Duell der Unzufriedenen

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund (03.03.2018, 18.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

25. Spieltag in der Bundesliga. Die letzten zehn Spiele der Saison stehen schon wieder an. Langsam geht es in die Crunch Time. Und durch die nur drei Punkte aus den sechs Spielen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte (Mainz, Wolfsburg, Hertha, Freiburg, HSV, Köln) hat sich RB Leipzig in eine etwas schwierige Ausgangsposition gebracht. Zumindest wenn man weiterhin die erneute Qualifikation für die Champions League als Ziel hat. Was von den RB-Spielern weiterhin recht offensiv formuliert wird.

Mit dem Spiel gegen Borussia Dortmund hat RB nach drei Pflichtspielniederlagen am Stück eine ordentliche Aufgabe vor der Brust. Nominell zumindest. Denn Dortmund ist seit neun Spielen ohne Niederlage und könnte mit einem Sieg in Leipzig die RasenBallsportler bereits auf sechs Punkte distanzieren und einen nicht unwesentlichen Schritt Richtung Champions League machen.

Aus RB-Sicht ist die Partie gegen Dortmund sicherlich noch keine vorentscheidende. Aber auch angesichts der wartenden zwei englischen Wochen mit den Bundesliga-Aufgaben in Stuttgart und gegen die Bayern kommt der Partie bereits eine große Bedeutung zu.

Entgegenkommen könnte RB Leipzgi dabei, dass in Dortmund trotz der neun Spiele ohne Niederlage seitdem Peter Stöger übernommen hat auch nicht alles gold ist. Was sich vielleicht am besten darin ausdrückt, dass der BVB seit Stögers Amtsantritt weniger häufig Torschüsse auf das gegnerische Tor verzeichnet (also Schüsse, die der gegnerische Torhüter halten muss oder die ins Tor gehen), als man selbst zulässt. Für einen Tabellenzweiten und zumal wenn der Dortmund heißt eine erstaunlich schlechte Bilanz.

Das Prinzip Stöger verdeutlicht sich aber dann schon eher dann, wenn man statt auf Torschüsse (eine Statistik, die noch nichts über die Qualität der Schüsse aussagt) auf Chancen schaut. Denn dort spricht das Verhältnis dann deutlich für Dortmund. Fast zwei Chancen mehr als die jeweiligen Gegner hatte man pro Spiel. Was ungefähr der Bilanz unter Vorgänger Bosz entspricht, nur dass man gleichzeitig deutlich weniger eigene Chancen hat und deutlich weniger Chancen zulässt.

Das Stöger-Dortmund ist in Sachen Balance zwischen Offensive und Defensive also nicht sehr weit vom Bosz-Dortmund entfernt, nur dass der BVB unter Stöger weniger Chancen ohne Druck durch die eigenen Verteidiger abgibt. Während es unter Bosz Standard war, dass gegnerische Stürmer allein auf Bürki zulaufen, passiert das unter Stöger selten. Und auch wenn die Abwehr des BVB in ihrer Gesamtorganisation weiter weit davon entfernt ist, extrem stabil zu sein (wie auch das Gladbacher Chancenfestival gegen den BVB zeigte), schafft man es durch tieferes Verteidigen dann doch auch gut, dass man immer Akteure am oder im eigenen Strafraum hat, die den Gegner beim Torabschluss noch stören.

Auf der anderen Seite hapert es beim BVB gerade erstaunlicherweise ein wenig an der Offensive. Spielerisch ist das aktuell sehr wenig, was beim BVB trotz des Potenzials läuft. Julian Weigl schafft es aktuell nicht wie noch unter Tuchel im zentralen Mittelfeld Ideen- und Taktgeber zu sein. Neuzugang Batshuayi hängt im Passspiel des BVB immer ein wenig in der Luft, auch wenn er vor dem Tor schon seine Klasse, die auch aus einer gewissen Physis resultiert, bewiesen hat.

