Stadtduell mit erhöhter Temperatur..

[Direkt unter dem folgenden Vorbericht zur Partie RB Leipzig gegen Lok Leipzig (24.02.2013, 14.00 Uhr) befindet sich der Liveticker von der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel. Mit Alexander Zorniger, Fabio Coltorti und Daniel Frahn.]

Was war das für ein Gewimmel Ende August letzten Jahre, kurz vor dem Hinrundenaufeinandertreffen zwischen RB Leipzig und Lok. Jeder, der in dieser Stadt was mit Fußball zu tun hat und nicht zufällig der tiefen Zuneigung gegenüber den grün-weißen Farben verfallen ist, war in aufgeregter Vorfreude. Die einen wollten dem bösen Kommerz mal so richtig die Harke zeigen, die anderen wollten zeigen, dass sie in dieser Stadt mindestens sportlich die Nummer 1 sind und der Rest freute sich einfach auf ein aufgeladenes, intensives Spiel.

Letztlich wohnten dem Aufeinandertreffen dann knapp 25.000 Zuschauer bei. Ziemlich 50:50 den beiden beteiligten Mannschaften gewogen. Wenn ich einen gutmütigen Augenblich erwische, dann würde ich der Lok-Seite auch 13.000 Zuschauer zugestehen. Apropos Lok und Zugestehen. Zugestanden wurde dem Stadtrivalen damals durch RB Leipzig, dass das eigentlich bei RB liegende Heimrecht getauscht wird. So konnte Lok an diesem einen Tag durchaus ordentlich Kasse machen. Zumindest sehr viel mehr Kasse machen als zum Rückrundenaufeinandertreffen möglich gewesen wäre, zu dem handgeschätzt nur noch rund 15.000 Zuschauer kommen dürften. Man darf sich in dem Zusammenhang natürlich fragen, ob Lok nicht ohne den Heimrechtstausch schon längst insolvent wäre.

Dass die Zuschauerzahl des Vorjahres trotz dreifachem Marketingfieber auf vier LKW-Rädern bei weitem nicht erreicht werden dürfte, kann man auf verschiedene Faktoren zurückführen. Da wäre als ganz neutraler Grund das Winterwetter zu nennen, das am Spieltag zu Temperaturen um die 0 Grad und Schnee auf den Anreisewegen führen wird (Kann sich irgendwer noch erinnern, wie es ohne Jacke beim Fußball ist?). Zudem dürfte die allgemeine Aufregung um das Aufeinandertreffen zweier Teams, die sportlich Welten trennen, nach der Premiere etwas abgeflaut sein. Wie meist, wenn etwas, was es lange nicht gab und deswegen hochinteressant ist, wiederholt wird.

Auf Lok-Seite sicherlich auch nicht irrelevant, dass einige Anhänger in einem Auswärtsspiel nicht die Notwendigkeit eines Besuchs sehen, weil dann ihr Geld ja an den Feind Konkurrenten gehen würde. Es wird keinen offiziellen Boykott des Spiels geben, aber der eine oder andere wird sich von diesem Grund leiten lassen. Sowieso dürfte das Motiv, dem Kommerz durch Anwesenheit zu zeigen, dass die Tradition weiter die Überhand behält, nicht mehr ganz so zentral sein wie noch vor fünf Monaten. Das ist alles in allem nicht mehr ganz so aufgeladen (könnte auch damit zu tun haben, dass Lok mit seinem Kampf ums finanzielle Überleben aktuell andere Probleme hat), auch wenn die Anti-Kommerz-Ideologie natürlich weiterhin ein Thema bleibt.

