Bayernjäger, Bayernjäger. Hey, hey. (Oder so.)

Nach Aufstiegen von RB Leipzig wiederholt sich das Spielchen regelmäßig, dass der bundesweite Journalismus seine ‚Was mit der … (hier die jeweilige Liga einsetzen) oder dem deutschen Fußball nun passiert‘-Texte aus der Schublade holt.

In der Vergangenheit war der Unterton eher düster und es drohte der Untergang der Fußballkultur und der alteingesessenen Clubs. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich, abgesehen von den üblichen Verdächtigen von Christoph Ruf bis 11 Freunde, vor allem bei der bundesweit publizierenden Presse der Wind ziemlich gedreht.

Exemplarisch dafür die Welt, die vor drei Jahren, vor dem Aufstieg Leipzigs in die dritte Liga in einer kritischen Auseinandersetzung mit den RB-Vereinsstrukturen noch im düsteren Ton davon sprach, dass „der deutsche Fußball auch Rasenballsport Leipzig verkraften müssen wird“. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga titelte nun das selbe Blatt und derselbe Journalist vergleichsweise euphorisch, dass „RB Leipzig eine große Chance für die Bundesliga ist“.

Neben vielerlei anderen rhetorischen Figuren kommt in den bundesweiten Texten vor allem oft der „Bayernjäger“ vor, der mit RB Leipzig in die Bundesliga aufgestiegen sei. Eine ziemlich krasse Überhöhung, die am Ende einer ähnlichen Extremisierungseigenlogik folgt wie die vorherige Ablehnung.

Klar, dass diese Figur von der Selbstsicht von RB Leipzig als Verein, der auf Dauer europäisch mitspielen, also in die deutsche Spitze vordringen will, mitgeprägt ist, auch wenn man vereinsseits den Begriff aktuell weit von sich weisen würde. Da wird der Verein ein wenig zum Opfer seines eigenen, ehrgeizigen (selbst wenn die Geschichte, Mateschitz erwarte bis zum 80. Geburtstag eine deutsche Meisterschaft von RB Leipzig, ein Mythos ist) Auftretens.

Eines Auftretens, das entsprechend auch das Umfeld mitprägt. Wie die Anhängerschaft, insbesondere auch jene Teile, die mit dem Aufstieg neu dazukommen, reagieren wird, wenn die hohe Erwartungshaltung nicht erfüllt wird, wird eine der spannendere Fragen der nahen bis mittleren Zukunft.

Abgesehen davon ist die Bayernjäger-Erwartung natürlich vorerst und auf Sicht Quatsch. Nicht dass ein Verein wie RB Leipzig mit vielen Spielern mit Potenzial (und mal sehen, was man sich noch so an Potenzial dazuholt) nicht auch mal eine überragende Saison spielen kann, aber zwischen einer Überraschung und dauerhafter Konkurrenzfähigkeit liegen mal eben einige Welten.

Fakt ist, dass RB Leipzig (und das ist schon mehr als man von einem Aufsteiger erwarten würde) wirtschaftlich gesehen als Bundesligist aus dem oberen Mittelfeld (wenn man die Ausgaben für die Profimannschaft als Maßstab nimmt) antreten und (eher leise) am oberen Drittel anklopfen wird. 40 Millionen Euro Kaderkosten kalkuliert man aktuell für die kommende Saison (irgendwo nah dran am HSV). In der aktuellen Zweitligasaison sollen es 20 Millionen sein. Freiburg zum Vergleich soll (hieß es irgendwo, wo auch immer) für die ablaufende Spielzeit bei 16 Millionen liegen.

Wie auch immer. Es bleibt dabei, dass man mit dem Einsatz entsprechender (vernünftig angelegter) Geldmittel gut in die Bundesliga kommt und sich auch sicherlich gut und dauerhaft dort etablieren kann. Hoffenheim wäre das Paradebeispiel. Doch dann gibt es diese eklatante Kluft zwischen in der Bundesliga mitspielen und Konkurrenz sein für die größten Clubs Deutschlands.

