Regionalliga: ZFC Meuselwitz vs. RB Leipzig 0:0

Es war schon vorher klar, dass die Aufgabe ZFC Meuselwitz für RB Leipzig kein Osterspaziergang (damit ist die Osteranspielungsquote für diesen Artikel erfüllt..) werden würde. Als es eine Stunde vor Spielbeginn zu schneien begann und man den sowieso schon arg ramponierten Acker Rasen begutachtet hatte, wusste man, dass dem noch mehr Wahrheit inne wohnen würde, als man vorher gedacht hätte.

Von daher war durchaus einiges Erstaunen im Spiel, als auf dem Aufstellungsbogen nicht Stefan Kutschke als bewährte Luftkampfwaffe ins Spiel kam, sondern der eher bodenorientierte Matthias Morys. Und auch auf die Anwesenheit von Thiago Rockenbach hätte man nicht unbedingt sehr viele Euro gesetzt. Die Aufstellung sprach mit Fandrich, Rockenbach und Morys für den Versuch, die Partie auf spielerische Art und Weise zu lösen.

Was ein interessanter Versuch war, der vielleicht schon geboren wurde, bevor die dicken Schneeflocken in Meuselwitz Besitz vom Platz ergriffen. Man muss es gar nicht unbedingt auf die äußeren Bedingungen schieben, aber der spielerische Lösungsversuch ging in der ersten Halbzeit letztlich fast gar nicht auf. Bis auf eine Flankenserie Mitte der ersten Halbzeit kam eigentlich fast nichts gefährliches gen Meuselwitzer Tor.

Man kann darin guten Gewissens ein aktuelles Grundproblem erkennen. Während das Gegenpressing inzwischen stellenweise ganz gut funktioniert und zu Ballgewinnen bereits in des Gegners Hälfte führt, ist das, was dann daraus entsteht, eher dürftig. Der direkte Pass nach dem Ballgewinn landete auch in Meuselwitz in der ersten Halbzeit regelmäßig in des Gegners Beinen, sodass der eigene Aufwand im Spiel gegen den Ball durch das ungenaue Spiel mit dem Ball ad absurdum geführt wird.

Es ist eine Crux, die sich in der miesen Torbilanz der letzten acht Spiele, in denen RB Leipzig nur sieben Tore erzielte, dass man im Spiel mit dem Ball kaum noch die Qualität des ersten Saisondrittels aufblitzen lässt. Man kann sicherlich für jedes einzelne Spiel gute Erklärungen anführen (Schnee zum Beispiel), warum Dinge nicht funktioniert haben, aber es bleibt angesichts der Stabilität der Torflaute ein erklärungsbedürftiger Fakt, dass das Spiel auf den letzten 30 Metern vor dem gegnerischen Tor nicht so ist, wie es im besten Fall sein sollte.

Man kann trefflich darüber spekulieren, was die Ursachen dafür sind. Sicherlich ist die aktuelle Situation ohne wirklichen Wettbewerb in der Regionalliga (angesicht der vielen Spielausfälle in Jena hat man manchmal das Gefühl, dass RB Leipzig einen Wettbewerb mit sich selbst spielt) wenig ideal, um die letzten fünf Prozent in die Wagschale zu werfen. Möglicherweise ist beim Transformationsprozess hin zum Spiel gegen den Ball einfach etwas auf der Strecke geblieben, was man sich nun unter den neuen taktischen Erfordernissen wieder erkämpfen muss. Möglicherweise ist es so wie es Alexander Zorniger sieht, dass in der Offensive gerade die Laufwege nicht stimmen. Woran auch immer es liegt, Fakt ist,  dass sich hier eine Baustelle aufgetan hat, die man in den nächsten Wochen schließen muss.

Osterassoziationen hier individuell einfügen | © GEPA Pictures - Roger Petzsche

In der ersten Halbzeit kam entsprechend nichts gefährliches aufs Meuselwitzer Tor, während der Gastgeber durch den ehemaligen Goalgetter Gasch die Führung auf dem Schlappen hatte und daneben noch eine halbe Schusschance verbuchen konnte. Der Rest war ein unheimlich zerfahrenes Spiel mit vielen Verletzungsunterbrechungen und entsprechend diversestens Standards. Aus denen beide Teams kein Kapital schlagen konnten. Bezeichnend ein Versuch Rockenbachs aus aussichtsreicher Position reichlich 20 Meter vor dem Tor, den er im hohen Bogen über das Tor schaufelte. Ganz hobbyanalytisch wünschte man sich in solch einer Situation mal jemanden, der die Defizite durchschnittlicher Regionalligatorhüter gerade bei solch rutschigem und unebenem Platz ausnutzt und den Ball mit viel Wucht einfach in die Torwartecke schießt, anstatt den künstlerisch wertvollen Effetball zu verwenden, der dem Schützen mehr Probleme bereitet als dem Keeper.

