RasenBallsport Leipzig vs. Ferencvaros Budapest 1:1

Testspiel Nummer 5, diesmal gegen Ferencvaros Budapest, ungarischer Erstligist mit klangvollem Namen. Zwei Verletzte (Knöchelverletzung und Nasenbeinbruch!) und ein Spielabbruch wegen Hagels waren die spektakulären Begleiterscheinungen des Unentschiedens. RB Leipzig (diesmal wieder mit Timo Rost) begann wie schon im letzten Test gegen Cluj mit drei Spitzen, deren taktische Ausrichtung auf dem Feld mir immer noch unklar ist (Frahn vermutlich im rechten Mittelfeld). Mit Frommers Verletzung nach einer halben Stunde war das Experiment aber wieder beendet, da mit Geißler ein gelernter Mittelfeldspieler das 4-4-2 komplettierte. In der zweiten Hälfte testete Trainer Oral dann Benjamin Bellot, derzeit Torhüter Nummer 2, notgedrungen auf der Position des rechten Verteidigers. Interessante taktische Variante, die die defensiven Gegner in der Regionalliga zusätzlich unter Druck setzen könnte..

Aufstellung 1.Halbzeit: Neuhaus – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Lewerenz, Rost, Laas, Frahn – Kammlott, Frommer (29. Geißler)

Aufstellung 2.Halbzeit: Neuhaus – Rosin (70. Bellot), Hertzsch, Buszkowiak, Franke – Watzka, Bick, Baier, Geißler – van den Bosch, Kutschke

Links: RBL-Bericht [broken Link], Ferencvaros-Bericht [broken Link]

Fußballalltag

Es ist ja auch ein bisschen Sommerloch, deswegen sei mir an dieser Stelle gestattet, Ihnen ach lieber Guido Schäfer auf diesem Wege mitzuteilen, dass ich sehr froh bin, dass Sie nun nicht mehr über verlorengegangene Bafana-Bafana-Trikots schreiben müssen, sondern sich wieder in den spannenden Niederungen des aktuellen Leipziger RasenBallsports suhlen dürfen. Die letzten Wochen, in denen man in ihrem Stammblatt Leipziger Volkszeitung ‘dank’ ihrer Abwesenheit nur Artikel über RB Leipzig lesen durfte, deren Inhalt man schon von der Vereins-Homepage kannte, waren sehr hart. Zumal die Homepage auch in dieser Zeit in ihrer fast schon traditionellen Art eher spärlich bestückt war.. Willkommen zurück im großartigen Fußballalltag.

RasenBallsport Leipzig vs. CFR 1907 Cluj 1:2

Das 4. Testspiel, die erste Niederlage und mit dem rumänischen Meister der erste hochklassige Gegner, der allerdings über weite Teile des Spiels hauptsächlich mit Spielern aus der 2.Reihe auflief. Nicht eingesetzt wurden von Trainer Oral Timo Rost, der offenbar immer noch verletzt ist und Sebastian Albert, der sich vermutlich eine Blessur abgeholt hat. Aufgrund des Ausfalls von Albert durfte Ismaili 90 Minuten spielen, während alle anderen Feldspieler jeweils nur eine Halbzeit lang auf dem Platz standen. RasenBallsport Leipzig vs. CFR 1907 Cluj 1:2 weiterlesen

Fußball und Retorte

Sie sprechen häufig von “Unser Projekt” oder “Unsere Vision”. Aber hatten Sie keine Skrupel, dass Sie als Kind eines Traditionsvereins wie dem FSV zu einem Retortenklub gehen?
Überhaupt keine Skrupel! Tradition ist etwas Schönes – aber sie darf im Fußball nicht zum Totschlag-Argument verkommen. Es gibt so viele Traditionsvereine, die sich nicht mehr erholen, weil sie von der Tradition erdrückt werden. Ungeduldige Fans, die noch immer von der goldenen Vergangenheit träumen. Eingefahrene Strukturen. Selbstdarsteller, die ins Rampenlicht wollen. Dann ist mir ein Projekt wie RB Leipzig lieber, bei der in einer Stadt, die nach Fußball lechzt, etwas mit Substanz geschaffen wird. (Tomas Oral gegenüber spox.com)

Womit Tomas Oral in dieselbe Kerbe schlägt wie vorher schon Huub Stevens und Dietmar Beiersdorfer. Gelebte Fußballkultur ist das Zauberwort, das Substanz, professionelles Arbeiten und Erfolgsorientierung impliziert.

games (endlich) over

Aus, aus, aus, Spanien ist Weltmeister. Naja, ganz so spannend war das diesjährige Turnier der besten Fußballnationalmannschaften dann doch nicht, dass man in große Euphorie verfallen müsste. Dass Spanien völlig verdient Weltmeister geworden ist, passt da irgendwie ins Bild. Nicht dass ich ihre spielerische Qualität anzweifeln wollen würde, aber mit dem formschwachen und zudem durch diverse Auswechslungen leicht demontierten Torres fehlte selbst den Spaniern das Puzzleteil, das aus ihrem ansehnlichen Gekicke ein torgefährliches Gekicke macht. David Villa, lange Zeit auf dem Weg zum besten Spieler des Turniers verblasste in dem Moment, als er die Rolle von Fernando Torres in der Sturmzentrale spielen sollte. Und trotzdem wäre alles andere als der Titel ungerecht gewesen, auch wenn es die Niederländer überraschend gut verstanden, lange Ballstafetten der Spanier zu unterbinden und sogar selbst einige große Chancen kreierten. Dass die Spanier im Angesicht der rustikalen Spielweise der Niederländer in alte Muster des Lamentierens und lange Bälle Schlagens verfielen, zeigte relativ eindrücklich, dass auch dieses Team nicht unschlagbar ist.

