Schlag auf Schlag

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen den 1.FC Magdeburg (28.04.2013, 13.30 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger und Matthias Morys.]

Die aktuelle Woche gibt schon mal ein wenig das Tempo der nächsten fünf Wochen vor. Neun Pflichtspiele stehen nach Lage der Relegationsdinge noch an, bis am 02.06.2013 klar sein wird, wie erfolgreich die Saison 2012/2013 wirklich war und ob die Ungeschlagenserie, die man nun schon seit über einem Jahr mit sich herumschleppt, etwas wert oder nur Augenwischerei war. Crunch time heißt es im Englischen, die Zeit in der Helden geboren werden können.

Den Startschuss in diese Wochen gibt das immer emotionale Duell mit dem 1.FC Magdeburg. Ein Verein, dessen Umfeld immer – und wie man manchmal denken könnte im Wochenrhythmus – zwischen den Gefühlsextremen Profifußballwunsch und Welteruntergangsstimmung zu oszillieren scheint.

Zuletzt schien man wieder mal bei Weltuntergangsstimmung angekommen zu sein. Nach einer insgesamt passablen Hinrunde mit Ausreißern nach oben aber auch nach unten standen alle Zeichen zur Halbzeit des Spiels in Torgelow am 13.04. auf Sturm oder fast schon Orkan. Denn beim abgeschlagenen Tabellenletzten Torgelower SV Greif mit 0:1 zurückzuliegen, war die I-Tüpfelchen auf eine miese Serie von vier erfolglosen Spielen in Serie und unter anderem einer depremierenden 1:2-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten Union Berlin II.

Man drehte das Spiel in Torgelow (aus Stimmungssicht glücklicherweise) noch und musste anschließend trotzdem in Zwickau alle drei Punkte lassen, bevor man endgültig zwei Ausrufezeichen gegen den negativen Trend und die Weltuntergangsstimmung setzte und zwei hochemotionale Spiele gegen Lok und gegen Jena jeweils nach Rückstand (gegen Lok gar zweimalig) noch umbog und sich entsprechend die Sicht auf die Saison wieder verbesserte, nachdem man zwischenzeitlich schon bis auf Rang 7 abgerutscht war. Für Jena war das 1:2 unter der Woche erst die zweite Niederlage in der Saison überhaupt.

Ein Ergebnis, das natürlich in Leipzig mit einigem Wohlwollen aufgenommen wurde. Wuchs doch der Vorsprung auf Carl Zeiss Jena, den einzigen Kontrahenten um den Relegationsplatz auf 18 Punkte bei zwei Spielen mehr, die RB Leipzig auf dem Konto hat. Also im schlechtesten, nachholespielbereinigten Fall auf 12 Punkte. Bei nur noch sechs auszutragenden Spielen ist nicht mehr damit zu rechnen, dass RB Leipzig noch mal in Schwierigkeiten kommt.

Sicherlich auch nicht schlecht für RB Leipzig, dass der 1.FC Magdeburg in den letzten zwei Partien im Abstand weniger Tage enorm viel emotionale und körperliche Energie aufwenden musste, um die Spiele zu drehen. Energien, die eventuell ein drittes Mal hintereinander in einer Woche nur schwerlich zu aktivieren sind. Man sollte nicht darauf wetten, aber eine weitere Energieleistung wäre zumindest erstaunlich. Wobei ein Auswärtsspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer RB Leipzig sicherlich per se noch mal ein paar Extraprozent freisetzt. Trotzdem haben die Magdeburger in dieser englischen Woche eigentlich schon genug erreicht, um auch nach einer Niederlage in Leipzig halbwegs zufrieden aus der Fußballwäsche zu gucken.

Wichtigster Baustein der bisherigen Rückrunde ist Christian Beck, der erst in der Winterpause in Magdeburg unterschrieben hatte und aus dem Stand in neun Spielen siebenmal einnetzte. Womit Magdeburg in einem Bereich an Qualität gewann, in dem sie bisher kaum welche hatten und er die bisherigen Mittelstürmer Beil (5 Tore) und Krieger (2 Tore) bereits deutlich hinter sich lässt. Durchaus bezeichnend für die bisherige Saison, dass beim 1.FC Magdeburg mit Friebertshäuser und Schiller (5 bzw. 3 Tore) zwei Innenverteidiger zu den Toptorschützen gehören.

