Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FSV Frankfurt

[Nach dem Zweitligaspiel zwischen RB Leipzig und dem FSV Frankfurt hier die Einschätzungen der beiden Trainer Benno Möhlmann und Achim Beierlorzer von der Pressekonferenz.]
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15.30

Leider kein gelungenes Debüt für Neu-Coach Achim Beierlorzer. Die erste Halbzeit überschaubar. In der zweiten Halbzeit sehr gut angefangen und das FSV-Tor belagert. Der Coltorti-Klops, der zum 0.1 führt, fährt der Mannschaft dann komplett in die Glieder und bis zum Ende geht nicht mehr allzuviel. Extrem unglückliche Niederlage gegen Frankfurter Gäste, die offensiv ohne Grifo eigentlich komplett ungefährlich blieben. Irgendwie passend zu einer Woche mit Trainerwechsel, in der sich nur wenig Aufbruchstimmung vermittelte. Verlieren darfst du ein solches Spiel, in dem RB durchgängig dominant war, trotzdem nicht.

15.40

Die Fokussierung auf den Schiedsrichter und dessen Entscheidungen bei beiden Teams tat RB Leipzig auch nicht wirklich gut. Dass die Zuschauer „Schieber“ rufen, ist geschenkt. Dass sich die Spieler darauf einlassen und permanent mit dem Unparteiischen diskutieren und sich aus der Spielruhe lassen, ist völlig überflüssig.

15.43

Trotz der unglücklichen Niederlage sollte jetzt aber wieder Normalität bei RB Leipzig einkehren können. Man hat jetzt eine ganze Woche lang Zeit, das Ergebnis abzuschütteln und weiter an der Integration der Neuzugänge und an der Entwicklung des Teamspiel zu arbeiten. Und dann kann man in Braunschweig in acht Tagen im Montagsspiel neu angreifen.

15.50

Benno Möhlmann: „Haben heute vom defensiven Miteinander her gut angeknüpft an die letzte Partie gegen Nürnberg. Erste Hälfte gut verdichtet und wenig zugelassen. Nach vorn nicht ganz überzeugen können. Haben das 0:0 bis zur Pause hochverdient gehalten. In der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut agiert. Zu weit im eigenen Strafraum agiert. Aber mit viel Einsatz und Leidenschaft Torschüsse verhindet. Dann ohne Torchance sogar noch ein Tor erzielt. Haben uns das aber auch verdient.“

15.54

Achim Beierlorzer: „Habe das gleiche Spiel gesehen wie Benno Möhlmann. Erste Halbzeit hat Frankfurt gut verteidigt. Unsere offensiven Mittelfeldspieler standen da zu tief. Haben es Frankfurt zu einfach gemacht. Wenn der Gegner tief steht, ist es wichtig, dass die Positionen gehalten werden und man durch Positionswechsel Gefahr erzeugt. Muss mir das abgepfiffene 1:0 noch mal ansehen. Zweite Halbzeit waren wir besser im Spiel und konnten Bälle in die Sturmspitze spielen und Bälle erkämpfen. Konnten unsere Chancen leider nicht nutzen. Auch Positionswechsel nun besser. Höchststrafe, dass wir das Spiel durch einen individuellen Fehler noch verlieren. Bin mit der Einstellung zufrieden. Können Abläufe noch optimieren.“

15.57

Beierlorzer: Begründet das Aussetzen von Kaiser und Frahn mit Trainingseindrücken. „Dominik Kaiser fühlt sich aktuell nicht in der Lage, Topleistungen zu erreichen.“ Ist wohl vor allem körperlich gemeint, denn Kaiser war vor dem Trainingsstart Anfang des Jahres krank und deswegen fehle ihm aktuell die Power. Habe auch der Laktattest zuletzt gezeigt. „Bei Frahn ist es so, dass sich die anderen Stürmer mehr aufdrängen konnten.“

Wahl von Sebastian als Kapitän, weil er ein sehr kommunikativer Spieler ist und dadurch gut aufs Spiel einwirken kann (zum Beispiel, wenn er Khedira während des Spiels nach vorne spielen kann).

16.06

Bittere Premiere für Achim Beierlorzer mit einem Spiel, das man im Normalfall nie und nimmer verliert und gewöhnlicherweise gewinnt, wenn die Mannschaft das entsprechende Selbstvertrauen und sportliche Selbstverständnis hätte. Dass Beierlorzer nun binnen weniger Tage das Team spielerisch komplett auf den Kopf stellt, war nicht zu erwarten und sollte man dem Neu-Coach auch nicht ankreiden. Die Phase nach der Pause war gut bis sehr gut und daran sollte man anknüpfen in den nächsten Spielen.

16.10

Es sei allen ans Herz gelegt, diese unglückliche Niederlage sportlich zu nehmen, nun wieder nach vorn zu gucken und sich darauf zu freuen, dass diese Mannschaft in den nächsten Wochen jene Schritte machen wird, die man sich gleich zum Rückrundenstart erhofft hatte, die man nach den Problemen mit den Neuzugängen (späte Verpflichtung, Verletzung) in der Winterpause aber auch nicht unbedingt erwarten konnte. In diesem Sinne wünsche ich allseits einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche.

