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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 2

Mit den Neuzugängen Dmitri Skopintsev, Antic Nukan und Marcel Sabitzer ist der Kader bei RB Leipzig praktisch komplett. Nichts muss mehr, vielleicht kann aber doch noch was passieren in den nächsten Wochen.

In der folgenden kurzen Übersicht wurden die Nachwuchsspieler Gino Fechner und Kamil Wojtkowski weggelassen, da sie nicht mit den Profis im Trainingslager waren. Was letztlich bedeuten dürfte, dass sie vorerst einmal über die U19 bei RB Leipzig Fuß fassen sollen.

Lässt man die beiden also weg, kommt man auf aktuell 23 Feldspieler und drei Torhüter, die zum Profikader gehören. Wobei Marvin Compper wegen Knieproblemen das Trainingslager komplett verpasste und man abwarten muss, wann es für ihn mit Volllast weitergeht. Und auch bei Terrence Boyd sollte man trotz positiv verlaufender Arbeit mit den Physios nach seinem Kreuzbandriss eher vorsichtig mit den Prognosen sein.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016 – Update 1

In Sachen Kaderzusammenstellung ist man bei RB Leipzig weiterhin mitten im Tun. Mit Peter Gulacsi, Ken Gipson, Willi Orban, Stefan Ilsanker, Davie Selke und Nils Quaschner hat man bereits sechs externe Spieler verpflichtet. Dazu die Nachwuchsleute Gino Fechner und Kamil Wojtkowski, die nach Stand der Dinge vornehmlich in der U19 oder vielleicht in der U23 Spielpraxis sammeln werden. Trotzdem ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen und weder auf Abgangs- noch auf Zugangsseite Veränderungen auzuschließen.

Vor allem mit Orban, Ilsanker und Selke hat man sich schon enorm viel Qualität ins Team und Spieler, die zu zentralen Stützen werden sollen, geholt. Relativ zentral fehlt wohl noch ein Außenverteidiger und eventuell auch noch ein offensiver Außenspieler mit Geschwindigkeit.

Tor: Peter Gulacsi (25), Fabio Coltorti (34), Benjamin Bellot (24)

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Kaderrückblick RB Leipzig: 2.Liga 2014/2015 – Teil I

Weiter geht es mit den Rückblicken auf die Zweitligarunde. Traditionell dabei auch der subjektiv-qualitative Blick auf alle Spieler und ihre Leistungen. Auch teilweise unter Berücksichtigung ihrer möglichen Zukunftsperspektiven. Geordnet ist das ganze wie immer nach Positionen (Tor, Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) und innerhalb dieser Positionen nach Einsatzzeit. Los geht es heute mit den Keepern und den Verteidigern. In den nächsten Tagen geht es dann mit Mittelfeldspielern und den Angreifern weiter.

Tor

Fabio Coltorti (34 Jahre, 23 Spiele, 2100 Minuten): Hatte ein schwieriges Jahr 2014 mit vielen Verletzungssorgen und entsprechend auch jeweiligen Startschwierigkeiten in den Pflichtspielalltag zurückzufinden. 2015 präsentierte sich Coltorti nach dem Tiefpunkt des Spiels gegen den FSV Frankfurt, als er das Gegentor zur Niederlage selbst vorbereitete, aber wieder in alter Form und hatte bspw. in Braunschweig, Karlsruhe oder Kaiserslautern große Auftritte. Gekrönt wurde seine Saison durch das Tor zum 2:1-Sieg gegen Darmstadt, nach dem der Schweizer ewig durch die Arena getragen und gefeiert wurde. Fabio Coltorti war in der abgelaufenen Spielzeit weiter die klare Nummer 1. Künftig wird es so klar nicht mehr zugehen. Die aktuellen Gerüchte um Peter Gulacsi und die letztjährigen Gerüchte um andere Torwartlösungen lassen vermuten, dass man Coltorti einen Herausforderer auf Augenhöhe und einen Ersatz bei Verletzungen zumindest an die Seite, wenn nicht gar eher kurz- als mittelfristig über ihn stellen will.
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Individuelle Zahlenrundumleuchte RB Leipzig 2014/2015

Sommerpause. Weiter Analysezeit. Heute in Zahlenform rund um alle bei RB Leipzig in dieser Saison eingesetzten Spieler . Betrachtet werden dabei nur die 34 Zweitligaspiele.

