Ballkontakte auf 90 Minuten und ist fast immer überall dort, wo eine Anspielstation gebraucht wird. Sei es bei den Innenverteidigern oder beim offensiven Mittelfeld. In dieser Rolle zwischen den Strafräumen an unheimlich vielen Toren beteiligt. Nicht unbedingt als direkter Vorbereiter, aber als Einleiter von Angriffen und als Spielverlagerer. Bester Balleroberer im Team nach Naby Keita. Gute Passsquote. Ist aufgrund seiner Rolle in unheimlich viele Foulspiele verwickelt. Als Übeltäter, aber auch als Gefoulter. Und läuft traditionell am meisten bei RB Leipzig. Mit seiner ganzen Art und Qualität schwerlich wegzudenken aus dem RB-Kader.

Diego Demme. GEPA Pictures - Roger Petzsche.

Stefan Ilsanker (27 Jahre, 17 Spiele, 1387 Minuten): In dieser Saison fast schon zur Allzweckwaffe geworden in der RB-Defensive. Neben seiner eigentlichen Rolle auf der Sechs auch in der Innen- und Außenverteidigung eingesetzt. Macht seine Sachen solide und abgeklärt und wenn er sie ohne großen Schnickschnack macht auch sehr gut. Verteidigt gut nach vorn, was ihm in der Innenverteidigung auch mal zum Verhängnis werden kann, wenn er einen Schritt zu spät kommt. Aufbauspiel über größere Distanzen ist weiterhin nicht unbedingt Ilsankers Sache. Was wiederum auch in der Innenverteidigung eher ein Problem ist, wie man bspw. in Leverkusen vor dem 1:2 sehen konnte. Insgesamt eine solide Bundesligarunde, die noch besser geworden wäre, wenn Ilsanker nicht öfters hätte die Positionen wechseln müssen. Andererseits wäre er dann wohl auch nicht so oft zum Einsatz gekommen.

Emil Forsberg (25 Jahre, 16 Spiele, 1161 Minuten): Letzte Saison spielte er spektakulär, aber nicht immer effektiv. Diese Saison spielte er spektakulär und dazu auch noch meist effektiv. Nach der schwachen Europameisterschaft und einigen Partien am Anfang, bei denen er auf der Bank saß, konnte man diese Leistungsexplosion nicht unbedingt erwarten. Die Bundesligaprofis wählten ihn sogar zum zweitbesten Feldspieler der bisher 16 Spiele. Mehr muss man fast gar nicht wissen. An 21 von 31 RB-Toren war Forsberg auf die eine oder andere Art beteiligt. Neun direkte Vorlagen sind Spitze in der Bundesliga. Fünf Tore sind absolut in Ordnung. Überragende Runde des 25-Jährigen. Wenn man vom unnötigen Platzverweis in München absieht.

Naby Keita (21 Jahre, 15 Spiele, 1043 Minuten): An guten Tagen auch Bundesliga-Topniveau hatte Naby Keita. Der vor allem mit dem Ball am Fuß seine Stärken hat, aber auch bester Balleroberer bei RB Leipzig ist. Seine Dynamik und Offensivpower haben dem Mittelfeld von RB in der Vergangenheit gefehlt. Seine Verpflichtung hat entsprechend das ganze Team noch mal auf ein neues Niveau gehoben. Leichte Anpassungsprobleme zu Beginn der Saison, inklusive einer ganz schwachen Halbzeit beim HSV und mancher Bankzeit. Danach eine Explosion mit unfassbaren Auftritten wie jenem gegen Bremen. Für den Kicker war Keita der beste Sechser der Liga. Kann man teilen, muss man nicht teilen. Fakt ist, dass Keita mit seinen 21 Jahren an guten Tagen fast jedes Bundesligateam dominieren kann. Vielleicht geht ihm noch ein Schuss Mannschaftsdienlichkeit ab. Nur zwei Torvorlagen wären ein Verweis darauf. Wobei allein in Ingolstadt noch gut zwei hätten dazukommen können, wenn seine guten Vorlagen verwandelt worden wären. Nicht immer lassen sich in Statistiken nur die individuellen Leistungen ablesen. Wenn Keita sich nur halbwegs so entwickelt, wie er es in seinen ersten Monaten in Leipzig angedeutet hat, dann wird er eine ganz große Nummer im Fußball. Und dann dürfte er aber spätestens in zweieinhalb Jahren auch weg sein. Bis dahin bleibt er hoffentlich gesund (bzw. gesundet schnell) und sorgt noch für ganz viel Spaß.

