Kein Abtasten

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB Leipzig gegen Eintracht Braunschweig (07.02.2016, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.]

Sieben Wochen Winterpause neigen sich langsam dem Ende zu. Sieben Wochen, die allseits zur Erholung und zum Kräftesammeln genutzt werden konnten. Und wie immer in der Winterpause auch zum Austausch von Personal genutzt wurden.

Während sich dabei bei RB Leipzig nur sehr wenig geändert hat und nur zwei Spieler mit wenig Einsatzzeiten abgegeben wurden (Tim Sebastian und leihweise Zsolt Kalmár), war die Veränderung in Braunschweig qualitativ schon etwas prägnanter. Gerade in der Offenisve hat man sich doch einigermaßen deutlich verändert.

Verändert das Verleihen von Mads Hvilsom noch relativ wenig, da der Schwede bisher in Braunschweig nicht so recht angekommen war, hinterlässt der Abgang von Emil Berggreen nach Mainz eine ordentliche Lücke. Angesichts einer Ablöse von 2,5 Millionen Euro nicht unbedingt wirtschaftlich, aber sportlich. Denn Berggreen war in den letzten zwölf Monaten ein überzeugender Torjäger. Etwa alle 100 Minuten war der Däne an einem Tor beteiligt. Zehn Tore erzielte er in 26 Partien, davon 16 Spiele von Beginn an.

Bei aller Klasse kann man Braunschweig aber auch verstehen, dass sie das Geld mitnehmen wollten. Diverse kleinere Verletzungen (jetzt in der Wintervorbereitung auch schon wieder), der Streit im Sommer, als Berggreen schon zum HSV wollte, dazu zwar eine gute Torquote, aber nur selten die ganz wichtigen Tore. Emil Berggreen ist ein guter Torjäger und mit seiner Beweglichkeit trotz Körpergröße ein gutes Gesamtpaket, einer für den man sich aus dem Fenster lehnt und für den man das Teamgefühl riskiert, ist er aber sicherlich nicht bzw. noch nicht gewesen.

Um Berggreen zu sersetzen, greift Braunschweig auf eine alte Lösung zurück, nämlich auf Domi Kumbela, der bereits zum dritten Mal nach Braunschweig wechselt. Bisher hatte der Kongolese in Braunschweig immer eine prima Zeit. Ob das auch im dritten Anlauf so sein wird, muss man abwarten. 31 Jahre, im gesamten Jahr 2015 lediglich knapp 700 Pflichtspielminuten und nur ein Tor, da bleiben leichte Zweifel was Kumbelas aktuellen Zustand angeht, auch wenn ihn Torsten Lieberknecht bisher immer hingekriegt hat.

27 Tore erzielte Braunschweig vor der Winterpause in der zweiten Liga. Nur fünf Teams erzielten mehr Treffer. Zieht man allerdings die elf Tore aus den zwei Spielen gegen Karlsruhe und in Duisburg ab, bleiben nur noch 16 Tore in 17 Spielen übrig. In gleich 12 Spielen erzielte Braunschweig vor der Winterpause nur maximal ein Tor.

Erstaunlich daran ist, dass nur vier Zweitligateams öfter von innerhalb des Strafraums einen Torschuss versuchen als Eintracht Braunschweig. Gleich 13 Teams allerdings schießen häufiger als Braunschweig so platziert, dass sie das Tor auch treffen. Sprich, Braunschweig kommt recht häufig in vielversprechende Abschlusssituationen, macht aber zu wenig draus. Das klingt nach einem Problem, das durch einen durchsetzungsstarken Stürmer behoben werden könnte. Man wird sehen, ob der in Fürth aussortierte Kumbela dies sein kann.

Das letzte Tor von Sturmkollege Orhan Ademi in einem Ligaspiel für Eintracht Braunschweig stammt derweil aus dem Oktober 2013. Zugegeben bei meist überschaubarer Einsatzzeit seitdem (zwischendurch auch mal ein halbes Jahr nach Aalen verliehen), aber dass der 24jährige Schweizer nun plötzlich zum Träger der Braunschweiger Offensivbemühungen wird, ist nicht zwangsläufig anzunehmen. Da ist es schon wahrscheinlicher, dass Holtmann, Hochscheidt und Khelifi (bester Eintracht-Torschütze bisher) im Offensivbereich noch mehr Verantwortung übernehmen.

Verlassen konnte sich Braunschweig in der Hinrunde auf die sehr gute Defensive. Lediglich 15 Gegentore sind das Beste, was die zweite Liga zu bieten hat. Dafür mitverantwortlich ist die sehr gute Mannschaftsorganisation und eine gern genommene Fünferkette, die die Räume für die Kontrahenten eng macht, sodass man nach Leipzig die wenigsten Torschüsse zulässt.