Insgesamt kamen in dieser Saison, der ersten in der zweiten Liga 29 Spieler zum Einsatz. Was durchaus sehr viele sind und andeutet, dass die Saison nicht so richtig glatt, sondern eher unruhig verlief. 14 Spieler, darunter zwei Keeper standen mindestens 1000 Minuten auf dem Platz, also hochgerechnet mehr als 11 volle Spiele. In allen Spielen dabei war niemand. Anthony Jung hätte es vielleicht geschafft, wenn er nicht einmal wegen Gelb und einmal wegen Gelb-Rot gesperrt gewesen wäre. Abgesehen davon hatte jeder Spieler im Saisonverlauf so seine Problemchen und kam auf maximal 30 Einsätze.

Benjamin Bellot schaffte es als einziger Spieler von RB Leipzig immerhin, bei allen Spielen dabei zu sein. 13mal stand er dabei auf dem Platz, 21mal musste er auf der Bank sitzen und seinem Torwartkollegen Fabio Coltorti beim Kicken zugucken. Diego Demme und auch etwas überraschend Stefan Hierländer standen in immerhin 33 Partien zumindest im Kader.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015/2016

Schon seit 12 Tagen kann RB Leipzig auch rechnerisch nicht mehr aufsteigen und schaut sich das sportliche Treiben in der zweiten Liga als entspannter Zuschauer an. Nicht ganz so entspannt dürften die Tage für Ralf Rangnick sein, der mitten im intensivsten Teil der Kaderplanung bzw. der Fixierung von Verträgen mit interessierten Spielern stecken sollte. Nicht zu vergessen, dass er auch noch einen Trainer vorstellen muss, der ihm den Kader in der nächsten Saison betreut.

Im Gegensatz zu den zwei Sommerpausen zuvor gibt es in diesem Jahr kadertechnisch doch einige Baustellen, viele Fragezeichen und auf Zugangs- und Abgangsseite mehr als genug zu tun. Das fängt bei den Leihspielern an, von denen kaum einer für die kommende Saison eine Rolle im RB-Kader spielen wird und für die es entsprechend entweder neue Leih- oder finale Abgangslösungen geben muss.

Gleich fünf von insgesamt 10 Leihspielern haben Verträge mit RB Leipzig, die Ende 2016 auslaufen. Sprich, bei allen diesen Spielern müsste der Vertrag erst einmal verlängert werden, wenn man denn neue Leihoptionen im Kopf hat. Nicht zutreffen dürfte dies auf Matthias Morys, Clemens Fandrich und Mikko Sumusalo, bei denen es darum geht, dass RB Leipzig für sie Lösungen finden muss, die einen endgültigen Abgang ermöglichen. Alle drei sind bei ihren aktuellen Leihvereinen Großaspach, Aue und Rostock gut aufgehoben. Bei Fandrich und Sumusalo stellt sich nur die Frage, was mit ihnen bei Abstieg ihrer jetzigen Clubs passiert.

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30.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Wenn man sich die zweite Liga mal unter dem Fokus hoffnungsvoller Talente anschaut, dann fallen einem schon einige Spieler in den Blick. Insgesamt 32 Spieler bis 21 Jahre (Stand heute) haben im bisherigen Saisonverlauf entweder insgesamt oder vor oder nach der Winterpause mehr als die Hälfte der möglichen Spielzeit in ihren Clubs bestritten. Was hier mal als Kriterium gelten soll, inwiefern das jeweilige Talent auch als tragendes Element im Verein angesehen werden kann. Wenn man in diesem Alter schon in der zweiten Liga Verantwortung trägt, dann kann man davon ausgehen, dass der Weg in die höchste Spielklasse über kurz oder lang nicht ganz unwahrscheinlich ist.