Blieben zuletzt noch Teile der RB-Anhänger, denen es vielleicht nicht mehr ganz so spannend erscheint, einem limitierten Gegner zu zeigen, dass man die Nummer 1 ist und die zudem eventuell noch von den Vorfällen rund um das Hinspiel die Nase voll haben. Ohne alle Geschichten aufrollen zu wollen (die sich hinter dem Link verstecken) ist das Klima des Fanutensilienzockens in der Seitenstraße sicherlich noch dem einen oder anderen bewusst. Schmerzlich in Erinnerung bleibt auch die damalige Lok-Reaktion auf die Vorfälle, als sich außer Trainer Rose eigentlich niemand laut und öffentlich entschuldigend-distanzierend äußerte. Lok-Präsident Notzon verstieg sich zuletzt in einer seiner fast schon legendären Medienauftritte zu der Meinung, dass die Medien durch ihre negative Berichterstattung nach dem Spiel letztes Jahr eine Mitverantwortung für die geringeren Zuschauerzahlen bei Lok im Anschluss und somit eine Teilschuld für das aktuelle Agieren von Lok nahe an der Insolvenz tragen.

Nur zur Erinnerung. In den Medien wurden damals die etwas aufgebauschten (Polizei-)Berichte von Ausschreitungen direkt vor dem Stadion übernommen und die Höhe der aktiv Teilnehmenden und die Intensität der Auseinandersetzungen mit der Polizei überhöht. Was auf Lok-Seite als Beweis genommen wurde, dass die Presse ein böses Spiel mit dem Verein spielt. Und dabei vergessen wurde, dass das für Leipziger Derbys fast schon traditionelle, verbreitete Klima der Angst abseits des Stadions in der Berichterstattung und auch bei den Lok-Verantwortlichen gar keine Rolle spielte. Dass Notzon nun – nach seinem damaligen Schweigen – ausgerechnet auf die Presse zielt, ist schon ziemlich bezeichnend und dürfte dem einen oder anderen damals negativ involvierten RB-Anhänger eher sauer aufstoßen.

Das alles zusammengenommen dürfte also zu deutlich dezimierten Zuschauerzahlen und einem abgkühlten Interesse führen. Was wohl aber spätestens mit dem Anpfiff egal sein wird, denn auf RB-Seite will wohl niemand (auch nicht bei den Zuschauern) mit einer Niederlage gegen Lok aufgezogen werden und auf Lok-Seite ist das Spiel weiterhin ein Bekenntnis (für oder wohl vor allem gegen was auch immer). Sodass beidseitig je näher das Spiel rückt auch der Puls höher gehen wird.

Eine besondere Rolle dürfte dabei die Person Daniel Frahn einnehmen. Der hatte nach dem letzten Spiel Lok gegen RB noch via Facebook angeprangert, dass eine RB-anhängende Rollstuhlfahrerin von Lok-Fans umgestoßen worden sei, was sich später insoweit relativierte, dass diese „nur“ beleidigt und angespuckt wurde (Daniel Frahn entschuldigte sich später für die „Falsch“darstellung). Diese Geschichte war der Ausgangspunkt für einige Online-Drohungen und Verbalpöbeleien (freundlich gesagt) gegen Frahn. Die sich in ihren emotionalen Ausläufern wohl auch noch im sonntäglichen Spiel zeigen werden. Zumal der RB-Kapitän in einem Kurzinterview via Vereinshomepage [broken Link] noch einmal klapperte und an die RB-Choreographie beim Hinspiel erinnerte, mit der gezeigt worden sei, was die neuen Farben in der Stadt sind. Durchaus erwartbar, dass Daniel Frahns Auftritt mit diversen Pfiffen der Gästeanhänger begleitet werden wird.

Wie man bereits merkt, ist sportlich rund um die Partie RB Leipzig gegen Lok nicht allzu viel zu sagen. Die Dinge, die die Partie im positiven wie vor allem im negativen emotional ausmachen, sind nichtsportlicher Natur. Was auch insofern nicht erstaunt, dass die sportlichen Fronten wie schon im Hinspiel eigentlich geklärt sind. Vor fünf Monaten war Lok chancenlos und wenn alles normal läuft, sind sie es in diesem Jahr wieder. Vielleicht verdeutlicht sich der Unterschied zwischen Lok und RB am besten darin, dass Tino Oechsner, der im letzten Lok-Spiel gegen Plauen 90 Minuten durchspielte, im vergangen Jahr noch bei der zweiten Mannschaft von RB Leipzig in der Landesliga aktiv war. Und dort nun auch nicht der alles und jeden überragende Spieler war.

