Mit gutem Gefühl in die Länderspielpause

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht vor der Partie von RB Leipzig beim 1.FC Köln (01.10.2017, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Der letzte Akt in der ersten Abfolge englischer Wochen. Das Auswärtsspiel beim 1.FC Köln steht für RB Leipzig an. Dank der Europa-League-Teilnahme der Gastgeber findet die Partie erst am Sonntag statt. Entsprechend fühlt es sich zwischen Champions League in Istanbul und Bundesliga in Köln für RB zeitlich fast schon luftig an. Zwei Tage mehr Vorbereitung bleibt RB Leipzig als den Kölnern. Das ist durchaus ein Vorteil. Wobei RB von Auswärtsspiel zu Auswärtsspiel muss, während Köln zwischen zwei Heimspielen wenigsten keinen Reisestress, also zumindest Zeit für eine verfünftige Regeneration hat.

Der 1. FC Köln ist denkbar schlecht in die Saison gestartet. Gerade mal ein Pünktchen holte man aus den ersten sechs Spielen. Und da waren bis auf Dortmund die ganz großen Aufgaben noch gar nicht dabei. Vor allem die Heimniederlagen gegen Hamburg und Frankfurt und die Niederlage in Augsburg taten weh. Schon 13 Gegentore nach gerade mal sechs Spielen sind für ein Team, das sich eigentlich über defensive Stabilität definiert, definitiv zu viel.

Zuletzt arbeitete man verstärkt genau wieder an dieser Stabilität, um sich irgendwie in die Saison zu kämpfen. Gegen Frankfurt und in Hannover ließ man wenig Chancen zu und kassierte nur noch insgesamt ein Gegentor. Das reichte zumindest zum ersten Punktgewinn beim Aufsteiger Hannover, der bei den Kölner fast schon Erleichterung auslöste.

Trotzdem kann es nach jetzigem Stand auch eine ganz schwere und ganz lange Saison werden. Was unter anderem daran liegt, dass man kadertechnisch nicht sonderlich breit aufgestellt ist. Sodass die längeren Ausfälle der absoluten Leistungsträger Jonas Hector und Marcel Risse besonders ins Gewicht fallen. Dazu der Abgang der Torversicherung Anthony Modeste und es sind gleich drei absolute Stützen weggebrochen.

Dazubekommen hat man im Sommer derweil neben Jannes Horn und Jorge Meré, die noch nicht zu tragenden Stützen geworden sind, im Kern Jhon Cordoba, der bisher eine eher unglückliche Saison spielt und aus vielen Torschüssen wenig bis nichts macht. Er rackert und setzt seinen Körper ein, wie man es aus Mainz noch kennt, aber als Alleinunterhalter im Angriff ist er auch darauf angewiesen, sich die Chancen selbst zu erspielen. Was dann eben nur zu mittelguten Torgelegenheiten und entsprechend auch einer schlechten Chancenverwertung führt.

Das größere Problem ist beim 1.FC Köln wohl derzeit, dass man kaum über Mechanismen verfügt, sich Chancen zu erarbeiten. Das Offensivspiel, das man in einigen Spielen aus dem Ballbesitz heraus ankurbeln musste, basierte meist darauf, den Ball auf die Außenbahnen zu geben und dann zu gucken, was passiert. Für die vielen in den Strafraum segelnden Flanken gibt es aber eigentlich nicht wirklich einen adäquaten Abnehmer, weil Köln gar keinen Kopfballspieler in der Mitte hat. Entsprechend ist das, was Köln im Offensivdrittel spielt, bisher oft einigermaßen zäh.

