Transfergerüchte: Jung, Papadimitriou, Garbuschewski und Co

Eine Zeitlang lief das Transfergerüchtebarometer rund um RB Leipzig in dieser Woche ziemlich heiß. Vor allem Ronny Garbuschewski spielte dabei eine Hauptrolle. Er kommt, er kommt nicht. Im stündlichen Wechsel. Dazu diverse Abgänge und einige neue Namen. Mit steigenden Ligen wird man sich rund um RB Leipzig darauf einstellen müssen, dass die Transfergerüchtemaschinerie in den entsprechenden Monaten immer schneller laufen wird.

Halten wir uns mal an die Fakten, dann stehen aktuell Tobias Willers, Denis Thomalla und André Luge und seit neuestem auch Anthony Jung (siehe unten) als Neuzugänge fest. Daneben werden Marcus Hoffmann, Umut Kocin, Patrick Koronkiewcz, Tom Nattermann und Paul Schinke in der kommenden Spielzeit nicht mehr zum Profikader von RB Leipzig gehören. Bei letzterem lief soweit man weiß der Vertrag aus, bei vorletzterem ist noch unklar, ob er nicht dauerhhaft zum U23-Spieler wird [Update: Inzwischen offiziell als Spieler der zweiten Mannschaft für die kommende Saison bestätigt] und die ersten drei dürfen sich einen neuen Verein suchen und sich nebenbei bei der U23 fit halten, solange sie bei der Suche keinen Erfolg hatten.

Was die Abgänge angeht ist es also ziemlich genau so gekommen, wie es schon im ersten Überblick über den Kader von RB Leipzig in der neuen Saison prognostiziert wurde. Sodass der aktuelle Profikader so aussieht:

  • Tor: Fabio Coltorti, Erik Domaschke, Benjamin Bellot
  • Rechtsverteidiger: Christian Müller
  • Innenverteidigung: Niklas Hoheneder, Fabian Franke, Tim Sebastian, Tobias Willers
  • Linksverteidiger: Juri Judt, Anthony Jung
  • Mittelfeld: Bastian Schulz, Henrik Ernst, Dominik Kaiser, Clemens Fandrich, Thiago Rockenbach, Timo Röttger, Sebastian Heidinger, André Luge
  • Sturm: Daniel Frahn, Matthias Morys, Carsten Kammlott, Denis Thomalla

Der Sturm ist nach Aussage von Alexander Zorniger fertig besetzt. Für die Innenverteidigung, den Torhüterbereich und auch die Linksverteidigung dürfte ähnliches gelten. Da Zorniger insgesamt definitiv nicht mehr als 22 Feldspieler im Kader haben will, sind also noch maximal drei Positionen offen. Wobei die Positionen 21 und 22 hoffnungsvollen Talenten vorbehalten sein soll. Also vermutlich Spieler unter 20 Jahre, die nicht unbedingt sofort einschlagen und Stammspieler werden müssen. Zudem fehlt nocht ein Rechtsverteidigerbackup. Wenn man denn nicht davon ausgeht, dass Sebastian Heidinger in der kommenden Saison hier als dauerhafte Alternative vorgesehen ist.

Drei Kaderplätze sind also noch zu besetzen und entsprechend gibt es neben dem fixen Jung auch einige Gerüchte. Möge jeder die obige Liste als Anhaltspunkt nehmen, wie realistisch das eine oder andere Gerücht ist oder eben auch nicht..

Anthony Jung (21 Jahre): Heute wurde das Gerücht um Anthony Jung von gestern bereits zur Gewissheit. Dieser ist mit 21 Jahren noch jung und schließt zudem als Linksverteidiger, der tatsächlich auch einen linken Fuß hat (Juri Judt ist ja Rechtsfüßer), eine erhebliche Kaderlücke. Nachdem der MSV Duisburg gestern endgültig keine Zweitligalizenz erhalten hat, ist der Weg für Anthony Jung frei gewesen, da sein Vertrag nun in der dritten, vierten oder fünften Liga (wo auch immer es den MSV hinverschlagen wird) keine Gültigkeit mehr hat.

Seine Karriere im Seniorenbereich begann Jung bei Eintracht Frankfurt, wo er in der U23 in zwei Jahren insgesamt 56 Spiele in der Regionalliga Süd bestritt. Insgesamt vier Torbeteiligungen in dieser Zeit sind nicht unbedingt extrem beeindruckende Daten. Jung stand in jener Zeit bei Armin Veh auf dem Zettel und wurde von den Nachwuchsverantwortlichen sehr gelobt, aber mehr als zum Zettel sollte es nicht reichen. In zwei Jahren Eintrach Frankfurt stand auch in der Zweitligazeit der Profis keine einzige Nominierung in den Kader der ersten Mannschaft, sodass sich Jung vor einem Jahr mit 20 Jahren entschied, ein Vertragsangebot der Eintracht auszuschlagen und zum städtischen Nachbarn FSV Frankfurt zu gehen.

