Transfers: Halstenberg, Skopintsev

Erstaunlich spät ist man in dieser Saison dran bei RB Leipzig in Sachen Kaderkomplettierung. In den letzten Jahren war man am letzten Tag des offenen Transferfensters eigentlich immer Zuschauer. In dieser Saison hat man noch mal die Schatulle geöffnet und sich mit Marcel Halstenberg einen neuen Linksverteidiger gegönnt, der irgendwas ab 3 Millionen Euro aufwärts gekostet haben soll. Bei St. Pauli hätte man Halstenberg gern behalten, aber angesichts der Ablösesumme, die alles überstieg, was man bisher in der Sommerpause für Halstenberg aus verschiedenen Ecken geboten bekommen hat und angesichts nur noch eines Jahres Vertrags, konnte man am Ende nicht widerstehen, sich einen nicht unwesentlichen Teil des Saisonetats durch einen einzigen Spielerwechsel zu decken.

Aus RB-Sicht etwas erstaunlich, dass man noch mal tätig geworden ist. Vor gerade mal vier Wochen hatte Ralf Rangnick die Kaderplanung als „definitiv abgeschlossen“ bezeichnet und selbst Kaderveränderungen im Winter als nicht zwingend notwendig erachtet. Allerdings tätigte Rangnick die Aussage auch direkt im Anschluss an ein sehr gutes Spiel von Anthony Jung, mit dem er in den vier folgenden Pflichtspielen immer weniger zufrieden war und ihn zuletzt sogar in die U23 steckte, um Lukas Klostermann, vor ein paar Monaten noch zum Innenverteidiger erhoben, für ihn auflaufen zu lassen.

Es hat sicherlich sehr stark mit dem verschobenen Blick auf Anthony Jungs Leistungen zu tun, dass Rangnick seine Meinung über Neuverpflichtungen doch noch mal geändert hat (vielleicht hat Halstenbergs Berater zwischenzeitlich einfach auch noch mal ein neues Signal gesendet). Zumal hinter Anthony Jung als ‚richtiger‘ Außenverteidiger nur noch Dmitri Skopintsev zum Profikader gehörte. Der 18jährige Russe bringt sicherlich vieles mit und ist ein großes Talent, aber ein Herausforderer auf Augenhöhe für Jung war er dann leider doch noch nicht.

Für Anthony Jung bedeutet die Verpflichtung, dass er nach langer Zeit der relativen oder auch absoluten Konkurrenzlosigkeit plötzlich jemanden vor sich hat, der als Last-Minute-Wunschtransfer von Trainer und Sportdirektor sicherlich auch gute Karten hat, gleich Einsatzzeiten zu erhalten. Jung, der in den letzten Monaten immer mal wieder herausgehoben aus der Mannschaft kritisiert wurde, oft auch zu Unrecht als Außenverteidiger, der gegen den Flügelfokus der gegnerischen Teams zu häufig allein gelassen wurde, steht damit in der Nahrungskette erst mal hinten an.

Was nicht unbedingt heißt (man konnte das schon bei Atinc Nukan gut beobachten), dass Halstenberg auf Anhieb gut nach Leipzig und in das Team passt. In Hamburg hat er seit letzten Dezember unter Lienen in einem Team gespielt, das sehr viel Wert auf Defensive legte und deswegen teilweise mit einer Sechserkette gespielt hat. Eine Sechserkette in der Abwehr bedeutet zwangsläufig, dass der Außenverteidiger nie allein in der Defensive steht und entsprechend auch wenig Eins-gegen-Eins-Situationen lösen muss und es bedeutet, dass dem Außenverteidiger durch die Hilfe des davor agierenden Spielers auch immer wieder Raum bleibt, in die Offensive einzugreifen, ohne das gesamte Hinterfeld zu entblößen.