Wenn sie denn selber den Ball haben. Was sie gegen RB Leipzig vermutlich eher wenig haben werden (wollen). Im Umkehrspiel bleibt Köln ein gutes Team, auch wenn man bisher selten Gelegenheiten hatte, das zu beweisen. Und auch wenn man beispielsweise von Osako bisher nicht das kriegt, was man letzte Saison von ihm gekriegt hat. Spielerisch nicht und auch vor dem Tor fiel der Japaner in den letzten Partien eher dadurch auf, dass er selbst klarste Chancen nicht im gegnerischen Kasten unterbringen konnte. Wobei die Chancenverwertung generell ein großes Problem ist. Und dann kommt dann auch noch Pech dazu, wenn man wie gestern in der Europa League dreifach Aluminium trifft und wieder ohne Tor bleibt.

Mit Modeste ist der Torjäger gegangen, den Cordoba (natürlich) nicht 1:1 ersetzen kann. Probleme in den Spielabläufen. Ein Osako, der in Sachen Effektivität, die eh nie seine Paradedisziplin war, noch mal einen Rückschritt gemacht hat. Dass Köln bisher nur ein Tor erzielt hat, kommt nicht von ungefähr. Am ehesten ist Leonardo Bittencourt noch derjenige, der im Offensivspiel vorangeht und Verantwortung übernimmt, auch wenn seine Bemühungen auch noch nicht von Erfolg gekrönt waren. Aber der 23-Jährige wächst in eine immer zentrale Rolle, was im Verlauf der Saison noch sehr wichtig werden kann. Und im Hintergrund lauert mit Sehrou Guirassy noch einer, der vielleicht auch mal eine längere Chance verdient hätte und viele Anlagen eines sehr guten Stürmers hat.

Problematisch natürlich für die Kölner, dass sie ausgerechnet während dieses schweren Saisonstarts auch noch die Europa League bestreiten müssen. Das führt zwar zu guter Laune wie beim Auswärtstrip nach London zum FC Arsenal, hat aber gefühlt gerade rund um das Heimspiel gegen Hamburg auch einiges an Aufmerksamkeit geraubt. Und die Doppelbelastung bleibt auch im Oktober ein Thema. Sodass Punkte gegen RB Leipzig eigentlich ganz gut täten, um das wartende Programm halbwegs in Ruhe angehen zu können.

Fakt ist bis hierhin, dass der 1.FC Köln nicht zu Unrecht auf dem letzten Platz steht. Nur ein Team hat mehr Chancen zugelassen als Köln, nur vier Teams haben weniger Chancen herausgespielt. Dabei muss man aber auch beachten, dass man in Sachen zugelassener Großchancen ein Durchschnittsteam der Liga ist. Sprich, die Spielbalance war bisher nicht gut bzw. oft schlecht, aber man verfügt durchaus auch weiterhin über die Qualität, dafür zu sorgen, dass die gegnerischen Angreifer nicht permanent allein vor Timo Horn stehen.

Damit sich diese Stabilität weiter verbessert, setzte man zuletzt wieder auf die Fünferkette (wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, gegen Roter Stern Belgrad in der zweiten Halbzeit einen Sturmlauf zu veranstalten). Stabile Verteidigung in der Zentrale mit drei Innenverteidigern. Möglichkeit zum Umschalten, über verschiedene Außenbahnakteure. Und vorn hat man mit Cordoba ja einen, der sich mal durchwühlen kann. Man geht wieder einen Schritt zurück zu dem Spiel, mit dem man sich nach dem Wiederaufstieg in der Bundesliga etablierte. Die Null soll vermehrt hinten stehen. Und alles andere kommt dann von selbst.

Das dürfte auch bedeuten, dass man in Sachen Ballbesitz wohl wieder von Platz 7 in der Bundesliga abrutschen und vermehrt auf lange Bälle setzen wird. Bisher war man in dieser Saison diesbezüglich ein Durchschnittsteam. Und es dürfte auch bedeuten, dass zu den schon zwei Kontergegentoren (nur der HSV und RB haben schon genauso viele kassiert, nur fünf Teams haben überhaupt schon Kontergegentore kassiert) nicht mehr so viele dazukommen werden.