Eine Kluft, die sich nicht dadurch schließen lässt, dass man jedes Jahr hoffnungsvolle Talente bis 23 oder meinetwegen auch mal 24 verpflichtet (wobei sich diese RB-Selbstbeschränkung in der Vergangenheit vor allem auf die Bereitschaft, Ablöse fast ausschließlich für Spieler bis 23 zu zahlen, bezog). Bisher funktionierte das mit den Talenten gut, weil man einen Yussuf Poulsen bspw. prima über die dritte und zweite Liga entwickeln konnte. Künftig würde es einer wie Poulsen schwer haben, weil er sofort zumindest im Ansatz Bundesliganiveau haben müsste, um die nötige Spielzeit zu kriegen. Auch ein Kimmich hätte es nicht so einfach gehabt, sich bei RB Leipzig zu entwickeln, wenn er zu einem Bundesligisten Leipzig gekommen wäre.

Neben diesem reinen Problem der Entwicklung von Talenten bei gleichzeitigem Ergebnisdruck auf höchstem Niveau bestehen ganz natürliche wirtschaftliche Grenzen. Bayern München (und mit Abstrichen auch ein Team wie Borussia Dortmund) ist als Club und bundes- bzw. weltweite Marke finanziell jenseits von gut und böse. Mehr als eine halbe Milliarde Umsatz, davon mehr als 200 Millionen Euro reine Sponsoring- und Vermarktungserlöse sprengen für einen Club wie RB Leipzig derzeit die Vorstellungskraft.

So eine Lücke schließt sich nachhaltig und dauerhaft nicht durch einen potenten Geldgeber, dazu ist selbst die Dimension einer Firma wie Red Bull zu klein. Zumal man offenbar auf Sicht versucht, den finanziellen Anteil von Red Bull am Vereinsetat auf 30% zu senken, weil man ansonsten Richtung europäischen Wettbewerben mit UEFA-Regularien bezüglich der (wirtschaftlichen) Einflussnahme auf den Verein kollidieren würde.

Nimmt man das ernst (wobei unklar ist, worauf sich die 30% beziehen, auf den reinen Profietat oder den Gesamt-GmbH-Etat), dann wird schnell klar, dass man RB Leipzig wirtschaftlich auf sehr  viele Füße stellen müsste, um auch nur annähernd in relevante Spitzeneinnahmebereiche vorzudringen. Was wohl voraussetzt, überhaupt erst mal dauerhaft europäisch mitzuspielen. Und selbst dann ist das mit zusätzlichen, potenten Geldgebern bei Vereinen wie RB Leipzig schwierig. Frag nach in Wolfsburg, wo sich VW aufgrund der eigenen übergroßen Präsenz schwer tut, noch zusätzliche Großgeldgeber einzufangen.

Natürlich hat da RB Leipzig aufgrund der Größe der Metropolregion Leipzig und entsprechend eines großen Einzugsgebiets mittel- bis langfristig noch mal andere Möglichkeiten, Aufmerksamkeit zu generieren und darüber möglichen Geldgebern zu imponieren. Aber kurzfristig wird man wohl eher froh sein, den Etat vor allem über die TV-Zentralvermarktung zu optimieren und Red Bull als Quelle zu haben.

Nehmen wir der Einfachheit halber mal an, RB Leipzig schafft es in den nächsten Jahren zu einem dauerhaft europäisch spielenden Club zu werden und darüber sowohl viel TV-Geld als auch zusätzliche Sponsoringmittel in so großem Stil einzufahren, dass man irgendwo Richtung Top 2 oder Top 3 landet. Und vernachlässigen wir dabei mal, dass dies selbst bei alleroptimalster Entwicklung eher fünf bis zehn als drei bis fünf Jahre dauern dürfte. Was dann? Wechselt dann ein Spieler von RB Leipzig nicht mehr zu den Bayern oder zu Real/ Barca oder einem englischen Spitzenclub, wenn er sich auf hohem Niveau ins Rampenlicht gespielt hat?

