Bundesliga: RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen 1:0

28. Spieltag der Bundesliga. RB Leipzig empfing Bayer Leverkusen. Ein Team, das noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt ist, aber vom Kader her Champions-League-Niveau hat. In Leipzig zeigte man, über welche fußballerischen Qualitäten man verfügt, musste sich nach 90 spannenden Minuten unglücklich, aber trotzdem insgesamt verdient mit 0:1 geschlagen geben.

Auf Seiten von RB Leipzig kam wie erwartet der zuletzt geschonte Marvin Compper zurück ins Team. Dayot Upamecano saß dafür wieder auf der Bank. Draußen blieb auch Yussuf Poulsen. Auch das nach seinem aufopferungsvollen, 90minüten Kampf in Mainz unter der Woche nicht ganz überraschend. Oliver Burke bekam dafür wie schon gegen Darmstadt eine Chance von Beginn an. Überraschend vor allem, dass Marcel Halstenberg komplett aus dem Kader verschwand. Der einzige RB-Spieler, der bisher bei allen Spielen auf dem Feld stand und nur 14 Spielminuten verpasst hatte. Werner rückte dafür wieder in die Startelf.

Das hatte diverse Umstellungen zur Folge. Bernardo spielte erstmals Linksverteidiger, also jene Position, die er eigentlich aus der Vergangenheit und bevor er in Leipzig zum Rechtsverteidiger gemacht wurde, ganz gut kennt. Ilsanker rückte nach rechts hinten. Keita übernahm die Sechs neben Demme. Sabitzer ging auf die rechte Zehn. Und Werner kam neu in die Startformation und spielte neben Burke im Sturm. Organisiert das ganze dann im RB-Vorzugssystem 4-2-2-2.

Im selben System war Bayer Leverkusen unterwegs, nur dass man nicht im selben Maße versuchte, Pressingsituationen gegen die Innenverteidiger auszulösen. Verändert hatte Tayfun Korkut trotz zweitem Auswärtsspiel binnen vier Tagen an der Formation nichts, sodass man mit der selben Besetzung wie beim 2:0 in Darmstadt unter der Woche auflief.

Die ersten 15 bis 20 Minuten gehörten relativ klar RB Leipzig. Wie schon gegen Darmstadt attackierte man intensiv den gegnerischen Strafraum und stand defensiv sicher und eroberte die Bälle immer wieder relativ schnell zurück. Sabitzer per Hacke und per Schuss aus spitzem Winkel hatte die besten Chancen. Werner ließ sich in einer vielversprechenden Situation von Toprak zu weit abdrängen und scheiterte dann am Bein des Innenverteidigers.

Mit zunehmender Spielzeit kam Bayer Leverkusen aber mit fußballerischer Klasse immer besser in die Partie. Dank ballsicherer Akteure wie Kampl, Brandt und Havertz ließ man die Kugel immer wieder ganz gut durch die eigenen Reihen laufen und kam über Seitenverlagerungen in gute Räume. Aber die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte allen Aktionen. Vor allem Kampl und Bellarabi versuchten sich bis zum Halbzeitpfiff in Torabschlüssen. Die ganz große direkte Torgefahr blieb allerdings aus.

Für die sorgte auf der anderen Seite derweil noch mal Emil Forsberg nach einer knappen halben Stunde. Oliver Burke hatte ihm für einen Schlenzer an der Strafraumgrenze aufgelegt, aber der Ball strich knapp am langen Pfosten vorbei.

Insgesamt durfte RB Leipzig auch mal feststellen, wie schwer es ist, sich gegen ein 4-2-2-2 mit sechs Leuten vor der Abwehrkette, die relativ variabel ballorientiert verteidigen, durchzuspielen. Aber die RasenBallsportler machten das trotzdem ganz geschickt und liefen nicht in die Falle, die Bälle in diesem Sechseck zu verlieren, sondern spielten oft ganz in Ruhe über die Innenverteidiger, bis sich über Demme oder Keita oder die Außenpositionen ein Weg fand, den Ball in gefährliche Zonen zu bewegen.

Und rein mit dem Ball ins Tor. Yussuf Poulsen bringt die Red Bull Arena gegen Bayer Leverkusen in der Nachspielzeit zum Explodieren. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Durch das Vermeiden schlimmer Ballverluste hielt man auch die Gefahr von schnellen Gegenstößen unter Kontrolle. Unter der Woche war die defensive Stabilität als zu fokussierendes Thema ausgerufen worden. Durch die Kontrolle im Spielaufbau behielt man auch die Kontrolle über die Defensive und ließ im Gegensatz zu den meisten Spielen seit der Winterpause über 90 Minuten keine Großchance des Gegners zu.