Loks Kader ist genaugenommen mit der oberen Hälfte der Regionalliga nicht konkurrenzfähig. Trotz des drittligaerfahrenen Winterneuzugangs und Innenverteidigers Ronny Surma, der sicherlich für Lok-Verhältnisse ein Riesentransfer ist. Trotz des Goalgetters Steve Rolleder, der zuletzt und winterpausenübergreifend in drei Spielen hintereinander getroffen hat. Trotz des sehr guten Torhüters Christopher Gäng, der glücklicherweise seine Depression in den Griff gekriegt hat und gegen Plauen schon wieder im Kasten stand. Und auch trotz eines engagierten, sympathischen und sicherlich auch guten Trainers Marco Rose, der eine Monsteraufgabe hat, den Laden zusammen zu halten. Und auch trotz einiger anderer Spielern mir Viert- aber vor allem auch mit Fünftligaerfahrung. Kadertechnisch bleibt ein Spiel RB Leipzig gegen Lok ein Klassenunterschied und spieltaktisch hat Lok aufgrund der inzwischen sehr gut auftretenden RasenBallsportler keinen Vorteil (mehr).

Erschwerend kommt dazu, dass Lok aktuell mit einigen Verletzungen zu kämpfen hat, was bei einem dünnen Kader wie dem ihren ja immer noch einmal etwas stärker ins Gewicht fällt. Der Ausfall der sehr zentralen Figuren in der Abwehr Markus Krug und Kevin Kittler (der auch defensives Mittelfeld könnte) kann im Normalfall nicht kompensierbar sein. Dass laut Rose (via gestriger LVZ) auch hinter den Linksfüßen Kevin Walthier und Alexis Theodosiadis und Stürmer Christoph Schulz Fragezeichen stehen, ist dagegen auszugleichen und wird eher durch die Häufung der möglicherweise Verletzten zum größeren Problem.

Das einzige was faktisch für Lok spricht, sind die guten Auftritte von Lok in dieser Saison, wenn es in der Red Bull Arena gegen favorisierte Teams ging. Das Spiel gegen RB konnte man vom Ergebnis her zumindest akzeptabel gestalten, die Spiele gegen Jena und Magdeburg gewann man sogar. Man muss sich das mal vorstellen, dass sich Lok 6 von lediglich 14 Punkten in Spielen holte, in denen sie eigentlich von der Ausgangslage her chancenlos erschienen. In drei Heimspielen in der Red Bull Arena holte man sechs Punkte bei 5:3 Toren, in sechs weiteren Heimspielen im Bruno Plache Stadion reichte es nur für sieben Punkte bei 6:11 Toren (inklusive der peinlichen 0:5-Klatsche gegen Union Berlin II).

Richtig desaströs ist allerdings die Auswärtsbilanz von Lok. In sechs Spielen in der Fremde holte man bisher lediglich einen einzigen Punkt. Bezeichnenderweise ein 0:0. In Halberstadt. Allerdinds dürfte ein Spiel in der Red Bull Arena für Lok wohl kaum Auswärtseffekte mit sich bringen.

Die Frage wird auch sein, wie die Mannschaft das Theater im Verein wegsteckt. Nachdem kurz vor Ende der Transferperiode die finanziellen Schwierigkeiten bei Lok zum Thema wurden, waren die Spieler kurz verärgert über die Informationspolitik des Vereins (die möglicherweise dem einen oder anderen noch den Absprung verbaute), schluckten aber im anschließenden allgemeinen Anti-Insolvenz-Aufbruch die bittere Kröte auf 50 % ihres Gehalts zu verzichten. Inzwischen allerdings scheint die Aufbruchstimmung im und um den Verein schon wieder ein wenig aufgebraucht.

