Archiv der Kategorie: Vorberichte

Ungewissheiten nach der Länderspielpause

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den SC Paderborn (11.09.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Marcel Halstenberg.]

Bundesliga-Aufstiegsaspirant gegen Bundesliga-Absteiger. Vor Saisonbeginn sicherlich als Topduell gehandelt, ist die Partie zwischen RB Leipzig und dem SC Paderborn direkt im Anschluss an die Länderspielpause eine, in der zwei Teams, die durchwachsen bzw. Paderborn sogar sehr schlecht in die Saison gestartet sind, die Weichen in ihrem Sinne in die richtige Richtung stellen wollen. Angesichts der zweiwöchigen Pause weiß man dabei naturgemäß nicht ganz so genau, was sich bei den Teams spielerisch verändert hat und ob vielleicht mit einem anderen, verbesserten Auftreten zu rechnen ist.

Dem SC Paderborn geht es abseits der wirtschaftlichen Möglichkeiten in mancherlei Hinsicht ähnlich wie RB Leipzig. Im Sommer hat ein erheblicher Umbruch stattgefunden, sodass im letzten Spiel fünf neue Spieler in der Startelf standen, drei neue Spieler eingewechselt wurden und an der Seitenlinie ein neuer Trainer seine Anweisungen gibt. Von daher erklärt sich der Saisonstart mit nur einem Sieg (und dem bei einem der anderen Ligensorgenkinder Fortuna Düsseldorf) aus fünf Spielen ein wenig.

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Duell gegen den Fehlstart

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1. FC Union Berlin (28.08.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick undStefan Ilsanker.]

Die Niederlage gegen St. Pauli ist kaum zu Ende analysiert, da geht es auch schon weiter mit dem Ligabetrieb. Dank kurzem Wechsel vom Sonntag auf den Freitag bleibt für RB Leipzig gar nicht lange Zeit, sich mit dem 0:1 aufzuhalten, sondern gilt es, sich schon wieder auf die kommende Aufgabe vorzubereiten. Eine Aufgabe, die für die RasenBallsportler bereits ein bisschen Druck mitbringt, weil man mit sieben Punkten aus fünf Spielen ordentlich zurechtgestutzt in die Länderspielpause gehen würde.

Aber auch für Union Berlin ist im Spiel gegen RB Leipzig der Druck einigermaßen hoch. Denn mit nur drei Punkten aus vier Spielen und noch keinem Sieg ist man ziemlich durchwachsen in die Saison gestartet. Zumal in eine Saison, an deren Ende man unter den ersten sechs Mannschaften der Liga stehen wollte. Wobei Union interessanterweise in drei der bisher vier Ligaspiele und auch im DFB-Pokal jeweils führte und doch nie gewann (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Für ein Team, das letzte Saison noch darauf spezialisiert war, Rückstände umzudrehen, sicherlich eine erstaunliche Entwicklung.

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Wie einst im Halbfinale der Champions League

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den FC St. Pauli (23.08.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Tim Sebastian.]

Nach dem dritten Spieltag ein Spitzenspiel auszurufen, ist natürlich genaugenommen Unsinn, weil die Tabellensituation noch extrem unaussagekräftig ist und auch einfach Ausdruck merkwürdiger Experimente des Fußballgotts sein kann. Der FC St. Pauli beispielsweise steht aktuell zwar bei sieben Punkten, hätte aber genausogut mit zwei Punkten dastehen können. Und auch bei RB Leipzig sind ein paar der sieben Punkte durchaus glücklich zustande gekommen. Zwischen einem Spitzenspiel und einem Treffen der Enttäuschten liegen also am dritten Spieltag zumindest in einer so ausgeglichenen Liga wie der zweiten nur Nuancen.

Allerdings stehen beide Teams auch über einen längeren Zeitraum für eine gewisse Kontinuität. 28 Punkte sammelte man sowohl in Hamburg als auch in Leipzig in 18 Ligaspielen im Jahr 2015 und liegt damit in der saisonübergreifenden Spitzengruppe der zweiten Liga. Nur Sandhausen und Kaiserslautern errangen in dieser Zeit mehr Punkte.

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Neue Runde, neues (feuerzeugloses) Glück – DFB-Pokal in Unterhaching

Wie schon in der ersten Runde des DFB-Pokals geht es für RB Leipzig auch in der zweiten Runde zu einem unterklassigen Verein. Die Auslosung ergab, dass man am 27. oder 28.10.2015 in den Süden der Republik zur SpVgg Unterhaching fahren muss. Damit spielt man im DFB-Pokal erstmals gegen einen Regionalligisten.

Wobei das im Fall der Randmünchener ein wenig in die Irre führt, denn in den letzten sieben Jahren spielte Unterhaching durchgängig in der dritten Liga, war dort Gründungsmitglied und stieg erst am Ende der vergangenen Saison in die Regionalliga ab. Wo sie allerdings ziemliche Anpassungsschwierigkeiten haben. Was nicht verwundern kann, denn die SpVgg wird schon seit einiger Zeit von einige finanziellen Sorgen geplagt und setzt entsprechend auf eine Art schlecht bezahltes U23-Team. Dass man mit diesem Konzept keine großen Sprünge mehr macht, auch nicht in der Regionalliga, dürfte auf der Hand liegen.