Interessanterweise wiederholte sich da das Spiel in leicht abgewandelter Form. Denn bei nur sechs Spielen von Beginn an war Anthony Jung doch um einiges von einem Stammplatz entfernt. Wobei ihn in der Hinrunde auch der Körper und eine langwierige Verletzung einen Strich durch die Rechnung machte. Letztlich war es dann so, dass Jung in der Rückrunde verstärkt in der zweiten Mannschaft des FSV und somit in der Regionalliga eingesetzt wurde. Was ihn offenbar an die Zeit bei der Eintracht erinnerte, denn wieder schlug er ein Angebot zur Vertragsverlängerung aus und suchte sich mit dem MSV einen neuen Verein. Falls Jung tatsächlich sehr große Probleme damit hat, nach seiner Auffassung zu wenig Einsatzzeit zu kriegen, ist ein Wechsel ausgerechnet zu RB Leipzig jedenfalls ein mutiger Schritt.

Mit Anthony Jung kommt ein großgewachsener Außenverteidiger mit Linksfuß zu RB Leipzig, der auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann und dem Geschwindigkeit und Dynamik nachgesagt werden. Die Frage ist, ob Jung tatsächlich ein Innenverteidigerverschnitt als Linksverteidiger ist (also eigentlich der Typ Kocin) und ob man bei RB nicht eigentlich eher ein Komplementär zu Christian Müller auf der rechten Seite bräuchte. Also quasi einen Juri Judt mit linkem Fuß. Spontan würde ich sagen, dass Jung genau dieser Spielertyp nicht ist.

Fazit: Spontan klingt alles super. Linksverteidiger, jung, spielerisch gut ausgebildet, Ambitionen nach oben. Der Teufel liegt – wenn es denn tatsächlich einen gibt – im Detail und bezieht sich einerseits auf die Frage, ob sich Jung in Leipzig auch ohne größeren Stress auf die Bank setzt und inwiefern er als Spielertyp überhaupt zur zu besetzenden Position passt. Schon übermorgen beim Test in Grimma kann man sich eventuell einen ersten Eindruck verschaffen.

Christos Papadimitriou (19 Jahre): Eine relativ sicherer Verpflichtung ist auch der junge Grieche, der zuletzt beim griechischen Erstligisten AEK Athen spielte, nach dessen Zwangsabstieg in die dritte Liga allerdings nach einer neuen Herausforderung sucht. Papadimitriou ist derjenige unter den Gerüchten, dessen tatsächliche Verpflichtung am wahrscheinlichsten ist, weil sie quasi vereinsseitig schon bestätigt wurde. Es hänge aktuell nur noch an kleinen Details und dann werde alles offiziell. Bis dahin trainiert Papadimitriou sogar schon in Leipzig mit.

Abgesehen davon wird es mit den Informationen schon dünner. Papadimitriou hat wohl einen linken Fuß und ist unheimlich schnell unterwegs. Bei transfermarkt.de wird er als Linksaußen geführt. Also eher ein Spielertyp wie Matthias Morys. Allerdings wird er in seinen wenigen Einsätzen in der Profimannschaft auch schon mal als Linksverteidiger aufgeführt. Was ich prinzipiell nicht für unmöglich halten würde, was aber wohl eher nicht seiner Stammposition entsprechend dürfte. Papadimitriou ist bei RB Leipzig wohl definitiv ein Kandidat für die oben benannten Plätze 21 und 22. Einer der bei den Profis mittrainiert, aber nicht sofort durchstarten muss, sondern auch mal den Umweg über die U23 machen kann.

Man darf insgesamt nicht vergessen, dass erste griechische Liga zwar erst mal nach was klingt. Aber erstens kommt Papadimitriou gerade mal auf fünf Erstligaeinsätze, davon drei von Beginn an und zweitens gab es bei RB Leipzig mal einen Herren namens Tomasz Wisio, der als Stammspieler aus Griechenlands höchster Spielklasse nach Leipzig wechselte und anschließend in der deutschen Regionalliga Nord mehr oder weniger grandios scheiterte.. Weswegen man als Fazit auch nichts weiter sagen kann außer: Mal gucken. Und: 19, linker Fuß und schnell passt zumindest ziemlich perfekt ins Anforderungsprofil..