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Ungeziefer

Bisher wurden in dieser brachialrhetorischen Rubrik eher Leichtgewichte behandelt. Bei allem subjektiven Kopfschütteln über die Inhalte und Denkfiguren, die sich hinter den grenzdebilen Figuren und den korrumpierten Opportunisten verstecken, werden darin nicht die Grenzen des fußballbezogenen, tolerierbaren Geschmacks überschritten, was sich auch darin begründet, dass sich in den Begrifflichkeiten eine rhetorische Kreativität ausdrückt, die jenseits des Inhalts noch Spaß macht und aus der man zumindest ablesen könnte, dass hier diejenigen, die (ab)qualifiziert werden sollen als (wenn auch uniforme) Menschen wahrgenommen werden.

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Bornaer SV vs. RasenBallsport Leipzig 0:10

Nächstes Testspiel, nächste Chance einer jeweils 45 Minuten dauernden, praktischen Trainingseinheit für den kompletten (gesunden) Kader. Timo Rost und Paul Schinke fehlten verletzungsbedingt. Neue Erkenntnisse nach dem Eilenburg-Test: Lewerenz durfte testweise einen (vermutlich sehr offensiven) Rechtsaußen und Daubitz als Testspieler für den Sturm offenbar (wenn ich die Aufstellung richtig interpretiere) einen Linksaußen mimen. Heraus sprangen 10 Tore und ein sich anschließender trainingsfreier Tag, bevor es heute ins Trainingslager geht, wo sich wohl langsam so etwas wie eine Stammformation herauskristallisieren dürfte.

Aufstellung 1.Halbzeit: Neuhaus – Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller – Lewerenz, Bick, Laas, Geißler – Kammlott, Frommer

Aufstellung 2.Halbzeit: Hammel – Albert, Hertzsch, Buszkowiak, Franke – Watzka, Baier, Rosin, Daubitz – Frahn, Kutschke

Link: RBL-Bericht [broken Link]

SV "Blau-Weiss ’90" e.V. Neustadt (Orla) vs. RasenBallsport Leipzig 0:1

Das Testspielleiden geht weiter. Diesmal mit 22 eingesetzten Spielern. Im Vergleich zum letzten Test ergaben sich keine eklatanten Veränderungen in der Grundstruktur der Mannschaft. Vermutlich gab Geißler aber in seinem Auftritt nicht den offensiven, sondern den linken Mittelfeldspieler, während wahrscheinlich Baier rechts und Lewerenz offensiv oder eventuell auch andersherum spielten. Ansonsten ändert sich nichts grundsätzliches an den Kadererwägungen im Anschluss an das letzte Testspiel.

Die Aufstellung der ersten Hälfte: Neuhaus – Ismaili, Hertzsch, Sebastian, Franke – Lewerenz, Rost, Baier, Geißler – Kutschke, Frommer

Und die Aufstellung der zweiten Hälfte: Bellot – Albert, Kläsener, Buszkowiak, Müller – Watzka, Rosin, Bick, Laas – Frahn, Kammlott

Links: RBL-Bericht [broken Link], Neustadt-Bericht [broken Link]

(Gescheiterte) Finalisten

Ach liebe deutsche Fußballnationalmannschaft: Ein bisschen war es wie vor zwei Jahren beim EM-Finale. Nach dem Spiel waren Sie natürlich enttäuscht, aber auch wiederum nicht so richtig. Keine dicken Tränen, die aus den Gesichter rollerten, keine Spieler, die minutenlang völlig zerstört am Boden lagen. Was auch nachvollziehbar ist, denn Sie hatten gerade ein Spiel verloren, in dem man nie das Gefühl gewann, dass Sie eine Chance auf den Sieg hätten. Was wiederum komisch ist, bedenkt man, dass Ihre spanischen Kontrahenten ‘nur’ durch einen Standard das Spiel entschieden. Einen Standard, bei dem man nie und nimmer den Herrn Puyol derartig frei zum Kopfball kommen lassen darf. Denn, auch wenn Ihr Spiel sicherlich nicht sehr gut war, lief doch eigentlich vieles für Sie. Die Spanier spielen und spielen, ohne aus ihrem perfekt organisierten Spiel das entscheidende Tor zu kreieren (was auch an einem fehlenden Torres in Top-Form lag) und je länger das Spiel dauert, desto eher könnte ein schneller Konter die Spielanteile auf den Kopf stellen. Von daher hatten Sie sicher die große Chance, den großen Spaniern ein Bein zu stellen. Sie hätten vielleicht einfach mehr dran glauben müssen. (Gescheiterte) Finalisten weiterlesen

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