Für RB Leipzig ist das Los sportlich durchaus ein angenehmes. Bei allem Respekt war Unterhaching eine der einfachsten Aufgaben, die im Lostopf lagen. Wenn man entsprechend Ende Oktober mit viel Pokallust nach Bayern reist, sollten die Chancen, das Achtelfinale zu erreichen bereits sehr gut sein. Selbst wenn die SpVgg in der ersten Runde mit Ingolstadt einen Bundesligisten ausschaltete.

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Ausschließlich Sport

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig (15.08.2015, 13.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Anthony Jung. Ab 15.00 Uhr.]

Yeah, es geht wieder um Sport! Ist doch nach den letzten Tagen mit dem Drehen um Einzeltäter, einen Spielabbruch und die Diskurshoheit über den Fall Osnabrück eine echte Wohltat. Wobei die sportgerichtliche Aufarbeitung des Pokalspiels uns vermutlich noch eine Weile erhalten bleibt.

Am dritten Spieltag der zweiten Bundesliga wartet auf RB Leipzig im vierten Pflichtspiel das dritte Auswärtsspiel. Nach drei Auftritten mit sportlich wenig glücklichen Auftritten, einer leichten Delle im sportlichen Selbstverständnis und vielerlei Problemen beim Spiel gegen den Ball und beim Verteidigen in der Tiefe dürfte die Reise nach Braunschweig eine ordentliche Aufgabe darstellen. Zumal davon auszugehen ist, dass auch diesmal wieder ein Spiel wartet, in dem RB Leipzig gegen eine Mannschaft anrennen muss, deren grundlegende Philosophie eher reaktiver denn aktiver Natur ist.

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Intensiver Besuch bei alten Bekannten

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur DFB-Pokal-Partie von RB Leipzig beim VfL Osnabrück (10.08.2015, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Willi Orban.]

Wenn ein Verein gerade mal sechs Jahre alt ist, dann gibt es immer wieder mal erste Male. So auch im Fall des Spiels von RB Leipzig beim VfL Osnabrück, denn es ist im siebten Versuch das erste Auswärtsspiel im DFB-Pokal, das man zu bestreiten hat. In bisher sechs Heimspielen gewann man zweimal gegen Bundesligisten, verlor dreimal gegen Bundesligisten und gewann einmal gegen einen Zweitligisten. Nun also erstmals ein Auswärtsspiel bei einem Drittligisten. Verbunden natürlich auch damit, dass man erstmals nicht mit der hübschen Underdog-Rolle in die Partie geht, sondern als Favorit anreist, für den ein Scheitern zumindest eine kleine Blamage wäre.

Dass das Scheitern nicht völlig unmöglich ist, dafür stehen in Leipzig alte Bekannte. Zuallererst natürlich der Trainer des VfL Osnabrück Maik Walpurgis, der in seine dritte Saison mit dem Verein gegangen ist. Bisher viermal hat Walpurgis mit Lotte und Osnabrück gegen RB Leipzig gespielt. Und dabei mit seinen Teams den RasenBallsportlern immer einen großen Kampf geliefert. Natürlich fällt dabei zuerst die Relegation um den Drittligaaufstieg ein, als Lotte vor reichlich zwei Jahren bis zum Ende der regulären Spielzeit des Rückspiels angesichts eines Gesamtstands von 2:2 auf Augenhöhe agierte. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die völlig aufgedrehte Lotte-Bank im Rückspiel mit einem Maik Walpurgis vorne weg, die bei jeder Spielszene und Schiedsrichterentscheidung Richtung Spielfeld stürmten, als würde gerade das entscheidende Tor des Finales einer Weltmeisterschaft bevorstehen.

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Unerwartete Standortbestimmung

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth (03.08.2015, 20.15 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz drei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Fabio Coltorti.]

Gerade mal zwei Monate ist es her, dass RB Leipzig am letzten Spieltag der vergangenen Saison Greuther Fürth empfing. Ein Team, das damals in akuter Abstiegsgefahr steckte und in Leipzig mit einer Leblosigkeit auftrat, dass man fast schon annehmen musste, dass sie gegen einen Abstieg nichts haben. Geschafft haben sie es am Ende trotz nie in Frage stehender Niederlage in Leipzig wegen der Ergebnisse der Konkurrenz nicht.

Nach der Saison ging man in Fürth den naheliegenden Schritt, entschied sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Mike Büskens und warb intensiv um den Aalener Coach Stefan Ruthenbeck, den man schließlich aus seinem laufenden Vertrag herausholen konnte. Dieser Stefan Ruthenbeck hat es binnen weniger Wochen und trotz einiger Rückschläge in Testspielen geschafft, aus dem leblos wirkenden Team eine Mannschaft zu bauen, die füreinander läuft und im ersten Saisonspiel dem Karlsruher SC insgesamt überraschend deutlich überlegen war, auch wenn man schließlich glücklich erst durch ein Tor kurz vor Schluss gewann.