Bei RB Leipzig wird seine Rolle naturgemäß etwas anders sein. 10,9 km lief Anthony Jung auf 90 Minuten gerechnet bei seinen bisherigen Einsätzen. 10,5 km waren es bei Marcel Halstenberg. 23 Sprints zog Anthony Jung im Schnitt für RB in 90 Minuten an. Bei Halstenberg waren es beim FC St. Pauli gerade mal 15. Was nicht darauf verweist, dass Jung in der körperlich besseren Verfassung ist, sondern vor allem darauf, dass Jung eine andere Rolle als Halstenberg zu spielen hatte, eine mit hoher defensiver Verantwortung bei gleichzeitig hohen offensiven Ansprüchen. Inwiefern Halstenberg als Neuzugang dieser komplexen Aufgabe genügt, muss man erst mal abwarten.

Mit Marcel Halstenberg hofft Ralf Rangnick sich einen Außenverteidiger ins Boot zu holen, der seine Rolle mit Stärken im Zweikampf, mit Aggressivität und mit Power in der Offensive spielen kann. Wobei 11 Torbeteiligungen (6 Tore, 5 Vorlagen) in 54 Zweitligaspielen für den FC St. Pauli auch nicht exorbitant klingen. Aber Anthony Jung mit seinen sieben Torbeteiligungen in 60 Ligaspielen mit RB Leipzig, davon nur einer in 36 Zweitligaspielen (eine Torvorlage bzw. genaugenommen zwei, da er beim FSV Frankfurt in dieser Saison auch das Tor vorbereitete) hinkt da dann doch ein Stück hinterher.

Insgesamt hat man das Gefühl, dass man mit Halstenberg und Jung nun zwei Linksverteidiger mit ziemlich ähnlichen Perspektiven im RB-Kader hat. Halstenberg mag etwas aggressiver und dynamischer sein, Jung dafür etwas flexibler einsetzbar sein (Sechser und Innenverteidiger) und das RB-System schon kennen. Aber insgesamt muss man nicht per se annehmen, dass die Qualität auf der Linksverteidiger-Position nun enorm angestiegen ist. Man hat einen gewissen Zweikampf zwischen zwei 23jährigen mit einem anfänglichen Vorsprung für den Neuzugang. Im besten Fall profitieren beide davon. Im schlechten Fall nimmt es Jung ein paar Wochen persönlich, dass man ihm durch einen noch vor kurzem nicht gewollten Transfer relativ offen das Misstrauen ausspricht und braucht Halstenberg Zeit, um sich in die definitiv neue Rolle einzufinden.

Wenn wir an dieser Stelle nicht über Geld reden müssen, das jene haben und verantworten, die es ausgeben, sondern nur bei sportlicher Qualität bleiben, dann macht es natürlich grunsätzlich Sinn, auch den Linksverteidigerposten doppelt und doppelt gut besetzt zu haben. So kurz vor Schließung des Transferfensters noch mal aktiv zu werden, wirkt aber trotzdem ein wenig nach Panik, die eigentlich nicht wirklich angebrachte wäre, weil man mit Klostermann, Skopintsev und diversen Nachwuchsakteuren für den Fall der Fälle genügend Backups für den Posten gehabt hätte. Andererseits wurde die Außenverteidiger-Position in den vergangenen Transferperioden trotz bestehender Lücken auch oft etwas stiefmütterlich behandelt und immer wieder mit Spielern, die für diese Position umgeschult wurden, besetzt oder eben Nachwuchsakteure verpflichtet, die der Sache nicht gewachsen waren. Von daher ist es sicherlich auch nachvollziehbar, wenn man diesen Weg verlässt und den Kader quasi komplettiert.

[Ralf Rangnick hatte vor kurzem noch vermeldet, dass bei einem Neuzugang auch ein Abgang wahrscheinlich sei, weil man den Profikader nicht zu sehr aufblähen wolle. Nimmt man diesse Aussage ernst, dann müsste irgendjemand gehen, der auch Außenverteidiger spielen kann. Klar fällt da als erstes die Option Dmitri Skopintsev ein, der mit seinen 18 Jahren wenig Chancen auf Einsatzzeit hat und aufgrund seiner Herkunft aus einem Nicht-EU-Staat auch nicht bei der U23 in der Regionalliga eingesetzt werden kann.