Ausgerechnet Beck wird man im RB-Umfeld vielleicht stöhnen. Der Spieler, der nach allem was man weiß, bei Peter Pacult auf der Wunschliste und im Wort stand und deswegen auch von Alexander Zorniger getestet, aber als nicht brauchbar empfunden wurde. Ausgerechnet jener Beck auch, der beim RB-Anhang aufgrund von prvozierenden Gesten nach Toren für Halberstadt gegen RB (unter anderem soll einmal ein Mittelfinger im Spiel gewesen sein) komplett unten durch war und vermutlich immer noch ist (weswegen er sicherlich nicht allzu freundlich begrüßt werden wird). Ein halbes Jahr lang geisterte er als möglicher Neuzugang bei Lok noch durch Leipzigs Presse, bevor er bei seinem alten Coach Petersen, der ja zuvor in Halberstadt arbeitete, unterschrieb.

Beck ist mit seiner Torgefährlichkeit und seiner Kopfballstärke sicherlich eine Waffe, auf die sich die RB-Innenverteidigung wird einstellen müssen, wenn man verhindern will, dass der Stürmer sein Scorer-Konto im fünften Spiel gegen RB Leipzig im dritten Dress (vorher Halberstadt und Erfurt II) erhöht (bisher 2 Tore und 1 Vorlage). Abgesehen davon ist die direkte Torgefahr, die von einzelnen Spielern ausgeht, beim 1.FC Magdeburg überschaubar. Was man im Hinspiel ganz gut nachvollziehen konnte, als der Gastgeber beim 1:4 vor allem daran scheiterte, dass man beim Stande von 1:2 die mit großem und phasenweise beeindruckendem Aufwand erarbeiteten Chancen nicht verwertete.

Trotzdem sollte man z.B. ein direktes Auge auf Fabio Viteritti haben, der mit seinen 19 Jahren wohl das Talent schlechthin in Magdeburg ist und als flexibel einsetzbarer offensiver Mittelfeld- und vor allem Flügelgeist nach Ende Januar getätigten Aussagen seines Beraters unter Beobachtung von RB Leipzig stand (steht?) (so zitierte ihn BILD zumindest). Nicht jeder, der mal von RB Leipzig beobachtet wurde, steht dann auch auf der hiesigen Wunschliste, aber dass Vitteritis Weg in den Profifußball führen wird, darin scheinen sich die Beobachter einig. Weswegen der junge Mann mit der 28 im Aufeinandertreffen mit RB sicherlich einen Extrablick verdient.

Die Stärke von Magdeburg ist also nicht unbedingt die individuelle Extraklasse, sondern die mannschaftliche Geschlossenheit. Schaffen sie es, das jeweilige Spiel als Mannschaft anzunehmen und sich hineinzukämpfen, dann können sie gegen jeden Gegner und bei jedem Spielstand mithalten und mit einem kompakt-aggressiven 4-4-2 bis 4-2-3-1 zurückfighten. Schaffen sie das nicht, kommen die fehlenden individuellen Qualitäten dann doch stärker zu tragen und sie verlieren auch mal gegen vermeintliche Underdogs. In diesem Sinne ist die bisherige Saison der Konsolidierung auch eine Berg-und-Talfahrt. Wenn man in der nächsten Saison aber tatsächlich um den Aufstieg mitspielen will, dann wird man Konstanz und sicherlich noch ein wenig mehr Klasse brauchen.

In diesem Zusammenhang ist es auch erstaunlich, dass der in der Winterpause nach Magdeburg gekommene und bei RB Leipzig noch (negativ) gut bekannte Telmo Teixeira-Rebelo (schoss Ende 2011 den 1:0 Siegtreffer im Spiel des HFC bei RB) bisher kaum einen Fuß auf den Boden zu bekommen scheint. In neun Spielen stehen sechs Einwechslungen und ein Spiel von Beginn an (bei dem er zur Pause ausgewechselt wurde) bei nur einer Torvorbereitung auf dem Zettel des offensiven Mittelfeldspielers. Da hatte man sich sicherlich etwas mehr erwartet.

Überhaupt, wenn es im Magdeburger Kader besonders auffällige Sorgenkinder gibt, dann trifft es vornehmlich die zentralen Mittelfeldspieler. Wie zum Beispiel Benjamin Boltze, der mit seinen erst 26 Jahren inzwischen schon diverse Ostvereine hinter sich hat (Lok-Jugend, FC Sachsen, Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, Hallescher FC), vor der Saison nach Magdeburg wechselte und dort in allen Hinrundenspielen eingesetzt wurde, seit der Winterpause aber nur in fünf der neun Spiele mitmachen durfte.

