2.Bundesliga: RB Leipzig vs. VfL Bochum 3:1

So ein bisschen unsicher war man sich vor dem Spiel von RB Leipzig gegen den VfL Bochum schon, wie der Gastgeber nach der Länderspielpause und den letzten zwei Auswärtsniederlagen in Freiburg und Nürnberg auftreten würde und ob der Verlust der Tabellenführung und das enge Aufstiegsrennen Spuren im Selbstverständnis hinterlassen habe. In den 90 Minuten auf dem Platz zeigte sich dann, dass man vor allem an die zuletzt starken Auftritte vor eigenem Publikum anknüpfen konnte und die großen Bedenken in Bezug auf Druck und Psyche wegwischte.

Ins Spiel gegangen war RB Leipzig mit Rani Khedira auf der Sechs statt Stefan Ilsanker. Dazu kamen Dominik Kaiser und Diego Demme nach Krankheit bzw. Gelbsperre wieder ins Spiel. Entsprechend fand sich Davie Selke auf der Bank wieder. Organisiert war das ganze im 4-2-3-1. Das blieb auch so, als nach knapp 20 Minuten Rani Khedira vom Platz musste und durch Massimo Bruno ersetzt wurde. Dominik Kaiser rutschte dann mit auf die Doppelsechs. Allerdings war der Kapitän auch vorher schon im Spielaufbau immer wieder in eine tiefe Mittelfeld-Position gerutscht.

Bochum auf der anderen Seite startete nach den Ausfällen von Mlapa, Hoogland und Perthel mit der erwarteten Aufstellung. Organisiert ebenfalls in einem 4-2-3-1, in dem Haberer die zentral offensive Rolle rund um Terodde spielte. Aus dieser Grundordnung heraus versuchte man vor allem den Spielaufbau von RB Leipzig zu stören, indem man die Innenverteidiger und die Wege zu den Sechsern zustellte. Eine Strategie, die in der ersten Halbzeit zumindest dahingehend ganz gut funktionierte, dass sich RB schwer tat, geordnet aufzubauen.

Was aber schon in dieser Zeit nicht immer gut funktionierte, war das Verteidigen in die Tiefe. Immer wieder schaffte es RB Leipzig, mit Geschwindigkeit gen Bochumer Strafraum zu ziehen, wenn man über das erste Spielaufbauhindernis hinwegekommen war oder den Ball mal in der Bochumer Vorwärtsbewegung gewann. Was die Gastgeber allerdings aus vielen Situationen in guten Feldpositionen machten, war sehr wenig. Vor allem der letzte Pass am und im Bochumer Strafraum, wenn man sich über die Außenbahnen oder mal über die Mitte völlig freigespielt hatte, ging diverse Male schief.

Prototypisch dafür eine Szene direkt nach zwei Minuten, als Klostermann von Demme perfekt in der Tiefe freigespielt wurde, aber die Hereingabe in der Mitte von Poulsen nicht verwertet werden konnte bzw. noch abgeblockt wurde. Ganz ähnlich ging es in vielen anderen Situationen zu, in denen Bochum in der Strafraumverteidigung des letzten Torschusses sehr gut agierte, aber im Vorlauf viel zu viele Räume ließ.

Ein Spiel mit dem Feuer, das schon nach elf Minuten hätte schief gehen können, als Poulsen in eine Hereingabe spritzte und Diego Demme als Nutznießer den Ball in die lange Ecke zimmerte. Schiedsrichter Brand wollte allerdings ein Foul von Poulsen gesehen haben, auch wenn er wohl näher an der Realität gewesen wäre, wenn er den Kopf von Felix Bastians als zu tief gesehen hätte. Zumindest hätte man sich nicht wundern dürfen, wenn das Tor gezählt hätte.

Tat es aber nicht (und ganz absurd war der Pfiff angesichts von Poulsens robustem Zweikampfverhalten auch nicht) und so verpuffte eine eigentlich gute und druckvolle Anfangsviertelstunde ohne größeren Ertrag. Bochum befreite sich nun weitgehend vom Druck und schaffte es durch das Zustellen des RB-Spielaufbaus den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten. Und hatte sogar die große Chance zur Führung. Simon Terodde ist es nach 23 Minuten, der zeigt, dass er nicht nur Vollender, sondern auch Vorbereiter sein kann und nimmt einen langen Ball perfekt mit der Brust herunter (wird dabei aber auch nicht konsequent von Klostermann gestört) und spielt ihn mit dem nächsten Kontakt direkt in den Lauf von Eisfeld, der völlig frei vor dem Tor allerdings am prima reagierenden Gulacsi scheitert.

