Ausgerechnet..

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie von RB gegen Lok Leipzig (08.05.2013, 18.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Stefan Kutschke und Daniel Frahn.]

Vor zweieinhalb Monaten, als der erste Versuch des D-Wort-Spiels zwischen RB Leipzig und Lok Leipzig anstand und dann doch kurzfristig vom Schnee verweht wurde (Absage am Spieltag vormittags), schien die Sache sportlicherseits klar. RB Leipzig wäre gegen den absoluten Abstiegskandidaten haushoher Favorit und Lok in allen Belangen chancenlos gewesen. Hätte man damals anhand der Saisonbilanzen der beiden Vereine gedacht.

14 Punkte hatte die blau-gelbe Leipziger Fraktion zu diesem Zeitpunkt in 15 Spielen gesammelt. Und das erste Rückrundenspiel nach einer 2:0-Führung gegen Plauen auch nur mit einem Unentschieden beendet. Ganz tief im Keller stand man damals (während RB uneinholbar an der Spitze thronte) und angesichts der wirtschaftlichen Unruhe und der drohend im Raum stehenden Insolvenz hätte niemand ernsthaft einen Pfifferling auf Lok bei deren Auftritt gegen RB gesetzt.

Doch die Lok von heute ähnelt der Lok von vor zweieinhalb Monaten nur dahingehend, dass man weiterhin einen ziemlichen finanziellen Schlamassel am Hals hat, der sich auch durch eine durchaus beeindruckende Spendenkampagne, die inzwischen schon mehr als 150.000 Euro eingebracht hat, nicht in Luft aufgelöst hat. Mindestens dieselbe Summe muss man bis zum Saisonende noch aufbringen, um das Aus des Vereins zu vermeiden.

Aber trotz dieser weiterhin bedenklichen Situation hat sich das Gefühl für das Gelingen der Aufgabe doch ein wenig geändert. Denn mit dem neuen Präsidium, das über Kooptierungen seine Plätze erlangte und schließlich auch den bis zuletzt ausharrenden und querschießenden Präsidenten Notzon los wurde, kehrte doch ein wenig Ruhe und Zuversicht in das Projekt Lok-Retttung ein.

Was erstaunlich ist, denn finanziell hat sich (abgesehen von ein paar zinslosen Darlehen und ein paar Aufschüben von Gläubigern) wenig getan. Ganz im Gegenteil haben sich die vor dem Machtwechsel von der Opposition immer als Argument gebrachten Neusponsoren, die erst mit Amtsantritt der Opposition in Erscheinung treten würden, bisher immer noch nicht gezeigt (auch zur Enttäuschung der nun präsidierenden und nicht mehr opponierenden) und zudem scheint das Neupräsidium zwar in Sachen Transparenz eine absolute Kehrtwende zu den Vorgängern vorgenommen zu haben, sich von der Mitgliederversammlung bestätigen zu lassen, haben sie aber auch abgelehnt bzw. mit der Begründung auf den Juni verschoben, dass man aktuell wichtigeres zu tun habe. Trotzdem, die Außenwirkung des neuen Präsidiums und deren Arbeit für die Vermeidung der Vereinsinsolvenz ist positiv, wie auch immer sich das auf die konkreten Vereinsfinanzen auswirken mag.

Die größere Überraschung liefert Lok aber auf sportlichem Gebiet, denn den 14 Punkten aus 15 Spielen bis Anfang Februar, ließen sie 13 weitere in nur 10 Spielen folgen und sind deswegen aktuell und fünf Spiele vor dem Saisonende beruhigende acht Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt (der für den Fall, dass Babelsberg nicht aus der dritten Liga absteigt und RB gleichzeitig aufsteigt, nicht mal ein Abstiegsplatz sein wird). Sprich, aus einem der klareren Abstiegskandidaten ist ein Team geworden, das fünf Spiele vor dem Ende den Klassenerhalt praktisch schon in der Tasche hat.

