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Wettbewerbsvorteil DFL-Club

Das entscheidende Jahr für den aktuellen Fußball ist 2001. Es war die Gründung der DFL. Sie hat den Profifußball auf eine ganz andere Ebene gehoben. 36 gleichberechtigte Gesellschafter können als Stammverein e.V. oder mit Tochter- und Kapitalgesellschaften in der DFL spielen. Leistungszentren wurden verbindlich. (…) Heute erhalten die Zweitligisten über vier Millionen Euro TV-Geld, die DFL gesamt 550 Millionen. (…) Das ist heute eine „ganz andere Veranstaltung“. (Helmut Kalthoff, ehemaliger Manager beim VfL Osnabrück gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung)

Übersetzt heißt die These, dass sich mit der Gründung der DFL und der Vermarktung der ersten zwei Ligen ein relativ abgeschotteter Kreis an Clubs gebildet hat, in den einzudringen letztlich fast nicht mehr möglich ist, weil die Vereine der ersten zwei Ligen über eine Finanzkraft verfügen, die schwerlich angreifbar ist.

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Bekenntnisse

War nicht gestern irgendwas mit Nationalmannschaft? Ja? Dann passt es ja eventuell noch, hier und heute meine persönliche Lieblingsstelle im ganzen Lahm-Diskurs bekannt zu geben. Lahm himself wollte während einer der Pressekonferenzen vor dem letztwöchigen Österreich-Spiel nämlich folgendes erklärt wissen:

Ich werde nicht mehr über Trainer urteilen. Wenn der Bundestrainer das so will, werde ich mich daran halten.

Nun denn, bleibt von der ganzen Sache die eigentlich nicht ganz neue Erkenntnis, dass Lahm die Klaviatur der öffentlichen Kommunikation umfassend beherrscht. Was ihn manchem sympathisch, mir eher nicht macht. Durch die gezielt vorveröffentlichten Buchpassagen gilt Lahm jetzt als jemand, der seine Meinung sagt, wenn er es für richtig hält. Und dem Bundestrainer gibt er weiterhin das Gefühl, dass dieser der unumstrittene Chef vom Ganzen ist. Für Lahm sicherlich kein schlechtes Ergebnis der letzten reichlich zwei Diskurswochen.

Was auch noch zu einem anderen Thema führt, nämlich dem, dass es Philipp Lahm offenbar neben seiner Kritik an ehemaligen Trainer wichtig war, im Rahmen der BILD-Vorveröffentlichung zu klären, dass er ganz sicher NICHT schwul ist. Das ganze klingt zwar in seinen eigenen Worten nicht so extrem wie in der BILD-Titelschlagzeile vom 29.08.2011, die den eingängigen Titel „Schwulen-Gerüchte: Lahm wehrt sich!“ trug. Trotzdem wollte er mal klar stellen, dass die Gerüchte zu seinen sexuellen Präferenzen falsch seien und er seine Frau nicht nur zum Schein geehelicht habe. Eigentlich sei es ja egal und sowieso sei man schrecklich tolerant, aber trotzdem, dass bei der Google-Suche, gibt man in das Fenster Lahm und ein Leerzeichen ein, als erster Vorschlag schwul kommt, stört dann doch irgendwie.

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