In die Pause ging RB Leipzig trotz leichten Chancen- und Spielvorteilen mit einem 0:0. Was durchaus in Ordnung ging in einem Spiel, in dem RB die direkteren Wege zum Tor suchte und Leverkusen sich mit viel fußballerischer Klasse immer wieder aus Drucksituationen befreite und den Ball in offene Räume laufen ließ. Es war ein Spiel, bei dem man das Gefühl hatte, dass beide Teams jederzeit ein Tor machen könnte und es schwer vorherzusagen ist, wer zuerst erfolgreich ist.

So ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Es wurde nun ein Spiel, das permanent hin- und herwogte. Der eingewechselte Bailey machte über links viel Betrieb und verschaffte Ilsanker einen schweren Arbeitstag. Direkt nach der Pause schon legt er für Havertz auf, der daraus im RB-Strafraum kein Kapital schlagen kann. Auf der anderen Seite sprintet mal wieder Timo Werner allen davon, schießt aber am Tor vorbei.

Das ist stilbildend für diese zweite Hälfte. Bailey und Brandt haben die besten Chancen für Leverkusen. Ersterer scheitert einmal mit gutem Schuss an Gulacsi, zweiterer mit schwachem Abschluss aus sehr guter Schussposition. Auf der anderen Seite bleibt es Werner, der viel arbeitet und Bälle erobert, aber an Leno oder der Präzision im Torabschluss scheitert. Bzw. sich in guten Sprintsituationen zu weit nach außen abdrängen lässt.

Bemerkenswert über die gesamten 90 Minuten das Spiel gegen den Ball von RB Leipzig und die Defensivarbeit. Wie auch immer sich die Leverkusener aus Druck befreien und wo auch immer sie den Ball dann hinspielen, die RasenBallsportler verschieben schnell und genau und sind immer wieder mit ausreichend Personal in Ballnähe, um dort zu rackern und zu grätschen, bis aus möglicherweise gefährlichen Situationen geklärte Situationen werden. Auch auf der Außenbahn helfen Keita und Demme immer wieder mit, sodass die Außenverteidiger nicht so allein stehen wie in manchem der letzten Spiele.

Am Ende macht das vielleicht den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams, dass die Leipziger in diesem Spiel gegen einen starken Gegner einen Ticken mehr an Arbeit investieren, um die Gäste vom auch nicht unverdienten Torerfolg abzuhalten.

Mit dieser Arbeit, die die Reihen vor allem am und im eigenen Strafraum enorm dicht hält, schafft man überhaupt erst die Voraussetzung, dass man mit einem 0:0 in die Schlussphase geht und dort dann drei Minuten nach Ablauf der 90 Minuten den Lucky Punch setzen kann. Und das in Unterzahl, denn Willi Orban hatte kurz vorher gelb-rot gesehen.

Dayot Upamecano macht das, was er ziemlich gut kann, er gewinnt nach Leno-Abschlag ein Kopfballduell in der eigenen Hälfte. Den Kopfball kann Demme vergleichsweise ungestört aufnehmen und auf Sabitzer an der Mittellinie weiterspielen. Auch der wird von zwei Leverkusenern nicht entscheidend attackiert und kann den Ball tief auf Forsberg spielen. Forsberg sichert sich durch einen cleveren Laufweg den Ball und die Bahn vor Toprak, der dadurch abbremsen muss und nur hinterherlaufen kann (weil er aus irgendeinem Grund das Foul nicht ziehen will). Der Schwede zieht in den Strafraum, spielt den Querpass auf Poulsen und kann dann genüsslich zugucken, wie Yussuf Poulsen mit etwas Glück auf der linken Seite den Ball an den Innenpfosten und von dort ins Tor drückt. Der Rest ist Jubel auf und jenseits des Feldes in einer Form wie man ihn letztmals wohl gegen Dortmund beim 1:0 gesehen hat.

Vom Zeitpunkt des Tores her, als viele sich mit dem 0:0 schon angefreundet hatten, war der Sieg von RB Leipzig ein glücklicher. Über 90 Minuten gesehen ging er in einem sehr spannenden und abwechslungsreichen Spiel gegen einen sehr gut kickenden Gegner aber auch in Ordnung. Weil die RasenBallsportler dieses eine Tor besser waren. Weil sie die größere Anzahl an besseren Chancen hatten. Und weil sie vom läuferischen und defensiven Aufwand her einen Tick mehr investierten bzw. den Gegner durch Anlaufen immer mal wieder stärker unter Druck setzten und Bälle eroberten als andersherum. Es war somit auch ein Sieg des etwas aggressiveren und zielstrebigeren 4-2-2-2 über das etwas mehr auf Ballzirkulation und Qualität auf den Außenbahnen (Bellarabi, Brandt, Bailey) setzende 4-2-2-2.