Nicht unwesentlich allerdings auch, dass die Gegner von Braunschweig im bisherigen Saisonverlauf die zweitschlechteste Chancenverwertung hatten. Nur gegen Bochum trafen die Zweitligisten noch schlechter. Das könnte dafür sprechen, dass man gegen Braunschweig keine ungestörten Torschüsse kriegt und es somit schwierig ist, ein Tor zu erzielen. Damit eng verbunden und auch relevant für die schlechte Chancenverwertung ist die Tatsache, dass Eintracht-Keeper Rafal Gikiewicz 80% aller Bälle auf seinen Kasten hält. Topwert der zweiten Liga. Der Durchschnittswert liegt ligaweit bei 70%.

Will man in Braunschweig noch mal oben angreifen, wird man weiterhin auf diesem hohen Niveau verteidigen müssen. Verliert man in Leipzig, kann man sich zumindest schon mal komplett abschminken, dass man den Tabellenführer noch mal einholt. Dann 15 Punkte Rückstand wären in 14 Spielen  schlicht nicht aufholbar.

Vielleicht ist Leipzig für die Braunschweiger Verantwortlichen auch nicht der direkte Vergleichsmaßstab. Trotzdem schielt man bei der Eintracht noch relativ offen auf einen Aufstiegsplatz. Bei nur vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist das auch durchaus nachvollziehbar. Will man dorthin und noch an Nürnberg vorbeiziehen und die Konkurrenz im Schach halten, dann braucht man trotzdem viele Punkte, am besten schon aus dem Spiel in Leipzig.

Dafür ist die Eintracht insgesamt gar nicht schlecht gerüstet. Ein merkwürdig farbloses Spiel wie bei der Begegnung im letzten August, als RB in Braunschweig mehr oder weniger ungefährdet gewann, wird man sich nicht noch einmal leisten wollen. Defensiv hat man durchaus die Möglichkeiten, der Superoffensive um Sabitzer und Forsberg Einhalt zu gebieten. Und offenisv hat man mit den Außen Holtmann und Khelifi und einem Wühler wie Hochscheidt, unterstützt von den defensiven Außen Reichel und Ofosu-Ayeh einige Möglichkeiten.

Zu erwarten dürfte die Eintracht in Leipzig wieder mit einer Fünferkette sein. Baffo, Decarli und Correia sind drei sehr gute Innenverteidiger, die einen guten Kern in der Abwehrkette bilden. Reichel und Ofosu-Ayeh ergänzen dies auf den Außenbahnen mit einigen Offensivqualitäten, wobei letzterer noch effizienter werden könnte.

Wenn die Eintracht ein Problem hat, dann wohl am ehesten auf der Sechs. Zumindest wenn, aus welchen Grüden auch immer, Mirko Boland dort nicht spielt. Egal ob es Matuschyk, Schönfeld, Pfitzner oder auch ein Omladic ist, so richtig festgespielt hat sich keiner der vier. Mit Boland im zentralen Mittelfeld spielt Braunschweig meist eine Klasse besser, weil seine Ballsicherheit und Dynamik von keinem anderen eingebracht werden kann. Spielt Boland dagegen links defensiv oder offensiv oder wie in Düsseldorf in der ersten Halbzeit gar zeitweise im Sturm, merkt man das der Stabilität des Teams durchaus (negativ) an.

Offensiv läuft es dann wohl auf Holtmann und Khelifi hinaus, die über die Außen das Umschaltspiel nach Ballgewinnen veredeln sollen. Und in der Mitte wartet Kumbela auf seinen ‚Diese Geschichten schreibt nur der Fußball‘-Moment.

Verhindern sollen das auf Seiten von RB Leipzig die beiden Innenverteidiger Willi Orban und vermutlich Atinc Nukan. Wäre für den unkonventionell, aber meist erfolgreich zweikämpfenden (drittbester Zweikampfwert der gesamten zweiten Liga) Türken gleich mal eine kleine Herausforderung.

Grundsätzlich sind nicht viele Veränderungen bei RB Leipzig zu erwarten. Compper könnte noch für Nukan ins Team rutschen. Für den wahrscheinlich verletzt ausfallenden Marcel Halstenberg wäre Anthony Jung, den Rangnick zuletzt sowieso schon nah an die Startelf geredet hatte, die erste Option hinten links. Selke wäre wahrscheinlich nur eine Option, wenn Rangnick sich für eine taktische Lösung mit nur einem Sechser oder (unwahrscheinlich) ein 4-2-2-2 mit Sabitzer auf der rechten Zehn entscheidet.

