Bundesliga: Borussia Mönchengladbach vs. RB Leipzig 1:2

Drei Auswärtsniederlagen hintereinander ohne eigenes Tor für RB Leipzig. Dazu die letzten beiden Ligaspiele verloren. Ein bisschen stellte sich vor dem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach die Frage, ob aus Einzelereignissen nun doch ein Trend wird. Am Ende der 90 Minuten feierte RB eine Art Statement-Sieg gegen die aufkommenden Unkenrufe und Hoffenheim-Vergleiche, den man sich durch viel Aufwand und durch das bessere Agieren vor dem gegnerischen Tor auch verdiente.

Etwas überraschend, was Ralph Hasenhüttl in Mönchengladbach aufstellungstechnisch veranstaltete. Der eigentlich angekündigte Upamecano blieb auf der Bank. Dafür rückte Ilsanker neben den nach Gelbsperre zurückkehrenden Compper in die Innenverteidigung. Statt Orban/ Upamecano also Compper/ Ilsanker als Startduo. Keita rutschte von der Zehn für Ilsanker auf die Sechs, auf der er wirkungsvoller ist. Sabitzer spielte statt zweiter Spitze wieder auf der Stammposition auf der Zehn, die ihm auch näher liegt. Und Burke bekam dafür den Platz neben Werner im Sturm, wo er allerdings etwas wirkungslos blieb. Überraschend aber vor allem, Schmitz für Bernardo in die Startelf zu stellen. Wobei Schmitz seine Sache abgesehen von kleineren Wacklern sehr gut machte.

Am Ende war es das gewohnte 4-2-2-2-System, nachdem man vor dem Spiel noch rätseln durfte, ob Hasenhüttl eventuell eine Systemumstellung plant. Zumindest ließen sich seine Äußerungen, Upamecano, Ilsanker und Keita spielen zu lassen, entsprechend interpretieren, wenn man davon ausging, dass Keita nicht noch mal auf der Zehn spielen würde. Durch Upamecanos Bankplatz blieb es dann aber doch beim gewohnten System und Keita fand trotzdem einen Platz auf der Sechs.

Dieter Hecking wechselte bei Borussia Mönchengladbach fast gar nicht durch. Gegenüber der Europa-League-Elf von Donnerstag brachte er Hahn für Herrmann. Im Vergleich zur Bundesliga vor einer Woche kam der gesperrte Stindl für Herrmann zurück ins Team. Klassisches 4-4-2. Und nicht so richtig viele Wechsel für eine englische Woche. Wobei die Laufleistung der Gastgeber keine Rückschlüsse auf fehlende Frische zuließ.

Die erste Viertelstunde gehörte überwiegend Mönchengladbach. RB Leipzig in der umgestellten Formation mit dem Ball noch etwas unsicher und mit fehlender Genauigkeit. Mönchengladbach versuchte daraus Kapital zu schlagen und versuchte immer wieder die Außenpositionen ins Spiel zu bringen. Der entscheidende, durchschlagende Erfolg blieb aus. Hazards entschloss sich nach 11 Minuten aus etwas ungünstigem Winkel für den Torabschluss statt für die Suche nach einem Mitspieler, zielte aber am kurzen Pfosten vorbei.

RB Leipzig spielte derweil gegen den Ball mit viel Einsatz und setzte damit die Gastgeber auch immer mal wieder gut unter Druck und gewann ein paar gute Bälle. Es lief ein bisschen darauf hinaus, dass man darauf wartete, aus einem dieser Ballgewinne mal eine entscheidende Chance zu kreieren. Als erstes war damit der sehr auffällige und laufstarke Marcel Sabitzer dran, der nach einer reichlichen Viertelstunde von halbrechts abzog. Seinen Schuss lenkte Sommer aber gerade noch mit den Fingerspitzen an den Außenpfosten.