Viel läuft beim BVB von der Innenverteidigung auf die Außenverteidigung, wo man sich dann auf der Außenbahn oft festläuft. Gefährlich wird man meist dann, wenn man mal Geschwindigkeit aufnehmen und mit Reus, Götze, Schürrle und Co auf das gegnerische Tor zulaufen kann. Wenn die gegnerische Abwehr formiert ist, dann tut man sich aber schwer, mit strukturierten Abläufen auch in Abschlusssituationen zu kommen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass der BVB auch nicht gerade geringe Verletzungsprobleme hat. Spieler wie Guerreiro, Philipp (der gegen RB wieder eine Option werden könnte), Yarmolenko oder Kagawa kann auch Dortmund in der Breite des Kaders nicht gut ersetzen. Trotzdem steht da natürlich weiterhin ein Team auf dem Platz, das klarerweise das zweitbeste Team des Landes sein müsste. Wobei auch der Eindruck bleibt, dass sich im Kader nicht die über 400 Millionen Umsatz (bzw. inzwischen wohl 500 Millionen dank Transfereinnahmen) widerspiegeln, die den BVB zum mit Abstand zweitfinanzstärksten Team der Liga machen.

Dass man sich in Dortmund kadertechnisch gerade etwas schwer tut, zeigt sich auch darin, dass man im Winter mit Batshuayi jemanden für den Sturm holen musste, der nur bis zum Sommer geliehen ist. Dafür sitzen die extrem talentierten Jungspunde Sancho (zuletzt verletzt) und Isak nun wieder auf der Bank. Dass die deutsche Nummer 2 die Saison zu retten versucht, indem sie einen Spieler aus der Premier League ohne Kaufoption leiht, ist durchaus ein Fingerzeig, wo der BVB im internationalen Wettbewerb trotz der Finanzkraft steht.

Dazu kommt, dass man sich auch in Dortmund fragen kann, wie weit man mit dem Konzept, junge Talente zu sammeln und diese dann zu entwickeln, kommt. Bei Dembele brachte das viele Millionen, aber auch keinen nachhaltigen sportlichen Erfolg, weil der Spieler seinen Abgang nach nur einem Jahr durchdrückte. Ein paar weitere Talente unter 20 hat man noch im Kader, von denen man nicht weiß, wie die zu ihren Einsatzzeiten kommen sollen und was sie wollen, falls sie sich mal in der Bundesliga durchsetzen.

Der BVB ist eigentlich auf allen Positionen mindestens doppelt besetzt und selbst Schürrle blüht unter Stöger wieder auf, aber so richtig zufrieden ist man mit der Kaderzusammenstellung nicht, sodass rund um den BVB viel über einen Umbruch im Sommer spekuliert wird. Wobei das angeichts der vorhandenen Basis eher ein Umbrüchchen werden dürfte. Interessant dabei vor allem, was mit Reus wird, dessen Vertrag 2019 ausläuft und der mit 28 vor der Frage steht, ob er noch mal woanders (zum Beispiel im Ausland) angreift oder sich weiter zum BVB bekennt und dort versucht, auf Titeljagd zu gehen.

In dieser Spielzeit ist der BVB nur noch auf der Jagd nach dem Europa-League-Titel. In der Bundesliga geht es ausschließlich um die Vizemeisterschaft. Und dafür scheint man im Schneckenrennen hinter den Bayern mit einer nüchternen, unspektakulären Spielweise gespickt mit individueller Klasse ganz gut aufgestellt zu sein. Vergleichsweise wenig zulassen, vorn mal ein, zwei Chancen nutzen und damit vergleichsweise konstant punkten. Das reicht diese Saison schon, um sich zwischenzeitlich auf Platz 2 zu setzen und der Favorit zu sein, diesen auch bis zum Ende zu behalten.

Man ist halt auch weiterhin das Team, das in vielerlei Hinsicht als Anführer des Rests hinter den Bayern zu verorten ist. Natürlich in Bezug auf die Qualität des Kaders. Aber auch spieltaktisch als jene Mannschaft mit dem zweitmeisten Ballbesitz, dem zweitbesten Passspiel (inklusive der zweitmeisten kurzen Pässe) und den zweitmeisten Toren aus dem normalen Spiel heraus. Vielleicht fühlt sich der Verein nicht mehr so wohl in der Ballbesitzrolle, die man noch unter Tuchel sehr gut ausfüllte, aber man muss diese Rolle auch weiter spielen und hat auch die individuelle Klasse, fehlende Mechanismen immer mal wieder zu überspielen.

Interessant vielleicht, dass Dortmund die wenigsten Ballgewinne aller Bundesligisten generiert. Den Gegner zu Fehlern zu zwingen, gehört also nicht (mehr) zwangsläufig zum Repertoire der Dortmunder. Was dann eben auch wieder etwas aussagt über ein etwas tieferes und passiveres Verteidigen.