Nicht zu vergessen auch Kapitän Kurth, der erst kürzlich von Trainer Petersen nach einer Trainingsauseinandersetzung für eine Woche suspendiert wurde. Man hat diese Geschichte sicherlich insgesamt gelöst, ohne dass die beteiligten Personen ihr Gesicht verloren. Dass sich Andreas Petersen allerdings für fünf Minuten vor die MDR-Kamera stellen durfte, um die Situation zu erklären und vor allem über den Spieler zu urteilen, fand ich persönlich schon eher grenzwertig. Dass Petersen dort Kurth als depressiv beschrieb, führte jedenfalls dazu, dass der Verein kurze Zeit später in einer Stellungnahme zurückrudern musste, um zu erklären, dass man damit natürlich nicht das Krankheitsbild, sondern nur ein allgemein nicht sehr positives, sondern eher destruktives Auftreten des Kapitäns gemeint habe. Mir persönlich war das etwas zu viel Gerede darüber, was der Spieler alles falsch gemacht habe, aber letztlich scheint der Ex-Bundesliga-Profi damit professionell umgegangen zu sein, denn nach seiner Auszeit von drei Spielen kam er sofort als der wichtige Baustein im zentralen Mittelfeld, der er nun mal ist, zurück und half bei den zwei Siegen gegen Lok und Jena mit.

Beim Thema Problemfälle landet man in Magdeburg auch automatisch bei Ali Moslehe, der vor der Saison (sicherlich mit vergleichsweise großen Hoffnungen) vom TSV Havelse verpflichtet wurde, in den ersten neun Spielen als Flügelspieler auch immerhin drei Tore vorbereitete, aber anschließend wegen fehlender Fitness immer weiter aus der Mannschaft rutschte und schließlich nach der Winterpause von Petersen wegen noch schlechterer Fitness in die zweite Mannschaft versetzt wurde. Wo es offenbar nicht besser wurde, denn Moslehe, der vor der Saison mit den Worten „Der FCM ist mein Traumverein“ gekommen war, löste in dieser Woche seinen Vertrag in Magdeburg mit sofortiger Wirkung auf. So schnell geht es manchmal mit dem Traum..

Problemfälle hin oder her, im Vergleich zu den Vorjahren geht es in Magdeburg alles in allem extrem ruhig zu. Was sicherlich auch damit zu tun hat, dass man auch im Fanumfeld weithin akzeptiert hat, dass die aktuelle Spielzeit eine Übergangssaison ist. Was aber auch auf die ruhige, aber bestimmte Leitung des Geschehens durch den fachlich sicherlich sehr kompetenten und in unangenehmen Situationen offenbar entscheidungsfreudigen Trainer Andreas Petersen zurückzuführen ist, der nach einigen Jahren der Suche eine sehr perfekte Wahl für den Posten zu sein scheint.

Vergessen darf man aber auch nicht die Personalie Mario Kallnik, der dem Verein als Präsidiumsmitglied und Sportdirektor wieder eine klare Linie und Philosophie gegeben hat und sicherlich (und das betont der geschätzte Nachbarblog Nur der FCM! ja auch immer wieder) ein ganz zentraler Baustein bei der Neufindung des FCM und des Anpeilens größerer Ziele in der Zukunft ist. Nur als Anmerkung sei an dieser Stelle erwähnt, dass Kallnik diese Position als Mädchen für alles in Magdeburg ehrenamtlich(!) bekleidet. Man darf dies als Zeichen für die wirtschaftlichen (Un)Möglichkeiten des Vereins sehen.

Doch die wirtschaftliche Potenz der beteiligten Vereine wird am Sonntag für 90 Minuten lang maximal als Motivationshilfe (die Underdogs gegen die Reichen) eine Rolle spielen. Denn trotzdem es für beide Vereine in der aktuellen Tabellenposition in der Regionalliga Nordost um nicht mehr viel geht, wird dieses Spiel beidseitig als ein emotionales gut funktionieren. Die Duelle zwischen beiden Vereinen waren immer umkämpft, meist knapp (auch wenn sich das im Hinspiel nicht im Ergebnis niederschlug) und immer auch voller Atmosphäre (zumindest wenn man die letzten beiden Spielzeiten nimmt).