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7 Gedanken zu „Pressekonferenz: RB Leipzig vs. FSV Frankfurt“

  1. Dem neuen Trainer kann und will ich nichts ankreiden. Man konnte in der 2. Halbzeit durchaus ein paar gut rausgespielte Kombinationen erkennen.

    Was bleibt ist jedoch, dass sich die Verabschiedung von Zorniger wie ein lähmender Schleier über den Verein, die Fans und (Teile) der Mannschaft gelegt hat. An den Argumenten warum jetzt, warum mit einem 5-Monatsersatz weitermachen etc. hat sich nichts geändert. Wenn Zorniger bis zum Ende des Jahres nichts oder nicht genug erreicht hätte wäre eine vorzeitige Vertragsauflösung auch Ende Mai oder Juni kein Problem gewesen.
    Für mich seit langem die überflüssigste und schlechtest begründete Trainerentlassung im deutschen Profifussball.

  2. Der neue Trainer ist sicher nicht schlecht und wird einiges schaffen können, aber man merkt auch dass er die Mannschaft noch nicht gut genug kennt. Ein Kalmar, hat leider gezeigt, dass er 90 Minuten noch nicht wirklich schafft, obwohl Compper da heute auch nicht gut bei aussah. Und es fehlten, vor allem nach Khedira´s Verletzung leider ein Führungsspieler, Sebastian hat zwar viel weiter versucht, schaffte es aber nicht so wirklich, aus den Jungs noch das letzte entscheidende raus zu holen, vielleicht war das aber auch nur mein Eindruck.
    Was ich aber wichtig finde, dass wir hinter der Mannschaft stehen, und sie nicht auspfeifen! Natürlich kann nicht von heute auf morgen alles gut sein und wieder alles funktionieren. Das finde ich sehr schade von den Fans zum Abschluss. Wer verlieren kann, kann sich auch mehr über Siege freuen und vor allem lernt man diese dann auch wieder zu schätzen und sieht nicht alles als selbstverständlich.

  3. Also die Schiedsrichterleistung war unter aller Sau und weit, weit weg von Zweitliganiveau. Ich denke, dass das paar Prozent zur Niederlage beitrug, weil du permanent alles gegen dich gepfiffen kriegst.

  4. Spiel am TV gesehen, Schiedsrichterleistung sicherlich nicht gut, Aber kein einziges Prozent zur Niederlage beigetragen, da widerspreche ich vehement. Der hatte keine Linie, der hat Fehlentscheidungen getroffen, aber zur Niederlage hat beigetragen was Coltorti da gemacht hat. Finde es bekloppt, nach so einer Leistung den Schiri verantwortlich zu machen. Das Tor hat er korrekt abgepfiffen, das war die richtige Entscheidung. Und ansonsten gab es kein Gegentor nach nem Standard, oder? 😉

  5. Ein toller Fußballnachmittag mit dem falschen Sieger, so ist Fußball. Auch alle Wechsel nachvollziehbar, Kimmich – was war das?
    Kalmár noch einige Spiele später sicherlich aus der Startaufstellung nicht wegzudenken, so hoffe ich.
    Ein 4-2-4 am Ende, das macht Spaß, den Schalter legt mal nun einmal nicht so einfach um.
    Ich bin euphorisch, was die Zukunft angeht und entsetzt über Block B!

  6. jedem der es hören wollte oder auch nicht , habe ich mit viel Enthusiasmus die Politik rund um Red Bull und den Verein RB versucht zu erklären . Immer noch überzeugt von dem Projekt , merkt aber der geneigte Zuhörer mittlerweile , dass tatsächlich alle Klischees erfüllt werden , welche vom Norden bis Süden der Republik in aller munde sind . Das mit Alex Zorniger tat nicht Not , schon gar nicht nach dem Einstand von Herrn B. Auf Teufel bzw. Rangnick komm raus zu versuchen aufzusteigen funktioniert auf diese Art und Weise nimmer- auch nicht mit so hoch dotierten Spielern wie sie jetzt im Verein vorrätig sind . Demut hat Alex zorniger gepredigt und er hat Recht damit . Auf diese Art und Weise wird der Ball nur in die Arme aller RB Gegner gespielt und das ist und wäre fatal . Ich hoffe sehr , dass sich der Vorstand samt Herrn Rangnick eines besseren besinnen und die Menschen , vor allem die Menschen die den Verein dahin gebracht haben , wo er jetzt steht , mit dem Respekt begegnen , den sie verdient haben . RESPEKT ist alles – ohne Respekt sind wir nur normale Leute !

  7. Hm, ich habe mich da falsch ausgedrückt. Ich meine, dass wenn du permanent „alles“ gegen dich gepfiffen kriegst, du irgendwie innerlich nicht aufgibst, aber dich fragst, wie du sonst spielen sollst. Gutes Bsp aus hz 2, als poulsen nur kopfschüttelnd von der Torauslinie langsam zurück geht und vor sich hin meckert. Da bist du einfach nicht frei im Kopf und dann fehlt evtl auch das Quäntchen Glück. Klar, dicker Bock von Coltorti. Und danach gab es noch genug Chancen, aber mir einem Schiri, der eine konsequente Linie hat, läuft das Spiel anders.

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