Erstaunlich an dieser Leistung ist, dass die Mannschaft Monate auf Teile ihres Gehalts verzichtete, nachdem sie zuvor nie so richtig über die schlimme Lage informiert wurde und so auch die Wechselfrist Ende Januar nicht mehr wirklich genutzt werden konnte. Zudem weiß im Team wohl noch niemand, wie es eigentlich im nächsten Jahr weitergehen soll, wenn schon jetzt zukünftiges Geld verbraucht wird (Darlehen, Trikotverkauf), das in der kommenden Saison wieder fehlen wird. Bei Lok Leipzig wird mindestens bis in einem Jahr im besten Fall Regionalliga-Abstiegskampf gespielt werden (wenn man denn das wirtschaftliche Überleben schafft) und keiner der Spieler und auch nicht der Trainer wissen, ob sie daran teilhaben werden.

Und trotzdem hat man sich insbesondere ab Anfang April, nachdem die zwei Partien im März auch nur einen Punkt (in Cottbus) einbrachten, zu einer Energieleistung aufgeschwungen, die wohl so niemand vorhergesagt hätte. In insgesamt sieben Spielen im April holte man 11 Punkte, darunter das eminent wichtige 1:0 bei Union Berlin II und die beiden Kantersiege gegen Neustrelitz und Hertha II (3:0 und 4:0), die im Bruno-Plache-Stadion euphorisch aufgenommen wurden. Neun Punkte und 10:6 Tore in sechs Heimspielen nach der Winterpause bei nur einer Niederlage (gegen Zwickau) zeigen jedenfalls, dass man im heimischen Umfeld wieder zu einer kleinen Macht geworden ist.

Erstaunlich dabei ist, dass trotz der sehr guten Rückrundenergebnisse und der prima Heimbilanz der letzten Spiele mit den Festen gegen Hertha und Neustrelitz oder auch der unbelohnt gebliebenen Energieleistung in Magdeburg die Anzahl der Heimzuschauer überschaubar bleibt. Statt der sonst um die 2.000 Zuschauer kamen zwar gegen Halberstadt immerhin 2.400, aber angesichts des perfekten Wetters, der sportlichen Vorgeschichte und der finanziellen Lage des auf jeden Cent angewiesenen Vereins war es doch auch wiederum enttäuschend.

Ohne das Hinrundenspiel Lok gegen RB, in dem man mit knapp 25.000 Zuschauern einen neuen Viertligarekord aufstellte, steht der Heimzuschauerschnitt von Lok aktuell und bei noch einem ausstehenden Heimspiel (Meuselwitz) bei etwa 2.500. Angesichts einer Liga, auf die man sich vor der Saison z.B. wegen der Gegner aus Magdeburg, Zwickau und Jena sehr gefreut hatte, viel zu weit weg von den erhofften 3.000 Zuschauern. Schon dadurch dürfte Lok ein höherer fünfstelliger Betrag in der Vereinskasse fehlen.

Gegen RB ist das natürlich am Vorabend von Himmelfahrt alles kein Thema, denn der Aufgalopp gegen den Kommerz zieht dann wohl doch auch jene Fans, die vielleicht nicht mehr in der Stadt wohnen und längere Anreisewege in Kauf nehmen müssen und deswegen ansonsten eher mit Spenden, als mit Stadienbesuchen glänzen. 16.000 Tickets seien Stand Montag mittag bereits verkauft worden, teilte RB Leipzig gestern mit (vermutlich mit leichten Vorteilen in den RB-Sektoren). Was eine erstaunliche Zahl ist, sich aber dadurch revidiert, dass die Tickets vom ausgefallenen Spiel im Februar ihre Gültigkeit behielten und vermutlich sehr viele Menschen Vorverkaufskarten zu Hause liegen haben dürften und nur sehr wenige noch die Abendkassen nutzen. Zeitiges Erscheinen dürfte aber angesichts der Schlangen am Einlass und dem möglichen Durchbrechen der 20.000er-Marke trotzdem ratsam sein..

