DFB-Pokal: VfL Osnabrück vs. RB Leipzig abgebrochen

Stell dir vor es ist DFB-Pokal und fast alles, was für das Spiel relevant ist, ist bereits nach einer Minute passiert. So ähnlich ging es beim Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig zu. Nach reichlich 40 Sekunden schon fiel die Führung für die Gastgeber, die den weiteren Spielverlauf nachhaltig prägen sollte. Und beim anschließenden Torjubel ging das Fangnetz vor der VfL-Fankurve zu Teilen zu Bruch, wodurch dann später im Spiel der Spielabbruch nach einem Feuerzeugwurf überhaupt erst möglich wurde.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig nicht ganz unüberraschend mit Massimo Bruno für den zuletzt glücklosen und etwas überspielt wirkenden Yussuf Poulsen, dessen Physis den RasenBallsportlern im Offensivspiel trotzdem fehlte. Zudem durfte Stefan Hierländer wieder hinten rechts verteidigen. Was schon mehr überraschte, denn in Frankfurt hatte der Österreicher auf der Position nicht so richtig gut ausgesehen und der VfL spielte erwartungsgemäß viel über die Flügel.

Auch in Osnabrück verlor Hierländer gleich den ersten Zweikampf nach einem langen Ball, woraus dann über einige Umwege der Gegentreffer entstand. Man sollte allerdings nicht den Fehler machen, Hierländer als Sündenbock hinzustellen. Die Außenverteidiger hatten es in dieser Partie unheimlich schwer und mussten oft defensiv in Eins-gegen-Eins-Duellen gehen oder gar zwei Gegenspieler verteidigen, weil Osnabrück immer wieder die Flügel überludt.

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Presse 11.08.2015

Ein Pokalabend, wie ihn sich wohl niemand ausgemalt hatte. Weil Schiedsrichter Martin Petersen von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde, wurde die Erstrundenpartie zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig gestern in der 71. Minute abgebrochen. Petersen wurde in ein Krankenhaus gebracht und bei ihm laut DFB eine leichte Gehirnerschütterung festgestellt.

Bis dahin hatte der Drittligist aus Osnabrück den Favoriten mit aggressiv-intensivem Spiel ziemlich in Bedrängnis gebracht und führte durchaus verdient mit 1:0. Halil Savran hatte schon in der ersten Minute getroffen.

Wie die Partie gewertet wird, ist noch unklar. Allerdings ist davon auszugehen, dass im Einklang mit den Verbandsregularien, wie sie der DFB noch mal zusammenfasst, RB Leipzig der Sieg am grünen Tisch zugesprochen wird, da der Spielabbruch durch einen Wurf aus der Heimkurve provoziert wurde. Das DFB-Sportgericht wird eine Entscheidung treffen, im besten Fall noch in dieser Woche.

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Presse 10.08.2015

Heute geht für RB Leipzig das Pokalabenteuer 2015/2016 los. Kann ein kurzes Vergnügen sein, kann aber auch die Saison prägen. Weiß man vorher nie so genau. Aus der zweiten Liga hat es in der ersten Runde des DFB-Pokals schon Union, Fürth und Karlsruhe gegen unterklassige Teams erwischt. Duisburg schied zudem gegen Schalke aus. Von bisher sieben im Pokal aktiven Drittligisten hat allerdings auch erst einer die erste Runde überstanden (Aue gegen Fürth).

Für RB Leipzig geht es zum Drittligisten VfL Osnabrück. Auch wenn man als Favorit in die Partie geht, ist es ein schweres Los, weil Osnabrück mit der für Teams von Trainer Maik Walpurgis typischen Intensität ins Spiel gehen wird. Positiv daran, dass Teile der Mannschaft und auch Rangnick die Spielweise und die Atmosphäre in Osnabrück, wenn sich das Publikum anstecken lässt, bereits kennen.

Tobias Willers, 2013/2014 bei RB Leipzig in der dritten Liga aktiv, kündigt im MDR auch schon mal ein „Feuerwerk“ an, was seine Osnabrücker abbrennen werden. Gute Bekanntschaften nach Leipzig ruhen für die Zeit des Spiels. Grundsätzlich hat er aber nur die besten Erinnerungen an seine Zeit in Leipzig.

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Intensiver Besuch bei alten Bekannten

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur DFB-Pokal-Partie von RB Leipzig beim VfL Osnabrück (10.08.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Willi Orban.]

Wenn ein Verein gerade mal sechs Jahre alt ist, dann gibt es immer wieder mal erste Male. So auch im Fall des Spiels von RB Leipzig beim VfL Osnabrück, denn es ist im siebten Versuch das erste Auswärtsspiel im DFB-Pokal, das man zu bestreiten hat. In bisher sechs Heimspielen gewann man zweimal gegen Bundesligisten, verlor dreimal gegen Bundesligisten und gewann einmal gegen einen Zweitligisten. Nun also erstmals ein Auswärtsspiel bei einem Drittligisten. Verbunden natürlich auch damit, dass man erstmals nicht mit der hübschen Underdog-Rolle in die Partie geht, sondern als Favorit anreist, für den ein Scheitern zumindest eine kleine Blamage wäre.

