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Stühlerücken

Wer prognostiziert hätte, dass die Derby-Niederlage vom Samstag bereits am Sonntag Abend wieder vergessen ist, den hätte man wohl als weltfremd bezeichnet. Doch Red-Bull-Fußballchef Dietmar Beiersdorfer hatte eine Idee, wie das ganze gelingen könnte. Mit Trainer Tino Vogel und Sportlichem Leiter Joachim Krug mussten die letzten zwei der von Anfang an hauptsächlich Verantwortlichen ihren Hut nehmen. Mit 22 Punkten Vorsprung Meister geworden und dann entlassen? Das ist zumindest ungewöhnlich.

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Der richtige Trainer zur richtigen Zeit

Eine der großen Überraschungen der ersten RasenBallsport-Saison ist sicher die Personalie des Trainers. Kaum einer hätte beim Bekanntwerden der Red-Bull-Pläne für den Einstieg in den Leipziger Fußball im letzten Sommer gedacht, dass der Cheftrainer des SSV Markranstädt zukünftig als Cheftrainer von RB Leipzig auftreten darf. Und doch, irgendwie ist es der richtige Trainer zur richtigen Zeit.

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RasenBallsport Leipzig vs. FC Carl Zeiss Jena II 3:1

Mal eins vorneweg: Bei aller Dürftigkeit des Bullenspiels muss man an dieser Stelle Herrn Vogel und seinen Trainerstab einmal dafür loben, dass er es geschafft hat, eine durchschnittliche Drittligamannschaft (wenn man die individuelle Klasse nimmt) zu einer sehr guten Oberligamannschaft zu machen. Das mag ironisch klingen, ist aber gar nicht so gemeint. Weil: Oberliga spielen, heißt mit Teams zu tun zu haben, die robust sind und hinten drin stehen und oft nicht (nur) mit kreativen Mitteln bezwungen werden können. Gegen solche Mannschaften bedarf es auch und vor allem der einfachen Dinge des Fußballs: Standards zum Beispiel, etwas was RB Leipzig in Perfektion beherrscht. Beim FC Sachsen hat man es nie geschafft, die gutbezahlten Fußballer davon zu überzeugen, dass es für die Oberliga mehr braucht als eine Bundesligavergangenheit. Von daher hier nochmal: Respekt für die Leistung der RasenBallsportler. Und nicht vergessen, dass es definitiv noch vieler Verbesserungen bedarf.

Zum Thema: RasenBallsport Leipzig gewinnt ein turbulentes Spiel gegen die Zweite von Carl Zeiss mit 3:1 und hat nun in der Tabelle 11 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Budissa Bautzen (bei einem Spiel weniger). Damit wurden in den letzten 3 Spielen alle 3 direkten Verfolger geschlagen und das Derby gegen Lok am Sonntag verliert zumindest in Bezug auf die Liga an sportlichem Wert. Nichtsdestotrotz hoffe ich auf einen schönen Fußballnachmittag in der Schüssel, auch weil Lok derzeit für Spektakel und Kampfkraft gut zu sein scheint. Vielleicht wird es dadurch nicht so einseitig, wie beim Hinspiel. Ich denke sogar, dass Lok gute Chancen auf das Verhindern einer Niederlage hat. Mein Tipp: 3:3 in einem Spiel mit Pokalcharakter.

Berichte zum Spiel RBL vs. Carl Zeiss: RBL-Liveticker [broken Link], RBL-Bericht [broken Link], MDR-Bericht [broken Link], FCC-Forum [broken Link]

Pressekritik

“Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Da werden schon 5:0-Siege schlecht geschrieben und ins Negative gezogen.” (Tino Vogel, Trainer bei RasenBallsport Leipzig in der LVZ vom 19.03.2010)

Sehr geehrter Herr Vogel: Bei allem Respekt, der Ihnen und Ihrem Stab und Ihrer Mannschaft auf jeden Fall gebührt, ob einer derzeit überlegenen Tabellenführung (früher hat man in Leipzig Geld investiert ohne Erfolg zu haben): Die Ziele des RB Leipzig sind sicher NICHT das überlegene Gewinnen der diesjährigen 5.Ligameisterschaft. Von einem Team, das sich perspektivisch in professionellen Dimensionen bewegen soll und will, muss man schon erwarten, nach JEDEM Spiel z.B. kritisch über die eigenen spielerischen Fähigkeiten und sowohl aktuelle als auch mittel- und langfristige Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken. Und das offensiv oft planlos wirkende Gestochere insbesondere in der ersten Hälfte beim 5:0 gegen Borea Dresden bot für solche Gedanken reichlich Anlass, wenn man mal vom sicherlich hübschen Ergebnis absieht. Dass alle die schreiben wollen und können, sich genau auf diese Mängel bei den Bullen stürzen, liegt dabei auf der Hand. Fragen Sie mal beim FC Bayern nach..