[Update: Correia wird verletzt ausfallen. Was eine Viererkette in der Abwehr wahrscheinlicher macht.]

Mögliche Aufstellungen:

  • RB Leipzig: Coltorti – Klostermann, Orban, Nukan (Compper), Jung – Demme (Kaiser), Ilsanker – Kaiser (Selke), Sabitzer, Forsberg – Poulsen
  • Eintracht Braunschweig: Gikiewicz – Ofosu-Ayeh, Baffo, Decarli, Reichel – Khelifi, Matuschyk, Boland, Holtmann – Hochscheidt (Ademi), Kumbela

Gerade auf Braunschweiger Seite muss man sich aber auf die Aufstellungs- und Formationsspekulationen überhaupt nicht verlassen. Wenn sich die Eintrach in den letzten Monaten durch etwas ausgezeichnet hat, dann durch ständige Kaderwechseleien. Eine Rotation, die durchaus als Qualität einer Mannschaft durchgehen kann und oft auch ohne Reibungsverlust gespielt wurde bzw. immer wieder neue Namen nach oben gespült hat. Manchmal hatte man aber auch das Gefühl, dass es zu viel des Guten ist. Wie in der ersten Halbzeit in Düsseldorf, als die Mannschaft von Formation und taktischen Vorgaben eher überfordert, denn besser auf den Gegner eingestellt schien.

Für RB Leipzig wartet das alte Spiel, einen Gegner knacken zu müssen, der mit einer dichten Defensive auf einen perfekten Umschaltmoment lauert. Dabei wäre es im Sinne der Tabelle und der eigenen Ziele durchaus sehr wichtig, gleich mit einem Erfolgserlebnis aus der  Winterpause zu kommen. In den letzten zwei Spielzeiten startete man jeweils mit zwei Niederlagen ins neue Jahr (Ingolstadt kam letzte Saison auch mit nur einem Sieg aus vier Spielen aus der Winterpause) . Das ist angesichts der Spiele gegen Braunschweig und beim FC St. Pauli auch dieses Jahr nicht ganz ausgeschlossen, wäre aber besser zu vermeiden, will man nicht, dass die Konkurrenz schon so früh noch mal Lunte riecht.

Fazit: Ohne großes Abtasten geht es gleich mit dem Duell des Aufstiegsfavoriten mit einem der Verfolgerteams, die selbst alle Punkte für den Kampf um einen Aufstiegsplatz brauchen, in die Saison. Auf Braunschweigs durchwachsene Testspielergebnisse muss man nichts geben. Zu erwarten ist ein gut eingestelltes, defensiv sicheres Team, das physisch alles in die Waagschale werfen wird. Fraglich bleibt, inwieweit die Eintracht in der Lage ist, mögliche Offensivaktionen auch zu veredeln. In den letzten Testspielen zeigte sich RB Leipzig gelegentlich anfällig für das schnelle Umkehrspiel. Dies als Gegner auszunützen, dafür braucht man allerdings auch jemanden, der die Tore macht.

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[Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Eintracht Braunschweig nicht vor Ort verfolgen kann und am 07.02.2016, ab 13.30 Uhr trotzdem dabei sein will, nutze die üblichen Kanäle, also Liveticker und Vereinsradio. Bilder gibt es live bei Sky.]

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. Eintracht Braunschweig

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Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel von RB Leipzig bei Eintracht Braunschweig. Mit Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen.

10.45

Da sind wir also wieder nach der Winterpause in alter Frische. Offenbar funktioniert das Liveblogging-Plugin nicht mit dem neuen Webseiten-Layout. Von daher hier heute ein händischer Liveticker, der sich nicht automatisch aktualisiert. Ich werde versuchen, zum nächsten Mal eine neue Lösung zu finden.

10.50

Erstes Spiel nach der Winterpause. Und gleich ein ganz wichtiges. Denn mit Braunschweig kommt eines jener Teams, die bei sehr gutem Lauf in den letzten 15 Spielen noch mal oben ranschnuppern könnten. Schwer, aber auch nicht ganz unmöglich noch an RB heranzukommen. Ein Sieg in Leipzig wäre dafür eine Grundvoraussetzung. Entsprechend wäre es für RB sehr wichtig, gleich ein Zeichen zu setzen und Braunschweig auf Distanz zu halten.