Alexandros Nikolias (18 Jahre). Wenigstens genannt werden soll ein weiterer Grieche, der von der LVZ auf das Gerüchtekarussell geworfen wurde. Bei ihm handelt es sich um einen 18jährigen zentralen Mittelfeldspieler, der zuletzt ebenso wie Papadimitriou bei AEK Athen spielte (eine Einwechslung in der ersten Liga) und nun nach dem Zwangsabstieg eine neue Betätigung sucht. Könnte ebenso ein Spieler für einen der ominösen Kaderplätze 21 oder 22 bei RB Leipzig sein. Könnte. Und mehr kann man eigentlich auch schon nicht sagen.

Bleiben Marc Schnatterer (27 Jahre) und Chris Löwe (24 Jahre) noch zwei kurz abzuhandelnde Spieler, bei denen eine Verpflichtung sehr unwahrscheinlich ist. Schnatterer ist der Scorer des 1.FC Heidenheim, der in der vergangenen Drittligasaison auf 35(!) Torbeteiligungen kam. 600.000 Euro Marktwert und Vertrag bis 2015 würden wohl eine hübsche Ablösesumme bedeuten. Schnatterer hat einige Zweitligaangebote. Insbesondere das Interesse des Karlsruher SC soll belegt sein. Aber auch RB Leipzig soll mal beim Berater angeklopft haben. Allerdings scheint dies als realistisches Gerücht unwahrscheinlich zu sein, weil Schnatterer den Verein wohl nur für einen höherklassigen Club verlassen würde. Und der Verein ihn wohl auch nur zu einem höherkassigen Verein gehen lassen würde. Schnatterer fühlt sich jedenfalls in Heidenheim wohl, verdient da sicherlich auch angemessenes Geld und ein Wechsel wäre wohl nur der sportlichen Verbesserung geschuldet. Und an der Stelle wäre RB Leipzig raus, weil Heidenheim auch keine schlechte sportliche Perspektive hat und in dieser Saison zu den ganz heißen Aufstiegskandidaten zählen wird.

Bei Chris Löwe, den die LVZ am 14.06. aufs Karussell geworfen hat, liegt der Fall anders, aber die Konsequenz ist dieselbe. Löwe ist Linksverteidiger, also ein von RB Leipzig gesuchtes Exemplar, ist in Sachsen geboren und verbrachte hier (in Chemnitz) auch weite Teile seiner bisherigen Karriere, bevor er 2011 den Sprung nach Dortmund wagte und dort immerhin in seiner ersten Saison das Double (Meister und DFB-Pokal-Sieg) feierte und auch siebenmal aktiv mitwirken durfte. Da er in der zurückliegenden Saison gar nicht mehr zum Zug kam, wechselte er in der Winterpause zum 1.FC Kaiserslautern und wurde dort zum Stammspieler. Löwe wäre die ganz große Lösung für die Linksverteidigerposition gewesen. Einer, der wegen seines Potenzials eine langjährige Perspektive bei RB Leipzig auf einer immer schwer zu besetzenden Position gehabt hätte. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass an dem Gerücht jemals viel dran war, denn ein 24jährigen Linksverteidiger, der noch drei Jahre Vertrag hat und bei seinem aktuellen Verein mit dem Ziel Bundesliga in die Saison geht, wechselt natürlich ziemlich sicher nicht zu einem insgesamt doch eher unsicheren Aufstiegskandidaten in die dritte Liga. Was auch völlig vernünftig ist.

Zusammengenommen: Mit Jung und wahrscheinlich Papadimitriou wären die Neuzugänge Nummer 4 und 5 fix. Und es blieben nur noch zwei Kaderplätze übrig. Einer würde an einen jungen Perspektivspieler gehen, der andere an einen ‚fertigen‘ Spieler mit Stammplatzpotenzial. Jetzt sind nur noch die Positionen fraglich. Einen zweiten Rechtsverteidiger braucht man noch oder einen weiteren Linksverteidiger, sodass Juri Judt Konkurrent für rechts wird. Und eigentlich wäre ein körperlich robuster zentraler Mittelfeldspieler vielleicht noch ganz angebracht angesichts von nicht ganz so viel Körperlichkeit auf dieser Position. Quasi eine Art Karikari-Nachfolger. Die Transferperiode ist für RB Leipzig noch nicht ganz durch, aber sie neigt sich langsam dem Ende zu. Bisher weiß das verpflichtete Potenzial zu gefallen.

