Presse 20.02.2014

Zwei Tage noch bis zum Spiel von RB Leipzig bei Holstein Kiel, das der NDR live im Netz übertragen wird. Langsam richtet sich auch der Medienfokus auf dieses Thema. Auf RB-Seiten hat man größeren Respekt vor der Aufgabe, der NDR beschreibt auch starke Seiten der abstiegsbedrohten Kieler, ist aber in Bezug auf ein positives Ergebnis des Nordclubs skeptisch.

Auf RB-Seite kehren Tobias Willers und Fabian Franke ins Team zurück und sorgen für die Besetzung der Innenverteidigung für die berühmte Qual der Wahl. Die dadurch leichter werden könnte, dass Tim Sebastian aus der Innenverteidigung auf die Sechs rutscht und entsprechend Clemens Fandrich seinen Platz im Team verlieren würde, aber ein Innenverteidiger mehr ins Team rückt.

Wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist der finnische Neuzugang Mikko Sumusalo. Ein Thema für das Spiel in Kiel ist der Außenverteidiger aber noch nicht.

Thema dagegen die 11Freunde, die in der heutigen Ausgabe (nur Print) einen Artikel zu RB Leipzig geschrieben haben und unter dem Titel „Rote Linie“ feststellen, dass RB in Sachen Aufstieg zumindest rechtlich nicht zu stoppen, aber trotzdem „eine schallende Ohrfeige für die Fußballkultur“ sei.

Letztlich ist der Artikel weder sonderlich neu, noch sonderlich originell oder informativ. Er besteht aus einer längeren Darstellung in Sachen formaler Vereinskonstitution und Lizensierungsgeschichten, die im Detail nicht immer korrekt ist, aber korrekterweise zu dem Schluss kommt, dass man RB Leipzig eigentlich nicht ans Bein pinkeln kann, aber der Verein sich trotzdem auf die DFL zubewegen wird, weil keiner Seite an einem Rechtsstreit gelegen ist. Sodass letztlich lizenzierungstechnisch keine Probleme für RB zu erwarten sind.

Der Rest des Textes versucht dann die These zu formulieren, dass RB Leipzig nie Fußball- bzw. Fankultur haben wird, weil der Verein am Reißbrett entstanden ist, die Fans nicht mitbestimmen könnten und alles „letztlich nur eine ausgefeilte Simulation von Fankultur“ sei. Das ist, was den Einfluss der Fans auf ihre ureigenen Fanbelange angeht zumindest nicht komplett richtig. Und zudem im Kern ziemlich anmaßend, denn warum ein 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster entscheiden können soll, wie Fankultur auszusehen hat und ob die RB-Fankultur lebendig ist oder nicht, erschließt sich beim Lesen seiner Meinung nicht.

Witzigerweise formulierte Köster gestern in einem Twitterschlagabtausch, dass er von seiner These auch dann nicht abrückt, falls RB irgendwann irgendwohin mit 20.000 Auswärtsfans reisen sollte. Was erstaunlich ist, weil Köster auf der anderen Seite in seinem Artikel 12.000 Frankfurter auf Europapokal-Fahrt durchaus als Argument für eine leidenschaftliche Fankultur anführt.

Letztlich ist es ein Text, der für das Topthema des Heftes, inklusive Titelbild ganz schön dünn ist. Denn auf (mit Fotos) acht Seiten ungenau beschriebene Fakten und ganz viel Meinung zu präsentieren, ist für ein Monatsmagazin doch ziemlich gewagt..

Coach Alexander Zorniger nahm die Story auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Kiel-Spiel ziemlich entspannt, outete sich als 11Freunde-Leser und bemerkte, dass jeder seine Meinung haben dürfe, er es aber schwierig finde, wenn Köster Fußballkultur nur in seinem Sinne zu definieren versuche.

Die LVZ schreiben ein paar Sätze aus dem Artikel ab und scheinen nicht erfreut, dass ihnen die 11Freunde einen unterwürfigen Umgang mit Red Bull und Mateschitz vorwerfen. Wobei der Vorwurf in Bezug auf die Seite 3 in der LVZ mit Mateschitz-Interview und Würdigung dessen Lebenswerks von vor ein paar Monaten, auf die sich die 11Freunde u.a. beziehen, nicht ganz von der Hand zu weisen ist..

BILD mit einem Artikel zur Torwart-Neuverpflichtung Robert Wulnikowski. Der vor allem die Qualität des Torwart-Trainings absichern soll. Sprich, die durch die Coltorti- und Domaschke-Verletzungen entstandenen Lücken ausfüllen. Zudem wird Wulnikowski den Personalengpass in der U23 beheben helfen. Ob das heißt, dass er auch spielt oder ob er dort nur auf der Bank sitzt, bleibt vorerst unklar.

Detlev Dammeier, ehemaliger RB-Scout und nun Sportdirektor bei Preußen Münster in einem interessanten Interview mit der Münsterschen Zeitung. Mit einigen Vergleichen von Preußen Münster und RB Leipzig, in denen er vor allem die Möglichkeiten bei RB in Bezug auf Scouting und Vereinsinfrastruktur hervorhebt und beschreibt.

Und als letztes noch Gossip rund um Red Bull Ghana. Wahrheitsgehalt: Mit Vorsicht zu genießen. Die niederländische Website Spits berichtet über den Niedergang des Projekts in Ghana, das daran gescheitert sei, dass zu viel Geldeinsatz zu wenige Talente hervorgebracht habe. Eine zentrale Rolle beim Scheitern habe laut des Berichts auch der Chef Pieter in ‚t Groen gespielt, der gegenüber seinen Mitarbeitern zu dominant aufgetreten sei. Stimmen von vor Ort legen zudem nahe, dass das Kapitel Red Bull in Ghana noch nicht endgültig zu den Akten gelegt wurde, sondern man an einer neuen Variante arbeite. Von Seiten Red Bulls gibt es zu diesem Thema allerdings ein Dementi.

[11Freunde] Aktuelles Heft: http://www.11freunde.de/heft/heft-148-032014

[BILD] Bullen holen Trainings-Torwart: http://www.bild.de/regional/leipzig/rb-leipzig/bullen-holen-trainings-torwart-34753120.bild.html

[LVZ] 11Freunde ohne Gnade: http://www.rb-fans.de/forum/viewtopic.php?f=20&t=7285

[Münstersche Zeitung] Dammeier: „Hier ist viel entstanden“: [broken Link]

[NDR] „Störche“: Dünne Beine statt breiter Brust: [broken Link]

[RB Fans] Serie ausbauen bei Kieler Störchen: http://www.rb-fans.de/artikel/20140220-vorbericht-kiel.html

[RB Leipzig] Zorniger und Demme vor dem Spiel in Kiel: http://www.dierotenbullen.com/neuigkeiten/Saison_2013_14/Stimmen-Rueckspiel-Kiel.html

[RBLObserver] http://rblobserver.blogspot.de/2014/02/vorschau-holstein-kiel-rb-leipzig.html

[rotebrauseblogger] Vorschau Holstein Kiel – RB Leipzig: Veränderte Voraussetzungen (inklusive PK-Liveticker): http://rotebrauseblogger.de/2014/02/20/veraenderte-voraussetzungen/

[Spits] FAIL: Fußball-Club Red Bull Ghana: [broken Link]

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