Unangenehme Auswärtsfahrt

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie Preußen Münster gegen RB Leipzig (14.12.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Timo Röttger.]

In nicht einmal zwei Wochen ist schon Weihnachten und doch steckt die dritte Liga noch mitten im Spielbetrieb. Und man kommt bisher sogar ohne witterungsbedingte Absagen aus. Mal sehen, ob dies an den kommenden zwei Spieltagen, den ersten beiden der Rückrunde, auch so bleiben wird. Für RB Leipzig sieht es jedenfalls gut aus. Das Spiel in Münster ist aufgrund der aktuellen Wetterlage nicht gefährdet und eine Woche später gegen Halle spielt man in der heimischen WM-Arena, in der man traditionell nur Spiele mit Beteiligung von Lok absagt.

Mit dem Spiel gegen Preußen Münster beginnt für RB Leipzig nach einer überaus erfolgreichen Hinrunde mit Platz 2 und gleich fünf Punkten Vorsprung auf den Dritten die Rückrunde und der Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Winterpause. Dabei wird die Begegnung von ähnlichen Vorzeichen geprägt wie die Partien in Chemnitz und Saarbrücken, als man jeweils zu Teams reiste, die vor der Saison als Aufstiegskandidaten galten, nominell mehr als gut besetzt sind, aktuell aber tief in der Tabelle stehen.

Wobei man bei Preußen Münster noch mal differenzieren muss, denn seitdem dort Ralf Loose seinen Dienst versieht, holte die Mannschaft in neun Partien 15 Punkte. Was 1,67 Punkte pro Spiel macht. Womit man leicht über dem Schnitt des FC Hansa Rostock in der gesamten Hinrunde liegt. Oder zum Vergleich: RB Leipzig holte im selben Zeitraum 19 Punkte. Was zeigt, dass am Samstag zwar der 14. auf den 2. trifft, aber die sportlichen Bilanzen der letzten Wochen nicht so unterschiedlich sind, wie es die Tabelle weismachen will.

Erinnert man sich an den Saisonauftakt im Juli, dann erinnert man sich an eine 3:0-Gala der Preußen gegen Burghausen. Ein Spiel, das offenbar der Mannschaft ein wenig die Augen verkleisterte. Denn in den folgenden sieben Spielen sammelte man nur noch vier Punkte. Und versackte im Tabellenkeller.

Dabei kann man nicht sagen, dass Münster in jenen Spielen nur unglücklich Punkte liegen ließ. Es mag für die eine oder andere Partie zutreffen, aber insgesamt präsentierte man sich erstaunlich leblos und verlor zu Hause drei von vier Partien. Und holte am zweiten Spieltag in Leipzig einen glücklichen Punkt, der damals aus RB-Aufsteigersicht bei sengender Hitze als Lehrgeld durchging. Aus der Sicht von vor dem Spiel konnte man mit dem Punkt leben, da man davon ausging, „einem der Topfavoriten einen Riesenfight“ (Zorniger) geliefert zu haben. Ein paar Wochen später war diese Interpretation nicht mehr ganz haltbar.

Wobei man in dieser ausgeglichenen dritten Liga Preußen Münster auch im Aufstiegskampf noch lange nicht abschreiben kann (im Gegensatz zu Saarbrücken beispielsweise). Denn aktuell liegt man trotz des Katastrophenstarts gerade mal acht Punkte hinter dem Relegationsplatz, auf dem derzeit Hansa Rostock trohnt. Und auf RB Leipzig sind es entsprechend 13 Punkte, die sich im Fall der Fälle nach 20 Spielen auf fast schon überschaubare 10 dezimieren könnten. Sicher ist aktuell faktisch nur, dass Münster nicht mehr an Heidenheim, die bereits doppelt so viele Punkte sammelten wie die Preußen, heranreichen wird.

Aktuell denkt in Münster naturgemäß kaum einer an Aufstieg. Mit nur vier Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz 18 sind andere Regionen der Tabelle näher. Allerdings konnte man an Rostock in den letzten Wochen gut sehen, wie schnell es in der dritten Liga aufwärts gehen kann. Dass dies auch in Münster möglich ist, dafür stehen sowohl der insbesondere im Offensiv-Bereich üppig besetzte Kader als auch Neu-Trainer Loose, der mit Dynamo Dresden schon einmal das ‚Wunder‘ vollbrachte, in aussichtsloser Lage noch den Aufstieg in die zweite Liga zu realisieren.