—————————————————————————————-

Als Annex noch ein paar Worte zu Ronny Garbuscheski, die schon formuliert waren, bevor sein völlig überraschender Wechsel zum Chemnitzer FC heute (leider) von der BILD verbreitet wurde (offiziell ist es aber noch nicht ist es inzwischen auch). Aber die Sätze sollen der Nachwelt natürlich trotzdem erhalten bleiben..

Ronny Garbuschewski (27 Jahre): Wenn es um Ronny Garbuschweski geht, wird es ziemlich unübersichtlich. Bzw. vielmehr widersprüchlich. Anfang der Woche hatte die BILD losgelegt und behauptet, dass der Wechsel von Ronny Garbuschewski zu RB Leipzig praktisch sicher sei und dafür etwa 400.00 Euro überwiesen werden würden. Woraufhin RB Leipzig bzw. Alexander Zorniger konterten, dass Ronny Garbuschewski sehr wohl ein großartiger Fußballer, aber überhaupt kein Thema sei. Was für sonstige RB-Gepflegenheiten der Nichtkommentierung von Transfergerüchten fast schon offensiv war. Und entweder nur heißen kann, dass man wirklich kein Interesse hat oder sich die Verhandlungen mit dem alten Arbeitgeber Fortuna Düsseldorf nicht unnötig erschweren will.

Denn zur endgültigen Verwirrung trug Ronny Garbuschewski bei, der sich öffentlich dahingehend äußerte, dass er von Düsseldorf weg wolle, falls er keine Perspektive mit ernstzunehmenden Einsatzzeiten in Düsseldorf habe. Und sich in dem Zusammenhang auch sehr gut einen Wechsel zu RB Leipzig vorstellen könne, RB auch Interesse habe und sich nun die Vereine einigen müssten. Widersprüchlicher geht es letztlich kaum.

Sieht man mal davon ab, dürfte die große Frage im Kader von RB Leipzig sein, wo man da eigentlich noch mit Ronny Garbuschewski hin will. Im Idealfall würde Garbuschewski in einem 4-4-2 mit Doppelsechs auf der rechten Außenbahn spielen oder als inverser Flügelspieler mit der Option des nach innen ziehens auch links. Womit gleich die erste Frage entstünde, ob Zorniger in der kommenden Saison dauerhaft mit dem 4-4-2 plant, das in der abgelaufenen Spielzeit nicht ganz so oft zum Einsatz kam (gegen Ende hin aber immer öfter). Wenn man einen Garbuschewski holen würde, dann letztlich nur um ihn auch spielen zu lassen. Und ob dies in einem System mit dem Zehner Rockenbach ginge, wo die Außenspieler ja eher etwas zentralere Achter und nicht mehr Außenbahnspieler sind, wäre eine offene Frage.

Neben dieser rationalen Krittelei steht aber die emotionale Seite, denn genaugenommen gehört Ronny Garbuschewski nach Leipzig und ins Zentralstadion, in dem seine Karriere begann und das inzwischen Red Bull Arena heißt. Zu Beginn der Saison 2004/2005 feierte er beim 1:4 in Jena in der erstem Saison unter Wolfgang Frank sein chemisches Debüt. An der Seite so einiger Leipziger Namen mit Klang (Lippmann, Kittler, Werner, Boltze, Kujat, Seifert, Watzka). Ein Jahr und eine juristische Geschichte, die ihm den Beinamen „the Porsche“ einbrachte, später stand Garbuschewski immer noch bei einem Einsatz, startete in der Saison aber in seine Stammspielerkarriere. In insgesamt 100 Ligaspielen in Leipzig deutete er sein Potenzial als Vorlagengeber und Torschütze zumindest schon mal an.

So richtig durch startete Garbuschewski aber erst, wo er in den nächsten drei Jahren pro Saison um die 20 Treffer vorbereitete und um die 10 Treffer selbst erzielte. Garbuschewski war einer der wesentlichen Bausteine der Aufstiegsmannschaft von 2o11, die sich letztlich deutlich gegen RB Leipzig und immer noch souverän gegen Wolfsburg II durchsetzte. Drei Jahre in Chemnitz machten ihn interessant für Fortuna Düsseldorf, die ihn eigentlich mit der Perspektive zweite Liga verpflichteten und dann aber plötzlich in der ersten Liga landeten. Wo er in der Hinserie noch auf sieben Einsätze, davon drei von Beginn an kam und zwei Tore vorbereitete, in der Rückrunde aber auch aufgrund von Verletzungen gar nicht mehr zum Zuge kam und nur noch in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurde (acht Spiele, vier Tore).

