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Ralf Rangnick zurück in der Gerüchteküche

Winterzeit, Gerüchtezeit. Die schönsten Gerüchte sind natürlich die namhaft-spektakulären. So wie in diesem Fall, in dem es um Ralf Rangnick geht. Dem war noch im Februar von SPOX in den Mund gelegt worden, dass er auf keinen Fall etwas mit RB Leipzig zu tun haben wolle. Nun kehrt Rangnick, nachdem er erst Ende September bei Schalke als Cheftrainer wegen Burnouts zurückgetreten war, wieder zurück auf die Fußballbühne, zumindest als Gerücht.

Die Sport BILD weiß mit heutigem Datum davon zu berichten, dass Rangnick nächstes Jahr wieder in den Beruf zurückkehren will. „Rangnick wieder da“ titelt es auf der Frontseite und im Innenteil gibt es ein fünf Tage altes Foto vor einem Salzburger Hotel. Vom eigentlichen Gerücht weiß die Sport BILD aber nichts, denn das kommt von gestern und aus Österreich, genauer von laola1.at [broken Link] und lautet in seinem Kern, dass Ralf Rangnick nicht zum Urlaub in Salzburg gewesen, sondern beruflicherweise mit Red Bull zusammengetroffen sei. Was ein wenig an die Geschichte des Treffens zwischen Mateschitz und Felix Magath erinnert, deren Wahrheitsgehalt in Bezug auf die beruflichen Aspekte ziemlich gering war. Inwieweit das mit Ralf Rangnick realistischer ist, bleibt unklar. In Frage kommende Posten wären dem Gerücht zufolge der Posten des Sportdirektors bei Red Bull Salzburg, der Trainerposten bei Red Bull Salzburg und die Funktion als Koordinator namens Head of Global Soccer Red Bull.

Trainer in Salzburg ist ganz aktuell eine unwahrscheinliche Variante, da Ricardo Moniz so fest im Sattel sitzt, wie schon seit Wochen nicht mehr. Also sehr fest. Der Job des Sportdirektors in Salzburg würde demnächst zumindest frei, da der aktuelle Stelleninhaber Hochhauser zum Jahresende offenbar wieder einmal seinen Posten räumt/ räumen muss. Ob Ralf Rangnick tatsächlich die eher administrative Rolle spielen könnte, mag ich nicht beurteilen. Bisher war er doch eher der Tüftler auf dem Platz. Andererseits wäre der Sportdirektoren-Posten in Salzburg wohl so etwas wie die softe Rückkehr in den Alltag des Profifußballs ohne den ganz großen Druck wie z.B. auf Schalke und unter einem Chef Mateschitz, der letztens erst in einem Interview [broken Link] verkündete, dass er kein Workaholic, sondern eher Qualitätsliebhaber sei. Was Ralf Rangnick eventuell als alltägliche Lebensphilosophie durchaus anspricht. Ralf Rangnick zurück in der Gerüchteküche weiterlesen

Nachwuchs-Frühschoppen

Neben dem morgigen Liga-Heim-Auftakt von RB Leipzig gegen den Hamburger SV II gibt es ein weiteres zentrales Thema dieser Tage, die Eröffnung des neuen Trainingszentrums am Cottaweg [broken Link]. Das wird am Sonntag ab 9 Uhr mit einer Veranstaltung, die den Titel Frühschoppen trägt, eingeweiht. Wer das schmucke, neue Zweitwohnzimmer der RasenBallsportler erkunden will, wird dort ganz sicher auf seine Kosten kommen.

Neben einer öffentlichen Trainingseinheit der Pacultschen Männermannschaft, die hoffentlich nach einem Heimsieg am Tag zuvor locker auslaufen darf, steht ab 11 Uhr auch die Bundesliga-Premiere eines RB-Teams auf dem Programm. Die U17 empfängt aus diesem Anlass ihr altersmäßiges Pendant von Hannover 96. Was ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Jahre am Cottaweg sein dürfte, denn dort tummeln sich in Zukunft die Nachwuchsteams von RB Leipzig nicht nur zu Trainingszwecken, sondern auch zum Absolvieren ihrer Pflichtspiele. Was eventuell dazu führt, dass der eine oder andere Zuschauer, dem die Sportschule Abtnaundorf oder gar Delitzsch (U23) zu weit weg waren, die Spiele besucht. Zur Einstimmung auf die U17-Bundesligapremiere empfehle ich jedenfalls das entsprechende Interview mit dem neuen Trainer des Teams Olaf Holetschek auf der offiziellen Website von RB Leipzig [broken Link].

Wer dieses Interview bereits interessant findet, der wird restlos begeistert sei, von dem was uns die rb-fans.de im Vorlauf der neuen Nachwuchssaison ins virtuelle Haus geliefert haben, nämlich ein sehr schickes, zweiteiliges Interview mit RB-Nachwuchskoordinator Ivo Jungbauer [broken Link], das umfassend Aufschluss gibt über Philosophien, Strategien und Ziele in der Nachwuchsarbeit bei RB Leipzig. Ein absoluter Lesetipp.

Der Nachwuchsbereich ist schon deswegen von besonderem Interesse, weil er für den Verein ein wichtiger Baustein bei der eigenen Identitätsfindung sein dürfte. Die letzten zwei Jahre zeigen jedenfalls, dass man sehr zielstrebig und (im Vergleich zum Männerbereich) auch mit konzeptioneller Kontinuität eine gesunde, sportliche Vereinsbasis aufzubauen sucht. Was Ivo Jungbauer nicht zu Unrecht zum freundlichen Selbst-Schulterklopfen animiert:

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