18.Spieltag – 3.Liga 2013/2014

Der vorletzte Spieltag der Hinrunde steht an. Die Tabelle hat an der Spitze ein klares Bild entwickelt. Heidenheim und dann eine ganze Weile nichts. Dann sind es von Platz 2, wo RB Leipzig steht, runter zu Platz 10, wo Hansa anlegte, nur fünf mickrige Punkte. Und die 14 Punkte die zwischen Platz 2 und 19 liegen, entsprechen dem Abstand zwischen Platz 1 und Platz 7. Die jeweiligen Teams treffen am Samstag aufeinander.

Bezeichnend für die Liga, dass bei beiden Partien (Saarbrücken-Leipzig und Heidenheim-Osnabrück) das Team mit dem höheren Punktestand durchaus favorisiert ist. Allerdings nicht in einem Maße, das sich in den großen Punktedifferenzen ausdrückt.

Aufgrund des dichten Feldes hinter Heidenheim gibt es auch an diesem Spieltag wieder viele direkte Verfolgerduelle. Von denen Darmstadt gegen Wehen Wiesbaden und Rostock gegen Erfurt sicherlich deutlich herausstechen.

Übertragen werden am Samstag insgesamt vier Partien. (Übersicht Livestreams am Ende des Beitrags) Das RB-Spiel ist nicht dabei. Dafür kümmern sich um das Spiel zwischen Rostock und Erfurt mit dem MDR und dem NDR gleich zwei Länderanstalten. Warum sich es ARD-Anstalten leisten, ein Spiel gleich auf zwei ihrer Webseiten mit unterschiedlichen Kommentaren zu streamen und für zwei Regionalprogramme TV-Live-Übertragungen zu produzieren, muss man nicht verstehen.

MSV Duisburg (23 Punkte) – SpVgg Unterhaching (27 Punkte): Verfolgerduell Nummer 1. Wobei Duisburg als 11. aktuell eher im weiteren Kreis der Verfolger auftaucht. Aber mit einem Sieg zum Vierten der Tabelle aufschließen kann. Unterhaching zuletzt wechselhaft. Einem freakigen 4:0 zu Hause gegen Stuttgart II folgte ein 1:3 in Osnabrück. Auf der anderen Seite Duisburg, die nach drei Unentschieden einen großen Sieg in Osnabrück feierten, um dann insbesondere dank Standard- und Chancenverwertungsschwäche gegen Halle mit 1:3 unterzugehen. Weiterhin fehlt Duisburg das entscheidende Prozent, um etwas um aus dem Grau des Mittelfelds herauszutreten. Zwei, drei Siege hintereinander würden die Sache schon anders aussehen lassen. Der erste Sieg kommt gegen Unterhaching schon mal auf die Liste. – 1

Hallescher FC (23 Punkte) – Preußen Münster (19 Punkte): Halle vier Punkte vor Münster. Nach 18 Spieltagen. Als Zwölfter. Der Drittligafußball ist etwas durcheinander. In Münster hat man schlechte Stimmung im Kader und Grüppchenbildung als Problem ausgemacht und appellierte unter der Woche an die Mannschaft, diese These auf dem Platz zu widerlegen. Zuletzt mühte man sich zu einem 1:0 gegen die Stuttgarter Kickers. Zuvor ließ man sich in Überzahl in der Nachspielzeit in Saarbrücken noch den Sieg nehmen. Nach einem Zwischenhoch ist unter Neucoach Loose wieder ein wenig Ernüchterung eingezogen. Halle spielt auf der anderen Seite im Rahmen der eigenen Möglichkeiten eine mindestens ordentliche Saison. Der Sieg in Duisburg zuletzt war angesichts von zuvor drei sieglosen Spielen Gold wert. Gegen Münster wartet ein harter Kampf mit völlig offenem Ausgang. Leichte Tendenz Richtung Gäste. – 0

