Unverhofft kommt gar nicht so oft

Manchmal liegen Pech und Glück dann eben doch sehr nah beieinander. Nachdem das Halbfinale im Sachsenpokal, das ursprünglich am Sonntag gespielt werden sollte, wie erwartet abgesagt worden war, ging es sehr schnell und dank der positiven Rückmeldungen der beteiligten Vereine und des NOFV als federführendem und überraschend flexibel agierendem Verband kann RB Leipzig nun stattdessen am Sonntag ab 14 Uhr das Regionalliga-Punktspiel gegen den Berliner AK austragen.

Das wäre eigentlich eine Partie des 30. und letzten Spieltags gewesen, wurde aber dank Tausch des Heimrechts zur Nachholepartie des 15.Spieltags, eine Partie, die in Berlin bereits zweimal abgesagt wurde und auch für den kommenden Mittwoch, für den der Nachholer erneut auf dem Programm stand, mehr als fraglich war. Sodass – falls die Liga noch mal eng werden sollte der einzige Nachteil der Ansetzung – RB nun am letzten Spieltag nach Berlin reisen und somit zum Saisonabschluss gleich zwei Auswärtsspiele bestreiten muss.

Der veränderte Spielplan bringt nicht nur die Freude über ein unverhofftes Heimspiel mit sich, sondern auch eine völlig veränderte sportliche Herausforderung. Statt des Spiels des großen Favoriten beim zwei Klassen darunter – auch als Tabellenführer – in der Landesliga kickenden Underdog aus Neugersdorf wartet nun das größte anzunehmende Abwehrbollwerk vom Berliner AK auf die RasenBallsportler. Naja, nicht ganz, denn die Abwehr des FSV Zwickau steht noch etwas stabiler, aber die lediglich acht Gegentreffer, die der Berliner AK bisher in 16 Spielen kassierte, sind mehr als ordentliche Regionalligaware.

Zumal der Berliner AK vier der acht Gegentore schon in den ersten vier Spielen fing. Zu einem Zeitpunkt der Saison, als die defensive Gesamtorganisation auch aufgrund diverser Zugänge eventuell noch nicht ganz so perfekt war, wie sie dies inzwischen ist. Nur vier Gegentore also in den letzten 12 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. In sieben Auswärtsspielen kassierte man in dieser Zeit lediglich zwei Gegentore und spielte gleich viermal 0:0. Viel Spaß dürfte man beim Spielen gegen den Berliner AK auf und neben dem Rasen nicht haben..

In den torlosen Partien deutet sich bereits das Problem des Vereins aus der Hauptstadt an, der sich den Slogan „Wir sind Berlin“ auf die Fahnen geschrieben hat, im Zuschauerschnitt von etwas über 400 aber in der Regionalliga nur die beiden Nachwuchsteams von Union und Energie hinter sich lassen kann.  Und das Problem heißt Offensive. Mit lediglich 14 Toren in 16 Spielen steht man in dieser Statistik im unteren Drittel der Tabelle. Da man in vier Spielen doppelt traf, bleiben für die restlichen 12 Spiele gerade einmal sechs eigene Treffer übrig. In jedem zweiten Spiel ein Tor. Muss man auch gar nicht mehr dazu sagen.

Letztlich erstaunt die Punktebilanz des Berliner AK angesichts der überragenden Defensive und der unterirdischen Offensive nicht. Denn wenn man wenige Tore schießt und kaum welche kassiert, ist das naheliegendste Ergebnis im Normalfall ein Unentschieden. Gleich 10 Stück haben die Berliner bereits auf dem Konto. Sprich, sie sind unheimlich schwer zu schlagen (lediglich der TSG Neustrelitz gelang dies bisher), aber sie haben genauso große Mühen, Spiele für sich zu entscheiden. Lediglich fünf Siege führen trotz nur einer Niederlage dazu, dass man sich eben doch ein ganzes Stück weg von der Spitze am unteren Ende des oberen Tabellendrittels wiederfindet.

Aus den Statistiken lässt sich ziemlich gut ablesen, dass der Berliner AK unheimlich gut darin ist, das gegenerische Spiel zu zerstören, sprich durch kompaktes und aggressives Auftreten zu beeindrucken weiß, aber in Richtung Tor aus den Ballgewinnen heraus die Durchschlagskraft fehlt. Ein echter Mittelstürmer und Torjäger fehlte in der Hinrunde im Team und der bisher beste Torschütze Kevin Kruschke (der sicherlich ein guter und auch gefährlicher Offensivspieler ist) ist genaugenommen auch keiner, auch wenn er die Position oft bekleidete.