Was auch am Sonntag so sein wird. Weswegen zum ersten Mal seit dem Spiel gegen Jena in der Red Bull Arena wieder ein Spiel mit Beteiligung des Gästeanhangs stattfinden wird. Traditionell sind dies ja Spiele in denen sich die RasenBallsportler in der Vergangenheit nicht immer sonderlich leicht taten. Weswegen es auch hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufs von nicht geringem Interesse sein dürfte, wie sich RB Leipzig in dieser Partie schlägt. Überhaupt ist diese Partie gegen einen hochmotivierten Gegner, der als Team an guten Tagen sehr wohl in der Lage ist, sehr gut zu funktionieren, ein kleiner Gradmesser hinsichtlich des aktuellen Leistungsstands. Das Torgelow-Spiel war vor Wochenfrist in keinerlei Hinsicht eine aussagekräftige Aussage. Das Magdeburg-Spiel ist da schon von anderem Kaliber und in diesem Sinne ein erstes sportliches und atmosphärisches Eingrooven in Richtung Saisonfinale. Für Zuschauer und Spieler.

Nicht mit eingrooven wird sich Tim Sebastian, der gestern am Knie operiert wurde und etwa vier Wochen ausfallen wird. Für ihn und auch für den Verein eine ganz bittere Geschichte, da er dadurch vermutlich auch nicht mehr für die Relegation in Frage kommt, die ja in nicht mal mehr fünf Wochen beginnt. Zudem dürfte von den für die Stammelf in Frage kommenden Spielern Niklas Hoheneder, der bereits in Neugersdorf ausgefallen war, fraglich sein. Zwei verletzte Innenverteidiger sind selbst für den Kader von RB Leipzig ganz schön viel, zumal ein Dritter, nämlich Marcus Hoffmann, bisher auf der Einsatzliste von Alexander Zorniger nicht weit oben stand. Henrik Ernst profitierte davon zuletzt mit verstärkten Einsatzzeiten und ist ganz sicher kein schlechter. Ganz im Gegenteil ist er ein recht vielseitiger Spieler, der als gelernter Sechser auch einige spielerische Qualität mit auf die Innenverteidigerposition bringt. Aber die Optimallösung ist er gerade im (unfairen) Vergleich mit Niklas Hoheneder trotzdem nicht.

Abgesehen davon dürften von der Stammelf alle Spieler einsatzfähig sein. Sodass Alexander Zorniger die Qual der Wahl hat. Als relativ sicher darf man ansehen, dass wohl Stefan Kutschke wieder in die Startelf und an die Seite von Daniel Frahn rutscht. Zumindest wenn man die Eindrücke des Neugersdorf-Spiels, wo er zur Halbzeit eingewechselt wurde, richtig deutet. Zudem könnte Clemens Fandrich, bei dem man nicht so recht weiß, warum er das Pokal-Spiel verpasste, in die Startformation zurückkehren und dort Sebastian Heidinger wieder verdrängen. Zudem steht nach seiner Auswechslung zur Halbzeit in Neugersdorf ein kleines Fragezeichen hinter Thiago Rockenbach. Sollte er (wider mein Erwarten) nicht spielen, wäre es denkbar, dass er 1:1 von Röttger ersetzt wird oder, dass Fandrich rüberrutscht und dafür im rechten Mittelfeld eine Position frei wird oder auch ein dritter, hängender Stürmer aufläuft.

Rechnen würde ich allerdings mit Rockenbach und damit im Kern mit der Mannschaft, die auch gegen Torgelow auflief. Wenn man mal davon absieht, dass der vor einer Woche gelbgesperrte Franke zurück ins Team kehrt und eventuell der angeschlagene Hoheneder rausrutscht. So sähe es dann aus: Coltorti – Müller, Hoheneder/Ernst, Franke, Judt – Fandrich, Kaiser, Schulz – Rockenbach – Kutschke, Frahn.

Wie in bisher zwei Heimspielen gegen den 1.FC Magdeburg werden die 11 Spieler, die letztlich auflaufen, nichts geschenkt kriegen. Trotzdem sollte es möglich sein, die Heim- (1 Sieg, 1 Unentschieden) und die Gesamtbilanz (3 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage) noch einmal aufzupolieren, wenn man mit seinen Leistungen wieder beim Hertha-Spiel vor zwei Wochen ansetzt und den Gegner mit aggressivem Spiel gegen den Ball und etwas mehr Geschwindigkeit und Präzision im Spiel mit dem Ball unter Druck setzt und gegen die gefährlichen Standards der Gäste konzentriert verteidigt.