Es war aber auch ein Spiel, in dem viel Fußball gespielt wurde. In Mainz war es noch ein Spiel fast ohne Mitteleld, vor allem von den Mainzern, bei dem es viele lange Bälle gab, die erobert werden wollten. Gegen Leverkusen gab es nicht ganz so viele Versuche, das Spiel über lange Bälle zu organisieren (wobei vor allem Havertz bei entsprechenden Versuchen eine gute Anspielstation war). Gerade Bayer fand immer wieder fußballerische Lösungen, um das Spielgerät über das Feld zu bewegen. Aber auch die RasenBallsportler ließen bei etwas mehr Tiefgang bei Pässen in die Offensive viel den Ball laufen. Beides trug vermutlich erheblich dazu bei, dass das Spiel auf seine Weise (und eine ganz andere als noch in Mainz) in den Bann zog und zum Mitfiebern einlud.

Fazit: Es war ein sehr interessantes Duell zweier sehr guter Mannschaften. RB Leipzig mit den etwas besseren Chancen und dem größeren Aufwand im Spiel gegen den Ball. Leverkusen mit den fußballerisch besseren Einzelspielern (bzw. der größeren Zahl an sehr guten Fußballern) und immer wieder guten Situationen aus der Ballzirkulation heraus. Doch über 90 Minuten gesehen fehlte den Bayer-Aktionen auch die ganz große Torgefahr und der konsequente Zug zum Tor. Den hat RB Leipzig vor allem mit Timo Werner schon auf ganz natürliche Art und Weise. Dass man mit einem Konter nach 93 Minuten das Spiel noch gewinnt, ist aber ganz und gar nicht natürlich. Sondern ein bisschen glücklich, aber auch Lohn für 90 Minuten harte Arbeit mit sehenswerten fußballerischen Elementen.

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Randbemerkung 1: 27 Punkte holte RB Leipzig in den ersten elf Spielen der Hinrunde. 19 Punkte sind es gegen dieselben elf Gegner in der Rückrunde. Man ist punktetechnisch weiter im Rückstand in diesem Vergleich. Allerdings liegt man in der Rückrundentabelle nun auch schon wieder auf Platz 7 mit nur einem Punkt Rückstand auf Hoffenheim und Dortmund. Bayer Leverkusen ist nach Darmstadt und Mainz nun schon das dritte Team, gegen das man zweimal in einer Saison gewinnen konnte. Gegen alle anderen Mannschaften bis auf Ingolstadt und Bayern gewann man jeweils einmal.

Randbemerkung 2: Ein perfekter Spieltag im Kampf um Platz 2 oder 3, weil die Verfolger Hoffenheim und Dortmund jeweils verloren. Macht sechs Spiele vor Schluss für RB sieben bzw. acht Punkte Vorsprung. Da Dortmund und Hoffenheim noch gegeneinander Spielen kann Leipzig mit drei Siegen aus den verbleibenden sechs Spielen die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions schaffen, selbst wenn die Kontrahenten alle Spiele gewinnen. Kann in Abhängigkeit vom weiteren Saisonverlauf der Konkurrenz aber auch sein, dass schon zwei Siege reichen.

Randbemerkung 3: Manch einer mag nach dem Sieg gegen Leverkusen schon wieder heimlich auf die Bayern geschielt haben. Wenn sie gegen Dortmund verlieren, dann.. Ralph Hasenhüttl wies solche Gedanken von sich, gestand aber nach dem Spiel, dass es Phasen in der Saison gab, wo man durchaus auf die Ergebnisse der Bayern geschaut und auf Ausrutscher gehofft hat. Nach dem Sieg der Bayern gegen Dortmund ist das Thema bei zehn Punkten Vorsprung und nur noch sechs Spielen endgültig durch. Aber interessant, dass man vereinsseits jenseits des öffentlichen Understatements dann doch in der Vergangenheit durchaus auf den ganz großen Wurf geschaut hat. Wenn man aus den Partien gegen Wolfsburg und Hamburg und in Augsburg und Bremen statt insgesamt einem sechs oder sieben mitgenommen hätte, würde man immer noch drüber reden. Aber man ist halt auch nicht der FC Bayern, sondern RB Leipzig und dann hat man jenseits des sonstigen Saisonwahnsinns eben auch mal normale Spiele und Niederlagen.

