Plus/Minus-Werte

Winterpause, Zeit für diverse Statistiken. Heute mal in einer leicht gewagten Version. Aber beginnen wir ganz einfach mit dem Leistungsnachweis der einzelnen Spieler in Spielen und abgeleisteten Minuten pro Spiel.

  • Sven Neuhaus: 16 Spiele, 90 Minuten/ Spiel
  • Lars Müller: 16 Spiele, 90 Minuten/ Spiel
  • Tim Sebastian: 16 Spiele, 90 Minuten/ Spiel
  • Nico Frommer: 15 Spiele, 73 Minuten/ Spiel
  • Daniel Frahn: 15 Spiele, 66 Minuten/ Spiel
  • Timo Rost: 14 Spiele, 85 Minuten/ Spiel
  • Carsten Kammlott: 14 Spiele, 60 Minuten/ Spiel
  • Maximilian Watzka: 13 Spiele, 61 Minuten/ Spiel
  • Shaban Ismaili: 12 Spiele, 90 Minuten/ Spiel
  • Daniel Rosin: 12 Spiele, 75 Minuten/ Spiel
  • Stefan Kutschke: 12 Spiele, 31 Minuten/ Spiel
  • Ingo Hertzsch: 11 Spiele, 85 Minuten/ Spiel
  • Tom Geißler: 11 Spiele, 75 Minuten/ Spiel
  • Thomas Kläsener: 11 Spiele, 72 Minuten/ Spiel
  • Alexander Laas: 11 Spiele, 53 Minuten/ Spiel
  • Steven Lewerenz: 11 Spiele, 53 Minuten/ Spiel
  • Benjamin Baier: 6 Spiele, 51 Minuten/ Spiel

Drei absolute Dauerbrenner hat das Team mit Neuhaus, Müller und Sebastian. Timo Rost fällt da vor allem wegen einer roten Karte und deshalb zweier verpasster Spiele etwas ab. Shaban Ismaili spielte in allen 12 Einsätzen durch, verschwand anschließend mysteriöserweise komplett aus dem Kader der RasenBallsportler. Auffällig die 30 Minuten durchschnittliche Spielzeit bei Stefan Kutschke, die ihn auch in Zahlen als Joker klassifizieren. Paul Schinke und Patrick Bick kamen jeweils lediglich auf 3 Einsätze und bleiben deshalb in diesen Statistiken außen vor.

Im Eishockey gibt es die schöne Statistik, die für jeden einzelnen Spieler ausweist, wieviele Tore und Gegentore bei seiner Anwesenheit auf dem Feld gefallen sind (gibt bestimmt auch noch einen tollen Namen für die Statistik). 7 eigene Tore und 5 Gegentore ergeben dementsprechend ein individuelles Torverhältnis von +2. Auf diese Art und Weise ergibt sich ein Nachweis individueller Effektivität. Das ist natürlich schwierig auf den Fußball zu übertragen, in der folgenden Tabelle habe ich es trotzdem versucht. In Klammern finden sich die jeweiligen, individuellen Gesamttordifferenzen für die Zeiten, in denen die jeweiligen Spieler auf dem Platz standen. Vor der Klammer wurde das ganze für eine Spielzeit von 90 Minuten berechnet. Daniel Frahn stand bspw. insgesamt 995 Minuten auf dem Platz und erzielte dabei eine Tordifferenz von insgesamt +11, macht für 90 Minuten 11*90/995=0,99 bzw. ein Tordifferenz pro 90 Minuten von +1.

  • Alexander Laas: +1,23 (+8)
  • Thomas Kläsener: +1,13 (+10)
  • Daniel Rosin: +1,10 (+11)
  • Daniel Frahn: +0,99 (+11)
  • Maximilian Watzka: +0,91 (+8)
  • Ingo Hertzsch: +0,77 (+8)
  • Sven Neuhaus: +0,75 (+12)
  • Lars Müller: +0,75 (+12)
  • Tim Sebastian: +0,75 (+12)
  • Stefan Kutschke: +0,72 (+3)
  • Nico Frommer: +0,66 (+8)
  • Shaban Ismaili: +0,58 (+7)
  • Benjamin Baier: +0,58 (+2)
  • Timo Rost: +0,53 (+7)
  • Carsten Kammlott: +0,21 (+2)
  • Steven Lewerenz: +0,15 (+1)
  • Tom Geißler: +0,00 (+0)