Vielleicht hätte das Spiel bei erfolgreichem Torabschluss eine andere Wendung genommen. So aber übernahm RB ab der 30. Minute wieder das Kommando. Doch wenn die Aktionen nicht mit einem ungenauen letzten Pass abgeschlossen wurden, dann war VfL-Keeper Riemann zur Stelle, der hielt, was zu halten war und ansonsten vor allem als gut mitspielender Torwart auffiel.

Er kam (nach Grippe wieder zurück), sah und schoss das 1:0 - Dominik Kaiser in seinem Rückrundenelement - GEPA Pictures - Sven Sonntag

Kurz vor der Pause dann noch mal der VfL Bochum mit der zweiten und letzten echten Chance bis die Partie entschieden war. Terodde war nach einem langen Ball plötzlich völlig frei Richtung Gulacsi gelaufen, konnte aber noch von Compper und Orban eingeholt werden. Orban beschwerte sich danach vehement über eine angebliche Abseitsstellung, übersah dabei allerdings, dass diese zuvor sowieso durch die Kopfballweiterleitung von Compper aufgehoben wurde (Stichwort „deliberate play“, also absichtliches bzw. zielgerichtetes Spielen des Balles).

Mit 0:0 ging es in die Kabine. Was angesichts vieler guter Feldpositionen und Geschwindigkeit in den RB-Aktionen zu wenig war. Was aber auch leicht hätte noch weniger sein können, wenn Bochum denn diese eine Großchance (genaugenommen die größte Schusschance beider Teams in der ersten Halbzeit) genutzt hätte.

In der zweiten Halbzeit dann RB Leipzig für 20 Minuten eine unstoppbare Maschine, die nicht nur gute Feldpositionen hatte, sondern auch in Abschlussituationen kam. Fast schon im Minutentakt kam das Riemann-Tor nun in Bedrängnis. Dominik Kaiser war es schließlich, der nach reichlich 50 Minuten den Bann brach und einen abgeblockten Ball per von Forsberg abgefälschtem Fernschuss aus 20 Metern links unten versenkte.

Mit dem 1:0 ging es nur noch in eine Richtung, weil Leipzig nun mit dem Selbstvertrauen eines Topteams auch im Strafraum agierte und Bochum nur noch hinterrannte und keinen Zugriff auf den Gegner fand.

Das 2:0 fiel nur knapp drei Minuten nach dem 1:0 (und dazwischen lag noch ein von Riemann großartig gehaltener Forsberg-Kopfball), als Compper aus der eigenen Hälfte über den halben Platz stiefelt, Forsberg im Strafraum bedient, der für Bruno prallen lässt, der wiederum perfekt mit dem Außenrist einschießt. Schönes Tor mit viel Tempo und Gegenspielern, die zu Statisten degradiert werden.

Nach weiteren Chancen, inklusive eines doppelten Alutreffers durch Forsberg, war es noch einmal Bruno, der nach einer Situation, die nach Scheibenschießen aussah, das 3:0 erzielte. Compper hatte mit einem ganz einfachen, langen Ball die linke Linie entlang Poulsen komplett blank gespielt und noch mal die Riesenprobleme Bochums beim Verteidigen der RB-Geschwindigkeit in der Tiefe aufgezeigt. Der Däne scheitert frei vor dem Tor noch an Riemann. Forsberg schießt den Nachschuss wieder an die Latte. Sabitzer versucht sich auch im Torschuss, der aber missglückt und (Glück im Unglück) auf Brunos Kopf landet.

Mit dem 3:0 war die Luft aus der 20 Minuten lang atemberaubenden Partie raus. RB Leipzig spielte nun nicht mehr mit letzter Konsequenz auf das nächste Tor, hatte allerdings trotzdem durch Selke nach 76 Minuten noch die große Chance auf das 4:0. Doch der eingewechselte Stürmer kam nach prima Vorarbeit von Bruno ein wenig in Rücklage und schoss den Ball über den Kasten.