Von den 32 Spielern sind (wenn man Joshua Kimmichs Rückkaufoption als Quasi-Leihe mitzählt) 12 Leihspieler von deutschen (bzw. einem österreichischen) Erstligisten. Sprich, in zumindest 12 Fällen haben die Bundesligisten alles richtig gemacht und kriegen für ihren Leihspieler eine perfekte Ausbildungspraxis. Ganz egal, ob man die Spieler am Ende der Leihzeit zurückholt oder sie dem Zweitligisten oder einem anderen Erstligisten verkauft.

Auffällig, dass keiner der 32 Spieler in allen 29 bisher ausgetragenen Zweitligapartien auf dem Feld stand. Das Maximum erreicht derzeit der Nürnberger Alessandro Schöpf, der 27 Partien mit im Schnitt 88 Minuten Einsatzzeit bestritt. Dauerbrenner mit jeweils mehr als 2.000 Spielminuten (von 2610 möglichen) sind auch Havard Nielsen und Yussuf Poulsen, die wie Schöpf in ihren Vereinen absolute Leistungsträger und tragende Säulen sind.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. Fortuna Düsseldorf 3:1

Als Spiel der letzten Chance war die Partie zwischen RB Leipzig und Fortuna Düsseldorf vor allem bei den Gästen ausgerufen worden. Nur ein Sieg stand für beide Teams zur Debatte, um noch halbwegs den Anschluss an die schon ein ganzes Stück enteilten Teams auf den ersten vier Plätzen zu halten. Auf dem Platz zeigte nur RB Leipzig, dass man sportlich in der Lage ist, an einem guten Tag mit den Topteams der Liga mitzuhalten, sodass das 3:1, das am Ende auf der Anzeigetafel stand, mehr als verdient war.

Nicht unwesentlich zum über weite Strecken entspannten Spielverlauf trug auch die Systemumstellung bei RB Leipzig bei. Erstmals hatte man sich nach den guten Erfahrungen mit dem 4-4-1 nach dem Feldverweis in Karlsruhe für ein 4-4-2 mit Doppelsechs (besetzt von Kimmich und Kaiser) entschieden. Mehr Stabilität sollte dadurch ins Spiel einkehren. Ein Plan, der komplett aufging, weil man einerseits gegen das nicht unbedingt spielstark auftretende Fortuna-Mittelfeld die Mitte gut zumachen konnte und andererseits durch die defensive Breite des Systems auf den Außenbahnen weitgehend unanfällig agierte.

Im Gegensatz zu mancher Partie in den letzten Wochen fand Düsseldorf so keine leicht zu bespielenden Räume vor und musste sich gegen die zwei dichten Viererketten von RB Leipzig jede Aktion hart erarbeiten. Eine Aufgabe, an der sie vor allem vor der Pause scheiterten, weil die Außenbahnbesetzungen Pohjanpalo und Bellinghausen nicht in dem Maße herausragend agierten, um Akzente setzen zu können. Erst der in der Pause eingewechselte 20jährige Ihlas Bebou konnte sich links nachdrücklich in Szene setzen und zeigen, wie man hätte zum Erfolg kommen können. Doch insgesamt war es zu wenig und insbesondere die RB-Außenverteidiger durften froh sein, dass ihnen nicht erneut alleingelassen das Spielgerät und die Gegenspieler um die Ohren fliegen.

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25.Spieltag – 2.Bundesliga 2014/2015

Die zweite Liga könnte ja als Anschlussliga an die große Fußballwelt vor allem auch eine Ausbildungsliga sein. Nimmt man nur mal die Aufstellungen des letzten Wochenendes löst sich dieses Versprechen nicht wirklich ein. Im Schnitt waren die Zweitligaspieler am 24. Spieltag ein reichliches halbes Jahr jünger als ihre Kollegen in der Bundesliga. Nicht wirklich weltbewegend.