Auf diese Lücke hat der Verein in der Winterpause reagiert und mit Nicolas Hebisch und Fatih Yigitusagi gleich zwei echte Stürmer verpflichtet. Hebisch passt als Konterstürmer vermutlich sehr gut in das auf das Spiel gegen den Ball abzielende Konzept des Berliner AK und dürfte eine echte Lücke ausfüllen. Dass er in den bisher zwei Spielen nach der Winterpause zweimal von Beginn an auflief, spricht auch dafür. Verpflichtet wurde der 22jährige vom Nachbarn Babelsberg 03, wo er von Coach Christian Benbennek (den der eine oder andere noch als Coach von Eintracht Braunschweig in direkter Erinnerung haben dürfte) aussortiert wurde. Dank Nicolas Häbisch dürfte es auch ein großes Hallo in den Katakomben der Red Bull Arena geben, denn Häbisch spielte 2009/2010 an der Seite von Daniel Frahn und Stefan Kutschke in jener Babelsberger Elf, die den Aufstieg in die dritte Liga erkämpfte. Frahn und Kutschke gingen danach. Häbisch blieb, wurde aber trotz geringerer Sturmkonkurrenz alles in allem nicht überdurchschnittlich glücklich. Mal sehen, ob er beim Berliner AK seiner Karriere noch mal einen Schub geben kann.

Mit Yigitusagi hat sich der Berliner AK zudem einen zumindest leicht schillernden Namen zugelegt. Der 29jährige war vor einigen Jahren mal ein gefragte Stürmer, nachdem er für Türkiyemspor in der Oberliga in 27 Spielen gleich 31 mal einnetzte. Doch letztlich tanzte er nur einen Sommer und seine Versuche, sich in Aue in der dritten Liga durchzusetzen, waren zum Scheitern verurteilt. Sodass er nun über einige Umwege nach dem SV Yesilyurt, Türkiyemspor und TeBe bei seinem vierten Berliner Verein gelandet ist. Wo er vermutlich über die Rolle als Ergänzungsstürmer nicht hinauskommen wird.

Wenn man schon bei Personalien ist, sollte man auch noch zwei weitere aus RB-Perspektive nicht uninteressante Namen erwähnen. Da wäre zum einen der 23jährige Innenverteidiger Justin Gerlach, von dem in der Winterpause behauptet wurde, RB hätte gesteigertes Interesse an seiner Person und würde ihn gern verpflichten. Wobei damals die Vermutung nahe lag, dass aus einem beobachteten Spieler gleich einer gemacht wurde, den man verpflichten wolle. Wie auch immer das Interesse tatsächlich aussah, nun bietet sich die Gelegenheit sich Gerlach auf der Position des linken Innenverteidigers mal genauer anzugucken.

Die andere Personalie ist die des Trainers des Berliner AK Jens Härtel. Bzw. des Noch-Trainers, denn am Saisonende ist für ihn Schluß. Härtel, der ebenso wie Hebisch mit Frahn und Kutschke in Babelsberg den Aufstieg in die dritte Liga in seiner Funktion als Co-Trainer miterlebte und dem auch danach noch ein gutes Verhältnis zu Frahn nachgesagt wurde, wurde in der Vergangenheit immer mal wieder mit RB Leipzig und einer Tätigkeit im Nachwuchsbereich in Verbindung gebracht. Falls Rangnick tatsächlich Härtel als eine Option für die U23 oder das Sorgenkind U19 (die U17 ist aktuell ja erfolgreich und bestens versorgt, was Trainer angeht) ansieht, dann dürfte man dies auch im Spielstil des BAK wiedererkennen. Sprich Pressing, schnelles Umkehrspiel, Zug zum Tor. Mal gucken, inwieweit dies dann zutrifft.