Das Spiel RB gegen Lok Leipzig könnte eigentlich einfach ein klasse Fußballfest sein, aber angesichts der Vorgeschichten vom Hinspiel und der – vorsichtig gesagt – nicht sonderlich RB-freundlichen Gästeanhänger rutscht die Freude auf ein stimmungsvolles und umkämpftes Spiel mit vielen Zuschauern ein wenig in den Hintergrund und macht dem Gefühl Platz, dass dieses Spiel mit möglichst wenigen medialen und realen Kollateralschäden einfach nur vorbeigehen möge.

Und ausgerechnet in diese aufgeladene Stimmung zwischen selbsternannten Kämpfern gegen den Kommerz und den neuen Farben in der Stadt, die aufgrund verschiedener Vorkommnisse offizieller und weniger offizieller Vereinsnatur überwiegend nicht sehr gut auf Lok zu sprechen sind, fällt dann das direkte Duell, in dem RB Leipzig die Meisterschaft und den Relegationsplatz klar machen kann (wenn denn nicht Jena heute – Dienstag – Abend beim BAK Punkte lässt, denn dann wäre RB ohne eigenes Zutun Meister). Ausgerechnet in diesem Duell, in dem sich keine Seite, weder auf dem Rasen, noch auf den Rängen eine Blöße geben will, man einander weder Punkte noch Erfolge gönnt.

Vermutlich wäre ein Unentschieden das salomonischste aller Ergebnisse. Einen Punkt gegen den Kommerz würde man in Probstheida wohl wie einen Titel feiern, während genau dieser eine Punkt ja den RasenBallsportlern zu einem eben solchen, aber wegen der Relegation wertlosen (nämlich der Regionalliga-Meisterschaft) Titel verhelfen würde. Die Meisterschaft ausgerechnet gegen die lokale Konkurrenz zu sichern, wäre dann wohl aber doch ein recht süßes und entsprechend zu feierndes Geschenk. Ausgerechnet dem Lokalrivalen bei der Meisterfeier aktiv zu assistieren, ist aber wohl auch das letzte, was man in Probstheida auf dem Wunschzettel zu stehen hat.

[Update 07.05.: Carl Zeiss Jena hat durch eine 1:2-Niederlage beim Berliner AK am Vorabend der Partie RB gegen Lok Leipzig dafür gesorgt, dass RB Leipzig bereits vor dem lokalen Duell Meister ist. Auch gut.]

Die RasenBallsportler wiederum müssen beim Versuch, lieber selber zu feiern, als dem Gegner dabei zuzugucken, auf die Herren Lok-Spieler Schulz, Grandner und Spahiu aufpassen, die zusammen zu einem guten Teil auch für den Aufschwung von Lok seit dem Winter verantwortlich sind, indem sie als Stürmer und Außenbahnspieler diverse Tore mehr erzielten und vorbereiteten als vor der Winterpause. Wenn jetzt auch noch Rolleder zu seiner Form zurückfinden würde, dann hätte Lok ein nicht unansehnliches Offensivquartett.

Die Schwachstelle im Lok-Team ist eventuell das defensive Mittelfeld, in dem die Namen Hildebrandt, Brumme und Oechsner (spielte letztes Jahr noch bei RB Leipzig II) oder wer auch immer da auflaufen kann (Kittler, Theodosiadis?), insgesamt nicht unbedingt Angstschweiß auf die Stirn von Coach Zorniger treiben dürfte. Dass zudem der etatmäßige Innenverteidiger und Winterneuzugang Ronny Surma, der auch mit dem Aufschwung nach der Winterpause verbunden werden kann, ausfallen könnte (wurde gegen Halberstadt früh verletzt ausgewechselt), würde es für Lok-Coach Marco Rose nicht einfacher machen.

