Keine Ruhe vor dem Sachsenpokal-Final-Sturm

Man sollte annehmen, dass sich derzeit alles nur noch um das morgige Sachsenpokal-Finale dreht. Aber wir wären hier ja nicht bei RB Leipzig, wenn dem so wäre. Und so darf Tomas Oral in einem sehr lesenswerten Interview mit LVZ-Online lang und breit und inklusive einiger typischer Oralscher Thesen (Rang 4 ist kein Misserfolg) Abschied nehmen vom Verein, bei dem er nur ein Jahr beschäftigt war. Das Sachsenpokal-Finale als Thema? Fehlanzeige. Hat die LVZ ja vielleicht auch nur rausgenommmen, um es demnächst noch mal extra zu bringen.

Währenddessen redet sich Sven Neuhaus öffentlich um Kopf und Kragen, wenn ihm denn nach seiner unehrenvollen Entlassung Vertragsnichtverlängerung überhaupt noch Kopf und Kragen geblieben wäre:

RB war der größte Fehler meines Lebens.

Soll Neuhaus laut BILD vom 30.05. gesagt haben. Ziehen wir Faktor X ab, den man bei der BILD immer abziehen muss, bleibt trotzdem ein unzufriedener Torwart, der vor zwei Jahren mit der Perspektive nach Leipzig gekommen ist, mit RB wieder zurück in den Profifußball aufzusteigen. Je nach Sichtweise auch mit der Perspektive, über das sportliche Karriereende im Verein zu bleiben. Auf jeden Fall nicht mit der Perspektive bereits in der Regionalliga geopfert zu werden und nun mit 32 Jahren Schwierigkeiten zu haben, noch einmal höherklassig unterzukommen. Ersetzt durch einen Torwart, der noch nicht öffentlich bekannt ist. Peter Pacult wird schon wissen. Hoffentlich. Die Unzufriedenheit von Sven Neuhaus ist trotzdem sehr gut nachvollziehbar.

Lars Müller empfindet aufgrund seines bereits längeren Wissens um seine Nichtperspektiven bei RB Leipzig keine Motivationsprobleme für das Sachsenpokal-Finale, in dem mit einem Sieg die nächstjährige DFB-Pokal-Teilnahme erwirkt werden könnte, verstünde aber jeden der Spieler, der welche hätte (BILD von heute):

Der DFB-Pokal ist ein Riesen-Ziel für den Verein, aber wir spielen ihn ja nicht mehr.

Und für die Zukunft sorgt man bei RB Leipzig unterhaltungstechnisch auch schon mal vor. Peter Pacult scheint gewillt, seine drei ausstehenden Monatsgehälter plus x von Rapid Wien einzuklagen. Schlammschlacht offenbar inklusive. Die dürfte dann mit ihren Details demnächst auch nach Leipzig schwappen. Freuen wir uns drauf..

Ach so, was war morgen noch mal gleich? Neben Abschieden, Vertragsproblemen, Motivationsmängeln und zukünftigem Klatsch? Genau, das Sachsenpokal-Finale! Fällt uns da noch etwas zu ein? Ja, tut es. Fabian Franke darf stellvertretend:

DFB-Pokal? Auf jeden Fall will ich da rein. Ich will hier irgendein Knallerspiel haben mit voller Hütte. (Red Bull Audioplayer [broken Link] vom 28.05.2011)

Na dann, dafür braucht es den Sachsenpokal morgen. Noch einmal schlafen und dann wenigstens einmal in dieser Saison dem Chemnitzer FC die Harke zeigen. Bei garantiert nicht ganz voller, aber sicherlich angenehm voller Hütte. Siegchancen: 50:50.  Bei mir steigt sie schon die Spannung und die Vorfreude. Geht hoffentlich ALLEN Beteiligten bis spätestens morgen Abend auch so..

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4 Gedanken zu „Keine Ruhe vor dem Sachsenpokal-Final-Sturm“

  1. Ich befürchte, bei diesem Spiel könnte RB nochmal unter die Räder kommen.
    Im Gegensatz zu den offenbar immer noch hoch motivierten Chemnitzern (siehe Spiel in Wolfsburg) laufen bei uns dann eventuell Spieler auf, denen der Spielausgang vollkommen Wurscht ist.
    Schau mer mal, ich freu mich trotzdem und hoffe das ich mal wieder viel zu schwarz sehe.

  2. Der Sachsenpokalsieg dürfte bei den Spielern doch Prämienmässig in den Verträgen stehen, ist wrsl. alles nur ein Understatement. Das das Finale in der LVZ wäre unpassend gewesen, da sonst GS keine exclusiven Infos über ADO Goldkanten in „dieser Zeitung“ vermelden könnte. Morgen wirds auch nicht viel Platz geben, da LOK nun auch mal wieder nen grossen Bericht haben wollte 🙁

  3. Wäre Oral sinnvollerweise zur Winterpause von seiner Übungsleiterfunktion (ich sage bewußt nicht Trainer) entbunden worden, so hätten wir im Finale bedeutend weniger Probleme (= Baustellen).
    Neuhaus hätte nur sein Team motivieren müssen, bei Aufstieg wären er und Oral weiter dabei, das wußten beide, als sie den Vertrag bei Red Bull Leipzig unterschrieben haben.
    Beide fallen „weich“, mein Mitleid hält sich in Grenzen, beide waren noch nie echte Sympathieträger (meine Meinung).
    Der Ingo Hertzsch ist da ein anderes Kaliber, für ihn und Rosin freut es mich sehr!
    Bin mit 6 Leuten in Block B dabei, kann den Anpfiff vor mindestens 25 000 „Eventis“ kaum erwarten.

  4. Also ich bin immer noch Platt wieviel „affairs“ in eine 4. Ligamannschaft passen! Soviel Spannung und News praktisch im Saisonende- unglaublich!

    Man stelle sich mal Friede, Freude, Eierkuchen vor! Ich weiss immer noch nicht wie ich das finde. Zumindest ist es die Publicity, die einen Profiverein ausmacht.

    Heut Abend vertraue ich einfach auf die genetisch bedingte „Pott- Geilheit“ bei Fussballern!

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