Dass der Berliner AK – wie die Statistiken nahe legen – sehr gut im Spiel ohne und gegen den Ball arbeitet, aber im Spiel mit dem Ball und in der Gestaltung eines Spiels größere Probleme hat, zeigt sich auch in zwei sehr widersprüchlichen Pokalerlebnissen. Das erste dürfte noch jeder in Erinnerung haben und war das fast schon legendäre 4:0 gegen die TSG Hoffenheim, als man den Bundesligisten, der gar nicht recht wusste, wie mit ihm geschah, einfach früh unter Druck setzte und anschließend ’nur‘ die resultierenden Fehler verwerten musste. Klingt einfach, ist es manchmal – Stichwort Überraschungseffekt – in der Praxis auch.

Das völlig gegenteilige Erlebnis nahm der Berliner AK dann vor reichlich zwei Wochen mit, als man mit der Stammelf im Berliner Pokalwettbewerb beim Tabellenführer der Oberliga Nord (also einem möglichen Regionalligisten im neuen Jahr) BFC Viktoria (der durch eine Fusion mit dem Lichterfelder FC mittelfristig dem Berliner AK die Rolle als Nummer 3 in Berlin streitig machen will) sang- und klanglos das Achtelfinale mit 0:3 verlor. Drei Gegentreffer in einem Spiel. Erstaunlich angesichts oben benannter Statistiken. Und ein Gegentor mehr als man zuvor in drei Pokarunden zusammen kassierte (unter anderem gegen TeBe). Kann passieren so ein Spiel, aber ist wie gesagt ein deutliches Zeichen, dass sich der Berliner AK schwer tut, wenn er als Favorit das Spiel gestalten muss. Für diese These sprechen auch die vielen Punktverluste gegen Teams aus der unteren Hälfte der Regionalliga.

Ganz anders dagegen die Bilanz gegen die Topmannschaften, denn wenn man nur die bisher ausgetragenen Spiele der ersten fünf in der Tabelle untereinander als Maßstab nimmt, dann belegt der Berliner AK einen durchaus eindrucksvollen zweiten Platz und hat noch keine Niederlage hinnehmen müssen (glückliches 2:2 in Jena, 1:0 gegen und 0:0 in Zwickau, 1:1 gegen Magdeburg):

  • RB Leipzig: 3 Spiele, 7 Punkte, 6:1 Tore
  • Berliner AK: 4 Spiele, 6 Punkte, 4:3 Tore
  • Carl Zeiss Jena: 4 Spiele, 4 Punkte, 3:3 Tore
  • FSV Zwickau: 4 Spiele, 2 Punkte, 0:2 Tore
  • 1.FC Magdeburg: 3 Spiele, 2 Punkte, 2:5 Tore

Gegen RB wird der Berliner AK erstmal nicht in die Verlegenheit kommen, das Spiel machen zu müssen. Man wird versuchen, ziemlich exakt das zu machen, was man gut kann, nämlich die Räume eng und dem Gegner das Leben bzw. das Spielen und Erarbeiten von Chancen schwer, um wohl vor allem über Cakmak, Kruschke und Häbisch den einen oder anderen Nadelstich zu setzen und mit dem statistisch wahrscheinlichen einen Punkt wieder nach Hause zu fahren.

Aus RB-Sicht dürfte dieses Spiel eine Art Nagelprobe sein, denn nachdem man in den letzten fünf Spielen (mal abgesehen vom Rathenow-Spiel) einige Probleme hatte, sich klare Einschusschancen zu erarbeiten, wird sich gegen den Berliner AK zeigen, ob die ersten Spiele der Rückrunde in dieser Beziehung nur Ausrutscher waren oder ob sich dies gegen eine starke Abwehr auch nochmal umso stärker bewahrheitet. Man wird jedenfalls auf und abseits des Feldes viel Geduld brauchen, um die Lücke in der Gästeabwehr zu erkennen und auch auszunutzen. Die RasenBallsportler werden nicht viele Chancen kriegen. Und die sollten sie dann umso effektiver ausnutzen.

Personell kann Alexander Zorniger inzwischen wieder aus dem Vollen schöpfen. Kaiser war schon letzte Woche wieder da. Kocin und Heidinger haben ihre jeweiligen Belastungstests letzte Woche in der U23 erfolgreich bestanden. Und Kutschke ist nach seiner Sperre nach dem Platzverweis von Halberstadt wieder dabei. Lediglich Marcus Hoffmann dürfte nicht zur Verfügung stehen, was aber insofern nicht ganz relevant ist, da er bei Alexander Zorniger gerade sowieso wenig Chancen auf einen Platz im Kader oder gar auf dem Feld hätte.