Randbemerkung 4: Weiter die vielleicht bemerkenswerteste Statistik der Saison, dass RB Leipzig in Spielen, die zur Pause Unentschieden standen, noch nie verloren hat. Nach dem Leverkusen-Spiel stehen dort neun Siege und drei Unentschieden in der Bilanz. Es bleibt ein Zeichen dafür, dass man gute Anpassungen in der Halbzeitpause wählt, oft auch erfolgreich auf Sieg spielt und die erstaunliche Qualität hat, sich gerade in engen Spielen durchzusetzen.

Randbemerkung 5: Nicht uninteressant auch die Laufstatistiken zum Spiel zwischen Leipzig und Leverkusen. Die Gesamtlaufstrecke ist mit reichlich 113 km beidseitig durchschnittlich. Aber im hohen Geschwindigkeitsbereich von Sprints und intensiven Läufen beide mit überdurchschnittlichen Werten. Mit leichten Vorteilen für RB Leipzig. Bemerkenswert dabei Burke mit seinen 38 Sprints in nur 73 Minuten (ein Wert, der schon über 90 Minuten ein überdurchschnittlicher Topwert wäre), was zumindest für sein großes Engagement spricht. Insgesamt stützen die Daten den Augenschein, dass man ein sehr intensives Spiel mit ein paar Auszeiten durch Verletzungspausen und Ruhe durch Ballbesitz verfolgen durfte, in das die Gastgeber ein bisschen mehr an Intensität investierten.

Randbemerkung 6: Dayot Upamecano spielte seit seinem Wechsel nach Leipzig bisher eine eher unglückliche Rolle. Von seinen Anlagen her bringt er alles mit, in Sachen Cleverness im Zweikampf und im Stellungsspiel fehlt allerdings auch noch manches. Ist halt auch erst 18. In 216 Spielminuten erlebte er bisher bei RB Leipzig fünf Gegentore und kein RB-Tor. Viel zu feiern gab es für ihn also noch nicht auf dem Feld. Bis gestern. Da wurde er wegen Orbans Platzverweis in der Nachspielzeit eingewechselt. Und leitete den Siegtreffer durch ein gewonnenes Kopfballduell mal eben selbst ein. Endlich mal ein Tor, wenn er auf dem Platz steht. Und dann gleich so ein wichtiges. Irgendwann musste diese schwarze Serie, die zu 0:5 Toren führte, ja aber auch mal enden.

Randbemerkung 7: Eingewechselt wurde Upamecano für Timo Werner. Dabei war erst der ausgepowerte Emil Forsberg zur Auswechslung vorgesehen. Der trabte auch schon richtig Seitenlinie, wurde von einem aufgeregten Ralph Hasenhüttl aber wieder zurückgeschickt, weil sich just in dem Moment Timo Werner leicht verletzt hatte. Forsberg trabte also wieder zurück, bereitete noch schnell und zum 16. Mal ein Tor vor und ging dann umso glücklicher doch noch (für Kaiser) vom Feld. Über diese ungeplante, aber geglückte Verlängerung der Forsberg-Spielzeit mussten bei der Auswechslung Forsberg und Hasenhüttl aber dann doch auch ein wenig schmunzeln.

Randbemerkung 8: Nach so einem Sieg erzählen sich Anekdoten natürlich auch immer ein bisschen leichter. Wie jene, die Ralph Hasenhüttl von der Trainingswoche erzählte, in der Yussuf Poulsen aus Nahdistanz mehrmals Aluminium getroffen hatte. „Du musst ins Tor und nicht ans Tor schießen“, erklärte er hinterher bei der Pressekonferenz, habe er dem Stürmer daraufhin im Spaß gesagt. Und siehe da, Yussuf Poulsen gegen Leverkusen mit seinem zweiten Saisontor. Wobei er den goldenen Mittelweg wählte und einfach an den Pfosten (also ans Tor) und von dort ins Tor schoss. Sich selbst treu geblieben und trotzdem dem Trainer den Wunsch erfüllt. Nicht schlecht..

Randbemerkung 9: Es gibt sie diese Spiele, die stimmungstechnisch so ein wenig diesem großen Knall logisch entgegenzusteuern scheinen. Das Spiel gegen Darmstadt in der zweiten Liga mit dem Coltorti-Tor war so eins. Auch das Heimspiel gegen Dortmund zu Saisonbeginn passte da rein. Und nun Leverkusen. Ein Spiel, das aus irgendeinem Grund schon von Beginn an mit einer besonders guten Stimmung begleitet wurde. Die sich im gespannten Mitfiebern im Spielverlauf immer weiter aufbaute. Und die dann mit dem Treffer zum 1:0 explodierte. Immer wieder schön diese Tage, wo ein Stadion über das Normale hinaus mit einem Spiel mitgeht und dann im ekstatischen Jubel versinkt.