Dominik Kaiser (28 Jahre, 14 Spiele, 836 Minuten): Vom Kapitän und unumstrittenenen Stammspieler zum Bankspieler in 16 Spielen. Stand am Anfang noch oft in der Startelf, später rutschte er dann endgültig auf die Bank und in eine Ergänzungsrolle. Für Kaiser sicherlich nicht einfach, aber als Teamplayer trägt er dieses Los und verhält sich professionell. Sprich, er spielt die Rollen, die ihm eben so zufallen. Wie jene als Rechtsverteidiger gegen Schalke, als er Mitte der ersten Hälfte für den verletzten Schmitz ins sehr kalte Wasser geschmissen wusse. Insgesamt eine wenig auffällige Runde. Auch schon zu Beginn, als er noch regelmäßig spielte. Kaum an Toren beteiligt. Selbst wenn man die geringe Spielzeit berücksichtigt. Aber passenderweise das erste RB-Bundesligator überhaupt erzielt. Von der vierten bis in die erste Liga hat er immer getroffen. Das schaffte vor ihm nur Andreas „Lumpi“ Lambertz mit Fortuna Düsseldorf. Will man die Zukunft von Kaiser hoffnungsvoll sehen, dann kann man sich vor Augen halten, dass er bei jedem Sprung in eine neue Liga ein bisschen brauchte, bis er sich an das neue Tempo und die neue Spielweise gewöhnte und dann immer wieder aufs Neue voll da war. Vielleicht dauert es diesmal ja einfach ein bisschen länger. Andererseits ist Kaiser inzwischen auch 28. So ganz viel Luft nach oben ist dann auch nicht mehr. Gerade im Vergleich zur Konkurrenz sowohl auf der Zehner- als auch auch auf der Sechserposition. Ideal für Kaiser wäre vielleicht die Acht, aber die gibt es aktuell nicht so richtig im RB-System.

Rani Khedira (22 Jahre, 2 Spiele, 3 Minuten): Völlig aus dem Fokus gerutscht. Ralf Rangnick attestierte Khedira einst, dass er von allem was, aber nichts überragend könne, dass ihm also eine Art Spezialität fehle, die ihn besonders mache. Das stimmt wohl irgendwie. Heißt aber auch, dass Khedira in einer Mannschaft, die genau so einen Allrounder mit und gegen den Ball gebrauchen kann, gut aufgehoben wäre. Darum geht es aktuell, einen Verein zu finden, der Rani Khedira ein gutes Zuhause und Hoffnung auf regelmäßige Einsatzzeiten geben kann. Bleibt er über den Winter hinaus in Leipzig, wird es wohl weiter bei ganz wenigen Kurzeinsätzen irgendwann Richtung 90. Minute bleiben.

Zsolt Kalmár (21 Jahre, 0 Spiele, 0 Minuten): Auch ganz weit weg von der Stammformation und von Einsatzzeiten. Auch wenn vor ihm auf den Zehnerpositionen gar nicht so viele Spieler stehen. Doch der Qualitätsunterschied ist durchaus enorm. Für den Ungarn steht weiterhin die Option, dass er sich für seine Entwicklung wohl besser zu einem ordentlichen Zweitligisten verleihen lassen sollte. In der Regionalliga bei der RB-U23 ist er jedenfalls ein wenig fehlbesetzt. Klar kommen dann immer mal wieder Highlightspiele wie jenes beim Berliner AK raus. Aber für seine Entwicklung macht das nicht so richtig viel Sinn.

