Kampf um den Nicht-Ballbesitz

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig beim 1.FC Köln (25.09.2016, 17.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralph Hasenhüttl.]

Abschluss der englischen Woche. Bzw. auch irgendwie nicht, da ja auf das Sonntagsspiel für RB Leipzig noch ein Freitagsspiel folgt. Was quasi wie eine weitere Verlängerung der englischen Woche ist. Aber dafür ist die anschließende Länderspielpause ordentlich lang.

Wie auch immer, das dritte Auswärtsspiel der Saison steht an. Und die Tabelle ist nur der offensichtliche, aber bei weitem nicht der einzige Hinweis, um festzustellen, dass da wohl die schwierigste der bisherigen Auswärtsaufgaben wartet. Sowohl sportlich, als auch vom Umfeld her.

Köln und Leipzig, das sind zwei von noch vier Teams der Bundesliga, die noch keine Niederlage einstecken mussten. Beide Klubs eint zudem, dass sie sich nicht über Ballbesitz definieren. Nur dass sie ihren Nichtballbesitz in unterschiedlichen Grundformationen und Ausrichtungen umsetzen.

Im Gegensatz zu Leipzig spielt Köln meist mit zwei eher tiefen Viererketten, die durch ihre Positionierung schon mal ganz gut die Geschwindigkeit des Gegners in der Tiefe aus dem Spiel nehmen können. Aus dieser Position heraus erwarten sie im besten Fall den Spielaufbau des Gegners, um den dann irgendwo ab einem Stück hinter der Mittellinie zu attackieren.

Vorteil der Spielweise, dass man seinen Defensivverbund relativ kompakt und ohne große Lücken spielen kann. Und vor allem hinter dem Defensivverbund kein wirklicher Raum mehr ist, um überlaufen zu werden. Heißt auch, dass der Gegner eigentlich kaum ganz große Chancen kriegt, weil eigentlich immer irgendjemand zumindest in Ballnähe ist, um Druck auf den Spieler ausüben zu können, der vielleicht gerade zum Torabschluss ansetzen will.

Der Nachteil ist, dass ein tiefer Abwehrverbund (zumal bei wenig Ballbesitz) auch immer bedeutet, dass der Ball sehr oft in der eigenen Hälfte und in relativer Nähe zum eigenen Strafraum ist. Und entsprechend immer auch ein wenig das Gefühl von Gefahr in der Luft liegt, weil der Ball dann doch eher häufiger denn seltener durch den FC-Strafraum segelt.

Um es in Zahlen zu veranschaulichen. Der 1.FC Köln hat nach vier Spieltagen die viertmeisten Torschüsse aller Bundesligisten zugelassen. Nur die Defensivkatastrophen aus Bremen, Darmstadt und Hoffenheim liegen in dieser Statistik noch hinter Köln. Sechsmal pro Spiel geht ein Ball so auf das FC-Tor, dass der Keeper eingreifen oder (bisher nur einmal) den Ball aus dem Netz holen muss. Auch das ein überdurchschnittlich hoher Wert. Wenn man aber nicht nach reinen Torschüssen, sondern nach wirklich gefährlichen Abschlüssen schaut, dann gibt es mit Bayern, Frankfurt und Leipzig nur drei Teams, die nach Kicker-Daten weniger Chancen zugelassen haben.

Sprich, die Spielweise des 1.FC Köln führt zwar dazu, dass tendenziell viel Betrieb vor dem eigenen Tor ist, aber man weiß trotzdem zu verhindern, dass der Gegner häufig in sehr gute Abschlusssituationen kommt. Und wenn er das kommt, dann hat man mit Torhüter Timo Horn noch einen hinten drin, der auch immer wieder einen rausfischen kann. Nur 7% der Chancen und nur 4% der Schüsse auf das Tor konnten die Kontrahenten der Kölner bisher in Treffer ummünzen. Beides ist bisher in der Liga mit Abstand der Bestwert. Klar, nach vier Spieltagen gibt es da noch viel Glück und Unglück und Spielplaneffekte, aber die ersten Zahlen sind ein kleiner Hinweis zu dem, was den FC bisher auf Platz 2 geführt hat.

Entgegen kommt dem 1.FC Köln dabei, dass man die zwei Ketten unheimlich gut organisiert spielt. Die ganz großen Veränderungen gab es über den Sommer nicht, so dass sich das Team als eingespielt präsentiert. Vielleicht aktuell die Mannschaft der Liga, die am meisten durch ihre Organisation und nicht so sehr über individuelle Klasse herausholt.