Aus RB-Sicht auch noch interessant, dass die Standardqualitäten der Dortmunder überschaubar sind. Nach ruhenden Bällen fallen nicht nur vergleichsweise wenige Tore für den BVB, man hat auch sehr wenige Torabschlüsse in diesen Situationen. Ganz abtun sollte man ruhende Bälle aber auch gegen Dortmund nicht.

In der Hinrunde beendete RB Leipzig eine ewig währende Serie der Dortmunder ohne Heimniederlage. Damals konnte man noch nicht so recht ahnen, dass das das Ende des Bosz-BVB ist, denn bis dahin galten die Borussen als ganz heißer Scheiß und Bayern-Herausforderer. Nun kommt der BVB wieder mit einer Serie von immerhin neun Spielen ohne Niederlage. Nur von den Bayern ist der RB-Gegner mittlerweile Lichtjahre entfernt.

Das direkte Duell mit RB Leipzig dürfte eins auf Augenhöhe sein. Nicht nur was die Unzufriedenheit mit den letzten Auftritten angeht. Zudem geht es in dem Duell auch ein Stückweit um das Prestige nach drei engen Duellen in den letzten eineinhalb Jahren mit jeweils sehr emotionalen Siegen (zwei für RB, einer für den BVB). Gerade auf Ebene der jeweiligen Klubführungen hat man das Gefühl, dass Siege gegen den jeweils anderen durchaus Anlass für besondere Genugtuung sind.

Natürlich geht es für RB in dem Spiel darum, mit einem Sieg wieder zum BVB aufzuschließen und das Rennen hinter den Bayern wieder ganz eng zu machen. Dabei kann man offenbar auf einen kompletten Kader zurückgreifen, sodass Hasenhüttl die freie Auswahl hat. Naby Keita scheint nach seiner Blessur aus dem Frankfurt-Spiel wieder dabei zu sein und hat ja mit dem BVB bereits gute Erfahrungen gemacht. Und ansonsten gab es zuletzt ja abgesehen von Halstenberg im RB-Kader keine größeren Probleme.

Dass Hasenhüttl gegen den BVB noch mal mit einer offensiven, spielstarken Aufstellung wie gegen Köln beginnt, ist nicht anzunehmen. Vielmehr dürfte man eine Formation erwarten, deren Fokus auf dem Spiel gegen den Ball liegt. Entsprechend ist es auch wahrscheinlich, dass man mit einem 4-2-2-2 aufläuft und denkbar dass ein Kevin Kampl von der Sechs auf die Zehn rutscht (wenn denn Keita tatsächlich bereits in der Startelf steht) und die dort möglichen Offensivoptionen wie Forsberg, Bruma oder Lookman erstmal auf der Bank sitzen. Zumindest würde eine solche Formation zu den Problemen der Dortmunder im Spiel mit dem Ball passen.

Mögliche Aufstellungen:

  • Borussia Dortmund: Bürki – Pisczek, Toprak, Sokratis, Schmelzer – Weigl, Castro (Dahoud) – Reus, Götze, Schürrle – Batshuayi
  • RB Leipzig: Gulacsi – Laimer (Bernardo), Orban, Upamecano (Ilsanker), Klostermann (Bernardo) – Demme (Kampl), Keita (Kampl) – Sabitzer, Kampl (Forsberg) – Poulsen (Augustin), Werner

Fazit: Spannendes Spiel zweier Vereine, bei denen sich unter der Woche nach den Enttäuschungen gegen Köln bzw. Augsburg deutlich Unzufriedenheit breitmachte. Auch ein wichtiges Duell zweier Vereine, die um einen Champions-League-Platz kämpfen. Und auch das Duell zweier Klubs, für die viele prognostizieren, dass sie sich in Zukunft um die Nummer 2 in Deutschland batteln, die aktuell in vielerlei Hinsicht immer noch der BVB ist. Es wird interessant, wer seine derzeitigen Probleme im direkten Duell besser in den Griff bekommt. Beide Vereine werden durch entsprechende defensivtaktische Anpassungen bemüht sein, den jeweils anderen nicht ins laufen kommen zu lassen. Entsprechend könnte ein Bundesligaspiel entstehen, das jene Mannschaft gewinnt, dem das ein bisschen besser gelingt. Einen von Anfang an offenen Schlagabtausch sollte man jedenfalls eher nicht erwarten.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund nicht vor Ort verfolgen kann und am 03.03.2018, ab 18.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Borussia Dortmund

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Ralph Hasenhüttl hätte auch nach dem Spiel in Dortmund gern was zu lachen. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund mit Ralph Hasenhüttl.