Sturm

Yussuf Poulsen (22 Jahre, 17 Spiele, 1324 Minuten): Wie immer unverwüstlich der Däne. Nicht unbedingt der Torjäger (bei nur einem Tor keine gewagte Aussage), aber einer, der sich dauerhaft im Dienst der Mannschaft aufreibt und die gegnerische Defensive bearbeitet und Lücken reißt. Ohne Poulsen wäre der Erfolg vor allem von Forsberg und Werner nicht denkbar. Was man leicht vergessen kann, wenn andere den Ruhm der Offensive ernten. 32 Zweikämpfe führt Yussuf Poulsen pro 90 Minuten. Dazu nimmt er 30 Sprints und läuft über 11 km. Wenn man bei einem wie ihm nicht im Saisonverlauf einen gewissen Substanzverlust feststellt, dann wäre das unmenschlich. In den letzten Partien vor Weihnachten merkte man dann aber, dass auch ein Poulsen doch nur menschlich und keine Zweikampfmaschine ist. Solange Poulsen voll da war, war er auch enorm wichtig als Zielspieler für lange Bälle. Gerne auch direkt von Gulacsi. Ballsicherung, Ablage und dann konnte schon jemand steil gehen. Man wird auch künftig dieses Mittel als Ergänzung zu Balleroberungen und Spiel mit dem Ball brauchen. Gerade wenn die Abwehrreihe von RB wie in Ingolstadt mal wieder aggressiv angelaufen wird. 22 Jahre ist Yussuf Poulsen immer noch. In vielerlei Hinsicht ist er schon jetzt ein überragender Stürmer. Und auch wenn seine Rolle nicht mehr so sehr aufs Toreschießen ausgelegt ist wie noch in der Vorsaison. Zwei, drei Tore mehr pro Halbserie dürfen es schon sein. Die Chancen dazu hatte er auch in der Hinserie schon.

Yussuf Poulsen. GEPA Pictures - Roger Petzsche.

Marcel Sabitzer (22 Jahre, 16 Spiele, 1243 Minuten): Wollte sich diese Saison auch von zwei Verletzungen nicht auf die Bank verbannen lassen. Will immer spielen. Spielt immer mit viel Engagement und läuferischem Einsatz. Wobei er erstaunlicherweise vergleichsweise wenig in Zweikämpfe verwickelt wird. Seinen ganz großen Auftritt hatte Marcel Sabitzer in Darmstadt mit zwei Toren zum Sieg. Ansonsten präsentierte er sich als gutes Puzzlestück im RB-Teamfußball. Ein Puzzlestück mit viel Siegeswillen und hohen Erwartungen an die Kollegen. Einer, der sich in keine Richtung den Mund verbieten lässt und gern auch mitten ins verbale Getümmel geht. Eine Eigenschaft, die der manchmal etwas ruhigen Mannschaft auch ganz gut tut. Offensiv läppert es sich wieder mal bei Sabitzer. An 15 von 31 Toren war er auf verschiedenen Wegen beteiligt. Nur Emil Forsberg brachte mehr zustande. Im Vergleich zu den spektakulärereren Forsberg und Werner ging Sabitzer scheinbar ein bisschen unter und gerade im Torabschluss darf es auch noch ein bisschen effektiver sein. Aber insgesamt steht der Fakt, dass Sabitzer in vielerlei Hinsicht von Einfluss auf das Auftreten der Mannschaft absolut auf Augenhöhe mit den hochgelobten Forsberg und Werner agierte.