Bislang allerdings lief die Zeit für Loose alles andere als reibungslos. Vielmehr gewinnt man den Eindruck, als wäre er bisher damit beschäftigt gewesen, die wichtigsten und akuten Baustellen zu schließen und jetzt erst könne er langsam dazu übergehen, mit mehr Ruhe an seinen Fußballkonzepten zu arbeiten. Insbesondere die Stimmungslage im Team, dem Grüppchenbildung und mangelnde Einstellung nachgesagt wurden, war in den letzten Wochen ein Thema. Für Disziplinthemen sprechen die Suspendierungen von Schöneberg und Holt im September (beides vorher und nachher keine relevanten Akteure in Münster). Und auch die Beförderungen von (selbsternannten) Stammkräften auf die Bank oder Tribüne und zurück auf den Platz gingen nicht ohne Reibungsverluste ab.

Vor diesem Hintergrund spielen die Preußen unter Loose eigentlich eine mindestens akzeptable Runde, die lediglich mit den Spielen in Darmstadt (0:4) und gegen Hansa (1:2) eine leichte Delle bekam. Ansonsten präsentierte man sich meist gut und ließ sogar einige Punkte unglücklich liegen (Osnabrück, Saarbrücken). Alles in allem tritt die Loose-Elf bisher zwar nicht als Topteam auf, aber als ein Team, das auf jeden Fall ins obere Tabellendrittel gehört.

Blockadenlöser könnte dabei auch das letztwöchige Spiel gegen Duisburg gewesen sein, als man einen frühen Rückstand durch einen Treffer in der Nachspielzeit noch in einen letztlich nicht unverdienten Sieg ummünzte. Ein Treffer, der in Münster sicherlich als emotionalster Moment der aktuellen Saison angesehen werden kann. Und ein Spiel, nachdem man in den Gesichtern der Akteure auch ein wenig die Selbstvergewisserung als Team zu erkennen glaubte. Will man sich ins Reich der pseudopsychologischen Weisheiten begeben, dann hatte das Spiel ein wenig Erweckungscharakter. Zumindest vermittelte sich dies in den Stimmen nach der Partie.

Keine ganz angenehmen Voraussetzungen, um nach Münster zu reisen und mal eben ein oder gar drei Punkte mitzunehmen. Zumal Münster kadertechnisch aus dem Vollen schöpfen kann. Im Großen und Ganzen hat Loose im Vergleich mit Vorgänger Dotchev in der Besetzung der Mannschaft gar nicht so viel verändert, auch wenn er gerne mal von Spiel zu Spiel die Startformation wechselt.

Vielleicht am wesentlichsten die Abkehr vom System mit eineinhalb Stürmern mit Taylor und Kara hin zu einem Einstürmersystem, in dem zuletzt Taktgeber Amaury Bischoff hinter Taylor auf der Zehn spielte. Eine Position, die aber auch Gaetano Manno oder im Fall der Fälle auch Mehmet Kara spielen könnten. Bischoff würde dann einfach eine Position zurück auf die Sechs rutschen.

In der Abwehr hat sich derweil rechts hinten der 22jährige Julian Riedel festgespielt, der zudem zeigt, dass unter Loose (im Gegensatz zu Dotchev) auch jüngere Spieler ihre Startelf-Einsatzchancen bekommen. Dafür steht auch der 20jährige Simon Scherder, der sich in der Innenverteidigung mit  den erfahrenen Patrick Kirsch und Dominik Schmidt die Einsatzzeiten teilt und gegen Duisburg zum umjubelten Siegtorschützen wurde.

Kapitän Stefan Kühne, zu Saisonbeginn noch Innenverteidiger rutschte deswegen eine Position nach vorn auf die Sechs und soll dort Stabilität ins Spiel bringen. Wenn er denn mitspielen darf, denn gesetzt ist im defensiven Mittelfeld bisher nur der langjährig drittligaerfahrene Jens Truckenbrod, an dessen Seite sich gelegentlich auch der schon genannte Amaury Bischoff anstelle von Kühne zeigen durfte.

Das Prunkstück der Preußen ist und bleibt aber, zumindest nominell, die Offensive, wo Loose neben den gesetzten Taylor und Bischoff für die zwei verbleibenden Außenpositionen die Wahl hat zwischen Gaetano Manno, Dennis Grote, Marcus Piossek, Mehmet Kara und auch Benjamin Siegert (der Anfang der Saison noch Rechtsverteidiger war). Eine durchaus beeindruckende Ansammlung von Qualität und höherklassiger Erfahrung. Spieler auch, die in unterschiedlichem Ausmaß Schnelligkeit, technische Fertigkeiten und Robustheit mitbringen. Unangenehm zu bespielen und auf den Außenbahnen auch unangenehm zu verteidigen. Wer davon letztlich von Beginn an anläuft, weiß nur Loose. Und selbst der vermutlich erst Freitag oder gar Samstag.