Die Führung erzielt dann natürlich Emil Forsberg. Über links kombinierten sich Sabitzer und Werner den Ball zu. Forsberg übernahm dann zentral vor dem Strafraum und versenkte den Ball trocken links unten im Tor. Das erste Auswärtstor seit dem 12. Spieltag und dem 4:1 in Freiburg. Lang, lang ist es hergewesen.

Emil Forsberg macht im Spiel bei Borussia Mönchengladbach wieder mal den Unterschied. | GEPA Pictures - Roger Petzsche

Mönchengladbach versuchte es weiter mit Angriffen über die Außenbahnen. Aber ein bisschen hatten sie einen Tag wie RB letzte Woche erwischt. Bis zum Strafraum war vieles gar nicht schlecht. Aber das Ausspielen von aussichtsreichen Situationen im Strafraum war nicht so richtig gut. Sodass vieles einfach an der aufmerksamen Abwehrarbeit von RB am und im Strafraum verpuffte.

Bis Marvin Compper kurz vor dem Pausenpfiff gegen Stindl ein wenig zu spät kommt und ihn am Strafraumeck trifft und so den Gastgebern die große Ausgleichschance beschert. Den folgenden Strafstoß kann man in jedem Fall geben, auch wenn Compper, der den Kontakt vermutlich nicht für ursächlich für das Fallen hielt, das deutlich  anders sah. Aber so richtig intensiv war der Protest von RB-Seite nicht. Machte am Ende auch nichts, denn Gulacsi fischte den Elfmeter gegen den viel versuchenden, aber unglücklichen Hazard aus der rechten Ecke.

Eine Führung zur Pause hatte RB Leipzig letztmals im Hinspiel gegen Mönchengladbach verspielt. Die Möglichkeit, dass das auch diesmal passiert, war durchaus nicht unerheblich. Denn im ersten Durchgang war der VfL mindestens gleichwertig. Wenn der Elfmeter versenkt worden wäre, hätte das die Kräfteverhältnisse ganz gut widergegeben. Und es wäre zu erwarten gewesen, dass die Gastgeber nach der Pause das verpasste Tor nachholen wollen.

Aber nach dem Seitenwechsel hatte RB die Dinge in Mönchengladbach erst mal sehr gut im Griff. Defensiv kommt man praktisch gar nicht in Verlegenheit und offensiv setzt man schon zehn Minuten nach der Pause den nächsten Stich. Nach Ballgewinn von Keita und gutem Ball in die Tiefe geht es über Werner, Forsberg und Werner schnell. Zu schnell für die sonst überwiegend gut zupackende VfL-Defensive. Werner ist von halbrechts schneller als der Rest und schießt im langen Eck ein.

Von Gastgeberseite werden die Angriffe nun wütender. Es folgt eine längere Phase, in der das Spiel hoch und runter wogt und RB auch verschiedene gute Umschaltsituationen bekommt, in denen man das 3:0 machen kann. Wenn man die Situationen etwas besser ausgespielt hätte. Auf der anderen Seite rettet Gulacsi gegen Stindl.

Anfällig zeigt sich die RB-Defensive vor allem bei Standards. Immer wieder ist es Vestergaard, der sich im Strafraum im Getümmel durchsetzen kann. Vier Torabschlüsse hatte er am Ende auf dem Konto. Sehr viel für einen Innenverteidiger. Einer davon sitzt dann nach 81 Minuten fast schon folgerichtig. Unhaltbarer Kopfball nach Ecke. Der das Spiel nun endgültig noch mal richtig scharf macht.

Wobei Mönchengladbach in der Schlussphase auch ein bisschen den Kopf verliert. Viele lange Bälle auf Spieler, die mit langen Bällen vielleicht nicht so viel anfangen können. Und in der Verteidigung des zweiten Balles gehört RB Leipzig nicht zu den schlechteren Teams der Liga. Kopfballtechnisch kann RB trotzdem Verstärkung gebrauchen. Upamecano kommt entsprechend für Forsberg und macht aus der Viererkette hinten eien Fünferkette. Und köpft in der Schlussphase noch mal manch langen Ball aus der Gefahrenzone.