Timo Werner (20 Jahre, 17 Spiele, 1213 Minuten): Hat sein Glück in Leipzig fußballerisch gefunden. Perfekte Rolle als Zielspieler in der Tiefe. An 14 Toren beteiligt. Immer als direkter Vorbereiter oder als Torschütze. Nie als vorletzter Passgeber oder sonstwie in der Vorbereitung. Werner ist vielleicht der optimale Abschlussstürmer für ein auf Geschwindigkeit ausgerichtetes Spielsystem. Insofern ist RB Leipzig perfekt für Werner und ist Werner perfekt für RB Leipzig. Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Inwieweit das auch für andere Teams und beispielsweise für die Nationalmannschaft reicht, muss man abwarten. Man könnte vermuten, dass es im deutschen Team schwerer wird, weil dort andere Qualitäten gefodert sind. Teilnahme am Kombinationsspiel. Zweikampfstärke. Beispielsweise. Beides Sachen, für die Timo Werner nicht unbedingt steht. Aber man vergisst auch gern schon wieder, dass Werner gerade erst 20 ist. Da ist noch so viel Luft nach oben und zum lernen, da muss einem fast schon schwindelig werden. Auch die Sache mit den Schwalben lernt er da sicher noch. Aber das Thema ist inzwischen (und solange es keinen weiteren Fall in der Richtung gibt) töter als tot.

Oliver Burke (19 Jahre, 13 Spiele, 255 Minuten): Anfangs ob seiner 15 Millionen Ablöse überhypt. Dazu passend die Vorbereitung des Siegtreffers gegen Dortmund in seinem ersten Spiel für RB Leipzig. Burke hat phänomenale Qualitäten, wenn man ihm den Ball an den Fuß gibt und er mit Geschwindigkeit losziehen kann. Überschaubar aber weiterhin sein Positionsspiel und sein Einsatz gegen den Ball. Auch wenn er da immer besser wird. Fraglich weiterhin, ob er eher als Stürmer oder als Zehner nach Sabitzer-Art gesehen wird. Für beides gibt es Argumente. Interessant, dass die Kante Burke mit seinen Muskeln gerade in Luftduellen nicht so richtig gut aussieht. Da fehlt oft das richtige Timing in den Zweikämpfen. Wenn er das hinkriegen würde, wäre er sogar als zentraler Stürmer ala Poulsen eine Option. Man wird aber sehen, in welche Richtung Burkes Entwicklung geht. 19 ist er gerade mal. 15 Millionen Euro Ablöse hin oder her. Seine Einsatzzeiten sollten halt sukzessive steigen und vielleicht auch immer mal wieder einen Startelfeinsatz beinhalten. Dann geht das für die erste Saison in der Bundesliga bereits als Erfolg durch.

Davie Selke (21 Jahre, 10 Spiele, 178 Minuten): Vor eineinhalb Jahren von Werder Bremen gekommen. Eine sehr gute Halbserie gespielt mit sieben Toren. Und seitdem wird es zäh. Schon letzte Saison in der Rückrunde der zweiten Liga. Und erst recht diese Saison in der Bundesliga. Großes Selke-Problem ist, dass es mit Kumpel Poulsen zusammen auf dem Platz nicht so richtig hinhaut und dass aber an Kampfmaschine Poulsen so richtig kein Weg vorbeiführt. Ein Dilemma für den 21-Jährigen. An dem auch die Olympia-Teilnahme, die ihn im Konkurrenzkampf etwas zurückwarf, nicht zuvorderst schuld ist. Selke ist und bleibt ein sehr guter Abschlussstürmer. Einer, der dir die Tore macht, wenn du dein Spiel ein wenig auf ihn zuschneidest und ihn in den Schnittstellen bedienst und ihn suchst. Die Rolle füllt in Leipzig aber Werner perfekt aus. So richtig ist bei RB im Hasenhüttl-System kein Platz für Selke. Zumindest wüsste man aktuell (und vorausgesetzt es gibt keine Verletzungen) nicht, wie das genau aussehen sollte, das System mit Selke und all den anderen. Die Rückrunde dieser ersten Bundesliga-Saison wird zeigen, wohin die Reise für Selke geht. Bleibt es bei zwei von drei Spielen mit im Schnitt nicht mal 20 Minuten, dann muss er sich überlegen, wie es weitergeht. Hat er offenbar ja schon vor der Winterpause, wurde da aber von Rangnick und Hasenhüttl hinsichtlich eines Wechsels noch eingebremst (was angesichts des nicht eben breiten Kaders auch Sinn macht). Ist die Situation im Sommer immer noch dieselbe, wird mach Selke wohl eher nicht mehr bremsen können. Was auch folgerichtig wäre. Man darf gespannt sein, welche Rolle Selke in den nächsten Wochen und Monaten spielt und ob Hasenhüttl noch mal den ernsten und dauerhaften Versuch startet, Selke ins Team einzubauen. Wie gesagt, wäre halt die Frage, wo und wer dafür auf die Bank müsste.

