Pressekonferenz: RB Leipzig vs. Borussia Dortmund

[Nach dem Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund hier die Einschätzungen der beiden Trainer Peter Stöger und Ralph Hasenhüttl von der Pressekonferenz.]

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20.43

Ein Spiel, nach dem man nicht so richtig weiß, was man davon halten soll. Es war ein gutes Topspiel am Samstag mit viel Geschwindigkeit auf beiden Seiten. Dortmund fußballerisch besser und wenn sie mal Schwung aufnehmen konnten mit beeindruckender Geschwindigkeit im vorderen Drittel (und extrem viel Abseits). RB aus dem Umschalten heraus jederzeit gefährlich. Dortmund in den ersten 20 Minuten nach der Pause überlegen. Leipzig hätte mit etwas mehr Genauigkeit in den letzten 20 Minuten den Sieg nach Hause bringen können. Ein Spiel, das in jede Richtung hätte kippen können. Entsprechend geht das 1:1 schon in Ordnung. Wie zufrieden man damit sein kann, bleibt aber ein bisschen unklar.

20.57

Peter Stöger: „Sehr gutes Fußballspiel. Erste Halbbzeit außergewöhnlich gut. Viel Tempo. Beide Mannschaften wollten gewinnen. Gegen Augsburg nicht optimal. Heute viel gesehen, was wir wollten. Körpersprache, Tiefgang. Vieles war gut gegen einen sehr guten Gegner. Ergebnis am Ende auch ok. RB hat das Ziel Champions League. Haben den Abstand gehalten. Fahren einigermaßen zufrieden nach Hause.“

21.00

Ralph Hasenhüttl: „Alles in allem gerechtes Unentschieden. Viel Tempo teilweise. Die letzten Entscheidungen vor dem Tor waren nicht immer gut auf beiden Seiten. Wir waren in den letzten 20 Minuten einige Male aussichtsreich in der Box. Dann falsche Entscheidungen getroffen. Wollten bis zum Ende gewinnen. Punkt für Dortmund wertvoller. Bis zum Schluss in der Bundesliga ein Kampf von fünf Mannschaften um drei Plätze. Gut, dass wir den Punkt geholt haben. Ein Schritt vorwärts. Donnerstag schon wieder zu Hause. Da müssen wir aus den Chancen mehr mitnehmen.“

21.01

Stöger zu Reus: „Nicht unwesentlicher Anteil am Unentschieden wegen des Tors. Außergewöhnlicher Spieler, wenn er fit ist. Kann den Unterschied in jedem Spiel machen. Dürfen ihn nicht überbelasten. Hebt das Niveau, auch heute.“

21.02

Hasenhüttl: „Kein Nachteil, wenn man sich die ganze Woche auf das nächste Spiel vorbereiten kann. Aber wir sind froh über die internationale Aufgabe und stolz, Deutschland weiter vertreten können. Wollen das Maximum herausholen gegen St. Petersburg.“

Stöger: Spricht von Rotation und Einsatzzeiten für Spieler, die zurückkommen. Weil wegen Doppelbelastung durch Europa League. „Spielpraxis ist für einige Spieler ein wichtiger Faktor.“ Man ist froh, in der Europa League dabei zu sein.

21.03

Hasenhüttl: „Werner sehr fleißig heute. Am Anfang mit guter Chance. Danach nicht mehr so viele Chancen gehabt. Ein paar Stockfehler dabei. War aber auch vorher so. Definiert sich über seinen Tiefgang. Ist für unser Spiel sehr wichtig, um unser Umschaltspiel auf den Platz zu bringen.“

Stöger: „Dahoud richig gut. Aktiv, mit Offensivlösungen. Auch in Zweikämpfen aktiv. Am Ende hat er sich körperlich gequält. Hat unser Spiel belebt.“

21.05

Hasenhüttl: „Dortmund-Spiel mit Köln nicht zu vergleichen. Haben bis zum Ende versucht, den Siegtreffer zu erzielen. Waren etwas frischer. Nicht überraschend, weil wir eine Woche Zeit hatten, uns auf das Spiel vorzubereiten.“

Hasenhüttl zum 1:1 und ob es Abseits war: „Im Fernsehen hat man mit Linie gesehen, dass es Abseits war. Die Linie hat der Videoassistent nicht. Deswegen müßig drüber zu reden. Für den Linienrichter war es eine ganz enge Geschichte. Früher hieß es ‚im Zweifelsfall für den Stürmer‘. Schade, dass es Diskussionen gibt. Videobeweis entspricht nicht dem, was man im Fernsehen sieht. Diskussionen kommen jede Woche.“ Diskrepanz zwischen dem, was man im Fernsehen sieht und dem was der VAR sieht, könne nicht sein.

21.07

Hasenhüttl: „Habe auch Stockfehler gesehen. Gab paar Situationen mit Hektik am Ball. Geht um viel in der Phase am Ende, wo man viel zu verlieren hat, falls man ein Gegentor kassiert. Da hat man die Nervosität gespürt. Deswegen waren ein paar Situationen zu überhastet abgeschlossen.“

Stöger noch mal zu Reus: „Ist gut drauf. Wenn es ihm gut geht, dann wird er zum Einsatz kommen. Wir sind da im engen Austausch mit ihm. Wollen ihn nicht überbelasten. Sind da in enger Abstimmung mit ihm.“ Man gibt ihm Auszeiten, wenn er sie braucht.

21.10

Hasenhüttl: „Dass der Videobeweis noch nicht ausgereift ist, sieht man Woche für Woche. Keine Ahnung, wie es sich entwickeln wird.“ Hofft, dass der Videobeweis für die WM nicht aus Köln kommt.

Hasenhüttl: Will noch nicht sagen, ob man am Ende mit Platz 6 zufrieden ist. „Haben von einer sorgenfreien Saison gesprochen und wollten international überwintern. Das haben wir geschafft. Wollen international noch ein paar Runden schaffen. Und wenn wir noch ein, zwei Plätze klettern in der Liga, wäre es auch nicht schlecht.“

Hasenhüttl: „Augsutin als Gesamtpaket immer wichtiger für uns. Im Spiel gegen den Ball gut gelernt. Spricht nicht so gut deutsch. Nicht immer gut zu vermitteln, was wir wollen. Haben viel mit ihm gearbeitet. Belohnt sich auch mit Toren. Das hebt auch sein Standing im Team. Darf gern so weitergehen. Habe ihn nicht umsonst heute neben Werner spielen lassen.“

21.13

Das war es von hier. Beide Trainer können mit dem Ergebnis leben. Ralph Hasenhüttl trauert der Ungenauigkeit im vorderen Drittel in den letzten 20 Minuten hinterher. Tatsächlich war das aus RB-Sicht heute der Knackpunkt, warum man statt drei nur einen Punkt mitgenommen hat. Sicher ist, dass es nicht das heutige Spiel ist, wegen dem man punktetechnisch trauern sollte. Da bieten sich die Spiele gegen Köln, HSV, Freiburg, Mainz und Co schon eher an. In diesem Sinne, macht was aus dem Unentschieden und einen schönen Samstagabend allerseits.

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Jean-Kevin Augustin macht das 1:0 für RB Leipzig. Zum Sieg gegen den BVB reicht das nicht. | GEPA Pictures - Roger Petzsche
GEPA Pictures – Roger Petzsche

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