Fazit: Das Spiel gegen den 1.FC Magdeburg versprüht schon vom Klang her und aufgrund der bisherigen Duelle (man denke an Röttger Schlüsselbeinbruch im Auswärtsspiel letzten März und seine Rückkehr nach Magdeburg im November mit zwei Toren und demonstrativem Zeigen auf die Narbe vom Schlüsselbeinbruch) einiges an Aufregung und Intensität. Mit diesem Spiel löst man sich von der bisherigen Rückrunde, die sehr regionalligig war und tritt in die Phase des Schnupperns an Relegationsatmosphäre ein. Und mal ehrlich, wenn ein Spiel gegen den 1.FC Magdeburg, ein halbwegs gut gefülltes Stadion und Stimmung beiderseits der Tore nicht Vorfreude ins Fußballherz zaubert, dann muss es aus Stein sein. Denn wie schon vor dem Hinspiel gilt auch diesmal, dass trotz sportlich klarer Ausgangslage ein Fußballfesttag wartet.

(Wer das Spiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Magdeburg nicht vor Ort verfolgen kann und trotzdem dabei sein will, nutze am 28.04.2013, ab 13.30 Uhr die üblichen Kanäle, also Liveticker [broken Link] und Fanradio.)

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Bisherige Duelle RB Leipzig vs. 1.FC Magdeburg

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Pressekonferenz vom 26.04.2013, zwei Tage vor dem Spiel RB Leipzig gegen den 1.FC Magdeburg. Mit Alexander Zorniger und Matthias Morys.

11.41

So, da ist der Spaß schon wieder vorbei. Man spürt, dass die Anspannung in dieser Saison langsam wächst und Magdeburg so ein erstes Ausrufezeichen ist, das auf den Rest einstimmt. Man werde gegen Magdeburg mit allem, was man hat, dagegen halten müssen. Und für den Coach ergebe sich die Möglichkeit, schon mal zu sehen, wer in einer Situation, in der man viel Gegenwehr kriegen wird, wirklich noch auf Topniveau agieren könne.

Wird ein spannendes Spiel, auf das ich mich persönlich sehr freue. Und wenn ich das richtig interpretiere, dann geht das den sportlich Verantwortlichen genauso. Gute Voraussetzungen. Ich wünsche allseits viel Spaß am Sonntag und bis dahin ein schönen Start ins Wochenende.

11.37

Infos noch zu den Testspielen. Ob das Spiel gegen Hertha am 13.07. in der Red Bull Arena stattfindet, sei noch unklar. Auch weil ein paar ‘Tage vorher Bruce Springsteen dort spielt. Möglich sei, dass das Spiel z.B. im Leipziger Umland ausgetragen werde. Sollte der Aufstieg in die dritte Liga gelingen, wäre die Partie aufgrund des frühen Saisonstarts auch die Generalprobe vor dem ersten Spieltag.

Das Spiel gegen Werder Bremen werde am 23.07. sicher in der Red Bull Arena ausgetragen. Für den Fall des Aufstiegs würde dieses Spiel nach dem ersten Spieltag stattfinden. Wenn das erste Spiel auswärts stattfindet, wäre dies dann gleichzeitig die Heimgeneralprobe (falls das Hertha-Spiel tatsächlich nicht in Leipzig stattfindet).

11.27

Die kommenden Spiele werden aufgrund der Stärke der Gegner nicht zu einem Konzentrationsabfall führen. Selbst wenn der Relegationsplatz demnächst sicher sein sollte. Der Fokus werde im Gegenteil Richtung Relegation immer enger und selbst Kleinigkeiten können zu einer Justierung in der Aufstellung und in der Mannschaft führen.

Thema Christian Beck: “War hier im Training ein sehr auffälliger Bursche. Hat gut trainiert.” Die Entscheidung gegen ihn sei eine Entscheidung für den bestehenden Kader, nicht gegen Beck gewesen.

11.23

Hoheneder kann spielen. Hat Schambeiprobleme. In Neugersdorf hat er planmäßig pausiert. Wenn es ein Finale gewesen wäre, hätte er gespielt. Tim Sebastian wird wohl bis Saisonende fehlen. Koronkiewicz ist wieder im Training. Coltorti und Domaschke stehen wahrscheinlich wieder zur Verfügung. Fandrich hatte am Pokaltag auch körperliche Probleme und blieb deswegen zu Hause (auch weil man in dem Spiel keine U23-Regel erüllen musste). Bastian Schulz wird am Sonnatg spielen.