Auch die Undisziplinierten im eigenen Strafraum und die Anfälligkeit beim Standard (wie im Heimspiel gegen den HSV) muss man sicherlich abstellen. Aus dem normalen Spiel heraus hat man bisher gar nicht extrem viele Tore kassiert. Was dann auch noch mal darauf verweist, dass der 1.FC Köln sehr wohl über Defensivabläufe verfügt, die noch nicht völlig verschüttet sind.

Back to the roots heißt es für den 1.FC Köln also, wenn er in dieser Saison nicht zu den Teams auf den letzten drei Plätzen gehören will. Wo man ihn vor der Saison nicht gesehen hätte. Wo so ein nicht unbedingt sehr tief besetztes Team aber ganz schnell hinrutschen kann, wenn man Modeste als Abgang und Hector und Risse als Verletzte ersetzten muss und ein Cordoba nicht so schnell funktionieren kann, weil er auch gar kein Modeste-1:1-Ersatz ist.

Ganz klein sollte man den Kader aber auch nicht machen. Bisher haben halt viele Puzzlestücke wie Osako oder Sörensen formtechnisch noch nicht gepasst. Aus dem zentralen Mittelfeld kommt, Hector hin oder her, zu wenig. Auf den Außenverteidigerpositionen schwimmt man aktuell ein wenig unterhalb des Potenzials, das dort eigentlich steckt. Soll heißen, wenn sich dieser Kader über eine stabile Defensive aufrichten kann, steckt durchaus einige Qualität drin, die für das Mittelfeld der Bundesliga reicht. Aber da müssen die Puzzlestücke halt auch ineinander greifen. In Hannover taten sie das in der zweiten Halbzeit schon ein bisschen besser. Darauf wird man in Köln aufbauen.

Auf Seiten von RB Leipzig wird man natürlich verhindern wollen, dass der Effzeh ausgerechnet im direkten Aufeinandertreffen seinen ersten Sieg in der Bundesliga in dieser Saison landet. Die Pause zwischen Istanbul und Köln war ausreichend groß (auch nicht anders als wenn man Freitag – Sonntag spielt), um auch gut zu regenerieren und mal abzuschalten und sich trotzdem noch gut auf die kommende Partie vorzubereiten. Auch das Trainerteam bekam mal ein paar Stunden mehr für die taktische Analyse und für das Nachdenken über Spielideen.

Dass man verstärkt den Ball haben und einen kompakt verteidigenden Gegner bespielen muss, ist anzunehmen. Wie schon gegen Augsburg und Frankfurt wird es dabei wohl gegen eine Fünferkette gehen. Wie schon gegen Augsburg und gegen Frankfurt wird die Frage sein, wie RB im Offensivspiel Dominanz und Torgefahr verbinden kann und gleichzeitig in der Defensive eine gute Absicherung hinkriegt.

Personell wird es aufgrund der längeren Pause wohl gar nicht so viele Änderungen geben. Naby Keita fehlt weiter rotgesperrt. Kevin Kampl hat sich hier im Spiel in Istanbul als gute und kreative Alternative auf der Sechs gezeigt. Stefan Ilsanker wäre die eher defensiv stabile Variante. Nach dem Sonderlob für Ilsanker nach dem Istanbul-Spiel ist anzunehmen, dass Hasenhüttl einen Platz für ihn finden will. Entweder halt auf der Sechs oder erneut rechts hinten.

Fraglich noch, was mit Timo Werner wird. Seine Kreislaufattacke aus dem Spiel in Istanbul blieb ein wenig rätselhaft. Nachdem er bisher seit Saisonbeginn durchgespielt hat, täte ihm vor der Länderspielreise vielleicht auch mal eine Pause ganz gut. Eine Doppelspitze mit Sabitzer und Augustin hatte man ja auch schon in Istanbul ab Mitte der ersten Halbzeit.