Während sich Präsidium und Aufsichtsrat öffentlich miteinander streiten, hat sich VfB-Insolvenzverwalter und Verpächter des Lokvereinsgeländes Friedbert Striewe einen Gerichtsbeschluss besorgt, mit dem er bei Lok Pachtschulden eintreiben könnte und drohte jüngst in einem Interview [broken Link], dass er das Erbbaurecht auch an einen anderen Interessenten verkaufen könnte, nachdem Lok dazu nicht in der Lage war. Als Insolvenzverwalter, der letztlich das VfB-Vermögen im Namen der Gläubiger zu Geld machen muss, ist er dazu auch verpflichtet. Problem ist nur, dass mit dem Erwerb des Erbbaurechts offenbar ein Sonderkündigungsrecht verbunden ist. Sprich Lok vom gepachteten Gelände fliegen könnte. Letztlich wird dies nur eine öffentliche Drohung Striewes sein, um Lok zur lösungsortientierten Kommunikation mit ihm zu bewegen, aber als Damoklesschwert ist es für den eh schon problembeladenen Verein heftig.

Die Aufbruchsstimmung im und um den Verein, die man zum Lok-Rückrundenauftakt vor drei Wochen gegen Plauen noch spürte, scheint bei all den Debatten um das Präsidium, die Höhe des Finanzlochs, die Gefahr der Insolvenz und die Durchführung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung jedenfalls dahin zu sein. Weswegen es völlig unklar ist, in welchem emotional-motivierten Zustand die Mannschaft auflaufen wird. Auch wenn die Retterkampagnen insgesamt ganz gut laufen und bereits handgeschätzte 100.000 Euro in die Kassen gespült haben dürften (Wobei es erstaunlich ist, dass selbst die Rettungsaktionen oft unter dem Motto ‚Hauptsache gegen RB‘ zu stehen scheinen. Was das Problem zeigt, dass Lok weiterhin kein recht tragfähiges, eigenes Image hat.). Zudem dürfte die dreiwöchige Spielpause wegen des Winters im Sinne der sportlichen Höchstleistung auch nicht sonderlich gut gewesen sein.

Es spricht demnach eigentlich so ziemlich alles gegen Lok, denn eigentlich haben sie keine Chance, wenn sie nicht einen Tag erwischen, an dem alles stimmt und RB einen Tag erwischt, an dem sie so wie gegen Neustrelitz nach der Pause agieren. Und die sportlichen und nichtsportlichen Rahmenbedingungen klingen nicht danach, als könnte Lok in absehbarer Zeit einen Tag erwischen, an dem alles zusammen passt..

Auf RB-Seite ist eigentlich tabellarisch alles im grünen Bereich. Bei neun Punkten Vorsprung muss man relativ viel richtig gemacht haben und könnte vergleichsweise entspannt in die Zukunft gucken. Die zweite Halbzeit gegen Neustrelitz hat aber an der allgemeinen Stimmungslage etwas gekratzt. Das Publikum, das nach den sehr guten Vorbereitungsspielen sicherlich mit einigen Erwartungen herangeströmt war, war mit der leicht pomadigen Vorstellung nach der Pause nicht einverstanden und Richtung Spielende zumindest in Teilen leicht ungehalten. Die Vereinsverantwortlichen wiederum zeigten sich ein wenig verwundert darüber, dass ein 1:0-Erfolg so kritisch begleitet wird.

Was von dieser Episode bleibt, scheint mir ein wenig fehlende Leichtigkeit und Euphorie zu sein. Was in diesem im wahrsten Sinne des Wortes harten Business Regionalliga Nordost und vor allem angesichts dessen, dass hinter allem sowieso noch die die Ligaspiele entwertende Relegation wartet, vielleicht auch nicht ganz erstaunlich ist. Was es aber ganz interessant macht, wie Fans und auch Zuschauer wohl ihr zweites gemeinsames Rückrundenspiel bestreiten. Gutgelaunt und gemeinsam oder abwartend-distanziert.