13.19

So. Eine bisher sehr entspannte Woche, wenn man mal von einer gewissen Krisenstimmung direkt nach dem Köln-Spiel absieht, geht langsam zu Ende. Zwei englische Wochen stehen an. Dortmund, Stuttgart, Bayern, Achtelfinale in der Europa League. Ordentliches Programm mit ziemlich großen sportlichen Herausforderungen.

13.23

Das Spiel gegen Dortmund ist schon ein wenig richtungsweisend. Verlieren sollte man die Partie aus RB-Sicht nicht unbedingt. Der BVB ist weiter ein sehr gut besetztes Team, das unter Stöger kompakter und dichter verteidigt und offensiv vor allem von individueller Klasse lebt. Weiterhin ein schwer zu besiegendes Team, wie neun Spiele ohne Niederlage zeigen, aber der große Glanz fehlt der Mannschaft derzeit. Das ist schon alles sehr nüchtern, was da gespielt wird.

13.28

Ausverkauftes Haus ist natürlich zum samstäglichen Topspieltermin. Alles andere wäre trotz Frost und trotz des halbleeren Stadions gegen Köln auch erstaunlich gewesen. Auf Dortmunder Seite fehlt erneut die Boykottfraktion. Beim letzten Spiel in Leipzig war es rund um das Stadion bei sommerlichen Temperaturen fast schon ein Volksfest. Mal sehen, wie es diesmal im Winter wird, nachdem ja auch die Ereignisse von Dortmund vor einem Jahr dazwischenliegen.

13.31

Ralph Hasenhüttl: Laimer wieder im Training. Keita wieder zurück. Ein paar Spieler mit Halsschmerzen. Aber wohl eher der Kälte geschuldet, als einer Erkältung. „Gute Einheit gehabt heute. Mit Spaßfaktor. Hat den Jungs gut getan. Zwei Tage gut genutzt. Freuen uns auf das Spiel am Samstag.“

13.34

Hasenhüttl: „Haben Köln sehr intensiv aufgearbeitet in Gruppe und einzeln. Wollten reinhören, was die Jungs als Gründe ausmachen. War sehr produktiv. In der zweiten Halbzeit körperlich nicht gut, aber dann muss man trotzdem Lösungen finden. Ich habe auch zu spät reagiert. Habe auf ein zweites Tor gehofft und habe zu spät defensiv umgestellt. Haben alle falsche Entscheidungen getroffen und deswegen die drei Punkte nicht geholt. Gesamtsituation ist wie sie ist. Ausgangsposition ist weiter hervorragend. Höhen und Tiefen sind normal. Spielen schon das 31. Pflichtspiel. Spielen gegen einen direkten Konkurrenten. Stürzen uns in die nächsten Aufgaben, die nicht leicht sind. Großer Tatendrang.“

13.37

Hasenhüttl: „Nach dem Trainerwechsel beim BVB ging es um Stabilität. Da man bisher ohne Niederlage unter Stöger blieb, ist das voll eingetroffen. Ansprüche dort sind sehr hoch. Mannschaft hat viel Qualität. Schwer zu schlagen. Ist uns in zwei von drei Spielen gelungen. Wird ein Topspiel gegen ein Team, das die letzten Wochen nicht verloren hat. Dass man mit dem BVB-Fußball kritisch umgeht, spricht für die Erwartungshaltung dort. Wird für uns darauf ankommen, dass wir ihr Umschaltspiel im Ansatz ersticken. Sie stehen defensiv kompakter, deswegen müssen wir zielstrebig in die Räume stoßen. Wir haben auch Möglichkeiten, ihnen weh zu tun. Nur Fußball geht gegen den BVB nicht.“

13.40

Hasenhüttl: „Auch mit Werner ein Einzelgespräch, aber schon vor dem Köln-Spiel. Klar ausgetauscht.“ Keine Details, ging aber offenbar unter anderem darum, mal klarzumachen, was dem Trainer beim Stürmer derzeit fehlt. „Letzte zwei Tage ist Werner viel aufgeräumter. Viel Lust gehabt. Viele Torabschlüsse trainiert, das tut ihm als Stürmer gut. Nie schön für einen Stürmer, wenn er eine Weile nicht trifft. Dann ist die Laune nicht so gut.“ Aber arbeitet viel und wenn er so weitermacht, dann trifft er auch bald wieder.