Wenn man über Veränderungen von Dotchev hin zu Loose spricht, kommt man auch um Fragen der Spielphilosophie nicht umhin. Während das Spiel unter Dotchev auf Ballbesitz und Kombinationsfußball ausgelegt war, steht Loose dann doch eher für das aggressive Arbeiten gegen den Ball. Was folgt, ist schnelles direktes Spiel in die Spitze oder auf die Flügel. Und dazu hat man weiterhin die Qualität aus dem ’normalen‘ Spiel heraus, vor allem über Bischoff, dem man im Mittelfeld keinen Platz zum ruhigen Passen geben darf, Gefahr zu produzieren.

Auf Seiten von RB Leipzig werden im Groben jene Spieler den Kampf in Münster aufnehmen, die auch vor Wochenfrist das 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers hart erkämpften. Coltorti, Morys und Franke werden wegen ihrer jeweiligen, langwierigeren Verletzungen nicht dabei sein. Und bei Kapitän Daniel Frahn ist weiterhin fraglich, ob er mitfährt. Wenn er final fit ist, wird er aber wohl sicher auflaufen.

Auflaufen wird in jedem Fall nach seiner Gelbsperre auch wieder Dominik Kaiser, der gegen den erfahrenen Gastgeber sicherlich mit seiner Übersicht gefragt ist. Ernst und Kimmich sind als seine Nebenleute gesetzt. Domaschke im Tor und Poulsen im Sturm sowieso.

Im Sturm dürfte bei Frahn-Anwesenheit entweder Denis Thomalla oder André Luge den dritten Stürmer mit jeweils unterschiedlicher taktischer Ausrichtung geben. In der Innenverteidigung wird sich die Frage stellen ob Hoheneder oder Willers wieder zusammen auflaufen oder einer der beiden für den eigentlichen linken Innenverteidiger Tim Sebastian weichen muss. Und auf den Außenverteidgerpositionen darf man sich zumindest heimlich fragen, ob Anthony Jung nach längerer Pause mit alter Frische wieder mal ins Team zurückkehrt.

[Update: Ein Tag vor dem Spiel ist klar, dass Tim Sebastian wegen eines Infekts definitiv nicht mitspielen kann. Die Einsatzwahrscheinlichkeit bei Dominik Kaiser ist gering. Daniel Frahn wird dagegen sicher spielen.]

Viele offene Fragen, aber das ganz große Durchwechseln wird es nicht geben. Als gesetzt dürften sich aktuell trotzdem nur fünf bis (bei Frahn-Rückkehr) sechs Spieler fühlen:

  • Preußen Münster: Masuch – Hergesell, Kirsch (Scherder), Schmidt – Kühne, Truckenbrod – Grote (Manno), Bischoff, Siegert (Piossek) – Taylor
  • RB Leipzig: Domaschke – Müller, Hohender, Willers, Heidinger – Kaiser (Fandrich), Ernst, Kimmich – Poulsen, Frahn, Thomalla (Luge)

Fazit: Zum Beginn der Rückrunde wartet mit der Partie zwischen Preußen Münster und RB Leipzig ein sportliches Topduell. Wenn man die bisherige Saison als ganzes nimmt, ist RB im Vorteil. Die letzten Wochen und den Heimvorteil von Münster im Hinterkopf ist es ein Duell auf Augenhöhe. Das psychologische Moment spricht nach dem letztwöchigen Last-Minute-Sieg der Preußen gegen Duisburg leicht für die Gastgeber. Könnte eine dieser Partien sein, in denen letztlich jene Mannschaft gewinnt, die etwas geiler auf den Sieg ist..

[Wer das Spiel von RB Leipzig bei Preußen Münster nicht vor Ort verfolgen kann und am 14.12.2013, ab 14.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und das Fanradio oder den Sportschau-Livestream [broken Link].]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Preußen Münster

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Preußen Münster mit Alexander Zorniger und Timo Röttger.

14.07

So, das war es für heute. Die Pressekonferenz nimmt ein Ende. Zorniger, animiert von den Anwesenden, ein bisschen im Bilanzmodus. Benennt zudem eindringlich Münsters Stärken. Schon erstaunlich, dass er überhaupt in die Position kommt, vor den Stärken des Gegners warnen zu müssen angesichts der Tatsache, dass Münster vor fünf Monaten hier in Leipzig noch als zumindest leichter Favorit anreiste..