Meist spielt man die Abwehrviererkette dabei als relativ starr auf einer Linie agierend, während die Viererkette davor relativ flexibel auf Ball- und Gegnerverschiebungen reagiert und aber auch immer miteinander und ohne Lücken reißen zu lassen agiert. Eine echte Kette, deren Mitglieder aufeinander abgestimmt interagieren und wie durch ein unsichtbares Band verbunden scheinen.

Man ist in Köln dank Trainer-Volltreffer Peter Stöger allerdings auch flexibel genug, das System mal in eine Dreier- bzw. in eine Fünferkette in der Abwehr zu verschieben oder zwischendurch in einer Druckphase wie auf Schalke unter der Woche die Außenbahnspieler so zurückfallen zu lassen, dass in der Abwehr eine Sechserkette entsteht.

Die Außenbahnspieler (zuletzt Risse und Jojic, aber auch Risse und Zoller denkbar) spielen zudem für das Umkehrspiel bei Ballgewinn eine nicht unwesentliche Rolle, denn sie sind diejenigen, die über die Außenbahnen Tempo und im besten Fall irgendwann auch den von Osako verteilten Ball aufnehmen sollen. Osako ist dann einer der Spieler, die dann auch in der Mitte mit in den Strafraum ziehen und dort die sehr physische und abschlussstarke Kante Anthony Modeste unterstützen sollen.

Das Offensivspiel, das nicht nur auf Umkehrspiel beruht, sondern auch immer mal wieder gute Passagen mit dem Ball einstreuen kann, hat beim 1.FC Köln in den ersten vier Spielen zumindest ordentlich funktioniert. Man schießt relativ oft auf das Tor und trifft dabei in bundesligatypischer Häufigkeit. In den ersten beiden Spielen war die Ausbeute mit zwei Treffern bei vielen Chancen noch etwas mau. Gegen Freiburg hat man dann aus eher wenig und aus Abwehrschnitzern des Gegners drei Treffer gemacht. Und auf Schalke konnte man dann perfekt und mit Geschwindigkeit die Lücken und Räume in der Hintermannschaft des Weinzierl-Teams bespielen. Sechs Treffer aus den letzten zwei Partien sind sicherlich eine ordentliche Quote.

Der 1.FC Köln ist in seiner aktuellen Verfassung ein Team, das keine Wunderdinge tut, aber die Fähigkeiten, über die man verfügt sehr gut aufeinander abgestimmt und so auch die Schwächen im Team gut kaschiert hat. Wobei vor allem Freiburg (klingt merkwürdig bei einer 0:3-Niederlage, war aber so) gezeigt hat, dass der Defensivverbund des 1.FC Köln sehr wohl verletzbar ist, wenn man es denn schafft, den Ball in die Nähe der Abwehrkette zu bringen.

Erstaunlich vielleicht aus der Außensicht, was beim 1.FC Köln in den letzten Jahren unter Stöger und Schmadtke für eine Ruhe in den Verein eingezogen ist. Neben vielem anderen hat es vor allem die direkte Folge, dass man inzwischen Spieler halten kann, die man vermutlich vor zwei, drei Jahren noch nicht hätte halten können, wenn man an einen Jonas Hector oder an einen Timo Horn (bei dem es immer noch unterschiedliche Ansichten und Aussagen gibt, ob Leipzig denn in diesem Sommer mal Interesse hatte an ihm oder nicht) denkt.

Angesichts der sportlichen Perspektiven, die man in den letzten Jahren entwickelt hat und  angesichts eines soliden Verein mit geerdeten Akteuren und angesichts eines emotionalisierbaren Umfelds in einer durchaus lebenswerten Großstadt und nicht zuletzt natürlich angesichts dessen, dass man auch in Köln ein paar Euros verdienen kann, bieten sich in Köln inzwischen Perspektiven, die für junge Spieler und sogar Nationalspieler offenbar durchaus interessant sind.

Die positive Vereinsentwicklung wird in der Vorbereitung auf das Spiel für RB Leipzig wohl die geringste Rolle spielen. Man wird genug damit zu tun haben, sich Ideen zu entwickeln, wie man gegen ein tief und dicht verteidigendes Kölner Team anspielen will. Den bisherigen Zahlen nach ist das (wie schon in Hamburg) so ein bisschen ein Spiel, bei dem niemand den Ball haben will, weil beide Teams wissen, wie gefährlich der Gegner ist, wenn er hohe Ballgewinne hat und mit Geschwindigkeit umschalten will.