Und es wird spannend sein, wie RB Leipzig auf die ja auch im Mannschaftskreis und -umfeld eher kritisch gesehene eigene Leistung aus dem Neustrelitz-Kick reagiert. Was das Team und seinen Trainer im bisherigen Saisonverlauf auszeichnete, war die Lernfähigkeit. Sprich, man hat nach schlechteren Spielen immer wieder die richtigen Schlüsse gezogen und einen Schritt nach vorn gemacht. Nimmt man das als Maßstab, dann kann Lok gleich einpacken. Auf der anderen Seite schwebt sicherlich auch ein bisschen über den Köpfen, dass ein Punktverlust weiter an der fehlenden Leichtigkeit beim Start in die Rückrunde kratzen würde. Was zu ein wenig fehlender geistiger Frische beitragen könnte.

Fehlen werden RB Leipzig im Spiel gegen Lok die Langzeitverletzten Dominik Kaiser und Sebastian Heidinger. Während Dominik Kaiser zumindest schon wieder im Lauftraining steht, steckt Heidinger noch in der Reha. Der Rest der Mannschaft kann allerdings mitmachen, was den Trainer vor die Qual der Wahl stellt, sein Team im Vergleich zur Vorwoche zu verändern oder es unverändert in das Spiel zu schicken. Als mögliche Kandidaten für einen Platz auf der Bank sehe ich die letzte Woche startenden Timo Röttger und Jeremy Karikari, für die sich Clemens Fandrich und Henrik Ernst als Ersatz anbieten würden. Letztlich sehe ich es aber als wahrscheinlicher an, dass noch einmal die Elf der Vorwoche ran darf: Coltorti – Müller, Hoheneder, Sebastian, Judt – Röttger (Fandrich), Karikari (Ernst), Schulz – Rockenbach – Kammlott, Frahn.

Gespielt wird wohl weiter im 4-3-1-2, das aktuell als leichte Raute interpretiert wird, sprich Röttger und Schulz etwas vor Karikari agieren. Man könnte dies als Raute light bezeichnen. Sowieso sind die Differenzen zwischen einer Mittelfelddreierkette und einer Raute nicht exorbitant. Lok wird dem wohl mit einem 4-4-2 begegnen, das vor allem auf Kompaktheit im Spiel gegen den Ball und auf schnelle Bälle in die Spitze bei Ballgewinnen setzen wird. Dass sie in der Lage sind, so hoch zu verteidigen, wie das RB im Normalfall tut, ist unwahrscheinlich. Weswegen das Spiel auch eine ganz zähe, handballartige Veranstaltung am Lok-Strafraum und damit im weiteren Verlauf ein gefundenes Fressen für Stefan Kutschke werden könnte. Mal gucken.

Fazit: Legt man nur die jeweilige sportliche Ausgangslage nebeneinander, dann führt eigentlich kein Weg an einem RB-Sieg vorbei. Kann man sowieso schon von einem Klassenunterschied sprechen, verschlechtert die Verletztenliste bei Lok die Situation sogar noch. Gehen die RasenBallsportler mit der Lust in das Spiel, diesen Klassenunterschied auch ganz praktisch demonstrieren zu wollen, dann werden sie gewinnen. Gehen sie mit der Angst vor einer medialen Blamage ins Spiel, kann es auch eng werden. Denn letztlich ist es eben doch – aufgrund der besonderen Begleiterscheinungen eines Stadtduells mit völlig unterschiedlichen fußballkulturellen Voraussetzungen und Vorlieben – ein Spiel, in dem der Verlauf eine besondere Dynamik annehmen kann. Und die Dynamik muss man positiv beeinflussen wollen. Aber davon ab ist in jedem Fall zu hoffen, dass man nach dem Spiel diesmal tatsächlich nur über Fußball spricht.