10.53

Irgendwas bis zu 30.000 Zuschauern werden zum Spiel gegen Braunschweig erwartet. Eine Aktion für Schüler, die mit ihrem Zeugnis verbilligt ins Stadion kommen, macht es schwer die Zuschauerzahl zu prognostizieren. Vergleichsweise gutes Wetter am Sonntag könnte auch noch den einen oder anderen Spontanbesucher ins Stadion ziehen.

10.58

Marcel Halstenberg fällt leider verletzt aus. Ist dann wohl die Chance für Anthony Jung zu zeigen, dass die Aussagen, er sei nah dran an der Startelf auch eine reale Grundlage haben.

11.00

Ein bisschen ist es wie immer nach einer Winter- oder Sommervorbereitung. Man weiß nicht so richtig, wo die Teams stehen. Die Vorbereitung ist da meist kein guter Ratgeber. Bei RB Leipzig darf man sich durchaus fragen, ob die Idee, keine neuen Spieler zu holen, eher positive Effekte (Eingespieltheit) oder negative Effekte (kein neuer Reiz im Kader) haben wird.

11.10

Yussuf Poulsen: „Alle freuen sich auf das Spiel. Nach der Vorbereitung brennt man für das erste Spiel. Wird wieder eine schöne Kulisse. Braunschweig ist eine super Mannschaft. Müssen eine super Leistung abliefern wie Ende der letzten Saison in vielen Spielen.“

„Hatten eine super Vorbereitung. Wird anders als die letzten Jahre, als es nach der Winterpause holprig war. Keine Neuzugänge, die wir integrieren mussten. Kaum Verletzungen. Für Halstenberg kann Jung auflaufen. Sind auf allen Positionen super besetzt. Jeder muss 100% geben, sonst sitzt man auf der Bank. Haben höheres Niveau wegen höherem Konkurrenzkampf.“

„Müssen uns auf Braunschweig konzentrieren und einen guten Anfang machen. Wenn wir aus den ersten zwei Spielen sechs Punkte holen, wäre das sehr schön. Aber St. Pauli auswärts wird auch sehr schwer. Erst mal auf Braunschweig schauen, dann auf St. Pauli.“

„Haben einen Superkader, dann muss man vielleicht keine Neuzugänge holen. Wenn diese Truppe richtig zusammenspielt, sind wir vielleicht auch besser, als wenn Neue dazukommen.“

„Berggreen hat super Leistungen gebracht für Braunschweig. Ist sicher eine Schwächung für Braunschweig. Freue mich für ihn, dass er sich in der ersten Liga zeigen kann. Ist für uns sicher gut, dass er gegen uns nicht spielen kann.“

11.15

Yussuf Poulsen: „Die taktischen Dinge kommen im Training heute und morgen. Wir wissen, dass Braunschweig in der Hinrunde eine Fünferkette gespielt hat. Darauf müssen wir uns einstellen. Trainerteam wird die Testspiele gesehen haben und uns gut auf das Spiel vorbereiten. Nach der PK haben wir Videoanalyse.“

„Nicht so schwer, das große Ziel Bundesliga auszublenden. Haben schon in der Hinrunde nur von Spiel zu Spiel gedacht.“ Konkurrenzkampf sei gut dafür, da man immer alles geben muss, weil man ansonsten im nächsten Spiel raus ist. „Wenn du deine Leistung nicht bringst, spielst du nicht.“ Jeder wolle seine Leistung bringen und sich entwickeln, sodass man keine großen motivationalen Tricks brauche. „Müssen an uns selbst denken und unsere eigene Leistung liefern.“

Letzten zwei Jahre hat Yussuf Poulen mit Mannschaftskollegen Superbowl geguckt. Vielleicht auch dieses Jahr, wenn man am Montag vielleicht etwas später trainieren darf.

11.17

Schon beeindruckend, wie souverän Yussuf Poulsen inzwischen Pressekonferenzen auf deutsch durchzieht. Gleich kommt dann Ralf Rangnick.

11.25

Ralf Rangnick: Marcel Halstenberg wird definitiv ausfallen. Muskelverletzung am Hüftbeuger. Langzeitverletzt fehlt weiter Terrence Boyd. Ansonsten keine Ausfälle.

„Hatte Magen-Darm-Probleme. Wollten kein Risiko eingehen, dass die Mannschaft sich ansteckt. Aber alles wieder gut.“ Beeinflusse die Vorbereitung auf das Spiel gegen Braunschweig nicht.

