Bundesliga: Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:1

23. Spieltag der Bundesliga. Für RB Leipzig die ganz große Chance, sich durch einen Sieg in Frankfurt, im Kampf um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb richtig Luft zu verschaffen. Doch trotz gutem Start in die Partie musste man sich schließlich verdient mit 1:2 geschlagen geben.

Für leichte Überraschung sorgte Ralph Hasenhüttl bereits mit seiner Aufstellung. Kampl und Bruma waren beide angschlagen gar nicht mit im Kader. Werner und Poulsen rotierten nach dem Neapel-Spiel mal eben auf die Bank. Demme, Ilsanker, Augustin und Lookman rückten dafür in die Startformation. Für den Engländer war es der erste Startelfeinsatz seit seinem Wechsel nach Leipzig. Organisiert war das ganze im 4-3-3 mit Ilsanker auf der Sechs und Demme und Keita als Achter davor. Augustin spielte zentral im Sturm und sollte dort Unterstützung von Sabitzer und Lookman von den Außenbahnen erhalten. Besonders Lookman tat sich allerdings bei seinem Startelf-Debüt in Sachen Bindung zum RB-Spiel noch einigermaßen schwer und verhedderte sich oft in Einzelaktionen.

Niko Kovac hatte sein Team auf der anderen Seite auf drei Positionen verändert. Der verletzte Mascarell fehlte genauso wie Russ und Jovic. Dafür rückten Abraham, Salcedo und Haller in die Startelf. Insbesondere Abwehrchef David Abraham machte bei seiner Rückkehr nach längerer Verletzung dabei eine herausragende Partie. Organisiert war die Eintracht in einer Art 3-3-2-2 und defensiv dann mit einer Fünferkette unterwegs.

Eigentlich lief das Spiel in der Anfangsphase perfekt für RB Leipzig. Scheinbar unbeeindruckt von der Atmosphäre und den Umständen der Partie riss man nach einem frühen Boateng-Warnschuss das Spiel an sich. Man hatte guten, zielführenden Ballbesitz und die Frankfurter komplett unter Kontrolle und dominierte das Geschehen auch in ungwohnter Formation.

Und man belohnte sich mit dem frühen 1:0. Rechts hatten Demme, Sabitzer und Laimer die Seite überladen und spielten sich durch die Frankfurter Hintermannschaft. Laimer mit dem perfekten Querpass auf Augustin. Und der belohnte sich nachträglich für ein paar gute, aber torlose Spiele nach der Winterpause mit dem Führungstreffer.

Eigentlich hat man nun die perfekte Ausgangssituation und kann gegen eine Eintracht, deren Sache das Spiel mit dem Ball auch nicht zwingend ist, die Dinge auf sich zukommen lassen, gut gegen den Ball arbeiten und auf Aktionen von Lookman, Sabitzer, Augustin und Co hoffen.

Doch Frankfurt kämpft sich nach und nach in die Partie zurück und scheint die erste Verwirrung, dass der eigene Anhang nicht supportet, dann doch zu überwinden. Chandler mit einem Schlenzer. Gulacsi mit einer Parade. Man tastet sich an den Ausgleich heran, der dann zur Abwechslung wieder mal nach eienm Standard fällt. Im zweiten Anlauf nach einem Eckball verliert RB in der Mitte gleich zwei Kopfballduelle und hat auch Chandler am langen Pfosten nicht im Blick, der die Abraham-Verlängerung mit der Sohle über die Linie drückt.

Ist das noch Fußball oder schon Protest oder einfach nur Tennis? | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Doch es kommt noch schlimmer. Nur vier Minuten später bringt Upamecano seinen Nebenmann Orban mit einem hohen Pass in die Bedrängnis. Orban köpft den Ball eher unkontrolliert Richtung Mittellinie, wo ihn Falette aufnimmt. Umschaltspiel über Rebic. Pass in den Rückraum. Boateng mit der Direktabnahme. Tor. Spiel gedreht. Und zweimal sieht die RB-Defensive extrem alt aus.

Nach einer halben Stunde vielleicht eine der vorentscheidenden Szenen der Partie. Rebic foult Sabitzer im Strafraum, sodass Zwayer sofort auf den Elfmeterpunkt zeigt. Doch der Videoassistent hat etwas dagegen und vorher eine Abseitsstellung gesehen, sodass der Elfmeter wieder zurückgenommen wird und die Ausgleichschance in Köln versandet.

Den Rest der ersten Halbzeit hatte dann die Eintracht gut im Griff. Defensiv ließ man kaum noch etwas zu. Offensiv nutzte man immer wieder die entstehenden Räume. Wolf verpasst einmal. Rebic scheitert allein vor Gulacsi. Mit ein bisschen Pech ist die Begegnung auch zur Pause schon entschieden. So gehen die Mannschaften nach einer hübschen Rudelbldung unter Beteiligung der Bänke ordentlich aufgeheizt in die Kabine.

