Kultgetränk für Kultverein

Vor einiger Zeit habe ich hier in diesem Blog die Idee besprochen, dass Dynamo Dresden einen eigenen Energy-Drink kreieren sollte [broken Link], mit dem man dann Geld verdienen und gleichzeitig Red Bull schaden kann. Ergänzend dazu und auch auf die Gefahr hin, dass mir dies Google übelnimmt, sei erwähnt, dass ich vor ein paar Tagen über die Nachricht gestolpert bin, dass die Millionste Flasche „Kalte Muschi“, dem „offiziellen Kaltgetränk des FC St. Pauli“ (eine Rotwein-Cola-Mischung) verkauft wurde. Ist zwar nicht gerade ein Energy-Drink (naja, zumindest nicht im klassischen Sinne) und was der Verein finanziell davon hat, weiß man auch nicht, aber die Partnerschaft scheint Früchte zu tragen, passt zum Image des FC St. Pauli (wobei das darauf ankommt, wen man fragt: siehe hier [broken Link] und hier [broken Link]) und zeigt, dass es möglich ist, durch ungewöhnliche Produktideen, die mit dem Image des Fußballvereins verknüpft sind, auch neue Finanzquellen zu öffnen. Ähm ja, Prost und bis bald bei Kalte Muschi St.Pauli gegen Red Bull Leipzig.

Ausbildungsverein Red Bull Salzburg

Also wenn Dietrich Mateschitz mal ein Interview gibt, dann kann man dabei immer wieder einiges lernen:

In den letzten Jahren wurde immer wieder kritisiert, dass für den internationalen Erfolg zu wenig investiert wurde. Wird das für die neue Saison, mit der Chance auf die Champions League anders sein?
Mateschitz: „Nein, das wird nicht der Fall sein, die Problematik ist klar: Für unsere Bundesliga [die österreichische/ Anm. rotebrauseblogger] wäre dies sowohl sportlich als auch finanziell, eine nicht sinnvolle und nicht vertretbare Maßnahme. (…) Wie ja ohnehin bekannt ist, ist unsere Strategie, in fünf bis sieben Jahren mit dem stärksten Team, mit Leipzig, in der Deutschen Bundesliga zu spielen und in Österreich mit einem quasi U-21 Team mit einem möglichst hohen Anteil an Spielern aus unseren Akademien, was aber nicht heißen soll, dass diese Mannschaft nicht im Stande sein soll, auch um den Meistertitel mitzuspielen und auch durchaus an internationalen Spielen in der Europa League teilzunehmen. Dies wäre erst in Frage zu stellen, wenn die österreichische Bundesliga zu den stärksten Ligen in Europa aufschließen könnte.“ (derstandard.at)

Schräge, wenngleich durchaus plausible Strategie. Red Bull Salzburg als Aubildungsteam mit jungen hungrigen Talenten, die sich entweder beweisen und empfehlen und dann der Red-Bull-Familie (z.B. RasenBallsport Leipzig) erhalten bleiben oder eben in die sonstige Fußballwelt ausschwärmen. So langsam wird klar, dass ein deutscher Standort tatsächlich das Puzzleteil (bzw. die Krone) war, das der Red-Bull-Fußballabteilung gefehlt hat, um mit Unterstützung der Akademien die europäische Spitze ins Visier zu nehmen. Unklar bleibt (zumindest mir), welchen (sportlichen) Sinn die New Yorker Franchise in dieser Struktur hat.

RasenBallsport Leipzig vs. VfB 09 Pößneck 7:1

Fast hätte man es nicht geglaubt. Auf der Oberliga-Abschiedstour gelingt RB Leipzig tatsächlich noch ein Schützenfest. Naja, der Gegner, der 7:1 abgefertigt wurde, hieß Pößneck..

Links: RBL-Live-Ticker [broken Link], RBL-Bericht [broken Link], MDR-Bericht [broken Link]

Nachtrag (der Vollständigkeit halber): dem Schützenfest vorausgegangen waren zwei routinierte 2:0 – Erfolge gegen den VfL Halle 96 (bemerkenswert, dass Leipziger und Hallenser Fans die Partie im selben Block gemeinsam feiernd verfolgten) und Germania Halberstadt.