Um einiges besser wurde es für RB Leipzig nach der Pause und vor allem ab der 60. Minute, also ab jenem Zeitpunkt, ab dem Stefan Kutschke ins Spiel kam. Der Zusammenhang ist gar nicht unbedingt kausal, denn mit zunehmender Spielzeit bekam der Gastgeber schon allein wegen konditionellen Schwierigkeiten immer mehr Probleme, die gelegentlich nur durch taktische Fouls zu lösen waren. Andererseits warf sich Kutschke in bewährter Manier in die hohen Bälle und sorgte so dafür, dass im Sturm auch mal ein Ball gehalten und abgelegt wurde.

Das Resultat der Bemühungen war eine Handvoll kleinerer und größerer Chancen, wobei alles in allem auch keine Hundertprozentige dabei war. Kaiser drüber, Frahn, Röttger und Rockenbach daneben, Kutschke zu unplatziert auf die Tormitte. Das 1:0 lag einige Male in der Luft, auch wenn es nicht zwingend fallen musste. Denn letztlich entsprach das 0:0 über die gesamte Spielzeit gesehen ungefähr den Kräfteverhältnissen.

Genaugenommen hätte RB Leipzig kurz vor dem Schluss sogar mit null Punkten dastehen können, denn nachdem Coltorti in der Folge einer kurzzeitigen Verwirrung gegen ZFC-Stürmer Latowski zu spät kommt und ihm mit beiden Händen ins Gesicht boxt und dazu umspringt (und ja, ein bisschen Ball war auch im Spiel), hätte der Schiedsrichter auch auf den Punkt zeigen können, wenn nicht gar zwingend müssen. Ich vermute jedenfalls, dass  der Schiedsrichter bei einem Blickwinkel von schräg hinter dem Tor sehr stark einen Elfmeter in Betracht gezogen hätte. Da er jedoch eher am Elfmeterpunkt stand, sah er die hauptsächlich im Gesicht landenden Hände eventuell nicht.

Erstaunlich, dass Fabio Coltorti nach dem Spiel trotzdem der festen Überzeugung war, dass die Aktion nicht elfmeterwürdig war. Und noch erstaunlicher Alexander Zornigers Einschätzung, der sinngemäß davon sprach, dass man sich schon mal eine blutige Nase (Latowski) holen könne, wenn man gegen einen Baum (Coltorti) springt. Dass hier eher der Baum gesprungen war und zudem noch heftig mit seinen Ästen wedelte, sollte man dabei aber zumindest zur Kenntnis nehmen. Für eine sehr ähnliche (wenn auch sehr viel eindeutigere) Aktion gab es beim Auswärtsspiel in Rathenow jedenfalls einen völlig berechtigten Foulelfmeter.

Läuft es also ganz dumm, fahren die RasenBallsportler gänzlich ohne Punkt nach Hause und könnten sich nicht beschweren. Und sie könnten nicht mehr – wie bspw. Thiago Rockenbach – die positive Standortbestimmung verbreiten, dass man immer noch ungeschlagen sei und das für sich spreche. Ja, diese Leistung ist sicherlich hoch einzuschätzen, aber man sollte sich dadurch nicht den Blick auf die aktuellen Baustellen verstellen.

Alexander Zorniger meinte kürzlich irgendwo, dass der Tabellenstand kein Maßstab sei und meinte damit, dass man nicht nur über den Tabellenstand bewerten könne, wie es gerade leistungstechnisch laufe. Wenn diese Aussage tatsächlich so gemeint war und Teil der Mannschaftsphilosophie ist, dann kann auch die Ungeschlagenserie kein Maßstab sein, denn die Bewertung des Funktionierens der spielinternen Abläufe kann unter Umständen zu ganz anderen Ergebnissen führen, als es die Serie vermuten lässt.

Letztlich weiß man auch gar nicht, was die nun 19 Punkte Vorsprung so wert sind, denn die inzwischen schon vier Spiele Rückstand, die Carl Zeiss Jena angesammelt hat, machen eine realistische Einschätzung sehr schwierig. Im schlimmsten Fall, von dem ich allerdings nicht ausgehe, bleiben davon sieben Punkte übrig. Und das wäre derselbe Vorsprung, den RB bereits nach sieben Spieltagen auf Jena hatte.