Entsprechend geht es in den letzten Minuten einigermaßen wild und aufgeregt zur Sache. Aber die entscheidende letzte Chance zum auch nicht unverdienten Ausgleich bekommt Mönchengladbach nicht mehr. Sodass nach 96 Minuten und einem letzten Freistoß in Tornähe das Zittern zu Ende ist.

Über 90 Minuten gesehen investierte RB Leipzig vor allem im Spiel gegen den Ball sehr viel. Immer wieder half man sich gegenseitig aus und lief entstehende Lücken im Höchsttempo zu. Sodass man aufgehende Räume auch immer wieder schließen konnte, bevor daraus die ganz große Gefahr entstand. Auf der anderen Seite machte Mönchengladbach abgesehen vom Spiel in den Strafraum (wo dann vielleicht doch der entscheidende Torjäger fehlt) gar nicht so viel falsch. Man verteidigte nicht so passiv wie zuletzt, sondern lief vorn die RB-Innenverteidiger auch immer wieder an, sodass die nicht dauernd in einfache Passsituationen kamen. Und die zweikampfstarke Innenverteidigung ließ fast nichts zu, sodass man sehen konnte, warum die Borussia bisher 2017 so wenig Gegentreffer kassierte. Zweimal klingelte es dann aber trotzdem. Seltsam, dieser Fußballsport.

Fazit: Am Ende gewann das Team, das vor dem Tor die besseren, zielführenderen Lösungen hatte. Dabei kam RB Leipzig entgegen, dass man in Führung ging und dass Peter Gulacsi den Elfmeter vor der Pause hielt. Viel Aufwand, Effektivität plus ein bisschen Matchglück. Das machte am Ende zwischen Leipzig und Mönchengladbach den entscheidenden Unterschied.

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Randbemerkung 1: Vier Spiele hat RB Leipzig in der Rückrunde nun absolviert. Im Vergleich mit der Hinrunde hängt man den Punkten etwas hinterher. Acht holte man damals aus den vier Spielen. Nun sind es sechs. Macht minus zwei. Gegen den nächsten Gegner Köln holte man im Hinspiel einen Punkt, Mit einem Sieg im kommenden Spiel wäre man also punktetechnisch auf Hinrundenkurs.

Randbemerkung 2: Wieder mal Emil Forsberg mit zwei direkten Torbeteiligungen. Sechs Tore und zehn Vorlagen stehen nun auf seinem Konto. Dazu war er bei weiteren sieben Toren an der Entstehung beteiligt. An 23 von 29 RB-Toren, bei denen Forsberg auf dem Platz stand, hatte er auch seine Füße oder andere Körperteile im Spiel. 2,09 Tore schießt RB Leipzig mit Forsberg auf dem Platz pro 90 Minuten. 1,26 Tore sind es ohne ihn pro 90 Minuten. Mehr muss man nicht wissen.

Randbemerkung 3:In Abwesenheit von Yussuf Poulsen saß Davie Selke diesmal die kompletten 90 Minuten auf der Bank. War jetzt auch nicht der Spielverlauf, bei dem man ihn zwingend bringen muss. Aber das Konfliktpotenzial um die Personalie Selke wird größer. „Jetzt oder nie“ titelte der Kicker letzte Woche wegen der Poulsen-Verletzung nicht ganz falsch in Bezug auf Selkes Bundesliga-Durchbruch bei RB Leipzig. Im ersten Spiel ohne den Dänen lautete die Antwort für Selke „nie“. Mal sehen, was die kommenden Wochen bringen.

Randbemerkung 4: Durchaus bemerkenswert: Die beiden RB-Tore waren die ersten Gegentore aus dem Spiel heraus, die Mönchengladbach unter Hecking überhaupt kassierte. In sechs Pflichtspielen standen zuvor drei Gegentore. Zwei nach Ecke, eins nach Freistoß. So ganz ohne war es dann also auf keinen Fall, in Mönchengladbach mal eben zweimal ohne Standardhilfe zu treffen.