Etwas zittrig wurde es noch mal in den (inklusive Nachspielzeit) letzten fünf Minuten, weil die Gastgeber in der Defensivarbeit zu sehr den Fuß vom Gas nahmen und wieder mal nach einem Standard unorganisiert waren. Losilla sagte artig danke und köpfte einen Abpraller ein, nachdem Gulacsi einen Fabian-Kopfball noch großartig an die Latte gelenkt hatte.

Doch in Gefahr geriet der Sieg nicht mehr. Mehr als eine Offensivaktion, bei der Novikovas allerdings im Abseits stand, sprang für den VfL Bochum nicht mehr heraus. Sodass am Ende ein 3:1 stand, von dem Gäste-Coach Gertjan Verbeek später sagte, dass man damit noch Glück gehabt habe.

Da hatte er wohl recht, auch wenn ihm Ralf Rangnick ein wenig widersprach und zumindest in der ersten Halbzeit einen unangenehmen, guten VfL gesehen hatte. Auch darin steckte ein wenig Wahrheit. Denn die Organisation des Bochumer Spiels gegen den RB-Spielaufbau war tatsächlich gut. Was man allerdings dadurch komplett konterkarierte, dass man auf den Außenbahnen und nach Ballverlusten in der Rückwärtsbewegung immer wieder Riesenlücken klaffen ließ, in denen sich Poulsen, Sabitzer, Forsberg, aber auch Halstenberg schon in der ersten Halbzeit zumindest bis zum VfL-Strafraum zeitweise nach Herzenslust austobten. Von daher ist wohl eher Verbeek zuzustimmen, der meinte, dass man eigentlich zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Chance gehabt hätte, Punkte mitzunehmen.

Fazit: Der erste Sieg nach drei Niederlagen im Jahr 2016 gegen ein Team aus den Top5 der zweiten Liga. Ein Sieg, der auch in seiner Art und Weise ein Statement war. Nicht nur Richtung Konkurrenz, sondern vor allem auch für das eigene Selbstverständnis und Selbstvertrauen. ‚Wir haben unsere sportliche Zukunft komplett selbst in der Hand‘ schien vor allem die zweite RB-Halbzeit lange Zeit ganz laut rufen zu wollen. Es war nur Schritt 1 von 7, aber der war phasenweise durchaus beeindruckend. Selbst wenn man nicht vergessen sollte, dass RB Leipzig in der Restsaison wohl nicht mehr allzu oft so viele Räume in der Tiefe kriegen wird, wie man sie gegen den VfL Bochum gekriegt hat.

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Randbemerkung 1: Da gewinnst du das erste von sieben Endspielen um den Bundesliga-Aufstieg und die Debatten drehen sich danach darum, ob RB Markus Weinzierl abgesagt hat oder andersherum und welche weiteren Trainerkandidaten es wohl noch geben mag. Herrjeh, irgendwas ist aber auch immer.

Randbemerkung 2: Siebter Heimsieg in Folge. Bei fünf der sieben Siege mindestens drei Tore erzielt (und in den zwei anderen Spielen gegen 1860 und Braunschweig genug Chancen auf mindestens ein weiteres Tor gehabt). Es läuft gerade vor heimischem Publikum. Richtung Aufstiegsziel wäre es gut, wenn es auch weiterhin so gut laufen würde. Zumal man bisher in vier Auswärtsspielen 2016 nur drei Punkte holte.

Randbemerkung 3: Richtung Aufstieg kann es durchaus noch mal um das Torverhältnis gehen. Diesbezüglich waren sowohl Gegentor als auch allerlei liegengelassene Chancen leicht ärgerlich. Wie auch Ralf Rangnick nach dem Spiel anmerkte. Bei plus 20 Toren steht Leipzig, Freiburg mit +29 und Nürnberg mit +22 rangieren (vor ihren Spielen an diesem Spieltag) davor.

Randbemerkung 4: 56% Ballbesitz, 54% gewonnene Zweikämpfe, 120,4 : 117,6 km gelaufen, 77% : 64 % Passquote, 22:5 Torschüsse. Deutlicher kann sich Dominanz nicht in Zahlen ausdrücken. Weswegen auch niemand im Anschluss an die Partie anzuzweifeln wagte, dass der RB-Sieg mehr als verdient war.