Überhaupt Rose. Vor einem Jahr quasi als Freundschaftsdienst für Steffen Kubald (der Ende Juni den Verein verlassen wird) gekommen und nun in einem Krisenclub gestrandet, leistet er unter bescheidenen Verhältnissen, mit einem nicht in allen Facetten regionalligatauglichen Kader und in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld überragendes. Die Mannschaft so hinzukriegen, dass sie sich zu 100% auf den Sport und nicht auf die ausbleibenden Gehälter konzentriert, ist aller Ehren wert.

Dass er es zudem geschafft hat, aus einem anfälligen Team ein konstant punktendes und streckenweise gut spielendes zu machen, hätte man vor ein paar Monaten nicht ahnen können. Man darf gespannt sein, wie sich Roses Elf gegen RB präsentiert und kann davon ausgehen, dass sie sich gut präsentieren werden. Allerdings bezog Lok die beiden einzigen klaren Niederlagen der Rückrunde (jeweils 0:3) gegen die Mannschaften auf den Plätzen 2 und 3 der Tabelle. Das spräche dann doch eher für RB.

Sowieso spricht für RB, dass sie einen Lauf und in den letzten zwei Spielen auch sehr gut bzw. in Cottbus sehr konzentriert gespielt haben und vermutlich in Sachen Motivation und Konzentration gegen Lok keine Probleme haben werden. Da es in der Mannschaft stimmt, ist auch nicht zu erwarten, dass sie sich vom Underdog auf Kampf-Ebene den Schneid abkaufen lassen. Und spielerisch und spieltaktisch agieren sie genauso wie in der individuellen Besetzung sowieso auf einem anderen Level als Lok.

Ob es nach dem Spiel in Cottbus Änderungen in der Startelf geben wird, dürfte im wesentlichen davon abhängen, ob Judt und Coltorti wieder fit sind. Sind sie dies, dann würden Schinke und Bellot wohl wieder auf die Bank rutschen. Sollte Judt weiter ausfallen, wäre auch denkbar, dass gegen Lok die defensiv sicherere Option Kocin statt des offensivstarken Schinke links hinten verteidigen könnte. Darüber hinaus dürfte es wohl keine Wechsel in der zuletzt erfolgreichen Mannschaft geben. Weswegen die Aufstellung wohl so aussehen würde: Coltorti (Bellot) – Müller, Hoheneder, Franke, Judt (Kocin/ Schinke) – Fandrich, Schulz, Kaiser, Rockenbach – Kutschke, Frahn.

Fazit: Es ist das alte Spiel David gegen Goliath, das in der jüngeren Tradition der Fußballmoderne von den Davids gern mit dem Kampf gegen den großen bösen Kommerz aufgeladen wird. Ideologisch sind die Fronten also klar, ob diese Aufladung aber dazu führen wird, dass sich Davids Chancen entscheidend verbessern, bleibt erst mal zweifelhaft. Klar, es steht zu Beginn 0:0 und theoretisch ist alles möglich, aber praktisch-faktisch liegen die Trümpfe trotz guter bis sehr guter Lok-Rückrunde auf Seiten von RB. Doch die RasenBallsportler werden auch erst einmal Wege finden müssen, ihre Trümpfe an der richtigen Stelle auszuspielen. Tun sie dies, werden sie am Ende des Spiels einen Sieg gegen Lok feiern. Alles andere möchte man sich noch nicht so richtig vorstellen und wird man hoffentlich auch nicht erleben.

(Wer das Spiel von RB gegen Lok Leipzig nicht vor Ort verfolgen kann und trotzdem dabei sein will, nutze am 08.05.2013, ab 18.00 Uhr die üblichen Kanäle, also Liveticker [broken Link] und Fanradio oder den Livestream vom MDR [broken Link].)

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Bisherige Duelle RB Leipzig gegen Lok Leipzig

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Pressekonferenz vom 07.05.2013, ein Tag vor dem Spiel RB gegen Lok Leipzig. Mit Alexander Zorniger, Stefan Kutschke und Daniel Frahn.