Die andere Option wäre es, einen Stefan Hierländer noch abzugeben, wie die BILD vermutet. Als drittes Rad am Wagen auf der Rechtsverteidigerposition und fünftes Rad am Wagen im Mittelfeld hat Hierländer relativ wenig Chancen auf dauerhafte Einsatzzeiten. Ginge nur Hierländer hätte man rechts Teigl, Klostermann und Gipson und links Jung, Halstenberg und Skopintsev. Also jeweils zwei alternative Spieler plus ein Talent. Sinniger im Sinne von Spielpraxis wäre natürlich, wenn man einen Weg findet, dass Skopintsev zur von ihm gebrauchten Spielpraxis kommt.

Die Transferliste in Deutschland schließt zwar heute (Montag, 31.08.2015) um 18 Uhr, allerdings sind Abgänge in Länder mit länger offenem Transferfenster auch noch danach möglich. Nach Österreich kann man bspw. noch bis Mitternacht Spieler transferieren, nach England bis morgen Mittag. Ein paar europäische Länder erlauben sogar noch spätere Zugänge. Bleiben also noch ein paar interessante Stunden, bis der Kader von RB Leipzig (also zumindest der bis zur Winterpause) final steht.]

Update 01.09.2015: Nicht unüberraschend verlässt laut offizieller Vereinsmeldung Dmitri Skopintsev RB Leipzig. Sehr wohl überraschend ist, dass Skopintsev Leipzig nicht leihweise verlässt, sondern gleich komplett zum FC Red Bull Salzburg wechselt, wo er einen Vierjahresvertrag unterschreibt. Spielen wird er allerdings auch nicht in der österreichischen Bundesliga, sondern in der zweiten Liga beim Salzburger Kooperationsclub FC Liefering.

Das Gesamtpaket überrascht ein wenig, da Skopintsev erst vor knapp zwei Monaten überhaupt nach Leipzig gekommen war. Zwar war der 18jährige noch nicht so weit, um in der zweiten Liga als Linksverteidiger auf Einsatzzeit zu spekulieren, erst recht nicht nach der Verpflichtung von Marcel Halstenberg. Allerdings hatte er in Testspielen wie gegen Ingolstadt sehr wohl schon angedeutet, dass in ihm ein vielversprechendes Talent schlummert, das vor allem an seinem taktischen Auftreten arbeiten muss.

Von der Seite her hätte man vermuten können, dass man ihn einfach verleiht und ihm darüber Spielpraxis verschafft, um dann nach einem Jahr erneut zu gucken, wie es mit ihm weitergeht. Auch in Leipzig hatte er eigentlich einen Vierjahresvertrag unterschrieben und hätte man entsprechend viel Raum gehabt, noch ein paar Leihjahre zur Entwicklung anzuschließen.

Dass man Skopintsev nicht direkt nach Liefering verliehen, sondern nach Salzburg abgegeben hat, von wo aus er nach Liefering verliehen wird, könnte verschiedenes bedeuten. Zuerst einmal, dass man ihm die Chance geben will, sich über Liefering möglicherweise auch für Salzburg zu empfehlen und dort ein paar zusätzliche Einsätze für seine Entwicklung abzustauben.

Es könnte aber auch das Eingeständnis sein, dass man sich bei Skopintsev schlicht verscoutet hat und man nicht daran glaubt, dass der 18jährige kurz- bis mittelfristig zu einer Alternative in Leipzig wird. Zumal bei mittelfristig sehr guter Entwicklung der Dienstweg zwischen Salzburg und Leipzig so kurz ist, dass man auch einen Wechsel zurück nach Leipzig über die Bühne kriegen würde (wobei darin dann die Unwägbarkeit steckt, dass der Spieler keinen Vertrag mehr in Leipzig hat, sich also entsprechend auch frei für alles mögliche entscheiden kann).