(Wer das Spiel von RB Leipzig gegen Lok Leipzig nicht vor Ort verfolgen kann und trotzdem dabei sein will, nutze am 24.02.2012, ab 14.00 Uhr die üblichen Kanäle, also Liveticker [broken Link] und Fanradio. Der MDR bietet zudem einen Livestream [broken Link] von der Partie an.)

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Bisherige Duelle RB Leipzig gegen Lok Leipzig

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Pressekonferenz vom 22.02.2012, zwei Tage vor dem Spiel RB Leipzig gegen Lok Leipzig. Mit Alexander Zorniger, Fabio Coltorti und Daniel Frahn

11.34

Bis gestern waren übrigens 7.500 Tickets verkauft. Das läuft dann wohl wirklich auf etwa 15.000 Besucher hinaus. Ist doch ne annehmbare Kulisse.

11.21

Na dann, hoffen wir mal, dass uns Petrus von Schneefällen ab 10 cm aufwärts verschont und das Spiel am Sonntag stattfinden kann und das Thema RB-Lok sich bald erledigt hat. (und nicht erledigt hat, weil Lok insolvent ist, sondern weil man wieder getrennte Ligawege geht). Und hoffen wir mal, dass es am Sonntagnachmittag keinen Grund für Häme gegenüber dem gescheiterten Favoriten gibt. Wünsche einen schönen Start ins Wochenende und ein schönes Spiel am Sonntag.

11.18

So, das war es schon. Der Coach noch mit einem kleinen Seitenhieb auf meinen Fauxpas vom letzten Spielbericht gegen Neustrelitz als ich die Reihenfolge der Auswechslungen falsch beschrieb. Ging darum, dass Fehler passieren und die Berichterstatter auf der Tribüne auch Fehler machen. Und Neutrale manchmal ein bisschen vorschnell darin sind, Spieler wegzuschrei(b)en, Spielverläufe zu bewerten und Co. Sinngemäß..

11.16

Zwischen den Zeilen wird angedeutet, dass bei extremen Schneefällen auch ein Ausfall im Raum steht (also extrem heißt sehr extrem..)

Lok wurde gegen Plauen beopbachtet. Zorniger: Trainer, Teamdenken, Fans und Standardsituationen machen Lok gefährlich.

11.14

Zorniger: Kammlott hat es gegen Neustrelitz gut gemacht und Frahn ist als Kapitän unabhängig von seinen Toren gesetzt. Und auch Kutschke und Morys werden wichtig sein und ihre Chancen kriegen.

“Derbystimmung.”

11.12

Jetzt der Trainer Zorniger: Große Vorfreude aufs Derby. “Es ist ein Derby. Zwei Vereine, die in der selben Stadt spielen, das nennt man Derby. Lok ist mir nicht unsympathisch. Marco Rose leistet da eine sehr gute Arbeit. Auch Kubald ist mir sympathisch, ist ein guter Typ” Mit dem Heimspieltausch beim Hinspiel habe man eher zur Lösung der Lok-Probleme beigetragen als sie verursacht (ging darum, nicht RB negativ mit den wirtschaftlichen Problemen von Lok in Verbindung zu bringen).

“Es wird auf jeden Fall eine Änderung geben. Nicht weil es mir auf der Position nicht gefällt, sondern weil da eben ein anderer Stammspieler eine Chance bekommt.” Vielleicht gibt es auch zwei oder drei Wechsel. “Timo ist für mich ein unheimlich wichtiger Spieler auch in Bezug auf die Erfolgsaussichten in diesem Jahr.” Vielleicht wird aber auch Fandrich spielen. “Ist wichtig, dass jeder Spieler weiß, was passiert und woran er ist.” Spieler sollen auch Fehler machen dürfen und ein Spiel auszusetzen, sei nicht das Ende der Welt.