Für RB Leipzg ist dieser Rückstand völlig überflüssig, nachdem man die Partie 15 bis 20 Minuten lang gut im Griff hatte und man ein gutes Spiel auf den Rasen zauberte. Doch zwei Abwehraussetzer und besser werdende Gastgeber führten zu einer 2:1-Führung, gegen die RB nun in der zweiten Halbzeit ankämpfen musste.

Zur Pause kam etwas überraschend Yussuf Poulsen für Diego Demme (was eigentlich nur durch eine Verletzung von Demme erklärbar ist, von der aber bisher nichts bekannt ist), was eine Umstellung auf eine 4-2-2-2 bedeutete. Mehr körperliche Präsenz in der vordersten Linie versprach sich Hasenhüttl wohl davon. Und konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, dass ihm der Wechsel auf die Füße fallen würde. Denn nach einer Stunde meldete sich auch Keita mit der Hand am Oberschenkel verletzt ab und ging direkten Weges in die Kabine. Sechser gab es in Abwesenheit von Kampl nicht mehr so recht auf der Bank, sodass Forsberg in die Partie kam und Sabitzer in die Mittelfeldzentrale rückte. Was natürlich für die Bemühungen, von dort das Spiel zu gestalten, suboptimal war. Einen Demme hätte man zu diesem Zeitpunkt dann doch wieder gut gebrauchen können. Pech gehabt.

Die zweite Hälfte war generell kein sonderlich ansehnliches Spiel. Frankfurt spielte nun mit einer ordentlichen Portion Robustheit und nahm dabei auch einige gelbe Karten in Kauf. RB fiel offensiv über die kompletten 45 Minuten fast gar nichts ein. Poulsen köpfte nach einer Stunde eine Ecke ein gutes Stück neben das Tor. Augustin ließ später einen Ball lieber zur Ecke trudeln, als allein vor Hradecky noch zu versuchen, den Ball zu sichern und im Tor unterzubringen. Ansonsten tat sich trotz aller Bemühungen und einiger guter Feldpositionen nicht mehr viel vor dem Eintracht-Tor. Weil die RasenBallsportler seltsam ungenau und im letzten Drittel viel zu wenig zielstrebig spielten, um die zweikampfstarke Defensive der Frankfurter in Bedrängnis zu bringen. Forsberg zerrte ein wenig an den Ketten, spielte aber unglücklich. Lookman verstrickte sich genauso in fruchtlosen Dribblings wie später Werner. Poulsen konnte mit seinem Körper auch keinen Schaden beim Gegner anrichten. Und von den Positionen dahinter fehlte es einfach an Durchschlagskraft.

Frankfurt sicherte auf der anderen Seite das 2:1 mit großer Hingabe und hatte noch ein paar gute Umschaltsituationen. Die spielte man aber auch meist nicht gut aus. Und wenn man mal in vielversprechende Positionen kam, setzten die RasenBallsportler auch zu gelegentlich rustikalen Foulspielen an, sodass die ganz große Gefahr vor dem Gulacsi-Tor auch nie entstand.

Am Ende spielt es Frankfurt aber relativ locker runter und lässt den Ball immer wieder gut durch die eigenen Reihen laufen und holt sich offensiv noch ein paar Ecken und Einwürfe, sodass RB kaum noch in Ballbesitz kommt. Entsprechend geht dann auch die Nachspielzeit von immerhin vier Minuten recht ereignislos zu Ende. Große Freude bei den Gastgebern, die damit auf Platz 3 vorrücken.

Fazit: Eine verdiente Niederlage für RB Leipzig, weil man die frühe 1:0-Führung durch schlechtes Verteidigen wegschmiss und man vor allem in der zweiten Halbzeit gar keine Antworten mehr auf die Herausforderungen der Eintracht-Defensive hatte. Gerade die zweiten 45 Minuten dürfen als ordentliche Enttäuschung für Leipzig durchgehen. Denn die Ideenlosigkeit und die fehlende Präzision im Spiel mit dem Ball waren durchaus bemerkenswert. Klar, eine Niederlage in Frankfurt liegt immer drin, aber das war insgesamt nach 20 guten Auftaktminuten zu wenig, was RB auf den Rasen brachte, sodass man zu einem guten Teil nicht nur an sehr gut eingestellten Gastgebern, sondern an sich selbst scheiterte.

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Randbemerkung 1: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig nach 22 Spielen mit elf Punkten weniger. Gegen dieselben Gegner wie 2016/2017 holte man in dieser Saison bisher acht Punkte weniger als im Vorjahr (wenn man die Aufsteiger Stuttgart und Hannover gegen die Absteiger Darmstadt und Ingolstadt tauscht). Macht dann aktuell Platz 5. Mit der Niederlage in Frankfurt verpasste man auch die Chance, sich ganz oben richtig festzusetzen und den Abstand auf Platz 7 schon mal richtig groß werden zu lassen. Schade drum.