Ich bin selber ein sehr großer Freund davon, die Kirche eher im Dorf zu lassen. Von daher würde ich die Situation nicht überdramatisieren. Zumal in Meuselwitz in vielen Situationen auch nur der entscheidende Schritt fehlte, aus dem Ballgewinn auch Torgefahr zu generieren. Was auch bedeutet, dass die grundsätzliche Spielanlage durchaus passt und eher der Feinschliff fehlt. Trotzdem finde ich nicht, dass man sich in seinen Analysen auf dem durch die vielen Spielausfälle gewonnenen Vorsprung ausruhen sollte. Die großen Aufgaben in dieser Liga (Magdeburg, Zwickau, Jena, BAK auswärts und eventuell auch Lok) warten erst noch. Und mit den aktuellen Problemen könnte man in allen vier Spielen Punkte liegen lassen.

Fazit: Das Spiel von RB Leipzig beim ZFC Meuselwitz war nichts für Fußballfeinschmecker. Was nicht nur am Schneetreiben und den widrigen Platzverhältnissen lag. Während sich der ZFC wie erwartet mit seiner ganzen Physis in Spiel warf und auf den Lucky Punch wartete, ließ RB Leipzig zumindest 60 Minuten lang Zug zum Tor und spielerische Qualitäten vermissen. Mit zunehmender Spieldauer und der Einwechslung von Stefan Kutschke wendete sich das Blatt ein wenig. Für einen Sieg sollte es trotzdem nicht mehr reichen. Was angesichts des Spielverlaufs auch ok war.

Nimmt man nur das Spiel gegen Meuselwitz für sich, dann kann man sagen, dass man mit dem Ergebnis und dem Weg dahin gut leben kann und muss. Mit dem Wissen um die torarme jüngere Vergangenheit wird aber aus dem Meuselwitz-Spiel ein Baustein, der langsam ein Muster von spielerischen Enttäuschungen entstehen lässt. Es ist also gar nicht so sehr das 0:0 selbst, das nachdenklich stimmt, sondern dass es sich so gut einreiht in einige andere Auftritte mit fehlender Offensivpower der letzten Wochen.

Randbemerkung 1: Circa 800 Zuschauer machten sich am Ostersonntag auf den Weg zum (lässt man das Spiel bei Lok außen vor) kürzesten Auswärtsspiel des Jahres. Was angesichts des Wetters, des Spieltermins an einem familienorientierten Feiertags und der klaren Tabellensituation eine erstaunlich hohe Zahl ist. Und im Vergleich mit den 600 Zuschauern vor anderthalb Jahren bei schönstem Herbstwetter und ein paar Tage nach der Euphorie um das DFB-Pokal-Spiel gegen Augsburg auch zeigt, dass sich die Zuschauerzahlen selbst beim Verweilen in der Regionalliga weiter deutlich nach oben entwickelt haben.

Trotzdem hatte man das ganze Spiel über das Gefühl einer gewissen Unernstigkeit und Spannungslosigkeit. Was sich auch darin zeigte, dass die zweite Hälfte vornehmlich dazu genutzt wurde, Späßchen mit den eigenen Auswechselspielern, die sich vor dem Block warm machten zu treiben. Sodass beispielsweise Stefan Kutschke ein lockeres „Bleib hier, sch.. auf Wolfsburg“ mit einem ebenso lockeren Lächeln quittierte. Das war nett und sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass auf dem Spielfeld nicht extrem viel aufregende Sachen passierten. Aber es vermittelte sich auch das Gefühl, dass auch zuschauerseits nur wenig Gefühl dafür da ist, dass man sich eigentlich gerade im sportlichen Wettbewerb Regionalliga befindet. Was relativ nachvollziehbar ist, da Jena ja wegen des Winters am Wettbewerb gerade kaum teilnimmt. Wenn man aber – was ja oft ganz gut funktioniert – von der Konzentriertheit und Motiviertheit der Zuschauer auf die Mannschaft schließen will, dann hat man eine ungefähre Idee, dass auch die RasenBallsportler gerade nicht 100% Druck auf dem internen Kessel haben.