Beide Mannschaften präferieren (wie gesagt aus unterschiedlichen Spielanlagen heraus) den schnellen Weg in das vordere Drittel. Im Fall der Fälle halt durch den hohen, langen Ball. Gut vorstellbar, dass das im direkten Aufeinandertreffen auch ein Stückweit so ist und man dann auf die zweiten Bälle geht.

Gut möglich allerdings auch, dass Ralph Hasenhüttl mit Emil Forsberg wieder einen Spieler für die Lösungen mit dem Ball am Fuß von Beginn an auf den Platz schickt. Wobei Forsberg unter der Woche beim Kurzeinsatz gegen Mönchengladbach gerade im Ballbesitz eine eher unglückliche Figur machte. Denkbar zumindest gegen einen Gegner wie den 1.FC Köln auch eine Doppelspitze Selke/ Poulsen. Gewünscht haben sie es sich gerade letzte Saison immer wieder. Rangnick hatte es praktisch als eine seiner Niederlagen als Trainer eingestanden, dass er die beiden nicht dauerhaft zusammen auf dem Platz zusammenfügen konnte. In der aktuellen Saison haben beide noch gar keine gemeinsame Spielzeit. Würde in Köln zumindest gut passen, wenn man glaubt, dass man mehr Körpergröße in der Offensive braucht. Wobei Poulsen vielleicht auch eine Pause mal ganz gut tun wurde, nach den Zweikampfmassakern, die er sich in den letzten Wochen und vor allem unter der Woche gegen Mönchengladbach so geliefert hat.

Am Ende kann man sich wohl sicher sein, dass es wieder zwei, drei Veränderungen geben wird, um den Anforderungen der englischen Woche gerecht zu werden. Wen das jetzt auf welcher Position treffen wird, ist dabei schwer vorauszusagen. Da gibt ja vielleicht die Pressekonferenz vor dem Spiel hier unter dem Vorbericht erste Hinweise.

Egal wer am Ende aufläuft, die Partie in Köln wird für RB Leipzig eine große Herausforderung. Irgendwas unter 50.000 Zuschauer werden für eine andere Atmosphäre sorgen als eine sogar noch etwas größere Zuschauerzahl im überschaubar lauten Hamburg. Und die FC-Spieler stehen von Nummer 1 bis zur Nummer 18 für einen ganzen Haufen mehr an Plan und Organisiertheit als es der HSV zuletzt tat, der es geschafft hat, in bisher vier Partien erst fünfmal einen Schuss auf das gegnerische Tor abzugeben.

Die Favoritenrolle in der Partie zwischen Köln und Leipzig ist vielleicht nicht extrem klar verteilt, aber angesichts der Bundesligaerfahrung, dem Heimvorteil und der sehr guten Organisiertheit liegt sie sicher (nicht nur bei den Wettanbietern) beim 1.FC Köln. Letztlich hat man alles zusammen, was man für eine gute Saison braucht. Einen sehr guten Keeper, einen sehr guten Stürmer und dazwischen als Verbindung eine sehr gut organisierte Mannschaft mit klarem Plan.

Mögliche Formationen

  • 1.FC Köln: Horn – Sörensen, Mavraj, Heintz, Hector (Rausch) – Risse, Höger (Hector), Lehmann, Jojic (Zoller) – Osako (Rudnevs), Modeste
  • RB Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Orban, Compper (Papadopoulos), Halstenberg – Demme, Ilsanker – Kaiser, Forsberg (Sabitzer) – Werner (Selke), Poulsen (Selke)

Fazit: Spannendes Duell. Auf der einen Seite der angesichts von Platz 9 in der letzten Saison nach Europa schielende 1.FC Köln mit einer Mannschaft mit ordentlichem Talent, guter Robustheit und sehr guter Zusammenstellung. Auf der anderen Seite RB Leipzig mit einer Mannschaft, die sicherlich mehr Potenzial hat als der FC, aber im Hier und Jetzt eher als Außenseiter in die Partie geht.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Köln nicht vor Ort verfolgen kann und am 25.09.2016, ab 17.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. 1.FC Köln

  • keine

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Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures - Andreas Pranter.
Ralph Hasenhüttl. Foto: GEPA Pictures – Andreas Pranter.

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig beim 1.FC Köln mit Ralph Hasenhüttl.