Links zum Halle-Spiel: RBL-Live-Ticker [broken Link], RBL-Bericht [broken Link], MDR-Bericht [broken Link], VfL-Bericht [broken Link]

Links zum Halberstadt-Spiel: RBL-Live-Ticker [broken Link], RBL-Bericht [broken Link], MDR-Bericht [broken Link], Halberstadt-Bericht [broken Link]

Ultras vs. Aktiengesellschaften

„Der klassische Hooliganismus hat abgenommen. Gewalt entsteht heute eher situationsgebunden und heraus aus einigen Ultra-Gruppierungen. In Zeiten der Kommerzialisierung des Fußballs fühlen sich diese Fans mehr und mehr als reine Stimmungsmacher ausgenutzt, auf die – wenn es hart auf hart kommt – draufgeknüppelt wird. Die Ultras identifizieren sich vor allem mit sich selbst. Wer kann schon aus vollem Herzen Fan einer Aktiengesellschaft sein? Da liegt ein Problem. Der Protest und damit ein Teil der Gewalt ist heute viel mehr in der Kommerzialisierung und in einem sich gegenseitigen Hochschaukeln von Sicherheitsappart und Ultras zu sehen. Fan-Gewalt kann auch eine Reaktion auf die viel zu geringen Partizipationsmöglichkeiten für Fußballfans sein.“ (Gerd Dembowski gegenüber tagesschau.de)

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Eigene Liga für zweite Mannschaften

Ich persönlich finde das Spielen gegen die zweiten Mannschaften von Proficlubs, also das was RasenBallsport Leipzig und seine Anhänger in der neuen Saison erwartet gar nicht unbedingt dramatisch. Nichtsdestotrotz verstehe ich das Klagen der Vereine, die auf jeden Euro aus den Eintrittsgeldern angewiesen sind und denen die zuschauertechnische Magerkost der Spiele gegen die U23-Teams gelinde gesagt auf die Nerven geht. Und ich finde, man könnte das Problem ganz schnell durch eine eigene Liga für zweite Mannschaften lösen.

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Der richtige Trainer zur richtigen Zeit

Eine der großen Überraschungen der ersten RasenBallsport-Saison ist sicher die Personalie des Trainers. Kaum einer hätte beim Bekanntwerden der Red-Bull-Pläne für den Einstieg in den Leipziger Fußball im letzten Sommer gedacht, dass der Cheftrainer des SSV Markranstädt zukünftig als Cheftrainer von RB Leipzig auftreten darf. Und doch, irgendwie ist es der richtige Trainer zur richtigen Zeit.

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Aufstieg

Euphorische Freude sieht natürlich anders aus – eher verbindet sich mit dem nun perfekten Aufstieg in die Regionalliga ein ‚der erste Schritt ist gemacht, denken wir über den nächsten nach‘-Gefühl – trotzdem von dieser Stelle an alle Spieler, Betreuer und Unterstützer von RasenBallsport Leipzig herzlichen Glückwunsch zum ersten sportlichen Erfolg der sehr jungen Vereinsgeschichte.

Transfergerüchte: Vujanovic

Radovan Vujanovic (Quelle: BILD, 27.04.2010): Vujanovic ist 28-jähriger Offensiv-Allrounder und steht seit 2 Jahren beim 1.FC Magdeburg unter Vertrag. Unklar ist, wie lange dieser Vertrag noch läuft. Bei transfermarkt.de heißt es, der Vertrag ende 2010, im Forum des 1.FCM geht man von einem Vertrag bis 2012 aus. Makulatur wird das ganze, wenn die sportlich Verantwortlichen in Magdeburg Vujanovic sowieso von der Gehaltsliste haben möchten. Für diesen Fall, also für den Fall, dass Vujanovic keine Ablöse kostet, wäre ein Wechsel zu RasenBallsport Leipzig zumindest denkbar.

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