Archiv der Kategorie: Personalkarussell

Konkurrenzkampf

„Ich bin Innenverteidiger, brauche Zweikämpfe. In der Regionalliga werde ich da hoffentlich auch wieder spielen.“ (Ingo Hertzsch in der LVZ vom 26.04.2010)

Ich bin natürlich kein Prophet, aber wenn RasenBallsport Leipzig für die neue Saison tatsächlich nach Spielern der Sorte Di Gregorio Ausschau hält, dann könnte es auch für den Ex-Nationalspieler und RB Leipzig – Kapitän Ingo Hertzsch knapp werden mit einem Stammplatz in der Innenverteidigung. Zumal er nicht unbedingt zu den begnadetsten Spieleröffnern des Planeten gehört. Tjaja, der Konkurrenzkampf der neuen Saison könnte Spieler auf die Bank oder in ungeliebte Positionen spülen, die im Moment noch gar nichts davon ahnen..

Keine Transfergerüchte mehr: Garbuschewski, Möckel

Naja, dass Garbuschewski zu RB Leipzig kommt, war ja kein richtiges Gerücht, aber nun sind auch die theoretischen Überlegungen ad acta zu legen, da Ronny Garbuschewski für ein weitere Jahr plus Option für mehr in Chemnitz unterschrieben [broken Link] hat, was für ihn vermutlich gar nicht so unvernünftig ist. Gar nicht mal unwahrscheinlich, dass die Option für mehr vom Aufstieg der Chemnitzer in die 3.Liga abhängt. Wenn dem so sein sollte, dann entspräche das zumindest der knurrig-kämpferischen Art mit der der Trainer der Himmelblauen Gerd Schädlich auf die vermutete Übermächtigkeit der RasenBallsportler in der kommenden Regionalliga-Saison zu reagieren pflegt („Ob es eine Übermannschaft ist, wird sich zeigen. Das Problem interessiert mich nicht.“ [broken Link]) und aus der man schließen kann, dass man nächstes Jahr für RasenBallsport Leipzig ein harter Gegner im Kampf um den Aufstieg wird.

Neben Garbuschewski wird ein weiterer Ex-Leipziger in diesem Jahr wohl definitiv nicht zurück nach Leipzig wechseln. Jens Möckel wird entgegen meines Wunsches oder entsprechend meiner Befürchtungen ein weiteres Jahr für Rot-Weiß Erfurt spielen, da der Verein eine entsprechende Vertragsoption gezogen [broken Link] hat.

Transfergerüchte: das Ahlen-Trio

Die Ahlener Zeitung vom 19.04.2010 bringt gleich drei Spieler vom Zweitligaabsteiger Rot-Weiß Ahlen bei RasenBallsport Leipzig ins Gespräch. Hintergrund des Gerüchts: der sportliche Leiter von RB Leipzig Joachim Krug ist ehemaliger Trainer und Manager von RW Ahlen und berät laut Presseartikel zwei der drei in Frage kommenden Spieler. Nun denn, der Reihe nach:

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Kaderschmiede 2010/2011

Da sich die Saison in ihrem sportlichen Wert langsam (oder eher schnell) dem Ende zuneigt, werden die nächsten Wochen wohl der Frage bzw. den Spekulationen gewidmet sein, wie der Kader von RasenBallsport Leipzig in der nächsten Saison aussehen mag. Sportdirektor Krug sprach in der LVZ davon, dass man alle Positionen mindestens doppelt besetzen, also mit 23 bis 25 Spielern in die neue Saison gehen möchte. Wer ist (scheint) also für die nächste Saison sicher, wer muss zittern, wer muss gehen? Und bis in welche Liga könnten die Spieler die sportliche Entwicklung des Vereins mitgehen? Und dies alles vor dem Hintergrund, dass die derzeitige Zweite wohl wieder die Erste vom SSV Markranstädt wird und sicher den einen oder anderen Ergänzungsspieler von RB Leipzig eine neue Heimat bieten wird (nämlich die alte).