Dass es im Pokalspiel über 120 Minuten ging, wird bei der Aufstellung des Magdeburg-Spiel keine Rolle spielen. Gegenüber Torgelow wird es keine bis kaum Änderungen geben.

Thema Rockenbach: “Hat gerade nicht das Niveau der Vorrunde. Kann trotzdem Spiele entscheiden.” Das Thema sei weiterhin, dass er sich Bälle erobern müsse. Trotzdem sei er ein Unterschiedsspieler. “Muss höhere Intensität fahren in den nächsten Wochen.” Wird aber am Sonntag spielen. Kurze Debatte mit dem Auditorium darüber, dass es wohl auch schwer sei, ihn auf die Bank zu setzen. Zwischen Startelf und Tribüne gebe es wenig dazwischen.

“Es gibt nichts, was über Mannschaftserfolg steht in dieser Saison.”

11.15

Alexander Zorniger nun. Zuerst zu Neugersdorf: Wundert sich darüber, dass in den Medien nirgends gejubelt werde über das Finale, sondern immer noch nach Fehlern gesucht werde. Die Fehleranalyse gehört aber sowieso zum Alltagsgeschäft. Man habe sich über den Sieg gegen “einen guten Gegner” sehr gefreut. Auch Ralf Rangnick habe sich gefreut, entgegen dessen was die LVZ geschrieben hat.

Durch die Niederlage von Jena sei man dem Relegationsziel näher gekommen.

Magdeburg habe gegen Jena ein “sensationelles Spiel” gemacht. Schon im Hinspiel sei Magdeburg sehr gut gewesen. Mit Beck ist da noch Klasse dazugekommen. “Gute Mannschaft, körperlich sehr robust.”

Viteritti sei ein guter Kicker, der aktuell flexibel Stürmer bis Zehner spielt. Aber auch ansonsten seien einige Spieler drin, die über die Saison ordentliche Leistungen bringen (Kurth, Friebertshäuser). “Wird robust und aggressiv zur Sache gehen am Sonntag.” Die Spieler müssten sich zusammenreißen, wenn es emotional wird und nicht wie Frahn in Neugersdorf über das Ziel hinausschießen.

11.07

Matthias Morys: Müssen gegen Magdeburg Laufbereitschaft und Einsatz zeigen. “Dann werden wir auch Erfolg haben.”

System ist ein anderes als unter Zorniger in Großaspach. Der Trainer selbst habe sich aber hinsichtlich seines Siegeswillens nicht verändert.

Vergleich mit der Regionallig Südwest sei schwer. Im Südwesten sei generell offensiver gespielt worden und mehr Torchancen entstanden. Aber das liege auch daran, dass RB generell auf defensiver orientierte Teams treffe.

11.02

Shoukry bestätigt Testspiele. Gegen Hertha am 13.Juli und gegen Werder Bremen am 23. Juli in der Red Bull Arena.

Matthias Morys: “Sind froh, dass wir das Finale erreicht haben.  Haben nicht alles umgesetzt, was wir uns vforgenommen haben. Haben am Ende Siegeswillen gezeigt. Freuen uns auf das Finale gegen Chemnitz.”

“Spiele das erste Mal gegen Magdeburg. Von Magdeburg werden einige Fans mitkommen. Werden Widerstand bekommen. Wollen die drei Punkte holen.”

Anspruch in Leipzig höher als in Großaspach. Als Stürmer habe man zurück zu arbeiten und wenn man das nicht mache, dann rufe einen der Trainer  schon mal zur Ordnung. “Weiß im großen und ganzen, was ich zu machen habe.”

“Neugersdorf war ein anstrengendes Spiel. Aber das haben wir uns selber zuzuschreiben, dass wir über die ganze Spielzeit gehen mussten.”

10.53

Und weil noch Zeit ist, der obligatorische und nichtsdestotrotz wichtige Hinweis:

Für jede(n) Unterstützer(in) dieses Blogs und jeden Unterstützungsbetrag (startend bei 20 Euro pro Jahr) bin ich sehr dankbar.