Randbemerkung 5: Drei Gegentore für RB Leipzig nach Ecken in zwei Spielen. Das ist durchaus ein bisschen viel. Damit macht man sich viel Arbeit, die man im Spiel gegen den Ball investiert, auf etwas zu einfache Art und Weise wieder kaputt (zumal Vestergaard bspw. noch zwei, drei andere Gelegenheiten hatte, nach Standard zum Torerfolg zu kommen). Sicherlich etwas, woran man arbeiten muss. Wobei mit Poulsen da natürlich auch ein ganz wichtiger, zusätzlicher kopballstarker Spieler enorm fehlt. Egal wer stattdessen in die Formation rutscht, die Defensivstärke eines Poulsens bei Standards bringt leider niemand mit.

Randbemerkung 6: Aufregung noch nach dem Schlusspfiff. Eigentlich nicht der Rede wert. Jantschke war Werner auf den Fuß getreten. Werner fiel daraufhin, stand aber auch sofort wieder auf. Beide mit der typischen Theatralik von ‚ist doch gar nichts gewesen‘ (eine Seite) und ‚war extrem viel‘ (andere Seite). Jantschke entschuldigte sich dann später. Hecking fand es eine unnötige Szene und meinte, man müsse zwischen den Trainern vielleicht mal reden. Wenn es nicht Werner wäre, hätte wohl eine Minute später sowieso niemand mehr drüber geredet. So war es natürlich wieder der von RB mit der Schwalbe. Wobei ein Stollenschuh auf dem Fuß durchaus weh tun und man auch umfallen kann, aber vielleicht auch nicht muss. Kurz nach dem Schlusspfiff sind natürlich alle Spieler noch vollgepumpt mit Adrenalin. Von daher passieren immer Dinge, die nicht passieren sollten (wie das eine oder andere Wort oder ein Fuß, der auf einem anderen steht). Aber den Beteiligten sollte klar sein, dass sie mit solchen Geschichten auch die Fans drumherum noch mal ordentlich und überflüssig aufpumpen. Direkt vor dem Bereich der Heimfans führte das zu einer wahren Armada von geworfenen Gegenständen, die sich im davor befindlichen Netz verfingen.

Randbemerkung 7: Apropos Werfen von Gegenständen. Warum man es nicht unterbinden kann, dass man aus dem Oberrang Dinge in den Unterrang mit den Gästefans wirft, muss sich nicht erschließen. Könnte man ja im entsprechenden Bereich doch ganz gut rausfischen, so Leute, die Dinge nicht bei sich behalten können. Immerhin einer dufte dafür nach dem Spiel Borussia-beschalt im Gästebereich seine Personalien bei der Security abgeben und war damit etwas unzufrieden. Half ihm aber nicht viel.

Randbemerkung 8: 19 Minuten Stimmungsboykott auf Gladbacher Seite (naja, fast durchgehalten, so richtig still wurde es eigentlich erst phasenweise in der zweiten Halbzeit). Verschiedene Banner mit Kritik an RB-Wettbewerbsverzerrung, vergessenen Fans und vielem mehr. Und dann dieses Banner: „Wir verurteilen jeden geworfenen Stein…“, hieß es zuerst, um dann in Teil 2 „der euch Kunden nicht getroffen hat“ zu dichten. Und sich dann wundern, warum man mit seinen Ansichten und Fanperspektiven nicht ernstgenommen wird. Wer so formuliert, stellt sich außerhalb jeder möglichen Debatte.