Das zu glauben, wäre ordentlich naiv in einer Welt, in der Spieler selbst von Clubs mit einer enormen Strahlkraft und wirtschaftlich sehr guten Situation wie dem BVB immer wieder meinen, dass sie den nächsten Schritt zu noch mehr Möglichkeiten, Strahlkraft und Perspektive machen müssten. RB Leipzig wird bei sicherlich auch sehr langfristig geringerer Strahlkraft als bspw. der BVB nie (wenn nie einen Zeitraum umfasst, in dem der Fußball so konstituiert ist, wie er es aktuell ist) ein Club sein, der keine Spieler verkauft.

Bayern ist in Deutschland der einzige Club, der kein Verkäufer-Club ist und das wars und daran wird auch die Existenz von RB Leipzig nichts ändern. Die natürlich nicht unter dem ganz großen Zwang stehen, Spieler verkaufen zu müssen, aber künftig auch damit leben werden müssen, dass Spieler zu einer der großen Fußballmarken der Welt wechseln wollen. Dass man Reisende nicht aufhalten kann, selbst wenn man über ordentliche Mittel verfügt, hat Wolfsburg mit de Bruyne gelernt oder auch Rangnick selbst bei einem Sadio Mané, der seinen Wechsel nach England einst in Salzburg sehr offensiv durchdrückte.

RB Leipzig zum dauerhaften Bayernjäger zu machen, mag schöne Schlagzeilen ergeben, ist aber hier und heute sachlich jenseits jeglicher Realität und wird auch perspektivisch nicht eintreten. Das schließt nicht aus, dass sich RB Leipzig vom Potenzial her in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu einem Club entwickeln kann, der wie Leverkusen, Dortmund, Schalke, Wolfsburg und Co mal eine Saison erwischen könnte, in der alles passt und bei den Bayern nicht alles passt. Das heißt aber trotzdem, dass man damit noch lange nicht zum Club wird, der dauerhaft auf Augenhöhe mit den Bayern agiert.

Absurd an der Bayernjäger-Figur ist vor allem die Verknüpfung mit dem Positivargument, dass mit dem Aufstieg von RB Leipzig nun endlich ein Konkurrent für die Bayern erwachse, mithin die Bundesliga also wieder spannend und ergo der Wettbewerb in der Bundesliga gerettet werde. Man hat also offenbar einen schlecht organisierten Wettbewerb in der Bundesliga und ändert nicht etwa die Wettbewerbsbedingungen, sondern hofft auf einen neuen Bewerber, dessen Vereinsstrukturen man gestern noch (meist auch noch ungenau und mit zweifelhaften Argumentationen) ablehnte und der vom Großteil der Mitkonkurrenten eher ungern bzw. kritisch gesehen wird? Wie verrückt ist das denn.

Aber es passt zu den letzten sieben Jahren verbands- und vereinsseitigem Umgang mit dem Phänomen RB Leipzig, diesem Aussitzen und aktiven Nichtreagieren bei gleichzeitigem rhetorischen Draufhauen, dass man nun wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und RB Leipzig zum Hoffnungsträger der Wettbewerbskultur wird.

Es ist schon Wahnsinn, dass es in den letzten sieben Jahren seit Erfindung von RB Leipzig weder seitens des DFB noch der DFL und der in der DFL organisierten Proficlubs ernsthafte Auseinandersetzungen darum gab, wie man eigentlich den Profifußball organisiert wissen will und ob es überhaupt Wege gibt zu diesem Zustand zu kommen. Immer nur hieß es seitens des DFB und der DFL, dass man sich RB Leipzig kümmere, wenn man sich via Lizenzierung darum kümmern muss, ohne dass dann bei diesem Schritt irgendwas relevantes außer heißer Luft passierte, weil die Statuten auch gar nicht zugelassen hätten, dass etwas passiert.