Randbemerkung 5: Kein guter Tag für Stefan Ilsanker. Nach Khediras Verletzung früh im Spiel eigentlich die erste Einwechseloption und auch schon bereit ins Spiel zu kommen. Bis sich Ralf Rangnick doch für Massimo Bruno entschied und alles richtig machte. Der Trainer begründete dies u.a. damit, dass Ilsanker unter der Woche für Österreich gespielt hatte und vorher auch zu den Grippeopfern zählte. Ziemlich schlecht gelaufen für Ilsanker, der aber wohl nach der Khedira-Verletzung (wahrscheinlich drei Wochen Pause) nicht lange auf seine Chance wird warten müssen.

Randbemerkung 6: Pechvogel auch Diego Demme. Der hat noch nie im Männerbereich ins Tor getroffen. Gegen den VfL Bochum schaffte er es zwar den Ball ins Tor zu befördern. Aber Schiedsrichter Brand hatte zuvor ein Foul von Poulsen an Bastians gesehen. Was sehr umstritten war, weil Bastians eher mit dem Kopf zu tief war und nicht Poulsen Foul spielte. Soll weiterhin nicht sein mit einem Demme-Tor. Sechs Spiele bleiben ihm noch diese Saison. Vielleicht kommt es ja zu einer dieser fußballtypischen „Ausgerechnet Demme“-Szenen und der Mittelfeldmann erzielt in einem der verbleibenden Spiele ein entscheidendes Tor..

Randbemerkung 7: Willi Orban arbeitet weiter daran, auch im Rückspiel gegen seinen alten Club Kaiserslautern gelbgesperrt auszufallen. Gegen Bochum holte er sich die neunte gelbe Karte und muss sich nun in Düsseldorf zurückhalten, um dann im Heimspiel gegen Sandhausen die zehnte mitzunehmen und nicht mit nach Kaiserslautern zu fahren. Skurril wäre es schon irgendwie, sollte der Innenverteidiger es schaffen, beide Saisonspiele gegen seinen Ex-Club gelbgesperrt zu verpassen.

Randbemerkung 8: Lustig die Einwechslung von Atinc Nukan. Nicht deswegen, weil man danach mit drei nominellen Innenverteidigern spielte und Compper entsprechend auf die Linksverteidigerposition wechselte, sondern weil Nukans erste Aktion eine aus dem eigenen Strafraum herausgeköpfte Ecke war. Was größere Teile des Stadions zu erheitern schien. Die Nukansche Kopfballmaschine hat trotz geringer Einsatzzeiten schon einen solchen Ruf, dass man ein ’na klar‘ in sich hineinschmunzelt, wenn der Innenverteidiger reinkommt und erstmal eine Flanke oder einen Standard irgendwo in handgeschätzten 4 Metern Höhe abräumt.

Randbemerkung 9: Im Stadion anwesend auch Dietrich Mateschitz. Nach dem 1:0 gegen Darmstadt in der Drittligasaison sein zweiter Live-Dreier. Wird wohl auch recht gutgelaunt nach dem Spiel in die RB-Kabine gegangen (‚Freigetränke für alle!‘) und später wieder heimgeflogen sein.

Randbemerkung 10: Sebastian Krumbiegel in der Halbzeitpause am Mikro von Stadionsprecher Tim Thoelke. Erstaunliche Reaktion auf ihn: sehr wenig Applaus, ein paar mehr Pfiffe. Hauptinterpretation: dies resultiert daraus, dass Krumbiegel als RB-Hymnenersteller im Gespräch ist, was nicht jedermanns (musikalischen) Geschmack trifft. Nebeninterpretation: die durchwachsenen Reaktionen galten Krumbiegels politischem Engagement gegen rechts.

Randbemerkung 11: Parallel zum RB-Spiel spielte der kommende Gegner Düsseldorf in Bielefeld. Kerem Demirbay holte sich dort wegen Meckerns die fünfte gelbe Karte ab und gab hinterher bei Sky zu, dass er das Szenario einer Sperre „durchaus im Hinterkopf“ hatte, wenngleich er die gelbe Karte nicht „bewusst“, sondern aus der „Emotion“ heraus provoziert habe. Die Sperre gegen Leipzig, gegen die man sich eh nicht so große Chancen ausrechne, komme ihm aber durchaus zupass. Es bleibt eine Unsitte, Einsätze auf diese Art wegzuschmeißen, wenngleich es aus Spielersicht im Abstiegskampf nachvollziehbar ist, die Spiele nach RB als wichtiger zu erachten und sich für diese von der Gefahr einer Gelbsperre zu befreien bzw. sich über eine Sperre vor diesen Spielen nicht zu ärgern. Man weiß trotzdem nicht so recht, ob man sich darüber freuen soll, auch auf diesem Weg zum FC Bayern der zweiten Liga hoch- bzw. überstilisiert zu werden oder eher ärgern. In Nürnberg oder Freiburg dürften die Demirbay-Äußerungen jedenfalls nicht auf allzuviel Verständnis stoßen.