10.52

Bis auf die Verletzung von Tim Sebastian geht es rund um RB Leipzig nach dem Einzug ins Sachsenpokal-Finale relativ sorgenfrei zu. Als leicht kribblige Vorfreude auf die nächsten fünf Wochen würde ich den derzeitigen Zustand empfinden.

Neuigkeit von heute noch, dass laut LVZ für die Sommerpause ein Testspiel gegen Werder Bremen und eventuell gegen Hertha BSC geplant sind. Ich persönlich brauche diese sportlich wertlosen Spiele gegen Bundesligisten nicht unbedingt, aber für die Zuschauerwerbung in der Stadt ist es wohl gut. Andererseits könnte man sich das Spiel gegen einen Bundesligisten auch der Einfachheit halber im DFB-Pokal organisieren. Am 15.05.,ab 19.30 Uhr geht es in der Red Bull Arena gegen den Chemnitzer FC genau um den Einzug in diesen Wettbewerb. Wird auch ein großer Fußballabend.

In etwas kleinerem Maßstab wird auch das Spiel am Sonntag gegen Magdeburg zu einem Fußballfest. Und genau darum geht es ja heute in der Pressekonferenz..

10.46

So, in einer Viertelstunde werden hier Alexander Zorniger und Matthias Morys erscheinen und die “Wochen der Wahrheit”, die das sonntägliche Programmheft ausruft, besprechen.

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6 Gedanken zu „Schlag auf Schlag“

  1. „Denn trotzdem es für beide Vereine in der aktuellen Tabellenposition in der Regionalliga Nordost um nicht mehr viel geht, wird dieses Spiel beidseitig als ein emotionales gut funktionieren.“

    Ich finde schon, dass es für Rb in diesem spiel noch um sehr viel geht. Wir sind noch lang nicht durch… Nach meiner Rechnung brauchen wir aktuell (vorausgesetzt Jena gewinnt die zwei nachholespiele) noch 7 punkte um Meister zu werden und uns für die reli. zu qualifizieren. ich denke wir tuen gut daran schon gegen Magdeburg mit den notwendigen punktesammeln zu beginnen. immerhin warten (vielleicht ausser Cottbus 2) noch richtig starke mannschaften auf uns bis zum letzten spieltag . auch das Derby gegen Lok wird kein selbstläufer… also am besten weiterhin volle Konzentration, bis uns die Meisterschaft auch theoretisch nicht mehr zu nehmen ist.

  2. Also veto 😉 wie kommst du auf 7 Punkte – wir liegen 21 Punkte Minimum vorn, haben noch 6 Spiele – macht 6 Punkte, da Jena nicht anfangen wird jeden Gegner 5 :0 Platt zu machen 😉 mal ganz davon abgesehen kann ich mir nicht Vorstellen das die Mannschaft jetzt in den Ruhe Modus schalten wird und jedes Spiel verliert…kritisch ja aber warum haben hier immer alle die Hosen voll, wenn nicht gerade Torgelow zu Besuch kommt – ist mir unverständlich – ein bischen mehr Selbstbewustsein ohne hochmütig zu werden, schadet nicht – naja – Danke an den rotebrauseblogger wie immer 😉 es werden wirklich hitzige Wochen – mit den absoluten Highlights: LOK und CFC 🙂 die Spiele sind eröffnet 😀

    1. ich meinte natürlich 12 Punkte und nicht 21 😀 wobei ich da auch nix dagegen hätte 😉

    2. Theoretisch brauchen wir aber noch 7 punkte. im falle (wie du selbst sagst) das Jena anfängt Tore zu schießen und wir ein paar Buden bekommen… wie gesagt, eben theoretisch 😉

    3. Die 7-Punkte-Rechnung ist tatsächlich sehr theoretisch. 😉 Aber selbst wenn, an weniger als sieben Punkte aus sechs Spielen ist nur schwerlich zu glauben. Jaja, ich weiß, Pferde und kotzen und so, aber man muss an der Stelle auch mal Realist sein. Und als Realist kommt man nicht daran vorbei, dass da nicht mehr viel schief gehen kann.

  3. Ich glaube AZ wird die Jungs so hinbekommen, dass in den nächsten 5 Wochen wir ein Feuerwerk von Aufstiegswilligen und Pokalgewinner sehen werden.
    Jena wird noch patzen und wir gehen mit guten Punkteabstand in die Reli.
    Und dann kommt die Zaubertüte. Aber halt, auch die Religegner haben Fracksausen, mit Sicherheit!
    Nun denn, es ist angerichtet!

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