Mal sehen, was dann am Samstag tatsächlich draus wird. Dürfte ein Spiel werden, dass in alle Richtungen kippen kann. Vielleicht können die  RasenBallsportler mit der Selbstverständlichkeit des Seins, die sie sich in den letzten Wochen aneigneten, aber das entscheidende Gramm in ihre eigene Wagschale werfen.

14.03

Zorniger: Frahn sei aktuell zu 100% in der Startelf in Münster. Kimmich sei ähnlich. Kaisers Chancen stünden bei etwa 30% falls er morgen im Training dabei ist.

Fandrich habe gegen die Kickers gut gespielt. Als das Spiel unruhiger wurde, sei er wie die anderen Sechser nicht so gut gewesen, aber insgesamt für den ersten Startelfeinsatz seit langem war es gut. Falls Kaiser ausfällt, wäre Fandrich wohl erste Wahl.

Zuletzt zu viele Tore gefressen, die aus  “krassen” eigenen Fehlern entstanden. Könne man sich nicht leisten, wenn man oben dabei sein will. Die Fehler müsse man abstellen und den Kollegen müsste klar sein, wie sie Fehler ausbügeln können und wo sie dafür stehen müssen.

Münster steht laut Zorniger nun kompakter unter Loose und versuche den schnellen Ball in die Spitze zu spielen, während Dotchev für Positionsspiel stand. Hauptunterschied sei das verbesserte Defensivverhalten.

Elversberg und Chemnitz seien in der Hinrunde Spiele gewesen, in denen man schlecht war. Ansonsten waren in allen Spielen immer Phasen drin, die gut waren. Durchgängig gut war es vor allem gegen den VfB, BVB oder in Heidenheim.

An einem neuen System zu arbeiten, sei in der Winterpause nicht geplant. Man werde intensiver an der Grundordnung arbeiten, um der Mannschaft beizubringen, in welchen Zonen man Zugriff haben will. Es sei nicht immer notwendig nur “mit dem Holzhammer” vorne drauf zu gehen. In Darmstadt habe man diesbezüglich ganz gut agiert.

13.53

Zorniger: Frahn geht es  gut. Kaiser hat das Training abgebrochen und die letzten zwei Tage nicht mittrainiert. Man hofft, dass er mitfährt. Tim Sebastian wird wegen eines Infekts ausfallen. Franke, Coltorti, Morys fallen sowieso aus. Kimmich hat auch nicht trainiert die letzten zwei Tage, war aber heute wieder dabei.

Zu Münster: “Anfang der Runde waren sie großer Favorit. Das konnten sie nicht durchziehen. Von der Qualität der Mannschaft bin ich immer noch überzeugt. Wenn du sie nicht ständig bearbeitest, können sie dir immer Probleme machen. Wird eine ganz harte Nuss. Haben die letzen zwei Spiele auch Ausfälle gehabt und sechs Punkte geholt. Da können wir selbstbewusst sein.” Entscheidend sei das Spiel gegen den Ball, das stimmen müsse, um die Offensivqualitäten von Preußen Münster aus dem Spiel zu nehmen.

Zu Timo Röttger: Große Wertschätzung durch den Trainer. “Timo weiß das und kann das richtig einschätzen.” Vergleicht Röttger mit dem besten sechsten Mann im amerikanischen Basketball (eine by the way sehr wichtige Person). Vorstellungen zwischen Trainer und Spieler seien manchmal unterschiedlicher Ansicht in Bezug auf Einsatzzeiten, aber damit müsse man leben.

Timo sei in Verein und Stadt integriert. “Identifikationsfiguren tun uns gut.” Aber eine Vertragsverlängerung hänge an der Leistung. Bei allen auslaufenden Verträgen sei es so, dass es offen sei, ob sie verlängert werden. Alle hätten die Chance sich anzubieten.

Eine Vertragsauflösung zwei Wochen vor der Winterpause werde Zorniger nicht mehr mitmachen. Das sei zu viel Unruhe. In dem Fall habe er es gemacht, auch weil Judt immer ein tadelloser Profi war und Juri Judt habe sicherlich Gründe gehabt, schon jetzt nach der Auflösung zu suchen und nicht bis zum Jahreswechsel zu warten. Zorniger kennt die Gründe nicht.

Zorniger sieht sein Team immer noch als Aufsteiger. “Dass wir durch die Liga durchwischen, konnte keiner ernsthaft glauben.” Es habe etwas gebraucht, die Spielphilosophie auf alle Spieler und Neuzugänge zu übertragen. Gegner hätten eine andere Qualität. Keine Gegner dabei, die man mal eben schlägt. Man werde weiter mit Mannschaft und Spielern arbeiten. Es gehe immer auch darum, sich zu entwickeln. Und damit gehe es auch darum zu gucken, wer den nächsten Entwicklungsschritt mitgehen kann. Man sei da auf einem guten Weg.

