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Sportbloggerbeitrag 2011 und eine Umfrage bei rb-fans.de

Ein Jahr ist schnell vorbei und so steht sie wieder auf dem Programm, die Wahl des Sportblogger-Beitrags. Diesmal für das Jahr 2011. Vor 12 Monaten zeigte ein Artikel über die Formel Eins der Fußball-Prominenz die lange Nase. Dieses Jahr wird dies nicht passieren, denn es stehen nur Fußballbeiträge zur Auswahl. Organisiert wird das ganze aus dem eher losen Zusammenschluss namens Sportbloggernetzwerk heraus, dessen Logo sich ganz unten rechts auch auf diesem Blog finden lässt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Organisation der Wahl in diesem Jahr zu 99,9% an mir vorbeigerauscht ist.

Nichtsdestotrotz versammeln sich insgesamt 11 hocklassige Perlen der Sportblog-Kultur bei dieser Wahl, sodass es mir eine Freude ist, mit den Worten der Gastgeberin des diesjährigen Votings, der immer lesenswerten Jekylla von Fabulous Sankt Pauli zum Stöbern und Schmökern einzuladen:

Zum dritten Mal wählen wir also nun den Sportbloggerbeitrag des Jahres aus Dutzenden (!) von Vorschlägen innerhalb des Netzwerkes, quer durch die Sportbloggerwelt. Für 11 Beiträge mussten sich die vier Juroren entscheiden und glauben Sie mir: einfach war das nicht. (…) Wir vom Sportbloggernetzwerk hoffen auf rege Beteiligung und würden uns freuen, wenn Sie allen Beiträgen Ihre Aufmerksamkeit schenken und dabei vielleicht das eine oder andere Blog entdecken, dass noch genau in Ihren Feedreader passen würde.

Alle Blogkandidaten und die Einleitung sind hier gesammelt, einen etwas übersichtlicheren Überblick liefert die SPOX-Blogschau und zum Voting geht es hier. Die Abstimmung läuft bis zum 15.01.2012. Bietet gerade zum Wochenende genug Anlass zum freudvollen Schmökern.

Noch etwas kann ich für die freie Zeit sehr empfehlen (dauert auch nur 10 Minuten) und zwar eine Umfrage bei rb-fans.de [broken Link]. Diese ist die Folge einer längeren und in letzter Zeit immer intensiveren Auseinandersetzung im rb-fans.de- Forum um den vom Verein seit Saisonbeginn umfänglich durchgesetzten Begriff „Die Roten Bullen“. Dieser hat auf Fanartikeln und in Homepage-Artikeln, aber auch auf Spielankündigungen und Eintrittskarten den Vereinstitel RB Leipzig nahezu zu 100% ersetzt. Bei den einen erzeugt das Unmut, andere finden es egal, manch einer begrüßt es. Die sehr gut und professionell gemachte Umfrage soll quasi die intensive Debatte mit ein paar Zahlen unterstützen. Die Idee finde ich gut, auf die Ergebnisse bin ich gespannt. Und wenn sie vorliegen, werde ich sicherlich auch die Chance nutzen, ein bisschen eigene Meinung dazu unterzubringen.

Aber erstmal wünsche ich viel Spaß beim Lesen der Sportbloggerbeiträge und beim Ankreuzen.

Fan(streit)kultur

„Fans im Clinch“ titelte die LVZ letzte Woche Freitag. Womit man ein Thema aufgriff, welches bei rb-fans.de unter dem Titel „Fanblock -adé“ [broken Link] angesprochen wurde. Grundtenor: es gibt einen Konflikt zwischen den offiziellen Fanclubs (Fanclubs, die vom Verein anerkannt wurden und deshalb ein paar Privilegien genießen) und vereinsunabhänigen Fanclubs, die aus ersteren entstanden seien, aber ein weniger an Vereinskontrolle wünschten. Man habe unterschiedliche Ansichten zum Thema Fankultur bei RB. Der eine distanziere sich vom anderen, der andere fühle sich ungerecht behandelt, etc. Man möge doch bitte seine Streitigkeiten zumindest während der Spiele beiseite wischen und gemeinsam die Mannschaft unterstützen, so die Aufforderung des rb-fans-Beitrags.

Wer es genauer wissen will, der lese den oben verlinkten Text. Ich jedenfalls habe dazu inhaltlich nichts beizutragen, da ich vom Innenleben der Fanclubs und der Fankultur essenziell keine Ahnung habe. Grundsätzlich gesprochen wundert mich der publizierte Streit aber nun wirklich nicht, noch finde ich ihn sonderlich schlimm. Nicht nur, dass ich sowieso ein Anhänger von offener, inhaltlich begründeter Streitkultur bin, vielmehr noch finde ich es wenig überraschend, dass ein etwas über zwei Jahre alter Verein in Bezug auf seine Fankultur noch nicht ausgewachsen ist. Wenn man ehrlich ist funktionierte die Fan-Werdung gerade in der Anfangszeit (also vor der möglichen Entwicklung von Emotionen und Leidenschaft) doch höchst rational: für die einen war es das Ziel Bundesliga, für den nächsten gewaltfreier Fußball, für den anderen Fußball jenseits des Leipziger Dualismus, für einige Red-Bull-Sport-Populärkultur, für die allernächsten Leipzig. Ein buntes Potpourri an Gründen, sich RB Leipzig zuzuwenden. Und damit auch ein guter Ausgangspunkt für einen potenziellen Kampf um die Definitionsmacht in der Kurve. Also der Kampf darum, wie Fankultur aussehen sollte, was sie ausmacht, wie man sie lebt oder ganz banal, was man in der Kurve singt.