Mögliche Aufstellungen:

  • 1.FC Köln: Klünter, Sörensen, Heintz, Maroh (Meré), Rausch – Lehmann, Höger – Osako, Rausch – Cordoba
  • RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (Ilsanker), Orban, Upamecano, Halstenberg (Bernardo) – Demme, Kampl (Ilsanker) – Sabitzer (Kampl), Forsberg – Augustin (Poulsen), Werner (Sabitzer)

Für RB Leipzig ist dieses Spiel auch eins mit einer gewissen Wichtigkeit für das Gefühl. Mit 13 Punkten aus sieben Spielen in die Länderspielpause zu gehen, wäre gut. Mit zehn Punkten in die Pause zu gehen, wäre dagegen überschaubar. Vor allem angesichts dessen, dass es ab Mitte Oktober ganz heiß wird und in der Bundesliga die Auswärtsspiele in Dortmund und München anstehen. Dazu die zwei sehr wichtigen Champions-League-Partien gegen Porto, das DFB-Pokalhalbfinale gegen die Bayern und die Heimspiele gegen die Aufsteiger. Wäre schon nicht ganz unwichtig für den Entspannungsgrad hinsichtlich dieses Programms in drei weiteren englischen Wochen aus Köln noch mal Punkte mitzunehmen.

Fazit: Wichtiges Auswärtsspiel für RB Leipzig, um gerüstet in die Spiele gegen ganz dicken Brocken nach der Länderspielpause zu gehen. Mit dem 1.FC Köln wartet ein Team, das gegen den Abwärtstrend wieder auf Defensive und Umkehrspiel setzt und sehr unangenehm zu bespielen sein wird. Im Kern wartet auf RB eine Aufgabe wie in Augsburg oder gegen Frankfurt. Einmal löste man diese Aufgabe schlecht, einmal lange Zeit gut. Mal sehen, wie es nun in Köln aussehen wird.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Köln nicht vor Ort verfolgen kann und am 01.10.2017, ab 18.00 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. 1.FC Köln

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Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Köln. Mit Ralph Hasenhüttl.

13.16

So, letzter Akt der ersten drei englischen Wochen.. Auswärtsfahrt zum 1. FC Köln. Die stehen schon einigermaßen unter Druck und haben zuletzt gegen Hannover gezeigt, dass man es künftig wieder mit weniger Ballbesitz und mehr Defensive probieren will.

13.20

Neben der Tabellensituation rumort es auch jenseits des Platzes ein wenig in Köln. Teile der Fans und die Vereinsführung fechten gerade den einen oder anderen Strauß aus. Unter der Woche scheiterte eine Initiative damit, in der Vereinssatzung aufzunehmen, dass auch Anteilsverkäufe unterhalb von 25% zustimmungspflichtig sind. Die Vereinsführung war über den Antrag nicht amüsiert. Die Antragsteller waren über die Reaktion der Vereinsführung nicht amüsiert. Am Ende scheiterte der Antrag, weil auf der Mitgliederversammlung nur ein Drittel statt der erforderlcihen zwei Drittel zustimmten. Ein Drittel der interessiertesten Mitlgieder aber immerhin hatte man auf seiner Seite. Das spircht dann doch auch für eine gewisse Spaltung im Sinne einer Meinungsdifferenz im Verein. Nicht ganz einfache Zeiten in Köln, wo auch noch ein umstrittener Stadionneubau auf der Tagesordnung steht. Aber auch das macht nur Sinn, wenn man auch dauerhaft in der Bundesliga spielt..

13.24

Hätte man vor der Saison wohl auch nicht gedacht, dass es in Köln so schnell brodeln könnte. Erste Europapokal-Teilnahme seit Ewigkeiten. Ganz gute wirtschaftliche Lage. Eigentllch gute Voraussetzungen, aber sportlich passt es bisher nicht zusammen und die Baustellen abseits des Platzes werden dadurch auch eher größer. Die Auswärtsfahrt nach London hat stimmungstechnisch noch mal vieles gekittet. Wenn in der Bundesliga nicht in den nächsten Wochen ein paar Punkte vom Laster fallen, dürfte es aber sehr ungemütlich werden.