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Transfergerüchte: Garbuschewski

Ronny Garbuschewski (Quelle: Freie Presse vom 06.04.2010 [broken Link]): Ok, das Gerücht ist kein richtiges Gerücht, sondern besteht praktisch nur daraus, dass Spieler und Verein im selben Artikel genannt werden. Andererseits ist der Flanken- und Standardgott Ronny „the Porsche“ Garbuschewski wohl für viele Vereine interessant, zumal sein Vertrag im Sommer ausläuft. Bei RasenBallsport Leipzig besteht außerdem auf der rechten Seite, der Seite Garbuschewskis Handlungsbedarf. Egal ob Hertzsch oder Albert zusammen mit Höfler oder Juraschek oder Lerchl die rechte Seite beackert, das empfiehlt sich alles noch nicht recht für höheres. Für Garbuschewski spricht sein jugendliches Alter, seine hervorragenden technisch-kreativ-offensiven Fähigkeiten, seine direkte Torgefahr und seine Leipziger Herkunft. Gegen ihn sprechen sein meist dürftiger Defensivgeist und der Schlendrian, der immer dann einsetzt, wenn es nicht läuft oder er kämpfen müsste. Zudem steht RasenBallsport wohl bereits intensiv mit Maximilian Watzka im Kontakt, der praktisch die selbe Position beansprucht wie Garbuschewski. Will man Spektakel, sollte man „the Porsche“ ein Angebot machen; sucht man Solidität und Stabilität, dann sollte man Watzka verpflichten. Ich tendiere auch zu Zweiterem.

Bewerbungsschreiben Heiko Weber

In welcher Liga wollen Sie anfangen?
Ich bin niemand, der gleich in der ersten Liga einsteigen möchte. Sogar Klaus Augenthaler oder Wolfgang Wolf arbeiten inzwischen in der dritten Liga. Es muss aber ein Verein sein, der ein Ziel hat und sich in den nächsten zwei bis drei Jahren entwickeln will.
Klingt nach Rasenballsport Leipzig?
Reizen würde mich die Aufgabe schon. Das wäre eine Überlegung wert, falls sie sich melden.
(Heiko Weber in der Ostthüringer Zeitung vom 03.04.2010)

Also, entweder Heiko Weber hat schon fortgeschrittene Kontakte zu RB Leipzig und redet deswegen immer wieder freimütig über sein Interesse oder er möchte eindringlich mit Zäunen winken, weil er weiß, dass Tino Vogel mit seiner derzeitigen Trainerlizenz nur noch in der Regionalliga für RasenBallsport arbeiten kann. Zweiteres könnte seine Chancen bei den RB-Verantwortlichen allerdings nachhaltig schmälern. Personalien werden bei Red Bull (richtigerweise) nicht so gern öffentlich verhandelt.

Transfergerüchte: Weber, Ziegner, Rösler

Heiko Weber (Quelle: Thüringer Landeszeitung vom 29.03.2010): Weber scheidet als Sportchef von Carl Zeiss Jena aus und sucht ab dem Sommer eine neue Herausforderung. Derzeit macht er nebenbei den Fußball-Lehrerschein, der zum Trainieren von Bundesligamannschaften berechtigt. Tino Vogels A-Lizenz würde nur noch für die Regionalliga reichen, eine Tatsache, die in der nächsten Saison für sehr viel Unruhe bei RasenBallsport Leipzig sorgen dürfte. Von der Seite her entbehren Gerüchte über einen neuen RB-Trainer wohl ganz grundsätzlich nicht der Grundlage.

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Transfergerüchte: Frahn

Daniel Frahn (Quelle: Guido Schäfer in der LVZ vom 15.03.2010):  Junger Stürmer (22 Jahre), der Babelsberg 03 in dieser Saison offenbar im Alleingang in die 3.Liga schießen will. 18 Tore in 22 Spielen sind eine irre Quote und machen natürlich auf sich aufmerksam. Möglicherweise funktioniert Frahn aber auch nur im System Babelsberg, eine Mannschaft, die sich mit wenig Druck von außen in den letzten Jahren einspielen durfte und nun die Früchte ernten könnte. Sollten die 03er diese Saison aufsteigen, wird Frahn wohl auch bleiben und sich im Profifußball zeigen wollen. Sollte Babelsberg den Aufstieg noch verspielen, könnte es ihm aber auch nach einer Luftveränderung dürsten. Dann hätten die Bullen wohl gar nicht so schlechte Karten, ihn zu verpflichten. Haken daran: Frahn hat noch Vertrag bis 2011, wäre diesen Sommer also nur gegen Ablöse zu haben, die allerdings den Babelsbergern gar nicht ungelegen kommen könnte. Fazit: interessanter Stürmer, von dem niemand weiß, ob er sich auch bei etwas stärkerem Druck von außen und harter Konkurrenz innerhalb der Mannschaft durchsetzen würde.