Randbemerkung 2: Rund 600 RB-Fans mit beim Auswärtsspiel in Frankfurt Im Vergleich zur Vorsaison waren das rund 1.900 weniger. Insgesamt waren es damit bisher in dieser Saison rund 7.000 Fans weniger bei zwölf Auswärtsspielen als gegen die selben Gegner wie im Vorjahr. Was im Kern an den 5.000 Fans, die diese Saison in Dortmund und den knapp 2.000, die am Montagabend in Frankfurt fehlten, liegt.

Randbemerkung 3: Wenn man etwas gegen Frankfurt nicht will, dann einem Rückstand hinterherlaufen. Noch nie hat die Eintracht diese Saison nach einer Führung noch verloren. Und auch gegen RB hat man wieder gesehen, warum dem so ist. Weil man es gut versteht die Räume eng zu machen, die Dreierkette in der Abwehr sehr zweikampfstark ist und viel abräumt und man mit einer Führung im Rücken noch robuster agiert und in die geliebten Umschaltsituationen kommen kann. Um sich da als Gegner durchzuspielen, braucht man schon richtig gute Lösungen. Umso ärgerlicher, dass RB die frühe Führung und die perfekte Ausgangssituation so leichtfertig weggeschmissen hat.

Randbemerkung 4: Dass gegen Frankfurt nicht viel für RB lief, zeigte sich auch in der Passquote. Gerade mal 73% angekommene Pässe sind vor allem dann viel zu wenig, wenn du selbst aus dem Ballbesitz heraus einem Rückstand hinterherrennen musst. Da braucht man mehr Präzision, um den Gegner auch mal in Verlegenheit zu bringen. Aber Präzision im Passspiel fehlte in allen Mannschaftsteilen. Das fing bei Upamecano mit einigen wilden Fehlpässen an und setzte sich dann ungemindert weiter nach vorn fort.

Randbemerkung 5: Erschwerend kam hinzu, dass RB Leipzig offensiv die Dinge auch nicht durch Dribblings auflösen konnte. Das war ja im Saisonverlauf immer mal ein probates Mittel. Nicht umsonst ist RB bisher das dribbelstärkste Team der Liga gewesen. Gegen Frankfurt gelangen allerdings nur zwei von 25 Versuchen, mit dem Ball am Fuß einen Gegenspieler zu überspielen. Keita stach mit null von fünf dabei besonders hervor. Kein Passspiel, keine gelungenen Dribblings, dann wird es schon schwer, den Gegner offensiv zu beeindrucken.

Randbemerkung 6: Wenn es mal nicht läuft, dann einfach mal einen Standard verwandeln. Das ist dann auch eines der Dinge, die in dieser Saison nur hochgradig selten funktionieren. Auch in Frankfurt hatte RB wieder einiges an Ecken und Freistößen rund um den Strafraum. Halbwegs gefährlich davon wurde bis auf einen Poulsen-Kopfball praktisch nichts.

Randbemerkung 7: Erstaunlich auch, dass RB Leipzig mal wieder (wenn die Trackingdaten stimmen) läuferisch komplett unterlegen war. Vier Kilometer weniger als die Gastgeber hatte man über 90 Minuten verbucht. Europapokal-Belastung? Spielanlage? Dass RB Leipzig ein läuferisch überdurschnittliches Team ist, ist ja schon lange nur noch ein Mythos, aber von diesen Partien, in denen der Gegner wesentlich mehr Laufaufwand betreibt, gab es in letzter Zeit doch ein paar (wenn mich die Wahrnehmung und Erinnerung nicht täuscht). Und das darf dann doch ein wenig überraschen. Kann sich aber auch dadurch erklären, dass Teams im Ballbesitz allgemein weniger Kilometer abspulen als Teams, die mehr gegen den Ball arbeiten müssen. Frag nach bei den Bayern, die weiterhin das laufschwächste Team der Liga sind..

Randbemerkung 8: Vor dem Spiel ging es hauptsächlich darum, was die Frankfurter Anhänger wohl so für Proteste gegen Montagsspiele planen. Letztlich wurde das Spiel zu einer großen Demonstration, die dank Trillerpfeifen ein wenig nach einer Verdi-Demo klang. Atmosphärisch war das eher seltsam, aber auch nicht weiter schlimm. Interessant gelöst das Geschehen vor dem Spiel, als pünktlich zum Einlauf der Mannschaften ein paar Hundert Eintracht-Fans in den Innenraum strömten (strömen durften) und sich hinter der Werbebande positionierten, um Banner über die Bande zu hängen. Das alles in Rücksprache mit den Vereinsverantwortlichen, sodass auch die Ordner dem Sturm des Rasens platzmachten und sich hinter den Fans postierten. Das war durchaus eine mutige Entscheidung, weil zwischen Fans und Spielfeld keinerlei Ordner mehr waren. Wenn in der Situation aus den paar Hundert Fans nur ein Dutzend austickt oder durch irgendeine Unbeherrschtheit eine Situation entsteht, in der die Masse in Bewegung kommt, dann wäre die Lage kurzfristig kaum zu kontrollieren gewesen. Am Ende ging die Aktion gut und sauber über die Bühne, sodass der Mut der Eintracht-Verantwortlichen belohnt wurde und die Fans zeigten, dass sie sich an die Absprachen halten können. Dass das Spiel mit den Fans hinter den Banden angepfiffen wurde und diese erst ein paar Minuten später (unter Applaus vom Stadion und auch aus dem Gästeblock) wieder in ihren Block gingen, erstaunte aber doch einigermaßen. Wie gesagt, Kontrolle über eine eventuelle Abweichung von den Absprachen hätte da im Fall der Fälle keiner mehr gehabt. Aber es ging gut und so war es halt eine Protestform und ein Protestinhalt, die man aushalten können muss.