Terrence Boyd (25 Jahre, 0 Spiele, 0 Minuten): Über zwei Jahre jetzt schon kein Pflichtspiel mehr für die RB-Profis, nachdem er sich das Kreuzband gerissen hatte und dann aufgrund diverser Rückschläge fast schon vor dem Ende seiner Laufbahn stand. Hat sich wieder herangearbeitet an den Fußball im Allgemeinen und in der Regionalliga Einsatzzeiten gekriegt. Im Profiteam ist er als Persönlichkeit absolut integriert und gar nicht mal unwichtig. Als Spieler reicht es nach Lage der Dinge wohl nicht mehr bei RB Leipzig. Die Frage ist wohl hauptsächlich, ob Boyd noch im Winter oder erst im Sommer einen Verein findet, der zu ihm passt.

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Fazit

Die tragenden Rollen bei RB Leipzig werden in dieser Saison überwiegend von den Spielern der Vorsaison gespielt. Demme, Orban, Forsberg, Poulsen. Dazu kommen mit Keita und Werner zwei absolute Volltreffer, die das Niveau des Teams noch mal deutlich anheben. Wobei der Erfolg weiterhin ein Teamerfolg ist, der darauf beruht, dass jeder Spieler sehr gut in seiner Rolle agiert. Zweikampfmaschine Poulsen. Abschlussstürmer Werner. Ballverteiler und Lückenschließer Demme. Freigeist Forsberg. Und so weiter. Die einzelnen Spieler glänzen, weil ihre Rollen relativ klar definiert sind und man in diesen Rollen für das Team arbeitet. Verlierer gibt es bei all den Gewinnern natürlich auch. Zuvorderst stehen da natürlich Rani Khedira, Davie Selke und Kyriakos Papadopoulos, die mit ihren Einsatzzeiten nicht zufrieden sein können. In sehr viel geringerem Maße gilt das auch für Dominik Kaiser, der aber als teamfähigker Allrounder trotzdem wichtig bleibt. Bei aller Unzufriedenheit steht aber eine Mannschaft, deren Gerüst aufgrund des Alters der Spieler und ihrer Vertragslaufzeiten auch auf Dauer erhalten werden könnte. Allerdings bringen manche Spieler wie Forsberg oder Keita schon jetzt eine Qualität auf den Rasen, bei der klar ist, dass sie über kurz oder lang zu europäischen Topklubs führen wird.

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Bisherige Kaderrückblicke:

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Bilder: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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2 Gedanken zu „Kaderrückblick RB Leipzig: Hinserie Bundesliga 2016/2017 – Teil II“

  1. Hervorragende Analyse, war mal wieder sehr schön zu lesen! Da kommt doch wieder Vorfreude auf die Rückrunde auf…

  2. Sehe ich auch so.
    Alles auf dem Punkt gebracht.

    Auf die Rückrunde bin ich auch sehr gespannt. Es heisst zwar so schön: Never change a winning Team, aber punktuelle Rotation wäre mMn wünschenswert. 1. um Spielern eine verdiente (Regenerations) Pause zu gönnen, aber auch Spielern wie Selke, Kaiser usw. reichlich Einsatzminuten zu geben. Hat auch den Vorteil, daß keine große Unruhe bei den Bankspielern entsteht.

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