Die aktuellen Wechselgerüchte hängen auch eng damit zusammen, dass Neu-Coach Mike Büskens sich nach Alternativen für Garbuschewskis Position umsieht und Garbuschewski im Fall der Fälle wieder ziemlich hinten an stehen würde. Was er offenbar nicht mehr will. Mit Garbuschewski würde sich RB Leipzig jedenfalls jemanden ins Team holen, mit dem man langfristig planen könnte, denn aufgrund seines Potenzials als besserer Zweitligaspieler könnte er dem Verein und dem Team einige Jahre helfen. Von der Seite her würde es passen. Als inzwischen 27jähriger fällt er aber eigentlich nicht mehr wirklich ins Vereinssuchraster.

Fazit: Abwarten, was am Vereinsdementi als Transfergeplänkel durchgeht. Völlig jenseits alles rationaler Erwägungen, wo Garbuschewski im Kader seinen Platz finden könnte und ob es überhaupt noch einen offenen Spot für ihn gibt, würde ich ihn extrem gern im Trikot von RB Leipzig in seinem Stadion über den Platz wuseln sehen. Ein Problem könnte sein, dass er als aggressiver Balleroberer in seiner Karriere nicht unbedingt aufgefallen ist und somit nicht unbedingt ein Zorniger-Wunschkandidat sein dürfte. Ergo: Der Kopf sagt nein, das Herz sagt ja. Und Herz gewinnt..

Flattr this!

5 Gedanken zu „Transfergerüchte: Jung, Papadimitriou, Garbuschewski und Co“

  1. Eher nein zu Garbuschewski!
    Nur weil, oder gerade drum, er mal für einen Leipziger Verein gespielt hat, gehört er noch lange nicht in den Gesamtverein Leipziger Fußball.
    Das ist eher ein subjektives Ding von dir:)
    Womit ich damit nicht sagen will, dass EX Chemiker und Lokisten hier nicht passen…

    Aber er passt weder vom Alter noch von der Perspektive. Die Mannschaft ist nun nicht wirklich so jung, dass sie einen „alten“ Herren auf der Position nötig hat.

  2. Papadimitriou: „Abgesehen davon wird es mit den Informationen schon dünner.“
    Also nach ein wenig Recherche kann man sagen, dass Papa in den zurückliegenden 3 Spielzeiten folgende Leistungsdaten in der gr. U20 Nachwuchsliga hat:

    69 Spiele – 21 Tore – 5300 Einsatzminuten, bis auf diese Saison war er Stammspieler dort.

    Nikolias: „Und mehr kann man eigentlich auch schon nicht sagen.“
    Dort ist der letzte Stand der gr. Medien (in etwa zeitgleich mit dem LVZ Artikel), dass er nicht in Leipzig vorspielen will, sondern eher zu Aris Saloniki oder OFI Kreta gehen wird.

    Bliebe noch Duberet, von dem man zuletzt nichts gehört hat, der als def. Allrounder ggf. eine Möglichkeit wäre, aber eben eher der Typ variabler IV ist.

  3. Deine Ausführungen zu Jung finde ich sehr interessant. Da kam mir gleich der Gedanke, dass Jung die Fortsetzung des Franke-Experiments auf der linken Verteidigerseite sein könnte. Und das dies möglicherweise eine noch stärkere Asymmetrie mit Dreierkette bedeutet, haben wir ja schon mal diskutiert. Für solch eine im deutschen Fußball nicht gerade alltägliche Formation, die aber sicher nicht statisch angelegt sein wird, könnte ich mir Heidinger im Mittelfeld recht passend vorstellen.

    1. Anders als Judt (DM) und Franke (der zumindest teilweise in der Offensive) oder auch Kocin und Schinke (kommen von der LA Position) hat Jung wärend seiner gesamten Juniorenzeit aber in der Offensive (Stürmer + OM) gespielt. Von der Statur her mag das also stimmen, von der Grundausrichtung eher nicht.

  4. @Rumpel: Danke für die Zusatzinformationen.

    @Rumpel @Eventus Bin mir nicht sicher, ob Zorniger den Versuch mit der Dreierkette nach den ernüchternden Versuchen im Frühjahr noch mal aufgreift. Und dann stellt sich tatsächlich die Frage, was für ein Spielertyp Jung tatsächlich ist. Statur und Nebenposition in der Innenverteidigung lassen eine gewisse Interpretation zu, Rumpels Einwurf ist hier aber auch nicht unbegründet. Mal ein paar Testspiele abwarten und dann wird man vermutlich schon mehr wissen. Bin sowieso gespannt auf die Testerei und wie sich die Mannschaft mit den Neuzugängen neu zusammenfindet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.