Randbemerkung 10: Lustig war es einst, als man im RB-Block das Holzmichl-Lied sang, wenn jemand offensichtlich nach einem wenig intensiven Kontakt intensive Schmerzen imitierte. Die Grenzen sind halt leider fließend, weil es manchmal schwer ist zu erkennen, wann sich vielleicht jemand ernsthaft verletzt hat. Als damals Hoheneder seinen Horrorsturz hatte und die Auer Gästekurve darüber noch in die Verletzungsunterbrechung hinein höhnte, war man auf RB-Seiten zurecht empört, weil bei diesem Sturz hätte sonsterwas passieren können und die Verletzung offensichtlich sehr ernst war. Hinderte allerdings nicht daran, dass das Holzmichl-Lied auf RB-Seiten im Laufe der Zeit auch immer mal angestimmt wurde, wenn nicht absehbar war, ob dem verletzten Spieler nicht etwas ärgeres passiert ist. Gestern gegen Leverkusen traf es Wendell und Toprak, die bei längeren Behandlungspausen zwar nicht mit dem Holzmichl-Lied bedacht, aber intensiv ausgepfiffen wurden. Bei beiden hegte man offenbar den Verdacht, dass es sich um Schauspielerei handelt. Wendell musste später offenbar verletzt runter, kann also nicht wirklich geschauspielert haben. Und Toprak wurde deutlich und schmerzhaft von Sabitzer getroffen, als der versuchte, einem Zusammenprall aus dem Weg zu gehen und über den Leverkusener drübersprang, aber ihn bei der Landung traf. Einerseits wäre ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hübsch beim Umgang mit Spielern, von denen man als Zuschauer nicht wissen kann, wie schwer die Verletzung ist. Gebietet der Respekt vor dem Gegner und dessen Gesundheit. Andererseits darf man als Schiedsrichter gern auch mal energischer darauf drängen, dass eine Behandlung außerhalb des Spielfelds durchgeführt wird. Zumal wenn der Verletzte drei Meter von der Seitenlinie entfernt liegt und sich nicht an den Beinen verletzt hat, also den kurzen Weg nach draußen gut und aus eigener Kraft schaffen würde. Wenn Spieler draußen behandelt werden, dann weiß man nämlich meist sehr schnell, wie schlimm die Verletzung tatsächlich ist..

Randbemerkung 11: Mit Trauerflor war gestern Emil Forsberg beim Spiel gegen Bayer Leverkusen unterwegs. Da kein anderer RB-Spieler so angezogen war, wirkte das durchaus ungewöhnlich. Hintergrund ist der LKW-Terroranschlag von Stockholm am Freitag. Der Trauerflor entsprechend ein Zeichen an die Landsleute und ein Mittel mit den eigenen Emotionen und der eigenen Trauer umzugehen.

Randbemerkung 12: Im RB-Block nicht nur eine farbenfrohe Choreographie vor dem Spiel, sondern auch ein Banner, in dem man sich gegen die (meist als Schimpfwort gemeinte) Verwendung des Begriffs Zigeuner verwahrte. Eine Botschaft gegen Antiziganismus. Woraufhin der Bayer-Block direkt mit einem „Leipzig, ihr Zigeuner“ antwortete. Auch ein Statement..

Lichtblicke:

  • Marcel Sabitzer: Vielleicht stellvertretend dafür, wie sich die Mannschaft in dieses Spiel verbissen hat. Viel gelaufen, viel gesprintet und sogar gegrätscht. Dazu wieder an vielen Offensivaktionen vor allem in der ersten Halbzeit beteiligt. Zum Schluss dann das Tor mit dem Pass auf Forsberg eingeleitet. Interessant auch, wie Sabitzer immer wieder im Spiel dirigiert und den Mitspielern anzeigt, wie der Ball weiterlaufen soll. War ja schon immer mit viel Selbstvertrauen ausgestattet und übernimmt entsprechend auch immer mehr Verantwortung für das Team und dessen Auftreten.
  • Diego Demme: Das Pendant zu Sabitzer im Mittelfeld, nur leiser. Wie eigentlich immer derjenige, der die größte Laufstrecke abreißt. Lückenschließer im Mittelfeld. Bindeglied zwischen Defensive und Kreativkräften. Immer in Ballnähe, immer eine Anspieloption, wenn jemand unter Druck ist. Auch gegen Leverkusen wieder mit viel Präsenz derjenige, der Offensive und Defensive ausbalanciert.
  • Stefan Ilsanker: Da durfte man durchaus Bauchschmerzen haben, dass Ilsanker rechts hinten auflief. Nicht seine Optimalposition. Und dann noch gegen Brandt und in der zweiten Halbzeit den schnellen Bailey. Wäre durchaus auch für geübte Außenverteidiger eine Herausforderung. Aber Ilsanker biss sich in typischer Manier in diese Aufgabe hinein und erledigte seinen Job bei allen Schwierigkeiten mit Bravour und ohne Schnörkel. Und schaltete sich sogar in die Offensive ein. Wo er immer mal beim Versuch, sich die Linie entlang freizulaufen, von seinen Mitspielern übersehen wurde. War für die vielleicht auch zu ungwöhnlich, Ilsanker plötzlich als Flügelflitzer einsetzen zu sollen. Wie auch immer, der Österreich mit einer zweikampfstarken und stabilen Partie gegen starke Gegenspieler.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des 28.Spieltags gegen Bayer 04 Leverkusen bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tor: 1:0 Poulsen (90. + 3)