Lichtblicke:

  • Emil Forsberg: Zurück in Hinrundenform. Ein Tor geschossen, ein Tor vorbereitet. Immer anspielbereit. Und auch gegen den Ball mit unheimlich viel Engagement gearbeitet. In der Form gehört er tatsächlich zu den besten Offensivspielern der Bundesliga, weil er effektiv und mannschaftsdienlich agiert.
  • Peter Gulacsi: Hatte über das Spiel gesehen gar nicht so viel zu tun. Aber er spielte es aufmerksam und sicher und hielt, was man halten musste. Und darüber hinaus auch das, was man nicht unbedingt halten muss. Nämlich den Elfmeter von Hazard. Schon der zweite (von insgesamt nur drei) gehaltene Elfmeter diese Saison. Gulacsi diesmal ein entscheidender Rückhalt fürs Team.
  • Stefan Ilsanker: Vielleicht so etwas wie der Spieler der Rückrunde bisher (bzw. der Zeit seit der Winterpause). Wegen Orbans Abwesenheit diesmal wieder in der Innenverteidigung. Und dort aufmerksam, zweikampfstark und ballsicher. Wenn nötig auch Schmitz auf der rechten Seite helfend. Starke Partie. Schon wieder. Wird einem langsam fast schon unheimlich.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des 21.Spieltags bei Borussia Mönchengladbach bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 0:1 Forsberg (31.), 0:2 Werner (55.), 1:2 Vestergaard (81.)

Besonderes Vorkommnis: Gulacsi hält Foulelfmeter gegen Hazard (45.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Schmitz, Ilsanker, Compper, Halstenberg – Demme, Keita (76. Khedira) – Sabitzer, Forsberg (83. Upamecano) – Burke (66. Kaiser), Werner; Bank: Coltorti, Selke, Bernardo, Palacios; Nicht im Kader: Klostermann, Poulsen (beide verletzt), Orban (gesperrt), Müller

Aufstellung Borussia Mönchengladbach: Sommer – Jantschke, Christensen, Vestergaard, Wendt (62. Herrmann) – Kramer, Dahoud – Hahn (62. Hofmann), Johnson (80. Drmic) – Stindl, Hazard

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Aus Stadionsicht ein paar nicht ganz nachvollziehbare Zweikampfentscheidungen. Gelbe Karten gingen ok. Elfmeter auch. Hätte kurz vorher nach Halten von Ilsanker gegen Vestergaard auch noch einen zweiten Elfer geben können. Insgesamt eine souveräne Spielleitung von Zwayer mit Abzügen in der B-Note. Warum in dem Spiel vier Minuten nachgespielt wurden und letzte Woche gegen Hamburg nur drei, weiß aber wohl nur der Nachspielzeitwürfel. Dass aus vier Minuten sechs Minuten wurden, war angesichts von Sabitzers Verletzungsauszeit dagegen nachvollziehbar.)

Gelbe Karten: Wendt, Stindl, Hazard, Kramer – Halstenberg (3.), Keita (3.), Demme (3.)

Zuschauer: 51.535 (davon 1.400 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, BMG-Bericht, Kicker-Bericht

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  • Torschüsse: 12 : 9
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 10 : 5
  • Schüsse auf das Tor: 3 : 5
  • gewonnene Zweikämpfe: 51,1% : 48,9%
  • Ballbesitz: 54,9% : 45,1%
  • Passquote: 73,5% : 67,7%
  • Laufstrecke: 119,8 km : 119,1 km
  • Sprints: 210 : 201
  • Intensive Läufe: 641 : 643
  • Fouls: 15 : 17
  • Ecken: 8 : 3
  • Abseits: 7 : 7
  • Meiste Torschüsse: Vestergaard, Hazard: je 4 – Sabitzer: 4
  • Meiste Torschussvorlagen: Wendt, Hazard, Stindl: je 3 – Forsberg, Werner: je 3
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Christensen: 100,0% – Ilsanker: 66,7%
  • Meiste Ballkontakte: Kramer: 103 – Demme: 74
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Christensen: 90,6% – Keita: 76,5%
  • Größte Laufstrecke: Dahoud: 12,2 km – Demme: 12,9 km
  • Meiste Sprints: Hazard: 36 – Werner: 36