Im Fall der Fälle ist auch in der zweiten Liga (auch weil es tabellarisch meist relativ eng zugeht) den Beteiligten das Hemd des Nichtabstiegs oder des lockenden Aufstiegs wesentlich näher als der Rock der Spielerentwicklung. In Darmstadt reist man sehr gut mit der Taktik, eher auf Profis irgendwo zwischen Mitte und Ende 20 zu setzen. Auch Teams wie Karlsruhe und Frankfurt geht es mit alterstechnisch eher gediegeneren Fußballern recht gut.

Neben der Frage der sportlichen Ziele, die gerade unter Druck mit einer jungen Mannschaft auch mal verfehlt werden können, ist Jugendlichkeit natürlich auch etwas, was sich die Vereine leisten können müssen. Der Marktwert junger Talente ist im Normalfall recht hoch. Sodass das Paket aus Gehalt und möglicherweise sogar Ablöse für viele nur schwer stemmbar ist. Wenn man die Spieler nicht gerade aus dem eigenen Nachwuchs holt oder sich von Bundesligisten leiht.

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Eine Frage der Offensive

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim Karlsruher SC (09.03.2015, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Lukas Klostermann. Ab 10.00 Uhr.]

Teil 24 des Ritts durch die zweite Liga steht an. Der Weg führt für RB Leipzig zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe. Die aktuell als Vierter der Letzte der Dreiergruppe hinter Spitzenreiter Ingolstadt sind und durch die Punktverluste von Nürnberg und Düsseldorf mit einem Sieg noch mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger legen könnten.

Heimspiele des Karlsruher SC sind aber in der bisherigen Saison nicht gerade vergnügungssteuerpflichtet. In nur zwei von elf Spielen konnte man mehr als ein Tor erzielen, viermal blieb man gar komplett ohne Tor. In Heimspielen hat man die viertwenigsten Tore aller Zweitligisten erzielt. Das reichte für gerade mal vier Heimsiege, wobei man auch nur einmal verlor (natürlich 0:1 gegen Ingolstadt). Auf der anderen Seite ist RB Leipzig das Zweitligateam mit der zweitschlechtesten Auswärtsoffensive (8 Tore in 11 Spielen) und der zweitbesten Auswärtsdefensive (9 Gegentore in 11 Spielen).

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DFB-Pokal: RB Leipzig vs. VfL Wolfsburg 0:2

Das sechste DFB-Pokalspiel in der Vereinsgeschichte von RB Leipzig. Das zweite Mal gegen Wolfsburg. Das erste Mal im Achtelfinale. Das erste Mal in einem ausverkauften Stadion. Es war unter Flutlicht alles angerichtet für einen herausragenden Fußballabend. An dessen Ende der VfL Wolfsburg verdient mit 2:0 ins Viertelfinale einzog, weil er in allen Belangen mindestens einen Tick besser war und vor allem sein Offensivspiel zielstrebiger, schneller und effektiver vortrug als die RasenBallsportler.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig in der Innenverteidigung erstmals mit Winterneuzugang Rodnei, der den nach grippalem Infekt noch nicht wiedergenesenen Marvin Compper ersetzte und sich gleich als wichtiges Abwehrpuzzlestück präsentierte. Lukas Klostermann begann für den verletzten Georg Teigl als Rechtsverteidiger, nachdem er zuletzt noch als Innenverteidiger aufgelaufen war, rutschte nach der Verletzung von Tim Sebastian kurz vor der Pause aber wieder auf den Innenverteidigerposten. Und Yussuf Poulsen kehrte nach seiner Sperre im Ligaspiel wieder für Ante Rebic in die Startelf zurück, hatte im Sturm allerdings nicht seinen allerglücklichsten Tag.

Dass Wolfsburg am Ende gegen RB Leipzig gewann, lag wahrscheinlich auch daran, dass man die offensiv stärkste Phase der Gastgeber in den ersten 20 Minuten schadlos überstand. Einige Male, dass sich die Offensivspieler gut durch die Reihen des Gegners kombinierten und Wolfsburg am eigenen Strafraum unter Druck setzten. Neben kleineren Möglichkeiten waren es Lukas Klostermann und Omer Damari direkt hintereinander (17. und 18.), die die größten Möglichkeiten, das Spiel in Leipziger Richtung zu lenken, verpassten.

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