Randbemerkung 13: Im Vergleich zur Vorsaison RB Leipzig mit 16 Punkten und neun Toren (Tordifferenz) mehr nach dem 28. Spieltag. Gegen dieselben Gegner wie in den ersten 28 Spielen holte man diese Saison 18 Punkte mehr als im Vorjahr (wenn man den schlechtesten Aufsteiger Darmstadt durch den schlechtesten Absteiger Paderborn, Ingolstadt durch Freiburg, Aue durch Bielefeld und Aalen durch Duisburg ersetzt). Und in den elf Spielen der Rückrunde hat man vier Punkte mehr geholt als in den Hinrunden-Spielen gegen dieselben Gegner.

Lichtblicke: (Wären natürlich auch einige andere zu nennen, wie vor allem der sehr gute Forsberg, aber auch Halstenberg oder Gulacsi oder Compper oder Poulsen, aber es bleibt wie immer bei drei Spielern in dieser Rubrik.)

  • Marcel Sabitzer: Solange das Spiel nicht entschieden war die treibende Kraft. Überall unterwegs, immer anspielbar, an den meisten Offensivaktionen in Tornähe beteiligt. Mit dem letzten Pass nicht immer glücklich, was nicht nur an ihm, sondern auch an den Laufwegen der Mitspieler lag. Nach dem 3:0 schaltete der gerade vertragsverlängerte Sabitzer offensiv sichtbar einen Gang zurück, vorher war er von niemandem unter Kontrolle zu kriegen.
  • Willi Orban: Machte als Spieleröffner eine gute Partie und war auch defensiv sicher, weil er meist im richtigen Moment den Schritt nach vorn machte oder sich tief fallen ließ und so einige Situationen gut löste. Schuf zeitweise gut Räume, indem er das Bochumer Zustellen der Sechser durch Ausflüge in die gegnerische Hälfte und kluge Pässe dort aufbrach. Gerade mit dem Ball langsam wieder auf dem Stand der überragenden Vorsaison im Dress Kaiserslauterns.
  • Massimo Bruno: Es war nicht unbedingt die überragende Partie des Belgiers, der gerade im Zweikampf, aber auch in der Zielstrebigkeit noch deutlich Luft nach oben hat. Aber nachdem die bisherige Saison für ihn nicht so richtig zufriedenstellend verlief, macht es ihm vielleicht Mut, in der Offensive der entscheidende Mann gewesen zu sein, der durch seine Ballsicherheit mithalf, ein deutliches Übergewicht herzustellen, dazu mit seinen ersten beiden Treffern im RB-Trikot den Torbann brach und auch als Torschussvorbereiter glänzte. Bruno bringt weiterhin extrem viel mit, um ein sehr guter Fußballer zu werden. Die 70 Minuten gegen Bochum helfen ihm vielleicht, auf diesem Weg voranzukommen.

Fanarena-Spieltagsspieler:

RB-Spieler des Spiels gegen den VfL Bochum am 28.Spieltag bei fan-arena.com

(Quelle: iPhone und Android App FanArena für RB Leipzig Fans – www.fan-arena.com)

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Tore: 1:0 Kaiser (51.), 2:0 Bruno (54.), 3:0 Bruno (63.), 3:1 Losilla (88.)

Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg (Nukan) – Khedira (Bruno), Demme – Forsberg, Sabitzer, Kaiser – Poulsen (Selke); Bank: Coltorti, Jung, Teigl, Ilsanker; Nicht im Kader: Boyd, Quaschner (beide verletzt), Hierländer, Strauß, Gipson, Bellot

Aufstellung VfL Bochum: Riemann – Celozzi, Fabian, Bastians (77. Cacutalua), Maria – Losilla, Eisfeld – Bulut, Haberer (66. Novikovas), Terrazzino – Terodde

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Eher unrunde Spielleitung. Viel zu kleinlich. Oft (aus Stadionsicht) einfach auch nicht richtig liegend. In der 11. Minute pfiff er die vermeintliche RB-Führung eher unglücklich zurück. Nachdem das Spiel nach dem 3:0 gelaufen war, wurde auch die Spielleitung besser. Die gelben Karten kamen spät, vielleicht zu spät, waren aber allesamt berechtigt. Brand griff nicht spielentscheidend in die Partie ein, brachte aber viel unnötige Unruhe ins Spiel.)