Randbemerkung 9: Alberner da schon die Aktion mit den Tennisbällen nach der Pause, die einfach nur in Richtung Infantilität ging. Aber auch darauf waren die Eintracht-Verantwortlichen offenbar vorbereitet und schickten Trupps mit allerlei Equipment auf den Platz, die die drei Schübe an Ballwürfen relativ schnell beseitigten. Harmlose, aber auch irgendwie alberne Aktion, die wohl so etwas demonstrieren sollte, wie dass Fans den genormten Spielablauf stören und unterbrechen können. Oder was auch immer.

Randbemerkung 10: Auf RB-Seiten blieben vor allem jene Fans zu Hause (bzw. im Hintergrunde), die sonst im Kern den Auswärtssupport organisieren. Entsprechend war es im Gästeblock 90 Minuten lang so still, wie höchstens einst in der zweiten Liga in Karlsruhe. Auch irgendwie ein bisschen gespenstisch, dass die Abwesenheit des Stimmungskerns zu kompletter Stille führt. Aber irgendwie fehlte dann offenbar doch die Möglichkeit, sich nach Lust und Laune an die Leute ranzuhängen, die sonst immer irgendwas singen.

Randbemerkung 11: Das Grundthema für die Aktionen in Frankfurt waren Montagsspiele. Aus meiner persönlichen Geschichte heraus war ich nie der große Kritiker dieser Spiele. Als sie in den 90ern entstanden, waren sie vielmehr eine willkommene Abwechslung am kulturell meist toten Montag, an dem man nach dem Wochenende gut ein wenig auf der Couch vor dem Fernseher lümmeln und Leuten beim Kicken zugucken konnte. Als regelmäßiger Zweitligafahrer waren die langen Touren nach Freiburg, Karlsruhe, Kaiserlsautern oder Düsseldorf da schon ein bisschen anstrengender und nerviger und verzichtbarer. Als nur noch seltener TV-Zuschauer ist mir der Montagstermin auf der Couch auch nicht mehr wirklich wichtig. Letztlich ist das aber auch nur eine von vielen persönlichen Ansichten, bei denen man aufpassen sollte, dass man ein subjektives Empfinden nicht verobjektiviert und zur Wahrheit macht.