Gelb-Rot: Orban (88./ wiederholtes Foulspiel)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Ilsanker, Orban, Compper, Bernardo – Demme, Keita – Sabitzer, Forsberg (90.+5 Kaiser) – Burke (73. Poulsen), Werner (90.+1 Upamecano); Bank: Coltorti, Schmitz, Khedira, Selke; Nicht im Kader: Klostermann (verletzt), Müller, Halstenberg, Gipson

Aufstellung  Bayer Leverkusen: Leno – Hilbert, Toprak, Jedvaj, Wendell (69. Henrichs) – Kampl, Baumgartlinger – Bellarabi (46. Bailey), Brandt (87. Kießling) – Havertz, Volland

Schiedsrichter: Robert Kampka (Machte sich die Sache ein wenig schwer, auch unter Mithilfe seiner Assistenten. Einige strittige Entscheidungen in Bezug auf Eckbälle, Einwürfe oder Zweikämpfe. In der ersten Halbzeit nicht auf Elfmeter für Leverkusen zu entscheiden, war nicht ganz undiskutabel. Kann man so sehen, weil Ilsanker zwar den Ball an den Arm bekommt, dieser aber relativ nah am Körper ist und der Ball aus recht kurzer Entfernung kommt. Andererseits ist der Arm auch nicht am Körper angelegt und die ganze Bewegung des Körpers und des Arms geht in den Ball hinein. Ein Elfmeter-Pfiff wäre nach derzeitiger Regelinterpretation zumindest nicht völlig absurd gewesen und ein Video-Schiedsrichter, den es ab nächste Saison geben soll, hätte einen möglichen Pfiff wohl auch eher nicht zurückgenommen. Aber wie so oft bei Handspielen und der Interpretation, ob da im Regelsinn Absicht vorlag: Es gab schon für weniger Handspiel Elfmeter, aber es gab auch schon für wesentlich mehr Handspiel keinen Elfmeter. Von daher lag Kampkas Entscheidung absolut im Rahmen des Möglichen und war auch von den Regeln her durchaus vertretbar. Aus Stadionsicht war ich eher bei Elfmeter als bei Weiterspielen. Aus TV-Sicht bin ich eher bei Weiterspielen als bei Elfmeter. Orban gelb-rot zu geben, war hart, aber ebenso vertretbar, da das erste Foul in Hälfte eins gelbwürdig und das zweite Foul klar taktischer Natur war. Zwar an der Außenlinie, aber auch mit viel Raum für Volland, wenn Orban nicht foult. Als Kampka die zweite gelbe Karte zeigte, hatte man allerdings auch den Eindruck, dass der Schiedsrichter gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, dass er Orban nun auch vom Platz schicken muss. Merkwürdig Kampkas Linie vor allem in der ersten Halbzeit, für pädagogische Strafpredigten diskutierenden Spielern hinterherzulaufen. Das wirkte nicht sonderlich souverän und trug nur bedingt zu einem Auftreten mit Autorität bei. Insgesamt eine eher durchwachsene Spielleitung in einem Spiel, das nicht die ganz großen Schwierigkeiten bereit hielt. Aber die wichtigsten Entscheidungen von Kampka waren allesamt vertretbar.)

Gelbe Karten: – | Wendell

Zuschauer: 42.558 (davon 2.400 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, B04-Bericht, Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Ticker

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  • Torschüsse: 14 : 14
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 9 : 8
  • Schüsse auf das Tor: 5 : 3
  • gewonnene Zweikämpfe: 50,0% : 50,0%
  • Ballbesitz: 52,7% : 47,3%
  • Passquote: 75,9% : 73,7%
  • Laufstrecke: 113,3 km : 113,2 km
  • Sprints: 244 : 226
  • Intensive Läufe: 702 : 665
  • Fouls: 13 : 11
  • Ecken: 8 : 2
  • Abseits: 1 : 3
  • Meiste Torschüsse: Sabitzer: 4 – Kampl, Bellarabi, Havertz: je 3
  • Meiste Torschussvorlagen: Forsberg: 7 – Baumgartlinger, Bailey: je 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Ilsanker: 73,7% – Hilbert: 75,0%
  • Meiste Ballkontakte: Orban: 95 – Kampl: 63
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Orban: 89,5% – Kampl: 87,0%
  • Größte Laufstrecke: Demme: 12,0 km – Havertz: 11,8 km
  • Meiste Sprints: Burke: 38 – Brandt: 27