Oder aber in Salzburg bestand man aufgrund des eh schon schlechten Klimas im Verein und um den Verein herum wegen des massiven Verlustes sportlicher Qualität nach Leipzig, aber auch nicht nur nach Leipzig, auf dem Symbol einer festen Verpflichtung. Ein weiterer Leipziger Leihspieler im Salzburger Kader (wie letzte Saison Sabitzer und Bruno) hätte in einige sowieso schon vorhandene Kerben geschlagen. Und vielleicht haben die neuen Verantwortlichen in Salzburg in der Post-Rangnick-Ära ja inzwischen auch einen eigenen Weg gefunden, auf dem sie sich ein wenig von den großen Leipzigern emanzipieren wollen. Im kleinen Rahmen, der ihnen in der Gesamtkonstruktion Red Bull Fußball möglich ist.

Insgesamt bleibt der Skopintsev-Abgang auf jeden Fall erstaunlich. Einen 18jährigen aus Russland zu verpflichten, der von vornherein nicht für Einsätze in der U23 in Frage kam und ihn keine zwei Monate später nach Österreich weiterzuverkaufen, ist vom ganzen Handling her merkwürdig. Sowohl für den Spieler selbst, als auch aus der Perspektive des verpflichtenden Clubs, der bei dem Hin und Her naturgemäß keine glückliche Figur macht.

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9 Gedanken zu „Transfers: Halstenberg, Skopintsev“

  1. Ralle ist der neue Felix Magath. Sobald es nicht läuft, wird nochmal der Kader vergrößert. Und auch er wird scheitern.

    Und irgendwann wird sich Brause-Dietrich das Ganze auch nicht mehr antun wollen und lieber wieder mehr Extremsportfirlefanz sponsoren.

    Ist doch eh ein einziges PR-Desaster: es gibt jene Gruppe (wahrscheinlich hauptsächlich Leipziger), die nichts gegen RedBull als Sponsor haben, aber wahrscheinlich auch lieber einen anderen hätten, und jene (mutmaßlich die erdrückende Mehrheit der Fußballinteressierten in D), die seitdem kein RedBull mehr anrühren. Die dritte Gruppe (die nicht Fußballinteressierten) fällt als nicht werbe-relevante Zielgruppe aus. Wahrscheinlich ist es eher noch Glück, dass sie RedBull nicht im Namen tragen dürfen, sonst wäre der Antiwerbeeffekt noch drastischer.

  2. Volle Zustimmung.
    Eine Sache fehlt vielleicht. Jung war neben Kaiser für die Eckbälle und Freistösse verantwortlich. Diese waren bisher in der Saison nicht gerade erfolgreich und auch gegen Union (ohne die Beiden) hat der ruhende Ball, bis auf eine Ausnahme, keine Gefahr gebracht, siehe Kalmar. Vielleicht emphielt sich ja mal jemand anderes dafür.
    11 Torbeiteiligungen für einen AV finde ich schon sehr gut, wird es nicht viele Spieler geben, die eine bessere Quote haben.
    Nach Paderborn kommt ja eine englische Woche, na mal schauen, ob es da schon für einen Einsatz reichen wird.

  3. Da ein Spieler geholt wurde und ein Spieler abgegeben werden soll wird das mit dem Kader vergrößern schwierig solange der neue Spieler nicht mehr Volumen mitbringt! Und ja, der Antiwerbeeffekt ist wirklich furchtbar und DM macht in Kürze den Laden zu, das Leistungszentrum wird in eine Flüchtlingsunterkunft umgewandelt und die Red Bull Arena, ach sorry, das Zentralstadion entsteht „neu“ in „alter“ Pracht für die restlichen, strahlenden Fußballvereine in Leipzig die Werbeeffekte und positives Image ohne Ende mitbringen. Gelobt sei die neue, alte Fussballwelt der Lilakühe, Dosendoofs, ausLEs, Wuppertalers und HUKLS. Amen.

