Presse 05.10.2015

Gestern das ziemlich verrückte 3:2 von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg. Nach einer ganz frühen roten Karten wegen Notbremse gegen Gäste-Innenverteidiger Georg Margreitter und daraus resultierender 1:0-Führung hatten die Gastgeber das Spiel gegen nur auf Schadensbegrenzung bedachte Gäste lange komplett im Griff und mit dem 3:0 nach einer Viertelstunde praktisch schon entschieden. Zwei Standards brachten Nürnberg in der zweiten Hälfte aber noch mal zurück und sorgten dafür, dass Leipzig die Partie in der Schlussviertelstunde mit wenig Souveränität über die Runden zittern musste.

Dominik Kaiser per Foulelfmeter und zweimal Davie Selke krönten die Vorstellung der ersten Halbzeit. Die eingewechselten Dave Bulthuis und Niclas Füllkrug köpften in der zweiten zwei Freistöße ein. Schiedsrichter Christian Dingert pfiff zudem korrekterweise auf beiden Seiten je einen Treffer ab. Einmal wegen gefährlichem Spiel ein Seitfallzieher-Traumtor von Marcel Halstenberg. Und das zweite Mal in der Nachspielzeit der Partie eine deutliche Abseitsstellung von Niclas Füllkrug.

Marvin Compper feierte nach längerer Verletzungspause sein Comeback bei den Profis und kam zu seinem ersten Saisoneinsatz. Neben Emil Forsberg, der wegen Oberschenkelproblemen auch seine Nationalmannschaftsreise mit Schweden abgesagt hat und den länger verletzten Boyd, Nukan und Strauß fehlte auch Peter Gulacsi kurzfristig (Magen-Darm-Infekt) und Rani Khedira wegen einem Muskelfaserriss.

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Männerfußball

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg (04.10.2015, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Davie Selke.]

Weiter geht es in der dynamischen Zweitligahatz mit dem 10. Spieltag und damit dem letzten vor der zweiten Länderspielpause der Saison. Wie immer ein Spieltag, bei dem alle bemüht sind, mit einem möglichst positiven Gefühl in die zwei pflichtspiellosen Wochen zu gehen. Und ein positives Gefühl gibt es rund um RB Leipzig wohl nur, wenn man nach dem Nackenschlag des Unentschiedens bei 1860 München, das vor allem aufgrund der Art und Weise des Kassierens von Gegentoren ein ungutes Gefühl hinterließ, bei einem Heimsieg.

Leipzig gegen Nürnberg, das ist das Duell zweier Tabellennachbarn, die mit jeweils 14 Punkten zur breiten Masse an Mittelfeldclubs gehören, die es sich hinter dem Spitzenquartett gemütlich gemacht haben, aber von ihrem Selbstverständnis her eher nach oben schielen als nach unten. Was für den RasenBallsport natürlich noch viel mehr gilt als für den Club, der als gefühlter Bundesligist und trotz immer mal wieder aufscheinender finanzieller Probleme die zweite Liga aber auch eher als unter seinem Niveau zu empfinden scheint.

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Presse 02.10.2015

Zwei Tage noch bis zum Spiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Nürnberg. Angesichts von beiderseits schon vier Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge ein richtungsweisendes Spiel. Wer verliert, versinkt vorerst im Tabellenmittelfeld. Noch nicht vorentscheidend, aber nach 10 Spieltagen durchaus schon aussagekräftig. Bei RB setzt man deswegen natürlich auf die Siegkarte und glaubt, dass man mit der Fokussierung auf die eigenen Stärken in der Balleroberung und bei Nutzen entsprechender Tormöglichkeiten gute Siegchancen hat.

Auf Leipziger Seite einige Fragezeichen aufgrund von verletzten und angeschlagenen Spielern. Strauß, Nukan und Boyd sowieso verletzt. Dazu kommt sicher Rani Khedira (Muskelfaserriss). Angeschlagen zudem Emil Forsberg, Anthony Jung, Yussuf Poulsen und Massimo Bruno. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen wird dabei aber wohl nur Emil Forsberg. Gerade Poulsen und Bruno sollten bis Sonntag wieder zur Verfügung stehen.