Statistiken von bundesliga.de, bild.de, FourFourTwo

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Saisontorschützen: Werner – 15; Forsberg – 8; Keita – 7; Sabitzer – 6; Orban – 3; Selke, Compper, Poulsen – je 2; Kaiser, Burke – je 1; Eigentore: Baumgartlinger, Kolasinac, Vallejo, Maroh

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 16; Keita – 8; Werner – 7; Sabitzer – 4; Poulsen, Demme, Halstenberg – je 3; Burke – 2; Schmitz, Orban, Compper, Selke, Ilsanker – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 13; Sabitzer – 12; Orban – 9; Ilsanker, Forsberg – 7; Keita – 6; Compper, Poulsen – je 5; Halstenberg – 4; Bernardo, Gulacsi – 3; Werner, Kaiser, Schmitz, Burke – je 2; Selke, Upamecano – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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13 Gedanken zu „Bundesliga: RB Leipzig vs. Bayer Leverkusen 1:0“

  1. gute Analyse, für Poulsen freut es mich, rackert und kämpft sensationell. Durch das Tor wird er
    sich noch mehr steigern. Super. Willi sehr schade die Karte. Kann es sein das im Stadion wieder
    einige Lücken zu sehen waren? Sollte man vielleicht den Ausbau der Kapazität nicht ganz so hoch schrauben
    vielleicht reichen auch 50-52000 Zuschauer Plätze. „Grüße aus Gera die 30 € sind gut angelegt mit Deinen
    Berichten“.

    1. Stadion war ausverkauft. Lücken gibt es immer, weil nicht wenige bevorzugen, oben hinter den Plätzen zu stehen (schnelle Heimreise, weniger Treppen, naher Bier-/Bratwursstand, zusammen fachsimpeln, wenn man keine zusammenhängenden Plätze bekommen hat, …). Aber sicher wird es, wenn der Alltag eingekehrt ist und wir eine Kapazität von irgendwas um 57.000 haben, sicher auch mal Partien geben, wo die Arena nur zu 60 oder gar 50% ausgelastet sein wird. Kann man ja im VVK gut steuern, dass dann kamerafreundlich C oben erst mal zu bleibt – wurde ja in den Ligen 2 und darunter oft genug so praktiziert. schade wär’s aber, wenn wir wirklich mal 50%-Auslastungs-Spiele haben würden.

      LG Markus

  2. Super Stimmung. Farbenfrohe Choreo als Erinnerung an Busbewurf aus Hinspiel. Wenn Anhänger der BayerAG die große Malochertradition beschwören, wird es absurd lustig.
    Schiedsrichterteam von den Zuschauern nach einigen Fehlurteilen vor Ende höhnisch beklatscht, beim Abgang ausdrücklich ausgepfiffen. Die meisten Sportsendungen haben Orbans Ellenbogen als Begründung erkoren, weil das Foul aus 10 m Entfernung von meinem Platz einfach ein Blocken mit dem Körper war.
    Im Nachhinein „Dank“ an Schiri. So wittert Bayer Morgenluft, steht hinten etwas offener, Upa gewinnt das Kopfballduell und … Wahnsinn!
    Das Stadion feierte, Mannschaft bedankte sich bei bei jedem Block und am Ende machte R. Hasenhüttl noch eine Welle mit dem B- Block.
    Ein Tag zum Einrahmen!

  3. Also trügte meine Stadionsicht nicht, denn ich emfand den läuferischen Aufwand von Burke richtig gut. Klar, er trifft noch öfters die falschen Entscheidungen, aber mMn auf einem guten Weg.

    Lustig das man im Stadion viele Aktionen von Forsberg oder Keita sieht und sich denkt, heute sind sie nicht gut drauf, weil eben einige Bälle verspringen. Und dann kommen die Highlights im TV und nur sie sieht man. Verrückt.

    Yes. Endlich hat es Marcel Sabitzer (wieder) in Deine Lichtblicke geschafft! Wenn ich mir so manche Kommentare auf TM/Spox nach den Spielen DA, Mainz+LEV anschaue, bestätigt es sich, daß MS mit seiner Spielweise auch den Gegner beindruckt, ob Spieler oder Fan. Auf dem Feld immer wieder schön zu beobachten, wie er Anweisungen gibt bzw dirigiert, aber auch ausflippt, wenn der Mitspieler nicht die richtige Entscheidung tätigte.