Gelbe Karten: Orban (9.) – Fabian, Bastians

Zuschauer: 32.244 (davon 500 Gästefans)

Links: RBL-Bericht, RB-Fans-Liveticker, MDR-Bericht, VfL-Bericht [broken Link], Kicker-Bericht, Pressekonferenz-Ticker

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  • Torschüsse: 22 : 5
  • Torschüsse innerhalb des Strafraums: 14 : 3
  • Schüsse auf das Tor: 10  : 2
  • gewonnene Zweikämpfe: 53,8% : 46,2%
  • Ballbesitz: 56,0% : 44,0%
  • Passquote: 76,8% : 64,1%
  • Laufstrecke: 120,4 km : 117,6 km
  • Sprints: 232 : 220
  • Intensive Läufe: 651 : 693
  • Fouls: 15 : 21
  • Ecken: 4 : 7
  • Abseits: 2 : 6
  • Meiste Torschüsse: Forsberg: 6 – Eisfeld: 2
  • Meiste Torschussvorlagen: Forsberg: 6 – Fabian, Maria, Terodde, Terrazzino, Novikovas: je 1
  • Beste Zweikampfquote (mindestens 10 Zweikämpfe): Halstenberg: 70,6% – Bulut: 64,0%
  • Meiste Ballkontakte: Orban: 89 – Losilla: 57
  • Beste Passquote (mindestens 20 Pässe): Forsberg: 96,0% – Riemann: 72,7%
  • Größte Laufstrecke: Demme: 13,3 km – Bulut: 12,0 km
  • Meiste Sprints: Klostermann: 29 – Terrazzino: 36

Statistiken von bundesliga.de, bild.de

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Saisontorschützen: Selke – 9; Sabitzer, Kaiser – 7; Forsberg – 6; Poulsen – 5; Compper – 3; Halstenberg, Bruno – je 2; Quaschner, Nukan, Ilsanker, Orban, Klostermann – je 1; Eigentore: Parensen (Union) – 1

Saisonvorlagengeber: Forsberg – 7; Kaiser – 6; Poulsen – 5; Klostermann, Bruno – je 4; Sabitzer, Demme – je 3; Selke, Halstenberg, Jung, Compper – je 2; Quaschner, Kalmár, Orban – je 1

Saisontorbeteiligungen (Entstehung des Tors jenseits der direkten Vorlage): Sabitzer – 10; Halstenberg – 9; Kaiser – 8; Demme, Ilsanker, Poulsen – je 6; Forsberg, Orban, Compper – je 5; Klostermann, Bruno – je 4; Coltorti, Khedira – je 2; Nukan, Jung, Teigl, Quaschner – je 1

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Bild: © GEPA pictures/ Sven Sonntag

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2 Gedanken zu „2.Bundesliga: RB Leipzig vs. VfL Bochum 3:1“

  1. Ja, das nächste Spiel ist immer das Schwerste, aber das Spiel gestern war sooo wichtig. (LSP, Grippe, Tendenz usw. )

    Gegen Nürnberg noch mit falschen Wechseln hat RR diesmal wieder alles richtig gemacht! Was freut es mich für Bruno! Die Konkurenz hat zwar die besserern Top-Torschützen, aber RBL hat nun mittlerweile so viele Spieler die das Tor treffen, das es für den Gegner richtig schwer wird, dies zu verteidigen.

    Was mir gestern wieder (positiv) aufgefallen ist, sind die vermehrten Vorstöße der IV mit Ball. Ob Orban oder Compper, alle! haben sie dazu geführt, das es mal so richtig gefährlich wurde.

    Die Verletzung von Khedira ist weniger schön (Gute Besserung an dieser Stelle!). Ebenso die zu drohenden Sperren. Aber gut, das gehört dazu und der Kader ist breit genug und RR wird dementsprechend regieren können/müssen.

    Bei einem so entspannten frühlingshaften fairen Samstagspiel, so viele Randbemerkungen, ist schon etwas kurios.

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