11.30

Relegationsauslosung: Diese wird tatsächlich nur in der Halbzeitpause im Stadion stattfinden, wenn RB bereits Meister ist vor dem Spiel. Ansonsten wird es irgendwo anders stattfinden und NICHT im Stadion übertragen. Also noch ein Grund mehr, darauf zu hoffen, dass RB die Meisterschaft bis morgen Abend nach dem Lok-Spiel im Sack hat.

11.23

Fabio Coltorti steht wohl gegen Lok nicht im Tor, heißt es hier noch. Ob Domaschke schon so weit ist, wieder im Tor zu stehen oder ob Bellot wieder Keeper sein wird, ist hier noch nicht bekannt.

So, die Audienz ist schon wieder beendet. Kurz und schmerzlos und angesichts der bevorstehenden Aufgaben fokussiert-motiviert. Nun kann man trefflich darüber diskutieren, wie das Spiel laufen wird. Ich werfe mal den Phrasenklassiker in den Ring: In so einem Spiel kann alles passieren..

Wünsche allseits einen schönen, entspannten und erfolgreichen Fußballabend morgen.

11.17

11.16

Zorniger jetzt: “Ist ein Derby. Habe inzwischen auch mitbekommen, was das heißt. Freue mich drauf. Wollen versuchen, das zu genießen.” Genießen funktioniere nur, wenn man das Highlight gegen Lok isoliert von den vielen noch wartenden Highlights am Ende der Saison sieht. “Werden die Meisterschaft heute, am Wochenende oder nächste Woche eintüten.” Hofft, dass es auch nach dem Spiel friedlich bleibt, damit Leipzig als Fußballstadt positiv ins Gespräch kommt.

Zorniger war nicht beim Spiel von Lok gegen Halberstadt. “Will da niemanden provozieren. Morgen werden sie mich aber sehen, so leid mir das tut.”

Gibt keinen regelmäßigen Kontakt mit Marco Rose, aber Zorniger findet den Job den er macht, großartig. “Halte ihn für den richtigen im Moment bei Lok. Macht einen unaufgeregten Eindruck. Das ist auch ganz wichtig in der Situation von Lok.”

Juri Judt könnte unter Umständen spielen, man will ihn aber wahrscheinlich gegen Lok im Hinblick  auf die kommenden Wochen nicht verbrennen.

“Dresden gehört nicht in die dritte Liga.” Auf die Frage, ob sich Zorniger Dynamo in der dritten Liga als Gegner wünscht.

Vor so einem Spiel brauche es keine besondere Ansprache des Trainers. Vor dem Spiel werde er es vielleicht trotzdem machen, um seine eigene Anspannung abzubauen. Auf jeden Fall werde er die Spieler fachlich einstellen vor dem Spiel, Aufgaben mitgeben. Ab und zu dürfe auch ein Spieler die Ansprache vor dem Spiel halten.

11.07

Stefan Kutschke: “Derby ist immer was tolles. Ganz Leipzig weiß, was wir morgen schaffen können, vielleicht schon heute auf der Couch. Wir wollen erhobenen Hauptes durch die Stadt gehen.”

Daniel Frahn: “Große Vorfreude. Wollen drei Punkte mitnehmen und dann die Meisterschaft in Sack und Tüten haben.”

Kutschke: Nach dem letzten Spiel sei man oft positiv auf die Leistung angesprochen worden. Man kennt Lok-Spieler privat. Da fliegen auch mal ein paar Giftpfeile.

Kutschke: “Was schöneres als im Derby die Meisterschaft klar zu machen, kann es gar nicht geben.”

Frahn ist es egal, ob Jena heute gewinnt oder verliert. “Wollen morgen trotzdem unser Spiel gewinnen.”