Dass das Scheitern nicht völlig unmöglich ist, dafür stehen in Leipzig alte Bekannte. Zuallererst natürlich der Trainer des VfL Osnabrück Maik Walpurgis, der in seine dritte Saison mit dem Verein gegangen ist. Bisher viermal hat Walpurgis mit Lotte und Osnabrück gegen RB Leipzig gespielt. Und dabei mit seinen Teams den RasenBallsportlern immer einen großen Kampf geliefert. Natürlich fällt dabei zuerst die Relegation um den Drittligaaufstieg ein, als Lotte vor reichlich zwei Jahren bis zum Ende der regulären Spielzeit des Rückspiels angesichts eines Gesamtstands von 2:2 auf Augenhöhe agierte. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die völlig aufgedrehte Lotte-Bank im Rückspiel mit einem Maik Walpurgis vorne weg, die bei jeder Spielszene und Schiedsrichterentscheidung Richtung Spielfeld stürmten, als würde gerade das entscheidende Tor des Finales einer Weltmeisterschaft bevorstehen.

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Presse 07.08.2015

Noch drei Tage bis zum Auswärtsspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals beim VfL Osnabrück. Auf der RB-Website hat man deswegen den sympathischen Ex-Leipziger Tobias Willers im Interview. Die Neue Osnabrücker Zeitung lässt Massimo Ornatelli an den 3:2-Sieg in der dritten Liga vor knapp zwei Jahren zurückdenken und überlegt sich, wie man RB Leipzig erneut schlagen könnte.

Dasselbe Blatt vermeldet zudem, dass man am Montag 10.000 Zuschauer zur Pokalpartie erwartet und dass im Vorverkauf knapp 300 Tickets nach Leipzig verkauft wurden.

Heute Mittag dann bei RB Leipzig die Pressekonferenz vor dem Pokalspiel und entsprechend anschließend und in den nächsten Tagen dann allerlei Vorberichte, die es bisher noch nicht gibt.

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Teambuilding unter neuen Bedingungen

Leipzig ist in dieser Liga der absolute Topfavorit, wir nur der Underdog. (Fürth-Coach Stefan Ruthenbeck vor dem Gastspiel in Leipzig)

Man kann sich schon mal dran gewöhnen, dass die Storylinie der Saison mehr noch als in den letzten Spielzeiten klar ist. Gegen RB Leipzig tritt jedes Team als absoluter Underdog an, der einen außergewöhnlichen Tag braucht, um Punkte einzusammeln. Alle Trainer werden sich Mühe geben, diese besondere Konstellation heranzuziehen, um sie als psychologisches Moment für das eigene Team zu nutzen.

Im Gegensatz zu manchem Spiel in den letzten zwei Jahren, als selbst Teams, die über einen längeren Zeitraum besser als RB Leipzig gespielt hatten, sich gegen den Aufsteiger, der weder nach dem Drittligaaufstieg noch nach dem Zweitligaaufstieg die umfassende Übermannschaft hatte (nicht umsonst spielt einer wie Matthias Morys, der in Leipzig oft Spielzeit bekam, inzwischen Drittligafußball in Aalen), mal absurder, mal weniger absurd zum absoluten Außenseiter stilisierten, ist diese Masche in dieser Saison natürlich auch durchaus angemessen.

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Presse 06.08.2015

Michael Kölmel, Chef der Red Bull Arena ist sich in der LVZ sicher, dass man den bis 2020 laufenden Vertrag mit RB Leipzig irgendwann bis 2025 verlängern werde, findet ein Innenstadtstadion (natürlich) toll, sieht nicht, dass RB Leipzig irgendwann am Stadtrand bauen könnte und preist sein Stadion auch als ausbaufähig an (bis zu 55.000 Zuschauern sei es sogar relativ unaufwändig und preisgünstig).

In der längeren Print-Version spricht Kölmel zudem darüber, dass er neben Red Bull auch mit anderen Investoren bspw. aus Russland verhandelt habe, wie seine Investments in verschiedene Fußballclubs meist erfolgreich, selten weniger erfolgreich gelaufen sind und dass es aktuell keine Absichten gibt, die Red Bull Arena an Red Bull zu verkaufen, dies aber irgendwann mal zum Thema werden könnte.

Emil Forsberg freut sich im Kicker über sein erstes Pflichtspieltor im Dress von RB Leipzig, begründet seine Torflaute im ersten halben Jahr mit Anpassungsprozessen an den deutschen Fußball, erneuert sein Ziel, diese Saison 12 Tore zu erzielen und sieht seine fußballersche Entwicklung trotz Luft nach oben positiv.

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Was von Spieltag 2 bleibt

Es sind in der zweiten Liga oft nur Kleinigkeiten, die am Ende darüber entscheiden, ob ein Team sich im Saisonverlauf eher oberhalb der Erwartungen oder unterhalb der Erwartungen festsetzt. Sprich, der Unterschied zwischen einer Saison im Aufstiegskampf und einer Abstiegskampf ist ein minimaler. Und kann manchmal von einer Personalentscheidung und einer stimmungsverändernden Szene oder Geschichte abhängen.