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Punktspielstart beim Ex

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim FSV Frankfurt (25.07.2015, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Dominik Kaiser.]

Schnell ging es dieses Jahr. Der Saisonabschluss gegen Greuther Fürth ist gefühlt gerade erst gewesen und schon geht es weiter in die neue Saison. Trainerdebatten, Neuverpflichtungen, Trainingslager. Die Zeit zwischen Fürth und Frankfurt verging dann doch irgendwie ziemlich schnell. Geändert hat sich vor der Partie zwischen dem FSV Frankfurt und RB Leipzig in den letzten Wochen bei beiden Mannschaften trotzdem ziemlich viel.

Die wichtigste Entscheidung wurde beim FSV Frankfurt noch in der letzten Saison getroffen, als man sich Ex-RB-Coach Tomas Oral, der schon zwischen 2006 und 2009 bei der ersten Mannschaft des FSV Frankfurt an der Linie gestanden hatte und vorher die 2.Mannschaft trainierte und noch vorher bei der 1.Mannschaft Fußball spielte, holte. Einen Spieltag vor dem Ende bedeutete dies das Aus für Benno Möhlmann als Trainer und für Uwe Stöver als sportlichem Leiter, sodass nun Geschäftsführer Clemens Krüger und Tomas Oral, die als befreundet gelten, das starke Duo bilden.

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Erstmalige Stolpergefahr

Nimmt man die Wünsche der hiesigen Blogbesucher ernst, dann dachten die (siehe Voting-Ergebnisse unten) vor der Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals vor allem an regionale Kontrahenten wie den Halleschen FC oder den BFC Dynamo oder den Chemnitzer FC oder Aue oder Jena und Teams mit speziellem Hintergrund wie die Sportfreunde Lotte, die man zwei Jahre nach dem Relegationserfolg gern noch mal besucht hätte oder St. Pauli, bei denen man gerade erst in der Liga abseits des sportlichen viel Spaß hatte oder die Stuttgarter Kickers, die sich offenbar in die Reihe derer einordnen, die ein Testspiel gegen RB Leipzig erst vereinbaren und dann wieder absagen oder Viktoria Köln, die mit Timo Röttger einen Spieler bei sich haben, der bei vielen RB-Anhängern noch in allerbester Erinnerung ist.

An den VfL Osnabrück dachte fast niemand. Im Sky-Deutsch hätte man von Zustimmung im nicht messbaren Bereich gesprochen. Auf einer Stufe mit Elversberg, Pirmasens und Bielefeld. Was vielleicht dadurch verständlich wird, dass Osnabrück sportlich keine leichte Aufgabe ist, die ein gewisses Potenzial des Scheiterns mit sich bringt, aber gleichzeitig bei einem Spiel bei einem Drittligisten erwartet wird, dass man dieses gewinnt.

Dass dies nicht so einfach wird, dafür steht schon der Trainer Maik Walpurgis, mit dem sich RB Leipzig einerseits in der Relegation 2013 gegen Lotte und in der Saison darauf in der dritten Liga gegen Osnabrück duelliert. Walpurgis steht für einen sehr aggressiven Fußballstil voller Emotionen, gegen den es meist schwer ist anzuspielen. Noch dazu, wenn man in Osnabrück an der Bremer Brücke in einem engen und sicherlich gut gefüllten Stadion antreten muss. Vor knapp zwei Jahren durfte RB Leipzig bei der 2:3-Niederlage schon mal erfahren, dass man dort auch mit einer guten Leistung verlieren kann, wenn denn das Publikum ins Spiel kommt und zum Faktor wird.

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Vom einen Extrem ins andere

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth (24.05.2015, 15.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Achim Beierlorzer und Rani Khedira.]

Keine Woche ist es her, dass RB Leipzig freundlicherweise zu einer Aufstiegsparty eingeladen war. Nachdem man Ingolstadt beim Feiern zugeschaut hat, geht es tabellarisch nun in die entgegengesetzte Richtung und es wartet das Spiel gegen Fürth, nach dem den Gästen im negativen Fall gar nicht nach Feiern sondern nach Abstiegstrauer zumute ist.

Einen Gegner in die extremste aller negativen Emotionslagen zu schießen, ist RB Leipzig im Gegensatz zum Beitragen zum Aufstieg bisher noch nicht wirklich passiert. 2011 hatte Havelse bei drei Punkten und neun bzw. 15 Toren Rückstand auf Magdeburg zwar noch theoretische Chancen, als sie am letzten Spieltag unter André Breitenreiter nach Leipzig reisten. Aber die Betonung lag auf theoretisch, sodass der sportliche Abstieg (der dann später am grünen Tisch aufgehoben wurde) niemanden mehr überraschte. Und vor einem Jahr kam Saarbrücken als bereits feststehender Absteiger zum Aufstieg-Mitbejubeln nach Leipzig.

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