Finanzielle Situation bei Lok: Frahn weißt es “jeden Tag zu schätzen”, dass es ihnen bei ihrem Verein und mit dem Sponsor im Hintergrund gut geht. Lok-Situation ist in der Mannschaft Thema.

Frahn: “Wollen aus der Liga raus.” Von daher sei es eher eine Freude, wenn das Derby nächste Saison wegfällt.

Kutschke: “Ist einfach ein Higlight.” Zuschauer und Gegner führen zu besonderer Motivation. “Wollen die Zuschauer morgen von unserem Fußball überzeugen.”

Frahn: Mit der Relegation beschäftige man sich noch nicht. Da man aber am Sonntag wisse, gegen wen es gehe, werde man sich dann damit beschäftigen.

10.59

Das Medieninteresse heute – wie üblich bei größeren Spielen – wesentlich größer als sonst.

10.55

Es heißt natürlich Vapiano und nicht Vaipiano. Daran sieht man wohl, dass ich von der Kooperation mit RB nicht profitiere..

10.53

Lang, lang ist es her. Heute geht es allerdings um den sportlichen Fakt, dass RB kurz vor der Regionalligameisterschaft und vor dem D-Wort-Spiel gegen Lok steht. 16.000 Tickets sind schon weg. Mehr als 20.000 könnten es morgen am frühen Vorabend von Himmelfahrt werden. Klingt nach einem großen Fußballerlebnis, nach dem man hoffentlich wirklich nur vom Sport reden wird.

Gleich geht es hier los mit Zorniger, Kutschke und Frahn. Alle schon da. Gleich reden sie auch.

10.50

So, hier sind wir dann wieder mal zur Pressekonferenz. Zur Abwechslung weder in der Red Bull Arena oder in der Geschäftsstelle, sondern in der Innenstadt im Vaipiano. Die sind Partner von RB Leipzig und wurden dies, nachdem es bei RB vor knapp drei Jahren (?) den sogenannten Mensa-Skandal gab. Damals ging es darum, dass RB-Spieler unberechtigt die Uni-Mensa zum Essen nutzten. Ein Skandal extrem regionalen Ausmaßes, der dazu führte, dass die RB-Spieler eben woanders essen durften. Im Vaipiano eben.

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9 Gedanken zu „Ausgerechnet..“

  1. Wieder sehr schöne Analyse, die bei mir dazu beiträgt, dass die Vorfreude und das Kribbeln weiter steigt! 🙂 Werd schon 14 Uhr in die Schüssel pilgern und beim Aufbau der Choreo helfen… Bin mal gespannt was uns diesmal erwartet!

    1. und ein „L“ zuwenig in Coltorti 😀

      egal, aber dieseRelegation nervt schon extrem. Man stelle sich vor wir würden bei einem Sieg den Aufstieg gegen den FCL feiern- grandios.

  2. Meister Meister – wir sind Meister 😀 wenn diese Reli nicht wäre könnte man sich jetzt sschon richtig freuen 😉

  3. Merkwüdigerweise gibt es relativ viel Freude allerseits (auch bei mir). Man muss sich richtiggehend zurechtweisen, dass der Titel nichts wert ist. 😉 Andererseits ist der Meistertitel Anerkennung für eine sehr gute Saison und das kann man auch schon mal feiern..

  4. das auf jedenfall!:) ich bin auch fest davon überzeugt das wir es schaffen – diese Reli. Ich denke nämlich das uns das offensivere Spiel der westlicheren Regionalligen dem unseren wesentlich besser entgegenkommt – denn wie hat Morys schon festgestellt ist in unserer Liga die Ausrichtung der meisten Clubs eher defensiv denn offensiv. und eine offensive Spielweise kommt dem Pressing/Gegenpressing besser entgegen als sich einmauernde Mannschaften 🙂 also Mund geputzt und nach vorne geschaut auf das große Ziel 3.Liga! 😀

    1. Relegationsspiele werden oft recht defensiv geführt. Aber darin haben wir dann ja auch Übung 😉

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