Fürth beispielsweise ist letzte Saison eher überraschend ganz tief in den Abstiegssumpf gerutscht, nachdem das Team viele eher auf der Aufstiegsrechnung hatten. In diesem Jahr hat man mit neuen Trainer und neuer, aktiver Spielphilosophie ein ganz anderes Auftreten und dürfte als spielstark-aggressive Mannschaft mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Was eben in der zweiten Liga fast schon automatisch bedeutet, dass man quasi in den Aufstiegskampf rutscht.

Andersherum könnte es in Karlsruhe gehen. Zu kurze Vorbereitung, der in der Sommerpause schwer zu verarbeitende Relegationsschmerz, zwei Niederlagen zum Auftakt und ein bisher fast nicht existentes Offensivspiel. Und als ob das nicht reicht, hat Linksverteidiger Philipp Max (ja, das ist der, der letzte Saison mit RB-Mittelfeldmann Diego Demme das Trikot tauschte, was die KSC-Fans dann erfolgreich zurückforderten) auch noch den Verein gen Augsburg verlassen. Und Toptorjäger Rouwen Hennings steht mehr als ein wenig in den Wechselstartlöchern, auch wenn die Ablöse für den 27jährigen sicherlich für die meisten Interessenten abschreckend sein dürfte.

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Presse 05.08.2015

Nach Montagsspiel gegen Fürth und Auslaufen gestern ist bei RB Leipzig heute trainingsfrei. In den Medien wird derweil noch ein bisschen das 2:2 vom Wochenanfang ausgewertet.

Neben dem Kümmern um die Defensivprobleme bei RB Leipzig steht dabei der Stadionsprecher Tim Thoelke im Mittelpunkt, der Fürth-Coach Stefan Ruthenbeck “ total auf den Sack ging“, weil er nach dem 0:1 von einem „zwischenzeitlichen Rückstand“ und in der Pause von einem „merkwürdigen Ergebnis“ gesprochen hatte und damit angeblich das Neutralitätsgebot eines Stadionsprechers verletzt habe.

Jein könnte man dazu antworten. Ja, ein Stadionsprecher muss neutral sein. Aber ein Stadionsprecher ist in der täglichen Praxis eben auch näher ’seinem‘ Team verhaftet als dem gegnerischen, sodass Äußerungen im Sinne des eigenen Teams auch überall zur normalen und völlig unhinterfragten Praxis gehören. Ein Tor für den Gegner als „zwischenzeitlichen Rückstand“ wegzumoderieren (was ja nicht zum ersten Mal vorkam), muss dabei aber vielleicht eher nicht sein. In der Halbzeitpause das 1:2 als „merkwürdiges Ergebnis“ (das es nach dem Spielverlauf ja auch war) zu bezeichnen, ist dagegen pure Geschmacksfrage und schwerlich objektiv brandmarkbar.

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2.Bundesliga: RB Leipzig vs. SpVgg Greuther Fürth 2:2

Heimspielauftakt für RB Leipzig in der zweiten Liga. Zu Gast war wie schon im letzten Ligaheimspiel vor reichlich zwei Monaten die SpVgg Greuther Fürth. Aufgrund des ersten Spieltags vor einer Woche konnte man schon annehmen, dass ein in seiner Spielanlage komplett neu aufgestellter und unbequem zu bespielender Gast antreten wird. Die 90 Pflichtspielminuten bestätigten diesen Eindruck komplett, sodass RB Leipzig am Ende froh sein musste, wenigstens einen Punkt aus der Partie mitzunehmen.

In das Spiel gegangen war RB Leipzig mit Lukas Klostermann als Rechtsverteidiger anstelle von Stefan Hierländer. Auf Seiten der Fürther Gäste musste ausgerechnet Kapitän Marco Caligiuri in der Innenverteidigung wegen eines Infekts passen, sodass der Ex-Hallenser Marcel Franke zu seiner (gelungenen) Zweitligapremiere kam.

Fürth bestätigte schon in der ersten Halbzeit die starke Leistung aus dem ersten Spiel gegen Karlsruhe und verstand es meistens sehr gut, im Spiel gegen den Ball RB Leipzig nicht ins Kombinieren kommen zu lassen. Dabei mauerte man sich nicht am eigenen Strafraum ein, sondern spielte ein recht aggressives, hohes Pressing in Ballnähe, das der eher aktiv-offensiven Ausrichtung in der Aufstellung entsprach. Hofmann in der Mittelfeldzentrale als absichernder Sechser, davor mit Gjasula und Zulj in der Zentrale zwei ballsichere Spieler mit wichtigen Rollen gegen den Ball. Außen Stiepermann und Freis, die bei gegnerischem Ballbesitz so zurückrückten, dass quasi ein 4-4-2 entstand. Und in vorderster Reihe ein Veton Berisha als Dauersprinter gegen die RB-Innenverteidigung und den Spielaufbau.

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