Randbemerkung 12: Klar ist, dass es bei diesem Spieltermin (aber auch bei anderen) einen Konflikt zwischen Leuten auf der Couch und Leuten, die gern zu Auswärtsspielen fahren oder ins Stadion gehen, gibt (wobei die 45.000 Zuschauer im Stadion auch nicht dafür sprechen, dass der Termin zumindes für den heimischen Anhang gar nicht funktioniert). Klar ist auch, dass es in der zweiten Liga durchaus immer wieder Vereine gab, die sich über die Möglichkeit freuten, sich im frei empfangbaren Fernsehen einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren, als ihnen das sonst möglich gewesen wäre (wobei es diesbezüglich auch widersinnig ist, dass die Montagsspiele inzwischen bei Sky und Eurosport hinter Bezahlschranken versendet werden). Und es gibt auch bezüglich der neuen Montagsspiele in der Bundesliga viele Punkte, die eine recht komplexe Faktenlage ergeben. Klar ist, dass ein funktionierendes Montagsspiel für DFL und Vereine wirtschaftlich eine sehr interessante Sache ist. Klar ist auch, dass es neben dieser Ebene andere Ebenen gibt, die für die Einführung der Spiele sprachen. Erholung für die Europa-League-Teilnehmer. Keine weiteren Termine am Sonntagmittag wegen DFB und Amateuren. Da bleibt quasi nur noch der Montag, wenn man nicht am Sonntagabend zwei Spiele parallel haben will, was offenbar niemand wollte. Entsprechend hat man der zweiten Liga fünf Montage geklaut und der Bundesliga gegeben (und nebenbei die englischen Wochen reduziert, sodass die Anzahl der Spiele unter der Woche nicht größer wurde). Eigentlich ein Fakt, der nicht ganz so viel Aufregung verdient, wie darum gemacht wird. Man kann die Termine ablehnen und darauf drängen, dass sie wieder abgeschafft werden, aber sie sind genausowenig Ausdruck dessen, dass es ausschließlich um Geld geht, wie man mit den Montagsspielen nur die Interessen von EL-Mannschaften und Amateuren im Blick hatte. Es gibt verschiedene Punkte und die Vereine nahmen die damit verbundenen Einnahmen durch den exklusiven Spieltermin gern mit bzw. segneten dieses Spielepaket bereitwillig ab. Dass nun die DFL der Buhmann für alle ist und keiner mehr für die Montagsspiele verantwortlich sein will, ist eine der Absurditäten der Debatte. Die andere ist die Selbstgerechtigkeit, mit der sich Fans herausnehmen (jenseits einer berechtigen Äußerung ihrer Sicht und Emotion, also jenseits des Vertretens von Eigeninteressen) über alles Bescheid zu wissen, was hinter der Einführung eines Montagsspiels steckt. Mag sein, dass da ein Fass übergelaufen ist und ein paar Sachen zusammenkommen, aber die Irrationalität, mit der man sich widersprüchlichen Argumenten verschließt und sich die für sich selbst wichtigen Rosinen herauspickt, um dann auf alle argumentativ draufschlagen zu können, die mehr als zwei Argumente sehen, ist in der Art der Argumentation fast schon infantil und an verschiedensten Gegenständen bis hin zum Videoassistenten geprüft (und kulminiert in den ‚Fußballmafia DFB‘-Rufen oder der selbstermächtigenden Banner-Ansage, dass man im Stadion selber den Ton bestimmt). Es ist so ermüdend, permanent Verständnis (schließlich haben Fans doch echte Emotionen!) haben zu sollen, wenn das Gegenüber nicht bereit ist, eine komplexere Faktenlage als ‚Scheiß Kommerz‘ auch nur halbwegs zur Kenntnis zu nehmen. Ja, Montagsspiele sind für Stadionbesucher nicht der allerheißeste Scheiß. Ja, Montagsspiele doof finden, ist völlig ok. Und trotzdem drücken sich darin verschiedenste Faktoren von wirtschaftlichen Interessen der Vereine(!) über Fragen der Spielplanplanung bis hin zum Verhältnis zum Amateurbereich oder den Interessen von TV-Zuschauern aus. Sollte man die Montagsspiele wieder abschaffen? Mir persönlich eher wurscht, ob nun die zweite Liga oder die Bundesliga montags spielt (oder ob es bei DAZN und der englischen Liga am Montag bleibt, die dann hierzulande doch auch an diesem Tag erstaunlicherweise ganz gern geschaut wird). Aber letztlich haben es die Vereine selbst in der Hand, den Spieltermin wieder zu kippen. Sie sind keine Geiseln der DFL. Wenn die Mehrheit der Vereine den Willen hat, Montagsspiele zu kippen, dann nur zu. Hat dann halt Implikationen, wenn drei Teams in der Europa League spielen und bedeutet auch was für die TV-Vermarktung. Darüber sollten die Vereine dann zumindest nicht jammern. Bis man sich in der Frage der Montagsspiele geeinigt hat, würde es aber vielleicht schon helfen, dass die Vereine ihren Fans verklickern, warum man die Einführung von Montagsspielen beschlossen hat und dass ihnen das nicht von der DFL in einem feindlichen Akt übergeholfen wurde. Soll alles in allem heißen, dass die Fanaktionen von Frankfurt trotz ihrer sehr offensiven Art insgesamt erstaunlich gut und sauber und recht eingdrucksvoll gelaufen sind und als Vertretung von Eigeninteressen auch völlig legitim sind, dass der inhaltliche Gestus mit seinen vielen Antworten, ohne sich überhaupt Fragen gestellt zu haben und der Selbstüberhöhung zum Vertreter der echten und wahren Faninteressen, einem aber auch ordentlich auf den Sack geht.

Randbemerkung 13: Vor dem Spiel in Frankfurt durfte ich erneut und wie schon beim letzten Spiel auf der Waldtribüne zu Gast sein. Das ist eine Bühne hinter der Haupttribüne, auf der eine reichliche Stunde vor dem Spiel ein buntes Programm zum Tag und zum Gegner durchgeführt wird. Oft auch mit durchaus prominenten Gästen aus dem Verein, aber auch mit Anhänger der jeweiligen Gastvereine. Ein sehr herzliches Format, das ich immer noch sehr schön finde und dass sich in Frankfurt aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mit den riesigen schon zum Stadioareal gehörenden Flächen rund um die Arena gut durchführen lässt, weil man sich rund um das Stadion frei bewegen kann und jeder vor dem Spiel noch mal kurz vor der Bühne vorbeischauen kann. Fände ich ja in Leipzig auch gut sowas, ließe sich halt nur nicht im Stadion machen. Auf der Waldtribüne ging es inhaltlich für mich diesmal um Montagsspiele, Neapel und Oliver Mintzlaff. Bei interessierten, durchaus empathischen Fragen aus Frankfurter Blickwinkel. Vielleicht schafftt es ja das nächste mal ja jemand anderes aus dem RB-Umfeld dort auf die Bühne, dann gucke ich auch gern nur von unten zu.