14.21

Schlag auf Schlag. Fünfter Spieltag. Sonntäglicher Ausflug nach Köln. Sportlich ein sehr schwieriger Ausflug. Vermutlich das schwerste der bisherigen Auswärtsspiele.

14.27

In Köln hat man das Spiel gegen Leipzig zum Dosenduell erhoben. REWE präsentiert seine Energydrink-Hausmarke auf den FC-Trikots und als Spieltagssponsor im Stadion. Dietrich Mateschitz plant vermutlich schon den Gegenschlag und denkt darüber nach, ob er per Hubschrauber ein paar Kisten Dosen und zwei Bullen über der Arena abwerfen lässt.

14.29

Naja, Nebenkriegsschauplätze gibt es vor dem Spiel in Köln offenbar ein paar mehr als sonst..

14.32

Ralph Hasenhüttl: „Gewisse Vorgeschichte mit Köln. Hatte dort eine schöne und erfolgreiche Zeit. Hab anderswo aber mehr Tore geschossen. Waren in meinem zweiten Jahr die Heroes, die aufgestiegen sind. Vorher waren wir die Flaschen. Durfte dort alles erleben.“

Zum Personal: Emil wahrscheinlich nicht dabei. „Gehirnerschütterung.“ Ärtzte raten von Einsatz ab. Papadopoulos hat ein dickes Knie. Wahrscheinlich auch nicht dabei. Ansonsten nur Kleinigkeiten. Demme mit kleinen Problemen. Compper geht es wieder besser. Sollten beide dabei sein.

14.36

Hasenhüttl: Nicht mit Stöger telefoniert vor dem Spiel. „Gemeinsame fußballerische Vergangenheit, aber nicht ständig in Kontakt. Jeder geht seinen Weg. Finde es phantastisch, was Stöger in Köln erreicht hat. Schon mit Ingolstadt die Klingen gekreuzt. Hat den Klub zusammen mit Schmadtke stabilisiert. Große Wertschätzung für ihn. Fahren aber nicht zum Applaudieren hin, sondern wollen unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen.“

Unterschied zu Stöger: Der Torjubel. Hasenhüttl jubelt. Stöger nicht.

„Stöger und ich haben uns seit den Spielertagen charakterlich verändert. Beide mit Mannschaften von unten gekommen als Trainer. Stöger steht für bodenständige Arbeit. Kann heute keine Rückschlüsse mehr daraus ziehen, aus dem was wir als Spieler gemacht haben.“

14.39

Hasenhüttl: „Ein Gegentor in vier Spielen sagt viel über Köln nach. Heimsiege waren sehr souverän. Laden den Gegner gern zum Spielen ein.“

„Als Spieler haben Stöger und ich viel hinterfragt. Wir waren kritisch. Das war aber auch gut so.“

„Mag kritische Spieler im Team. Gute Argumente sind mir lieber als Spieler, die sich ins Schneckenhaus zurückziehen und eingeschnappt sind. Lieber auf mich zukommen und fragen, warum und wieso.“

Bayernjäger wurde presseseits gesagt und es ist nicht RB gemeint..

14.40

Hasenhüttl: Glaubt nicht daran, dass sich Köln als Bayernjäger sieht.

„Fahren zu einem Team, das zu den besten der Liga gehört.“

„Haben mehr Punkte geholt, als uns zugetraut wurde. Müssen dort besser auftreten, als die Mannschaften, die da bisher waren. Müssen Köln zeigen, wie unangenehm wir zu bespielen sind. Haben Möglichkeiten, dort Tore zu schießen und vielleicht auch zu Null zu spielen. Wird nicht einfach, ist klar.“

14.44

Hasenhüttl: Kennt den Vorfall mit zerstörter Sanitäranlage im Gästeblock gegen Gladbach nicht. „Interessiert uns nicht.“

„Schön für REWE, dass sie eine Plattform für ein neues Produkt kriegen.“ (mit Lächeln)

„Nehme auch wahr, dass schnell Kritik an Trainern kommt. Wer Trainer wird, muss sich klar sein, dass es immer nur um die aktuellen Ergebnisse geht.“ Langzeitpläne spielen da kaum eine Rolle. Stört sich nicht an dem Druck. Verein muss entscheiden, was richtig für ihn ist. „Ist unser Geschäft. Damit muss man leben.“ „Kann mit dem Druck gut leben.“

