Schlagwort-Archive: Emil Forsberg

2.Bundesliga: RB Leipzig vs. 1.FC Union Berlin 3:2

Spiel 3 unter Achim Beierlorzer war mit dem Heimspiel gegen Union Berlin, die sich in den letzten Wochen zu einem der besseren Clubs der Liga gemausert hatten, sicherlich kein einfaches. Am Ende stand ein 3:2-Erfolg, der völlig verdient war und bei dem man einige Dinge sah, auf die sich in den nächsten Wochen aufbauen lässt. Ob das schon der Befreiuungsschlag war, den die Mannschaft nach einem schwierigen Start ins Jahr 2015 brauchte, werden allerdings erst die nächsten Wochen zeigen.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit kleineren Sorgen, weil nicht nur Yussuf Poulsen (gelbgesperrt) ausfiel, sondern auch Innenverteidiger Marvin Compper (krank) kurzfristig passen musste. Dazu mussten Kalmár und Hierländer nach ihrem Auftritt in Braunschweig auf die Bank weichen. Für Hierländer rutschte Diego Demme erstmals seit der Winterpause wieder in die Mannschaft und präsentierte sich sofort wieder als laufstarker, sehr präsenter Mittelfeldspieler. Als Sechser hatte er zudem die meisten Ballbesitze aller Spieler auf dem Platz (107 – auch Bestwert für die gesamte zweite Liga an diesem Spieltag). Neben bzw. vor Demme spielte Kimmich ballsicher und offensivstark statt Kalmár im Mittelfeld.

Für Yussuf Poulsen durfte Ante Rebic von Beginn an mitmachen und zeigte wieder mal seine individuelle Klasse und gleichzeitig auch seinen manchmal fehlenden Blick für den Mitspieler und seine Schwächen im Umschaltspiel nach Ballverlusten. Und Marvin Compper wurde vom 18jährigen Lukas Klostermann ersetzt, dem man sein Alter und seine noch nicht ganz so große Routine auf dem Feld weiterhin (kein Vorwurf) anmerkt. Nur 37,5% gewonnene Zweikämpfe sind für einen Innenverteidiger ein deutlicher Fingerzeig, woran es zu arbeiten gilt. Seine Schnelligkeit macht die eine oder andere Schwäche wett.

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Kaderschmiede RB Leipzig 2015 – Update 1

In der Wintertransferzeit sind die letzten Tage angebrochen. Noch bis zum kommenden Montag (02.02.2015, 18 Uhr) haben alle Vereine die Chance, ihre Kader im Sinne des Wettbewerbs und Geldausgebens auf Magathsche Dimensionen aufzublähen.

Bei RB geht es quantitativ bisher recht moderat zu. Drei Neuzugänge hatten man eigentlich bisher präsentiert. Dank der Quaschner-Geschichte eines von der FIFA verhinderten Wechsels kamen aber bisher nur zwei bei RB Leipzig an. Beide (Damari und Forsberg) kamen für den Sturm und kosteten handgeschätzte 9 Millionen Euro. Was darauf verweist, dass man in der sportlichen Führung von RB Leipzig sehr wohl auf einen Aufstieg in dieser Saison setzt (zumal man eher fertige Stürmer holte und nicht welche, die sich erst noch auf Zweitligatopniveau entwickeln müssen). Eine solche Summe nimmt man nicht in die Hand, um Platz 7 zu sichern.

Die 9 Millionen erhöhen die finanziell sowieso schon mehr als bundesligareife Transferbilanz von RB Leipzig in dieser Saison. Rechnet man die weiterverliehenen Bruno und Sabitzer mit, dann hat man bisher schon mehr als 20 Millionen Euro an reinen Ablösesummen in neue Spieler investiert. Was mehr als die Hälfte sämtlicher Transferausgaben der zweiten Liga darstellt. Die Einnahmen belaufen sich handgeschätzt irgendwo ziemlich genau bei Null.

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Transfer(gerüchte): Kimmich, Frahn, Forsberg, Damari

Auf geht es nun auch hier im Blog ins Fußballjahr 2015. Und wie sollte ein solches Jahr zünftiger beginnen als mit dem typischen Transfergerüchtewahnsinn, der auch in diesen Tagen schon so einige Namen rund um RB Leipzig ans Tageslicht gespült hat. Da man sich nicht mit jedem der Kandidaten von Robert Beric bis Nils Quaschner beschäftigen kann, soll es hier nur um Spieler gehen, die tatsächlich ernsthaft auf der Zugangs- oder Abgangsliste stehen. Ernsthaft meint, dass es bei diesen Äußerungen der Spieler, aus denen Kontakte zwischen RB und ihnen hervorgehen oder gar bereits Vollzugsmeldungen gibt.

Die wahrscheinlich spektakulärste Transfermeldung betrifft weder diesen Winter, noch ist sie aus RB-Sicht positiv. Mit Joshua Kimmich wird das größte Mittelfeldtalent im Leipziger Kader zum Ende der Saison zum VfB Stuttgart zurückwechseln (von wo Kimmich 2013 aus der A-Jugend kam) und von dort sofort zum FC Bayern verkauft. Dass die Stuttgarter Gebrauch machen würden von ihrer im Sommer 2013 verhandelten Rückkaufklausel und damit auch nichts aus der ansonsten folgenden automatischen Vertragsverlängerung zwischen Kimmich und RB bis 2017 werden würde, davon war auszugehen. Dass sich direkt ein Wechsel nach München anschließt, damit war weniger zu rechnen.

Durch das Münchener Interesse war auch die Möglichkeit für RB Leipzig, mit dem VfB Stuttgart und mit Kimmich über einen dauerhaften Wechsel nach Leipzig zu verhandeln, nicht mehr gegeben. Was aus RB-Sicht mehr als schade ist, denn mit Kimmich verliert man einen Mittelfeldspieler, wie er perfekter nicht hätte ins RB-System passen können. Spielintelligent, ball- und passsicher, gut im Pressing und mit großem Willen und Selbstvertrauen ausgestattet.

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