13.26

Bei RB hat man nach der Niederlage in Istanbul ein wenig das Gefühl, dass es gemütlicher zugeht, als man erwarten könnte. Trainingsfreier Tag, ein bisschen durchschnaufen, Kopf freikriegen. Aber die kommenden Wochen haben es sportlich in sich mit vielen schweren und wichtigen Aufgaben. Da kann die Saison auch schnell in die eine oder andere Richtung abbiegen.

13.34

Ralph Hasenhüttl: Kevin Kampl heute nur individuell trainiert (Sprunggelenk). Timo Werner auf dem Platz, geht ihm aber nicht so gut. Wird wohl eher nichts am Wochenende klingt durch. Ist aber noch offen. Wird heute noch nicht entschieden. „Freier Tag gestern hat gut getan. Gute Trainingseinheit heute.“

13.37

Hasenhüttl: Man weiß nicht genau, was mit Werner ist. Ihm ist immer noch ein bisschen schwindelig. Vielleicht ist es die Belastung (auch mentale). „Vielleicht zollt er dem gerade Tribut.“

Nachvollziehbar, dass Löw Werner trotzdem nominiert hat. „Er will auch die bestmögliche Formation.“

Dass es Probleme mit Ohren schon mal gab, wüsste Hasenhüttl nicht.

13.41

Hasenhüttl: Kein Kontakt mit Stöger. „Wir hatten beide keine so prickelnde, internationale Woche.“ Mal sehen, wie es Sonntag ist.

Upamecano gegen Cordoba? „Spiel in Mainz gegen Cordoba war damals sehr wichtig für seine Entwicklung.“ Lobt Upamecanos Entwicklung. „Wir müssen wieder besser verteidigen, mal wieder zu Null spielen und nicht einem Rückstand hinterherlaufen. Geht darum, erstmal konzentriert gegen den Ball zu arbeiten.“

„Ich unterschätze niemanden, schon gar nicht in der Bundesliga. Vorgeschichte der Kölner hat für mich gar keine Bewandnis.“ Tabelle hat für das Spiel keine Aussagekraft. Gestern Köln mit guter zweiter Halbzeit.

„Kein Nachteil für uns, dass Köln zwei Tage weniger Zeit hatte zur Regeneration.“ Gibt für RB keine „Pflchtsiege“ auswärts. „Müssen auswärts wieder die Stabiltiät kriegen, die wir letzte Saison hatten.“ Erwartet ein Kampfspiel. Personal unklar, wichtig ist die Mentalität und das Defensivverhalten.

13.46

Hasenhüttl zum Teamgeist: Hat über die Kicker-Äußerung zu Keita und seinen Extra-Wünschen geschmunzelt. „Große Konkurrenzsituation im Kader. Ist wichtig breiter aufgestellt zu sein.“ Nicht jeder kann gleich gut damit umgehen, mal draußen zu sitzen.

„In den ersten drei englischen Wochen viel gelernt. Wissen, wie wir erfolgreich sein können.“ Geht nur gemeinsam. Hat aber nur wenig damit zu tun, wie man abseits zueinander steht. „Unwichtig, ob die Atmosphäre außen rum so ist, wie sich das manch einer wünscht.“ Wichtig ist aufm Platz..

„Kann aus der Ferne nichts zu Pizarro und zum Fitnessstand sagen.“

„Naby Keita merkt man an, dass er auch nicht das spielen kann, was er kann, wenn er nicht im Volbesitz der Kräfte und im Spielrhythmus ist.“

Man muss sich Erfolge holen und darüber Selbstvertrauen tanken. Das macht die Spieler auch einzeln stärker. Man muss im Team besser verteidigen. „Der Rest kommt von ganz allein udn dann ist es nicht so wichtig, welche Spieler auf dem Platz stehen.“

13.48

Bayern für Hasenhüttl kein Thema. „Noch keine Sekunde drüber nachgedacht.“

Deutsche Teams in Europa: „Warten wir mal bis zum Ende ab.“ Nach zwei Spielen könne man noch nicht genau urteilen. „Mache mir keine Sorgen über den deutschen Fußball.“ „Mache mir über unsere Spiele Gedanken“, der Rest ist nicht Hasenhüttls Thema. Geht davon aus, dass RB in der Champions League noch Siege holt.