Stuttgarter Kickers (16 Punkte) – SV Wacker Burghausen (13 Punkte): Das Kellerduell schlechthin. Der 18. gegen den 20. Verliert Burghausen, wären sie schon mindestens sechs Punkte weg vom rettenden Ufer und würden sich zum Heidenheim der Abstiegsränge entwickeln. Gewinnen sie, stehen sie wieder mitten drin im Gedränge. Letzte Woche verloren die Bayern das erste Abstiegsduell zu Hause gegen Saarbrücken mit 1:2. Verlieren sie auch das zweite Spiel gegen einen unmittelbaren Kontrahenten, katapultieren sie sich auf den Stuhl des ersten Abstiegskandidaten. Die Kickers zuletzt mit vier, meist überzeugenden Heimsiegen in Folge und dem entsprechenden Selbstvertrauen vor dem Duell. Finanziell läuft es in Stuttgart nicht extrem gut. Sportlich zumindest zu Hause schon besser. Weswegen die Hausherren Favorit sind. – 1

1. FC Saarbrücken (16 Punkte) – RB Leipzig (30 Punkte): Nimmt man nur die Gesamtpunktzahl ist die Favoritenrolle klar vergeben. In den letzten sechs Spielen blieb Saarbrücken allerdings ohne Niederlage und gehörte zu den Teams der Liga, die die meisten Punkte sammelten. In den letzten fünf Partien schossen sie gar die meisten Tore aller Mannschaften. Nur auf den Tabellenplatz (aktuell 19.) hat das noch nicht durchgeschlagen. Leipzig mit dem Versuch trotz einiger Ausfälle die defensiven Probleme der Heimelf auszunutzen. Alles weitere im Vorbericht. – 0

FC Hansa Rostock (25 Punkte) – FC Rot-Weiß Erfurt (29 Punkte): Verfolgerduell Nummer 2. Hansa mit 10 Punkten aus den letzten vier Spielen sicherlich das Team der Stunde. Und nun vor einem Spiel gegen eine Erfurter Mannschaft, die mit vielen Ausfällen zu kämpfen hat. Hansa könnte bis auf einen Punkt an den Kontrahenten, der aktuell Dritter ist, heranrutschen. Und somit erstmals seit der Saisonauftaktsphase wieder an den Aufstiegsrängen schnuppern. Der Sieg in Leipzig vor einer Woche wurde tagelang als emotionales Highlight gefeiert. Mal sehen, ob Hansa jetzt in ein Depressionsloch fällt oder konstant weiterspielen kann. Gegen die dezimierten Thüringer sind sie sicherlich Favorit. Wobei Erfurt im bisherigen Saisonverlauf gezeigt hat, dass sie erstaunlicherweise Ausfälle immer wieder auszugleichen in der Lage sind. – 0

SV Darmstadt 98 (25 Punkte) – SV Wehen Wiesbaden (27 Punkte): Verfolgerduell Nummer 3. Das „Hessen-Derby“. So heißt es zumindest in den Medien. Keine Ahnung, ob das vor Ort bei den Fans anerkannt ist, das D-Wort. Bei Wehen Wiesbaden ringt man unter Neu-Coach Kienle immer noch ein wenig um den Spiel-Stil, steht mit 27 Punkten als mehr als ernsthafter Aufstiegsanwärter hinter der Tabellenspitze aber weiterhin hervorragend da. Und verloren hat man unter Kienle auch noch nicht. Drei Spiele, fünf Punkte stehen zu Buche. Darmstadt wurde dagegen nach dem Zwischenhoch durch drei Niederlagen in Folge wieder geerdet. Geht es nach dem Trend, dann fahren die Gäste als Sieger nach Hause. Dass Darmstadt ausgerechnet gegen ein Spitzenteam wie Wehen Wiesbaden die schwarze Serie durchbrechen muss, ist eine ordentliche Herausforderung. – 2

Borussia Dortmund II (21 Punkte) – Holstein Kiel (19 Punkte): Dortmund zuletzt eher wechselhaft, aber in Wehen Wiesbaden, wo man sich drei Punkte verdient gehabt hätte, auch mit Pech. Kiel hat sage und schreibe 11 Spiele lang nicht gewonnen und dabei nur sieben Tore erzielt (nie mehr als eins). Woher die Wende kommen soll, weiß man nicht so recht. Tendenziell läuft es auswärts etwas besser als zu Hause. Da verlor man von den letzten vier Fahrten nur eine. Vielleicht ist das ja das kleine Licht am Ende des Tunnels. Ein ganz schwach flackerndes versteht sich. – 2