Transfergerüchte: Watzka, Geißler, Möckel, Fillinger

Maximilian Watzka (Quelle: Guido Schäfer irgendwann in der LVZ): einer für das rechte Mittelfeld, das bei RasenBallsport derzeit von Toni Jurascheck und Michael Lerchl nicht sonderlich stark besetzt ist. Watzka kommt aus Leipzig, kommt vielleicht gerne wieder zurück, ist im besten Fußballalter und ablösefrei zu haben. Ob er allerdings die Qualitätsstandards der sportlichen Leitung von RasenBallsport erfüllen kann, bliebe abzuwarten. Meiner Meinung nach reicht sein Potenzial nicht viel weiter als bis ins obere Mittelfeld der 3.Liga.

Tom Geißler (Quelle: Guido Schäfer irgendwann in der LVZ): spielt derzeit in Koblenz linken Verteidiger, gehört aber sicher eher ins Mittelfeld. Träfe auf der linken Seite auf die Herren Schumann, Streit und Müller, zu denen er sicher eine ernstzunehmende Alternative wäre. Lange Jahre Zweitligaerfahrung (Aue, Osnabrück, Koblenz), leider auch viele Verletzungspausen. Kommt aus Leipzig, möchte vll. wieder zurück? Sportlich sicher ein interessanter Spieler, der bis ins obere Mittelfeld der 2.Liga mithalten könnte. Leider noch Vertrag bis 2011 und wenn man der bisherigen RasenBallsport-Linie folgt, dann wird man wohl für neue Spieler auch beim Regionalliga-Aufstieg keine Ablsöe bezahlen.

Jens Möckel (mein Vorschlag): junger Innenverteidiger mit Potenzial, derzeit in Erfurt unter Trainer Hörgl nicht immer erste Wahl. Einer, der sich immer reinhängt und die dünn besetzte und leicht überalterte Abwehr verstärken könnte, zumal er Situationen, in denen er nur auf der Bank sitzt als Herausforderung nimmt, an sich zu arbeiten und sich zu verbessern. Sympathischer, ehrgeiziger Spieler, der aus Leipzig kommt und vll. auch wieder zurück will? Problem: vereinsseitig besteht die Option, den Vertrag mit Möckel um ein Jahr zu verlängern. Falls man in Erfurt mitbekäme, dass RB Leipzig über ihn nachdenkt, wird man die Option sicher ziehen und sei es, um noch ein paar Euro Ablöse für ihn zu kassieren. Ob man bei RasenBallsport bei diesem Spiel mitmacht, scheint sehr fraglich.

Mario Fillinger (BILD vom 10.03.2010): wie Tom Geißler ein Linksfuß, offenbar vor allem offensiv ausgerichtet. Glaubt man den Internetberichten ist er verletzungsanfällig, unkonstant in seinen Leistungen und ein Schönwetterspieler. Fillinger, dessen Vetrag 2010 ausläuft, besitzt gehobenes Zweitligaformat und ist aus diesem Grund auch für Zweit- und Drittligisten von Interesse. Hätte es schwer, sich im linken, offensiven Mittelfeld auf Anhieb gegen Lars Müller durchzusetzen, es sei denn Müller würde in die Abwehr zurück rücken. Dass RasenBallsport Fillinger UND Geißler verpflichtet, scheint zweifelhaft. Einer von beiden würde dem Verein sicher gut zu Gesicht stehen.

Neuer Chefscout

Dass Hansi Kreische beim RasenBallsport Leipzig als Chef fürs Scouting und die Spielbeobachtung eingestellt wird, ist aus zwei Gründen sehr zu begrüßen: einerseits besitzt er durch 7 Jahre beim HSV in ähnlicher Position eine Menge Erfahrung, die man braucht, um eine professionelle Abteilung Scouting und Spielbeobachtung aus dem Boden zu stampfen. Andererseits besitzt sein Name einen Klang im Fußballosten, der ihm eventuell die eine oder andere Tür öffnet, die einem anderen Kanditaten vielleicht verschlossen geblieben wäre. Deshalb: Thumbs up für diese Personalentscheidung.