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Lichtblicke:

  • Konrad Laimer: Brachte wieder viel Agilität auf die rechte Seite und sorgte mit seinen Vorstößen dafür, dass das RB-Spiel wenn dann über rechts gefährlich wurde. Hat weiter ein paar Probleme mit Passspiel und Zweikampfführung, aber mit seiner Dynamik überspielt er einen Teil der Probleme. Gute Balleroberungen, mutiger Auftritt.
  • Marcel Sabitzer: Ging mit seiner Art gerade angesichts der Atmosphäre immer wieder voran und war da auch diesmal derjenige, der sich am wenigsten um das drumherum kümmerte. Spielte nach der Keita-Verletzung auf ungewohnter Position im zentralen Mittelfeld. Das nimmt ihm ein paar seiner Stärken, aber insgesamt war Sabitzer mit seiner Attitüde auf dem Platz absolut hilfreich.
  • Stefan Ilsanker: Durfte mal wieder auf der Sechs ran. Und machte dort seine Sache insgesamt ordentlich. War ein vernünftiger Zweikämpfer und hatte ein paar gute Bewegungen in der Offensive mit Zug zum Tor. Ilsanker wird halt auch weiterhin nicht derjenige sein, der die Pässe auf die Stürmer durchsteckt, aber mit seiner Art, Fußball zu kämpfen und zu spielen, war er vor allem als alleiniger Sechser vor der Abwehr, der er in der ersten Halbzeit war, sehr wichtig.

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Tore: 0:1 Augustin (13.), 1:1 Chandler (21.), 2:1 Boateng (26.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Laimer, Orban, Upamecano, Klostermann – Demme (46. Poulsen), Ilsanker, Keita (61. Forsberg) – Sabitzer, Augustin, Lookman (76. Werner); Bank: Mvogo, Kaiser, Konate, Bernardo; Nicht im Kader: Halstenberg (verletzt), Kampl, Bruma, Köhn, Coltorti, Schmitz

Aufstellung Eintracht Frankfurt: Hradecky – Salcedo, Abraham, Falette – da Costa, Hasebe, Chandler – Wolf (82. Gacinovic), Boateng (68. Fernandes) – Haller, Rebic (80. Jovic)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Schwere Partie für den Schiedsrichter angesichts eines erhitzten Publikums, nerviger Geräuschkulisse und einer spätestens in der zweiten Hälfte sehr robusten Zweikampfführung der Gastgeber. War beim Zeigen von gelben Karten relativ rigoros, was angemessen war. Wirkte ansonsten manchmal in seinen Zweikampfbewertungen unrund. Vielleicht hat man Zwayer inzwischen etwas zu stark in der Sonderbeobachtung, aber irgendwie fehlt dem einst so souveränden Vorzeigeschiedsrichter inzwischen die ganz große Souveränität und das ganz glückliche Händchen bei der Zweikampfbewertung und der Spielführung. Was sich auch darin äußert, dass er auf dem Platz nicht immer die allerhöchste Akzeptanz für seine Entscheidungen genießt. Vielleicht ist das aber auch eine überzogene Feststellung. Fakt ist, dass auch nach dem Spiel in Frankfurt ein leichtes Grummeln bezüglich seiner Spielleitung blieb. Spielentscheidend war das nicht, das war schon eher der durch den Videoassistenten wegen vorheriger Abseitsstellung zurückgenommene Elfmeter in der ersten Hälfte. Ob der VAR damit richtig lag, war für mich nach Ansehen eines GIFs nicht feststellbar. Zumindest diskutabel, dass man sich in Köln bezüglich der Abseitsstellung und bezüglich der Frage, ob der Ball von Laimer kam oder nicht, offenbar sehr sicher war. Fakt ist, dass in den letzten Wochen der Eingriff des Videoassistenten bei Abseits sehr fragwürdig und unterschiedlich war. Mal wird aufgrund verzerrter Perspektiven bei wahrscheinlichem Abseits nicht eingegriffen, weil man ja keine Abseitslinien hat, mal scheint man sich an verzerrten Perspektiven und fehlenden Abseitslinien nicht zu stören. Das ist in der Gesamtheit eher unerfreulich, weil weiterhin eher undurchdringlich bleibt, wo die Grenze einer klaren Fehlentscheidung ist, bei der der Videoassistent eingreift. Auch der zurückgenommene Elfmeter in Frankfurt ist letztlich eine Situation, bei der sich die Frage stellt, inwieweit Köln da eine 100%-Entscheidung treffen konnte. Bei den groben Bildern sieht es nach Abseits aus. Durch Detailbilder habe ich mich nicht wirklich gewühlt bzw. suggerieren die etwas anderes.)

Gelbe Karten: Rebic, Wolf, Hasebe, Chandler, Boateng, Falette | Orban (3.), Klostermann (1.)