13.42

Hasenhüttl: „Brauchen eine Topleistung von allen gegen den BVB und vielleicht auch Spielglück. Man muss mit allem rechnen, auch dass man mal schlecht startet. In Dortmund waren wir sehr überzeugt von uns. Auch diesmal brauchen wir wieder einen Plan, von dem wir überzeugt sind. Daran haben wir unter der Woche gearbeitet. Können jeder Mannschaft Probleme bereiten. In allen Spielen der Rückrunde in Führung gewesen.“ Sei Thema gewesen unter der Woche, dass man bei Führung cleverer sein muss.

„Wenn Naby Keita fit ist, dann ist es fast Pflicht, dass er spielt.“

13.47

Hasenhüttl: „Erster Sieg gegen Dortmund war ein Meilenstein. Daraus resultierte eine überragende Saison.“ Auch Hinspielsieg war speziell, weil man Dortmunds Heimserie gebrochen hat. „Aber das heißt nicht, dass uns Dortmund liegt.“ Kleinigkeiten entscheiden. Spiel auf RB-Seite ziehen. Und so.

Batshuayi sehr torgefährlich. Aubameyang hatte mehr Tiefgang. „In der Box nehmen sie sich nicht viel. Mit dem Rücken zum Tor ist Batshuayi etwas gefährlicher.“

„Werner hatte ein paar Spiele, die nicht so für ihn liefen. Gegen Neapel wenig eigene Aktionen. Da schiebt ein Stürmer eben mal Frust. Ist wichtig für uns, dass die Stürmer gegen den Ball eine Filterfunktion ausüben. Das macht es uns einfacher. Da muss man sein eigenes Ego hintenanstellen. Aber ich verstehe, dass ein Stürmer erst zufrieden ist, wenn er selber ein Tor macht. Nichts verwerfliches. Für mich wichtig, dass Werner in sich ruht.“ Soll nicht stehenbleiben und abwinken, sondern auch schlechten Bällen hinterhergehen. „Das wäre ein gutes Signal an die Mannschaft.“

13.52

Hasenhüttl: Hätte nicht gedacht, dass er mal gegen Stöger um Champions-League-Plätze spielt. „Sind einen ähnlichen Weg gegangen als Trainer.“ Über untere Ligen. „Hut ab vor seinem Weg, den er als Trainer gegangen ist.“

„Sehr lehrreiches Jahr für uns.“ Doppelbelastung und Co. Vizemeisterschaft verteidigen. „Führt dazu, dass man daran gemessen wird. Dass persönliche Interessen überhand nehmen, ist nicht hilfreich.“ Höhen und Tiefen sind neu, aber „interessant, daraus Schlüsse zu ziehen.“ Man könne nicht in Niederlagen verweilen, sondern müsse immer weitermachen. Macht auch Spaß, weiter in den Wettbewerben dabei zu sein.

Ziele? Spiele gewinnen. Mal eine Serie starten. „Ist eng vorn. Keiner ist konstant. Geht ja nicht nur uns so. Spricht für die Ausgeglichenheit. Haben aber die Chance, eine Serie zu starten. Haben nicht umsonst mit Neapel einen der größten Brocken aus der Europa League geworfen.“

13.54

Hasenhüttl: „In so einer Phase sind wir als Trainerteam sehr gefordert. Haben diese Woche die Abläufe ein wenig geändert, um nichts einschleifen zu lassen.“ An vielen kleinen Schrauben gedreht. Mal eingefahrene Wege verlassen. „Ist leichter, wenn man kein Spiel unter der Woche hat. Ansonsten schwer zu organisieren.“

13.56

Das war es von hier. Ein paar interessante Nebenaspekte vom Einzelgespräch mit einem etwas genervten Werner bis hin zu „persönlichen Interessen, die überhand nehmen“. Im Unterton spürt man dann doch, dass man diese Saison bei RB sehr viel intensiver mit der Mannschaft und den Charakteren arbeiten muss als noch letzte Saison. Auch jenseits des Platzes.

14.01

Richtung Dortmund ist Hasenhüttl gewohnt angriffslustig. Wie schon oben im Vorbericht steht, bleibt es auch nach den Trainerausführungen dabei, dass RB wohl mit einer Formation auflaufen wird, deren Qualität vor allem im Bereich Spiel gegen den Ball und Umschalten liegt. Mal sehen, was das dann am Samstagabend wird. Wir werden es erfahren. Zieht euch noch mal warm an und dann habt Spaß.

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