Vereinsseits (und die DFL wäre als Zusammenschluss der Proficlubs der Ort, wo man prima Ideen und Zukunftsvorstellungen hätte spinnen und umsetzen können) lief es ganz genauso. Während man sich schon vorstellen kann, wie Eintracht-Präsident Peter „solche Clubs [also RB] gehören nicht in die Liga“ Fischer oder Augsburg-Vorstandschef Klaus „trinke seit Jahren Bier, wenn RB Leipzig verliert“ Hofmann oder andere ihrem Populismus auch künftig Ausdruck verleihen, hat man in den vergangenen Jahren von denselben Personen und Vereinen an konkreten Vorschlägen, was an Statuten oder Regularien geändert werden sollte, um welche Ziele auch immer damit zu erreichen, genau nullkommanull an substanziellem gehört. Eintracht Frankfurts Finanzvorstand Axel Hellmann kündigte einst nebulös an, dass man Ideen habe, wie man RB Leipzig den Zugang zum Profifußball verwehren könne. Auch das war, wie man heute sieht, nichts als heiße Luft.

Inzwischen gibt es sogar Vereine, die Ideen einbringen, um mit der Problemlage des ungleichen Wettbewerbs oder mit durch reguläre oder informelle Umgehung der 50+1-Regel finanzierten Clubs umzugehen. Das Team Marktwert versucht es unter dem Obertitel ‚Wer mehr öffentliche Aufmerksamkeit generiert, soll auch mehr TV-Geld kriegen‘, der FC St. Pauli versuchte es mit einem ‚Wer 50+1 nicht beachtet oder beachten muss, soll gar kein TV-Geld kriegen‘. Auch wenn ersteres eher ein nach unten treten und nach oben buckeln wäre und zweiteres eher unabsehbare Folgen für die Zentralvermarktung hätte, kommen durch die Vorschläge immerhin Ideen auf den Tisch, durch die sich auch der Rahmen abstecken lassen würde, was überhaupt möglich und was zwischen 36 Proficlubs der gemeinsame Nenner sein könnte.

Dass dieser gemeinsame Nenner leider nicht der ausgeglichene Wettbewerb ist, bei dem jeder Mitbewerber die Chance hätte, unabhängig von seiner Organisationsform durch gute Arbeit bis ganz nach oben zu kommen, liegt angesichts des ‚Wettbewerbsfähigkeit in Europa‘-Topics und solange in Deutschland Einnahmen aus der Champions League die nationalen Einnahmen so deutlich überstrahlen auf der Hand. Bleibt halt die Frage, was man jenseits der Wettbewerbsgleichheit als konstituierende Säulen der DFL will und ob man überhaupt etwas anderes als die aktuelle Situation will und man mit dem Aussitzen nicht eigentlich ganz gut fährt.

Das wären im Idealfall erstmal ideelle Fragestellungen und in der Folge juristische Fragen der Durchsetzbarkeit von Ideen. Solange man diesen Weg aber nicht bestreitet, ist der Wettbewerb und die Situation wie man sie hat, die bestmögliche. Nicht aus absoluter oder subjektiver Beobachter- oder Fansicht, aber aus Sicht der Wettbewerbsteilnehmer, die sich den Wettbewerb selbst organisiert haben.

Der baldige Schalker Manager Christian Heidel setzte sich gestern via Kicker mit dem Wettbewerbsvorteil, den RB Leipzig habe, auseinander und prägte dabei diesen wichtigen Satz: „Ich kritisiere das aber nicht, denn die Statuten, die wir uns selbst gegeben haben, erlauben das.“ Dieser Satz ist so naheliegend und doch so bemerkenswert, wenn man an die vielen Manager und Vereinsverantwortlichen der Republik denkt, die nie einen Finger krumm gemacht haben, um ihre DFL bzw. deren Statuten durch konkrete Vorschläge und Ideen zu verändern, die es aber immer wieder hinkriegen, in Anbiederung an die eigenen Fans so zu tun, als wäre ein Phänomen wie RB Leipzig ein Naturereignis (quasi die Heuschrecke, die Christoph Ruf einst bemühte), das über einen gekommen wäre, ohne dass man dazu beigetragen hätte (und das bezieht sich hier nur auf statuarische Dinge und noch nicht mal auf historische wie die Vereinsverdrängung in Leipzig, Dresden und anderswo in den 90ern durch gutsituierte, alteingesessene Bundesligaclubs).