Sabitzer oder Poulsen wären Alternativen für Werner. Lobt Sabitzer für seinen Istanbul-Auftritt. Man brauche solche Spieler auswärts. Wird wohl sicher in Köln spielen, nur noch unklar wo.

13.50

Hasenhüttl: „Istanubl war sicher für uns alle was neues. Kann man nicht beschrieben, wie laut es dort war. War unerträglich. Hab immer noch Ohrenschmerzen. Gewöhnt man sich aber dran für das nächste Mal. Fehler im Ballbesitz können unter solcher Atmosphäre passieren. Für Fehler gegen den Ball habe ich kein Verständnis. Da waren wir nicht wach genug. Erfahrung gemacht, das war wichtig. Wir wollten lernen, aber wir müssen schnell lernen. Beim nächsten Mal werden wir auswärts anders agieren.“

13.54

Hasenhüttl zu Compper und Kaiser: „Compper in Augsburg nicht ganz so glücklich ausgesehen beim 0:1.“ Viel Konkurrenz auf allen Positionen. „Müssen jedem das Gefühl geben, dass er wichtig ist.“ Kümmern uns um alle Spieler. „Aber keine einfache Situation, das ist richtig.“

Weiß nicht, wie viel Ballbesitz man in Köln haben wird. „80% Ballbesitz sind nicht unser Ziel am Ende schwerer englischen Wochen.“ Wollen mal in Führung gehen und den Gegner kommen lassen können. „Bereiten uns auf Ballbesitz und auf Druckphasen vor.“

„Spieler merken selbst, wenn es nicht ihr Tag ist.“ Wie bei Keita in Istanbul. Wird analysiert und versucht zu verstehen und dann im Austausch auch mit den Spielern geklärt.

13.59

Ralph Hasenhüttl hier heute sehr fokussiert und noch ordentlich verärgert, dass man diese Saison im Spiel gegen den Ball nicht so konsequent ist wie letzte Saison. Da liegt das Istanbul-Spiel noch ganz gut im Magen und provoziert eine gewisse Angriffslust. Deutliche Ansagen, dass man künftig wieder mehr als Team arbeiten und sich (auch durch Champions-League-Siege) belohnen muss. Klingt doch nach einem gewissen sportlchen Anspruchsfeuer unterm RB-Dach. Verpackt in ruhige, aber klare Worte.

In Köln soll mal die Null stehen. Ein ähnliches Ziel hat Köln sicher auch. Da kann man sich ungefähr ausrechnen, dass das kein großer Leckerbissen wird, wenn nicht früh ein Tor fällt, wegen dem eines der beiden Teams aufmachen muss.

14.00

Nun denn, bei RB Leipzig will man wieder mehr Schlachten und mehr Basics sehen. Mal gucken, was man davon am Sonntag auf den Platz kriegt. Schönes Wochenende allerseits.

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Ein Gedanke zu „Mit gutem Gefühl in die Länderspielpause“

  1. Das Spiel in Istanbul war von Seiten RB etwas gehemmt. Der Lärm im Stadion (hat man im TV gar nicht so gehört) muss den Spielern sprichwörtlich in die Ohren gestiegen sein. Timo Werner braucht eine Ruhepause. Er sollte auf die kommenden zwei Spiele in der Nationalelf verzichten, das würde Körper und Geist gut tun. Hoffen wir, dass es in Köln mit drei Punkten klappt. Nach der Länderspielpause wird es eh schwer, Punkte zu holen, die Bayern sind angeschlagen und da sind sie gefährlich.
    Grüße aus dem Neuseeenland

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