Statistiken von bundesliga.de, bild.de, FourFourTwo

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Saisontorschützen: Werner – 12; Forsberg – 6; Sabitzer – 5; Keita – 4; Selke, Orban – je 2; Kaiser, Burke, Poulsen, Compper – je 1; Eigentore: Baumgartlinger, Kolasinac, Vallejo

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 10; Werner – 6; Keita – 5; Sabitzer – 4; Demme – 3; Poulsen, Burke, Halstenberg – je 2; Schmitz, Orban, Compper, Selke – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Demme, Sabitzer – je 10; Forsberg – 7; Keita, Orban – 6; Ilsanker, Poulsen – je 5; Compper, Halstenberg – je 4; Gulacsi – je 3; Kaiser – 2; Bernardo, Werner, Selke, Burke – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Roger Petzsche

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16 Gedanken zu „Bundesliga: Borussia Mönchengladbach vs. RB Leipzig 1:2“

  1. Schade, dass Du nichts von Burke geschrieben hast. Ich wäre neugieirg wie Du seine Leistung beurteilst. Fürchte langsam, dass er doch zu viel Vorschusslorbeeren bekommen hat. Das erste Tor ist wohl eher trotz Ihm entstanden als durch ihn. Ich hoffe auf eine Detailbetrachtung in kommenden Beiträgen.

    Ich bin kein Fussballer, aber ein Tritt mit Stollenschuh hört sich sehr schmerzhaft an. Und wenn man unten schmerzhaft fixiert und oben gecheckt wird, dann finde ich einen Fall rein physikalisch absolut nachvollziehbar. Spannend fand ich auch, die Berichterstattung der Medien, die trotz klarer Zeitlupe hier lieber eine Story zur Schwalbe bringen wollen, als sich zu berichtigen um die Wogen zu glätten.

  2. Was ich immer interessant finde ist Leipzig Spiele nicht auf Sky sondern BT Sports zu schauen. Die englischen Kommentatoren sind hier deutlich neutraler als die deutschen Pendants.

    Hier ist man auch weniger zurückhaltend mit der Kritik an Einzelentscheidungen des Schiris und wird durchaus auch deutlichter. Während sich beim Elfmeter alle deutschen Kommentatoren ja direkt einig waren, wurde darüber im englischen TV mehr geredet.
    Problematisch (zu Recht!) wurde durchaus die Entstehung und das Fallen gewertet. Gerade Stindl der sich mit einem Aufschrei fallen lässt, obwohl er gerade mal auf den letzten 2 cm seines Schuhs getroffen wird. Bei aller Liebe, aber das war kein 11er. Vor allem da hier der Kontakt weniger war als in anderen Situationen, in denen nicht mal Foul gepfiffen wurde!

    Während Leipzig dann noch mehrmals (teils zu Unrecht) wegen angeblichen Abseits zurückgepfiffen wurde, übersah man dieses (viel deutlichere!) Abseits vor dem Eckball der zum Tor führte dann einfach mal.
    Sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Den Eckball hätte es nicht geben dürfen.

    Die Aufregung um Werner versteh ich gar nicht. Sieht man die richtigen Zeitlupen erklärt sich das Verhalten des Stürmers völlig: Man tritt ihm auf den Fuß und während man auf dem Fuß steht, schubst man ihn oben.
    Da ich mal im Judo war, kenn ich die Folgen: man fällt hin. (unten ist man „fixiert“, oben gibts nen stoss .. da kannst du nur umfallen).
    Dass es auch kurz weh tut nen Stollen auf dem Ballen zu haben weiß jeder (wer es nicht weiß, gern bei mir vorbeikommen .. ich demonstrier das gern!).

    Insofern müsste man die Unsportlichkeit hier min. mit Gelb bewerten. Denkbar wäre auch noch Rot, da es ein tätlicher und bewusster Angriff war. Die Stärke hat damit ja nichts zu tun.