Nimmt man die Qual der Kaderwahl, dann könnte man die Aufstellung für das Spiel gegen den Berliner AK auch auswürfeln. Zumindest wenn man nicht Zorniger heißt. Interessant wird sein, ob Thiago Rockenbach nach seinem letztwöchigen Verbalscharmützel wieder starten wird oder ob sich Clemens Fandrich mal zeigen darf. Da letzterer gerade eine Erkältung mit sich rum schleppte, ist dies aber unwahrscheinlich. Bliebe noch Timo Röttger als Alternative für die 10, wo er in der vergangenen Woche gegen Auerbach nach seiner Einwechslung recht gut aussah.

Im Mittelfeld gesetzt dürften Karikari und Kaiser sein, sodass in der Dreierkette hinter der 10 nur noch die Frage Schulz oder Morys offen bleibt. Genauso wie die Frage Kutschke oder Kammlott. Ich würde zu zweiterem tendieren. Vielleicht sieht Zorniger gegen ein kompakt verteidigendes Team aber auch lieber einen echten Sturmtank.

Macht alles in allem in einer wahrscheinlichen Variante: Coltorti – Müller, Hoheneder, Sebastian, Franke – Kaiser, Karikari, Schulz (Morys) – Rockenbach (Röttger) – Kammlott (Kutschke), Frahn

Fazit: Das unverhofft kommende Heimspiel gegen den Berliner AK dürfte eine ziemlich Aufgabe werden, wenn die Gäste denn so verteidigen, wie sie dies über weite Strecken der bisherigen Saison getan haben. In Blickrichtung Relegation können solche Belastungstests für die RB-Offensive nur gut tun, denn gegen die Sportfreunde Lotte und gegen Holstein Kiel erzielt man auch nicht mal eben zwei, drei Tore. In Richtung Erreichen des Relegationsplatzes wären natürlich eine einfachere Aufgabe und sicherere drei Punkte die angenehmere Variante. Es heißt ja so schön, dass man an seinen Aufgaben wächst. Das Spiel gegen den BAK wäre ein guter Zeitpunkt zum Wachsen.

(Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den Berliner AK nicht vor Ort verfolgen kann und trotzdem dabei sein will, nutze am 24.03.2013, ab 14.00 Uhr die üblichen Kanäle, also Liveticker [broken Link] und Fanradio.)

Randbemerkung 1: Schon weil es ein Idol meiner Fußballjugend ist, nehme ich Petrik Sander nur sehr wenig übel. Selbst seine gelegentlichen Giftpfeile gen RB und sein aktuelles Poltern über das Tauschen des Heimrechts: „Ein Skandal. Der letzte Spieltag ist ein Heiligtum, der noch nie verändert wurde. Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, egal wie was gedreht wurde.“ (zitiert nach heutiger BILD) Man muss schon leicht verbohrt sein, wenn man in dieser vom Schnee verschaukelten Liga nicht anerkennt und gutheißt, dass die Chancen zum Austragen von Nachholespielen auch genutzt werden. Dass RB und BAK die Saisonspiele 19 und 17 austragen können, ist im Sinne des Spielplans absolut zu begrüßen.  Zumal das Heilige am letzten Spieltag überhaupt nicht die Ansetzung an sich oder gar das jeweilige Heimrecht ist, sondern die gleichzeitige Austragung der Partien. Die weiterhin unangetastet bleibt.

Letztlich bedeutet das Tauschen für RB spielplantechnisch sogar einen kleinen Nachteil (wie schon eingangs bemerkt), weil zwei Auswärtsspiele (Jena und BAK) zum Schluss unter Tabellendruck (den es bis dahin hoffentlich nicht mehr gibt) ziemliche Aufgaben wären. Dass Sander so sauer ist, ist angesichts der Jenaer Situation und der Tatsache bisher noch nicht ein einziges Rückrundenspiel ausgetragen zu haben, zumindest emotional nachvollziehbar. Trotzdem sollte man sich dadurch nicht den vernünftig-rationalen Blick auf die Gegebenheiten verstellen lassen..