Zuschauer: 45.100 (davon 600 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, SGE-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 12 : 10
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 8 : 7
  • Schüsse auf das Tor: 3 : 2
  • gewonnene Zweikämpfe: 50,9% : 49,1%
  • Ballbesitz: 45,7% : 54,3%
  • Passquote: 70,5% : 72,7%
  • Laufstrecke: 116,4 km : 112,2 km
  • Sprints: 253 : 238
  • Intensive Läufe: 706 : 635
  • Fouls: 17 : 13
  • Ecken: 7 : 5
  • Abseits: 5 : 5
  • Meiste Torschüsse: Chandler, Boateng: je 3 – Sabitzer, Augstin, Lookman: je 3
  • Meiste Torschussvorlagen: Wolf: 3 – Lookman, Laimer – je 2
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Abraham: 78,6% – Demme: 72,7%
  • Meiste Ballkontakte: Abraham: 58 – Laimer: 73
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Abraham: 85,4% – Orban: 83,8%
  • Größte Laufstrecke: Haller: 11,4 km – Sabitzer: 11,6 km
  • Meiste Sprints: da Costa: 36 – Augustin: 34

Statistiken von bundesliga.de, whoscored.com

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Saisontorschützen: Werner – 10; Keita, Augustin – je 4; Poulsen, Bruma – je 3; Orban, Sabitzer, Halstenberg – 2; Klostermann, Forsberg, Bernardo; Kampl, Lookman, Upamecano – je 1

Saisonvorlagengeber: Sabitzer – 7; Werner – 5; Augustin – 4; Kampl, Forsberg, Demme – je 3; Halstenberg, Bruma, Keita, Poulsen, Laimer – je 2; Bernardo – 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme – 9; Kampl – 8; Sabitzer – 7; Upamecano – 6; Ilsanker, Laimer, Keita – je 5; Forsberg, Halstenberg, Klostermann – je 4; Bruma – 3; Poulsen, Gulasci, Bernardo – je 2; Werner – 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

8 Gedanken zu „Bundesliga: Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:1“

  1. „…dass der inhaltliche Gestus mit seinen vielen Antworten, ohne sich überhaupt Fragen gestellt zu haben und der Selbstüberhöhung zum Vertreter der echten und wahren Faninteressen, einem aber auch ordentlich auf den Sack geht.“

    Die Vereinfachung des Sachverhalts durch die Fangruppen korrespondiert mit der Vereinfachung durch DFB/DFL und ist Jedermanns Recht, um seine Meinung pointiert zum Ausdruck zu bringen. Auf der Tribüne muss auch kein hermeneutischer Erkenntnisprozess stattfinden. Den würde man sich mal eher an den runden Tischen der Funktionäre wünschen.
    Ob hier die „echten und wahren Faninteressen“ vertreten wurden, tut auch eigentlich nur auf den ersten Blick etwas zur Sache (, auch wenn ich bis heute weder von Stadion- noch TV-Zuschauern noch in deinem heutigen wie immer fundierten Beitrag etwas Positives zum Montag erfahren habe).
    Entscheidender sind die Fragen:
    1. Sind die artikulierten und legitimen Faninteressen wichtig und mächtig genug, den Fußball im positiven wie negativen Sinne zu beeinflussen?
    Spätestens nach gestern kennt jeder die Antwort darauf…
    2. Ist man bei DFB/DFL und Vereinen bereit, die wirtschaftlichen Interessen weiterhin höher zu gewichten und diese Interessengruppen zu „brechen“ bzw einen erklecklichen Teil der Fans nachhaltig zu verprellen? Damit einher ginge eine weitere Eventisierung des Fußballs mit Operettenpublikum. Das kann man natürlich ohne Frage wollen und gut finden. In den USA ist soccer ja gar nicht erst anders groß geworden. Da, wo ich herkomme, kritisiert das aber nicht nur eine ggf Tennisball werfende Minderheit, sondern die überwältigende Mehrheit, da es einen Ausverkauf von Fußballkultur der letzten 40 Jahre darstellt, die in den Stadien der Region gewachsen war und gelebt wurde.

    Btw: Schiri Zwayer hat sich den Lob, den er in der breiten Presse heute erhält, redlich verdient. Souveräner und gelassener konnte man das nicht managen. Hut ab!

  2. Super geschriebener Bericht wie immer !!
    Die ganze Lobhudelei in der heutigen Presse für die ach so tolle Fanaktion kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
    Habe selten etwas lächerlicheres gesehen. Und das Spiel anzupfeifen obwohl sich noch hunderte „Idioten“ im Innenraum des Stadions befinden war ein absolutes Unding. Was wird sonst veranstaltet wenn sich nur eine einzelne Person dort befindet.
    Der Elfmeter war auch nach Sichtung sämtlicher Zeitlupen für mich gerechtfertigt.

  3. Irgendwie, lieber RBB, erscheint mir Dein großer Aufwand, die RaBa – Spiele im Nachhinein nochmals für die Leute sehr ausführlich zusammenzufassen, die weder im Stadion, noch an den Bildschirmen waren oder sein konnten, nicht genügend Früchte zu tragen. Allein die zahlenmäßig relativ zurückhaltende Beteiligung der Kommentatoren, die bekanntlich sich rühmen, die besten Fans zu sein, ist ein Beleg dafür!