    RB 6:
    Was freut es mich für den Jungen, daß ausgerechnet er den Siegtreffer eingeleitet hat. Und das gegen Kiesling, der ja ein gutes Kopfballspiel besitzt!

    RB 7:
    Sah für mich aus Stadionsicht anders aus. Denn auf der Tafel war die 11 schon lange zu sehen, als Forsberg Richtung Auswechselbank ging und Werner am Boden lag. Meiner Meinung nach war das etwas Zeitspiel, nach Unterzahl und einfach das 0:0 halten. Kam aber ja ander 😉

    RB 10:
    Ist mMn irgenwie Situationsbedingt. Kann mich gut an das Spiel Hoffenheim erinnern. Da lag Vogt nach Zusammenprall lange am Boden und bekam, als er aufstand, Applaus aus dem weiten Rund.

    Ach ja, RH liest definitiv Dein Blog und die Kommentare. Denn nach dem DA Spiel habe ich genau diese Variante vorgeschlagen. Also Halstenberg Pause und Bernado für ihn! Vielleicht Zufall oder auch nicht. Zumindest gefiel mir dies und Bernado war offensiv einen Tick besser als auf rechts.

    Die 2 gelben Karten gegen Orban kann man (leider) geben. Als dann Orban gelb/rot bekam, verabschiedete er sich von Kampka per Handschlag. Jedoch sah ich auch, daß aus dem Unterrang 2-3 Bierbecher Richtung Feld flogen. Und dort sitzen die Fans, die 50/60 Euro bezahlt haben.

    Perfekter Spieltag, perfekter Blog, sonniger Sonntag!

    1. Da flogen 2-3 Bierbecher? Unfassbar…unverzeilich! Direkt Stadionverbot!

  4. zu rb 10. das hast du falsch interpretiert. es ging darum, dass der spieler auf der torlinie liegt, aufsteht und sich an die strafraumgrenze legt.
    auch wurden beide spieler auf dem rasen lange behandelt. das gab es so für mich noch in keinem spiel. und deswegen wurde gepfiffen.

  5. Zu RB 10: Aus Fanblocksicht wurden nicht die verletzten Spieler ausgepfiffen, sondern einzig der Schiri, der es eben nicht schaffte, dass die Verletzten zur Behandlung vom Spielfeld gebracht wurden. Da sich das Schirigespann durch seine merkwürdigen Entscheidungen bereits den Unmut des Fanblocks zugezogen hatte und auch in diesen Szenen höchst inkonsequent war, gab es die Pfiffe.

  6. Wieder eine sehr schöne und treffende Zusammenfassung!

    Da bleibt kaum etwas hinzuzufügen (was nicht andere schon gesagt haben) außer vielleicht zu Randbemerkung 1:
    „27 Punkte holte RB Leipzig in den ersten elf Spielen der Hinrunde. 19 Punkte sind es gegen dieselben elf Gegner in der Rückrunde. Man ist punktetechnisch weiter im Rückstand in diesem Vergleich.“
    Daran wird sich auch nichts mehr ändern. Schon seit dem 8. Spieltag der Rückrunde (Bremen) steht fest, dass wir die sensationellen 39 Punkte der Hinrunde nicht wiederholen werden können (37 sind sehr theoretisch noch möglich).

  7. Der Linienrichter auf der A-Blockseite war ja wohl bloss als Statist gedacht , selbstständige Entscheidungen wohl nicht so sein Ding , wartete immer erst die Entscheidung von Kampa ab , bevor er was anzeigte.

  8. Beide gelben Karten gegen Orban wirken auf mich eher übertrieben. Vor allem wenn man sich noch mal Sulus Einsteigen gegen Burke vor Augen führt. Da hätte ich mir einen Schiedsrichter mit etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht… Willi wird fehlen.

  9. Wie immer eine sehr gute Zusammenfassung.

    Anmerkung zum Linienrichter Sektor A: Wie buba schon gesagt hat, hatte der Kollege tatsächlich lange Zeit nur eine Statistenrolle inne. Wurde am Ende aber etwas besser und wurde daher dann auch bei jeder „korrekten“ Entscheidung durch Block 1-5 frenetisch gefeiert.

    Ich bin inzwischen auch etwas über die Spielzusammenfassungen bei ARD/ZDF irritiert. An diesem Wochenende wieder nur eine sehr kurze und auch emotional unterkühlte Berichterstattung. Passt irgendwie nicht zum Erlebnis in der Arena.

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