Elversberg sei ein Wendepunkt gewesen. Man habe auch gelernt, nach Ballgewinn mal mit drei, vier Pässen und nicht mit einem die 30 Meter zum Tor zu überwinden. Gebe immer Punkte, wo man besser werden will. Letztlich gehe es darum, die eigene Spielweise durchzudrücken.

13.39

Röttger: “Kickers war ein schweres Spiel. Arbeitssieg. Froh, dass wir gewonnen haben. Nach dem 1:0 war es schwer. Das 2:1 bringen wir dann über die Zeit. Haben Platz 2 gefestigt. Münster wird wieder ein schweres Spiel. Spielstarke Mannschaft. Wenn wir 90 Minuten alles dagegensetzen, bin ich überzeugt, dass wir auch dort gewinnen werden. Wollen uns eine gutee Ausgangsposition über die Winterpause schaffen.”

Fußballerisch sei Münster besser als sie derzeit dastehen. “Habe mit vielen von denen schon zusammengespielt.” “Wenn sie es auf den Platz bringen, können sie immer noch jeden schlagen. Müssen alles geben, um dort zu bestehen.” Kontakt zu Münsteraner Spielern nur selten. Hergesell, Truckenbrod, Masuch, Manno sind die Namen, die Röttger nennt als jene, die er kennt.

“Vom Aufstieg wird bei uns weniger geredet. Wir reden von Platz 2 und von fünf Punkten Vorsprung und das wir das festigen wollen. Bleibt es dabei, können wir Weihnachten sagen, dass es eine sehr gute Runde war.”

Röttger hofft, dass man am Ende hinter Heidenheim 2. werden kann. 75 Punkte nennt er als mögliche Aufstiegsmarke.

Zu Ralf Loose: “Sehr ruhiger, fachlich sehr guter Trainer. Taktisch geschult. Kann die Mannschaft gut auf den Gegner vorbereiten. War ein guter Trainer.” (Röttger spielte unter ihm bei Dynamo)

Sieht sich selbst als wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Akzeptiert die Bankrolle. “Versuche, wenn ich reinkomme, noch was zu bewegen.” Zu einer Vertragsverlängerung kann Röttger nichts sagen. Verweist darauf, dass “andere Leute zu entscheiden haben”. “Habe mich aber immer gut präsentiert.” ‘”Konzentriere mich voll auf die Saison und versuche so gut wie möglich zu trainieren.” Was kommen wird, müsse man sehen (Auf die Frage, ob er andere Angebote habe.)

Weitere Nachfragen zum Vertragsthema: “Mit gefällt es gut hier.” Könne sich vorstellen, hier die Karriere fortzusetzen oder zu beenden. Aber all das sei Zukunftsmusik.

Bankrolle begründet Zorniger laut Röttger damit, dass er damit sicher sei, immer noch was von der Bank bringen zu können.

13.28

Ansonsten bestimmen ja hierzulande schon Personaldebatten die Szenerie. Lässt sich die Mannschaft hoffentlich nicht anstecken..

13.25

Vor der Winterpause ist es für die Gastgeber noch mal die Chance Schwung mitzunehmen, sodass man im neuen Jahr noch mal mit neuem Elan vielleicht sogar die Aufstiegsplätze angreifen kann.

13.24

Es ist die letzte Auswärtsfahrt des Jahres. Extrem voll wird es im Gästeblock trotz des schweren Spiels nicht werden. Aber mit Schätzungen halte ich mich zurück. Irgendwas zwischen 100 und 300 werden es wohl ganz vage gesprochen werden..

13.20

Heiß dürfte auch das Spiel werden. Gegen einen Gastgeber, der nominell sowieso sehr gut und dazu noch im Aufwind ist. Zumal unklar ist, wer bei RB Leipzig alles auflaufen kann. Da werden die nächsten Minuten vielleicht ein wenig Aufsschluss geben.

13.15

Zwei Tage noch bis zum Spiel. Wie immer mit der Pressekonferenz der Start in die heiße Spieltagsphase.

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Ein Gedanke zu „Unangenehme Auswärtsfahrt“

  1. Laut Tweet der RB-Fans von gestern Abend ist der Einsatz von Kaiser (Erkältung) und Kimmich (Bänderdehnung) fraglich. Was die Sache nicht einfacher machen würde..

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