    In jedem Fall muss man sich hier nicht an Werner abarbeiten, der hier Opfer und nicht Täter war. Wie sehr es ihm weh tut, soll auch ihm überlassen bleiben und nicht anderen. Da sich aber auch Gladbach (siehe Elfer) nicht gerade als „hart im nehmen“ hervorgetan hat seh ich da kein Problem.

    1. Sehr gut dieses Fazit. Total deiner Meinung. Ich würde noch hinzufügen, dass in den deutschen Sportsendungen am Abend nichts dokumentiert wurde bzgl. Banner bei den Gladbachern. Es kam mir so vor, als wolle man das einfach unter den Tisch kehren. Tolle Medien. Die wissen gar nicht, was sie damit anrichten können.

  3. Keita gefällt mir persönlich im Moment gar nicht. Ja seine Ruhe am Ball ist überragend. Er kann DEN einen Pass spielen! Er geht hart in die Zweikämpfe. Aber… Mit dem Ball hat er zu wenig den Blick für seine Mitspieler. Seine Diskussionen Mit Schiri und Gegner erinnern an Poulsen in seinen schlechten Zeiten.

  4. Mir ist in dem Spiel aufgefallen, dass Gladbach auffallend oft gegrätscht hat und viele der Aktionen von hinten bzw. seitlich hinten kamen. Das ist mir in dem Umfang bei anderen Teams nicht aufgefallen. Bin ich da übersensibilisiert oder ist das bei Gladbach ein wesentliches Stilmittel (geworden)?

    Zu Stindl:
    Auch wenn Stindl den Kontakt dankend annimmt, muss man m.E. auf Elfmeter entscheiden. Compper trifft ihn, es beeinträchtigt Stindl = Foul. Außerhalb hätten wir darüber nicht diskutiert, da es im Strafraum war, gibt es folgerichtig Elfmeter.

    Schlimmer finde ich das wiederholte Handspiel Stindls. Die erste Situation kann passieren. Er versucht mit dem Kopf ranzugehen und nimmt per Reflex die Hand dazu. Gab schon dreistere Betrugsversuche mit mehr „Überlegungszeit“. Persönlich würde ich eine Schwalbe oder einen solchen Offensivtäuschungsversuch aber aus Gleichbehandlungsgründen gerne so geahndet sehen wie das defensive Pendant, sprich:
    Absichtliches Handtor = Rot (da Handspiel auf der Torlinie auch Rot gibt)
    Schwalbe im Strafraum, die für den Verteidiger bei Foul Rot bedeuten würde = Rot

    Problematisch wird bei Stindl dann das zweite absichtliche Handspiel, das im Trubel nicht geahndet wird. M.E. gehört er da vom Platz gestellt.

    Zu Werner:
    Sky und v.a. Wolff Fuss fallen wiederholt negativ auf. Die Situation zeigt deutlich, dass man darauf lauert, dass Werner einen Fehler begeht – und man ist nicht in der Lage den eigenen Fehler einzuräumen. Das ist journalistisch extrem bedenklich. Das finde ich sogar schlimmer, als wenn die Watzkes und Großkreutz‘ dieses Landes wieder wettern. Gerade Sky sollte da mehr Objektivität wahren.

    1. Wenn man die Telekom Spieltaganalyse gesehen hat, dann zeigt sich dass das Foul nicht wirklich klar im Strafraum war, sondern die Perspektive entscheidend ist. Der Linienrichter stand einfach falsch ^^

      Diskussion sind aber egal weil er sowieso gehalten wurden war.

  5. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass Leipzig gegen Ende spielerisch kaum noch was gelang. Da gab es noch eine schöne Aktion, welche mit einem knappen Abseits endete. Ansonsten schenkte man doch ziemlich schnell die Bälle ab und versuchte mit Zeitspiel zu punkten. In der Hinrunde entfaltete sich ab der 70. Minute häufig eine enorme Dominanz von RB. Das ist zuletzt verloren gegangen. Hoffentlich verfestigt sich der Trend nicht.