14.49

Hasenhüttl: Gibt keine Vorgaben hinsichtlich der Laufleistung. „Bin kein Freund von Statistiken. Einzige Statistik, die relevant ist, ist die Punktestatistik. Erfolg hängt aber ein Stück mit Laufleistung zusammen, weil die Arbeit gegen den Ball laufintensiv ist. Je mehr wir laufen, desto stärker ist der Gegner. Wir dürfen nicht vergessen Fußball zu spielen. Und das war am Mittwoch gegen Gladbach in der zweiten Halbzeit der Fall. Laufleistung nicht allein entscheidend, ob man Spiele gewinnt.“

Man analysiere schon immer, ob man zu schnell in die Spitze spielt. Muss schnell gehen, aber nicht überhastet. Auf die Mischung komme es an. „Balance muss stimmen.“

Gestern nur regeneriert. Heute wird nicht viel passieren. „Dosiertes Training in einer englischen Woche.“ Trotzdem werden Inhalte vermittelt, weil man sich auf einen Gegner vorbereiten muss, der anders spielt als die bisherigen.

Werner in der Nationalmannschaft? „Kirche im Dorf lassen. Hat drei Tore gemacht. Nationalmannschaft muss man sich über einen langen Zeitraum verdienen. Würde mich freuen für ihn, keine Frage. Wichtiger aber, dass er sich von solchen Dingen nicht ablenken lässt.“

14.52

Hasenhüttl: Noch nicht gegen Stöger verloren. Waren aber auch nur drei Spiele als Trainer.

Einwechseltore sind vornehmlich Glück. „Jokertore darf man nicht so hochhängen.“ Man müsse Optionen auf hohem Niveau auf der Bank haben. „Derjenige, der ins Spiel kommt, ist in der Verantwortung.“ „Manche Spieler haben die enorme Fähigkeiten, was zu bewegen, wenn sie eingewechselt werden. Andere tun sich da schwerer.“ Hasenhüttl selbst kam früher nicht gern von der Bank.

Fünf Wechsel fände Hasenhüttl hübsch. Stimmt da Tuchel zu, der einen entsprechenden Vorschlag gemacht hat.

14.55

Hasenhüttl: „Historie als Spieler hat mit dem Trainersein nichts zu tun.“ Spielidee entwickelt sich mit den Teams, die man hatte. Kleine Teams, mit denen man Dinge entwickeln musste, um den Gegner zu ärgern.

Kann sich nicht erinnern, dass er schon als Spieler Trainer werden wollte.

Weiß noch nicht, wer für Forsberg spielen wird.

Möglich, dass die Startelf in Köln einige Veränderungen erfahren wird gegenüber Mönchengladbach.

14.57

Hasenhüttl: „Glaube gegen Köln werden Kleinigkeiten entscheiden. Wird vermutlich nicht viele Chancen geben. Vielleicht gibt es aber auch unerwartet ein offeneres Visier. Effizienz vor dem Tor wird man wohl brauchen, um erfolgreich zu sein.“

14.58

Das war es von hier. Hasenhüttl muss viel von früher erzählen und von seinen Erfahrungen mit Stöger als Mitspieler und als gegnerischer Trainer. Ist locker, wirkt aber in Bezug auf die Formation, die er sich für Köln ausknobeln muss, eher angespannt. Der Ausfall von Forsberg tut da weh, weil es ihn als Spielertyp so nicht nochmal gibt im Team. Mal gucken, was er sich einfallen lässt.

14.59

Wir werden es Sonntag, um 17.30 Uhr auf dem Spielfeld sehen, was aus den Gedanken geworden ist. Habt es gut bis dahin und viel Spaß mit dem Spieltag, dem Wochenende und dann mit dem RB-Spiel.

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2 Gedanken zu „Kampf um den Nicht-Ballbesitz“

  1. Gab es eine Aussage zu Forsberg, wie das passiert ist?
    Und 2. soll dies in Zukunft weiter so sein, daß kein Spieler mehr bei der Abschluß-PK dabei ist oder ist das Zufall?

    Sonst wie immer Danke für den Ticker!!

    1. Offenbar gab es keine Aussage in der Pressekonferenz. Im Spiel gegen Gladbach ist Forsberg aber bei einem Kopfballduell mit einem Gegenspieler mit dem Kopf zusammengeprallt. Es gab eine Unterbrechung, beide Spieler wurden dann außerhalb des Feldes behandelt, konnten aber weiterspielen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das dies die Ursache ist.

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