11.08

Frahn: „Haben hart trainiert diese Woche. Gegen Neustrelitz hat man gesehen, was gefehlt hat. Alexander Zorniger hat es besonders genau gesehen..“

11.07

Zur wirtschaftlichen Lage bei Lok: Beschäftigt Coltorti nicht sehr, da man selbst genug Arbeit hat.

Frahn: Man bekommt es mit und es wäre schön, wenn es Lok packen würde. Aber es ist nicht unser Problem.

11.06

Coltorti: Gut, dass wir drei Heimspiele hintereinander haben und trotz des Wetters in jedem Fall spielen können. Dadurch bleiben wir im Rythmus.

Frahn zu Ronny Surma von Lok: Sind gut befreundet und haben jeden Tag Kontakt. Schön, dass er jetzt in Leipzig ist, da sieht man sich öfters.

11.04

Frahn: “Habe nach dem Hinspiel das gesagt, was viele gedacht haben.” Hat keine Angst gehabt und ist mit seinen Gedanken aktuell nur bei einem guten Fußballspiel.

Frahn zu den Pfiffen nach dem Neustrelitz-Spiel: „Waren einfach überrascht davon. Fans haben natürlich das Recht, ihren Unmut zu äußern. Sind lange ungeschlagen und haben gewonnen gehabt, da waren die Pfiffe überrascht. Aber unsere Leistung war natürlich nicht gut.“

Dass Lok zuletzt nicht spielen konnte, könnte ein Vorteil sein, sagt der Kapitän, auch wenn es im Derby wohl aufgtrund der Besonderheit des Spiels keine Rolle spielt.

11.01

Frahn: „Große Vorfreude. Besonderes Spiel.“ Seit dem ersten Trainingstag hat man andas Spiel gedacht.

Coltorti: „Derbyzeit.“ Besonderes Spiel für Leipzig. Haben hart trainiert und vorbereitet. „Wollen eine guteLeistung auf den Platz bringen und gewinnen.“

10.59

Jetzt geht es gleich los..

10.57

Ich habe es ja in meinem obigen Vorbericht geschafft,vollkommen ohne D-Wort auszukommen. Ich vermute, dass dies hier und heute bei der Pressekonferenz anders werden wird. Wer Trinkspiele mag, kann ja bei jedem Auftreten des D-Worts ein Getränk seiner/ ihrer Wahl zu sich nehmen. Mit oder ohne Alkohol soll jeder selbst entscheiden..

10.53

Bleibt noch Zeit für einen (existenziellen) Hinweis in eigener Sache:

Für jede(n) Unterstützer(in) dieses Blogs und jeden Unterstützungsbetrag (startend bei 20 Euro pro Jahr) bin ich sehr dankbar.

10.48

Knallerthema des Tages scheint Bier zu sein. Denn wie die LVZ heute meldet, wird im Lok-Block alkoholfreies Bier ausgeschenkt werden, während die RB-Anhänger Bier mit Akohol die Kehlen hinunter fließen lassen. Das scheint extremes Aufregungspotenzial mit sich zu bringen. Jaja, wenns ums Bier geht, hört die eh nicht vorhandene Freundschaft auf.. Aber ehrlich gesagt, scheint mir das auch eine schräge Entscheidung zu sein..

10.45

15 Minuten vor dem Start. Ich bin mal schon bereit. Das ist selbst für meine Verhältnisse sehr pünktlich..

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Ein Gedanke zu „Stadtduell mit erhöhter Temperatur..“

  1. Du hast es prima auf den Punkt gebracht. Auch wenn vieles gegen Lok spricht, sie werden bis letzten Spielminute kämpfen.
    Man kann sich eventuellen Scouts zeigen, man will jedes Spiel gewinnen, gegen den Erzfeind einen Punkt holen…Genügend Motivation! Also liebe RB Fußballer, zeigt das Geld Tore schießen kann. 🙂

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