    Ansonsten: Die spontane Aufregung um Werner kann ich verstehen. In Realgeschwindigkeit (und da man die Aktion eh nur im Augenwinkel hatte) sah es für mich auch wie eine klare Schwalbe aus. Bei der ersten Wiederholung dachte ich: Oh, Moment mal. Und erst bei der zweiten hatte ich Klarheit. Mit dem Zeitlupenwissen sollte die Diskussion dann aber beendet und gegebenenfalls eine Entschuldigung fällig sein.

    Unterm Strich aber tatsächlich ein wichtiger Sieg für das Punktekonto und das Selbstvertrauen.

  6. Sollte ich einmal ein RB-Spiel bei Sky sehen müssen, weil ich nicht im Stadion sein kann, schalte ich den Kommentator aus.
    Das Stindl nicht Rot bekam, konnte ich mir nur damit erklären, dass das Spiel schon unterbrochen war.
    Ansonsten haben die Jungs gut gekämpft und Schmitz fand ich richtig gut, vor allem offensiv. Auch Gulacsi wird langsam ein Guter.

  7. Bin mal gespannt, ob du folgenden Kommentar drinne lässt.
    Aufpassen, Red Bull Leipzig und seine Begleiter, daß ihr euch nicht auf einem Weg befindet, der so die letzten Sympathien kostet. Fanfreundschaften mit diesen Herren aus Frankfurt/Main könnten dafür ganz hilfreich sein. In diesem Fußballand muß Kritik immer noch erlaubt sein. Man ist aber gerade dabei, diese ebenso auf eine, gleiche Stufe zustellen wie die sicherlich zu sanktionierenden Tapeten. Desweiteren ist man in Leipzig ganz dolle dabei, sich für in eine bessere, elitärere Fangemeinschaft zu halten.

    1. Noch bessere, elitärere Fans als die langjährigen Fans der richtigen Vereine? Erst Konsumenten und jetzt sowas? Das geht nicht!

      😉

  8. „Hätte kurz vorher nach Halten von Ilsanker gegen Vestergaard auch noch einen zweiten Elfer geben können.“
    Sagte auch gestern der Reporter zu Hecking.
    Aber das ist falsch, es wäre auch nur der erste gewesen, was dannach kommt, wissen die Fußballgötter. Fahrradkette und so. 😉

    Lichtblicke 100%ige Treffer!
    Ilsanker 2017 im Beastmodus egal wo er spielt. Genau der „Krieger“, den wir uns alle wünschen.
    Gulacsi endlich mal mit einer starken Leistung. Selbst der Abschlag am Ende kam genau zu Sabitzer (Wäre auch ein Kanditat hierfür)
    Dummerweise gehört der Strafraum auch zum verteidigen dazu, denn auf der Linie ist Pete absolut Top
    Forsberg, Du schreibt es selber bei Randbemerkung 2 – „Mehr muss man nicht wissen!“ Wahnsinn der Emil!

    Umso ärgerlicher, daß sich RH gegen HH so verzockt hat.
    Auch fand ich die Umstellung auf 3er bzw 5er-Kette am Ende genau richtig. Warum nicht mal den Sieg festhalten anstelle auf das 3:1 zu gehen. Upa hat ja gefühlt jedes Kopfballduell gewonnen.

    Bei den Saisontorbeteiligungen bei Burke müsste noch 1 dazu kommen. Weil er beim Doppelpass vor dem 2:0 nicht! zum Ball gegangen ist 😉

  9. Burke braucht noch .aber der wird auf jeden Fall noch .
    Mein Ansicht zu Selke habe ich schon oft gesagt.
    Wobei ich mich mal zu Gulasci , für dieses Spiel revidieren muss , gute Leistung hoffentlich weiter so.Beim Gegentreffer diesmal ohne Chance.
    Trotzdem sollte es mal endlich hinbekommen , Standards ohne Herztropfen zu überstehen.
    Upa zu bringen wichtig für ihn und fürs Selbstverständnis in der Rotation . Selbiges zählt für Khedira.

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