Nürnberg sieht sich in Leipzig (natürlich) nicht chancenlos und will vor allem verhindern, dass RB Leipzig ins Spielen kommt. Ob Thorsten Kirschbaum im Tor steht oder Raphael Schäfer, ist noch nicht entschieden. Ausfallen werden verletzungs- bzw. krankheitsbedingt Jürgen Mössmer und Sebastian Kerk. Nicht mitspielen werden auch Ex-RB-Stürmer Stefan Kutschke und Robert Koch, die es laut BILD nicht in den Spieltagskader geschafft haben und am Wochenende höchstens mit der zweiten Mannschaft des Vereins unterwegs sein werden.

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10.Spieltag – 2.Bundesliga 2015/2016

Neun Spieltage sind schon absolviert. Und erstaunlicherweise gab es bisher in den Ligaspielen noch bei keinem Verein einen Torwartwechsel. Nicht wegen Verletzungen, nicht wegen Platzverweis und auch nicht aus Leistungsgründen. 18 Torhüter, die bisher in neun Spielen komplett 90 Minuten lang im Tor standen.

Zum Vergleich: Bei den Feldspielern sind nach neun Spielen noch 24 übrig geblieben, die bisher durchgängig auf dem Platz standen. Spricht, jeder Verein hat bis jetzt im Schnitt einen Torwart und reichlich einen Feldspieler 9 mal 90 Minuten durchspielen lassen. Bei RB Leipzig heißt der Feldspieler im Übrigen Willi Orban. Aber das nur nebenbei.

Die diesjährige Torhüterklasse besteht zumindest zur Hälfte aus Spielern des letzten Jahres. Denn neun der aktuellen Stammkeeper standen auch letzte Saison schon in mindestens der Hälfte aller Saisonspiele im Kasten: Orlishausen, Coltorti, Hesl, Zimmermann, Himmelmann, Gikiewicz, Rensing, Haas und Luthe.

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Presse 01.10.2015

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über die Inhalte des Treffens der Leipziger Vereinsspitze mit Dietrich Mateschitz. Im Teil mit Ralf Rangnick sei es weniger um aktuelle sportliche Fragen als vielmehr um Fragen der Etatplanung gegangen.

Zudem haben laut dem Blatt die Auswertungen des Spiels bei 1860 München zur Erkenntnis geführt, dass der Ball zu lange gehalten wurde und man zu wenig Balleroberungen gehabt habe. Nicht ganz unnormal eigentlich gegen einen tief verteidigenden Gegner, der viele lange Bälle spielt..

BILD stellt derweil Willi Orban nach zwei entscheidenden Patzern in den letzten zwei Spielen in Frage. Ralf Rangnick mag allerdings im Kicker nicht „über einzelne Spieler“ sprechen, da bei beiden Gegentoren in München mehrere Spieler beteiligt gewesen seien.

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Ein bisschen mehr Darmstadt wagen

Sinngemäß hatte Ralf Rangnick in der Pressekonferenz vor dem Spiel bei 1860 München von seinen Spielern gefordert, dass man bei Fouls nicht versuchen solle, auf den Beinen zu bleiben, sondern fallen müsse, um auch den entsprechenden Pfiff zu kriegen. Was irgendwie nach einer unfairen Anweisung klingt, ist eher das konsequente Eingehen auf so etwas wie die moderne Fußballlogik und Schiedsrichterlinie.

Man nehme prototypisch eine Szene aus dem Freiburg-Spiel, als Davie Selke im Strafraum bei einer Flanke (es möge auch ein Standard gewesen sein) von hinten von seinem Gegenspieler mit einem Arm deutlich umklammert und festgehalten wird. An den Ball, der durchaus in Selkes Richtung unterwegs war, konnte der Angreifer deshalb nicht entscheidend herankommen.

Einen (Elfmeter-)Pfiff gab es in dieser Situation nicht. Natürlich nicht möchte man hinzufügen, auch wenn die Aktion irgendwo im Mittelfeld wohl durchaus in einigen Fällen gepfiffen worden wäre. Denn für ein Foul fehlte ja das Hinfallen. Angesicht des sichtbar und eher fest denn locker um den Gegner geschlungenen Arms wäre ein Elfmeterpfiff schon sehr viel wahrscheinlicher gewesen, wenn Selke dem Druck des Arms folgend nach hinten umgefallen wäre.