Randbemerkung 2: Wenn man schon – wie oben geschehen – das Spiel mit dem Ball kritisch sehen will, dann sollte man auch feststellen, dass die defensive Gesamtorganisation gerade insgesamt ganz gut funktioniert. Und das betrifft nicht nur den direkten Abwehrverbund, sondern das Verhalten vom ersten Stürmer bis hinten zum Torhüter. Bereits in den vorderen Reihen werden die meisten Geschichten in ihren Ansätzen unterbunden. Was da durchrutscht, hat es extrem schwer an der Mittelfeldzentrale vorbeizukommen. Und alles andere und die langen Bälle fischt die Innenverteidigung weg. Nur  ein Gegentor in sechs Rückrundenspielen, nur vier Gegentore in den letzten 14 Spielen. Diese Zahlen können in ihrer Masse genausowenig lügen wie die geringe eigene Trefferzahl. Was absolut für eine Qualität spricht. Auch gegen Meuselwitz entstanden die meisten gefährlichen Situationen nicht aus Fehlern in der Organisation auf dem Feld, sondern aus individuellen Schnitzern in Form von Ballverlusten. Das macht alles in allem schon recht viel Spaß, außer vermutlich jenen, die gegen diese Mauer – meist erfolglos – anrennen müssen.

Randbemerkung 3: Die Personalentscheidungen, die oben den Einstieg in die Text bildeten, brachten auch eine Rückumstellung auf ein 4-3-1-2 mit sich. Da der etatmäßige Rechtsverteidiger Christian Müller weiter erkrankt fehlte, durfte dabei überraschend der bisherige Linksverteidiger Juri Judt diese Position besetzen. Das kam aber insofern dann doch nicht überraschend, weil er dies letzte Woche nach seiner Einwechslung bereits spielte. Und es kam auch nicht überraschend, weil Judt ein ähnlicher Spielertyp ist wie Christian Müller, der in der Theorie die besonderen Freiheiten des Rechtsverteidigers im aktuellen System mit der zur Dreierkette umfunktionierbaren Abwehrviererkette (sodass der Rechtsverteidiger quasi ins rechte Mittelfeld schieben kann) (auch wenn in Meuselwitz eher auf den zwischen die Innenverteidiger abklappenden Sechser Karikari zurückgegriffen wurde und die Außenverteidiger Franke und Judt oft gleichermaßen offensiv oder eben nicht agierten) nutzen könnte. Und es kam zudem nicht überraschend, weil Judt einen rechten Fuß hat und in seiner Karriere bereits Rechtsverteidiger spielte. Es war also alles in allem eine nachvollziebare Entscheidung, die in der ersten Halbzeit zu einigen halbguten Flanken führte, in der zweiten Halbzeit aber weniger Effekt hatte.

Lichtblicke: Wie immer eine schwierige Wahl. Besonders bei einem solchen Spiel mit ungünstigen Bedingungen und suboptimalem Auftritt. Zu nennen wäre vielleicht Dominik Kaiser, der spätestens mit seinem Wechsel von der linken Seite auf  die zentrale Sechser-Position nach Karikari-Auswechslung viel an Präsenz und Einfluss auf das Spiel gewann. Aber treffen soll es heute mal einen Verteidiger (passend zu den defensiven Qualitäten).

  • Niklas Hoheneder: Hoheneder übernimmt gerade ein wenig den Part, den Fabian Franke in der Hinrunde noch hatte, nämlich derjenige Innenverteidiger zu sein, der mit einer hervorragenden Zweikampfbilanz wenig Schweißperlen auf des  Zuschauers Stirn zulässt. Ob in der Luft oder am Boden, im Normalfall ist Hoheneder da, wenn er gebraucht wird. Im Aufbauspiel gibt es sicherlich noch Luft, aber gegen Meuselwitz ging auch das etwas besser, weil er durch den abkippenden Karikari manchmal sehr weit nach außen rutschte und nicht so häufig der primäre Spieleröffner war. Wenn ich mir noch etwas wünschen darf, dann wäre dies ein Tor nach einem Standard. Wäre mal wieder dran.