In diesem ganzen Konglomerat von Unwillen, Unfähigkeit, Aussitzen und Populismus kommt es einem fast schon als Ironie der Geschichte vor, wenn RB Leipzig nun zum Bayernjäger und zum Retter des dahinsiechenden Wettbewerbs in der Bundesliga ausgerufen wird. Es ist so absurd, dass man fast schon wieder drüber lachen kann und mit Blick auf die Fischers und Hofmanns dieser Welt auch fast schon gern lacht. Selbst wenn oder vielleicht auch weil das Szenario auf Sicht Quatsch ist.

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8 Gedanken zu „Bayernjäger, Bayernjäger. Hey, hey. (Oder so.)“

  1. Gute Zusammenstellung. Ich sehe die Perspektive für RB ähnlich und bin gespannt, inwieweit es gelingt, große strategische Partner zu gewinnen, die in RBL investieren. Die Frage ist bereits, aus welcher Branche man potente Großsponsoren akquirieren will.

    Ich denke nicht, dass die Erwartungshaltung der Fans zum relevanten Problem werden wird. Abgesehen von einem gewissen Anteil Erfolgsfans weiß der Großteil der RB-Fanbasis, wo man herkommt und wird sich über eine Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesliga schon freuen. Das hat neulich schon mal jemand geschrieben („es wird noch emotionaler, da Siege nicht mehr selbstverständlich wirken und wir nun auf Gegner auf finanzieller Augenhöhe treffen“ – sinngemäß).

    Abschließend: bemerkenswert finde ich, dass ausgerechnet jemand vom FC Augsburg die Klappe so weit aufgerissen hatte. Hatte ich damals gar nicht wahrgenommen. Dazu möge man sich mal die Vita des nicht aus Augsburg stammenden Kleidermoguls Walther Seinsch anschauen:
    1994: Kandidatur für das Präsidentenamt beim FC Schalke
    1999: Investmentabsicht beim SSV Reutlingen (von der abgerückt wurde, nachdem die Stadt seinen Forderungen nicht nachkam)
    2000: Einstieg beim Viertligisten FC Augsburg, seit 30 Jahren notorisch erfolglos, Zuschauerschnitt ca. 500, Ziel: Aufstieg in die 1. Bundesliga
    2011: Bundesligaaufstieg
    2014: Ende der Präsidentschaft, um Umzug nach Münster
    2015: Stadionbaupläne in Münster.

    Um es mal vorsichtig zu sagen: da sind die Übergänge zu Mateschitz und dem RB-Projekt für mich fließend. Soviel auch noch mal zu Heidel („RB muss sein Geld nicht verdienen“). Das hat Augsburg durch seine Leistungen in der Vorinvestitionsära auch nicht. Es war ein lukrativer Standort mit theoretischem Fanpotenzial, also nicht mehr und nicht weniger als Leipzig auch.

    1. Top alles gesagt ohne Widerworte! Doch natürlich – Widerworte aus den Reihen der ewig Nörgler und Hater!!!!!

  2. Ich finde es vollkommen logisch, dass sich an der Statuten-Front nichts bewegt, weil eben viele mit diesen Scheinlösungen gut fahren. Ich wüßte auch nicht, wie eine Lösung aussehen sollte. An einer Schleifung der 50+1-Regel haben weder die Plastik-Klubs mit Ausnahme-Regelungen (Lev, VfL WB, 1899) Interesse, noch Bayern München oder BVB, die für kleine Anteile riesige Summen generieren können. Mitgliedervereine wie Schalke oder Mainz können sich ebenfalls nicht so positionieren. Und so bleibt es eben bei diesem Papiertiger, der mehr Löscher hat als ein Emmentaler Käse. Und auch bei der Neuverteilung der TV-Gelder wird daran nichts ändern.