„Heute und morgen noch Trainingseinheiten, in denen wir uns auf Braunschweig vorbereiten. Bisher eher allgemeinere Trainingsinhalte.“

Für Halstenberg spielt Jung. „Anthony ist in einer sehr guten Verfassung. Sehe ich kein Problem drin.“ Schwierige Kaderentscheidungen stehen weiterhin aus. Auf einigen Positionen noch Entscheidungsbedarf. Entscheidung stehe noch nicht an, da noch zwei Tage bis zum Spiel sind. Lässt sich nicht in die Karten gucken, auf welchen Positionen er sich noch nicht entschieden hat, was die Besetzung angeht.

„Spannendste Frage ist, ob Braunschweig mit drei Innenverteidigern oder mit zweien spielt. Hat graduelle Auswirkungen darauf, wie wir gegen den Ball spielen. Rechnen eher mit drei Innenverteidigern. Sind aber auf beide Fälle vorbereitet.“

„Denken im Moment überhaupt nicht an St. Pauli. Denken nur an das Spiel gegen Braunschweig. Da wollen wir die bestmögliche Leistung abliefern und die drei Punkte hier behalten. Damit sind wir bisher gut gefahren und so handhaben wir es auch diesmal.“

11.35

Ralf Rangnick: Gab keine Vorzeichen bei Marcel Halstenberg in Bezug auf eine Muskelverletzung. „Ist ein Spieler, der ein bisschen fragil ist, was Verletzungen angeht. Müssen ihn noch robuster und widerstandsfähiger werden. Ist auch wichtig für die Zukunft seiner Karriere, wenn er mal international spielen will. Werden uns dazu noch mal mit der medizinischen Abteilung unterhalten und Maßnahmen ergreifen.“ „Versuchen jeden Spieler ganzheitlich zu betrachten und alle Faktoren auszureizen.“ Halstenberg habe hohe Qualität, aber man müsse ihn wegen seiner Anfälligkeit auch im Training vorsichtiger umgehen.

Vergleich mit Liverpool und dass dort die Spieler nicht auf Klopps Training vorbereitet gewesen seien und so viele Muskelverletzungen entstehen. „Klopp trainiert nicht falsch, sondern nur wie er es aus Dortmund gewohnt war.“

Zu jedem Spieler gebe es eine Datenbank, wo die Infos gesammelt werden. Zudem treffe man sich jede Woche mit der medizinischen Abteilung, um über jeden Spieler zu reden.

Vor dem Spiel gegen Braunschweig will Rangnick nicht gefragt werden, ob man Montag wegen des Superbowls etwas später trainiert. Wegen des Freitagsspiels und der kurzen Woche ist es eher unwahrscheinlich.

Alle drei Nachwuchsspieler aus dem Trainingslager (Touré, Fechner, Janelt) trainieren weiter mit den Profis (zumindest in Teilen der Woche). Wo sie dann am Wochenende spielen, muss man von Woche zu Woche sehen. Das kann U19 sein, aber auch U23 oder im Fall der Fälle bei den Profis. In dieser Woche sollen alle im Spitzenspiel der U19 gegen Wolfsburg auflaufen. Wenn denn bei den Profis nicht noch Bedarf ist für einen Bankspieler (falls noch Verletzungen auftreten). Oberste Priorität sei, dass die Nachwuchsspieler Einsatzzeiten bekommen.

11.40

Das war es von hier. Entspannte Atmosphäre. Was auch immer das dann für das Spiel am Sonntag bedeuten mag. 23.000 Tickets wurden bisher verkauft. 1.200 gingen nach Braunschweig. Hübscher Rahmen, hübsches Spiel. Kann doch gar nicht viel besser losgehen nach der langen Winterpause.

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2 Gedanken zu „Kein Abtasten“

  1. Endlich geht es auch in der 2. Liaga los!!
    7 Wochen Pause sind schon hart für Team, Fans und Medien. Letzte Saison war ich da tiefenentspannter, aber jetzt mit Platz 1 im Rücken, nun denn.

    Und endlich wieder eine Vorschau inkl. PK hier im Blog!! Hast Recht, klingt wirklich gut, was YP da so sagt.

    Bei RR kommt ein leichtes Zähneknirschen rüber, was die med. Abteilung angeht, sprich das die Verletzung von Halstenberg vermeidbar war. Kann aber auch täuschen.

    Egal, ich freue mich auf Sonntag – Braunschweigspiel und abends Superbowl. Passt.
    Tip:
    Beide Teams noch im Winterschlafmodus, eher Taktik geprägt, BS mit sehr guter Abwehr bis Willy O. in er 89. Minute das erlösende 1:0 macht.

  2. Ganz schön viel „super“ bei Yussuf Poulsen. Hoffen wir, dass es am Sonntag Abend auch noch so ist.

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