    Die wieder für ein paar Begegnungen eingeführte „Montagsgeschichte“ hatte diesmal durch das unterschiedliche Fan – Verhalten absolute Priorität! Man sollte aber bedenken, dass die Zuschauer normalerweise vordergründig in die Stadien strömen, um ordentlichen Fußballsport zu sehen und nicht wegen der immer mehr eingetrichterten Nebenabläufe auf, vor und hinter den Tribünen!

    Wie schön öfters mitgeteilt, waren zumindest für mich, die besten Passagen am Bericht aus Frankfurt/M. die Randbemerkungen sowie die Lichtblicke und sonstige Einschätzungen und Beobachtungen. Wenn eine Mannschaft mehr verteidigen (neudeutsch: gegen den Ball spielen!) muss, statt selbst anzugreifen, wird sie immer mehr laufen und damit auf dem Tacho auch mehr km vorfinden! Erneut wurde wieder das Nennen der Position „Fünf “ vermieden, die doch die rechte Seite des Mittelfeldes verkörpert und deshalb genau so zu nennen ist, wie die sich (vom eigenen Torwart aus gesehen) links daneben befindliche Mittelfeld-Position „Sechs“! Ist diese Benennung im heutigen Journalismus vielleicht sogar verboten?

    Ohne nähere Details zu kennen, hat gefühlsmäßig das Geschehen um Keita einen Hauch der Parallelität zum vergleichsweise unnormalen Abgang des Dortmunders Aubameyang! Bestimmte Geschehnisse um die Person und entsprechende gegenwärtige spielerische Darbietungen von ihm, lassen das einfach nur vermuten. Sein vorzeitiges Ziehenlassen wäre bestimmt auch aus anderen Gründen die bessere Variante gewesen……..

    Auffallend ist auch das zu beobachtende relativ allgemeine legere Verhalten vom Trainer Hasenhüttl, das auch häufiger von falschen Entscheidungen begleitet wird. Hat das vielleicht besondere Ursachen?

    Übrigens sollte auch erwähnt werden, dass für das Rückspiel gegen den SSC Neapel mindestens zwei ungewöhnliche Umbaumaßnahmen bevorstehen. Während auf dem Dach der großen Stadionschüssel der weit sichtbare Name erneut abgebaut werden muss, erfüllten die Gastgeber den Wunsch des kettenrauchenden Trainers, zumindest in der Gästekabine eine Raucherabtrennung auf eigene Rechnung einzubauen. Sachen gibt es……..

  4. Ich überlege, wann ich das letzte mal kommentierte als Du eine Montagsanalyse geschrieben hast?!
    Hach wie die Zeit vergeht. ;-)
    13 Randbemerkungen, da muss wohl was passiert sein.
    Und die 12 treffend auf den Punkt gebracht.

    Niederlage ist mehr als ärgerlich. Fängt mit den dummen Gegentoren an (Ecke braucht es nicht geben, wenn Klostermann den Ball vorher einfach mal klärt; vor dem zweiten Tor darf Orban nie den Ball so köpfen, egal wie schlecht der Ball von Upa war), geht weiter zur seltsamen Wechselei von Demme/Poulsen (den Hut muss sich RH anziehen) bis zu den Verletzungen und dann war einiges zu spät.
    Poulsen rein ja, aber dann doch für Lockman und nicht Demme.
    1. ist so ein „seltsames“ Spiel für den jungen Engländer doch etwas anderes und Zweites braucht es in so ein kampfbetonten Spiel jemanden wie Demme.

    Zwayer im Grunde mit einer guten Spielführung, wobei die gelben Karten viel eher kommen mussten.
    Der Rückzug vom Elfmeterpfiff verstehe ich bis jetzt immer noch nicht.
    Im Netz gibt es ja einige Beispiele wo man es gut erkenen kann, das Laimer den Ball „nur“ stoppt und der Frankfurter ihn wegspielt. Und dann aber soll der VAR soooo genau sehen können, das beim dann abgefälschten Schuss wie CollinasErben meinte, Sabitzer immer noch im Abseits steht???
    Nie und nimmer ist das dann 100% sicher.
    Und das ist doch genau das, was man in der Rückrunde vermeiden wollte. Sprich nur wenn es zu 100% sicher ist, dann eingreifen, aber das ist es eben nicht.
    Von mir aus verlieren wir 3:2 oder der Elfer geht nicht rein, aber der Pfiff hätte bestehen müssen.

    Na ja, das schöne ist doch, das man keine Zeit zum Nachdenken hat und Neapel schon am Donnerstag wartet.

  5. Fand die Aktion von Boateng übelst, als er frontal auf Ilse zugeht und ihn in Boxermanier einfach umhaut. War doch eher glattrot als gelb. Und er steht sogar in der Kickerelf des Spieltages…

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