Vielleicht ist die Statistik im statistischen Sinne irrelevant, ‚interessante‘ Daten spuckt sie trotzdem aus. Dass Tom Geißler mit Abstand der in Zahlen ineffektivste Spieler ist, trifft sich mit dem subjektiven Spielempfinden. Carsten Kammlott und Timo Rost schneiden überraschend auch nicht sonderlich gut ab, während am oberen Ende ausgerechnet Alexander Laas thront, der im Verhältnis zur Einsatzzeit die meisten Gründe zur Freude hatte. Mit Kläsener, Rosin, Frahn und Watzka folgen Spieler, die man partiell vor der Saison als absolute Stammkräfte erwarten durfte, die dies aber aus verschiedenen Gründen nicht durchgängig waren. Problem der Statistik ist natürlich, dass die Stammkräfte Neuhaus, Müller und Sebastian per se den statistischen Mittelwert der Mannschaft tragen müssen, weil sie keine Minute verpasst haben und so auch keine Chance hatten vom Durchschnittswert nach oben oder nach unten abzuweichen.

Ähnlich ‚interessante‘ Statistik auch, wenn man einen Blick auf die individuell errungenen Punkte wirft. Jeder Spieler bekommt die Punkte zugeschrieben, die zum Zeitpunkt seines vom Platz Gehens auf dem Konto gestanden hätten. Geht ein Spieler nach 60 Minuten vom Platz, dann zählt der Punktestand aus der 60.Minute. Wird ein Spieler eingewechselt zählt der Punktestand von der 90.Minute (also dem Spielende), egal wie es zum Zeitpunkt der Einwechslung stand.

  • Daniel Rosin: 2,33 Punkte/ Spiel (28 Pkt.)
  • Maximilian Watzka: 2,23 Punkte/ Spiel (29 Pkt.)
  • Ingo Hertzsch: 2,00 Punkte/ Spiel (22 Pkt.)
  • Thomas Kläsener: 2,00 Punkte/ Spiel (22 Pkt.)
  • Daniel Frahn: 1,93 Punkte/ Spiel (29 Pkt.)
  • Alexander Laas: 1,91 Punkte/ Spiel (21 Pkt.)
  • Sven Neuhaus: 1,88 Punkte/ Spiel (30 Pkt.)
  • Lars Müller: 1,88 Punkte/ Spiel (30 Pkt.)
  • Tim Sebastian: 1,88 Punkte/ Spiel (30 Pkt.)
  • Shaban Ismaili: 1,83 Punkte/ Spiel (22 Pkt.)
  • Nico Frommer: 1,80 Punkte/ Spiel (27 Pkt.)
  • Timo Rost: 1,79 Punkte/ Spiel (25 Pkt.)
  • Steven Lewerenz: 1,55 Punkte/ Spiel (17 Pkt.)
  • Stefan Kutschke: 1,50 Punkte/ Spiel (18 Pkt.)
  • Carsten Kammlott: 1,43 Punkte/ Spiel (20 Pkt.)
  • Benjamin Baier: 1,33 Punkte/ Spiel (8 Pkt.)
  • Tom Geißler: 1,00 Punkte/ Spiel (11 Pkt.)

Auch hier steht Tom Geißler, der zum Zeitpunkt seines vom Platz Gehens im Schnitt mit einem mickrigen Unentschieden leben musste, ganz unten in der Tabelle. Ganz oben findet sich Daniel Rosin wieder, der unter anderem in den deprimierenden Partien gegen Wolfsburg und in Cottbus fehlen durfte. Auch Maximilian Watzka schneidet in dieser Statistik wie schon in der davor sehr gut ab. Bester Stürmer auch hier Daniel Frahn, nicht Nico Frommer und schon gar nicht Carsten Kammlott.

Die Statistiken sind natürlich genau genommen mathematisch-statistische Spielereien. Dennoch zeigen sie in der Tendenz, welche Spieler in ihren Einsatzzeiten auf besonders effektive Resultate zurückblicken können und welche Spieler eher durchschnittliche Resultate mitzuverantworten haben. Und Carsten Kammlott bspw. scheint im Vergleich zu Daniel Frahn bei nur leicht geringerer Einsatzzeit der wesentlich ineffektivere Spieler/ Stürmer zu sein. Und Daniel Rosin liegt deutlich über dem Schnitt der Mannschaft, während Timo Rost eher unterhalb des Durchschnitts abschneidet. Klar, man müsste immer noch gucken, welche Spiele jeder einzelne gespielt hat und was die Umstände waren, die zu den Zahlen führten. Trotzdem: Ansatzpunkte bietet die Statistik. Und sich Frahn, Rosin, Watzka oder auch Laas eher dauerhaft in die Startformation zu wünschen, scheint durch diese Statistik zumindest begründbar zu sein. Oder anders gesagt: würde man Rosins Punkte und Laas‘ Tore auf das gesamte Team und 17 Spiele hochrechnen, käme man auf 40 Punkte und +21 Tore, was in Bezug auf den Chemnitzer FC tatsächlich Augenhöhe bedeuten würde.

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