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Presse 30.09.2015

100 Tage Ralf Rangnick als Coach bei RB Leipzig. Zeit für Zwischenanalysen bei Mitteldeutscher Zeitung, LVZ und BILD. Mit dem überraschenden Fazit, dass die Bilanz durchwachsen ist. Für BILD ein so überraschendes Fazit, dass man es sogar hinter einer Paywall versteckt.

Interessantester Aspekt der drei Artikel vielleicht die nachvollziehbare Anmerkung der LVZ, dass der Komplettaustausch der Verantwortlichen rund um die Profimannschaft im Sinne Rangnicks dazu führe, dass es keine förderliche Reibung mehr gebe.

Ralf Rangnick sieht selbst via BILD eine Entwicklung, die „in die richtige Richtung geht“, weil man erst ein Spiel verloren habe. Tore müsse man halt mehr schießen und die entsprechenden Punkte einfahren.

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Was von der englischen Woche bleibt

Am neunten Spieltag war es dann auch für das letzte Team der Liga mit der weißen Weste vorbei. Nur der VfL Bochum fehlte noch mit einer Niederlage. Und kassierte sie gegen den 1.FC Kaiserslautern. Ein Spiel, bei dem man die Erfahrung machte, die man als eines der aktuellen Topteams der Liga in Zukunft vielleicht noch öfters machen wird, nämlich einen defensiv stehenden, kompakten Gegner bespielen zu müssen. Eigentlich hat man in Bochum mit den permanenten Sprints in die Schnittstellen gute Möglichkeiten solche Systeme auszuhebeln, aber dass sie sich damit trotzdem schwer tun, ist durchaus nachvollziehbar.

In Kaiserslautern hat man sich mit dem Trainerwechsel zu Konrad Fünfstück nicht nur für einen Nachwuchsmann entschieden, sondern sich auch vorerst in die taktische Einheit der zweiten Liga eingereiht. Sicherheit geht vor Spielaufbau. Sprich, im Fall der Fälle wird der Ball nach vorne geschlagen und nicht getragen. Dazu Fokus auf eine kompakte Defensive und Umschaltspiel und fertig ist das, was in dieser Liga sowieso 80% der Teams spielen. In Kaiserslautern war man schon in der Anfangsphase der Saison unter Runjaic ein wenig vom Ballbesitzfußball der letzten Saison abgerückt, unter Fünfstück könnte der Prozess beschleunigt werden. Auch wenn es nach einem Spiel etwas schwierig ist zu beurteilen, wofür ein Trainer steht.

Mit Kosta Runjaic erwischte es also in der englischen Woche nach Norbert Düwel den zweiten Coach der Liga. Der Druck aus dem Umfeld war zu groß geworden. Die Sache hatte seit dem Nichtaufstieg in die Bundesliga und entsprechend einer Saison, die bei den Fans als Enttäuschung im Gedächtnis blieb, bei den sportlich Veranwortlichen allerdings trotzdem als Erfolg angesehen wurde, eine offenbar unstoppbare Eigendynamik angenommen, an der auch ein Runjaic nicht vorbeikam.

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Presse 29.09.2015

Nach der englischen Woche ist mal wieder ein wenig Zeit zum Durchschnaufen. Bzw. sich mit Dingen zu beschäftigen, die nicht alle mit dem Tagesgeschäft zu tun haben (auch wenn medialerseits noch ein paar Aufarbeitungen des RB-Spiels in München dran sind). Bei RB Leipzig ist zudem heute trainingsfrei, sodass in diesem Bereich auch Ruhe herrscht.

Nicht ganz so ruhig wird es für die Vereinsführung zugehen, die morgen bei Dietrich Mateschitz antanzt und mit ihm den Stand der Dinge bespricht. Dabei geht es laut LVZ um die sportliche Lage, um den Ausbau der Red Bull Arena (soll um 10.000 Plätze größer werden), einen Nachfolger für Marketingchef Jörg Kurzeja und um die Doppelrolle von Ralf Rangnick, die der nächste Saison nicht mehr bekleiden will.

Kapitän Dominik Kaiser erklärt via BILD noch mal, dass einer zügigen Verlängerung seines Vertrags seinerseits nichts im Wege steht. Dazu sieht er sein RB-Team zu leichte Tore kassieren und vorn nicht effizient genug sein. Dass man sich selbst „nicht als Aufstiegsfavorit“ sieht, ist dann vielleicht etwas arg viel Understatement.

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