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Nachwuchs-Frühschoppen

Neben dem morgigen Liga-Heim-Auftakt von RB Leipzig gegen den Hamburger SV II gibt es ein weiteres zentrales Thema dieser Tage, die Eröffnung des neuen Trainingszentrums am Cottaweg [broken Link]. Das wird am Sonntag ab 9 Uhr mit einer Veranstaltung, die den Titel Frühschoppen trägt, eingeweiht. Wer das schmucke, neue Zweitwohnzimmer der RasenBallsportler erkunden will, wird dort ganz sicher auf seine Kosten kommen.

Neben einer öffentlichen Trainingseinheit der Pacultschen Männermannschaft, die hoffentlich nach einem Heimsieg am Tag zuvor locker auslaufen darf, steht ab 11 Uhr auch die Bundesliga-Premiere eines RB-Teams auf dem Programm. Die U17 empfängt aus diesem Anlass ihr altersmäßiges Pendant von Hannover 96. Was ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Jahre am Cottaweg sein dürfte, denn dort tummeln sich in Zukunft die Nachwuchsteams von RB Leipzig nicht nur zu Trainingszwecken, sondern auch zum Absolvieren ihrer Pflichtspiele. Was eventuell dazu führt, dass der eine oder andere Zuschauer, dem die Sportschule Abtnaundorf oder gar Delitzsch (U23) zu weit weg waren, die Spiele besucht. Zur Einstimmung auf die U17-Bundesligapremiere empfehle ich jedenfalls das entsprechende Interview mit dem neuen Trainer des Teams Olaf Holetschek auf der offiziellen Website von RB Leipzig [broken Link].

Wer dieses Interview bereits interessant findet, der wird restlos begeistert sei, von dem was uns die rb-fans.de im Vorlauf der neuen Nachwuchssaison ins virtuelle Haus geliefert haben, nämlich ein sehr schickes, zweiteiliges Interview mit RB-Nachwuchskoordinator Ivo Jungbauer [broken Link], das umfassend Aufschluss gibt über Philosophien, Strategien und Ziele in der Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig. Ein absoluter Lesetipp.

Der Nachwuchsbereich ist schon deswegen von besonderem Interesse, weil er für den Verein ein wichtiger Baustein bei der eigenen Identitätsfindung sein dürfte. Die letzten zwei Jahre zeigen jedenfalls, dass man sehr zielstrebig und (im Vergleich zum Männerbereich) auch mit konzeptioneller Kontinuität eine gesunde, sportliche Vereinsbasis aufzubauen sucht. Was Ivo Jungbauer nicht zu Unrecht zum freundlichen Selbst-Schulterklopfen animiert:

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Wochen(end)splitter II

Das Thema der Woche bei RasenBallsport Leipzig, zumindest wenn man Medienberichte als Maßstab nimmt, hieß Vertragsverlängerungen. Die täglich wechselnden Meldungen dazu, wer bleiben wird und wer nicht, dürften nicht gerade zu einer Leistungsexplosion bei RasenBallsport Leipzig führen. Was aktuell eigentlich unangebracht ist, geht doch die Saison gerade (wieder einmal) richtig los, bedenkt man, dass unter anderem der sportlich wertvolle Sachsenpokal (DFB-Pokal-Qualifikation!) mit dem Achtelfinale beim FC Sachsen nächste Woche erst jetzt ins Rollen kommt.

An den Gerüchten kommt man natürlich trotzdem nicht vorbei: Als gesichert gilt demnach, dass Daniel Rosin bleiben wird (BILD, 29.03.). Als gesichert gilt auch, dass RasenBallsport Leipzig zukünftig auf Ingo Hertzsch, Thomas Kläsener (beide BILD, 30.03.) und Lars Müller (LVZ, 01.04.) verzichten wird. Damit fällt fast eine komplette Abwehrkette und auch der Kern der RasenBallsport-Akteure der ersten Stunde weg.

Noch heftiger würde der Kaderumbruch ausfallen, bestätigten sich die Gerüchte, dass auch Nico Frommer (BILD, 31.03.), Benjamin Baier und Christopher Gäng (beide BILD, 30.03) keine Zukunft bei RasenBallsport Leipzig haben werden. Wochen(end)splitter II weiterlesen

Selbstreferenzielles

Da es ja auch manchmal schön ist, keinen eigenen Content erstellen zu ‚müssen‘, an dieser Stelle nur ein Lesehinweis. Das größte und wichtigste Forum von Anhängern von RB Leipzig rb-fans.de fragte vor kurzem für ein Interview an, worauf ich mich – geschmeichelt wie ich mich dadurch fühlte – freudig einließ. Und so traf ich mich mit Rumpelstilzchen und Rojiblanco zu einem interessanten und aufschlussreichen Abend, dessen Ergebnisse sich hier [broken Link] nachvollziehen lassen. Und wie das bei Interviews so ist, es gilt das gesprochene Wort. Sicher würde ich manche Sachverhalte hier im Blog anders, komplexer oder durchdachter beschreiben, aber gesprochen wird es nun mal verkürzter, aber auch lebendiger und wer das ganze genauer wissen will, muss sich halt hier durch die gesammelten Werke wühlen. Vielen Dank noch mal an die virtuellen Nachbarn.