  4. Mittlerweile denke ich auch, dass es aus Marketingsicht ausserhalb des Großraum Leipzig nicht mehr wirklich positiv wahrgenommen wird. Solange Leipzig nicht International spielt wird es also ein Minusgeschäft sein. Aber ob man bei Red Bull noch 5 Jahre auf die ersten Früchte warten will bezweifle ich. Gefühlt ist es aktuell nur noch eine Trotzreaktion und ein Nichteingestehen des Scheiterns. Bin gespannt wann jemand bei Red Bull die Notbremse zieht. Ich habe keine Ahnung wie groß die Talente bei den Einkäufen sind. Aber 3,5 Mio für nen Aussenverteidiger oder wie bei Selke 8 Mio für nen Stürmer zu zahlen. Aber gefühlt ist bis jetzt bei kaum einem kolportierten Wundertalent der Marktwert wirklich gestiegen. Die meisten Talente wurde nur verbrannt und oder Spielen nach der Rasenballzeit wieder in der gleichen Liga wie vor der Rasenballzeit. Der einzige Wunderknabe Poulsen ist aktuell auch auf dem absteigenden Ast. Woran liegts?

  5. Wie man bei drei Aufstiegen seit Vereinsgründung in 2009 vom Eingestehen des Scheiterns sprechen kann, erschließt sich mir nicht so ganz.

    Aber vielleicht bin ich nur zu wenig RB Hasser um diese Logik zu verstehen. Sonst könnte ich womöglich auch nachvollziehen wie der Zugang eines Spielers bei gleichzeitigem Abgang eines Anderen den Kader aufbläht.

    OMG

    Haters gonna hate

  6. Bisher sind sie nicht sportlich gescheitert, waren in dieser Hinsicht sogar einigermaßen erfolgreich, obwohl die lange Zeit in der RL angesichts des Geldeinsatzes auch keine unglaubliche Erfolgsstory war.

    Aber je mehr Medienpräsenz RB Leipzig bekommt, umso mehr extreme Ablehnung schlägt ihnen entgegen. Und das ist etwas, dass DM wahrscheinlich so nicht gewollt hat. Ob die Ablehnung berechtigt ist oder nicht, ob das Sponsoring anderer Vereine anders zu bewerten ist oder nicht, Tradition hin oder her: es ist ein Faktum, dass RB noch viel viel unbeliebter ist als Hoffenheim, Wolfsburg und Bayern zusammen. Der damit verbundene Imageverlist für die Firma RedBull ist durchaus ein Problem. In ihren anderen Feldern wie Formel1, Funsportarten usw. gab es dieses Problem nie: Formel1 ist schon immer purer Kommerz gewesen und im Bereich Snowboarding, Weltraumhüpfer oder Extremballonfahrer war RedBull immer ein willkommener Geldgeber, der auch irgendwie zum Lifestyle gepasst hat.

    Mal sehen, ob sie das noch hinkriegen. Sagt ja auch keiner, dass sie in wenigen Monaten das Leistungszentrum und alles dicht machen, aber es kann schnell passieren, dass man sich andere Firmen mit ins Boot holt, den eigenen Anteil stark zurückschraubt, um schließlich komplett auszusteigen.

    1. Dass Red Bull bei RB Leipzig komplett aussteigt, ist vielleicht dein Wunsch, aber an dieser Stelle werden sie ihr Baby nicht im Stich lassen. Von Erfolglosigkeit lässt sich vielleicht reden, wenn RB in 10 Jahren nicht in der Spitze der Bundesliga und Champions League spielt. Ein Jahr mehr oder weniger 2. Liga spielt dabei mit Sicherheit keine Rolle. Wer auf Teufel komm raus noch diese Saison hoch in die Bundesliga möchte, das ist Rangnick, der keine Lust auf Union und Karlsruhe hat.

      So unbeliebt – wie sich das einige Traditionsultras denken – ist RB Leipzig beim normalen Fußballinteressierten, der die Sportschau guckt, gar nicht. Ich kenne bundesweit viele Fußballinteressierte, die es gut finden, dass Leipzig eine Mannschaft und einen Geldgeber mit Potenzial hat. Diese Leute sind werberelevant und halten die Diskussion für unsinnig. Anders sieht es natürlich bei den Fans aus, die Woche für Woche sowohl daheim als auch auswärts bei ihrer Mannschaft im Stadion sind, aber das ist die Minderheit der Fußballinteressierten in Deutschland.

    2. Wenn man mal ein bißchen aus der eigenen Filterblase des AntiRBL rausguckt sieht man ein weit differenzierteres Bild als das der Kurve.

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