Jahn Regensburg (20 Punkte) – VfB Stuttgart II (25 Punkte): Regensburg hat sich insbesondere durch sieben Heimpunkte in Folge aus dem gröbsten Ungemach befreit, steht aber trotzdem noch sehr nah an der Abstiegszone. Das jüngste, enttäuschende 1:3 in Elversberg trug das seine dazu bei. Unter der Woche kam es im Training in Regensburg zu einer Rangelei zwischen Spielern, was Coach Stratos eher positiv sah, weil sich darin Leben in der Mannschaft ausdrücke, wie die Mittelbayerische [broken Link] berichtete. Ob das dazu reicht gegen den VfB Stuttgart II zu bestehen, wird man abwarten müssen. Grundsätzlich ist der Bundesliganachwuchs sicherlich stärker einzuschätzen. Nach zuletzt 0:7 Toren und zwei Niederlagen muss man sich in Stuttgart aber auch erst mal wieder berappeln. – 2

1. FC Heidenheim (39 Punkte) – VfL Osnabrück (25 Punkte): Ein Spitzenspiel, das angesichts der Punktedifferenz keines ist. Der VfL ist aber mit seiner Aggressivität und direkten Spielweise in jedem Auswärtsspiel als gefährlich einzustufen. Auch beim überlegenen Spitzenreiter Heidenheim, der sich etwas einfallen lassen muss, um ein Erlebnis wie gegen RB Leipzig, als man lange gegen eine Wand rannte und dann die zwei Gegentore zur Niederlage kassierte, zu vermeiden. Der Trend spricht allerdings gegen Osnabrück. Nur ein Sieg sprang aus den letzten fünf Spielen heraus, während Heidenheim im selben Zeitraum 13 Punkte bei nur einem Gegentor mitnahm. Gewinnt Heidenheim könnte man zumindest schon mal relativ große Summen darauf verwetten, dass Osnabrück am Ende der Saison nicht vor Heidenheim stehen wird. – 0

Chemnitzer FC (18 Punkte) – SV 07 Elversberg (25 Punkte): Ein Sieg, ein Unentschieden. Das ist die magere Bilanz, die der Chemnitzer FC in fünf Spielen seit dem Trainerwechsel von Schädlich zu Heine einfuhr. Dafür guckt man jetzt in der Spielnachbereitung nicht mehr MDR-Ausschnitte, sondern selbstgefilmte Spielszenen.. Mit Elversberg kommt ein Team zu Besuch, dessen große Stärke sicherlich die Mannschaftsorganisation ist. Nur acht Gegentore in 11 Spielen zeigen, wie schwer es ist gegen die Saarländer zum Torerfolg zu kommen. Letzte Woche traf man zudem zum zweiten Mal in der Saison dreimal. Und schob sich damit wieder in die vordere Tabellenhälfte. Das Spiel ist für Chemnitz extrem unangenehm, weil man permanent gegen eine Wand rennt und immer weiter anrennen, aber gleichzeitig auf den tödlichen Konter der Gäste aufpassen muss. Ist für ein Team, das sowieso relativ verunsichert ist, auch vom Kopf her keine ganz einfache Aufgabe. Vielleicht reicht es ja durch ein glückliches Tor zum Sieg. – 1

PS: Tippquote bisher an 17 Spieltagen: 71 von 168.

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Livestreams – Anpfiff Samstag, 14 Uhr

  • MSV Duisburg gegen SpVgg Unterhaching bei sportschau.de [broken Link]
  • Hansa Rostock gegen Rot-Weiß Erfurt bei mdr.de [broken Link], bei ndr.de [broken Link], im MDR und im NDR
  • SV Darmstadt 98 gegen SV Wehen Wiesbaden bei hr-online.de [broken Link]
  • 1.FC Heidenheim gegen VfL Osnabrück bei swr.de

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