Randbemerkung 2: Wenn es ein Thema rund um RB Leipzig gibt, das mehr als aufgeladen ist für allerlei mehr oder meist weniger sinnige Theorien, dann ist das Thema Freikarten. Und nun setzt RB dem ganzen noch die Krone auf und lässt alle(!) Zuschauer (also alle bis auf die, die eh für ihre Dauerkarte bezahlt haben) kostenlos ins Stadion. Das klingt natürlich verrückt, dürfte aber eher eine aus der Not geborene Marketingidee gewesen sein, als großangelegter Plan. Denn mit den aktuellen Gegebenheiten beim Vorverkauf (und vor allem der fehlenden Onlinevariante) wäre ein Vorverkauf in den wenigen Vorverkaufsstellen ab heute, also zwei Tage vor dem Spiel schwierig geworden.

Schwierig in dem Sinne, dass der Vorverkauf ja vor allem deswegen gemacht wird, um die Ticketverkäufer am Stadion zu entlasten, nicht weil man damit mehr Geld verdient. Und die Entlastung wohl in nur zwei Vorverkaufstagen nicht sonderlich spürbar gewesen wäre. Man hätte sich also per se eine Situation geschaffen, in der (rechnet man die Dauerkarten weg) 3.000 bis 4.000 Leute in der letzen halben Stunde bis Stunde vor dem Spiel Karten für nur zwei Sektoren kaufen wollen. Es dürfte nicht viele Fußballvereine in diesem Land geben, die mit dieser Art geballtem Verkauf größere, regelmäßge und gute Erfahrungen haben. RB gehört da jedenfalls nicht dazu, da inzwischen der Großteil der Besucher über Dauerkarten und Vorverkauf abgewickelt wird. Klar hätte man den Kartenverkauf mit viel Aufwand auch beim BAK-Spiel organisieren und ein mögliches Chaos an den wenigen Ticketschaltern vor Ort halbwegs in den Griff bekommen können. Aber in der Situation hat man dann wohl dankend zur anderen Option des freien Eintritts gegriffen.

Womit man sich je nach Besucherzahlen eventuell andere Chaossituationen ins Boot geholt hat. Verwirrte Besucher mit Karten mit dem Aufdruck „freie Platzwahl“, die dann doch von Dauerkartenbesitzern von ihren Stühlen hochgejagt werden beispielsweise. Ein überfordertes, weil ja auch kurzfristig organisiertes Catering(personal). Mögliche Menschentrauben am Einlass wegen spät erscheinendem, aber zahlreichem Publikum. Mal ganz davon abgesehen, dass mit Umsonstkultur auch immer verbunden ist, dass man nicht so recht weiß, was für Personengruppen man sich damit ins Boot holt.

Wie auch immer, die Freikartenaktion hat sicherlich einen sinnigen organisatorischen Hintergrund, dürfte den Marketern unter den Vereinsverantwortlichen aber auch nicht ungelegen gekommen sein. Am Sonntag wird sich zeigen, ob die theoretisch sinnvolle Idee auch in der Praxis sinnvoll sein wird..

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Bisherige Duelle RB Leipzig gegen den Berliner AK

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4 Gedanken zu „Unverhofft kommt gar nicht so oft“

  1. Das Spiel dürfte in der Tat eine ähnliche Geduldsaufgabe wie gegen Auerbach werden. Anderseits sollte angesichts der (mehr oder weniger) fortschreitenden Rückrunde wirklich langsam ein „next step“ in der Entwicklung der Mannschaft zu sehen sein. Ein schönes (und im Hinblick auf die Relegation wichtiges) Zeichen im Hinblick darauf, wäre es, auch so eine Mannschaft wie den BAK mal mit zwei oder drei zu Null Toren heimzuschicken. Denn auch wenn in den anderen Staffeln nicht unbedingt Fußball vom anderen Stern gespielt wird: Über mehr Potenzial als das erweiterte Mittelfeld der RL Nordost dürfte so gut wie jede der Mannschaften aus dem Kreis potentieller Gegner um den Aufstieg verfügen.

  2. Ja, die U23 hat dort gespielt. Allerdings auf einem Kunstrasenplatz, an dem die Zuschauerzahl aufgrund des Umfeldes stark begrenzt ist und das Sachsenpokal-Spiel hätte deswegen (und sicherlich, weil keine Fantrennung möglich gewesen wäre) nicht stattfinden können.

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