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Tore: Fehlanzeige

Aufstellung: Coltorti – Judt, Hoheneder, Sebastian, Franke – Fandrich (85. Schulz), Karikari (69. Röttger), Kaiser – Rockenbach – Morys (57. Kutschke), Frahn

Zuschauer: 1.972 (davon ca. 800 Leipziger)

Links: RBL-Bericht [broken Link], RBL-Liveticker [broken Link], MDR-Bericht [broken Link], RB-Fans-Bericht [broken Link], ZFC-Bericht

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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10 Gedanken zu „Regionalliga: ZFC Meuselwitz vs. RB Leipzig 0:0“

  1. wie immer eine sehr gute Analyse, Hut ab – Deine Beiträge sind stets ein Lichtblick in der der „Guido-Schäferisierung“ des Sportjournalismus, die mehr von Selbstdarstellung und „Ätsch, ich weiß mehr als ihr“-Effekten geprägt ist, denn von fundierter Spielanalyse

    1. Das ist mit das schönste Osterei, das ich in diesen Jahr finden durfte. Danke..

  2. ich fürchte, dass ich jetzt immer an einen Baum mit wedelnden Ästen denken muss, wenn ich Coltorti sehe … 😉

  3. lol…der baum vergleich mit den ästen geht mir auch nicht aus dem kopf xD

    wie immer sehr lesenswert…danke.

  4. Leider habe ich das Spiel nicht gesehen.
    Doch was ich gelesen habe, dann denke ich, man ich habe es doch gesehen. Siehe diverse Heimspiele.
    Aber, ich vertraue AZ und den Profis von RB.
    Warum? Ist es Hoffnung oder Wunschgedanke?
    Ein wenig schon. Ich stelle mir die Spiele gegen RWE, Chemnitz und HFC vor. Dann wissen wir wo der Hammer hängt. Oder wissen wir es schon im Pokal gegen CFC oder in der Religation, ob wir reif sind für die Insel?
    Sie finden sich. Auch wenn dazu vielleicht mal ein Klatsche nötig ist. Kein Wunsch!:-)

  5. also genau genommen kann man ja anhand der eigenen Philosophie (nicht am Tabellenstand messen, kann nicht unser Anspruch sein etc) beiden Auswärts – 0:0 – Spiele als Klatsche sehen. Eigentlich waren das zwei verlorene Spiele, da die ernsthafte Verbissenheit und der unbedingte Wille zum Sieg mit Zug zum Tor über die 90 Minuten (oder zumindest einen großteil der Spielzeit) einfach in allen Rückrundenspielen bislang fehlte. Dazu gesellt sich dann noch die schon in der Rückrunde auffällige „Abschlußschwäche“ (gemessen an den Torchancen) die jetzt natürlich noch höher ins Gewicht fällt, da einfach weniger Torchancen kreiert werden. Das positive was man aus allen Rückrundenspeilen bislang mitnehmen kann ist aber zum einen das Pressing, stabile Abwehr, und insgesamt vovon der Abwehrreihe bis ins Mittelfeld eine doch sehr kompakte und Systemtreue Spielweise.
    Das Problem Abschlußschwäche wird durch die äußeren Bedingungen natürlich auch noch gepusht, aber wenn man den Rasenballern im Moment etwas vorhalten will, dann sind es nunmal eben unbedingter Siegeswille und Duchschlagskraft. Und das muß sich schnellstens ändern, ansonsten könnten zum Schluß 2-3 Unentschieden zuviel auf dem Konto stehen – insgesamt gesehen bin ich aber dennoch positiv gestimmt, da wir doch das eine oder andere Spiel der Rückrunde nicht mit 3 oder einem Punkt, sondern wohl eher mit 0 Punkten bestritten hätten – von daher ist da schon einiges an Qualitäts und Leistungssteigerung im Abwehrverbund bestätigt und das ist auch gut so – nur die Tore sollten langsam wieder leichter fallen 🙂

    1. „..insgesamt gesehen bin ich aber dennoch positiv gestimmt, da wir doch das eine oder andere Spiel der Rückrunde nicht mit 3 oder einem Punkt, sondern wohl eher mit 0 Punkten bestritten hätten ..“ Diese Aussage von Meiner-Einer bezieht sich natürlich auf die vergangenen RL Spieljahre 😉

  6. Das Fehlen von Kutschke läßt auch unseren Käpt’n weniger wirksam erscheinen. Unserem Spiel fehlte bis zu seiner Einwechselung auch die Dynamik von Röttger .
    Für mich war diesmal auch der wendige Fandrich ein Lichtblick, während ich der Spielweise von Morys wiederholt nur geringe Sympathien entgegenbringen kann.

  7. ich denke auch das Morys als zweiter Stürmer sein Potenzial kaum entfalten kann – ich sehe ihn auch eher auf einer der beiden Außenbahnen – deswegen war gegen den BAK Kammlott auf der Außenbahn und Morys als Stürmer verschenkt – besser wäre anders herum gewesen 🙂

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