  3. Man könnte dem einen passenderen Titel geben- nämlich “ Das trojanische Pferd der Bundesliga, zuerst haben sie davor gewarnt nun ziehen Sie es rein“

    Ein toller Artikel

  4. Klasse Blog!
    Und ich muss Dir auch in allen Punkten Recht geben.

    Nur.
    Herr Hasenhüttl hat Dein Blog wohl auch gelesen und wollte es Dir mal zeigen ;-), denn mit seine Aussagen (Titel holen und CL spielen) setzt er sich jetzt schon gewaltig unter Druck. Und mir solchen Sprüchen / Zielen ist man schon im erweiterten Bayernjägerkreis.

  5. Mal wieder dein bester Artikel 😉 Vielen Dank!

    Wirklich absurd, die Presselandschaft rund um RBL. Aber das wissen wir ja nun seit 7 Jahren.

    Solange die Stadien auch im öden Mittelfeld, Lichtjahre von der Spitze entfernt, voll sind – praktisch nur aus Gewohnheit – , wird sich nichts ändern. Das Problem tut einfach nicht weh genug.

    Die Kernfehler ist, dass man sich mit Erfolg neuen Erfolg kaufen kann. „Aber die haben sich das erarbeitet“ ist eben Mumpitz.

  6. Das hier zitierte Schreckenszenario von Redakteuren anderer Zeitschriften, die plötzlich durch den erreichten Aufstieg in die Eliteliga einen eigenen Meinungswandel über „RaBa“ Leipzig erfolgreich hinter sich haben, heißt doch in Wirklichkeit bestimmt nicht „Fußball-Gau“!

    Auch, wenn es ganz nebenbei durch einige (Fernseh-) Berichte geschafft wurde, dass die kommenden Mitbewerber um wichtige Tabellenplätze schon im Vorfeld vor Neid erblassen und bereits zittrige Knie bekommen, wenn von den traumhaften Bedingungen rund um diesen „Neuzugang“ die Rede ist: der Ernst beginnt im Herbst für alle Vereine, egal, ob man als Werk- bzw. Retortenclub, Traditionsmannschaft oder einer sonstigen Bezeichnung an den Start gehen wird

    …….Zur Erinnerung einmal ganz nebenbei: In Leipzig spielt man nicht nach der gesetzlich vorgeschriebenen 50 + 1 , sondern 99 + 1 Regel (gesellschaftliche Fremd-/Vereinsanteile)!

    Solange aber DFB und DFL wegen der dringend notwendigen „östlichen Auffrischung“ weiterhin vor dem launigen, doch nicht zufällig und deshalb nicht nur aus purer Leidenschaft und heller Freude für Leipzig äußerst spendabel umgehenden und bestimmt nicht armen Herrn aus Österreich einen zu großen Diener (u.a. bei dem Logo oder eben dieser Regel!) machen, wird es in der kommenden Saison allein mit dem ständig wechselnden sächsischen Vereinsnamen ein heilloses Durcheinander in den Medien geben! Wie bekannt, hat sich dieser bis heute noch nicht einmal bis auf die eigenen Website herumgesprochen………

    Ehe sich der von mir bisher als sympathisch eingeschätzte eher harm- und belanglos wirkende Kaffeetrinker Hasenhüttl über Nacht zum Trainer in Leipzig verwandelte und sich in dieser neuen Funktion bereits als „Bayernjäger“ sieht, sollte er lieber überhaupt zuerst einmal ein paar Punkte holen, denn Großmut kommt meistens vor dem Fall!

    Nur mit fremden, dicken Geld in der Hose sowie vielen abgeschlossenen Langzeitverträgen, die als Lockmittel für noch reicherer ausländischen Vereine dienen (hierbei wiederhole ich mich), dürfte ein angestrebter vorderer Tabellenplatz auf dem Weg nach dem sportlichen Europa sowie die Erfüllung des Wunsches nach einem neuen, noch größeren Stadion am Stadtrand Leipzigs nicht erreicht werden können!

    Abschließend gilt, die Meinung von „RBB“ zu bestätigen, wenn er meint, dass „RaBa“ (nicht RB!) auf Dauer, falls sich seitens des Verbandes nichts Gravierendes ändert, ein Phänomen, nun in der 1.Klasse angekommen, bleiben wird!

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